Herbert von Karajan – Les Preludes (Liszt) (1958)

FrontCover1Hier nun mal eine wahrlich schicksalsschwangere Komposition, die sich zu den sog. „Sinfonischen Dichtungen“ gehört aus der Feder von

Es gibt Kompositionen, denen man sich nicht mehr ohne ein Wort der Erklärung nähern kann, Kompositionen, die bis zu einem bestimmten Datum ein ganz „normales“ Leben im Konzertsaal führten. Die 1854 fertiggestellte sinfonische Dichtung „Les Préludes“ von Franz Liszt gehört zu diesen Werken. Sie ist plötzlich politisch enteignet und dadurch in einen neuen Zusammenhang gestellt und korrumpiert worden. Das war 1941, als die Nazis in Deutschland ein akustisches Signal für Wehrmachtsmeldungen im Krieg gegen die Sowjetunion brauchten. Während also die Deutschen Leningrad belagerten, zu dessen Drama Schostakowitsch seine Siebte Sinfonie schrieb, bekamen die Deutschen in der Heimat am „Volksempfänger“ mit einer Passage aus Liszt „Les Préludes“, der „Rußland-Fanfare“ wie man sie auch nannte, „Erfolgsmeldungen“ von einem vermeintlich „siegbaren“ Krieg. Dessen einziges Ziel bestand darin, zu erobern und zu vernichten. In dieser Angelegenheit soll ein Zeitzeuge zitiert werden, dessen eindrücklichen Erfahrungen einen Schimmer vom Leid und Elend dieses Krieges geben können: Der deutsche Soldat Robert Rupp schreibt an seine Frau, 22.11.1941: „Sehr selten hab ich geweint. Weinen ist ein Ausweg, solange man in den Dingen steht. … Hier hat auch vor den traurigsten Bildern das Weinen keinen Sinn, und das »Mitleid« ist gemein, wenn es an die Stelle von Hilfe und Tat tritt. Es wächst das Gefühl der menschlichen Armut und der menschheitlichen Schuld, die in jedem Einzelnen wurzelt. Eine tiefe Scham wächst. Manchmal schäme ich mich sogar, geliebt zu werden.“ Die Lisztsche Fanfare erklang bis zum völligen Absturz und verkündete auch noch „Erfolge“, als diese schon längst in Depression und Niederlage sich verwandelt hatten.

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Franz Liszt

Wie konnte aber gerade die Fanfare aus Liszts „Les Préludes“ so enteignet werden? Liszt hat seiner sinfonischen Dichtung ein paar Verse vorangestellt, die eine Erklärung liefern könnten: „Dennoch trägt der Mann nicht lang die wohlige Ruhe inmitten besänftigender Naturstimmungen, und »wenn der Drommete Sturmsignal« ertönt, eilt er, wie immer der Krieg heißen möge, der ihn in die Reihe der Streitenden ruft, auf den gefahrvollsten Posten, um im Gedränge des Kampfes wieder zum ganzen Bewusstwerden seiner selbst und in den vollen Besitz seiner Kraft zu kommen“ (Übersetzung Peter Cornelius). So hat man wohl in der Fanfare eben jenes Sturmsignal sehen wollen. Ein Signal, das in seiner musikalischen Behandlung zudem deutlich an die Tannhäuser-Ouvertüre von Richard Wagner, dem nazistischen Aushängekomponisten, erinnert.

Aber, um es klar heraus zu sagen, Liszt ist mit keinem Wort und keinem Ton explizit als ein als Vordenker der nazistischen Ideologie hervorgetreten. Im Gegenteil: Der Mißbrauch durch die nazistische Propaganda wird evident durch eine Auslassung. Denn der Lisztsche Kommentar beginnt mit folgenden Worten: „Was anderes ist unser Leben, als eine Reihenfolge von Präludien zu jenem unbekannten Gesang, dessen erste und feierliche Note der Tod anstimmt?“ Was denn anderes war dieser Deutsche Krieg!

Was also hat es mit „Les Préludes“ musikalisch auf sich? Liszt hat mit seinen Notensinfonischen Dichtungen eine neue musikalische Gattung ins Leben gerufen, deren Eigenart merkwürdig unbestimmt geblieben ist. So handelt es sich weder um eine Spielart von Programmusik, noch um „absolute Musik“, die sich bloß als Folge musikalisch-logischer Prozesse verstünde. Es ist eben keine „Symphonisierung“ von Dichtung. Bei „Les Préludes“ liefe eine solche Deutung vollkommen ins Leere, denn dieses Werk war zunächst (1848) als Einleitung zum unvollendeten Chorwerk „Le Quatre Éléments“ gedacht. Erst nachträglich wurde der Kommentar, der teilweise schon zitiert wurde, dem Stück vorangestellt. Daß ein Kommentar zu Musik unter Umständen notwendig sei, begründete Liszt schon früher (1837): „Für das Verständnis aller Einzelheiten ist nach unserer Ansicht der ausschließliche musikalische Gedanke, so vollständig er an sich ist, nicht ausreichend.“ Die sinfonische Dichtung im Sinne Liszts ist aber keinesfalls eine Form von Programmusik mit „Handlung“, keine Erzählung mit Musik in Form von handelden Subjekten. Der Musikwissenschaftler Carl Dahlhaus erklärte Liszts Vorhaben so: „Für die symphonische Dichtung, wie Liszt sie verstand, war jedoch der erklärende Text, das in Worte gefaßte Programm, ein durchaus sekundäres Moment. Als einzig entscheidend empfand Liszt die Bestimmtheit des Ausdrucks, die Prägnanz, mit der die Musik ihren Gegenstand der Phantasie und dem Gefühl vermittelte.“ Auch bei „Les Préludes“ hat man es mit einer musikalisch-poetischen Ideensubstanz zu tun, die nicht abbildet (pittoreske Musik) als vielmehr durch prägnante musikalische Ausdrucksformen Assoziationfelder über die autonome innermusikalische Logik zu legen.

„Les Préludes“ zeichnet sich durch die Verbindung zweier Strukturmomente aus: Es ist

Klavierausgabe

Klavierausgabe (vierhändig)

einerseits ein in sich geschlossenes musikalisches Gebilde, in dem thematisch-motivische Arbeit formalen Zusammenhang garantiert. Und zugleich liegt über dieser Logik die Absicht, den thematischen Teilen prägnante Ausdrucksformen zuzuordnen, an denen sich die assoziative Phantasie der Zuhörer entzünden kann.

Formal schreibt Liszt mit „Les Préludes“ nicht weniger als eine mehrsätzige Symphonie in einem Satz: Man findet zunächst eine langsame Einleitung, eine kraftvolle Fanfarenidee (C-Dur), später einen lyrischen Kontrastteil (E-Dur), danach ein leichtes Pastoralenstück und schließlich wieder die Reprise der Fanfarenidee im Rahmen eines „Allegro marziale“. Zusammengebunden werden die formalen Ideen durch die Verwendung eines zentralen rhyhmisch-melodischen Motivs, bestehend aus nur drei Tönen. Und hierin liegt ein musikalischer Schlüssel zum Verständnis dieses Werks. (Ein anderer liegt in den überall wiederkehrenden Akkordbrechnungen, mögen sie nun Bestandteil des thematischen Materials sein oder „nur“ in klanglicher Funktion in den Begleitstimmen auftauchen. Beide Grundelemente exponiert die Einleitung.)

Das dreitönige Motiv wird in der Einleitung sofort nach den das Stück eröffnenden zwei Pizzicato-Klängen eingeführt. Es ist charakterisiert durch einen punktierten Rhythmus und seinen melodischen Verlauf, der häufig auf die Terz oder den Grundton eines Akkordes zielt. Wenn dann der Fanfarenteil erklingt, wird dieses Motiv als Kopfmotiv verwendet. Der Fanfarenteil wird sodann lyrisch transformiert (aus dem 4/4-Takt wird ein fließender 9/8-Takt). Das Motiv wandert vom Kopf des Themas in dessen melodisches Zentrum und bleibt auch in den Nebenstimmen präsent.

Es folgt der Seitensatz (Thema in den Hörnern), der nun in dem farblich kontrastierenden E-Dur steht (gegenüber dem C-Dur des Hauptsatzes). Hier wird das zentrale Motiv erst langsam in seine ursprüngliche melodische Gestalt überführt. Zugleich zieht der Teil die rhythmische Summe der vorangegangenen Satzelemente: Durch die triolische Themengestalt verschmelzen ein 12/8- und der 4/4-Takt.

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Danach folgt ein Teil, der als Durchführung aufgefaßt werden kann. Er beginnt mit dem Hauptmotiv, das über chromatische Skalen wie im Klangrausch durch die Register zieht, ehe ganz deutlich das Fanfaren-Thema wieder einsetzt, jetzt aber melodisch eingeebnet. Am Schluß dieser Durchführung herrscht die lyrische Version des Fanfaren-Themas vor.

Der anschließende Teil führt einen neuen Ton ein: eine Pastoralentonfall, der nicht nur rhythmisch-melodisch evident ist, sondern auch durch die Instrumentation, die das Melos den Holzbläsern plus Horn übergibt. Das Hauptmotiv wird weiter an das Ende des thematischen Gedankens, in den Nachsatz verschoben. Die Neuheit der Pastorale, und das zeigt Liszts Synthesedenken, wird später mit dem „alten“ Material des Seitensatz verkoppelt, das heißt zugleich wie im Quodlibet gebracht, wobei beide thematischen Gedanken ihre Gleichwertigkeit durch den Wechsel von Ober- und Unterstimme unterstreichen. Das alles wird langsam dramatisiert und mündet in das „Allegro marziale“: Was zu Beginn einmal lyrische Umformung des Fanfaren-Themas war (9/8-Takt) wird nun brachial auf einen scharf betonten kräftigen 4/4-Takt umgebogen. Das Ende von „Les Préludes“ steht abermals das Fanfaren-Thema. (Martin Hufner 1997)

Ach ja, es war Herbert von Karajan, der bei dieser Aufnahme den Taktstock schwang:

Im Dezember 1954, kurz nach Furtwänglers Tod, hatte Berlins Kultursenator Joachim Tiburtius bei Karajan angefragt, ob dieser die noch zu Furtwänglers Lebzeiten für den März 1955 terminierte USA-Tournee der Berliner Philharmoniker übernehmen könne. Karajan antwortete: „Mit tausend Freuden, aber nur als designierter Nachfolger und künstlerischer Leiter“. Als Karajan 1955 die Berliner Philharmoniker in New York dirigierte, kam es zu dramatischen Demonstrationen gegen Deutschland und Karajan. Von seinem 1956 auf Lebenszeit abgeschlossenen Vertrag mit den Berliner Philharmonikern trat er im April 1989 zurück, da ihm die finanzielle Förderung durch die Stadt und seine Kompetenzen nicht mehr ausreichten.

Karajan1958

Herbert von Karajan, 1958

Zugleich war er von 1957 bis 1964 künstlerischer Leiter der Wiener Staatsoper, wo er entscheidend zum Weltruhm des Hauses beitrug und viele wichtige Sänger erstmals an das Haus holte. Als die Bundestheaterverwaltung in einem Arbeitskonflikt die Operndirektion überging, schrieb er am 7. Februar 1962 einen ersten Rücktrittsbrief. Nach einem zweiten Konflikt, an dem Karajans Ko-Direktor Egon Hilbert, das Unterrichtsministerium, die Bundestheaterverwaltung, der Gewerkschaftspräsident, der Bundeskanzler und am Ende der Verwaltungsgerichtshof beteiligt waren, demissionierte Karajan am 11. Mai 1964 endgültig. Im Herbst 1963 hatte Karajan für die Übernahme von Giacomo Puccinis La Bohème einen in der italienischen Oper üblichen Maestro suggeritore engagieren wollen. Die Gewerkschaft wollte die Arbeitserlaubnis für den fälschlich so bezeichneten „ausländischen Souffleur“ verhindern. (Quelle: wikipedia)

Auch diese Aufnahme (Karajan hat dieses Werk später auch noch mit den Berliner Symphonikern eingespielt) löst bei mir tiefe Ergriffenheit aus.

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Besetzung:
Philharmonia Orchester London unter der Leitung von Herbert von Karajan

Karajan1960

Titel:
01. Les Preludes (Teil 1) 7.06
02. Les Preludes (Teil 2) 9.03

LabelB1

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Weitere Erläuterungen zu diesem Werk (Hüllentext)

Hüllentext

Diese EP stammt aus dem Fundus der Graugans … diese wiederum hat sie auch dem Nachlass einer alten Dame … auch ihr sei posthum gedankt, dass sie ihre Single-Sammlung so fein säuberlich gepflegt hat.

 

Verschiedene Interpreten – Olympia Gold Platte 1 (1971)

FrontCover1Also, ich weiß wirklich nicht, wieviele Alben damals Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre erschienen sind, um die Olympiade in München vorzubereiten und mit Verkaufserlösen für wen auch immer zu sponsern.

Ich kann mich natürlich noch gut an jene Zeit erinnern … die Vorfreude in der Stadt war groß, das Olympiastadion imponierte uns schon mächtig, war es doch auch ein architektonisches Zeugnis einer weltoffenen Stadt und die Hippies hatten längst den Englischen Garten erobert.

Und eine Mark des Verkaufspreises ging an „deutsche Olympia-Mannschaft“:

Hüllentext1

Nun ja, musikalisch ist dieses Album nicht sonderlich ergiebig. Auf Seite hören wir Musik aus der Welt der Operette und Seite 2 bietet irgendwie eine krude Mischung aus abgehalterten Schlagern und wenn der Helmut Zacharias (der ja eigentlich weitaus mehr konnte) sein „Mexico Calling “ fiedelt, hören wir ja eigentlich „La Bamba“ …

Aber der Der Botho Lucas Chor konnte wirklich gut singen … und auch die Lale Andersen kann man sich gut anhören … Und wenn Gitte ihr „Aber heimlich“ trällert, dann grinsen die Bee Gees mit ihrem „Spicks & Specks“ um die Ecke.

Und Heino reitet zur Ponderosa Ranch (eigentlich „Von der blauen Bergen kommen wir“) … was will man mehr ?

Viel Vergnügen !

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Titel:
01. Das Philharmonia Orchester London/Herbert von Karajan: Tritsch-Tratsch-Polka (Strauß) 2.40
02. Das Symphonie-Orch. Graunke/Carl Michalski: Dunkelrote Rosen (Millöcker) 2.12
03. Das Symphonie-Orch. Graunke/Carl Michalski: Hör‘ ich Cymbalklänge (Lehár) 4.33
04. Die Berliner Sinfoniker/W. Schmidt-Boelcke: Ich setz‘ den Fall (Millöcker) 4.58
05. Anneliese Rothenberger/Das FFB-Orchester/W. Schmidt-Boelcke: In mir klingt ein Lied (Chopin Melichar) 4.02
06. Fritz Wunderlich, Das FFB-Orchester/Werner Kraus Der Rattenfänger (Neuendorff) 3.36

07. Medley 1: (2.25)
07.1. Helmut Zacharias und sein Orchester: Mexico Calling (Zacharias)
07.2. Peter Kraus: In einer spanischen Nacht (Scharfenberger/Feltz)

08. Medley 02: (3.15)
08.1. Der Botho Lucas Chor: Als die Sonne kam (Shuman/Bader)
08.2. Lale Andersen: Sommerwind (Blum)

08. Medley 03: (3.14)
08.1. Hugo Strasser und sein Tanzorchester: Istanbul (Simon)
08.2. Thomas Fritsch: Mädchen wie Samt und Seide (Raschek)
08.3. Gitte: Aber Heimlich (Feltz/Peeters)
08.4. Graham Bonney: Im Varieté (Blum/Bonney)

09. Medley 04: (3.47)
09.1. Fred Silver Band: Das Lieben bringt groß´Freud´(Traditional)
09.2. Fred Silver Band: Muß i denn zum Städtle hinaus (Traditional)
09.3.Heino:  Zu der Ponderosa reiten wir (Jung/Mahr/Schatz)

10. Das Hellberg-Duo: Gold und Silber (Lehár/Raschek) 2.00
11. Peter Beil: Eine Welt aus Sonnenschein (Massara/Lohse) 1.58
12. Milo Pavlovic: Guten Abend, gut´ Nacht (Brahms) 0.49

FFB-Orchester = ‚Radio Forces Françaises de Berlin‘.

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DasPräsidium

Das Flammenpfennig Präsidium … u.a., mit dem Frauenheld Günter Sachs und Gabriele Henkel (was die wieder mit der Hand macht ….)

Walter Panofsky – Die hundert schönsten Konzerte (Auswahl von Herbert von Karajan) (1958)

DieHundertSchönstenKonzerte01AWenn man – wie ich – einerseits im Laufe all der Jahre die klassische Musik entdeckt hat und zu lieben gelernt hat, andererseits aber bezüglich vertiefter Kenntnisse über diese Musik eher aus dem Tal der Ahnungslosen kommt, dann ist so ein Buch (228 Seiten) eine mehr als willkommene Bereicherung.

Denn darum geht´s :

Wer die Musik liebt, möchte auch erfahren, nach welchen Gesetzen das Werk, dem seine Liebe gilt, aufgebaut ist, wie es sich musikgeschichtlich einordnet oder welche Erlebnissse den Komponisten gerade zu dieser Form der musikalischen Aussage veranlaßten.

Der bekannte Münchner Musikkritiker Walter Panofyky hat nach einer Auswahl des Meister-Dirigenten Herbert von Karajan hunert berühmte Sinfonien und Konzerte erläutert. Einführende Bemerkungen und etwa 100 Notenbeispiele erleichtern das Verständnis. Die Erläuterungen musikalischer Fachausdrücke, die Erklärung der Instrumente eines Orchesters, 43 Komponisten und 80 Zeichnungen vervollständigen das Bild.

Ein handliches, untgerhaltsam geschriebenes Nachschlagewerk für alle Freunde guter Musik ! (Klappentext)

Wie gesagt: ein wirklich interessantes Buch aus dem Jahre 1958 und (leider auch) aus dem Haus Bertlesmann … interessieren würde mich, wie all die darin zu findenden Informationen von der heutigen Musikwissenschaft eingeordnet werden …

Aber für mich, eben aus dem Tal der Ahnungslosen kommenden … sehr interessante Basis-Informationen über jene Musik, die meine Eltern mir vergeblich einbläuen wollten, und die ich dann erst viele Jahe später selbst entecken durfte …

Und man lernt, dass man damals – also als all diese Komponisten lebten – Spott und Karikaturen – durchaus bekannt waren … irgendwie tröstlich …

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Herbert von Karajan – Carmen (Georges Bizet) (1964)

FrontCover1Es gab ja mal eine Zeit in der Herbert von Karajan nicht auf immer und ewig mit der Deutschen Grammophon verbandelt war.

Und in jenen Jahren prangte sein Name auch noch nicht ziemlich groß auf der Hülle, dennoch hatte sich Karajan bereits einer schwergewichtigen Namen gemacht.

Seine 1964er Einspielung der Georges Bizet Oper „Carmen“ umfasste in der kompletten Originalausgabe 3 LP´s.

Hier die abgespeckte Version als Sonderanfertigung für die „Deutsche Buchgemeinschaft“ (Querschnittaufnahmen nannte man das damals wohl).

Über die Oper Carmen habe ich hier schon mal ausführlich berichtet. Wiederholungen kann ich mir also sparen.

Die Rückseite des Covers bietet ausführliche Informationen über die Oper an, gesungen wird in deutsch und ich bin eigentlich ganz froh, hier nur diesen Querschnitt präsentierten zu können.

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Das Original Cover mit den 3 LP´s

Aber wer weißt, welcher Teufel mich noch reiten wird. Vielleicht präsentiere ich mal die komplette Oper und dann aber 100% knisterfrei !

DasEnsemble

Das Ensemble

Besetzung:
Jean-Christophe Benoît (Bariton: Dancairo, ein Schmuggler)
Maurice Besançon (Tenor: Remendado, ein Schmuggler)
Franco Corelli (Tenor: Don José, Sergeant)
Bernard Demigny (Bariton: Moralés, Sergeant)
Mirella Freni (Sopran: Micaela, ein Bauernmädchen)
Monique Linval (Sopran: Frasquita, Zigeunerin)
Geneviève Macaux (Mezzo-Sopran: Mercédès, Zigeunerin)
Robert Merrill (Bariton: Escammillo, Torero)
Leontyne Price (Sopran: Carmen, Zigeunerin)
Frank Schooten (Bass: Zuniga, Leutnant)
+
Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan
Wiener Sängerknaben unter der Leitung von Helmuth Forschauer
Chor der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Wilhelm Pitz

BackCover1Titel:
01. Ouvertüre 2.15
02. Le cloche a sonnè 4.09
03. L´amour est ub oiseau rebelle 3.35
04. Prés dex vermparts de Séville 4.53
05. Les tringles des sistres tintaient 4.32
06. Votre toast 3.08
07. Nous avons en téte une affaire 4.57
08. Le fleur que tu m´avais jetée 10.09
09. Melons ! Coupons ! 7.51
10. C´est toi ! C´est moi ! 11.02

Musik:Georges Bizet
Libretto: Henri Meilhac und Ludovic Halévy

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Karajan 1964 am Steuer eines Flugzeuges auf dem Flughafen in Salzburg.

Herbert von Karajan + Maurice André – Vier Trompetenkonzerte (1974)

FrontCover1.JPGDa habe ich mal wieder einen besonderen Leckerbissen im Angebot … und dass liegt vornehmlich an dem von mir doch sehr geschätzten Trompeter Maurice André.

Aber auch Karajan Fans kommen hier natürlich auf ihre Kosten:

Abseits des üblichen Karajan-Repertoires bewegt sich der Inhalt dieser CD, die aber in die Sammlung eines jeden Verehrers des Dirigenten gehört.
Als Herbert von Karajan (1908-1989) zusammen mit dem französischen Meistertrompeter Maurice André Ende Mai 1974 in der Berliner Philharmonie diese Konzerte aufzeichnete, standen beide Künstler auf dem Gipfel ihres Ruhmes. Das mag mit ein Beweggrund für das Zustandekommen der Aufnahmen gewesen sein. Aufgrund der großen Popularität beider Künstler waren hohe Absatzzahlen zu erwarten, und auch Plattenproduzenten sind auf gute Umsätze angewiesen.
Enthalten sind vier der berühmtesten Trompetenkonzerte der Musikgeschichte, nämlich die von Vivaldi, Telemann, Leopold Mozart und Johann Nepomuk Hummel. Puristen mögen einwenden, daß die hier vorgeführte Klangkulinarik dekadent sei und die musikalische Realisierung nicht mit der Entstehungszeit der Werke konform ist, aber das ändert nichts an der Tatsache, daß diese Konzerte nie lupenreiner und mit größerer technischer Meisterschaft und Virtuosität interpretiert wurden. Andrés Trompetenton hat schier endlosen Atem, und seine spieltechnische Perfektion ist nicht zu übertreffen. Der Dirigent und die glänzend aufspielenden Berliner Philharmoniker unterstreichen Andrés Genietaten und breiten dem Solisten einen luxuriösen Klangteppich aus.
Klangtechnisch gibt es keine Mängel. (K.H. Friedgen)

AndreKarajan

Maurice Andre und Herbert von Karajan, es ist die einzige mir bekannte Aufnahme und somit eine Sternstunde. M.E. gehört diese CD in jede Sammlung. Maurice Andre ist ein Jahrhundertereignis, eine lebende Legende.
Ich hatte das Glück, M.E. einige Male live erleben zu dürfen.
Es gibt heute eine große Zahl an ausgezeichneten Trompetern,
welche inzwischen technisch genau so gut spielen wie Maurice Andre, sicher technisch sogar besser.
Aber ich kenne bis heute keinen Trompeter, mit einer so starken Ausdruckskraft,
insbesondere in den langsamen Sätzen. (Telemann 1. Satz) (Lothar Fischer)

Damit wäre ja eigentlich genug gesagt !

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Besetzung:
Maurice André (trumpet)
+
Belliner Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan

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Titel:

Johann Nepomuk Hummel: Konzert für Trompete und Orchester Es-dur
01. Allegro con spirito 11.03
02. Andante 5.25
03. Rondo 3.34

Leopold Mozart: Konzert für Trompete und Orchester D-dur
04. Adagio 6.53
05. Allegro moderato 4.18

Georg Philipp Telemann: Konzert für Trompete und Orchester D-dur
06. Adagio 2.34
07. Allegro 2.06
08. Grave 2.33
09. Allegro 1.42

Antonio Vivaldi: Konzert für Trompete und Orchester As-dur
10. Allegro 1.13
11. Sarabande 3.16
12. Presto 1.19

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Alternative Frontcover

Diese Einschätzungen verwundern mich nicht:

„He’s undoubtedly the best trumpet player but he’s not from our world“
(Herbert von Karajan)

„Karajan was working too fast, i did not like that (…) He was a businessman.
He was the very first conductor to do videos and was recording three time faster than the others.“
(Maurice André)

Herbert von Karajan – Meditation – Musik zum Träumen (Siemens Aktiengesellschaft) (1984)

FrontCover1Schallplatten als Werbepräsente waren ja immer wieder mal sehr beliebt.

Hier ein Beispiel aus dem Jahr 1984. Gestiftet wurde die LP von der „Siemens Aktiengesellschaft (Zweigniederlassung Stuttgart)“.

Und wenn man dann Herbert von Karajan präsentiert, kann man nicht viel falsch machen.

Man bediente sich dabei aus dem Katalog der „Deutschen Grammophon“ und diese wiederum zauberten aus ihrem Archiv Aufnahmen von Karajan aus den Jahren 1961 – 1968; man könnte meinen „olle Kamellen“, aber das ist natürlich bei klassischen Aufnahmen Quatsch. Denn die Werke von Bach, Mozart & Co. sind einfach zeitlos. Und die Komponisten Léo Delibes und Jules Massenet waren mir bis dato noch gar nicht bekannt.

Mit diesem „musikalischem Gruß“ bedankte man sich „für die gute Zusammenarbeit“ … aber irgendwie scheint mir das alles mit einer arg heißen Nadel gestrickt, denn auf der Rückseite hätte man ohne weiteres noch ein wenig Platz gehabt, für ein paar persönliche Worte …

Nun denn: hier klassische Aufnahmen von Karajan und auch ich bedanke mich artig bei der treuen Leserschaft !

PromoFoto60erJahre

Promo – Foto aus den 60er Jahren

Besetzung:
Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan
+
Michel Schwalbé (violin bei 04.)
Gerhard Stempnik english horn bei 07.)
Karlheinz Zöller (flute bei 08.)

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Titel:

Johann Sebastian Bach:
01. Suite Nr. 3 D-dur BMV 1068 – Air 6.34
02. Suite Nr. 2 h-moll BWV 1967 – Rondeau 1.44

Wolfgang Amadeus Mozart:
03. Eine kleine Nachtmusik G-dur KV 525 / 5.29

Léo Delibes:
04. Coppélia-Ballettsuite – Ballade 2.52

Jules Massenet:
05. Thais – Meditationen 6.06

Fréderic Chopin – Roy Douglas:
06. Les Sylphides – Prelude – Noctune 7.21

Jean Sibelius:
07. Der Schwan von Tuonela op 22 Nr 3 / 7.41

Claude Debussy:
08. Prélude à L´aprèsmidi d´un faune 9.55

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Verschiedene Interpreten – Treulich geführt – Die schönsten Hochzeitsmelodien (1998)

FrontCover1Also einerseits, gibt es so Sampler, die eigentlich keiner braucht … andererseits hat man sie eben doch … und dann plötzlich bekommt so ein Billig-Sampler für einen wie mich plötzlich ne ganz neue und ja auch wichtige Bedeutung:

Denn … meine zweite Tochter hat mir neulich nicht nur erklärt, dass nun auch sie schwanger sei, sondern obendrauf  auch noch beabsichtige, in den heiligen Stand der Ehe einzutreten.

Potzblitz ! Und seitdem laufen im Hintergrund bei den beiden betroffenen Familien die Vorbereitungen auf die Hochzeit auf alle Touren … so gar ne eigene Hochzeits – „whatsapp“ Gruppe wurde gegründet und die Ideen und Vorschläge überschlagen sich.

Und dann fiel mir diese CD in die Hände … „Die schönsten Hochzeitsmelodien“ (zusammengestellt aus den Archiven der Deutschen Grammophon … aus vielen Jahrzehnten; siehe Begleitheft)

So ganz erschließt sich mir nicht bei allen Titeln, warum diese nun ausgerechnet für eine Hochzeit besonders prädestiniert sein soll … aber was soll´s:

Anhören kann man sich eine solche Scheibe auch außerhalb von aufgeregten Hochzeitsvorbereitung … aber momentan bin ich da eher der sentimentale Bursche, der eben auch in mir steckt.

Hach … habe ich es eigentlich schon erzählt: Meine Tochter heiratet … hach …

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Titel:

01. Unbekannt:
Weihnachtliches Glockengeläut der Friedenskirche München-Trudering 0.14

02. English Chamber Orchestra (Ltg.: Simon Preston):
Konzert für drei Trompeten (Telemann) 1.41

03. Simon Preston:
Toccata d- moll (Bach) 2.36

04. Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Rafael Kubelik):
„Treulich geführt ziehet dahin“ (Brautchor aus „Lohengrin“) (Wagner) 4.58

05. Maurice André & Hedwig Bilgram:
Sonate für Trompete und Orgel C-Dur – Andante (Viviani) 1.39

06. Maria Stader & Münchener Bach-Orchester (Ltg.: Karl Richter):
Sich üben im Lieben (Hochzeitskantate BWV 202) (Bach) 4.32

07. Orpheus Chamber Orchestra:
Orchestersuite Nr. 3 D- Dur BWV 1068 (Bach) 4.41

08. Rundfunkchor Leipzig & Staatskapelle Dresden (Ltg.: Carlos Kleiber):
Wir werden dir den Jungfernkranz (aus „Der Freischütz“) (v.Weber) 2.52

09. Maurice André & Hedwig Bilgram:
Sonate für Trompete und Orgel C-Dur – Allegro (Viviani) 1.40

10. Cheryl Studer & London Symphony Orchestra (Ltg.: Ion Marin)
Ave Maria BMV 846 (Bach) 2.07

11. Simon Preston:
Symphonie Nr. 5 op. 42.1. (Widor) 5.25

12. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (Ltg.:Rafael Kubelik):
Ein Sommernachtstraum – Hochzeitsmarsch (Mendelssohn-Bartholdy) 4.44

13. Nordmark-Symphonie Orchester (Ltg.: Heinrich Steiner):
Hochzeitstag auf Troldhaugen (Grieg) 6.12

14. Radio-Symphonie-Orchester Berlin (Ltg.: Ferenc Fricsay)
Aufforderung zum Tanz (v.Weber) 10.24

15. Berliner Philharmoniker (Ltg.: Herbert von Karajan):
Blumenwalzer (aus „Der Nußknacker“) (Tchaikovsky) 7.08

16. RIAS Kammerchor & Orchester der Deutschen Oper Berlin (Ltg.: Richard Kraus)
Schöne Nacht, du Liebesnacht (aus „Hoffmanns Erzählungen) (Offenbach) 4.48

17. Shlomo Mintz & Philharmonia Orchestra (Ltg.:Giuseppe Sinopoli):
Violinromanze Nr. 1 G-Du op.40 (Beethoven) 7.47

18. Wiener Philharmoniker, Arnold Schoenberg Chor & Wiener Sängerknaben (Ltg.: André Previn):
O Fortuna (aus „Carmina Burana“)  (Orff) 2.41

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Wenn drei renommierte Labels in ihr Archiv greifen … dann lässt sich schon was präsentieren …