Deutsches MAD – Nr. 233 (September 1988)

Titel.jpgDie Amis haben uns ja nicht nur mit Coca Cola, Jazz und Rock N Roll beglückt, nein, es gab dann auch noch des völlig durchgeknallte Magazin „Mad“:

MAD ist ein US-amerikanisches Satiremagazin. Es wird außerhalb der USA auch in vielen anderen Ländern herausgegeben.

Im Sommer 1952 brachten die amerikanischen Comic-Verleger Harvey Kurtzman und William M. Gaines die erste Ausgabe der Zeitschrift MAD, damals noch unter dem Titel Tales Calculated To Drive You Mad, heraus. Was zunächst als Parodie auf klassische Superhelden-Comics gedacht war, entwickelte sich bald zu einem Satire-Magazin, das sich über Politik, Gesellschaft, Film und Fernsehen lustig machte. 1956 erschien auf dem Titelblatt von MAD zum ersten Mal ein grinsendes Gesicht mit Segelohren, Sommersprossen und Zahnlücke: Alfred E. Neumann, gezeichnet von Norman Mingo und Frank Kelly Freas. Seitdem ist er der Coverboy der Zeitschrift und auf fast jeder Ausgabe zu sehen. Die Figur an sich ist viel älter und das Bild des Jungen wurde schon im 19. Jahrhundert auf Postkarten publiziert.

Im Verlauf der Jahre wurde MAD zu einem festen Bestandteil der amerikanischen Kultur. Viele der Zeichner, Charaktere und Rubriken sind legendär (Don Martin, Dave Berg, Al Jaffee, Spion & Spion, das Faltbild, Sergio Aragonés etc.). Berühmtheit erlangte das Magazin vor allem auch durch Mort Druckers satirisch-überdrehte Parodien auf aktuelle Kinofilme und Fernsehserien. „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ war der erste und letzte Film, der vom MAD-Magazin gelobt wurde.

Das erste deutsche MAD erschien im September 1967. Da es auf dem deutschen Markt guten Absatz fand, konnte die Auflage rasch gesteigert werden. Nach 32 Ausgaben wurde Herbert Feuerstein Chefredakteur des Magazins und prägte dessen Stil maßgeblich, woran seit 1975 auch der textende Zeichner Ivica Astalos großen Anteil hatte. Ein wichtiges Merkmal des deutschen MAD war, dass auch deutschsprachige Autoren und Zeichner (I. Astalos, Dieter Stein, Nils Fliegner, Rolf Trautmann und Gunther Baars) Beiträge verfassten und MAD somit einen deutschen Anstrich verliehen.

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Herbert Feuerstein

In den 1970er Jahren wurde die Zeitschrift auch im deutschsprachigen Raum endgültig zum Kult. Einige von Feuerstein geschaffene, sogenannte Inflektive („lechz“, „würg“) wurden fester Bestandteil der Jugendsprache. 1992 verließ Feuerstein die Zeitschrift zugunsten seiner TV-Karriere. Anfang der 1990er Jahre ging die Auflage von 300.000 auf 30.000 Exemplare zurück. Der Verleger Klaus Recht führte das Heft noch drei Jahre weiter, ehe es 1995 nach 300 Ausgaben eingestellt wurde, was vor allem auf das mangelnde Interesse der jungen, fernsehverwöhnten Generation zurückgeführt wurde.

Am 7. Oktober 1998 wagte der Stuttgarter Dino-Verlag einen Neuanfang und brachte ein neues deutsches MAD heraus, das bis zum Dezember 2009 monatlich erschien und seit Februar 2010 alle zwei Monate herausgegeben wird. Im Gegensatz zum früheren deutschen MAD ist die neue Ausgabe nicht mehr frei von Werbung und durchgängig farbig.

Seit dem 31. Dezember 2002 wird das MAD-Magazin von der Panini Verlags GmbH herausgegeben, die den Dino-Verlag übernommen hat. Zuständige Redakteure sind Mathias Ulinski und Jo Löffler.

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Weitere Ausgaben

Mit der 100. Ausgabe des MAD-Magazins ist im Dezember 2006 eine Spezialausgabe erschienen, die den doppelten Umfang an Seiten hat. Im Januar 2007 erschien das dreizehnte Spezialmagazin mit dem Besten aus 100 Ausgaben.

Als Kernzielgruppe benennt der Verlag 13- bis 18-jährige Jungen, die verkaufte Quartalsauflage lag im zweiten Quartal 2012 bei knapp unter 22.000 Exemplaren (laut IVW II/2012) und ist seit Jahren rückläufig. Seit dem 3. Quartal 2012 werden die Verkaufszahlen nicht mehr der IVW gemeldet. (Quelle: wikipedia)

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Aus dem Inhalt dieses Heftes (34 Seiten):

  • Titelbild Rolf Trautmann 
  • MADs Monatlicher Almanach (Herbert Feuerstein)
  • Fragen Sie Alfred / Leserbriefe / MAD-Kettenbrief (Herbert Feuerstein)
  • Don Martin Neulich, an der Küste (Don Martin)
  • (Sch)Weißbuch MAD-Besuch beim Body-Building (Dieter Stein/Frank Vielmeister)
  • Eid-Genossen Drama auf Seite 9 (John Caldwell)
  • Regel mit Köpfen Wenn die ungeschriebenen Verhaltensgesetze unserer Gesellschaft tatsächlich aufgeschrieben werden (George Woodbridge/Mike Snider)
  • Schwarz auf Weiß Spion & Spion (Antonio Prohias)
  • Fromme (Wider)Sprüche Ein MAD-Blick auf die Logik der Regierung /Harry North/ Mike Snider)
  • Quak-Käse Die Geschichte des Froschkönigs (Ivica Astalos)
  • Zum Abschluss freigegeben MAD ist zu Besuch bei einer Abiturfeier (Sergio Aragones)
  • Schüttel-Frust Händeschütteln, das man lieber vermeiden soll (Al Jaffee / Idee: Frank Jacobs)
  • Werbmasse Der MAD-Mini-Markt
  • Duck & Doof Duck Edwing humpelt in die Erste-Hilfe-Station (Duck Edwing)
  •  (Ein)Fallstudie Der große MAD-Report: Kreativität (Apichai Bhakdibutr/Gunter Baars)
  • Kippenbekenntnis Neue Warnungen auf Zigarettenschachteln (Joe Raiola/Charlie Kadau)
  • Jeder Stuss ein Treffer! MADs übersichtliche, klare und praktische Ergebnis-Tabelle aus dem täglichen Leben (Nils Fliegner/Paul Petersdorf)
  • Eigenwerbung / Vorschau auf das nächste Heft / Impressum 
  • MAD-Faltblatt (Al Jaffee)
  • Anzeigenparodie: Bauchkiller 

Muss man niht mögen, aber wer total abgefahrenen shrägen Humor mag, ist auchbei diesem Heft gut bedient.

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Die Rückseite des Heftes

Und noch heute wird „Mad Alfred“ gerne für aktuelle Personen der Zeitgeschichte verwendet:

 

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Verschiedene Interpreten – Lachkabinett (1979)

FrontCover1Mit dem Humor ist es so eine Sache.

Der eine oder andere kann sich über den einen oder anderen Humoristen köstlich amüsieren, während dem anderen sich der Humor einfach nicht erschließt.

Ich zähle zur jenen Spezies, die den sog. „schrägen“ Humor mehr als zu schätzen weiß. Und überraschenderweise hatten die „alten“ Humoristen früherer Jahrzehnte jede Menge von diesem schrägen Humor zu bieten … und dieser Sampler von K-tel bietetet etliche Beispiele, die zur Gattung des schrägen Humors gezählt werden dürfen.

Da ist der Peter Frankfeld mit seiner Schildungerung „seiner“ Zeit bei dem Barras (ein Beitrag, den man durchaus subversiv nennen kann).

Heinz Erhardt, war eh ein genialer Sprachverdreher, Walter Reichert scheint mir heute ziemlich vergessen zu sein (was eigentlich ne Schande ist). Die Österreicher Fritz Muliar, Helmut Qualtinger und Hans Moser (sein „Der Dienstmann“ ist längst ein Klassiker) waren jemals in ihrem Metier unschlagbar …

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Karl Valentin und Liesl Karlstadt

Aus der Abteilung boarisch/müchnerischer Humor hören wir den Weiß Ferdl, den Fritz Straqssner (beide kann man immer wieder mal hören) und die legendären Karl Valtentin/Lisl Karstadt und dann noch den damaligen Jungspund den Fredl Fesl, der für die humoristischen Szene in Bayern wirklich eine Bereicherung war.

 

Und es gab für mich auch neues zu entdecken: Ernst Waldbrunn (noch so ein Österreicher) war mir bisher völlig unbekannt und glänzt auf dieser LP als „Portier“ im Hotel Meran.

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Titel:
01. Peter Frankenfeld: Etwas über Ballistik 4.22
02. Heinz Erhardt: Schalk im Nacken – Frisch vom Rill, Teil 1  4.19
03. Wilhelm Bendow und Franz-Otto Krüger: Auf der Rennbahn 4.03
04. Wilhelm Reichert und Oscar Heiler: Der Zeuge 7.10
05. Fritz Muliar: Fremdenverkehr 0.40
06. Ernst Waldbrunn: Hier spricht der Portier 7.05
07. Hans Moser: Der Dienstmann 6.33
08. Fritz Muliar: Der Verdacht 0.22
09. Weiß Ferdl: Linie 8   9.27
10. Fritz Strassner: Ein Münchener im Himmel 8.56
11. Fritz Muliar: Die Folianten 2.01
12. Helmut Qualtinger und Gerhard Bronner: Travnicek im Urlaub 1.53
13. Karl Valentin und Liesl Karlstadt: Im Schallplattenladen  3.12
14. Fritz Muliar: Am Totenbett 1.49
15. Heinz Erhardt: Schalk im Nacken – Frisch vom Rill, Teil 2   4.32
16. Fredl Fesl: Fußball-Lied 2.11

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Loriot – Nimm´s leicht (1963 /1973)

NimmsLeicht_01AEin weiteres Schmankerl aus dem prallen Lebenswerk des Loriot:

„Schon beim flüchtigen Durchblättern dieses Bildbandes wird der Betrachter auf Darstellungen stoßen, die ihm seltsam vertraut sind … #Das erste Blatt, ein Knoten im linken Bundesbahngleis zwischen Celle und Lüneburg, beleuchtet einen ärgerlichen Zwischenfall, der, obwohl ungewöhnlich anmutend, fast täglich zur Verstimmung westdeutscher Streckenwärter führt.

Auch alle folgenden Beispiele sind aus dem Leben gegriffen und aus einem Personenkreis, dr für westdeutsche Verhältnisse als repräsentativ angesehen werden kann“ (Klappentext)

Nicht immer wird Loirot´s Humor verstanden bzw. geschätzt, wie folgender Leserbrief auf lovelybooks.de zeigt:

„Den Humor verstehe ich nicht immer, aber das ist auch nicht verwunderlich, da ich viele sarkastische Witze nicht so verstehe. Nicht immer geht es darum, dem Leser ein Lächeln zu entziehen, sondern darum, vertraut, bekannte Situationen vom Alltag jeder Person noch ein mal in Erinnerung zu rufen, um etwas darüber zu grübeln. Der Effekt: „Ach, das kenne ich! “

Ich seh das natürlich ganz anders. Und dieses Büchlein lenkt den Blick auf auf eine „andere Seite“ von Loriot:

AlternativesFrontCoverLoriot hat sich nicht nur als legendärer Unterhalter einen Namen gemacht. Vor allem zu Beginn seiner Karriere war er als Werbegrafiker aktiv. ie meisten Werbeaufträge nahm Loriot in den Jahren nach 1955 an. So arbeitete er unter anderem für die Tabakmarke Stanwell, für Paderborner Bier, für Agfa und für Scharlachberg.

Und der damalige Scharlachberg-Slogang lautet eben „Nimm´s leicht“ … von daher ist dieses Buch quasi ne Zeitverwertung seine damaligen Karikaturen für Schalarchberg.

Das Buch erschien erstmalig 1963, meine Ausgabe ist dann die 6. Ausgabe (76.-91. Tausend) aus dem Jahre 1973.

Bevor´s zur Präsentation geht noch 2 Gedanken aus der „Welt“, denen ich mit sehr gerne anschließe:

„Von-Bülow-Loriot versöhnte die Deutschen mit sich selbst. Nicht nur, dass er sie ausnahmslos alle auf irgendeine Art erreichte und zum Lachen brachte – er trat auch den Beweis an, dass das Deutsche per se irgendwie verschroben-sympathisch, ja sogar auf feinsinnige Art sturzkomisch sein kann. Eine Erfahrung, die nach zwei Weltkriegen und einer menschenverachtenden Diktatur für viele dann doch eher überraschend war. “

„Kaum auszudenken, was mit einer Gesellschaft geschehen soll, die sich irgendwann nicht mehr an Vicco von Bülow und sein erhabenes Werk erinnert . Wir müssen es in aller Deutlichkeit und in Anlehnung an ein großes Lob des Mopses an dieser Stelle sagen: Ein Leben ohne Loriot ist möglich, aber sinnlos.“

Hier ein paar Beispiele zum erinnern und dann geht´s – wie gewohnt – zur Präsentation:

 

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Das Büchlein ohne Schutzhülle

Das Büchlein ohne Schutzhülle

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Scharlachberg-Werbung

Scharlachberg-Werbung

Herbert Hisel – Der Stammtischbruder (1963)

FrontCover1Höchste Zeit wieder mal dieses fränkische Urvieh zu Wort kommen zu lassen.

Die EP „Der Stammtischbruder“ war die 3. Schallplatte von Herbert Hisel … also eines seiner Frühwerke, mit denen er damals – zu Recht – viel Aufmerksamkeit erregte.

Zu Recht deshalb, weil sein Humor für die damalige Zeit vermutlich arg schräg war.

Und auch heute noch, ist sein (Sprach)-Witz schon noch beeindruckend … da ist diese Mischung aus Klamauk und zuweilen abenteuerlichen humoristischen Wendungen (z.B. wenn der Arzt einem Patienten Bewegung verordnet). Oder: Hisel verbreitete stets einen Hauch von absurdem Humor … und reiht sich damit ein in die Galerie jener Humoristen von Karl Valentin bis hin zu Gerhard Polt.

Und er war sich damals nie zu schade, sich selbst auf die Schippe zu nehmen … eine Tugend, die ich doch sehr schätze.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Singles von ihm enthält diese nur eine Nummer, eben den „Stammtischbruder“ und diese passt so ganz herrlich zur närrischen Zeit, denn auch wir Bayern können gelegentlicht lachen … z.B. über Herbert Hisel. Viel Vergnügen !

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Besetzung:
Herbert Hisel (Sprecher)

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Titel:
01. Der Stammtischbruder (Teil 1) 7.21
02. Der Stammtischbruder (Teil 2) 5.41

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Hape Kerkeling – Hurz ! ! ! (1992)

FrontCover1Der Hape Kerkeling hat im Laufe seiner Karriere ganz schön viel unterschiedliche Facetten zum blühen gebracht. Und natürlich war die des gnadenlosen Komikers eine ganz besonders ausgeprägte Facetten.

Ein Prachtbeispiel seines Humors ist dieser Werk. Und so kam es dazu:

1989 gestaltete Kerkeling zusammen mit dem Pianisten Achim Hagemann und Angelo Colagrossi als Co-Autor mit seiner medienkritischen Sendung Total Normal ein Comedy-Format, für das er mit der Goldenen Kamera, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Zwei Aktionen sind auch Jahre nach dem Ende der Sendung in Erinnerung geblieben: Verkleidet als Königin Beatrix gelang es Kerkeling am 25. April 1991, vor laufender Kamera in einem Wagen vor Eintreffen der echten Königin im Schloss Bellevue vorzufahren.

Außerdem trug Kerkeling in der Maske eines polnischen Opernsängers zur Klavierbegleitung von Achim Hagemann ein „expressives Stück“ vor, eine Parodie auf Neue Musik, die in dem lauten und unvermittelten Ausruf „Hurz!“ mündete. Das nicht eingeweihte Publikum nahm die Darbietung ernst und ließ sich anschließend zu einer intellektuellen Diskussion über die Aussage des Stücks verleiten. Dabei wagte nur eine Teilnehmerin offen auszusprechen, dass sie mit seiner Darbietung überhaupt nichts anfangen konnte. Kerkeling antwortete daraufhin bewusst hochnäsig, dass ihr wohl „der intellektuelle Zugang“ fehle. Hurz! erschien 1992 als Single.

Hier diese Single die drei Hurz Versionen enthält und die ihren Reiz eigentlich nur dann hat, wenn man eben diesen Auftritt im Fernsehen gesehen hat. Ich habe ihn deshalb einfachmal dazugepackt, damit das Hurz Thema auch komplett ist.

Und natürlich reizt es mich mal wieder, bei diesem Hape Kerkeling auf Spurensuche zu gehen … das könnte ein sehr spannendes Thema sein. Und da hat der Hape Kerkeling ja mittlerweile auch jede Menge von sich schon preis gegeben.

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Besetzung:
Achim Hagemann (piano)
Hape Kerkeling (vocals)
+
Kerstin Yvonne Lohausen (vocals)
Karin Wanjelik (vocals)

Hape+Achim

Hape Kerkeling + Achim Hagemann bei Hurz im TV

Titel:
01. Hurz !!! 3.22
02. Hurz !!! (Engl. Version) 3.22
03. Hurz !!! (Habicht Mix feat. MC Lurch) 5.29

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Gabi Decker – Leibhaftig ! (2004)

FrontCover1Eigentlich krieg ich ja von Kabarett nie genug und deshalb legte ich mir eines Tages die Gabi Decker auf:

Gabi Decker (* 5. Juli 1956 in Ratingen, Nordrhein-Westfalen) ist eine deutsche Kabarettistin, Moderatorin und Sängerin.

Nachdem sie in Bokensdorf in Niedersachsen aufgewachsen war, brach sie Ausbildungen zur Bauzeichnerin in Wolfsburg und zur Reisebürokauffrau in Braunschweig ab. 1981 ging Gabi Decker nach Berlin. Dort verdiente sie sich mit Jobs als Kellnerin oder Zimmermädchen ihren Lebensunterhalt und trat nachts als Jazz-Sängerin in Bars auf, wo sie auch entdeckt wurde. Ohne größeren Erfolg veröffentlichte Gabi Decker 1983 und 1984 drei von Ralph Siegels Schallplattenfirma produzierte Singles: Unter der Dusche –
Ich werd’ wahnsinnig und Allein.

Von 1985 bis 1994 arbeitete sie als Radiomoderatorin für den SFB und war im bundesweiten ARD-Nachtexpress zu hören. Seit Mai 2013 ist sie wieder im Radio auf Top20Radio zu hören.

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Als Gagschreiberin war sie nebenbei für Mike Krüger, Harald Schmidt, Gerd Dudenhöffer und Hans Werner Olm tätig, bevor sie 1994 mit Ich wär‘ so gerne Chauvinist ihr erstes Solo-Programm auf der Bühne präsentierte. 1998 war sie zusammen mit Isabel Varell in der sechsteiligen ZDF-Comedyshow Varell und Decker zu sehen. Es folgten weitere TV-Auftritte, darunter Quatsch Comedy Club, Mitternachtsspitzen und Blond am Freitag, wo sie seit 2001 als regelmäßiger Gast zu sehen war. Mit ihrem Bühnenprogramm Leibhaftig war Gabi Decker seit Juni 2004 deutschlandweit auf Tournee. Im August 2010 startete im Berliner Kabarett-Theater Die Wühlmäuse ihr aktuelles Bühnenprogramm Das Beste – Zugabi.

AutogrammkarteGabi Decker ist Schirmherrin der Berliner Schwulenberatung. (Quelle: wikipedia)

Und eigentlich krieg ich ja von Kabarett nie genug und deshalb legte ich mir eines Tages die Gabi Decker auf und war irgendwie ziemlich irrititert. Einerseits ist die Dame ja altersmäßig in meiner Preisklasse anzusiedeln (schaut allerdings im Gegensatz zu mir deutlich jünger aus !)  und andererseits kann man durchaus feststellen, dass sie jede Menge ganz pfiffiger Ideen hat. Und auch ihre stimmlichen Parodien haben ihren Reiz.

Dennoch: Irgendwie bleibt ihr Auftritt (im Theater „Die Wühlmäuse“, Berlin; 18.6.2004) schal, hohl und arg bemüht … irgendwie ein Abklatsch von dem, was gutes Kabarett ausmachen könnte.

Aber natürlich sehen das andere ganz anders:
Gabi Decker besitzt das Talent, ihr Publikum mit den direktesten, härtesten und hemmungslosesten Pointen zu verwöhnen und dabei das Objekt ihrer Begierde, sprich den jeweiligen Promi, ihr Heimatdorf oder allerlei Begebenheiten in ihrem abwechslungsreichen Leben verbal zu zerlegen! Wortwitz und kluge Spontanität erledigen den Rest und man lacht sich kaputt, sobald Frau Decker die rasierklingenscharfe Zunge erbeben lässt. Ob „Bokelsdorf“, „Promi“, „Kondome“ oder gelungene Gesangsdarbietungen zwischen den Stücken, zusammen ergeben alle Programmpunkte die stimmige Unterhaltung mit Köpfchen!

Sehr empfehlenswert! Mein Rat: Für alle die genug von schlechten, platten Schenkelklöpfern haben und endlich mal wieder aus Herzenslust lachen wollen… (Markus Mildner)

Und daher meine Empfehlung: Man bilde sich ein eigenes Urteil !

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Besetzung:
Gabi Decker (Sprecherin)

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Titel:

01. Good to Gabi 2.59
02. Eröffnung 3.18
03. Reiseleitung 7.35
04. Promis 11.33
05. Kondome 6.46
06. Bokensdorf 6.33
07. Familie 9.04
08. Freude am Alter 9.51
09. Liedergeschichte 15.32

Alle Texte: Gabi Decker

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Axel Hacke & Michael Sowa – Der Weisse Neger Wumbaba (2004)

TitelDer Axel Hacke war lange Zeit so ne richtige Kultfigur für das liberale Bürgertum … und das hatte natürlich seinen Grund:

Axel Hacke (* 20. Januar 1956 in Braunschweig) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller.

Axel Hacke wuchs in seiner Geburtsstadt Braunschweig auf, wo er sich in seiner Jugend politisch bei den Jungdemokraten engagierte. In seiner Kindheit trug er die evangelische Kirchenzeitung aus, seine Eltern glaubten, er werde Pfarrer. Nach Abitur am Wilhelm-Gymnasium und Wehrdienst begann Hacke 1976 zunächst ein Studium in Göttingen, zog dann aber bald weiter nach München, wo er die Deutsche Journalistenschule besuchte und Politische Wissenschaften studierte. Von 1981 bis 2000 arbeitete er als Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, zunächst vier Jahre lang als Sportreporter, danach als politischer Kommentator, vor allem aber als einer der Autoren des „Streiflichts“ auf der ersten Seite der SZ und als Autor vieler Reportagen auf der Seite Drei des Blattes. Er berichtete, schrieb Porträts (zum Beispiel über den Modeschöpfer Wolfgang Joop), berichtete über den politischen Alltag in Bonn und Berlin sowie über die Wendezeit in der DDR und den neuen Bundesländern und war Korrespondent bei vielen Olympischen Spielen und Fußball-Weltmeisterschaften. Seit 2000 ist er als Kolumnist und Schriftsteller freiberuflich tätig.

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Axel Hacke, 2004

1991 erschien sein erstes Buch Nächte mit Bosch, ein Sammelband von Erzählungen, Reportagen und Glossen, in deren Titelgeschichte zum ersten Mal eine von Hackes berühmtesten Figuren auftritt, der sprechende Kühlschrank Bosch. Bereits 1990 veröffentlichte Hacke im SZ-Magazin der Süddeutschen Zeitung (das im gleichen Jahr gegründet worden war) seine erste Kolumne Der kleine Erziehungsberater, Geschichten aus dem Alltagsleben einer Familie mit drei kleinen Kindern. Die gesammelten Texte erschienen 1992 unter dem gleichen Titel in Buchform, wurden seither mehr als eine Million Mal verkauft und standen zwei Jahre lang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Nach diesem Vorbild sind seither ungezählte Bücher und Kolumnen zum Thema Erziehung erschienen. „Hacke hat für die aufgeschriebene Vaterschaft Ähnliches geleistet wie Wolfram Siebeck für die aufgeschriebene Feinschmeckerei“, schrieb der ZEIT-Kolumnist Harald Martenstein.

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Axel Hacke, 2006

Hacke hat seither zahlreiche Bücher sowohl für Kinder als auch für Erwachsene veröffentlicht, von denen viele der Berliner Maler Michael Sowa illustrierte. Gleichzeitig schrieb er in den Jahren 2001 bis 2007 unter dem Titel Und was mache ich jetzt in der Sonntagsausgabe des Berliner Tagesspiegels eine wöchentliche Kolumne sowie im Bayerischen Rundfunk seine Geschichten wie Du und Ich. Große Bekanntheit erlangte seine Rubrik Das Beste aus meinem Leben, in der er seit 1997 jeden Freitag im SZ-Magazin „sein“ Leben als Mann schildert, umzingelt von Alltag, Frau und Kindern und Bosch, dem sprechenden Kühlschrank. Das Beste aus meinem Leben war im Jahr 2007 Grundlage für eine achtteilige ARD-Fernsehserie mit Oliver Mommsen und Elena Uhlig und wurde im SZ-Magazin Anfang August 2008 abgelöst von der aktuellen Kolumne Das Beste aus aller Welt.

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Im Jahr 2004 erschien eines der erfolgreichsten Bücher Hackes, Der weiße Neger Wumbaba. Er behandelt darin auf amüsante Weise das Thema „Missverstandene Liedtexte“, wobei schon der Buchtitel auf einen Verhörer zurückgeht, Matthias Claudius’ berühmtes Abendlied, in dem es heißt: „Der Wald steht schwarz und schweiget / und aus den Wiesen steiget / Der weiße Nebel wunderbar.“ Der letzte Vers wurde hier als „Der weiße Neger Wumbaba“ missverstanden. Ein zweites Buch zu diesem Thema erschien 2007 unter dem Titel Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück, ein drittes 2009 unter dem Titel Wumbabas Vermächtnis. 2017 gelang Axel Hacke mit Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen ein Bestseller, der Ende 2017 auf Platz 1 der Sachbücher des Magazins Der Spiegel zu finden war.[4] Hackes Bücher wurden bisher in 17 Sprachen übersetzt. Einige, zum Beispiel Der kleine König Dezember, waren auch in Japan Bestseller.

Hacke ist mit der Sängerin und Drehbuchautorin Ursula Mauder verheiratet. Er hat vier Kinder und lebt mit seiner Familie in München und dem Chiemgau.

Auf seinen zahlreichen Lesungen entscheidet Axel Hacke erst im Laufe des Abends, welche Texte er vorträgt, denn sein Prinzip ist es, einen möglichst großen Querschnitt seiner Texte auf die Bühne zu bringen. Einen Schwerpunkt bildet dabei jeweils das jüngst erschienene Buch. Seine Auftritte führen ihn auf Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum. Während der Adventszeit tritt er unter dem Titel Alle Jahre schon wieder in Erscheinung. (Quelle: wikipedia)

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Und hier einer seiner „Mega-Besteller“, illustriert von Michael Sowa:

Michael Sowa (* 1. Juli 1945 in Berlin) ist ein deutscher Maler und Zeichner.

Michael Sowa lebt seit seiner Geburt in Berlin. Nach Abschluss eines Kunstpädagogikstudiums ist er seit 1975 als freier Maler und Zeichner tätig. Unter anderem veröffentlichte er im Satiremagazin Titanic, illustrierte zahlreiche Zeitschriften, Bücher und Buchcover. Viele seiner Werke hat er mit gemeinsam mit Axel Hacke publiziert. Pseudonym: Heinz Obein

Einem breiteren Publikum wurde der Künstler auch durch den Erfolg des Films Die fabelhafte Welt der Amélie bekannt, in dem einige seiner Werke gezeigt wurden. Vielen Zuschauern blieben die ungewöhnlichen Gemälde wie Filmhund und Geflügel mit Perlen in Erinnerung, die er eigens für diesen Film schuf.

Michael Sowa

Michael Sowa

Im Jahre 1995 wurde er mit dem Olaf-Gulbransson-Preis ausgezeichnet. 2004 erhielt er für das Buch Prinz Tamino den Berliner Buchpreis in der Kategorie Kinderbuch. 2013 erhielt er den Göttinger Elch als Würdigung seines satirischen Lebenswerkes sowie den Sondermann-Preis.

2009 wurden 130 seiner Werke in einer Ausstellung in Japan gezeigt (Tokio, Kyōto und Yokohama).

„Michael Sowa weiß, was Kinder lieben: einen abgefahrenen Plot mit Happy End und deftigen Humoreinlagen. All das liefert der Autor und Künstler ihnen jetzt im Kinderbuch Stinkheim am Arschberg. Hoffen wir, dass das außen und innen schön gestaltete Büchlein trotz des für zarte Gemüter sich provozierenden Titels seinen Weg in die Kinderzimmer findet. […] Und während der große Mensch beim Vorlesen unablässig grinsen muss, schwelgt der kleine Betrachter in den typisch Sowa´schen skurrilen Details seiner akkuraten, an den realistischen Stil alter Meister erinnernden Malweise.“ (Heike Byn)

Axel Hacke und Michael Sowa

Michael Sowa + Alex Hacke

Und nun zu diesem Büchlein:

Kinder können nicht zuhören. Und wenn sie es tun, dann schlägt ihnen die Phantasie oft ein Schnippchen, das sie — oft bis zum Tod — mit falschen Liedtexten leben lässt. Denn vor allem Kinder sind grausame Verhörer  so wie Frau J. aus Stephanskirchen, die als junges Mädchen felsenfest davon überzeugt war, dass der eigentlich klischeehafte Satz eines mittelmäßigen Seemannslieds (Stürmisch die Nacht und die See geht hoch) tatsächlich Stürmisch die Nacht und die Säge tobt laute. Für den Münchner Autor und Kolumnisten Axel Hacke sind diese Verhörer von teils schrecklicher Schönheit die eigentliche Quelle unerschöpflicher Poesie: Der Verhörende schafft sich gewissermaßen aus der Unverständlichkeit der Welt heraus einen eigenen Kosmos, ein Beweis für die kindlich-dichterische Kraft, die vielen von uns innewohnt, ohne dass wir eigentlich etwas von ihr ahnen“, heißt es in dem von Michael Sowa wieder einmal kongenial illustrierten Buch Der weiße Neger Wumbaba. Hackes Meinung nach haben Liedtexter gar die Aufgabe, zum Fehlhören zu animieren.

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Gibt´s natürlich auch als Hörbuch … demnächst hier in diesem Ramschladen … 

 

In seiner Kolumne Das beste aus meinem Leben für die Süddeutsche Zeitung erwähnte Hacke einmal einige schöne Exempel für die Freudschen Fehler des Gehörs — mit der Folge, dass ihn immer neue Zuschriften seiner Leser ereilten, darunter die wirklich überzeugende Umdichtung des Evergreens Der Mond ist aufgegangen von Matthias Claudius, dessen vertonte Gedichtzeilen und aus den Wiesen steiget / der weiße Nebel wunderbar“ das Gehirn eines Musikenthusiasten folgendermaßen verwandelte: und aus den Wiesen steiget / der weiße Neger Wumbaba. Dieses ungleich größere Zitat ziert nun als Titel ein Buch, die Hackes Originalkolumne sowie seine zahlreichen Nachfolger versammelt. Selbst wenn man sich bei manchen der eingesandten Verhörern etwas ohrenreibend fragt, wie das Hirn derlei phonetisch-semantische Kapriolen zustande bringt, so ist Der weiße Neger Wumbaba doch der beste Beweis für die im Buch aufgestellte These, dass die besseren Liedtexte in den Köpfen der Hörer entstehen.Und das ist auf zauberhafte Weise sicher war. (Thomas Köster)

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an eine Jugndsünde meinerseits. In jenen Jahre hörte ich nur zu gerne bei dem Hendrix Klassiker „Foxy Lady“ …. „Fuck the lady“ (ähm … räusper … schäm)

Unabhängig: dieses Büchlein erhält von mir das Prädikat amüsant.

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Auch dieses Rätsel wird gelöst … 

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