Kammerharmonie der Tschechischen Philharmonie – Mozart – Bläser-Serenade (1971)

FrontCover1.JPGHier eine eher unbekannte kleine Perle aus dem Schaffen des Wolfgang Amadeus Mozart:

Gran Partita ist die populäre Bezeichnung für die 1781 komponierte Serenade Nr. 10 in B-Dur KV 361 für zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Bassetthörner, vier Waldhörner, zwei Fagotte und Kontrabass von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Kontrabassstimme wird heute teilweise auf einem Kontrafagott gespielt. Die Aufführungsdauer beträgt etwa 50 Minuten. Das Stück besteht aus sieben Sätzen.

Der britische Dramatiker Peter Shaffer lässt Mozarts vorgeblichen Widersacher Antonio Salieri in seinem Theaterstück Amadeus wie auch in der filmischen Adaption das Adagio der Serenade so charakterisieren.

„Die Partitur sah nach nichts aus. Der Anfang, so simpel, fast lächerlich. Nur ein Pulsieren, Fagotte, Bassetthörner – wie eine rostige Quetschkommode. Doch da, plötzlich, hoch darüber, eine einsame Oboe, ein einzelner Ton, unerschütterlich über allem, bis eine Klarinette ihn aufnimmt, in einer Phrase von solch himmlischer Süße! Das war keine Komposition eines Zirkusaffen! So eine Musik hatte ich noch nie vernommen. Voll tiefster Sehnsucht; einer so unstillbaren Sehnsucht, dass ich erbebte und es mir schien, als hörte ich die Stimme Gottes.“

Na … wenn das keine Verheißung ist …!

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Dargeboten wird dieses Kleinod von der sog. Kammerharmonie der Tschechischen Philharmonie Prag:

Die Tschechische Philharmonie ist ein international anerkanntes Orchester Tschechiens. Bei einer für die Oktoberausgabe 2006 von der französischen Musikzeitschrift Le Monde de la Musique durchgeführten Umfrage unter Musikkritikern wurde die Tschechische Philharmonie unter die zehn besten Orchester Europas gewählt, 2008 in der Dezemberausgabe der britischen Zeitschrift „Gramophone“ unter die 20 besten Orchester weltweit.

Als typisches Charakteristikum des Orchesters gilt sein „weicher Klang“, nahezu sämtliche Referenzaufnahmen mit Musik tschechischer Komponisten entstanden mit der Tschechischen Philharmonie. (Quelle: wikipedia)

Aber eben nicht nur bei den tschechischen Komponisten wusste dieses Orchester (bzw. die Bläser jenes Orchesters) zu überzeugen.

Und das tschechische Label Supraphon produzierte dann auch für den deutschen Markt (ein weiterer Hinweise auf die hohe Qualität der Supraphon Aufnahmen). Den Vertrieb in der BRD übernahm die Ariola, in der DDR kamen solche Mitschnitte wohl bei Eterna heraus.

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Besetzung:
Kammerharmonie der Tschechischen Philharmonie Prag unter der Leitung voLibor Pesek

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Titel:

Serenade Nr. 10 KV 361:
01. Largo – Molto Allegro 9.43
02. Menuetto 6.05
03. Adagio 5.14
04. Allegretto 5.44
05. Romance – Adagio – Allegretto 5.14
06. (Thema Mit 6 Variationen) (Andante) 10.07
07. Finale (Rondo) – Molto Allegro 3.31

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