Philharmonisches Staatsorchester Hamburg – Wolfgang Amadeus Mozart aus der Messe in c-moll Salzburg 1783 (1963)

FrontCover1Früher gab es solche Platten nur für die erlauchte Schar der Ärzeschaft, heute gibt es solche Platten  für jedermann und zwar hier …

Die Rede ist wiedermal von jenen Singles, die als Werbegeschenke an die damalige Ärzteschaft kostenlos und „frei Haus“ verteilt wurden, um ein spezielles Medikament zu promoten.

Hier geht es um das Präperat „Supra-Mycin“ der „Chemie Grünenthal GmbH“ (Stolberg).

Dabei handelt es sich um ein Medikament „mit der breiten Klaviatur therapeutischer Möglichkeiten“. Aber so ganz genau habe ich es nicht kapiert, bei welchen Indikationen dieses Medikament damals eingesetzt werden sollte … *schäm*.

Und das pharamzeutische Unternehmen „Chemie Grünenthal“ erwarb sich Anfang der 60er Jahre einen leider sehr traurigen Ruf:

Die Grünenthal GmbH ist ein 1946 in Stolberg (Rhld.) gegründetes Pharmaunternehmen mit Sitz in Aachen, das sich in Besitz der Unternehmerfamilie Wirtz befindet. Es war das erste Unternehmen, das Penicillin auf dem deutschen Markt einführte, dessen Produktion in Deutschland damals vom Alliierten Kontrollrat untersagt war.

Größere Bekanntheit erlangte Grünenthal durch den Contergan-Skandal, verursacht durch den Wirkstoff Thalidomid im damals als Schlafmittel vertriebenen Contergan. Contergan wurde 1957 als rezeptfrei erhältliches Beruhigungsmittel eingeführt und 1961 wegen gravierender Nebenwirkungen aus dem Verkehr genommen.

Das Unternehmen hat neben den beiden Niederlassungen in Deutschland Tochtergesellschaften in Europa, Lateinamerika, den USA und China und erzielt mehr als 50 % seines Umsatzes mit Schmerzmedikamenten, wie dem von ihm entwickelten Wirkstoff Tramadol. Grünenthal investiert 2012 mehr Geld als der Durchschnitt der Pharmafirmen in Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel[3] und ist Mitglied im Verband forschender Arzneimittelhersteller. (Quelle: wikipedia)

JürgenJürgens

Jürgen Jürgens

Jürgen Jürgens (* 5. Oktober 1925 in Frankfurt am Main; † 4. August 1994 in Hamburg) war ein deutscher Chorleiter und Dirigent.Eingespielt wurden diese Mozart Kompositionen unter der Leitung des Dirigenten Jürgen Jürgens (eine solche Namensgebung mag man kaum glauben):

Jürgens erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt bei Kurt Thomas am Musischen Gymnasium und studierte später bei Konrad Lechner in Freiburg. 1961 wurde Jürgens per Lehrauftrag zum Leiter der „Akademischen Musikpflege“ und am 15. Februar 1966 zum Universitätsmusikdirektor an der Universität Hamburg ernannt. 1973 folgte die Ernennung zum Universitäts-Professor. 1955 gründete er den Monteverdi-Chor Hamburg, den er bis zu seinem Tod leitete und der sich besonders der Pflege Alter Musik und des Werks von Claudio Monteverdi widmet. Zusammen mit dem Chor nahm er zahlreiche Schallplatteneinspielungen auf, von denen viele mit Schallplattenpreisen bedacht wurden. Berühmt machte ihn die Einspielung der Il Vespro della Beata Vergine (Marienvesper) von Claudio Monteverdi mit dem Monteverdi-Chor Hamburg und dem Concentus Musicus Wien in einer von ihm für die Aufnahme erstellten Ausgabe. Jürgens war auch Herausgeber von zahlreichen Noteneditionen, gab Dirigier-Meisterkurse und war Juror in diversen Chorwettbewerben.

1985 wurde er vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit der Biermann-Ratjen-Medaille für seine künstlerischen Verdienste um die Stadt Hamburg geehrt, 1991 mit der Johannes-Brahms-Medaille. Beigesetzt wurde er auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in Hamburg. (Quelle: wikipedia)

Und natürlich sticht der betörende, atemberaubende Gesang von Rohtraud Hansmann (diesen Vornamen habe ich bisher ja noch nie gehört) hervor … Und normalerweise bin ich für Gesangsaufnahmen dieser Art eher weniger empfänglich, aber diese Dame … die hat´s drauf !

Rohtraud Hansmann

Rohtraud Hansmann

Sie arbeitete zuerst als Sekretärin und ließ dann sechs Jahre lang ihre Stimme am Konservatorium von Graz ausbilden. Sie besuchte Sommerkurse am Salzburger Mozarteum und studierte auch bei Paula Lindberg in Amsterdam. 1960 Debüt am Stadttheater von Graz als einer der Knaben in der »Zauberflöte«. Es schlossen sich regelmäßige Gastspiele an der Niederländischen Oper in Amsterdam an; 1963 war sie bei den Festspielen von Bregenz als Räuberbraut in »Banditenstreiche« von Fr. von Suppé erfolgreich. 1963 erhielt sie den Mozartpreis beim Internationalen Gesangwettbewerb von Wien. 1964 wurde sie Mitglied der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Sie gastierte an führenden europäischen Bühnen und trat bei internationalen Festspielveranstaltungen auf, so bei den Wiener Festwochen, beim Flandern Festival und beim Festival von Dubrovnik. Vor allem hatte sie als Konzertsängerin eine erfolgreiche Karriere, und zwar einmal als Solistin in Oratorien und religiösen Vokalwerken, vor allem aber auch als Liedersängerin. Dabei standen Werke aus der Barock-Epoche in ihren Konzertprogrammen an führender Stelle, namentlich Werke von J.S. Bach. Sie trat als Konzertsolistin in Brüssel, Paris, Hamburg, Wien, Berlin, Frankfurt a.M., München, Stockholm und London auf und unternahm eine Australien-Tournee.

Also: einfach mal testen, kostet ja nix !

Booklet

Besetzung:
Rohtraud Hansmann (sopran)
Werner Kauffmann (organ)
+
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
+
Monteverdi-Chor Hamburg

unter der Leitung von Jürgen Jürgens

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Titel:

01. Messe in c-moll (Teil 1)
Gloria In Excelsis Deo. Et In Terra Pax Hominibus Bonae Voluntatis. +   Laudamus Te. Benedicimus Te. Adoramus Te. Glorificamus Te.  7.13

02. Messe in c-moll (Teil 2):
Et Incarnatus Est De Spiritu Sancto Ex Maria Virgine: Et Homo Factus Est. 7.21

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart

LabelA1

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