Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig – Siebte Schicht (2013)

TitelAusgesprochen gut gefällt mir dieser Ausstellungs-Katalog (79 Seiten) des Institutes für Kunstpädagogik der Universität Leipzig. Die Werke der Studierenden sind vielschichtig, facettenreich und anregend, nicht nur für das Auge. Ich zitiere mal aus dem Vorwort dieses Kataloges:

Zum siebten Mal jährt sich 2013 die Reihe der »schicht«- Ausstellungen des Institutes für Kunstpädagogik im Geschwister-Scholl-Haus.
Als wir vor sechs Jahren, im Jahr 2007, die Reihe »schicht« starteten, war es unser Ziel, einerseits die gestalterischen Möglichkeiten, Maßstäbe und Qualitäten der Studierenden unseres Institutes in der Auseinandersetzung mit bildkünstlerischen Prozessen zu würdigen, andererseits aber auch zu eigenem künstlerischen Handeln anzuregen und natürlich die Traditionen der damit verbundenen Ausstellungskultur zu bewahren.
Dieses Anliegen respektiert und dokumentiert die Freude am Wissen um Gestaltungsprozesse und dessen Realisierung im Kontext des stetigen Lernens. Das kann mit Mühen verbunden sein, ist aber ein besonderes Merkmal der Kunst in allen Lebensaltern ebenso wie ein enges, über Jahrhunderte Maßstäbe Institutsetzendes Beziehungsgefüge von Lernenden und Lehrenden.
Ein Merkmal dieser Ausstellungsreihe ist es, eine Mischung aus Abschlussarbeiten, d.h. Zeugnisse eines vorerst zum Abschluss gebrachten Studiums der Kunstpädagogik und aus Zwischenergebnissen verschiedener Unterrichtsbereiche sowie den »kleinen« Abschlussprüfungen, den Modulprüfungen am Ende jedes Semesters zu präsentieren.
So rückt diese Ausstellung vor allem den Schaffensprozess als solchen in den Mittelpunkt und lässt diesen Prozess in seiner zeitlichen Dimension und Entwicklung nachvollziehbar werden.
Jeder künstlerischen Äußerung geht eine geistige Auseinandersetzung mit dem Thema voraus, sei es die Beschäftigung mit Zufallsstrukturen, die Untersuchung von räumlichen Beziehungsgefügen, die Auseinandersetzung mit uralten fotografischen Techniken, das reine Naturstudium, die Interpretation persönlicher Befindlichkeiten oder die Gestaltung von e-learning-Programmen. Kunst ist Ausdruck menschlicher Kreativität. Und diese geht hervor aus dem Dialog des Künstlers mit der Natur und seiner Umgebung, aber auch aus dem Dialog mit dem eigenen Leben, der eigenen Persönlichkeit, der eigenen Entwicklung – Geist und Seele. Darüber hinaus geht es aber auch um die Aneignung und Beherrschung der künstlerischen Ausdrucksmittel. Es bedarf schon einer gewissen Kraftanstrengung (und nicht nur im physischen Sinne), eine 1,5 x 2 Meter große Leinwand zu füllen und dabei alle Elemente kompositorisch, kontrastreich und spannungsvoll zu einem harmonischen Ganzen zu vereinigen. Die schönsten Reihenkonzepte in strengem schwarz/weiß funktionierten nicht, wenn man das gewählte Material Linoleum nicht zu händeln wüsste – die materiellen Dinge.

Karte

Das alles gehört zum Schaffensprozess. Diesen Schaffensprozess sichtbar machen heißt, das Ringen, das Scheitern, das Gelingen, den Erfolg und das Sich-Selbst-Offenbaren sichtbar zu machen und bei dem Ganzen den Akt der künstlerischen Entäußerung an sich in den Mittelpunkt zu stellen. Die »siebte schicht« zeigt uns das.

Da kann ich nur sagen: Anschauen und geniessen, reflektieren …

Hier ein paar Beispiel, bevor es dann zu Präsentation geht:

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel03

Beispiel04

Beispiel05

Beispiel06

Beispiel07

Also ich kann mich da gar nicht satt sehen …

*
**