11 Freunde – Fanshop Katalog (Das Kaufhaus für Fußballkultur) (2019)

TitelMeine ganz große Begeisterung für Fußball ist doch ziemlich zurück gegangen … aber dass es ein Fußball-Magazin namens „11 Freunde“ gibt, freut mich weiterhin:

11 Freunde – Magazin für Fußballkultur ist ein deutsches Fußballmagazin, das im Jahr 2000 von Philipp Köster und Reinaldo Coddou H. gegründet wurde. Es wurde bis 2005 vom Intro Verlag herausgegeben und erscheint seitdem im 11 Freunde Verlag. An diesem Verlag waren bis 2010 Matthias Hörstmann mit 75 Prozent beteiligt und Philipp Köster mit 25 Prozent, seitdem hält Gruner + Jahr 51 Prozent der Anteile, Matthias Hörstmann 33,3 Prozent der Anteile und Philipp Köster 15,7 Prozent der Anteile. Herausgeber von 11 Freunde ist Matthias Hörstmann, Chefredakteur ist Philipp Köster. Sitz von Verlag und Redaktion ist Berlin.

11 Freunde beschäftigt sich mit Aspekten der deutschen und internationalen Fußballkultur abseits der Spielergebnisse. Es erzählt Geschichten rund um den Fußball und seine Fans, oft in humorvollem Stil. Das Magazin war eine der ersten Publikationen, die die „Wiederaneignung“ des Fußballs durch die Intellektuellen erkannten, die auf etwa Mitte der 1990er Jahre datiert wird, und die Nische von bekennenden Fußballfans und Liebhabern einer anspruchsvollen, literarischen Berichterstattung bedienten. Die Zeitschrift sieht sich selbst in der Tradition der englischen Fußballmagazine wie When Saturday Comes.

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Diverse Ausgaben von „11 Freunde“

Der Name der Zeitschrift geht auf den deutschen Trainer Richard Girulatis zurück, der um 1920 erstmals den Begriff der „elf Freunde“ auf dem Fußballplatz prägte. Später adaptierte der Autor Sammy Drechsel den Spruch „Elf Freunde müsst ihr sein“ für seinen gleichnamigen Jugendbuch-Klassiker.

Innerhalb der deutschen Presselandschaft stößt 11 Freunde auf ein durchaus positives Echo. So erklärte der Spiegel die Zeitschrift zu „Deutschlands bestem Fan-Magazin“, die Frankfurter Allgemeine Zeitung hält sie für „hierzulande einzigartig“. Der Berliner Tagesspiegel, in dem regelmäßig von der 11-Freunde-Redaktion gestaltete Sonderseiten erscheinen, bezeichnet sie als den „etwas anderen Kicker“.

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Philipp Köster

Als Beilage erschienen von 2004 bis 2009 das Freizeitfußballmagazin Bolzen und von 2009 bis 2012 das Frauenfußballmagazin 11 Freundinnen. Von Juni 2016 bis Mai 2018 gab der 11 Freunde Verlag das Magazin NoSports heraus, das sich mit Sportarten abseits des Fußballs befasste.

Die verkaufte Auflage beträgt gegenwärtig 61.104 Exemplare. Sie ist seit 2005 um 24.447 Stück gestiegen. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 55,6 Prozent. Das Magazin erscheint seit Februar 2002 monatlich; noch bis Ende 2005 gab es für die Monate Januar/Februar und Juni/Juli jeweils eine Doppelausgabe, seitdem wird durchgehend monatlich publiziert. Die August-Ausgabe erscheint als Sonderheft zum Saisonstart der Fußball-Bundesliga. Eine Ausgabe umfasst in der Regel 132 Seiten. (wikipedia)

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Die aktuelle Ausgabe, Heft # 223 !

Und das Projekt „11 Freunde“ hat sich etabliert … Nicht nuzr, dass Gruner + Jahr eingestiegen sind, nein, man gönnt sich mittlerweile auch einen prall gefühltenbOnline-Fan-Shop.

Was es dort so alles gibt, kann man diesem Katalog aus dem Jahr 2019 entnehmen. Und bei dem durchblättern hätte ich doch fast wieder meine alte Begeisterung für den Fußball entdeckt … aber nur fast. Dennoch: hübsch anzuschauen ist er auf jeden Fall.

Und hier ein paar schicke und skurrile Motive aus dem Katalog (32 Seiten):

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Die Rückseite des Heftes

Blaupunkt – Blaupunkt Illustrierte (Katalog) (1959)

Titelseite01Hier mal wieder eine kleine Firmengeschichte und diese verbinde ich mit einem kleinen Präsent für Nostalgiker.

Blaupunkt mit Sitz in Hildesheim ist ein internationaler Anbieter von Autoradios, bietet aber auch Produkte aus den Bereichen Car-Audio (Lautsprecher und Subwoofer), Navigation sowie Unterhaltungselektronik (Kopfhörer, Fernseher, Tablets, etc.). Das Unternehmen entwickelt und produziert (im eigenen Werk in Malaysia) vornehmlich im Segment Car-Audio sowie Kopfhörer und vergibt darüber hinaus Lizenzen zur Nutzung der Marke Blaupunkt an Fremdhersteller. Die dazu neu gegründete Blaupunkt Brand Management GmbH hat ihren Sitz in Schönefeld, Brandenburg.

Hauptsitz der Blaupunkt Technology GmbH ist Hildesheim. Die Konzernführung leitet von dort aus die Aktivitäten in mehr als 30 verschiedenen Ländern.

Keimzelle des Unternehmens war die im November 1923 gegründete Ideal Radiotelefon- & Apparatefabrik GmbH Berlin (siehe auch Geschichte des Hörfunks in Deutschland). Die Produktion war anfangs in Bollersdorf (seit 2001 Oberbarnim) angesiedelt und stellte u.a. Detektorempfänger her. Bei den dazugehörigen Kopfhörern wurden Exemplare von hoher Klangqualität mit einem blauen Punkt als Prüfzeichen versehen und die Käufer verlangten bald nur noch die „Blaupunkt“-Kopfhörer. Aus dem Prüfzeichen wurde 1924 die Marke Ideal Blaupunkt Radio. Ab 1932 wurde als Marke nur noch der Begriff „Blaupunkt“ mit dem nebenstehenden blauen Punkt verwendet. In den 1920er-Jahren verkaufte Ideal unter den Bezeichnungen Ampladyn, Heliodyn und Superdyn auch Elektronenröhren für Radiogeräte und baute Radiogeräte mit Telefunken-Lizenz. Im Dezember 1926 wurde die Firma in Ideal-Werke Gesellschaft für drahtlose Telephonie mbH geändert und im August 1927 zur Ideal-Werke AG für drahtlose Telephonie umgewandelt.

Ende des Jahres 1927 verlegte man die Fertigung zunächst in die Köpenicker Straße 10 A in Berlin-Kreuzberg, SO 33 (späteres Verkaufsbüro) und schließlich 1930 in die Große-Leege-Straße 7 nach Berlin-Hohenschönhausen. In jenem Jahr 1930 wurde Ideal, zunächst über eine Holdinggesellschaft in Liechtenstein verschleiert, von der Robert Bosch AG (ab 1937 GmbH) übernommen und schließlich 1933 offizielle Bosch-Tochterfirma.[5] Die getarnte Bosch-Übernahme war der Tatsache geschuldet, dass in den mit Telefunken geschlossenen Lizenzverträgen die Beteiligung anderer Firmen an der Ideal-Produktion untersagt worden war. Ab 1932 war Paul Goerz Leiter der Ideal-Werke AG, die ihren Sitz Anfang 1936 in das neue Werk Forckenbeckstraße 9–13 in Berlin-Wilmersdorf verlegte. Das Unternehmen firmierte ab dem 16. Dezember 1938 als Blaupunkt-Werke GmbH.

Radioempfänger Blaupunkt Stockholm (ab 1963), 5 Röhren, 4 W

Bereits als (noch inoffizielle) Bosch-Tochter stellten die Ideal-Werke 1932 mit dem „Autosuper AS 5“ das erste in Europa entwickelte Autoradio vor. Dieser Apparat für den Mittel- und Langwellenempfang hatte einen Rauminhalt von 10 Litern und war mit einem Preis von 465 Reichsmark wie das Auto selbst ein Luxusartikel, denn in der abklingenden Weltwirtschaftskrise kostete 1934 z.B. ein Opel 1,3 Liter knapp 2.650 Reichsmark. Kaufkraftbereinigt in heutiger Währung entspricht dies heute ca. 11.300 Euro für den Wagen und 1.710 Euro für das Radio, d. h. je nach Bezugswert zwischen 15 und 17,5 % des Pkw-Preises.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Blaupunkt in Hildesheim zum führenden deutschen Autoradiohersteller und konnte am 16. Juni 1959 das einmillionste Gerät ausliefern. Zu der Zeit fanden im Bosch/Blaupunkt-Werk Hildesheimer Wald 6000 Menschen Arbeit bei Blaupunkt,[8] dazu kamen knapp 4000 in der Bosch-Fertigung von Startern und Lichtmaschinen für die Autoindustrie. Im April 1964 waren 3 Millionen Autoradios gebaut, gefolgt vom 25-millionsten Gerät Mitte 1979. Im Juli 1990 lief das 50-millionste Blaupunkt-Autoradio vom Band.

1939 hatte Blaupunkt 2.600 Beschäftigte. Mit dem Beginn des Weltkriegs wurde das Geschäftsfeld Rundfunkgeräte und die Fernsehtechnik-Entwicklung weitgehend durch Rüstungsaufträge der Wehrmacht verdrängt. Neben den weiterhin gefertigten zivilen Geräten entwickelte und produzierte Blaupunkt unter anderem in Zusammenarbeit mit der Berliner Bosch-Tochter Fernseh-AG die Zielfernsehkamera für die Gleitbombe Henschel Hs 293 D sowie Komponenten für Lenkwaffen. Rundfunkempfänger fertigte Blaupunkt in kleinen Stückzahlen in mehreren großen deutschen Städten sowie in Wien. Nach der weitgehenden Zerstörung des Wilmersdorfer Werkes am 1. März 1943 durch einen britischen Luftangriff ist der Großteil der Fertigung nach Reichenberg (damals „Reichsgau Sudetenland“) sowie Berlin-Treptow (Ost-Berlin) und andere Standorte verlegt worden, die gegen Kriegsende sämtlich von der Roten Armee besetzt und anschließend als Reparationsgut u.a. in die Verwaltung der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) fielen.

Autoradio aus den 2010ern im Armaturenbrett eingebaut

1944 waren bei Blaupunkt insgesamt 4.100 Menschen beschäftigt. Die durch die Schlacht um Ostpommern gefährdete Fertigung von Blaupunkt „Korfu“-Funkmessgeräten in Küstrin (Tarnname „Udo-Werke GmbH“, nach Udo Werr, einem Mitarbeiter von Blaupunkt-Geschäftsführer Paul Goerz) verlegte im Januar 1945 zu der im Hildesheimer Wald angesiedelten „Trillke-Werke GmbH“ (siehe auch Neuhof – ELFI/Trillke-Werk), eine Ende der 1930er Jahre im Zuge der Aufrüstung der Wehrmacht geschaffene Bosch-Tochterfirma.

Nach Kriegsende wurde bei Trillke/Blaupunkt zunächst mit der Reparatur von Rundfunkgeräten begonnen, gefolgt von Entwicklung und Produktion neuer Geräte. Ende 1945 wurde Hildesheim zum Firmensitz der dort neu gegründeten Blaupunkt-Apparatebau GmbH (BPAG). Später kam das Werk II am Römerring in Hildesheim hinzu, das heute nicht mehr existiert. Weitere Fertigungs- und Entwicklungsstätten, die teils unter dem Namen der Mutterfirma Bosch betrieben wurden, waren in Salzgitter (1960), Herne (Lautsprecher, Ende 1992 geschlossen), Frankreich, Ungarn, Portugal (Braga, ehemals Grundig-Werk), Malaysia (Penang), Mexiko, China und Tunesien.

In den 1960er Jahren übernahm der Bosch-Konzern die Firma Akkord-Radio und nutzte deren ehemaliges Werk Landau noch bis ca. 1974 für die Herstellung von Blaupunkt-Heimempfängern. Einige Blaupunkt-Geräte aus der Zeit von 1945 bis 2008 sind im Abschnitt Meilensteine genannt.

In den 1970er Jahren waren 13.700 Menschen bei Blaupunkt beschäftigt. Die Produktion von Fernsehgeräten wurde 1986 zugunsten des Zukaufs bei Grundig aufgegeben, im Gegenzug war der Zukauf seitens Grundig von Blaupunkt-Autoradios vereinbart. Nachdem letzteres nicht zustande kam, übernahm Blaupunkt 1996 die Mehrheit an der Autoradiofabrik von Grundig in Braga. Das Unternehmen gab 1996 das Geschäft mit Fernsehern, Cam- und Videorecordern auf und konzentrierte sich ganz auf den Bereich der „Mobilen Kommunikation“. Blaupunkt produzierte 2006 jährlich über eine halbe Million Navigationssysteme, 6 Mio. Autoradios und 19 Mio. Autolautsprecher und Fahrzeugantennen. Der Umsatz lag bei ca. 1,48 Mrd. Euro. Im April 2007 hatte Blaupunkt weltweit noch über 8.700 Mitarbeiter, davon 2.300 in Hildesheim.

BlaupunktTuner
Von 1930 bis Ende 2008 war Blaupunkt bzw. Ideal (bis 1938) ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Bosch-Konzerns und wurde später in dessen Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik zum Geschäftsbereich Bosch Car Multimedia. Ein Teil des Blaupunkt-Geschäftes wurde Ende 2008 von dem Finanzinvestor Aurelius AG übernommen. Das Erstausrüstergeschäft mit etwa 6000 Mitarbeitern, das Fahrzeughersteller mit Navigations- und Multimediasystemen („Autoradios“) beliefert und etwa 80 % des Umsatzes (1,48 Milliarden Euro in 2006) ausmachte, verblieb als eigenständige Robert Bosch Car Multimedia GmbH bei der Bosch-Gruppe.

Für den an Aurelius verkauften Bereich der nachrüstbaren Produkte mit etwa 1800 Mitarbeitern wurde ein Umsatz von etwa 200 Mio. Euro erwartet.[17][16] Aurelius übernahm die Firmenzentrale in Hildesheim sowie die Fertigungen in Portugal, Tunesien und Malaysia.

Ende 2009 gab Aurelius bekannt, das Antennengeschäft mit ca. 250 Mitarbeitern nach Restrukturierung als „Blaupunkt Antenna Systems“ an Kathrein zu verkaufen und sich auf Autoradios, Audiovision und Unterhaltungselektronik zu konzentrieren. Das wurde im Mai 2010 mit dem Kauf der Blaupunkt Antenna Systems GmbH & Co KG durch Kathrein vollzogen. Ende 2013 übernahm Blaupunkt das Smart Products Engineering Geschäft von der brightONE einschließlich der b1 Engineering Solutions GmbH mit Sitz in München.  (Quelle: wikipedia)

Und hier nun der Blaupunkt Katalog (16 Seiten) aus dem Jahr 1959:  Ich vermute mal, so manche Seiten werden zum schmunzeln anregen und die Blaupunkt-Autoradios hat wohl schon jeder der älteren Semester hier gesehen. Und als Werbeträger fungierten z.B. Uschie Siebert („Kulenkampffs reizende Assistenin“) und Gerti Daub (Miss Germany, 1957)

Und hier ein paar Beispiele aus dem Katalog_

1 (4)A
1 (8)A
1 (11)A
1 (12)A
1 (14)A

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