Till Krause – Liliputaner – Das ausgestellte Leben (SZ Magazin 26/2013)

titelEs gibt Artikel, die ziehen mir einfach den Boden unter den Füßen weg und vor einiger Zeit ist  genau so einer im “SZ-Magazin“ erschienen, den ich hier nun präsentieren will, ja muss.

Um was gehts ?
„In einem Freizeitpark in Rheinland-Pfalz wurden kleinwüchsige Menschen bis in die Neunzigerjahre ausgestellt wie Märchenfiguren – in Deutschlands einziger »Liliputaner-Stadt«. Unser Autor hat dort als Kind gestaunt. Und heute erst recht: Was war da eigentlich los? Und wie geht es den Menschen 20 Jahre später?“

Man kann es sich eigentlich kaum vorstellen, was bis in die Neunzigerjahre noch möglich war.
foto02Zynische Menschenverachtung seitens des Veranstalters und seitens der Gaffer … um ehrlich zu sein, mir fehlen die Worte und ich könnte/müsste eigentlich heulen …

Umso wertvoller, dass solch einfühlsame Artikel in der heutigen Zeit noch erscheinen können.

Ich zitiere mal aus dem letztenAbsatz des Artikels:
Zum Abschied erzählt sie (eine Liliputanerin) noch eine Geschichte aus dem Park, sie handelt vom einzigen Mal, dass der der Unterhaltungsbetrieb ein wenig ins Stocken geriet. Anfang der Neunzigerjahre gab es eine Protestaktion: Aktivisten hatten Transparente in den Park geschmuggelt und bei einer Show ausgerollt. Sie wollten auf die schlimmen Lebensbedingungen der Showstars aufmerksam machen, auf deren zu kleine Behausungen, den Stress der Gefangenschaft. Ihre Aussage: Lebewesen sind keine Vergnügungsobjekte.
Der Protest galt dem Delfinarium. Die Liliputaner-Stadt nebenan hat keinen interessiert.

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