Herbert von Karajan – Carmen (Georges Bizet) (1964)

FrontCover1Es gab ja mal eine Zeit in der Herbert von Karajan nicht auf immer und ewig mit der Deutschen Grammophon verbandelt war.

Und in jenen Jahren prangte sein Name auch noch nicht ziemlich groß auf der Hülle, dennoch hatte sich Karajan bereits einer schwergewichtigen Namen gemacht.

Seine 1964er Einspielung der Georges Bizet Oper „Carmen“ umfasste in der kompletten Originalausgabe 3 LP´s.

Hier die abgespeckte Version als Sonderanfertigung für die „Deutsche Buchgemeinschaft“ (Querschnittaufnahmen nannte man das damals wohl).

Über die Oper Carmen habe ich hier schon mal ausführlich berichtet. Wiederholungen kann ich mir also sparen.

Die Rückseite des Covers bietet ausführliche Informationen über die Oper an, gesungen wird in deutsch und ich bin eigentlich ganz froh, hier nur diesen Querschnitt präsentierten zu können.

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Das Original Cover mit den 3 LP´s

Aber wer weißt, welcher Teufel mich noch reiten wird. Vielleicht präsentiere ich mal die komplette Oper und dann aber 100% knisterfrei !

DasEnsemble

Das Ensemble

Besetzung:
Jean-Christophe Benoît (Bariton: Dancairo, ein Schmuggler)
Maurice Besançon (Tenor: Remendado, ein Schmuggler)
Franco Corelli (Tenor: Don José, Sergeant)
Bernard Demigny (Bariton: Moralés, Sergeant)
Mirella Freni (Sopran: Micaela, ein Bauernmädchen)
Monique Linval (Sopran: Frasquita, Zigeunerin)
Geneviève Macaux (Mezzo-Sopran: Mercédès, Zigeunerin)
Robert Merrill (Bariton: Escammillo, Torero)
Leontyne Price (Sopran: Carmen, Zigeunerin)
Frank Schooten (Bass: Zuniga, Leutnant)
+
Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan
Wiener Sängerknaben unter der Leitung von Helmuth Forschauer
Chor der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Wilhelm Pitz

BackCover1Titel:
01. Ouvertüre 2.15
02. Le cloche a sonnè 4.09
03. L´amour est ub oiseau rebelle 3.35
04. Prés dex vermparts de Séville 4.53
05. Les tringles des sistres tintaient 4.32
06. Votre toast 3.08
07. Nous avons en téte une affaire 4.57
08. Le fleur que tu m´avais jetée 10.09
09. Melons ! Coupons ! 7.51
10. C´est toi ! C´est moi ! 11.02

Musik:Georges Bizet
Libretto: Henri Meilhac und Ludovic Halévy

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Karajan 1964 am Steuer eines Flugzeuges auf dem Flughafen in Salzburg.

Herbert von Karajan + Maurice André – Vier Trompetenkonzerte (1974)

FrontCover1.JPGDa habe ich mal wieder einen besonderen Leckerbissen im Angebot … und dass liegt vornehmlich an dem von mir doch sehr geschätzten Trompeter Maurice André.

Aber auch Karajan Fans kommen hier natürlich auf ihre Kosten:

Abseits des üblichen Karajan-Repertoires bewegt sich der Inhalt dieser CD, die aber in die Sammlung eines jeden Verehrers des Dirigenten gehört.
Als Herbert von Karajan (1908-1989) zusammen mit dem französischen Meistertrompeter Maurice André Ende Mai 1974 in der Berliner Philharmonie diese Konzerte aufzeichnete, standen beide Künstler auf dem Gipfel ihres Ruhmes. Das mag mit ein Beweggrund für das Zustandekommen der Aufnahmen gewesen sein. Aufgrund der großen Popularität beider Künstler waren hohe Absatzzahlen zu erwarten, und auch Plattenproduzenten sind auf gute Umsätze angewiesen.
Enthalten sind vier der berühmtesten Trompetenkonzerte der Musikgeschichte, nämlich die von Vivaldi, Telemann, Leopold Mozart und Johann Nepomuk Hummel. Puristen mögen einwenden, daß die hier vorgeführte Klangkulinarik dekadent sei und die musikalische Realisierung nicht mit der Entstehungszeit der Werke konform ist, aber das ändert nichts an der Tatsache, daß diese Konzerte nie lupenreiner und mit größerer technischer Meisterschaft und Virtuosität interpretiert wurden. Andrés Trompetenton hat schier endlosen Atem, und seine spieltechnische Perfektion ist nicht zu übertreffen. Der Dirigent und die glänzend aufspielenden Berliner Philharmoniker unterstreichen Andrés Genietaten und breiten dem Solisten einen luxuriösen Klangteppich aus.
Klangtechnisch gibt es keine Mängel. (K.H. Friedgen)

AndreKarajan

Maurice Andre und Herbert von Karajan, es ist die einzige mir bekannte Aufnahme und somit eine Sternstunde. M.E. gehört diese CD in jede Sammlung. Maurice Andre ist ein Jahrhundertereignis, eine lebende Legende.
Ich hatte das Glück, M.E. einige Male live erleben zu dürfen.
Es gibt heute eine große Zahl an ausgezeichneten Trompetern,
welche inzwischen technisch genau so gut spielen wie Maurice Andre, sicher technisch sogar besser.
Aber ich kenne bis heute keinen Trompeter, mit einer so starken Ausdruckskraft,
insbesondere in den langsamen Sätzen. (Telemann 1. Satz) (Lothar Fischer)

Damit wäre ja eigentlich genug gesagt !

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Besetzung:
Maurice André (trumpet)
+
Belliner Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan

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Titel:

Johann Nepomuk Hummel: Konzert für Trompete und Orchester Es-dur
01. Allegro con spirito 11.03
02. Andante 5.25
03. Rondo 3.34

Leopold Mozart: Konzert für Trompete und Orchester D-dur
04. Adagio 6.53
05. Allegro moderato 4.18

Georg Philipp Telemann: Konzert für Trompete und Orchester D-dur
06. Adagio 2.34
07. Allegro 2.06
08. Grave 2.33
09. Allegro 1.42

Antonio Vivaldi: Konzert für Trompete und Orchester As-dur
10. Allegro 1.13
11. Sarabande 3.16
12. Presto 1.19

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Alternative Frontcover

Diese Einschätzungen verwundern mich nicht:

„He’s undoubtedly the best trumpet player but he’s not from our world“
(Herbert von Karajan)

„Karajan was working too fast, i did not like that (…) He was a businessman.
He was the very first conductor to do videos and was recording three time faster than the others.“
(Maurice André)

Herbert von Karajan – Meditation – Musik zum Träumen (Siemens Aktiengesellschaft) (1984)

FrontCover1Schallplatten als Werbepräsente waren ja immer wieder mal sehr beliebt.

Hier ein Beispiel aus dem Jahr 1984. Gestiftet wurde die LP von der „Siemens Aktiengesellschaft (Zweigniederlassung Stuttgart)“.

Und wenn man dann Herbert von Karajan präsentiert, kann man nicht viel falsch machen.

Man bediente sich dabei aus dem Katalog der „Deutschen Grammophon“ und diese wiederum zauberten aus ihrem Archiv Aufnahmen von Karajan aus den Jahren 1961 – 1968; man könnte meinen „olle Kamellen“, aber das ist natürlich bei klassischen Aufnahmen Quatsch. Denn die Werke von Bach, Mozart & Co. sind einfach zeitlos. Und die Komponisten Léo Delibes und Jules Massenet waren mir bis dato noch gar nicht bekannt.

Mit diesem „musikalischem Gruß“ bedankte man sich „für die gute Zusammenarbeit“ … aber irgendwie scheint mir das alles mit einer arg heißen Nadel gestrickt, denn auf der Rückseite hätte man ohne weiteres noch ein wenig Platz gehabt, für ein paar persönliche Worte …

Nun denn: hier klassische Aufnahmen von Karajan und auch ich bedanke mich artig bei der treuen Leserschaft !

PromoFoto60erJahre

Promo – Foto aus den 60er Jahren

Besetzung:
Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan
+
Michel Schwalbé (violin bei 04.)
Gerhard Stempnik english horn bei 07.)
Karlheinz Zöller (flute bei 08.)

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Titel:

Johann Sebastian Bach:
01. Suite Nr. 3 D-dur BMV 1068 – Air 6.34
02. Suite Nr. 2 h-moll BWV 1967 – Rondeau 1.44

Wolfgang Amadeus Mozart:
03. Eine kleine Nachtmusik G-dur KV 525 / 5.29

Léo Delibes:
04. Coppélia-Ballettsuite – Ballade 2.52

Jules Massenet:
05. Thais – Meditationen 6.06

Fréderic Chopin – Roy Douglas:
06. Les Sylphides – Prelude – Noctune 7.21

Jean Sibelius:
07. Der Schwan von Tuonela op 22 Nr 3 / 7.41

Claude Debussy:
08. Prélude à L´aprèsmidi d´un faune 9.55

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Verschiedene Interpreten – Treulich geführt – Die schönsten Hochzeitsmelodien (1998)

FrontCover1Also einerseits, gibt es so Sampler, die eigentlich keiner braucht … andererseits hat man sie eben doch … und dann plötzlich bekommt so ein Billig-Sampler für einen wie mich plötzlich ne ganz neue und ja auch wichtige Bedeutung:

Denn … meine zweite Tochter hat mir neulich nicht nur erklärt, dass nun auch sie schwanger sei, sondern obendrauf  auch noch beabsichtige, in den heiligen Stand der Ehe einzutreten.

Potzblitz ! Und seitdem laufen im Hintergrund bei den beiden betroffenen Familien die Vorbereitungen auf die Hochzeit auf alle Touren … so gar ne eigene Hochzeits – „whatsapp“ Gruppe wurde gegründet und die Ideen und Vorschläge überschlagen sich.

Und dann fiel mir diese CD in die Hände … „Die schönsten Hochzeitsmelodien“ (zusammengestellt aus den Archiven der Deutschen Grammophon … aus vielen Jahrzehnten; siehe Begleitheft)

So ganz erschließt sich mir nicht bei allen Titeln, warum diese nun ausgerechnet für eine Hochzeit besonders prädestiniert sein soll … aber was soll´s:

Anhören kann man sich eine solche Scheibe auch außerhalb von aufgeregten Hochzeitsvorbereitung … aber momentan bin ich da eher der sentimentale Bursche, der eben auch in mir steckt.

Hach … habe ich es eigentlich schon erzählt: Meine Tochter heiratet … hach …

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Titel:

01. Unbekannt:
Weihnachtliches Glockengeläut der Friedenskirche München-Trudering 0.14

02. English Chamber Orchestra (Ltg.: Simon Preston):
Konzert für drei Trompeten (Telemann) 1.41

03. Simon Preston:
Toccata d- moll (Bach) 2.36

04. Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Rafael Kubelik):
„Treulich geführt ziehet dahin“ (Brautchor aus „Lohengrin“) (Wagner) 4.58

05. Maurice André & Hedwig Bilgram:
Sonate für Trompete und Orgel C-Dur – Andante (Viviani) 1.39

06. Maria Stader & Münchener Bach-Orchester (Ltg.: Karl Richter):
Sich üben im Lieben (Hochzeitskantate BWV 202) (Bach) 4.32

07. Orpheus Chamber Orchestra:
Orchestersuite Nr. 3 D- Dur BWV 1068 (Bach) 4.41

08. Rundfunkchor Leipzig & Staatskapelle Dresden (Ltg.: Carlos Kleiber):
Wir werden dir den Jungfernkranz (aus „Der Freischütz“) (v.Weber) 2.52

09. Maurice André & Hedwig Bilgram:
Sonate für Trompete und Orgel C-Dur – Allegro (Viviani) 1.40

10. Cheryl Studer & London Symphony Orchestra (Ltg.: Ion Marin)
Ave Maria BMV 846 (Bach) 2.07

11. Simon Preston:
Symphonie Nr. 5 op. 42.1. (Widor) 5.25

12. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (Ltg.:Rafael Kubelik):
Ein Sommernachtstraum – Hochzeitsmarsch (Mendelssohn-Bartholdy) 4.44

13. Nordmark-Symphonie Orchester (Ltg.: Heinrich Steiner):
Hochzeitstag auf Troldhaugen (Grieg) 6.12

14. Radio-Symphonie-Orchester Berlin (Ltg.: Ferenc Fricsay)
Aufforderung zum Tanz (v.Weber) 10.24

15. Berliner Philharmoniker (Ltg.: Herbert von Karajan):
Blumenwalzer (aus „Der Nußknacker“) (Tchaikovsky) 7.08

16. RIAS Kammerchor & Orchester der Deutschen Oper Berlin (Ltg.: Richard Kraus)
Schöne Nacht, du Liebesnacht (aus „Hoffmanns Erzählungen) (Offenbach) 4.48

17. Shlomo Mintz & Philharmonia Orchestra (Ltg.:Giuseppe Sinopoli):
Violinromanze Nr. 1 G-Du op.40 (Beethoven) 7.47

18. Wiener Philharmoniker, Arnold Schoenberg Chor & Wiener Sängerknaben (Ltg.: André Previn):
O Fortuna (aus „Carmina Burana“)  (Orff) 2.41

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Wenn drei renommierte Labels in ihr Archiv greifen … dann lässt sich schon was präsentieren … 

Herbert von Karajan – Der Rosenkavalier (Querschnitt) (Richard Strauss) (1984)

CDFrontCover1.jpgUnd gleich nochmal zwei Österreicher: Richard Strauss und Herbert von Karajan. Und aufgeführt wird die Oper „Der Rosenkavalier“:

Der Rosenkavalier. Komödie für Musik (op. 59) ist eine Oper in drei Aufzügen. Die Musik stammt von dem deutschen Komponisten Richard Strauss, das Libretto von dem österreichischen Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal. Das Werk wurde am 26. Januar 1911 in der Dresdner Semperoper (Königliches Opernhaus) uraufgeführt.

Handlung;

Die Oper spielt in Wien zur Zeit der ersten Regierungsjahre Maria Theresias, um 1740.

Erster Akt: Im Schlafgemach
Maria Theresa Fürstin Werdenberg, Frau eines Feldmarschalls, vergnügt sich in Abwesenheit ihres Gatten mit ihrem siebzehnjährigen Geliebten, Octavian Graf Rofrano (ja hoplla, was ist das denn für eine Moral ?). Die Szene wird durch Klopfen an der Tür gestört, doch ist es nicht etwa ihr Ehemann, sondern ihr Vetter, Baron Ochs auf Lerchenau. Octavian verkleidet sich in der Eile als Kammerzofe und kann sich in dieser Maskerade der Zudringlichkeiten des mit seiner unersättlichen Begierde prahlenden Barons kaum erwehren. Der Baron ist in Geldnöten und beabsichtigt, die junge Sophie zu heiraten, die Tochter des kürzlich geadelten, neureichen Herrn von Faninal. Die Feldmarschallin bietet ihm Octavian – von dessen Gegenwart der Baron nichts ahnt – als Bräutigamsführer („Rosenkavalier“) an. In diesen Handlungsablauf eingeflochten ist das Lever, der morgendliche Empfang im Schlafgemach der Fürstin mit einem großen Durcheinander von Bittstellern, Intriganten, Personal und anderen, was durch ein Quodlibet gestaltet ist.

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Richard Strauss

Zweiter Akt: Im Hause des Herrn von Faninal
Sophie, Tochter des Herrn von Faninal, bereitet sich auf die Ankunft des Rosenkavaliers vor, der ihr zeremoniell eine silberne Rose überbringen soll und damit die Ankunft des Bräutigams ankündigt. Der Rosenkavalier ist Octavian; als er Sophie gegenübersteht, verliebt er sich in sie. Der anschließend auftretende Baron zeichnet sich durch ein rüpelhaftes Benehmen aus, was seine zukünftige Braut abstößt. Als sich Octavian und Sophie heimlich küssen, werden sie von Valzacchi und Annina, einem italienischen Intrigantenpärchen, verraten. Der Baron ist darüber nicht bekümmert, doch Octavian fordert ihn auf, von Sophie abzulassen. Schließlich verwundet er den Baron mit dem Degen. Sophies Vater greift ein und droht, sie bei weiterer Verweigerung der Heirat lebenslang ins Kloster zu schicken. Der verletzte Baron erhält schließlich durch Annina einen Brief, in dem ihn die Kammerzofe der Fürstin zum Stelldichein lädt.

Dritter Akt: In einem Wirtshaus
Der Baron trifft sich mit der vermeintlichen Kammerzofe in einem Wirtshaus. Allerdings haben Octavian, Valzacchi und Annina dem Baron eine Falle gestellt. Während der Baron zudringlich wird, tritt die verschleierte Annina mit vier Kindern auf, die angeblich von ihm sein sollen. Ein Polizeibeamter greift ein, woraufhin der Baron völlig die Fassung verliert. Schließlich kommen Sophie und ihr Vater hinzu, der sich nun gegen das geplante Ehebündnis stellt. Auch die Feldmarschallin tritt auf, beschwichtigt den Polizisten und jagt den Baron davon. Ihr bleibt aber nichts anderes übrig, als Octavian für die Verbindung mit Sophie freizugeben.

Notenheft

Ein altes Notenheft

Und noch ein paar triviale Ergänzungen:

Nach dem Erfolg der Uraufführung 1911 fuhren Sonderzüge der Reichsbahn von Berlin nach Dresden. Zigaretten erhielten den Namen „Rosenkavalier“, und in einem Faschingsumzug ritten Rosenkavaliere zu Pferd mit, hinter denen Richard Strauss und seine Bühnenfiguren weinend folgten. Satiregedichte wurden verfasst – mit anderen Worten, dieses Werk war in aller Munde. Später wurde es verfilmt (als Stummfilm), wobei die Opernhandlung nur einen Teil des Films bildet.

Hugo von Hofmannsthal war der erste – und einzige – Picasso-Sammler in Österreich. Er kaufte aus den Tantiemen für sein Libretto zum Rosenkavalier das frühe Selbstbildnis „Yo Picasso“ in der Galerie von Heinrich Thannhauser in München. (Quelle: wikipedia)

Basierend auf einer Gesamteinspielung der Oper (4 LP´s !) hier ein sog. „Querschnitt“ dieser LP-Box (Höhepunkt halt).

Nun ja, ich werde mit der Welt der Oper wohl auch für den Rest meines Lebens nicht mehr warm … Karajan hin, Karajan her ….

Unabhängig davon … vielleicht erfreut sich ja der eine oder andere an diese Querschnitt… mich würd´s freuen.

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Anna Tomowa-Sintow

Besetzung:
Agnes Baltsa (Octavian)
Vinson Cole (Sänger)
Gottfried Hornik (Faninal)
Kurt Moll (Baron Ochs)
Helga Müller-Molinari (Annina)
Janet Perry (Sophie)
Anna Tomowa-Sintow (Marschallin)
+
Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan
+
Konzertvereiniginung Wiener Staatsopernchor unter der Leitung von Helmuth Froschauer

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 Titel:

Erster Akt:
01. Einleitung 3.38
02. Wie du warst! Wie du bist« 9.34
03. Der Feldmarschall sitzt im krowatischen Wald 2.21
04. Da geht er hin, der aufgeblasene schlechte Kerl 5.41

Zweiter Akt:
05. Macht das einen lahmen Esel aus mir 6.49
06. I komm‘ glei… Drei arme adelige Waisen 8.44

Dritter Akt:
07. Di rigori armato (Nein, nein, nein ! Ixh trink keinen Wein 9.24
08. Mein lieber Hippolyte 13.10

Musik: Richard Strauss
Libretto: Hugo von Hofmannsthal

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Hach … (Das Bild stammt von einer Aufführung aus Wien, 1955)

 

David Oïstrach u.a. – Triplekonzert C-dur op. 56 (Herbert von Karajan – Beethoven) (1969)

FrontCover1Vermutlich zu recht wird diese Aufnahme landauf, landab euphorisch gefeiert, frühere Kritiken sind so weit ich das überblikcken kann – mittlerweile Vergangenheit.

Mstislav Rostropowitsch beschrieb die hier zu hörende Aufnahme von Beethovens Tripelkonzert aus dem Jahr 1969 in seinen Memoiren mit folgendem Bonmot:

„Ich habe versucht, Beethoven zu spielen. David (Oistrach) hat geglaubt, er spielt Beethoven. Svjatoslav (Richter) spielte wie immer nur sich selbst und Karajan glaubte, er ist Beethoven.“

Eine schöne Annekdote mit einem wahren Kern: So feierlich, so voll und weich im Klang wie von diesen vier Superstars der klassischen Musik und den süffig spielenden Berliner Philharmonikern habe ich Beethovens Version der klassischen sinfonia concertante nie gehört. Das macht natürlich Spaß, insbesonders wenn sich ein Virtuose wie Richter an dem relativ leichten Klavierpart ababeitet, der für den Widmungsträger, Beethovens damals 16-jährigen Klavierschüler Erzherzog Rudolf von Österreich komponiert war.

Ich vermisse allerdings etwas die Verspieltheit des relativ frühen Beethoven, die rhythmische Stringenz, auch die Aggressivität. Tatsächlich hat dieses großbögige Musizieren teilweise mehr von Tschaikowski als von Wiener Klassik. (vully)

Sviatoslav Richter + Mstislav Rostropovitch

Sviatoslav Richter + Mstislav Rostropovitch

Diser LP-Ausgabe von Beethovens Tripelkonzert ist ein ausführlicher Beitrag mitgegeben, dem man entnehmen kann, welche enormen politischen und logistischen Stolpersteine überwunden werden mußten, bevor der britische EMI-Produzent Peter Andry mitten im Kalten Krieg im geteilten Berlin mit der Aufnahme beginnen konnte. Schließlich waren nicht weniger als drei sowjetische Meistersolisten an der Einspielung maßgeblich beteiligt, die zusammen mit Herbert von Karajan und den Berliner Philharmonikern in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem im September 1969 endlich realisiert werden konnte. Die Mühen waren aber nicht umsonst, denn Svjatoslav Richter (Klavier), David Oistrach (Violine) und Mstislav Rostropovitch (Cello) haben im Verein mit dem Berliner Eliteorchester eine großartige Leistung vollbracht, eine Interpretation von einzigartiger Kultur, die Zeugnis ablegt von einem schier mirakulösen Zusammenspiel. Man höre nur das wundervolle, der Welt entrückte Largo, das für mich den Höhepunkt der Einspielung darstellt.

Das Quartett

Trotzdem will ich nicht unterschlagen, daß gerade diese Aufnahme seit ihrem ersten Erscheinen sehr kontrovers beurteilt wird. So listet sie z.B. der Londoner Musikkritiker Norman Lebrecht in seinem Buch „Ausgespielt“ unter die „20 Aufnahmen, die nie hätten gemacht werden sollen“ und nennt sie „ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch für mangelnde musikalische Kommunikation“, während die englische Moderatorin und Redakteurin des „BBC Music Magazine“, Harriet Smith, zu ganz anderen Eindrücken kommt: „….. Unzulänglichkeiten gibt es in dieser Aufnahme nicht. Drei feurige russische Solisten und die Berliner Philharmoniker unter Karajans Leitung ….. dieses Trio strahlt vor gemeinsamer Lebensfreude, und Karajan sorgt für gefühlvollste Begleitung. In solchen Händen kommt nie der leiseste Zweifel an der Großartigkeit dieses Werkes auf.“ So unterschiedlich können Experten urteilen!
Es ist auch bekannt, daß sich vor allem Svjatoslav Richter später negativ über diese Aufnahme geäußert hat, weil er mit Karajans Dominanz Probleme hatte, der vor allem wenig nachträgliche Änderungen gestattete und stattdessen den Termin für das Titelfoto für wichtiger hielt, und genau dieses Foto fand der Pianist scheußlich und unangemessen. Trotzdem glaube ich, daß diese Aufnahme durchaus ihre Meriten hat und in den Katalogen verbleiben wird, so lange es überhaupt Tonträger zu kaufen gibt. (K.H. Friedgen)

Das Quartett2

Besetzung:
David Oïstrach (violin)
Sviatoslav Richter (piano)
Mstislav Rostropovitch (violoncello)
+
Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan

Booklet03A

Titel:
01. Allegro 17.37
02. Largo 5.32
03. Rondo alla polacca 12.58
+
04. Triplekonzert C-dur op. 56 (ungeschnitten) 36.15

Musik: Ludwig van Beethoven

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Das Quartett3

Herbert von Karajan + Das Philharmonia Orchester London – Eroica (Sinfonie Nr. 3 Es-dur) (1966)

FrontCover1Viel klassischer geht´s nicht mehr:

Ludwig van Beethovens 3. Sinfonie in Es-Dur, op. 55, mit dem Beinamen „Eroica“ (Heroische Sinfonie) entstand in den Jahren 1802 bis 1803. Das Werk zählt heute zu den revolutionärsten und beliebtesten der Musikgeschichte.

Erste Skizzen notierte Beethoven im Sommer 1802 im sogenannten „Wielhorsky-Skizzenbuch“, unmittelbar nach den Skizzen zu den Eroica-Variationen op. 35. Beide Werke sind inhaltlich miteinander verwandt, denn das Finale der Sinfonie geht auf den Kontretanz WoO 14 Nr. 7 zurück, den Beethoven erneut in seiner Ballettmusik Die Geschöpfe des Prometheus und dann als Thema der Eroica-Variationen verwendet hatte. Die weitere Arbeit dokumentiert das „Eroica-Skizzenbuch“. Unklar ist, ob es für die Entstehung des 2. Satzes, den Trauermarsch, einen realen Hintergrund gab. Rita Steblin vermutet, dass er eine Reaktion auf den Tod des Bonner Gönners Erzherzog Maximilian Franz darstellt, der am 26. Juli 1801 in Hetzendorf bei Wien im Alter von nur 44 Jahren gestorben war. Beethoven wollte ihm bereits seine 1. Sinfonie widmen, was jedoch durch den frühen Tod des Mäzens vereitelt wurde. Am 22. Oktober 1803 bot Beethovens damaliger Schüler Ferdinand Ries die 3. Sinfonie schließlich dem Bonner Verleger Nikolaus Simrock zum Druck an:

„Die Symphonie will er Ihnen für 100 Gulden verkaufen. Es ist nach seiner eigenen Äußerung das größte Werk, welches er bisher schrieb. Beethoven spielte sie mir neulich und ich glaube Himmel und Erde muß unter einem zittern bei ihrer Aufführung. Er hat viel Lust, selbe Bonaparte zu dedizieren, wenn nicht, weil Lobkowitz sie auf ein halb Jahr haben und 400 Gulden geben will, so wird sie Bonaparte genannt.“

Deckblatt

Deckblatt der Original-Noten

Die Uraufführung fand am 9. Juni 1804 in privatem Rahmen im Wiener Palais des Fürsten Joseph Lobkowitz statt, der für einige Monate das alleinige Aufführungsrecht erworben hatte. Das dokumentiert die Honorarrechnung einiger Orchestermusiker, in der ausdrücklich vermerkt ist, dass ein drittes Horn mitwirkte, wie es einzig die Eroica erfordert.[3] Weitere Aufführungen folgten am 20. Januar 1805 im Haus des Bankiers Joseph Würth am Hohen Markt sowie am 23. Januar 1805 erneut im Palais Lobkowitz. Die erste öffentliche Aufführung fand am Palmsonntag, den 7. April 1805, im Theater an der Wien unter Beethovens eigener Leitung in einem Konzert des befreundeten Geigers Franz Clement statt.

Die Erstausgabe (Orchesterstimmen) erschien im Oktober 1806 im Wiener Kunst- und Industrie-Comptoir, angezeigt in der Wiener Zeitung vom 19. Oktober 1806. Sie trägt den Titel „Sinfonia eroica, composta per festeggiare il sovvenire di un grand’uomo“ (Heroische Sinfonie, komponiert, um die Erinnerung an einen großen Mann zu feiern.

Möglicherweise entstand der Untertitel erst kurz vor der Veröffentlichung und bezieht sich auf den Tod des Prinzen Louis Ferdinand, der am 10. Oktober gefallen war. Beethoven hatte ihm sein 3. Klavierkonzert gewidmet, zudem war der Prinz eng mit Fürst Lobkowitz befreundet, dem Beethoven wiederum die Eroica dedizierte. Wie Hieronymus Payer 1843 berichtet, hat Fürst Lobkowitz die Eroica im Oktober 1804 auf seinem Schloss in Raudnitz aufführen lassen, als Prinz Louis Ferdinand ihn dort mehrere Tage besuchte.

Im Sommer 1817 fragte der Dichter Christoph Kuffner den Komponisten, welche seiner Sinfonien er für die bedeutendste halte. Kuffner dachte, es sei die 5. Sinfonie, doch Beethoven erwiderte: „Die Eroica.“ (Quelle: wikipedia)

Beethoven

Der Beethoven

Dieses Meisterwerk hier nun in einer Aufführung aus dem Jahr 1953 unter dem damals noch jungen Herbert von Kartajanm das er mit dem

Und die Geschichte dieses Orchesters ist schon interessant:

Im Jahr 1946, kurz nach Beendigung des 2. Weltkrieges, erfüllte sich der britische Columbia-Produzent Walter Legge einen langgehegten Traum und gründete das Philharmonia Orchestra London. Zu diesem Zweck hatte er bereits während des Krieges nach den besten Musikern in den diversen Orchestern des Vereinigten Königreiches Ausschau gehalten. Mit größter Sorgfalt stellte er seinen Klangkörper zusammen, der in erster Linie zu Plattenaufnahmen für den EMI-Konzern dienen sollte. Aber auch im Londoner Konzertleben der Nachkriegszeit, später auch auf ausgedehnten Reisen, war dem Orchester eine herausragende Rolle zugedacht.

PHL

Philharmonia Orchester London in den 50er Jahren

Ursprünglich hatte Legge nicht an einen Chefdirigenten gedacht, sondern der neue Klangkörper sollte unter den verschiedensten Dirigenten spielen, um dadurch eine besondere Vielfältigkeit des Ausdrucks zu erreichen. Nachdem er aber Herbert von Karajan in Wien kennengelernt und dort mit ihm Aufnahmen mit den Wiener Philharmonikern erstellt hatte, vertraute er seine Londoner Orchestervereinigung diesem jungen, vielversprechenden Dirigenten an. Karajan stürzte sich denn auch mit Feuereifer in die Arbeit und schuf in wenigen Jahren aus dem jungen Klangkörper ein Orchester von Weltrang.
Die zwischen 1951 und 1955 aufgenommenen Beethoven-Symphonien zeugen von diesem Höhenflug … “ (K. Friedgen)

Weder bin ich Beethoven noch Karajan Experte, als dass ich mir jetzt ein Urteil erlauben könnte … aber was man so liest … sind das wohl international anerkannte anerkannte und geschätzte Aufnahmen, die dann den Weg wiesen, den Karajan dann später ging …

Entstanden sind die Aufnahmen im Jahr 1953 und ursprünglich auf Records erschienen. Die mir voeliegende Ausgabe ist eine Edition aus dem Hause Hör Zu … aus dem Jahr 1966 und immerhin informierte man den Kunden:

„Die Aufnahme entstand vor der Einführung der Stereophonie.  Sie wird hier im neuentwickelten Breitklang-Verfahren wiedergegeben“.

Die Klangqualität dieser Aufnahmen aus dem Jahr 1953 ist schlicht und ergreifend superb.

Karajan1954

Herbert von Karajan, 1954

Besetzung:
Philharmonia Orchester London unter der Leitung von Herbert von Karajan

BackCover1
Titel:
01  1. Satz: Allegro Con Brio
02  2. Satz: Marcia Funebre (Adagio Assai)
03.  3. Satz: Scherzo (Allegro Vivace)
04.  4. Satz: Finale (Allegro Molto)

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