Kosmos – Heft 7 (Juli 1954)

TitelSchon sehr eigentümlich, ein Heft in den Händen zu halten … aus dem Jahr 1953 … als ich noch in Abrahams Wurstkessel war …

Die Zeitschrift Kosmos ist Teil der Verlagsgeschichte der Franckh’sche Verlagshandlung in Stuttgart:

1822 wurde der heutige Kosmos Verlag als Franckh’sche Verlagshandlung in Stuttgart gegründet. Zunächst belletristisch ausgerichtet, entwickelte sich Kosmos im 20. Jahrhundert zu einem erfolgreichen Ratgeber-, Sachbuch- und Spieleverlag.

Am 6. Juli 1822 erhielten der Weinsteuereintreiber Johann Friedrich Franckh (1795–1865) und sein Bruder Friedrich Gottlob Franckh (1802–1845) die Konzession zum Betrieb einer Sortiments- und Verlagsbuchhandlung in Stuttgart. Darüber empörten sich die Buchhändler in der Hauptstadt des Königreichs Württemberg, dass die Obrigkeit Branchenfremden gestattete, einen Buchhandel zu führen. Bald gehörten Wilhelm Waiblinger und Eduard Mörike zusammen mit dem Hauslehrer Wilhelm Hauff zu den jungen und seinerzeit unbekannten schwäbischen Autoren, deren Entdeckung und Förderung sich die Brüder Franckh mit großer verlegerischer Leidenschaft widmeten. Auch mit der Reihe Kabinettsbibliothek klassischer Romane bewiesen sie gleichermaßen kaufmännisches wie programmatisches Geschick: Romane ausländischer Autoren, die Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt waren, wurden bei Franckh publiziert und zu Preisen verkauft, die unter den Leihgebühren der Bibliotheken lagen.

Beispiel31

Alte, sehr alte Kosmos Hefte

Nach dem Tod der Brüder ruhte die Verlagstätigkeit längere Zeit. Erst als Euchar Nehmann sen. (1885–1948)[2] und Hofrat Walther Keller im Jahr 1893 den Verlag übernahmen, kamen Erneuerungen dazu: Ihr erster Innovationsversuch – der abwaschbare Bucheinband – war noch nicht erfolgreich. Der zweite jedoch, die sogenannte Bauchbinde, ist bis heute nicht aus dem Verlagswesen wegzudenken. Da die beiden Freunde unbedingt innovativ bleiben wollten, machten sie sich die boomenden Naturwissenschaften und das Interesse der Bevölkerung daran zunutze und gründeten im Jahr 1904 die Kosmos-Gesellschaft der Naturfreunde. Deren Mitglieder erhielten zunächst einmal im Quartal, bald aber schon monatlich die Zeitschrift Kosmos, deren Ziel es war, naturwissenschaftlich fundierte Informationen leicht verständlich jedem Interessierten zugänglich zu machen. Im Rahmen des Jahresbezugs wurden auch vier „Buchbeilagen“ geliefert, die in Form eines Taschenbuchs von rund 70 Seiten ein bestimmtes Thema ausführlicher beschrieben. Bis 1912 stieg die Zahl der Mitglieder und damit die Auflagenhöhe der Zeitschrift auf 100.000.

Zu den Autoren in der Zeitschrift und bei den Büchern gehörten der Schriftsteller Wilhelm Bölsche, der Biologe Raoul Heinrich Francé und der Arzt Gerhard Venzmer.

Im Laufe der Zeit änderte sich die Konzeption, die Bezieher der Zeitschrift wurden automatisch Mitglieder der Gesellschaft und erhielten zahlreiche Vergünstigungen wie Preisnachlass beim Kauf von Produkten aus dem Kosmos-Verlag. Dadurch begann bald auch wieder die Buchproduktion zu florieren, die sich nun auf naturwissenschaftliche und naturkundliche Publikationen, später auch auf Kinder- und Jugendliteratur erstreckte.

Beispiel32

Einer der vielen Bau- und Experimentierkästen (50er Jahre)

Die Zeitschrift Kosmos wurde von 1904 bis 1944 in der Heilbronner Druckerei Carl Rembold KG hergestellt. Die Herstellung der auflagenstarken Zeitschrift erforderte 1921 eine Aufstockung von deren Druckereigebäude. Ab dem März-Heft 1999 hieß die Zeitschrift dann natur+kosmos. Sie fusionierte mit der von Horst Stern gegründeten Zeitschrift natur, bekam ein neues Layout und der bisherige Chefredakteur Dr. Rainer Köthe wurde von Gerd Pfitzenmaier abgelöst. Mit der Juni-Ausgabe 2012 nannte sich das Magazin wieder in natur um. Damit endete die über 100-jährige Geschichte der ältesten deutschen Natur-Zeitschrift. (Quelle: wikipedia)

Hier ein Kosmos Heft (90 Seiten) aus dem Jahr 1954 mit folgenden Schwerpunkten:

  • Neue Funde aus dem Reich der Könige von Saba
  • Wie vermehrt sich die Vogelnestorchidee
  • Seit wann Leben Menschen auf der Erde
  • Was ist schädlicher: Alkohol oder Nikotin
  • Unsere Leser berichten (u.a. über einen verregneten Urlaub)
  • usw.

Besonders hübsch anzuschauen dann auch die Flut von Werbung … wer an hisorischer Werbung interessiert (si wie ich) kommt hie voll auf seine Kosten.

Ich wünsche entsprechendes Amüsement !

 

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel03

Beispiel04

Beispiel05

Beispiel06

Beispiel07

Beispiel08

Beispiel09

Beispiel11

Das war damals richtig viel Geld !

Beispiel12

Zwei von insgesamt vier Farbtafeln

Beispiel13

Beispiel14

Beispiel15

Beispiel16

Beispiel17

Beispiel18

Beispiel19

Beispiel20

Beispiel21

Beispiel22

Beispiel23

Beispiel24

Beispiel25

Beispiel27

Beispiel28

Beispiel29

*
**

Beispiel30

Die Rückseite des Heftes