The Swipes – Destroy Your World (2010)

FrontCover1Also, gestern abend war ich ja noch in Leverkusen und da habe ich mir ein Konzert angeschaut, wie es einerseits nicht skuriller hätte sein können … da spielte ne Band laut und herzlich ihren Garagen Rock und das justament in einem rührigen Irish Pub Club namens „Notenschlüssel“ … entsprechend dürftig war die Publikumsresonanz …

Andererseits habe ich so ne neue Band entdeckt … die es zu würdigen lohnt …;

The Swipes wurden 2007 in Frankfurt am Main gegründet.

Unter dem Namen The Swipes fanden sich im Sommer 2007 vier Musiker zusammen, die jeweils schon einiges an Banderfahrung vorzuweisen hatten. Dies gilt vor allem für den Sänger/Songwriter und Gitarristen Stefan Becker, der mit Formationen wie Swoons, Psycho Gambola und The Popzillas diverse europäische Länder bereist hatte, dabei unter anderem im Liverpooler Cavern Club zu Gast war, vielfach von der britischen Radio-DJ-Legende John Peel gespielt wurde und auch im deutschen Radio und Fernsehen häufig auf Sendung ging. Stilistisch waren diese Bands, die etliche Alben auf den Markt brachten, im Indierock-Genre angesiedelt, teils mit Pop-, teils mit Punk-Akzent.

The Swipes schlugen von Beginn an eine ähnliche Marschrichtung ein, wobei sich hier indes schnell der Bereich Garage-Punk als Hauptschwerpunkt herauskristallisierte. Bereits im Herbst 2007 nahm das Quartett eine 5-Track-Promo EP auf. Nach diversen Club- und Festivalauftritten hatte es bald darauf Material für ein komplettes Album gesammelt. Im Juni 2010 unerzeichnete die Band einen Plattenvertrag bei Kamikaze, einem auf Sixties und Garage-Punk spezialisierten Label mit Sitz in Georgsmarienhütte. In dessen Katalog sind Bands aus aller Welt gelistet, von denen The Boss Martians aus Seattle dem Stil von The Swipes mit am nächsten stehen.

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Schon vor dem offiziellen Release des Debütalbums „Destroy Your World“, der im September 2010 stattfand, nahmen öffentlich-rechtliche Radiosender wie hr3, YouFM und MDR Sputnik sowie der Privatsender Radio BOB insgesamt sechs Songs von The Swipes in ihre Playlisten auf. Vor allem der hr (Hessischer Rundfunk) präsentierte die Band bereits mehrfach in Form von speziellen Features. Mit ihrem Track „Never Accept“ schnitten The Swipes zudem siegreich bei einem Bandcontest ab, den Steven Van Zandt aka Little Steven, bekannter amerikanischer Radio-DJ und Gitarrist von Bruce Springsteen, im Internet veranstaltete. Als Siegprämie gab es eine Bandpräsentation im Motorsportprogramm NASCAR Now des amerikanischen Fernsehkanals ESPN.

Im April 2013 nahm die Band ihr zweites Album (Titel: „Lost“) auf, das via „Punk mit Abitur“, der Spezialitätenabteilung des Göttinger Labels Mad Butcher Records, vertrieben wird (Monat der Veröffentlichung: November 2013). Die musikalischen Gewichte verschoben sich bei dieser Produktion etwas mehr in Richtung eines druckvollen Alternative Rock. Im Mai 2013 schied Gitarrist Thomas Striffler aus. An seine Stelle rückte Stefan Schlößer, der zuvor u. a. in den Bands By Chance und Flag A Ride mitgewirkt hatte.

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Auf der Veröffentlichungsliste für 2014 stehen die Vinyl-Version des Albums „Lost“, eine 4-Track-EP („Communication Log-Out“). Der in der EP enthaltene satirische Country-Style-Song „Best Tip: No TTIP“, der das unter entsprechender Abkürzung verhandelte Freihandelsabkommen zwischen EU und USA mit bissigen Reimen seziert, wird von der globalisierungskritischen Organisation Attac offiziell gefeatured. Im September 2015 brachten The Swipes eine weitere 4-Track-CD heraus, diesmal als Benefiz-Projekt: Die Veröffentlichung trägt den Titel „Back to Life“ und ist ganz dem gleichnamigen gemeinnützigen Verein gewidmet, an den sämtliche Gewinne aus der Produktion weitergeleitet werden. 2017 nahm die Band im Tonstudio fünf Songs für ihr nächstes Longplayer-Vorhaben auf und absolvierte eine einwöchige Malaysia-Tour. (Quelle: indiepedia.de)

Und hier ne kleine Bildergalerie von dem Konzert am 22.09. in Leverkusen:

Und jetzt übergebe ich mal der Band das Wort:

„Ein wilder, eigenständiger Stilmix mit reichlich Sixties-Beat, Garagenpunk, drogengeschwängerten Wah-Wah-Gitarren sowie Surf- und Reggae-Einflüssen. Die Stooges und die Cramps treffen sich mit den Hives und den Strokes in einer frisch renovierten deutschen Garage.“ So plastisch bringt der Autor eines führenden Musikmagazins auf den Punkt, was er bei The Swipes herausgehört hat. Viele seiner Kollegen äußern sich ähnlich fasziniert.

Klarer Fall: Das Quartett aus dem Großraum Frankfurt am Main schlägt einen weiten Bogen von den 60er Jahren in die Gegenwart und geht dabei mit mächtig Druck und Drive zur Sache. Immer mehr Fans lassen sich von diesem extravaganten und doch radiotauglichen In-Your-Face-Rock elektrisieren. Weit über hundert Gigs in angesagten Clubs und auf Festivals hat die Gitarrenband bereits absolviert, und die Nachfrage wächst kontinuierlich.

Dafür sorgt auch der nicht abreißende Output in Tonträgerform. Dem CD-Erstling „Destroy Your World“ aus dem Jahr 2010 folgten bald die CD/LP „Lost“ sowie zwei Maxi-CDs mit insgesamt acht Tracks. Material für einen weiteren Longplayer ist frisch einstudiert und wird live bereits präsentiert.“

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Und hier ihr Erstlingswerk … schon 8 Jahre alt … aber immer noch taufrisch.

„Es gibt spacige, psychedelische Klänge wie bei den beiden Instrumentals, die auch auf den Pulp-Fiction-Soundtrack passen würden. (…) Knackige Produktion.“ (Moloko Plus Magazin, Feb. 2011)

„Das klingt alles sehr ausgereift und durchdacht (…) Pop, Alternative, Punk natürlich aber auch Sixties, Garage und etwas Hard-Rock vereinen die Swipes zu einer elegant-dreckigen Mischung, die ein klein wenig an Bands wie Triggerfinger, die Strokes, The (International) Noise Conspiracy oder Rose Tattoo gemahnt. Beste Referenzen also. Das sollten sich möglichst viele Menschen auch live gönnen.“ (noisy Neighbours Zine für Musik, Film und Literatur, No. 31 / 2010)

„The Swipes beweisen wieder einmal, dass Garage & Protopunk Sounds auch in der heutigen Zeit aktuell sind (…) Wer Fan der White Stripes, der Hives oder der (International) Noise Conspiracy ist, wird diese vier Frankfurter lieben.“ (Rock & Review eZine (Arlington, Texas), Dez. 2010)

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„Diese vier Jungs aus Frankfurt am Main spielen eine durchaus originelle Mischung aus The Hives, den Stooges und The Cramps. Das gefällt!“ (Trust Hardcore/Punkrock Fanzine, Nr. 145/06, Dez. 2010)

„Arschgeiler Retro-Postpunk, welcher bisweilen an unsere alten Helden erinnert und diese in neuem Gewand erscheinen lässt. 13 Garage-Smasher auf ner Debut Platte ohne größere Ausfälle. Hat was und kann was. Hut ab!“ (Pankerknacker Punk Fanzine, Nov. 2010)

„Das Debüt von The Swipes klingt, als stünde ihre Garage zwischen der von The Hives und der von The (International) Noise Conspiracy. The Clash wohnen übrigens auch gegenüber (…) Auf der Platte finden sich 13 frische Songs, die den Vergleichen mit den großen Namen durchaus standhalten, trotzdem aber sehr eigenständig sind. (…) Eine gute Platte haben die Swipes abgeliefert. Sie ist nicht zu glatt und nicht zu kommerziell geraten, dafür aber mit viel Charme und Energie ausgestattet.“ (Wildwechsel Magazin, Okt. 2010)

„Die vier Herren haben eine Mission: Sixties in 2010. Für die Frankfurter bedeutet dies, die respektlose Vermischung von Garage, Pop, Beat, Punk und allerlei Soundtüfteleien. Das klingt dann mal retro nach powerpoppigen ‚Sonics’, mal nach The (International) Noise Conspiracy, mal nach Radio-Pop-Rock im Opener ‚Destroy Your World’ und mit zunehmender Spiellänge sehr spacig (‚Agents From Outer Space’). (…) Mit ‚Welcome To The Lo-Fi School’ hat die Band gleich noch einen weiteren Garagen-Hit am Start, bei dem es kräftig zuckt im Hüftbereich.“ (Ox Fanzine, Okt. 2010)

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Und eigentlich dachte ich ja, dass ich für so ne Musik allmählich zu alt bin … weit gefehlt … denn:

Wer ein Faible für dreckigen Rock hat, sollte sich das nicht entgehen lassen.“ – Frankfurter Neue Presse, 30. Juni 2008

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Besetzung:
Stefan Becker (vocals, guitar)
Jens Uwe Pätsch (drums)
Thomas Striffler (guitar, vocals)
Udo Trauteberg (bass)

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Titel:
01. Destroy Your World (Becker/Striffler) 4.01
02. Silent Alarm (Becker) 2.34
03.  Light The Night (Becker/Striffler) 3.01
04. Who Told Me Lies (Becker/Striffler) 3.37
05. Never Accept (Becker) 2.38
06. Here Comes the Swipe! (Becker) 2.43
07. Cage Of My Dreams (Becker/Striffler) 3.30
08. Outer Space Theme (Becker) 3.13
09. Agents From Outer Space (Becker) 4.30
10. If the Grandpas Are United (Becker) 4.53
11.  Welcome To The Lo-Fi School (Becker/Striffler) 3.42
12.  Leaving Soon (Becker) 1.48
13.  Thorn (Becker/Striffler) 5.51

Alle Texte: Stefan Becker

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The Swipes, noch mit Thomas Striffler an der Gitarre … aufgenommen 2009 (man achte auf den Text !):

 

Footprints

Na ja … und dann nützte ich gestern natürlich die Möglichkeit, mich ein wenig mit den Musiker zu unterhalten …

„Back to Life“, die jüngste Veröffentlichung der Band, transportiert eine soziale Botschaft. Sie ist dem gleichnamigen gemeinnützigen Hilfsprojekt für Indien und Nepal gewidmet, an das sämtliche Gewinne aus der Produktion weitergeleitet werden.

Und darüber werde ich dann demnächst berichten …

Gustav – Verlass die Stadt (2008)

FrontCover1Ganz schön schräg, ganz schön avantgardistisch, ganz schön pfiffig … Gustav alias Eva Jantschitsch:

Gustav ist ein Musikprojekt aus Wien, das am ehesten dem Pop mit elektronischen Einflüssen zuzurechnen ist. Eva Jantschitsch ist die Musikerin, die hinter dem Namen Gustav steht. Der Name des Projekts rührt vom ursprünglichen Kinderwunsch ihres Vaters, nach einem Sohn, welcher dann den Namen Gustav bekommen hätte.

Jantschitsch wuchs in Graz auf und lebt seit 1997 in Wien. Sie studierte an der Universität für Angewandte Kunst visuelle Mediengestaltung und digitale Kunst bei Peter Weibel und Karel Dudesek. Ihren ersten Auftritt als Musikerin absolvierte sie beim Frauenbandenfest im Ernst-Kirchweger-Haus 2002. In diesem feministischen Kontext entstanden Netzwerke, die bis heute bestehen.

2005 wurde Gustav mit dem Amadeus Austrian Music Award als „FM4 Alternative Act des Jahres“ ausgezeichnet. Im Rahmen einer Auftragsarbeit für die Wiener Festwochen komponierte sie Teile der Musik für das Stück Draußen tobt die Dunkelziffer von Kathrin Röggla. 2009 trat sie neben Dulce Pontes, Juliette Gréco, Wolfgang Ambros und Willi Resetarits bei der Eröffnung der Wiener Festwochen auf. Für den Faust-Schwerpunkt der Salzburger Festspiele 2011 komponierte sie im Auftrag der Freunde der Salzburger Festspiele den 12-teiligen Liederzyklus Unterhaltungsmusik zur Suche nach Erkenntnis, der am 10. August unter Mitwirkung von Ben Becker uraufgeführt wurde. Im Jänner 2013 erhielt sie den Österreichischen Filmpreis in der Kategorie Beste Musik für den Film Grenzgänger. Im selben Jahr wurde sie für den österreichischen Theaterpreis Nestroy, für die Musik zu Der Alpenkönig und der Menschenfeind nominiert. (Quelle: wikipedia)

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„Verlass die Stadt“ war ihr zweites Album und man konnte über dieses Album z.B. folgendes lesen:

„Gustav aka Eva Jantschitsch wünschte ich mir schon 2005 zur besten Freundin. „Rettet Die Wale“ hieß das Debüt, dessen Textzeilen offenherziger, provokativer, revolutionärer, liebevoller, krasser und ehrlicher nicht sein konnten. Ihre Laptop-Kompositionen führten sie schon damals auf den Thron der feministischen Musikszene.

EvaJantschitsch01A2008 breitet die Wienerin ihre Protest-Popsongs weiter aus. Medienkritisch zeigt sich Gustav auf der neuen Platte zunächst gegenüber beliebten Samstagabend-Shows („Neulich Im Kanal“). Wetten, dass sich Frau Jantschitsch mit diesem Nachfolger noch höher in den deutschen Pophimmel ballert?

Während die Texte weiterhin mit Doppelbödigkeit und Überspitzungen jedes Tabu aussprechen, bleibt die Musik stets fröhlich und gelassen. Ihren verbalen Ideenreichtum vermischt Jantschitsch mit jeder Menge Humor, der aber niemals ins Alberne abrutscht.

Neben Casio-Sounds vergnügt sie erneut mit volkstümlichen Traditionen. Der Titeltrack lädt zum Duett mit MP Kopflos von Glutamat. Sein düsterer Sprechgesang erinnert ein wenig an Neubauten-Mann Blixa Bargeld.

„Verlass Die Stadt“ antwortet auf die Idee Stadt an sich, auf menschenfeindliche Sozialbauten, die unbeachtet von der Masse allerorts wuchern. Die Bibel zitiert Gustav in „Alles Renkt Sich Wieder ein“ und kombiniert die geistlichen Worte mit einem Blasinstrument. Ein trostspendender Schlager.

Den etwas anderen Geburtstagssong gibt es in „Happy Birthday“ zu hören. Die Endzwanzigerin erinnert uns charmant an die Gewissheit, dass das Leben eben doch kein Wunschkonzert ist. Bitte nie vergessen. Alles Gute auch dir, Gustav!“ (Jasmin Lütz)

Also … ganz so euphorisch bin ich bei diesem Album nicht … aber es beschleicht mich das Gefühl, dass ich für diese Art von Musik allmählich zu alt bin (auch wenn die Texte wirklich sehr anspruchsvoll sind) .. auch eine interessante Erfahrung !

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Besetzung:
Eva Jantschitsch (synthesizer, organ, violin, accordion, flute, ukulele, e-bow, vocals)
+
Chra (background vocals bei 07.)
Ddkern (drums bei 04.)
Manfred Hofer (bass bei 02., 04., 08.)
Peter Hörmanseder (background vocals bei 07.)
M.P. Kopflos (vocals bei 06., background vocals bei 07.)
Clara Luzia (background vocals bei 07.)
Sabine Marte (background vocals bei 07.)
Sabine Mayr (background vocals bei 07.)
Elise Mory (piano bei 02., 04., 08.)
Oliver Stotz (guitar bei 02., 04., 08.)
+
Aber das Leben lebt (Florian Emerstorfer, Wolfgang Wiesbauer, Martin Wiesbauer, Ralph Wakolbinger) (background vocals bei 07.)
Trachtenkapelle Dürnstein unter der Leitung von Alfred Agis (bei 05.)

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Titel:
01. Abgesang (Jantschitsch)  3.58
02. Neulich im Kanal (Jantschitsch) 3.49
03. Total Quality Woman (Jantschitsch) 3.36
04. Soldat_in oder Veteran (Jantschitsch) 5.45
05. Alles renkt sich wieder ein (Jantschitsch) 3.45
06. Verlass die Stadt (Jantschitsch) 4.24
07.  At The Rivers‘ Edge (Jantschitsch) 6.17
08. Ifall (Mory/Jantschitsch/Stotz) 5.50
09. Happy Birthday (Jantschitsch) 13.50

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Verschiedene Interpreten – Aufschwung 1997 – Sommerfest (1997)

frontcover1Nein, die Musik gefällt mir überwiegend wirklich nicht … und dennoch ist dies ein ganz bemerkenswertes Album, denn es ist ein Projekt aus dem Hause „Feierwerk2, München, einem wirklich beeindruckendem Projekt aus München.

„Feierwerk unterstützt junge Münchner Kunst, Musik und Kultur – und das seit nunmehr 30 Jahren! Unsere Grundhaltung ist, ohne Dogma und Ideologie verschiedenartige Kulturen in ihrer Eigenständigkeit und Dynamik zu unterstützen und dabei ständig selbst neue Anregungen aufzunehmen. Wir ermöglichen und fördern Zugehörigkeit, auch unabhängig von Alters- und Generationsgrenzen. Darum sind alle unsere Veranstaltungen und Angebote offen für verschiedene Milieus, Kulturszenen und Altersgruppen.

Feierwerk ist ein gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Familien. Wir ermutigen, fördern und befähigen kulturell Aktive und gesellschaftlich Engagierte. Wer sich für Kultur interessiert, wer etwas bewegen will, findet bei uns Räume zum Zuhören, Zusehen, Mitmachen, Auftreten, Produzieren und Präsentieren. Feierwerk erschließt und bewahrt Räume zum freien Ausprobieren und Umsetzen vielfältiger Projekt- und Veranstaltungsideen, für Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung. Und es gibt Zeit und Platz zum Lernen und Wachsen, zum Beispiel durch Beratungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote.

Die Bedürfnisse, Wünsche, Anregungen, Entwürfe der Kulturszenen bringen wir in Planungsprozesse und politische Diskurse ein. Wir suchen und gestalten den Dialog an den Schnittstellen zwischen Kultur, Wirtschaft, Politik, Sozialem und jugendspezifischen Thematiken.

Der Dschungelpalast, Hansastrasse 41 bietet Kindern zwischen drei und zwölf Jahren, deren Geschwistern, Eltern und Großeltern ein vielfältiges kulturpädagogisches Programm. Kinder, Jugendliche und Familien finden in der Südpolstation in Neuperlach Süd ebenfalls ein vielseitiges, kulturelles und abwechslungsreiches Freizeitprogramm.

Das kreative Miteinander jenseits von Alters- und Generationsgrenzen ermöglicht der Dschungelpalast als anerkanntes Mehrgenerationenhaus. Ein vielfältiges Workshop- und Kursprogramm richtet sich an Jung und Alt. Es gibt Raum für ehrenamtliche Mitwirkung sowie kulturelles und bürgerschaftliches Engagement.

GeländeVonFeierwerkDas „Feierwerk“ – Gelände in der Hansastraße zu München

Jugendliche und junge Erwachsene fühlen sich in der Hansastrasse 39-41 in vier Clubs und Spielstätten (Hansa 39, Kranhalle, Orangehouse, Sunny Red) zu Hause. Schwerpunkt ist die Unterstützung der lokalen Szenen und des Nachwuchses. Kultige Acts und Ausblicke in die internationalen Szenen tragen zur Attraktivität der Veranstaltungsorte bei.

Die Feierwerk Locations kann man auch mieten: für bürgerschaftliche Nutzungen aller Art, für Produktpräsentationen, Meetings, Tagungen oder Workshops. Für einen Umtrunk in familiärem Rahmen, eine festliche Feier mit Buffet oder Menü oder ungezwungenes Abtanzen zu DJ-Sound.

Radio Feierwerk 92,4 sendet am Wochenende 23 Stunden nichtkommerzielles, medienpädagogisch ausgerichtetes Radioprogramm. Die unterhaltsamen, informativen, altersgerechten und aktuellen Sendungen sind samstags von 6.00 – 24.00 Uhr und sonntags von 7.00 – 9.00 Uhr und von 21.00 – 24.00 Uhr auf der Münchner Splitfrequenz 92,4 MHz und im Kabel 96,75 zu hören.

Der Farbenladen, Hansastraße 31 ist temporär und multifunktional: Atelier, Workshopraum, Schaufenster, Treffpunkt und Shop für grenzüberschreitende junge Kunst. Der Farbenladen ist ein Forum für Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Videokunst, Digital Art, Grafik, Street Art oder Modedesign.

Der 850 m2 große Skate-Plaza neben der Feierwerk Kranhalle wurde von der Skater-Szene selbst mit entworfen. Es gibt zahlreiche Rampen, Stufen, „Rails“, Quarterpipes für verschiedenste waghalsige Tricks und eine Miniramp.

Die „Fachstelle Pop“ unterstützt junge Münchner Kunst, Musik und Kultur durch Beratung, Service, Weiterbildungsangebote und knüpft ein Netzwerk zur Förderung junger Popularkultur.

Die „Fachstelle und Informationsstelle Rechtsextremismus“ (FIRM) im Feierwerk beobachtet und dokumentiert aktuelle Entwicklungen in der regionalen rechtsextremen Szene. Sie informiert, berät und unterstützt Projekte, um rechtsextremen Aktivitäten Raum und Entfaltungsmöglichkeiten zu nehmen.

Als Ausbildungsbetrieb für Veranstaltungskaufleute, Veranstaltungstechniker, Radiovolontäre, Kultur- und Sozialpädagogen, Fachkräfte für das Gastronomiegewerbe, Bürokaufleute ermöglichen wir jungen Leuten einen guten Start ins Berufsleben.

Die Kultur- und Medienangebote von Feierwerk kann man durch die Mitgliedschaft im Förderverein unterstützen. (Selbstdarstellung)

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Und anlässlich des Sommerfestes 1997 veröffentlichte man dann diesen Sampler … und gleich 5 DM gingen dann an die Münchner Aids Hilfe, die dann auch im Begleitheft ausführlich vorgestellt wurde.

Gut, über das Ergebnis kann man streiten … über die Idee von „Feierwerk“ aber nicht … meine ich einfach mal. Und all diese Bands, die hier zu hören sind, sind wohl mittlerweile in der Versenkung versunken … aber damals – 1997 war es für sie eine ganz große Zeit.Die biden Bands „Bananafishbones“ und „Heinrich Beats The Drum“ haben es sogar geschafft, auch überregional ein wenig bekannter zu werden.

Und so manche Songs sind dann doch tatsächlich kleinen Perlen der damaligen Indie Pop/Rock Szene in München (wie z.B. „Harold And Maude „, „Welle“ … Und nachdem die Geschmäcker verschieden sind … kann man ja mal reinhören und für sich das eine oder andere entdecken … rar ist das Zeug allemal.

Und deshalb hier – für kurze Zeit – eine digitale Kopie von Aufnahmen, die auch schon wieder knapp 20 Jahre alt sind.

Leider werden die Komponisten und Texter nicht genannt, was den Archivar in mir natürlich grämt.

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Titel:
01. Cat Sun Flower: Harold And Maude 3.45
02. Freudian Slips: Eat Me 2.11
03. Toxic: Mailman 3.47
04. Sitter: Melody Of Summer 5.19
05. Bananafishbones: Easy Day 3.50
06. Superglow Experience Band: Hit The Frequence 4.25
07. Robert: Schmerzen 4.00
08. Illegal Aliens: Fearface 4.13
09. Der Große Wah:  Welle 4.41
10. Poetry Of Mine: Faster Than 4.59
11. Twelve After Elf:  Broken Glass 4.21
12. ULMe:  Harvest Man 5.49
13. Overdue Pain: Overdue Pain 2.36
14. Somersault:  See 5.18
15. Monostars: Zeitlupe 2.32
16. Snot!: Fish And Fly 3.55
17. Heinrich Beats The Drum: Can’t Take Nothing With You 4.19
18.  Angel’s Delight: Strange Day 2.45

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