Conny Lens – Fluchtversuch (Kriminalhörspiel) (1995)

FrontCoverUnd wieder mal was ganz anderes … seit jeher (früher sicherlich mehr als heute) hat mich das Radiohörpsiel und insbesondere das Radio-Krimi-Hörspiel fasziniert.

Vermutlich deshalb, weil man eben mit vordergründig „einfachen“ Mitteln versuchen musste, Spannung zu erzeugen. In den heutigen Tagen der kompletten Reizüberflutung ist es von daher vielleicht tatsächlich mal eine Wohltat, sich wieder mal mit diesem Medium zu beschäftigen.

Und der Autor dieses Hörspiels, Conny Lens ist einer meiner Geheimtipps für den launigen deutschen Regional-Krimi und seine großartige Serie „Steeler Straße“ (erschienen bei Haffmanns, Zürich) wird zeitlebens einen Ehrenplatz in meiner Bibliothek haben.

Hier aber ein kleines, aber feines Kriminal-Hörspiel, ursprünglich für den WDR produziert, später dann auch bei Goldmann als Tonband-Cassette erschienen.

Und wer ist nun Conny Lens ?

ConnyLens01Friedrich Hitzbleck (* 10.03.1951), der unter seinem Pseudonym „Conny Lens“ publiziert, lebte lange in seiner Geburtsstadt Essen, bevor er nach Datteln zog. Ehe ihn die Leidenschaft für den Krimi  ergriff, absolvierte er die Volksschule und eine kaufmännische Lehre. Neben seiner Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter im Bereich EDV und Organisation schrieb er Romane, Stories und Kabarett-Texte. 1986 gründete er den Hitzbleck-Verlag, in dem seine ersten Kriminalromane erschienen.

Die Romane von Conny Lens und hier wiederum besonders die Serie „Steeler Straße“ um ein marodes Privatdetektivbüro in Essen zeichnen sich durch die spielerische Leichtigkeit aus, mit der sie die traditionellen Elemente des Genres verwenden und in eine realistische Umgebung verlagern.
Conny Lens` stilistische Spannbreite reicht vom „heiteren“ Krimi mit Gruselambiente (ROTER FINGERHUT) über psychogische orientierte Charakterstudien (KOBERMANN) bis zum High-Tech und Computer-Thriller mit Psycho-Touch.

Seit 1988 ist  Conny Lens freier Schriftsteller. Nach seinen ersten Bucherfolgen wandte er sich dem Fernsehen zu und schrieb unter anderem nach gängigen Mustern Episoden für Fernsehserien wie WOLFFS REVIER und DIE STRASSEN VON BERLIN. Die die ZDF-Langläufer-Serie „SOKO 5113“ war er nicht nur als Autor, sondern auch als Script-Doctor tätig.

SteelerStraßeBände
Zum ersten Band der Privatdetektiv-Serie „Steeler Straße“ hieß es in den „Ruhr Nachrichten“: „Der Versuch, eine realistische deutsche Variante dieser typisch amerikanischen Variante des Krimis zu schaffen, ist rundum gelungen – nicht nur daß Conny Lens die großen Vorbilder gekonnt ironisiert und auf ein lebendiges Maß zurückstutzt, mit Wolli Schröder und seiner Mitstreiterin Chris Ullmann ist ihm ein durch und durch sympathisches Detektivteam gelungen.“ (krimilexikon.de)

Und darum geht´s in diesem Hörspiel:

Der Anästhesistin Dr. Karin Steinberger ist ein Kunstfehler unterlaufen. Mit tödlichem Ausgang.
Karin ist mit ihren Nerven am Ende. Sie beschließt, das Wochenende in ihrem Ferienhaus zu verbringen. Alleine. Nicht einmal ihr Freund darf sie begleiten.
Auf der Fahrt trifft sie ein junges Paar: Daggi und ihren Freund Ingo. Denen ist das Benzin ausgegangen.

Eigentlich nimmt die junge Anästhesistin Karin Steinberger nie Anhalter mit, doch als ihr an diesem unfreundlichen Tag ein junges Mädchen neben ihrem liegen gebliebenen Wagen zuwinkt, entschliesst sich Karin trotzdem dazu. Karin erklärt sich dazu bereit, sie bis zur nächsten Tankstelle mitzunehmen, und erfreut steigt das Mädchen ein. Doch zu Karins Überraschung nicht nur sie. Auch ein junger Mann taucht unvermittelt auf und steigt ebenfalls ein.

Erschrocken protestiert Karin, lässt sich aber von den beiden beruhigen und fährt los. Genervt stellt sie fest, dass die Tankstelle bereits geschlossen hat, und sie wird die beiden Leute, die immer unverschämter werden, einfach nicht mehr los. Bald ist die Ärztin zum Spielball der beiden geworden und stellt entsetzt fest, dass sie auch vor Gewalt nicht zurückschrecken.

Ein Verbrecherpärchen à la Bonnie und Clyde. Raffiniertes Hörspiel, das den Hörer mit der in immer tiefere Bedrängnis geratenen Karin mitzittern lässt. Dramatische, aufschlussreiche Dialoge, besonders gut werden die entstehenden Emotionen dargestellt. Die Sprecher sind gut, die Regie ebenfalls da bleibt nichts zu wünschen übrig. (René Wagner)

Ganz sicher nicht der ganz große Wurf … aber dennoch ein feiner Psycho-Krimi und mit der von mir sehr geschätzten Maren Kroymann als Hauptdarstellerin macht das ganze dann noch viel mehr Spaß.

Maren Kroymann

Maren Kroymann

Sprecher:
Ercan Altun (2. Polizist)
Michael Fuchs (Ingo)
Frank Jordan (1.Polizist)
Maren Kroymann (Dr. Karin Steinberger)
Horst Mendroch (Hansum)
Pit Mildenstein (Oberarzt)
Matthias Ponnier (Manfred)
Nina Weniger (Daggi)

Regie: Angeli Backhausen

Titel:
01. Fluchtversuch 42.21

Text: Conny Lens

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Janwillem van de Wetering + Paul Kirchner – Mord per Fernbedienung (1987)

TitelMit diesem Buch versuchte man woh, dem Genre der Kriminalliteratur einen neuen Anstrich zu geben und zwar im wahrsten Sinne des Wortes:

Der berühmte Krimiautor Janwillem van de Wettering, bekannt durch seine Commissaris-Roman , hat zusammen mit dem Graphiker Paul Kirchner eoine faszinierende Graphic Novel geschaffen:

Ein einzigartiges Seh- und Lesevergnügen; eine moderne Synthese aus Kriminalroman und anspruchsvoller amerikanischer Comic-Kunst. (Klappentext)

Und darum geht´s:

Mr. Jones ist berüchtigt für seine rücksichtslose Ausbeutung der Natur – wenn es seinen wirtschaftlichen Interessen dient. Nun muß er dafür bezahlen. Wer will ihn ermorden? Mr. Kane, ein bodenständiger Mann, der Eingriffe in die Natur fürchtet? Valerie Curtin, die junge Frau aus New York? Joe McLoon, ein Exzentriker, der den Frauen etwas beweisen will? Steve Goodrich, der Ex-Filmstar mit dem großen Grundbesitz? Einer von ihnen haßt Jones jedenfalls genug, um ihn ermorden zu wollen. (Klappentext)

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Ein Cartoon-Krimi, gute Ideen von van de Wetering und ganz „nett “ gezeichnet, aber doch insgesamt sehr flach. Die Hollywood-Anspielungen sind ganz gut gelungen, nur wer kennt heute in Deutschland schon noch die ganz alten Billy-Wilder-Filme? (mehr kann hier nicht verraten werden. Nur für den, der von vdW alles haben muss. (Praetorianer)

Und natürlich löst Jim Brady von der State Police diesen heimtückischen Mord !!!

Davor aber lesen wir uns durch einen zuweil skurrilen, durchgeknallten Krimi-Stoff, bei dem die Story nun wahrlich nicht berauschend ist.

Anders verhält es sich dann aber mit all den Graphiken. Die sind nun wirklich bemerkenswert und man spürt von der Freude des Künstlers, sich angesichts der z.. haarsträubende Geschichte, sich mal so richtig auszutoben … und das ist ihm hervorragend gelungen.

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Viel heimtückischer geht´s nicht… 

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Das Ergebnis: Mord per Fernbedienung

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Ein entscheidender Fehler des Täters: Er lässt das Modellflugzeug im Wasser liegen

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Müsste das Blut nicht längst vom Wasser weggewaschen sein ?

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Der Sheriff von der lokalen Poilizeitstation hat aber schon den „wahren“ Täter

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Von wegen …

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Haben gar am Ende der Schauspieler und des ehemalige Dex-Modell ein Affäre ?

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Und dann das noch …

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Und doch verführt sie in … was war in dem Tee oder ist alles nur Einbildung ?

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Inzwischen dreht der falsche Verdächtige durch …

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Der korrupte Sheriff wird verhaftet

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Und die Seiten, die zur Aufklärung des Mordes führen, habe ich hier mal ausgespart, nur soviel:

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Rolf Becker – Gestatten – mein Name ist Cox – Puzzlespiel (1952/2004)

FrontCover1Die Rundfunk-Serie „Gestatten mein Name ist Cox“ war wohl einer der ersten so richtig erfolgreichen Krimi-Serien, die das Nachkriegsdeutschland in Atem hielt. Ein Rolf Becker war damals, anfang der 50er Jahre der talentierte Autor dieser Serie:

Rolf Becker (* 25. November 1923 in London; † 3. November 2014 in Rottach-Egern) war ein deutsch-englischer Schriftsteller.

Rolf Becker erlebte seine Jugendzeit in Erfurt und unternahm erste schriftstellerische Versuche in englischer Kriegsgefangenschaft. Er arbeitete danach als Aufnahmeleiter bei verschiedenen Filmfirmen und hatte erste Kontakte zum Nordwestdeutschen Rundfunk, ging dann aber als Rundfunkregisseur und Autor zur BBC. Ab 1953 arbeitete er als freier Schriftsteller.

RolfAlexandraBeckerDie Offizierstochter Alexandra Becker (* 10. Juli 1925 in Hamburg; † 24. Oktober 1990 in Bad Wiessee) lernte bei Gustaf Gründgens als Meisterschülerin den Schauspielerberuf. Neben Engagements in Berlin, Potsdam und Lübeck spielte sie am Schauspielhaus in ihrer Heimatstadt Hamburg. Dort lernte sie den Schriftsteller Rolf Becker kennen. Die beiden heirateten 1953. Alexandra Becker gab ihren Schauspielerberuf auf und wandte sich ebenfalls der Schriftstellerei zu. Gemeinsam verfasste das Ehepaar zahlreiche Hörspiele, Fernsehfilme, Romane und Erzählungen.

Zu den bekanntesten Werken der beiden Autoren gehören Die Experten, Gestatten, mein Name ist Cox und Dickie Dick Dickens. Die Romane um Dickie Dick Dickens wurden als Hörspiele zu den ersten Straßenfegern im deutschen Hörfunk, genauso wie die Vertonungen der Abenteuer von Paul Cox, die eine Kino-Verfilmung und eine Fernsehserie nach sich zogen. Mit diesen Hörspielen schrieb das Schriftstellerehepaar Rundfunkgeschichte. Fernsehgeschichte schrieb das Ehepaar mit den Drehbüchern zur ersten deutschen Familienserie Familie Schölermann (1954).

Nach dem Tod Alexandra Beckers schrieb ihr Mann auch allein weiter unter dem Namen Rolf A. Becker, das A. als Reminiszenz an seine Ehefrau verwendend. (Quelle: wikipedia)

Hier nun eines der Frühwerke von Rolf Becker (damals noch ohne seine Ehefrau Alexandra dafür aber noch unter dem Pseudonym Malcom F. Browne) mit dem charismatischem Karl-Heinz Schroth als „Mister Cox“.

Und darum geht´s:

Paul Cox – frech, pfiffig, ehrenwert – ist ein Glücksspieler ohne Beruf und eine Art Frohnatur, die sich durchs Leben manövriert. Als er von Scotland Yard unrechtmäßig des Mordes am Rechtsanwalt Herbert Wallings verdächtigt wird, macht er sich selbst auf die Spur des Täters. Nachdem seine Braut Margit verunglückt ist, glaubt Cox nicht mehr an Zufälle. Die attraktive Helene Bernhardt betritt die Bühne des Verwirrspiels und verdreht unserem Helden den Kopf, dafür bereitet aber der geheimnisvolle Mann mit der Aktentasche weiterhin genügend Kopfzerbrechen … Das spannende nostalgische Krimi-Hörspiel mit rasanten Autofahrten im VW-Käfer, Klingeltönen alter Bakelit-Telefone und vielen spritzig-amüsanten Dialogen im Original.

Der Perlentaucher berichtet, dass die Süddeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 19.08.2004 nicht so recht für dieses Hörspiel zu begeistern war:

Eher gelangweilt lauscht Martin Z. Schröder den schreienden „Gangsterbräuten“ und heulenden Polizeisirenen auf diesem Rolf A. Becker alias Malcolm F. Browne zu Ehren herausgegebenen Hörspiel in der „Originalsprache der Fünfziger“. Dabei gehe es immer um den sympathischen Gangster Paul Cox, der bösen Gangstern eins aus- und der Polizei entwischt. In dieser Folge wird Paul Cox ein Mord angehängt, was den Rezensenten langweilt, weil Cox „stundenlang“ damit beschäftigt sei, die Handlungsfäden zu entwirren. Schröder sieht darin den „naiven Glauben des Autors „Action“ sei spannend“. Deshalb empfiehlt der Rezensent das Hörbuch dem „Hörer mit erhöhten Nostalgiepegel“. Ganz „wunderbar“ aber findet er den Sprecher Karl-Heinz Schroth mit seinem „reizvollen Sch-Fehler“. Doch da der Autor sich „Kinderphantasien“ überließe, ordnet Schröder es dennoch als „seichte Unterhaltung“ ein.

Nun denn, dann oute ich mich als „Hörer mit erhöhten Nostalgiepegel“, wohl wissend, dass sich die Qualität des Kriminalromans in den letzten 50 Jahren deutlich verbessert hat. Aber amüsant ist dieser Mr. Cox halt dennoch. Ausgestrahlt wurde diese Sendung übrigens noch von dem Sender „Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR)“, den man heute als NDR kennt.

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Besetzung:
Hans Zesch-Ballot (Mr. Peacock)
Wolfgang Borchert (Stimme)
Freca-R. Bortfeld (Helena Bernhardt)
Gustl Busch (Mrs. Chataway)
Walter Gruters (Mr. Fitzgerald)
Holger Hagen (Arzt)
Karin Jacobson (Margit Simmons)
Heinz Klingenberg (Inspektor Carter)
Reinhard Lenz (Seargant)
Conrad Mayerhoff (Polizeiarzt)
Tonio von der Meden (Pit Fitzgerald)
Richard Münch (Henry Montague)
Karl-Heinz Schroth (Paul Cox)
Manfred Steffen (Assistent Collins)
Herbert Steinmetz (Nat)
Wolfgang Wahl (Richardson)
Hanne Wieder (Alora Crawfield)

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Titel:

CD 1:
01. Auftritt 8.08
02. Das strenge Helenchen (Teil 1) 11.16
03. Das strenge Helenchen (Teil 2) 8.13
04. Applaus für den Mann mit der Aktentasche (Teil 1) 13.15
05. Applaus für den Mann mit der Aktentasche (Teil 2) 11.23
06. Applaus für den Mann mit der Aktentasche (Teil 3) 7.27

CD 2:
01. Puzzelspiel (Teil 1) 10.57
02. Puzzelspiel (Teil 2) 8.24
03. Puzzelspiel (Teil 3) 8.21
04. Mord ist strafbar (Teil 1) 8.29
05. Mord ist strafbar (Teil 2) 8.49
06. Mord ist strafbar (Teil 3) 12.04

Text: Rolf Becker

(Die Titel scheinen mir arg skurril zusammengewürfelt)

CD2A

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Evelyn Hamann – Als die Flotte im Hafen lag (Patricia Highsmith) (1995)

FrontCover1.jpgNatürlich habe ich die Patricia Highsmith über ihre Roman Serie des Tom Ripley kennen- und schätzen gelernt, wie so viele andere auch.

Und über die Evelyn Hamann brauhe ich eigentlich nicht viel Worte verlieren, sie war ja nicht nur die kogeniale Partnerin des Loriot sondern auch sonst eine beeinruckende Person.

Und hier liest sie eine Kurzgeschichte aus der Feder von Patricia Highsmith:

Als die Flotte im Hafen von Mobile lag, war Geraldine gerade achtzehn. Sie war hübsch, lebhaft und glaubte dem erstbesten Matrosen, dass er sie liebe und sie heiraten wolle. Doch er kam nicht wieder. Geraldine verlor ihren Job, steckte bis zum Hals in Schulden und landete auf einmal im Star Hotel, einem übel beleumdeten Haus. Dort lernte sie Clark kennen. Sie heirateten, und alles schien sich zum Guten zu wenden. Doch nun steht Geraldine mit einer Flasche Chloroform neben ihrem Mann. Und es ist nicht der Hund, der eingeschläfert werden soll. (Verlagstext)

AlternativesFront+BackCover

Alternatives Front + Back Cover

„Meine Lieblingsgeschichte ist ‚Als die Flotte im Hafen lag‘: was man erwartet ist ein schlichter, kleiner Mordfall – aber was für ein bewegender, schrecklicher Schluss! Vielleicht ist dies das beste Beispiel für eine bedrückend geschlossene Welt.“ (Graham Greene)

Die Evelyn Hamann liest diese schauderliche Geschichte sehr subtil …  faszinierend wie Highsmith entscheidende Momente nicht ausschlachtet,sondern eher in kleine fast unauffälligen Halbsätzen versteckte …

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Besetzung:
Evelyn Hamann (Sprecherin)

Booklet01A

Titel:
01. Als die Flotte im Hafen lag 49.29

Text: Patricia Highsmith

 

CD1

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Evelyn Hamann

Evelyn Hamann

Peter Augustinski – Der Frosch mit der Maske (Edgar Wallace) (Hörbuch) (2003)

FrontCover1„Hallo, hier spricht Edagar Wallace …“ mit diesen magischen 5 Wörtern elektrisisierte man Deutschland in den 60er Jahren bei all jenen – mittlerweilen köstlichen – Edgar Wallacve Verfilmungen …

Und mit diesen Worten beginnt auch dieses Hörbuch, ein weiteres Hörbuch von Peter Augustinski (der insgesamt – so glaube ich mich zu erinnern – mindestens 5 Wallace Romane „vertont“ hat.)

Zum Inhalt:
Der Frosch mit der Maske, Anführer einer berüchtigten Verbrecherorganisation, versetzt London in Angst und Schrecken. Scotland Yard ist es bisher nicht gelungen, den Verbrecher zu fassen und so seinen kriminellen Machenschaften ein Ende zu setzen. Denn niemand hat den Frosch je zu Gesicht bekommen. Schließlich gelingt es einem Polizeibeamten, ihn aufzuspüren: Inspektor Genter. Doch zahlt er für muss die Begegnung mit dem Frosch mit seinem Leben. Scotland Yard arbeitet auf Hochtouren.
Dieser Krimi ist spannend und hat gerade das richtige Mittelmaß zwischen „den Leser mitraten lassen“ und „nicht zuviel verraten“. Eigentlich verdächtigt man am Höhepunkt der Handlung jeden, der Frosch zu sein. Dennoch ist das Ende überraschend, aber auch befriedigend, da alles aufgeklärt wird.
Dieses Buch ist ein guter, klassischer, spannender Krimi und empfehlenswerte Lektüre. (weisserstier )

Buchausgaben

Drei Buchausgaben

Und diese Hörbücher lösten bei manchen so richtige Begeisterung aus:

„Peter Augustinski hat ohnehin eine angenehme Stimme – aber wie er die Werke liest oder besser lebt, ist schlichtweg grandios.
Nicht nur, daß Ausdruck und Betonung erstklassig sind – er spricht jede Person in einer anderen Stimmlage und verleiht jeder Figur einen unverwechselbaren Charakter. Ich kann mich nicht entsinnen, jemals etwas Vergleichbares gehört zu haben. Dazu ist die Lesung noch mit den passenden Geräuschen und Auszügen der Original-Musiken aus der Rialto-Serie unterlegt. Die ganze Produktion ist rundherum gelungen und verdient die fünf Sterne voll und ganz.
Herr Augustinski präsentiert sich hier als Schauspieler erster Güte“ (Jochen Fueseler)

Und wenn ich mal gelegentlich mit dem Auto länger unterwegs sein muss, kann es durchaus sein, dass ich mich an Hörbüchern wie diesen unterhaltenlasse … und mich schmunzelnd an jene Zeit erinnere, als solche Stoffe, Straßenfeger waren.

Filmbild (1959)

Besetzung:
Peter Augustinski (Sprecher)

Musik:
Peter Thomas + Martin Böttcher

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Titel:
01. Kapitel 1 / 7.19
02. Kapitel 2 / 6.27
03. Kapitel 3 / 8.04
04. Kapitel 4 / 7.51
05. Kapitel 5 / 5.26
06. Kapitel 6 / 7.11
07. Kapitel 7 / 9.57
08. Kapitel 8 / 4.50
09. Kapitel 9 / 6.44

CD1

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Mehr Peter Augustinski + Edgar Wallace:

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Eva Mattes – Liest Anne Perry – Digbys erster Fall (2006)

FrontCover1Ein weiteres Hörbuch aus der Edition „TV Kommisare lesen Krimis“.

Diesmal hören wir die ehemalige Tatort Kommisarin vom Bodensee, Eva Mattes.

Eva Mattes (* 14. Dezember 1954 in Tegernsee) ist eine deutsch-österreichische Schauspielerin. Sie ist seit den 1970er-Jahren als eine der wichtigsten Darstellerinnen des Neuen Deutschen Films[2] und als Theaterschauspielerin an den großen deutschsprachigen Bühnen bekannt. Im Fernsehen verkörpert sie seit 2002 die Tatort-Kommissarin Klara Blum. Eva Mattes ist auch Sprecherin in vielen Hörspielen und Hörbüchern sowie Synchronsprecherin und tritt seit 2006 als Chanson-Sängerin auf.

Eva Mattes ist die Tochter der Schauspielerin Margit Symo und des Filmkomponisten Willy Mattes und war bereits als Schülerin im Film- und Theatergeschäft tätig. Anfangs wurde sie noch als „Evi Mattes“ angekündigt. Sie arbeitete als Synchronsprecherin für Kinderserien. So lieh sie in Lassie der Hauptfigur Timmy die Stimme und sprach die Pippi Langstrumpf in der gleichnamigen Fernsehserie. Auch das bekannte Titellied Hey, Pippi Langstrumpf sang sie in der deutschen Version.

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Eva Mattes mit: Hedda Gabler, Leseprobe mit Rainer Werner Fassbinder, Karl-Heinz Böhm, Margit Carstensen, Kurt Raab, 1973

Mattes hat nach eigenen Angaben nie eine Schauspielschule besucht und verfügt auch über keine abgeschlossene Schulbildung. Mit Michael Verhoeven drehte sie o.k., den Skandalfilm der Berlinale 1970. Dieser Anti-Vietnamkriegsfilm sorgte dafür, dass die Berlinale nach Rücktritt der Jury ohne Preisträger zu Ende ging. Nach den Filmerfahrungen wurde Mattes 1972 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg engagiert, wo sie mit dem Stück Stallerhof eine Aufsehen erregende Premiere feierte.

Sie spielte in Hamburg Shakespeare und Ibsen und drehte gleichzeitig Filme wie Stroszek, Die bitteren Tränen der Petra von Kant und Woyzeck. Ihre Regisseure waren Peter Zadek, Rainer Werner Fassbinder und Werner Herzog. Besonders hervorzuheben ist auch ihre Leistung als Lene in Helma Sanders-Brahms’ Film Deutschland, bleiche Mutter von 1980.

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Eva Mattes in dem Film „Auf immer und ewig“, 1985

2002 übernahm sie für den Südwestrundfunk die Rolle der Konstanzer Tatort-Kommissarin Klara Blum und dreht seitdem zwei bis drei neue Folgen im Jahr.

Mit dem Regisseur Werner Herzog hat sie eine gemeinsame Tochter Hanna Mattes (* 1980), mit der sie im Jahr 1992 im Film Das Sommeralbum ein Mutter-Tochter-Gespann spielte. Ihr 1989 geborener Sohn Josef Mattes ist ebenfalls als Schauspieler tätig. Mit ihm gemeinsam war sie 2003 in der Tatort-Folge Der Schächter zu sehen. Sie lebt mit dem Vater ihres Sohnes, dem österreichischen Künstler Wolfgang Georgsdorf, in Berlin. 2011 veröffentlichte sie unter dem Titel Wir können nicht alle wie Berta sein ihre Erinnerungen in Buchform. (Quelle: wikipedia)

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Eva Mattes als Tatort Kommisarin (mit Roland Koch; nein, nicht dem aus Hessen)

Keine Frage: eine beeindruckene Biographie !

Nun, zum dem Krimi von der Autorin Anne Perry.

Anne Perry (* 28. Oktober 1938 in Blackheath, London als Juliet Marion Hulme) ist eine britische Schriftstellerin. Sie ist bekannt für ihre historischen Kriminalromane, die im viktorianischen England spielen.

Anne Perry wurde als Juliet Hulme geboren. Sie war das erstgeborene Kind des englischen Physikers Henry Rainsford Hulme (1908–1991) und dessen Frau Hilda Marion Reavley (* 1912), Tochter eines angesehenen anglikanischen Geistlichen. Ihr jüngerer Bruder Jonathan wurde 1944 geboren. Im Alter von 6 Jahren erkrankte sie an Tuberkulose und musste in ein wärmeres Klima umziehen. Ihre Eltern schickten sie zu einer Pflegefamilie auf die Bahamas, mit der sie später auf eine abgelegene neuseeländische Insel umzog. Deshalb verpasste sie fast drei Jahre lang den Schulunterricht. Ihr Vater nahm eine Stelle als Rektor der University of Canterbury in Neuseeland an, und Perry konnte wieder mit ihrer Familie zusammenleben.

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Anne Perry auf der Pariser Buchmesse 2012

Die Geschichte wurde 1994 von Peter Jackson unter dem Titel Heavenly Creatures verfilmt und mit der späteren Oscar-Preisträgerin Kate Winslet für die Rolle der Juliet Hulme besetzt.Als sie 15 Jahre alt war, standen ihre Eltern kurz vor der Scheidung. Perry hoffte, nach der Scheidung gemeinsam mit ihrer Freundin Pauline Parker ihren Vater zurück nach England begleiten zu können. Die beiden Mädchen verband eine sehr enge Freundschaft. Perry gab 2006 in einem Interview zu, die Beziehung sei obsessiv gewesen. Parkers Mutter Honora Parker missbilligte die enge Bindung. Ihre Tochter befürchtete, sie würde sie daran hindern, gemeinsam mit Perry Neuseeland zu verlassen. Pauline Parker entwarf in ihrem Tagebuch einen Mordplan, den sie Perry mitteilte und den die beiden Mädchen am 22. Juni 1954 umsetzten. Sie lockten Honora Parker in einen Park und erschlugen sie mit einem Ziegelstein, der in einen Strumpf eingewickelt war. Der Mordfall erregte großes Aufsehen. Durch ihr geringes Alter entgingen sie der Todesstrafe und wurden zu einer Strafe unbestimmter Länge verurteilt, die in Commonwealth-Staaten als At Her Majesty’s Pleasure bekannt ist. Nach fünf Jahren Haft kamen sie mit der Auflage frei, nie wieder Kontakt zueinander aufzunehmen.

Im August 2009 fand auf dem Montréal World Film Festival die Uraufführung des Dokumentarfilms Anne Perry – Interiors (Regie: Dana Linkiewicz) statt.

Nach ihrer Entlassung 1959 kehrte Perry nach England zurück. Ihre Mutter heiratete wieder, und Perry nahm den Namen ihres Stiefvaters an. Anne Perry ist kein Pseudonym, sondern seitdem ihr korrekter bürgerlicher Name. Sie hielt sich mit vielen unterschiedlichen Jobs über Wasser. Fünf Jahre lang lebte sie in Südkalifornien und trat in dieser Zeit den Mormonen bei, denen sie heute noch angehört.

Sie begann bereits in den 1960er Jahren zu schreiben, ihren ersten Roman veröffentlichte sie nach vielen Absagen aber erst 1979. Sie verwendet in ihren Romanen meist das viktorianische England (Viktorianisches Zeitalter) als geschichtlichen Hintergrund; die Anregung dazu lieferte ihr Stiefvater, der spekulierte, wer Jack the Ripper wohl gewesen sein mochte. Das war die Geburtsstunde ihrer Hauptfiguren, des Polizisten Thomas Pitt und seiner Ehefrau Charlotte, die im London zur Zeit der Jack-the-Ripper-Morde leben. Später erfand sie noch den Privatdetektiv William Monk, der im Gegensatz zu den Pitts ein eher dunkler Charakter ist.

Ihre Bücher wurden weltweit bisher 20 Millionen Mal verkauft (Stand 2006).

Anne Perry lebt heute im kleinen Dorf Portmahomack in Schottland. (Quelle: wikipedia)

Und um darum geht´s:

Buch

Die Buchvorlage

Und hier ne euphorische Besprechung dieses Hörbuchs (Digbys erster Fall“ ist in Deutschland ursprünglich nur in der Anthologie „Das große Frauenkrimi Lesebuch“ 1992)  erschienen:London zur Zeit Königin Victorias: Im prunkvollen Stadthaus von Freddie Dagliesh treffen sich für eine mehrtägige Party die Reichen und Mächtigen der Stadt. Doch mit einem erschütternden Todesfall bekommt die scheinbar heile Welt tiefe Risse: Daisy Beech, die äußerst charmante und auf politischem Gebiet versierte Ehefrau eines potentiellen Ministerkandidaten, wird erstickt in ihrem Bett aufgefunden. Das Zimmermädchen Digby und der Butler Ridgeway sind dem Mörder auf der Spur …
Eva Mattes ermittelt seit 2001 als“Tatort“-Kommissarin Klara Blum am Bodensee. Mit ihrer sensiblen und energischen Präsenz verleiht sie Daisy eine unnachahmliche Lebendigkeit, und diese nutzt geschickt ihre Menschenkenntnis, um den Mörder in die Falle zu locken.(Promo-Text)

Nach nur wenigen Augenblicken war ich gefesselt von der Sprecherin Eva Mattes. Sie interpretiert die Geschichte mit einem Augenzwinkern und ihre Betonungen und Pausen sitzen perfekt. Die eigentliche Geschichte ist trotz der Kürze sehr spannend und interessant gemacht – typisch Anne Perry eben. Auch in den wenigen Minuten des Hörbuches erreicht die ganze Atmosphäre des viktorianischen Englands unser Ohr. Dies schafft wohl trotz vieler großartiger Kriminalautoren nur Anne Perry. Sie vermag wie keine zweite das viktorianische England zum Leben zu erwecken. Es ist auch mal erfrischend ein kurzes Hörbuch zu hören und sich nicht für mehrere Tage mit einem 10 CD langen Hörbuch beschäftigen zu müssen. Leider scheint es keine weitere Geschichte mit Digby zu geben. Sie wäre sicherlich eine interessante Serienfigur geworden, aber wahrscheinlich hat die Autorin mit Inspektor Monk und Thomas Pitt schon genug zu tun. (Steffis Bücherkiste, Dortmund)

Und in der Tat: Eva Mattes brilliert mir ihren diversen stimmlichen Variationen … sie ist halt eine der ganz großen Schauspielerinnenn (schade, dass sie das bei all ihren Tatort Krimis nicht zeigen konnte)

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Sprecherin:
Eva Mattes

Regie: Ralf Becher

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Titel:
01. Kapitel 01 / 0.11.
02. Kapitel 02 / 4.21
03. Kapitel 03 / 4.06
04. Kapitel 04 / 4.22
05. Kapitel 05 / 4.26
06. Kapitel 06 / 4.49
07. Kapitel 07 / 5.01
08. Kapitel 08 / 6.01
09. Kapitel 09 / 3.24
10. Kapitel 10 / 2.56
11. Kapitel 11 / 6.55
12. Kapitel 12 / 6.14
13. Kapitel 13 / 6.03
14. Kapitel 14 / 6.18
15. Kapitel 15 / 5.26
16. Kapitel 16 / 2.01
17. Kapitel 17 / 5.21
18. Kapitel 18 / 5.14
19. Kapitel 19 / 4.32

Text: Anne Perry (aus dem Engl. von Carla Blesgen)

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Peer Augustinski – Der schwarze Abt (Hörbuch) (Edgar Wallace) (2003)

FrontCover1Das Edgar Wallace Fieber grasierte ja ziemlich heftig in der BRD der 60er Jahre. Dem Bildungsbürger waren allerdings jene roten Godmann-Krimis (die man bevorzugt an schmuddelien Bahnhofskiosk erstand) ein Dorn im Auge.

Dann kamen die deutschen Verfilmungen, die damals ein Höhepunkt an Spannung versprachen. Auch noch heute kann man sich diese Filme noch gut ansehen, sofern man diese unter einer gewissen humoristischem Apsekten geniessen kann.

Und aufgrund der großen Zahl von Edgar Wallace Anhängern wurden dann sein Werke natürlich auch mehrfach als Hörbücher/Hörspiele vertont..

Hier eines dieser Produkte. Aber erstmal – wie gewohnt ein paar biographische Notizen:

Über Edgar Wallace (Autor)

EdgaWallaceGeboren wurde Edgar Wallace 1875 als unehelicher Sohn eines Schauspielers. Er wuchs in armen Verhältnissen auf, blieb ohne Schulabschluss und hielt sich mit Gelegenheitsjobs wie Milchhändler, Maurergehilfe oder Zeitungsverkäufer über Wasser. Schließlich begann er kleine Artikel für die Zeitung zu schreiben. Mit Erfolg: Er arbeitete sich hoch bis zum Chefredakteur. Später lebte er als freier Schriftsteller und schrieb Sachbücher, Lyrik und Theaterstücke, 1904 schließlich seinen ersten Krimi („Die vier Gerechten“) – das Debüt einer beispiellosen Karriere. Edgar Wallace verfasste 175 Romane, 24 Theaterstücke, eine große Anzahl von Kurzgeschichten, Essays, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln und Drehbüchern. Die Filme, die nach seinen Vorlagen gedreht wurden, sind kaum zu zählen. Edgar Wallace verstarb hoch verschuldet 1932 in Hollywood.

Über Peer Augustinski (Sprecher)

Peer Augustinski ist einer der beliebtesten Sprecher, wenn es um die Darstellung witziger Charaktere geht. Unvergessen ist seine Stimme als Dschinni in Disneys „Aladdin“ und als Cowboy Woody in „Toy Story“. Peer Augustinski ist die deutsche Synchronstimme von Robin Williams. Als Hörbuchsprecher interpretiert er u.a. Terry Pratchetts urkomische Fantasy-Romane. Und dann ist Peer Augustinski vor ein paar Jahren, und zwar am 3. Oktober 2014 in Köln verstorben.

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Nun zu diesem Hörbuch:

Nachdem in den Ruinen der Abtei von Fossaway ein gewisser Mr. Smooth, der Besitzer eines naheliegenden Jagdhauses, ermordet wird, nehmen Inspektor Puddler und sein Assistent Horatio von Scotland Yard die Ermittlungen auf. Sie nehmen im unweit gelegenen Schloss des undurchsichtigen Lord Chelford Quartier. Dessen Behauptung, dass es sich bei dem Mörder um ein altes Gespenst, den sogenannten „Schwarzen Abt“, handelt, teilen die Beamaten allerdings nicht. Vielmehr vermuten sie das Interesse an einem sagenumwobenen Goldschatz, den man in der Abtei vermutet, als Motiv des Mordes. Der Verdacht bestätigt sich, als sich zwischen den verfallenen Mauern weitere Morde ereignen…
Die Lesung von Peer Augustinski ist wie immer ein Genuss für Fans des klassischen Krininalromans. (Sabine Hein) Ergänzend sei darauf hingefügt dass dieses Hörbuch auch ein paar Schnipsel von den Film-Soundtrack hat.

Interessant ist dann noch, dass ausgerechnet Passagen dieses Hörbuches von der Gruppe „DDN8“ (ein Projekt des Multi-Künstlers Arne Duering) in einer düstere New Wave Inszenierung landeten (Viceoclip wie Audiodatei dieses Werkes liegen bei).

VideoScreenshot

Screenshot Video

Und wer dann noch Lust hat, im Buch zu blättern, der kann dies dann auch noch …

TaschenbücherUmschläge

2 Goldmann Ausgaben von „Der schwarze Abt“

Sprecher:
Peer Augustinski
+
Regie: Oliver Versch
Musik: Peter Thomas und Martin Böttcher

AlternativesFrontCover

Alternatives Frontcover

Titel:
01. Kapitel 1 / 10.09
02. Kapitel 2 / 5.50
03. Kapitel 3 / 7.28
04. Kapitel 4 / 5.52
05. Kapitel 5 / 8.37
06. Kapitel 6 / 12.19
07. Kapitel 7 / 12.30
+
DDN8 feat. Peer Augustinski:
08. Der schwarze Abt (Audio) 6.34
09. Der schwarze Abt (Video) 6.34

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Udo Wachtveitl – Zum Tode erwacht (Hörbuch) (Daphne Du Maurier) (2006)

FrontCover1Der Udo Wachtveitl ist ja nicht nur seit 1991 (!!!) Hauptkommissar Franz Leitmayr in der Münchner Ausgabe der ARD-Serie „Tatort“n nein, er hat auch viele andere Dinge, die ihn beschäftigen, bis hin zu bayerischen local grooves.

Hier kann man ihn nur als Sprecher eines Hörbuches hören:
Daphne du Mauriers Geschichte  – Zum Tode erwacht- ist eine klassiche Kriminalgeschichte. Wer da einen Reisser a’la Stephen King erwartet, der wird enttäuscht werden. Du Maurier ist eine Meisterin der intelligenten, nachvollziehbaren Kriminalstory. Nicht umsonst hat die Engländerin, die 1989 verstarb die Romanvorlagen für Filme wie Hitchcocks – Rebekka- oder – Die Vögel- geliefert. Auch einer der absoluten Filmklassiker – Wenn die Gondeln Trauer tragen- wurde auf Grundlage ihrer Kurzgeschichte – Dreh dich nicht um – verfilmt. Wer mit diesen Filmen etwas anzufangen weiß, der kennt das Milieu, in dem Du Mauriers Geschichten spielen. Hier gibt es keinen Hokuspokus, keinen Schnickschnack und nichts Übersinnliches. Es wird ermittelt, nachgedacht und kombiniert.

In dieser Geschichte muss das der Detektiv Black machen. Er erhält von Lord John den Auftrag den Selbstmord seiner Ehefrau Mary aufzuklären. Die junge Frau, scheinbar glücklich und zufrieden, erschießt sich ohne erkennbares Motiv. Der Lord glaubt nicht an einen Selbstmord ohne Grund und engagiert Black. Der beginnt die Fäden von Marys Leben zu entwirren. Er folgt ihren Spuren bis in die Kindheit und nach und nach hebt sich der Schleier um den Tod der Frau. Black sucht die Personen auf, die Mary kannten. Mit jeder Lüge, die man ihm erzählt, kommt er der Wahrheit einen Schritt näher.

Wie gesagt, – Zum Tode erwacht – ist klassische Kriminalliteratur. Wunderbar geschrieben, perfekt gelöst, aber bei weitem kein Schocker.(Thomas Knackstedt)

Also. Wer sich für eine solide Krimistory interessiert, sollte hier mal reinhören. Dass dieses Produkt von der Gazette „focus“ promotet wurde, kann man ja billigend in Kauf nehmen bzw. ausblenden.

UdoWachtveitl

Sprecher:
Udo Wachtveitl

BackCover1

Titel:
01. Ansage 0.09
02. Kapitel 01 / 4.24
03. Kapitel 02 / 5.22
04. Kapitel 03 / 6.36
05. Kapitel 04 / 3.33
06. Kapitel 05 / 6.27
07. Kapitel 06 / 3.01
08. Kapitel 07 / 5.59
09. Kapitel 08 / 5.02
10. Kapitel 09 / 4.15
11. Kapitel 10 / 4.56
12. Kapitel 11 / 4.43
13. Kapitel 12 / 4.09
14. Kapitel 13 / 3.48
15. Kapitel 14 / 5.18
16. Kapitel 15 / 6.21

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G-man Jerry Cotton – Dealer des Todes (2002)

FrontCover1Endlich komme ich mal dazu, mich mit dieser Kultfigur zu beschäftigen.

Und nein, ich habe bisher noch keinen einzigen dieser Heftromane gelesen, wohl aber ein hochinteressantes Buch, das ausführlich über die Geschichte von Jerry Cotto gibt (Friedrich Jakuba: Jerry Cotton – Nichts als Wahrheit und Legenden; 2003)

Hier in aller Kürze:

Jerry Cotton ist die im deutschsprachigen Raum kommerziell erfolgreichste Serie von Kriminalromanen. Sie werden der Trivialliteratur bzw. den so genannten Heftromanen zugerechnet. Erfinder der Serie ist Delfried Kaufmann. Die Gesamtauflage beträgt ca. 850 Millionen Exemplare; gleichzeitig dient Jerry Cotton als Verlagspseudonym, unter dessen vorgeblicher Autorschaft die Serie erscheint. Die Heftserie erscheint im Bastei-Verlag und wird vor allem über Kioske und Zeitschriftenläden vertrieben.

Nach einer Serie von acht Kinofilmen mit George Nader in den 1960er Jahren erschien 2010 eine Neuverfilmung.

JerryCottonNo1

Jerry Cotton Nr. 1 (1954)

Umfeld des organisierten Verbrechens auf. Eine der wenigen deutschsprachigen Veröffentlichungen des FBI versichert, dass die fiktionale Figur Jerry Cotton kein tatsächlicher Mitarbeiter dieser Behörde sei. Das Aussehen von Jerry Cotton wird in den Romanen, die in der Ich-Form geschrieben sind, nur vage beschrieben, sodass sich jeder Leser sein eigenes Bild von ihm machen kann. Man kann allerdings davon ausgehen, dass die Filme, in denen der US-amerikanische Schauspieler George Nader Cotton verkörperte, die Vorstellung, wie Jerry Cotton auszusehen habe, bis heute prägen. Des Weiteren wird in den älteren Romanen ab und zu von weiblichen Figuren eine Ähnlichkeit zu Nader betont. Charakterlich wird Cotton als „hart, aber herzlich“ beschrieben, besitzt Sinn für Humor und ist durchschnittlich intelligent. Oftmals beweist er aber erstaunliche Schlauheit und Improvisationsgabe, um aus brenzligen Situationen mit mehr oder minder heiler Haut herauszukommen. In Situationen, in denen es um das Leben Unschuldiger geht, ist er bereit sowohl das Leben des Gegners als auch sein eigenes zu opfern. Im Roman … und nichts als die Wahrheit!, in dem Cotton wegen der Erschießung eines vermeintlich unbewaffneten Verdächtigen des Mordes angeklagt wird, sagt ein Psychologe aus, dass Cotton in GefahrensituationenG-Man Jerry Cotton, geboren als Jeremias Cotton im fiktiven Harpersvillage, Connecticut, ausgebildet an der FBI-Akademie in Quantico, Virginia, ist New Yorker FBI-Agent und klärt Straftaten im durchaus auch zu weit ginge,

HeftAusgabe

Die Romanvorlage, 1994

wenn es um das Leben von beispielsweise Geiseln gehe. Unbewaffnete Gangster hingegen werden von Cotton, wenn nötig, grundsätzlich waffenlos angegriffen. Cotton mag es überhaupt nicht, mit seinem vollen Vornamen Jeremias angesprochen zu werden, da er diesen als altmodisch ansieht. Phil Decker, sein bester Freund und Partner, nutzt dies gerne, um ihn ein wenig aufzuziehen. (Quelle: wikipwdia)

Und natürlich wurden auch – als Hörbücher populärer wurden, auch diese Romanserie vertont. Hier der Band „Dealer des Todes“, ursprünglich 1994 als Bastei-Lübbe Heft veröffentlicht:

Für die Besetzung der Hauptrollen in den Hörspielen konnten mit Manfred Lehmann (der deutschen Stimme von Bruce Willis), Joachim Kerzel (der deutschen Stimme von Jack Nicholson), Volker Brandt (Michael Douglas), Helmut Krauss (Marlon Brando) und Thomas Danneberg (John Travolta) die Stars der deutschen Synchronsprecher gewonnen werden.

Und davon handelt „G-Man Jerry Cotton 10: Dealer des Todes“: Diamanten im Wert von 2 Millionen Dollar gegen 100.000 KB 9-Minen – das ist der Deal. Allerdings nur so lange bis Caluzzo merkt, dass der eigentliche Waffenschmuggler ein FBI-Agent ist. Kann Cotton seinen Kollegen noch retten? Der Sprung ins kalte Wasser…

„Dealer des Todes“ ist eine gekürzte Fassung aus dem Jerry Cotton Band 1955.

Nun, viel zu berichten hinsichtlich der literarische Qualität gibt es hier nicht. Aber dennoch: Kult bleibt Kult und nicht umsonst beschäftigen sich immer wieder Wissenschaftaftler mit dem Phänomen „Jerry Cotton“.

Sprecherliste
Besetzung:

Volker Brandt (Bratt Parks)
Thomas Danneberg (Phil Decker)
Till Endemann (Clarence Riston)
Jo Jung (Caluzzo)
Joachim Kerzel (John D. High)
Wolfgang Klar (Mr. Sissman)
Manfred Lehmann (Jerry Cotton)
Willy Schneck (Douglas Mash)
Frank Stöckle (Diamantenprüfer)
Barbara Stoll (Eve)
+
weitere Sprecher: Dagmar – Michael Holz – Jimmi Love – Putte

Booklet1

Titel:
01. Kapitel 01 / 5.40
02. Kapitel 02 / 6.08
03. Kapitel 03 / 5.46
04. Kapitel 04 / 6.06
05. Kapitel 05 / 7.10
06. Kapitel 06 / 3.49
07. Kapitel 07 / 4.09
08. Kapitel 08 / 2.47
09. Kapitel 09 / 5.40
10. Kapitel 10 / 2.35
11. Kapitel 11 / 1.41
12. Kapitel 12 / 3.37
13. Kapitel 13 / 1.19

CD1

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Wolfgang Menge + Jürgen Roland – Stahlnetz – Das 12. Messer (Hörbuch) (1958/2005)

FrontCover1.jpgUnd jetzt mag ich mal wieder einen Klassiker der frühen deutschen Fernsehgeschichte präsentieren – und zwar als Hörbuch (mit der Original-Tonspur der Fernsehfolge „Das 12. Messer“ aus Kriminalserie „Stahlnetz“ von 1958)

Stahlnetz war eine zwischen 1958 und 1968 ausgestrahlte deutsche Krimiproduktion des NDR, deren 22 Folgen auf realen Begebenheiten basierten. Die Serie wurde von Jürgen Roland nach Drehbüchern von Wolfgang Menge inszeniert und war die Vorgängerproduktion der ARD-Kriminalserie Tatort. Die Sendereihe war beim Fernsehpublikum sehr beliebt; die meisten Folgen wurden zu regelrechten Straßenfegern.

Weniger erfolgreich waren sechs zwischen 1999 und 2003 produzierte weitere Folgen. In der Folge „PSI“ war dort der Schauspieler Axel Milberg in der Rolle als eigensinniger Hauptkommissar Klaus Borowski zu sehen, der einen fast unglaublichen Entführungsfall löst. Später wurde Hauptkommissar Borowski von Hannover nach Kiel versetzt – als Tatort-Kommissar.

Das Konzept und auch die Titelmusik wurden der US-amerikanischen Fernsehserie Dragnet (wörtlich ‚Schleppnetz‘; dt. Titel: Polizeibericht) entliehen. Die Titelmelodie wurde komponiert von Walter Schumann. Das bekannte „Taa-Ta-Tamm-Tamm“ zu Beginn stammt allerdings aus der Feder des Hollywood-Komponisten Miklós Rózsa (Ben Hur, El Cid u. v. a.) und wurde ursprünglich für den Film Rächer der Unterwelt (The Killers, 1946) komponiert. Die begleitende Filmmusik wurde u. a. von Erwin Halletz und einmal auch von Martin Böttcher (für den Zweiteiler Spur 211) komponiert.

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Während die 22 ursprünglichen Folgen von Wolfgang Menge geschrieben und von Jürgen Roland inszeniert worden waren, stammen die sechs neuen Folgen von verschiedenen Autoren: Friedrich Ani, Orkun Ertener, Thomas Keck, Kerstin Oesterlein, Jessica Schellack, Markus Stromiedel und Karl Heinz Zeitler. Auch die Regisseure wechselten in den neuen Folgen: Thomas Bohn, René Heisig, Markus Imboden, Ernst Josef Lauscher und Manfred Stelzer.

Führende deutsche Fernsehschauspieler waren in den Serienfolgen als Täter und Ermittler zu sehen; zu den Ermittlern gehörten unter anderem Heinz Engelmann, Wolfgang Völz, Hellmut Lange, Rudolf Platte, Karl Georg Saebisch, Eddi Arent und Paul Edwin Roth. Als Täter konnte man u. a. Sigurd Fitzek als Kindesmörder Willy Funke in Rehe sowie Grit Boettcher, Mady Rahl, Dirk Dautzenberg, Jan Hendriks und Henning Schlüter erleben.

Jede Folge beginnt damit, dass die Straftat nachgestellt wird. Danach bekommt man folgende Texte zu lesen:

Dieser Fall ist wahr!
Er wurde aufgezeichnet
nach den Unterlagen
der Kriminalpolizei (mit/ohne Stadtname).

Nur Namen von Personen,
Plätzen und die Daten wurden
geändert um Unschuldige
und Zeugen zu schützen.

Sollte trotzdem Namensgleichheit mit lebenden oder
toten Personen auftreten,
so ist sie rein zufällig.

(Quelle: wikipedia)

RolandMengeBreuer.jpg

Jürgen Roland mit Wolfgang Menge (r.) und Kriminaldirektor Breuer, Polizeibehörde Hamburg- 1958

Und darum geht´s in dieser Folge … im Fernsehen war es die 5. Folge, in dieser Hörbuch-Edtition die Folge 1:

Die Frau eines Bergmannes wird erstochen aufgefunden. Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln, da die wenigen am Tatort hinterlassenen Spuren zunächst allesamt im Nichts enden. Lediglich ein Messer, das in Tatortnähe gefunden wird, aber nicht zwingend etwas mit der Tat zu tun haben muss, könnte einigen Aufschluss über den Täter bringen. Die Oberhausener Polizei steht vor einer schwierigen Entscheidung: Soll sie das gefundene Messer zur Tatwaffe erklären, obwohl der Nutzen dieser Aktion mehr als ungewiss ist…?

Nachdem ich die komplette „Stahlnetz“-Serie auf DVD erlebt habe, stelle ich mir die Frage, warum man ausgerechnet „Das 12. Messer“ als Hörbuch adaptiert hat. Diese Folge wirkt nämlich nicht so recht in dieser Darbringungsform. Zu vieles an Handlungsverläufen bleibt unverständlich, weil die Erklärungen aus dem Off fehlen; man ist außerdem mitunter regelrecht orientierungslos, wo sich die Akteure gerade aufhalten. Polizeipräsidium? Tatort? Gerichtsmedizin? Es wird nicht immer sofort klar, und dadurch bleibt nicht nur das Verständnis für die Handlung auf der Strecke, auch will nicht die rechte Atmosphäre aufkommen, für welche die gesamte „Stahlnetz“-Serie so berühmt war. „Das 12. Messer“ ist als Hörbuch jedenfalls einfach nur langweilig.
Sicherlich gibt es Episoden, die die Anforderungen einer Hörbuchadaption besser erfüllen, wie z. B. die bereits erschienene zweite Folge „Das Haus an der Stör“, die als Hörbuch schlichtweg brillant ist und denselben Wiedererkennungswert wie das filmische Original hat.
Noch sind zwanzig Folgen übrig, die auf eine Adaption warten. Sollte der Hörverlag seine Reihe fortsetzen, bleibt zu hoffen, dass er bei den nächsten Folgen eine sorgfältigere Auswahl trifft. (francon1973)

So ganz unrecht hat er da nicht … für mich war es dennoch ein Hörvergnügen … denn selbst mit den oben beschriebenen Mängel, hat das Hörbuch was … na ja … ich bin halt auch ein kleiner Nostalgiker.

KerstPeine

Die Kriminalpolizei beim Verhör: (links: Helmut Peine, rechts: Alexander Kerst)

Und: alle sprechen heute vom Regionalkrimi … da können Wolfgang Menge und Jürgen Roland nur lachen … die haben das bereits 1958 kultiviert.

Und jetzt hätte ich ja eigentlich die dazu passende TV-Sendung angesehen … allerdings wurde ich (bis jetzt) nicht fündig.

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Besetzung:
Friedrich G. Beckhaus (Harms)
Alexander Kerst (Kommisar Hardorf/Erzähler)
Jürgen von Manger (Vorarbeiter Messerfabrik)
Helmut Peine (Kriminalrat Kerkan)
Gerhard Tichy (Weiterhin)
u.a.

Buch: Wolfgang Menge
Regie: Jürgen Roland
Musik: Gerhard Gregor
Titelmusik: Walter Schumann, Ray Anthony, Erwin Halletz

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Titel:
01. Das ist das Ruhrgebiet 5.28
02. Wo ist denn Herr Wesemann? 2.54
03. Immer noch Sonntag, 9. September 6.30
04. Haben Sie zufällig das Messer mit? 5.29
05. Wir hatten uns also entschlossen 6.08
06. 16.40 Uhr, einen Tag später 3.51
07.  Unser Messer war das Zwölfte 5.16
08. Da haben wir ja noch Zeit 6.09

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