Eva Mattes – Liest Anne Perry – Digbys erster Fall (2006)

FrontCover1Ein weiteres Hörbuch aus der Edition „TV Kommisare lesen Krimis“.

Diesmal hören wir die ehemalige Tatort Kommisarin vom Bodensee, Eva Mattes.

Eva Mattes (* 14. Dezember 1954 in Tegernsee) ist eine deutsch-österreichische Schauspielerin. Sie ist seit den 1970er-Jahren als eine der wichtigsten Darstellerinnen des Neuen Deutschen Films[2] und als Theaterschauspielerin an den großen deutschsprachigen Bühnen bekannt. Im Fernsehen verkörpert sie seit 2002 die Tatort-Kommissarin Klara Blum. Eva Mattes ist auch Sprecherin in vielen Hörspielen und Hörbüchern sowie Synchronsprecherin und tritt seit 2006 als Chanson-Sängerin auf.

Eva Mattes ist die Tochter der Schauspielerin Margit Symo und des Filmkomponisten Willy Mattes und war bereits als Schülerin im Film- und Theatergeschäft tätig. Anfangs wurde sie noch als „Evi Mattes“ angekündigt. Sie arbeitete als Synchronsprecherin für Kinderserien. So lieh sie in Lassie der Hauptfigur Timmy die Stimme und sprach die Pippi Langstrumpf in der gleichnamigen Fernsehserie. Auch das bekannte Titellied Hey, Pippi Langstrumpf sang sie in der deutschen Version.

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Eva Mattes mit: Hedda Gabler, Leseprobe mit Rainer Werner Fassbinder, Karl-Heinz Böhm, Margit Carstensen, Kurt Raab, 1973

Mattes hat nach eigenen Angaben nie eine Schauspielschule besucht und verfügt auch über keine abgeschlossene Schulbildung. Mit Michael Verhoeven drehte sie o.k., den Skandalfilm der Berlinale 1970. Dieser Anti-Vietnamkriegsfilm sorgte dafür, dass die Berlinale nach Rücktritt der Jury ohne Preisträger zu Ende ging. Nach den Filmerfahrungen wurde Mattes 1972 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg engagiert, wo sie mit dem Stück Stallerhof eine Aufsehen erregende Premiere feierte.

Sie spielte in Hamburg Shakespeare und Ibsen und drehte gleichzeitig Filme wie Stroszek, Die bitteren Tränen der Petra von Kant und Woyzeck. Ihre Regisseure waren Peter Zadek, Rainer Werner Fassbinder und Werner Herzog. Besonders hervorzuheben ist auch ihre Leistung als Lene in Helma Sanders-Brahms’ Film Deutschland, bleiche Mutter von 1980.

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Eva Mattes in dem Film „Auf immer und ewig“, 1985

2002 übernahm sie für den Südwestrundfunk die Rolle der Konstanzer Tatort-Kommissarin Klara Blum und dreht seitdem zwei bis drei neue Folgen im Jahr.

Mit dem Regisseur Werner Herzog hat sie eine gemeinsame Tochter Hanna Mattes (* 1980), mit der sie im Jahr 1992 im Film Das Sommeralbum ein Mutter-Tochter-Gespann spielte. Ihr 1989 geborener Sohn Josef Mattes ist ebenfalls als Schauspieler tätig. Mit ihm gemeinsam war sie 2003 in der Tatort-Folge Der Schächter zu sehen. Sie lebt mit dem Vater ihres Sohnes, dem österreichischen Künstler Wolfgang Georgsdorf, in Berlin. 2011 veröffentlichte sie unter dem Titel Wir können nicht alle wie Berta sein ihre Erinnerungen in Buchform. (Quelle: wikipedia)

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Eva Mattes als Tatort Kommisarin (mit Roland Koch; nein, nicht dem aus Hessen)

Keine Frage: eine beeindruckene Biographie !

Nun, zum dem Krimi von der Autorin Anne Perry.

Anne Perry (* 28. Oktober 1938 in Blackheath, London als Juliet Marion Hulme) ist eine britische Schriftstellerin. Sie ist bekannt für ihre historischen Kriminalromane, die im viktorianischen England spielen.

Anne Perry wurde als Juliet Hulme geboren. Sie war das erstgeborene Kind des englischen Physikers Henry Rainsford Hulme (1908–1991) und dessen Frau Hilda Marion Reavley (* 1912), Tochter eines angesehenen anglikanischen Geistlichen. Ihr jüngerer Bruder Jonathan wurde 1944 geboren. Im Alter von 6 Jahren erkrankte sie an Tuberkulose und musste in ein wärmeres Klima umziehen. Ihre Eltern schickten sie zu einer Pflegefamilie auf die Bahamas, mit der sie später auf eine abgelegene neuseeländische Insel umzog. Deshalb verpasste sie fast drei Jahre lang den Schulunterricht. Ihr Vater nahm eine Stelle als Rektor der University of Canterbury in Neuseeland an, und Perry konnte wieder mit ihrer Familie zusammenleben.

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Anne Perry auf der Pariser Buchmesse 2012

Die Geschichte wurde 1994 von Peter Jackson unter dem Titel Heavenly Creatures verfilmt und mit der späteren Oscar-Preisträgerin Kate Winslet für die Rolle der Juliet Hulme besetzt.Als sie 15 Jahre alt war, standen ihre Eltern kurz vor der Scheidung. Perry hoffte, nach der Scheidung gemeinsam mit ihrer Freundin Pauline Parker ihren Vater zurück nach England begleiten zu können. Die beiden Mädchen verband eine sehr enge Freundschaft. Perry gab 2006 in einem Interview zu, die Beziehung sei obsessiv gewesen. Parkers Mutter Honora Parker missbilligte die enge Bindung. Ihre Tochter befürchtete, sie würde sie daran hindern, gemeinsam mit Perry Neuseeland zu verlassen. Pauline Parker entwarf in ihrem Tagebuch einen Mordplan, den sie Perry mitteilte und den die beiden Mädchen am 22. Juni 1954 umsetzten. Sie lockten Honora Parker in einen Park und erschlugen sie mit einem Ziegelstein, der in einen Strumpf eingewickelt war. Der Mordfall erregte großes Aufsehen. Durch ihr geringes Alter entgingen sie der Todesstrafe und wurden zu einer Strafe unbestimmter Länge verurteilt, die in Commonwealth-Staaten als At Her Majesty’s Pleasure bekannt ist. Nach fünf Jahren Haft kamen sie mit der Auflage frei, nie wieder Kontakt zueinander aufzunehmen.

Im August 2009 fand auf dem Montréal World Film Festival die Uraufführung des Dokumentarfilms Anne Perry – Interiors (Regie: Dana Linkiewicz) statt.

Nach ihrer Entlassung 1959 kehrte Perry nach England zurück. Ihre Mutter heiratete wieder, und Perry nahm den Namen ihres Stiefvaters an. Anne Perry ist kein Pseudonym, sondern seitdem ihr korrekter bürgerlicher Name. Sie hielt sich mit vielen unterschiedlichen Jobs über Wasser. Fünf Jahre lang lebte sie in Südkalifornien und trat in dieser Zeit den Mormonen bei, denen sie heute noch angehört.

Sie begann bereits in den 1960er Jahren zu schreiben, ihren ersten Roman veröffentlichte sie nach vielen Absagen aber erst 1979. Sie verwendet in ihren Romanen meist das viktorianische England (Viktorianisches Zeitalter) als geschichtlichen Hintergrund; die Anregung dazu lieferte ihr Stiefvater, der spekulierte, wer Jack the Ripper wohl gewesen sein mochte. Das war die Geburtsstunde ihrer Hauptfiguren, des Polizisten Thomas Pitt und seiner Ehefrau Charlotte, die im London zur Zeit der Jack-the-Ripper-Morde leben. Später erfand sie noch den Privatdetektiv William Monk, der im Gegensatz zu den Pitts ein eher dunkler Charakter ist.

Ihre Bücher wurden weltweit bisher 20 Millionen Mal verkauft (Stand 2006).

Anne Perry lebt heute im kleinen Dorf Portmahomack in Schottland. (Quelle: wikipedia)

Und um darum geht´s:

Buch

Die Buchvorlage

Und hier ne euphorische Besprechung dieses Hörbuchs (Digbys erster Fall“ ist in Deutschland ursprünglich nur in der Anthologie „Das große Frauenkrimi Lesebuch“ 1992)  erschienen:London zur Zeit Königin Victorias: Im prunkvollen Stadthaus von Freddie Dagliesh treffen sich für eine mehrtägige Party die Reichen und Mächtigen der Stadt. Doch mit einem erschütternden Todesfall bekommt die scheinbar heile Welt tiefe Risse: Daisy Beech, die äußerst charmante und auf politischem Gebiet versierte Ehefrau eines potentiellen Ministerkandidaten, wird erstickt in ihrem Bett aufgefunden. Das Zimmermädchen Digby und der Butler Ridgeway sind dem Mörder auf der Spur …
Eva Mattes ermittelt seit 2001 als“Tatort“-Kommissarin Klara Blum am Bodensee. Mit ihrer sensiblen und energischen Präsenz verleiht sie Daisy eine unnachahmliche Lebendigkeit, und diese nutzt geschickt ihre Menschenkenntnis, um den Mörder in die Falle zu locken.(Promo-Text)

Nach nur wenigen Augenblicken war ich gefesselt von der Sprecherin Eva Mattes. Sie interpretiert die Geschichte mit einem Augenzwinkern und ihre Betonungen und Pausen sitzen perfekt. Die eigentliche Geschichte ist trotz der Kürze sehr spannend und interessant gemacht – typisch Anne Perry eben. Auch in den wenigen Minuten des Hörbuches erreicht die ganze Atmosphäre des viktorianischen Englands unser Ohr. Dies schafft wohl trotz vieler großartiger Kriminalautoren nur Anne Perry. Sie vermag wie keine zweite das viktorianische England zum Leben zu erwecken. Es ist auch mal erfrischend ein kurzes Hörbuch zu hören und sich nicht für mehrere Tage mit einem 10 CD langen Hörbuch beschäftigen zu müssen. Leider scheint es keine weitere Geschichte mit Digby zu geben. Sie wäre sicherlich eine interessante Serienfigur geworden, aber wahrscheinlich hat die Autorin mit Inspektor Monk und Thomas Pitt schon genug zu tun. (Steffis Bücherkiste, Dortmund)

Und in der Tat: Eva Mattes brilliert mir ihren diversen stimmlichen Variationen … sie ist halt eine der ganz großen Schauspielerinnenn (schade, dass sie das bei all ihren Tatort Krimis nicht zeigen konnte)

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Sprecherin:
Eva Mattes

Regie: Ralf Becher

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Titel:
01. Kapitel 01 / 0.11.
02. Kapitel 02 / 4.21
03. Kapitel 03 / 4.06
04. Kapitel 04 / 4.22
05. Kapitel 05 / 4.26
06. Kapitel 06 / 4.49
07. Kapitel 07 / 5.01
08. Kapitel 08 / 6.01
09. Kapitel 09 / 3.24
10. Kapitel 10 / 2.56
11. Kapitel 11 / 6.55
12. Kapitel 12 / 6.14
13. Kapitel 13 / 6.03
14. Kapitel 14 / 6.18
15. Kapitel 15 / 5.26
16. Kapitel 16 / 2.01
17. Kapitel 17 / 5.21
18. Kapitel 18 / 5.14
19. Kapitel 19 / 4.32

Text: Anne Perry (aus dem Engl. von Carla Blesgen)

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Peer Augustinski – Der schwarze Abt (Hörbuch) (Edgar Wallace) (2003)

FrontCover1Das Edgar Wallace Fieber grasierte ja ziemlich heftig in der BRD der 60er Jahre. Dem Bildungsbürger waren allerdings jene roten Godmann-Krimis (die man bevorzugt an schmuddelien Bahnhofskiosk erstand) ein Dorn im Auge.

Dann kamen die deutschen Verfilmungen, die damals ein Höhepunkt an Spannung versprachen. Auch noch heute kann man sich diese Filme noch gut ansehen, sofern man diese unter einer gewissen humoristischem Apsekten geniessen kann.

Und aufgrund der großen Zahl von Edgar Wallace Anhängern wurden dann sein Werke natürlich auch mehrfach als Hörbücher/Hörspiele vertont..

Hier eines dieser Produkte. Aber erstmal – wie gewohnt ein paar biographische Notizen:

Über Edgar Wallace (Autor)

EdgaWallaceGeboren wurde Edgar Wallace 1875 als unehelicher Sohn eines Schauspielers. Er wuchs in armen Verhältnissen auf, blieb ohne Schulabschluss und hielt sich mit Gelegenheitsjobs wie Milchhändler, Maurergehilfe oder Zeitungsverkäufer über Wasser. Schließlich begann er kleine Artikel für die Zeitung zu schreiben. Mit Erfolg: Er arbeitete sich hoch bis zum Chefredakteur. Später lebte er als freier Schriftsteller und schrieb Sachbücher, Lyrik und Theaterstücke, 1904 schließlich seinen ersten Krimi („Die vier Gerechten“) – das Debüt einer beispiellosen Karriere. Edgar Wallace verfasste 175 Romane, 24 Theaterstücke, eine große Anzahl von Kurzgeschichten, Essays, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln und Drehbüchern. Die Filme, die nach seinen Vorlagen gedreht wurden, sind kaum zu zählen. Edgar Wallace verstarb hoch verschuldet 1932 in Hollywood.

Über Peer Augustinski (Sprecher)

Peer Augustinski ist einer der beliebtesten Sprecher, wenn es um die Darstellung witziger Charaktere geht. Unvergessen ist seine Stimme als Dschinni in Disneys „Aladdin“ und als Cowboy Woody in „Toy Story“. Peer Augustinski ist die deutsche Synchronstimme von Robin Williams. Als Hörbuchsprecher interpretiert er u.a. Terry Pratchetts urkomische Fantasy-Romane. Und dann ist Peer Augustinski vor ein paar Jahren, und zwar am 3. Oktober 2014 in Köln verstorben.

PeerAugustini
Nun zu diesem Hörbuch:

Nachdem in den Ruinen der Abtei von Fossaway ein gewisser Mr. Smooth, der Besitzer eines naheliegenden Jagdhauses, ermordet wird, nehmen Inspektor Puddler und sein Assistent Horatio von Scotland Yard die Ermittlungen auf. Sie nehmen im unweit gelegenen Schloss des undurchsichtigen Lord Chelford Quartier. Dessen Behauptung, dass es sich bei dem Mörder um ein altes Gespenst, den sogenannten „Schwarzen Abt“, handelt, teilen die Beamaten allerdings nicht. Vielmehr vermuten sie das Interesse an einem sagenumwobenen Goldschatz, den man in der Abtei vermutet, als Motiv des Mordes. Der Verdacht bestätigt sich, als sich zwischen den verfallenen Mauern weitere Morde ereignen…
Die Lesung von Peer Augustinski ist wie immer ein Genuss für Fans des klassischen Krininalromans. (Sabine Hein) Ergänzend sei darauf hingefügt dass dieses Hörbuch auch ein paar Schnipsel von den Film-Soundtrack hat.

Interessant ist dann noch, dass ausgerechnet Passagen dieses Hörbuches von der Gruppe „DDN8“ (ein Projekt des Multi-Künstlers Arne Duering) in einer düstere New Wave Inszenierung landeten (Viceoclip wie Audiodatei dieses Werkes liegen bei).

VideoScreenshot

Screenshot Video

Und wer dann noch Lust hat, im Buch zu blättern, der kann dies dann auch noch …

TaschenbücherUmschläge

2 Goldmann Ausgaben von „Der schwarze Abt“

Sprecher:
Peer Augustinski
+
Regie: Oliver Versch
Musik: Peter Thomas und Martin Böttcher

AlternativesFrontCover

Alternatives Frontcover

Titel:
01. Kapitel 1 / 10.09
02. Kapitel 2 / 5.50
03. Kapitel 3 / 7.28
04. Kapitel 4 / 5.52
05. Kapitel 5 / 8.37
06. Kapitel 6 / 12.19
07. Kapitel 7 / 12.30
+
DDN8 feat. Peer Augustinski:
08. Der schwarze Abt (Audio) 6.34
09. Der schwarze Abt (Video) 6.34

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Udo Wachtveitl – Zum Tode erwacht (Hörbuch) (Daphne Du Maurier) (2006)

FrontCover1Der Udo Wachtveitl ist ja nicht nur seit 1991 (!!!) Hauptkommissar Franz Leitmayr in der Münchner Ausgabe der ARD-Serie „Tatort“n nein, er hat auch viele andere Dinge, die ihn beschäftigen, bis hin zu bayerischen local grooves.

Hier kann man ihn nur als Sprecher eines Hörbuches hören:
Daphne du Mauriers Geschichte  – Zum Tode erwacht- ist eine klassiche Kriminalgeschichte. Wer da einen Reisser a’la Stephen King erwartet, der wird enttäuscht werden. Du Maurier ist eine Meisterin der intelligenten, nachvollziehbaren Kriminalstory. Nicht umsonst hat die Engländerin, die 1989 verstarb die Romanvorlagen für Filme wie Hitchcocks – Rebekka- oder – Die Vögel- geliefert. Auch einer der absoluten Filmklassiker – Wenn die Gondeln Trauer tragen- wurde auf Grundlage ihrer Kurzgeschichte – Dreh dich nicht um – verfilmt. Wer mit diesen Filmen etwas anzufangen weiß, der kennt das Milieu, in dem Du Mauriers Geschichten spielen. Hier gibt es keinen Hokuspokus, keinen Schnickschnack und nichts Übersinnliches. Es wird ermittelt, nachgedacht und kombiniert.

In dieser Geschichte muss das der Detektiv Black machen. Er erhält von Lord John den Auftrag den Selbstmord seiner Ehefrau Mary aufzuklären. Die junge Frau, scheinbar glücklich und zufrieden, erschießt sich ohne erkennbares Motiv. Der Lord glaubt nicht an einen Selbstmord ohne Grund und engagiert Black. Der beginnt die Fäden von Marys Leben zu entwirren. Er folgt ihren Spuren bis in die Kindheit und nach und nach hebt sich der Schleier um den Tod der Frau. Black sucht die Personen auf, die Mary kannten. Mit jeder Lüge, die man ihm erzählt, kommt er der Wahrheit einen Schritt näher.

Wie gesagt, – Zum Tode erwacht – ist klassische Kriminalliteratur. Wunderbar geschrieben, perfekt gelöst, aber bei weitem kein Schocker.(Thomas Knackstedt)

Also. Wer sich für eine solide Krimistory interessiert, sollte hier mal reinhören. Dass dieses Produkt von der Gazette „focus“ promotet wurde, kann man ja billigend in Kauf nehmen bzw. ausblenden.

UdoWachtveitl

Sprecher:
Udo Wachtveitl

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Titel:
01. Ansage 0.09
02. Kapitel 01 / 4.24
03. Kapitel 02 / 5.22
04. Kapitel 03 / 6.36
05. Kapitel 04 / 3.33
06. Kapitel 05 / 6.27
07. Kapitel 06 / 3.01
08. Kapitel 07 / 5.59
09. Kapitel 08 / 5.02
10. Kapitel 09 / 4.15
11. Kapitel 10 / 4.56
12. Kapitel 11 / 4.43
13. Kapitel 12 / 4.09
14. Kapitel 13 / 3.48
15. Kapitel 14 / 5.18
16. Kapitel 15 / 6.21

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G-man Jerry Cotton – Dealer des Todes (2002)

FrontCover1Endlich komme ich mal dazu, mich mit dieser Kultfigur zu beschäftigen.

Und nein, ich habe bisher noch keinen einzigen dieser Heftromane gelesen, wohl aber ein hochinteressantes Buch, das ausführlich über die Geschichte von Jerry Cotto gibt (Friedrich Jakuba: Jerry Cotton – Nichts als Wahrheit und Legenden; 2003)

Hier in aller Kürze:

Jerry Cotton ist die im deutschsprachigen Raum kommerziell erfolgreichste Serie von Kriminalromanen. Sie werden der Trivialliteratur bzw. den so genannten Heftromanen zugerechnet. Erfinder der Serie ist Delfried Kaufmann. Die Gesamtauflage beträgt ca. 850 Millionen Exemplare; gleichzeitig dient Jerry Cotton als Verlagspseudonym, unter dessen vorgeblicher Autorschaft die Serie erscheint. Die Heftserie erscheint im Bastei-Verlag und wird vor allem über Kioske und Zeitschriftenläden vertrieben.

Nach einer Serie von acht Kinofilmen mit George Nader in den 1960er Jahren erschien 2010 eine Neuverfilmung.

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Jerry Cotton Nr. 1 (1954)

Umfeld des organisierten Verbrechens auf. Eine der wenigen deutschsprachigen Veröffentlichungen des FBI versichert, dass die fiktionale Figur Jerry Cotton kein tatsächlicher Mitarbeiter dieser Behörde sei. Das Aussehen von Jerry Cotton wird in den Romanen, die in der Ich-Form geschrieben sind, nur vage beschrieben, sodass sich jeder Leser sein eigenes Bild von ihm machen kann. Man kann allerdings davon ausgehen, dass die Filme, in denen der US-amerikanische Schauspieler George Nader Cotton verkörperte, die Vorstellung, wie Jerry Cotton auszusehen habe, bis heute prägen. Des Weiteren wird in den älteren Romanen ab und zu von weiblichen Figuren eine Ähnlichkeit zu Nader betont. Charakterlich wird Cotton als „hart, aber herzlich“ beschrieben, besitzt Sinn für Humor und ist durchschnittlich intelligent. Oftmals beweist er aber erstaunliche Schlauheit und Improvisationsgabe, um aus brenzligen Situationen mit mehr oder minder heiler Haut herauszukommen. In Situationen, in denen es um das Leben Unschuldiger geht, ist er bereit sowohl das Leben des Gegners als auch sein eigenes zu opfern. Im Roman … und nichts als die Wahrheit!, in dem Cotton wegen der Erschießung eines vermeintlich unbewaffneten Verdächtigen des Mordes angeklagt wird, sagt ein Psychologe aus, dass Cotton in GefahrensituationenG-Man Jerry Cotton, geboren als Jeremias Cotton im fiktiven Harpersvillage, Connecticut, ausgebildet an der FBI-Akademie in Quantico, Virginia, ist New Yorker FBI-Agent und klärt Straftaten im durchaus auch zu weit ginge,

HeftAusgabe

Die Romanvorlage, 1994

wenn es um das Leben von beispielsweise Geiseln gehe. Unbewaffnete Gangster hingegen werden von Cotton, wenn nötig, grundsätzlich waffenlos angegriffen. Cotton mag es überhaupt nicht, mit seinem vollen Vornamen Jeremias angesprochen zu werden, da er diesen als altmodisch ansieht. Phil Decker, sein bester Freund und Partner, nutzt dies gerne, um ihn ein wenig aufzuziehen. (Quelle: wikipwdia)

Und natürlich wurden auch – als Hörbücher populärer wurden, auch diese Romanserie vertont. Hier der Band „Dealer des Todes“, ursprünglich 1994 als Bastei-Lübbe Heft veröffentlicht:

Für die Besetzung der Hauptrollen in den Hörspielen konnten mit Manfred Lehmann (der deutschen Stimme von Bruce Willis), Joachim Kerzel (der deutschen Stimme von Jack Nicholson), Volker Brandt (Michael Douglas), Helmut Krauss (Marlon Brando) und Thomas Danneberg (John Travolta) die Stars der deutschen Synchronsprecher gewonnen werden.

Und davon handelt „G-Man Jerry Cotton 10: Dealer des Todes“: Diamanten im Wert von 2 Millionen Dollar gegen 100.000 KB 9-Minen – das ist der Deal. Allerdings nur so lange bis Caluzzo merkt, dass der eigentliche Waffenschmuggler ein FBI-Agent ist. Kann Cotton seinen Kollegen noch retten? Der Sprung ins kalte Wasser…

„Dealer des Todes“ ist eine gekürzte Fassung aus dem Jerry Cotton Band 1955.

Nun, viel zu berichten hinsichtlich der literarische Qualität gibt es hier nicht. Aber dennoch: Kult bleibt Kult und nicht umsonst beschäftigen sich immer wieder Wissenschaftaftler mit dem Phänomen „Jerry Cotton“.

Sprecherliste
Besetzung:

Volker Brandt (Bratt Parks)
Thomas Danneberg (Phil Decker)
Till Endemann (Clarence Riston)
Jo Jung (Caluzzo)
Joachim Kerzel (John D. High)
Wolfgang Klar (Mr. Sissman)
Manfred Lehmann (Jerry Cotton)
Willy Schneck (Douglas Mash)
Frank Stöckle (Diamantenprüfer)
Barbara Stoll (Eve)
+
weitere Sprecher: Dagmar – Michael Holz – Jimmi Love – Putte

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Titel:
01. Kapitel 01 / 5.40
02. Kapitel 02 / 6.08
03. Kapitel 03 / 5.46
04. Kapitel 04 / 6.06
05. Kapitel 05 / 7.10
06. Kapitel 06 / 3.49
07. Kapitel 07 / 4.09
08. Kapitel 08 / 2.47
09. Kapitel 09 / 5.40
10. Kapitel 10 / 2.35
11. Kapitel 11 / 1.41
12. Kapitel 12 / 3.37
13. Kapitel 13 / 1.19

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Wolfgang Menge + Jürgen Roland – Stahlnetz – Das 12. Messer (Hörbuch) (1958/2005)

FrontCover1.jpgUnd jetzt mag ich mal wieder einen Klassiker der frühen deutschen Fernsehgeschichte präsentieren – und zwar als Hörbuch (mit der Original-Tonspur der Fernsehfolge „Das 12. Messer“ aus Kriminalserie „Stahlnetz“ von 1958)

Stahlnetz war eine zwischen 1958 und 1968 ausgestrahlte deutsche Krimiproduktion des NDR, deren 22 Folgen auf realen Begebenheiten basierten. Die Serie wurde von Jürgen Roland nach Drehbüchern von Wolfgang Menge inszeniert und war die Vorgängerproduktion der ARD-Kriminalserie Tatort. Die Sendereihe war beim Fernsehpublikum sehr beliebt; die meisten Folgen wurden zu regelrechten Straßenfegern.

Weniger erfolgreich waren sechs zwischen 1999 und 2003 produzierte weitere Folgen. In der Folge „PSI“ war dort der Schauspieler Axel Milberg in der Rolle als eigensinniger Hauptkommissar Klaus Borowski zu sehen, der einen fast unglaublichen Entführungsfall löst. Später wurde Hauptkommissar Borowski von Hannover nach Kiel versetzt – als Tatort-Kommissar.

Das Konzept und auch die Titelmusik wurden der US-amerikanischen Fernsehserie Dragnet (wörtlich ‚Schleppnetz‘; dt. Titel: Polizeibericht) entliehen. Die Titelmelodie wurde komponiert von Walter Schumann. Das bekannte „Taa-Ta-Tamm-Tamm“ zu Beginn stammt allerdings aus der Feder des Hollywood-Komponisten Miklós Rózsa (Ben Hur, El Cid u. v. a.) und wurde ursprünglich für den Film Rächer der Unterwelt (The Killers, 1946) komponiert. Die begleitende Filmmusik wurde u. a. von Erwin Halletz und einmal auch von Martin Böttcher (für den Zweiteiler Spur 211) komponiert.

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Während die 22 ursprünglichen Folgen von Wolfgang Menge geschrieben und von Jürgen Roland inszeniert worden waren, stammen die sechs neuen Folgen von verschiedenen Autoren: Friedrich Ani, Orkun Ertener, Thomas Keck, Kerstin Oesterlein, Jessica Schellack, Markus Stromiedel und Karl Heinz Zeitler. Auch die Regisseure wechselten in den neuen Folgen: Thomas Bohn, René Heisig, Markus Imboden, Ernst Josef Lauscher und Manfred Stelzer.

Führende deutsche Fernsehschauspieler waren in den Serienfolgen als Täter und Ermittler zu sehen; zu den Ermittlern gehörten unter anderem Heinz Engelmann, Wolfgang Völz, Hellmut Lange, Rudolf Platte, Karl Georg Saebisch, Eddi Arent und Paul Edwin Roth. Als Täter konnte man u. a. Sigurd Fitzek als Kindesmörder Willy Funke in Rehe sowie Grit Boettcher, Mady Rahl, Dirk Dautzenberg, Jan Hendriks und Henning Schlüter erleben.

Jede Folge beginnt damit, dass die Straftat nachgestellt wird. Danach bekommt man folgende Texte zu lesen:

Dieser Fall ist wahr!
Er wurde aufgezeichnet
nach den Unterlagen
der Kriminalpolizei (mit/ohne Stadtname).

Nur Namen von Personen,
Plätzen und die Daten wurden
geändert um Unschuldige
und Zeugen zu schützen.

Sollte trotzdem Namensgleichheit mit lebenden oder
toten Personen auftreten,
so ist sie rein zufällig.

(Quelle: wikipedia)

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Jürgen Roland mit Wolfgang Menge (r.) und Kriminaldirektor Breuer, Polizeibehörde Hamburg- 1958

Und darum geht´s in dieser Folge … im Fernsehen war es die 5. Folge, in dieser Hörbuch-Edtition die Folge 1:

Die Frau eines Bergmannes wird erstochen aufgefunden. Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln, da die wenigen am Tatort hinterlassenen Spuren zunächst allesamt im Nichts enden. Lediglich ein Messer, das in Tatortnähe gefunden wird, aber nicht zwingend etwas mit der Tat zu tun haben muss, könnte einigen Aufschluss über den Täter bringen. Die Oberhausener Polizei steht vor einer schwierigen Entscheidung: Soll sie das gefundene Messer zur Tatwaffe erklären, obwohl der Nutzen dieser Aktion mehr als ungewiss ist…?

Nachdem ich die komplette „Stahlnetz“-Serie auf DVD erlebt habe, stelle ich mir die Frage, warum man ausgerechnet „Das 12. Messer“ als Hörbuch adaptiert hat. Diese Folge wirkt nämlich nicht so recht in dieser Darbringungsform. Zu vieles an Handlungsverläufen bleibt unverständlich, weil die Erklärungen aus dem Off fehlen; man ist außerdem mitunter regelrecht orientierungslos, wo sich die Akteure gerade aufhalten. Polizeipräsidium? Tatort? Gerichtsmedizin? Es wird nicht immer sofort klar, und dadurch bleibt nicht nur das Verständnis für die Handlung auf der Strecke, auch will nicht die rechte Atmosphäre aufkommen, für welche die gesamte „Stahlnetz“-Serie so berühmt war. „Das 12. Messer“ ist als Hörbuch jedenfalls einfach nur langweilig.
Sicherlich gibt es Episoden, die die Anforderungen einer Hörbuchadaption besser erfüllen, wie z. B. die bereits erschienene zweite Folge „Das Haus an der Stör“, die als Hörbuch schlichtweg brillant ist und denselben Wiedererkennungswert wie das filmische Original hat.
Noch sind zwanzig Folgen übrig, die auf eine Adaption warten. Sollte der Hörverlag seine Reihe fortsetzen, bleibt zu hoffen, dass er bei den nächsten Folgen eine sorgfältigere Auswahl trifft. (francon1973)

So ganz unrecht hat er da nicht … für mich war es dennoch ein Hörvergnügen … denn selbst mit den oben beschriebenen Mängel, hat das Hörbuch was … na ja … ich bin halt auch ein kleiner Nostalgiker.

KerstPeine

Die Kriminalpolizei beim Verhör: (links: Helmut Peine, rechts: Alexander Kerst)

Und: alle sprechen heute vom Regionalkrimi … da können Wolfgang Menge und Jürgen Roland nur lachen … die haben das bereits 1958 kultiviert.

Und jetzt hätte ich ja eigentlich die dazu passende TV-Sendung angesehen … allerdings wurde ich (bis jetzt) nicht fündig.

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Besetzung:
Friedrich G. Beckhaus (Harms)
Alexander Kerst (Kommisar Hardorf/Erzähler)
Jürgen von Manger (Vorarbeiter Messerfabrik)
Helmut Peine (Kriminalrat Kerkan)
Gerhard Tichy (Weiterhin)
u.a.

Buch: Wolfgang Menge
Regie: Jürgen Roland
Musik: Gerhard Gregor
Titelmusik: Walter Schumann, Ray Anthony, Erwin Halletz

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Titel:
01. Das ist das Ruhrgebiet 5.28
02. Wo ist denn Herr Wesemann? 2.54
03. Immer noch Sonntag, 9. September 6.30
04. Haben Sie zufällig das Messer mit? 5.29
05. Wir hatten uns also entschlossen 6.08
06. 16.40 Uhr, einen Tag später 3.51
07.  Unser Messer war das Zwölfte 5.16
08. Da haben wir ja noch Zeit 6.09

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Matti Geschonneck – Duell in der Nacht (2007) (TV rip)

Beispiel03Mein lädierter Zustand erlaubt es mir z.B., meine digitale Vidothek zu sichtn … und da bin auf diesen Fil hestossen … ein Film, der sich nun wirklich lohnt:

Der Polizeibeamte Mettich in Frankfurt am Main ermordet aufgefunden. Bevor Polizeipräsident Hans-Joachim Lehm (Peter Lerchbaumer) am Abend des nächsten Tages zu einem Empfang des steinreichen Immobilienhändlers Wellingsen (Thomas Thieme) in einem Hotel in der Innenstadt geht, beauftragt er seinen neuen Mitarbeiter Jonas Birke (Jürgen Vogel), den Tatverdächtigen Wolfram Ernst (Uwe Kockisch) im Polizeipräsidium zu verhören. Er will noch in der Nacht ein Geständnis, um am nächsten Morgen mit der Erfolgsmeldung vor die Presse treten zu können, die seit einiger Zeit Gerüchten über Korruption in der Frankfurter Polizei nachgeht.

DVD1Wolfram Ernst verbüßte vor einiger Zeit eine achtjährige Haftstrafe, weil er an der Erpressung eines Kaufhauses beteiligt gewesen war. Mettich hatte ihn damals überführt. War der Mord ein später Racheakt? Jonas Birke und seine Kollegin Mechthild Adler (Ina Weisse) stellen rasch fest, dass die von Ernst angegebenen Alibis falsch sind. Daraufhin behauptet er, zur Tatzeit bei Isabel Wellingsen (Iris Berben) gewesen zu sein, mit der er seit vier Jahren ein „semi-erotisches Verhältnis“ habe. Allerdings möchte er nicht, dass die Millionärsgattin und bekannte Kunstmäzenin in den Schmutz gezogen wird.

Birke hält es für seine Pflicht, Isabel Wellingsen sofort zu vernehmen. Mechthild Adler begleitet ihn zu dem Empfang. Die Ehefrau des Gastgebers folgt den beiden Polizeibeamten willig in eine leer stehende Suite des Hotels. Zuerst leugnet sie, Wolfram Ernst zu kennen, doch von Birke in die Enge getrieben, gibt sie zu, den vorigen Abend mit Ernst verbracht zu haben, und aufgrund des Alibis ordnet Birke an, dass Ernst das Polizeipräsidium als freier Mann verlassen darf. (dieterwunderlich.de)

Mehr verrate ich hier nicht, denn es beginnt nund in diesem Kammerspiel eine atemberaubendes Verwirrspiel … perfide und diabolisch …

Einen solch klaren Handlungsaufbau, solch gestochen scharfe Dialoge und ein solch prägnantes Genrestück wie dieses „Duell in der Nacht“ gewärtigen wir selten im Fernsehen. Alles und jedes stimmt in diesem Film. Die Regie von Matti Geschonneck, die Bilder des Kameramanns Martin Langer, das Buch von Daniel Nocke. Und dann erst die Besetzung: Jürgen Vogel als trauriger Kommissar Birke, Uwe Kockisch als gedungener Mörder und Verlierer vom Dienst, Iris Berben als Isabel Wellingsen, die von allen das gefährlichste Spiel treibt, Thomas Thieme als ihr verschlagener Gatte, Ina Weisse als innerlich zerbrochene Helfershelferin und Peter Lerchbaumer, der den Polizeichef spielt, als der wahre Mephisto. (Michael Hanfeld, „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, 7. Januar 2008)

Beispiel45

Besetzung:
Hans-Jörg Assmann (Polizeipräsident Peter)
Iris Berben (Isabel Wellingsen)
Ulrich Cyran (Lästernder Partygast mit Brille)
Jürgen Haug (Lästernder (Partygast ohne Brille)
Alexander Hörbe (Herr Naul)
Peter Lerchbaumer (Hans-Joachim ‚Hajo‘ Lehm)
Uwe Kockisch (Wolfram Ernst)
Thomas Thieme (Ludwig Wellingsen)
Jürgen Vogel (Jonas Birke)
Ina Weisse (Mechthild Adler)

Regie: Matti Geschonneck
Drehbuch: Daniel Nocke
Musik: Ralf Wienrich
Kamera: Martin Langer
Schnitt: Inge Behrens

Beispiel01

Die Spurensicherung am Tatort

Beispiel02

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Wie fast immer: atemberaubend, diese Iris Berben

Beispiel05

Ein feines Pärchen

Beispiel06

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So schaut ein Zweifler …

Beispiel09

Vordergründig sehr freundlich …

Beispiel10

Na klar, der Blick in die Polizeiakte

Beispiel11

Vorbereitung auf das Verhör

Beispiel12

Gibt sich kooperativ

Beispiel13

Beispiel14

Beispiel15

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Beispiel44

Beispiel20

Beispiel21

Beispiel22

Beispiel23

Beispiel24

Beispiel25

Beispiel26

Beispiel27

Gib eine Beschriftung ein

Beispiel28

Due Duell, Teil 2 beginnt

Beispiel29

Ja, ja … und ewig lockt das Weib …

Beispiel30

Beispiel31

Beispiel32

Beispiel33

Beispiel34

Beispiel35

Beispiel36

Beispiel37

Dieses Schild ist entscheidend, ganz und gar entscheidend …

Beispiel38

Beispiel39jpg

Beispiel40

Beispiel41

Das war´s dann wohl …

Beispiel42

Aus der Kategorie: „blondes Gift“

Beispiel43

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Agatha Christie – Hercule Poirots Weihnachten (Hörbuch) (2009)

FrontCover1Jetzt wurmt es mich doch sehr, dass ich diesen Dezember nicht dazu genutzt habe, um meinen Faible für Krimis und dann natürlich auch für Weihnachtskrimis auszutoben.

Nun, zumindst jetzt will ich das nachholen … und zwar mit der großen alten Dame des britischen Krimis: Agatha Christie.

Hier ihr Weihnachtskrimi „Hercule Poirots Weihnachten“ (aus dem Jahre 1938):

Der Kriminalroman spielt an Weihnachten und anstatt guter Stimmung, leuchtender Familienzeit und einem liebevoll bestückten Gabentisch gibt es als Geschenk eine Leiche. Dazu Familienstreitigkeiten und ein Verwirrspiel um den Mörder….

Wie gut, dass es Hercule Poirot gibt. Denn wie wir wissen – ihm entgeht nichts. Er speichert alle Eindrücke und zieht messerscharfe Schlüsse. Er sieht Verbindungen, die der Allgemeinheit entgehen. Aber der belgische Privatdetektiv möchte den Mord an Simeon Lee unbedingt aufklären…

Dieser hatte seine gesamte Nachkommenschaft zum Weihnachtsfest geladen. Aber nicht, um ein schönes Fest zu verbringen- Nein! Im Gegenteil, er unterstrich einmal mehr, welch fürchterliches Familienoberhaupt er ist und dass es ihm mehr Spaß macht, die Familie gegen sich aufzubringen als ihr Gutes zu tun. So ist es nicht besonders verwunderlich, dass der alte Herr das Weihnachtsfest nicht überlebt.

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Ein Motiv hätte jeder schon allein durch das Verhalten des Despoten gehabt. Alibis gab es reichlich, aber waren sie wirklich schlüssig, hieb- und stichfest? Poirot mit seinem feinen Näschen, seinem Gespür für Fallen und den unglaublich fixen grauen Zellen hatte es zu guter Letzt geschafft…. Der Mord wurde aufgeklärt!

Der Sprecher Klaus Dittmann unterstreicht mit seiner betonten und ruhigen Vortragsweise sowie der individuellen Umsetzung der einzelnen Charaktere die einzigartige Stimmung, die während der Weihnachtstage im Hause Lee herrschte. (Heike auf irveliest.wordpress.com)

Oder:
Eine schöne Bescherung für Hercule Poirot:
Der alte Simeon Lee hat zu Weihnachten den Familien-Clan zusammengerufen – doch das ist alles andere als eine traute Runde. Das ungeliebte Familienoberhaupt bringt mit seinem despotischen und provozierenden Verhalten alle gegen sich auf. Als er am Heiligen Abend mit durchschnittener Kehle aufgefunden wird, bedauert niemand seinen Tod. Ein Motiv hätten alle Anwesenden gehabt. Doch Hercule Poirots kleine graue Zellen arbeiten auf Hochtouren und lassen ihn auch diesmal nicht im Stich…

Na sowas  … der Mord wird aufgeklärt !

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Die Autorin:
Als „Queen of Crime“ wird Agatha Christie, 1890 bis 1976, allein schon wegen ihres gigantischen Publikumserfolges bezeichnet: Die geschätzte Gesamtauflage ihres Werkes beläuft sich auf über zwei Milliarden. Neben Theaterstücken und „gewöhnlichen Romanen“, die unter dem Pseudonym Mary Westmacott erschienen, hat Christie im Laufe eines halben Jahrhunderts etwa achtzig Kriminalromane und dreißig Bände mit Kurzgeschichten publiziert.
In den 50er Jahren begann sie, ihre Krimistories für das Theater zu adaptieren. Ihr bekanntestes Kriminaldrama The Mousetrap wird noch heute, nach über 40-jähriger Laufzeit, im St. Martin’s Theatre im Londoner Westend gespielt.
1971 wurde Agatha Christie eine der höchsten Auszeichnungen Englands verliehen – der Titel „Dame Commander of the British Empire“.

Agatha Christie, surrounded by some of her 80-plus crime novels.

Der Sprecher:
Klaus Dittmann (* 15. August 1939 in Köln; † 20. Dezember 2016), spielte nach seiner Schauspielausbildung an verschiedenen Bühnen, u. a. am Thalia-Theater Hamburg, den Städtischen Bühnen Frankfurt und dem Schillertheater sowie am Deutschen Theater Berlin. Zwischen 1988 und 1989 tourte er mit Giorgio Strehler und dessen berühmten Mailänder Piccolo Teatro durch Europa. Seit 1970 hat er viele Rollen in Film und Fernsehen, darunter Serien wie „Tatort“, „Alphateam“ und „Großstadtrevier“, Klaus Dittmannübernommen. Neben seiner Arbeit beim Rundfunk ist Klaus Dittmann außerdem als Synchronsprecher sowie als Regisseur tätig. Für den Hörverlag wirkte er in der „Wolkenvolk“-Trilogie von Kai Meyer mit sowie in den Hörspielen zu Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ und Charles Dickens‘ „Oliver Twist“; von Agatha Christie las er bereits „Rendezvous mit einer Leiche“ und „Mit offenen Karten“.

Jetzt mal unabhängig von der Story (wir hören eine leicht gekürzte Fassung)  … bei diesem Krimi hat mir fast mehr als der Plot, die Schilderung jener bürgerlichen Familien, bei denen hinter der Fassade Neid und Missgunst tobt, gefallen.

Letztlich ist dieser Krimi eine bitterböse Anklage gegen jene verlogene Welt des Bürgertums … die mich heute noch aufwühlen kann.

Un wenn wir dann morgen auf das Christkind warten … hier eine Möglichkeit, die Zeit zu verkürzen.

Titel:
Hercule Poirots Weihnachten (40 Kapitel; Gesamtlaufzeit: 253 Minuten)

EnglischeOriginalausgabe

Englische Originalausgabe von 1938

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