Sven Bohse – Ku’damm 56 (TV rip) (Folge 3) (2016)

FrontCover1Und nun der letzte Streich … die Folge 3:

Eva beginnt, sich in Rudi Hauer, den Mann einer Patientin, zu verlieben, obwohl er nur ein Fußballspieler ist und diese Verbindung keinerlei Aussicht auf die von ihrer Mutter erwartete standesmäßige Verbesserung bietet.

Die Illusion der „heilen Familie“ beginnt nicht nur für Caterina zu zerplatzen wie eine Seifenblase. Auch ihre Tochter Helga muss den Problemen ihres Mannes „ins Auge sehen“, wenn sie ihre Ehe aufrechterhalten will und Monika stellt fest, dass sie von Freddy schwanger ist. In ihrer Not zieht sie zu Hause aus und „flüchtet“ zu ihrem Vater, dessen Adresse in Ost-Berlin sie in Erfahrung bringen konnte. Doch ihre Mutter lässt das nicht zu und holt sie von dort zurück. Sie weiß von Monikas Schwangerschaft und will sie dazu bewegen, diesen Umstand zu nutzen, um Joachim Franck zu einer Ehe zu zwingen. Deshalb erzählt sie ihr, dass man Männern diesbezüglich einiges „unterschieben“ könne, denn auch Gerd Schöllack wäre nicht Monikas Vater, sondern eigentlich Fritz Assmann.

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Monika nimmt nun tatsächlich wieder Kontakt zu Joachim auf, der sich seit seinem schweren Autounfall und Monikas Vorwürfen charakterlich verändert zu haben scheint. So ist er nicht nur aus der väterlichen Villa ausgezogen, sondern lebt endlich seinen Traum, ein Buch zu schreiben. Im Hintergrund der guten Nachricht, bald „Frau Franck“ zu sein, gelingt es Monika, gegen den Willen ihrer Mutter, endlich auch Rock ’n’ Roll in der Tanzschule anzubieten. Dennoch kann es Monika nicht übers Herz bringen, Joachim, der sich immer mehr zum Guten entwickelt, zu hintergehen, und sie gesteht ihm den von ihrer Mutter beabsichtigten Plan. Somit nähern sich beide in ehrlichen Gefühlen zueinander und Monika erwägt, sich das „Kind wegmachen“ zu lassen.

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Helgas Ehe steht indessen permanent vor einer Bewährungsprobe und auch Evas Liebschaft hat keine Zukunft, da Rudi zum einen noch immer verheiratet ist und zum anderen zukünftig in der DDR-Nationalmannschaft spielen wird, wodurch sich ein zu häufiger Besuch im Westteil Berlins verböte. Als Rudi seiner Frau seine neue Liebe beichtet, stürzt sie sich aus dem Fenster. Eva bekommt daraufhin Schuldgefühle und nimmt kurzentschlossen den Heiratsantrag ihres Chef, Prof. Dr. Fassbender an. Monika hingegen kann sich zwischen ihren Gefühlen zu Joachim und Freddy nicht entscheiden, was zur Folge hat, dass sich beide – ausgerechnet während der jährlichen Galant-Gala – um sie prügeln. Dabei begreift Monika, dass sie sich auch noch gar nicht binden möchte. So zieht sie mit Freddy von Tanzturnier zu Tanzturnier, solange es ihr Körper noch zulässt. Zu einem Schwangerschaftsabbruch hatte sie sich letztendlich nicht entschließen können und lässt den Dingen lieber ihren Lauf.

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Bei allen Problemen haben sich die drei Schwestern untereinander nie ernsthaft entzweit und standen sich in allen Lebenslagen zur Seite.

Ku’damm 56 ist eine UFA-Fiction-Produktion im Auftrag des ZDF. Produzenten waren Nico Hofmann und Benjamin Benedict. Die Redaktion im ZDF hatten Heike Hempel, Anna Bütow und Bastian Wagner. Die Premiere fand am 7. März 2016 in Berlin statt.

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Gedreht wurde im Sommer/Herbst 2015 in Berlin. Für die Nachbildung des Straßenzugs der 1950er Jahre mit der fiktiven Tanzschule Galant und den angrenzenden Geschäften wurde ein Teil der Richard-Wagner-Straße in Berlin-Charlottenburg hergerichtet. Aufgrund der dichten Vegetation war der Kurfürstendamm als Originalschauplatz ungeeignet. Im Rahmen der Postproduktion kamen visuelle Effekte zur Ergänzung des historischen Ambientes zum Einsatz. Weitere Außenaufnahmen entstanden unter anderem am Ententeich im Rudolph-Wilde-Park in Schöneberg, in den Heilanstalten in Berlin-Buch, an der Havel im Krienicke-Park in Haselhorst, an der Eiswerderbrücke, am Hansaplatz, am Palais am Funkturm sowie bei Schloss Marquardt. Die Innenaufnahmen wurden in einem Studio der UFA am Tempelhofer Feld gedreht.

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Der im Film verwendete Konvulsator zur Elektroschocktherapie stammt aus dem LWL-Museum für Psychiatrie in Warstein. Auch das gezeigte Krankenhausbett stammt aus Warstein.

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Heike Hupertz von der FAZ schrieb: „Die Fünfziger in Berlin, mit Frauen und ihren beschränkten Möglichkeiten einer freien Lebensgestaltung im Mittelpunkt: Geschichtliches und Politisches spielt in das Geschehen im Jahr 1956 hinein; Sozialgeschichte und Kulturhistorie aber stehen im Mittelpunkt. Wir sehen keinen Eventzweiteiler, sondern einen Zeitbilderbogen, mit vielen Facetten, einer Fülle von Figuren und grandiosen Darstellerinnen.“

Für Die Zeit wertete Heike Kunert: „Der fulminante ZDF-Dreiteiler ‚Ku’damm 56‘ zeichnet ein Familiengemälde aus der Frühzeit der BRD. Auf den Straßen ist der Schutt verschwunden, in den Köpfen nicht.“

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Rainer Tittelbach von tittelbach.tv resümierte: „Zwei Lebensentwürfe prallen Mitte der 1950er Jahre aufeinander – das Wirtschaftswunder beschleunigt das Vergessen der Kriegsgeneration, der Rock’n’Roll beflügelt das Freiheitsbedürfnis der Jugend. ‚Ku’damm 56‘ nimmt den Zuschauer in ein prüdes Jahrzehnt der Zwänge und der vorgestrigen Gesetze mit – und treibt die Heldin zu neuen Ufern.“ Weiterhin stellte er fest: „Geschichte wird erlebt. Das ist vorbildliches Fernsehen: klug geschrieben, realistisch, überhöht, sinnlich & stilvoll inszeniert. Ein großes Vergnügen!“

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Auch Julian Miller bei Quotenmeter.de lobte: „Nicht nur opulent ausstaffiert, sondern auch richtig gut erzählt und gespielt. Dem ZDF-Dreiteiler gelingt der Spagat zwischen Melodram und kluger Reflexion über Nachkriegsdeutschland ganz hervorragend.“

„Die Mischung aus verklemmter Spießigkeit, schwer auszuhaltender Biederkeit, sanfter Rebellion und zaghaften Schritten hin zur Emanzipation in den 50er Jahren ist gelungen und dürfte gerne – beispielsweise als Serie wie die US-Produktion ‚Vinyl‘ – fortgesetzt werden.“ (Klaus Braeuer, dpa)

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Und dieser Wunsch wurde mittlerweile erfüllt …

Heute Abend beginnt der neue Drei-Teiler „Ku’damm 56“ … Und auch davon wird hier später mal die Rede sein.

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Sven Bohse – Ku’damm 56 (TV rip) (Folge 2) (2016)

FrontCover1Und gleich geht´s weiter … Hier die Handlung von Teil 2:

In Helgas junger Ehe treten erste Probleme auf. Ihr Mann sucht daraufhin ärztlichen Rat und Hilfe, da Wolfgang seine homosexuelle Veranlagung, von der niemand etwas ahnt, als heilbar wähnt. Professor Jürgen Fassbender beginnt eine Therapie mit ihm, die von anfänglichen selbstzugefügten Schmerzen bis hin zum Einsatz eines Elektroschockers führt. Dennoch hilft Wolfgang dies wenig, sein Problem zu lösen.

Monika trifft sich auf Drängen ihrer Mutter weiterhin mit Joachim Franck. Er bemüht sich, ihr Verhältnis auf ein normales Maß zu bringen. Obwohl Monika sich mit dem narzisstisch veranlagten jungen Mann nur sehr widerwillig verabredet, beginnt sie, ihn ein wenig zu verstehen, da er genauso unter seinem Vater zu leiden hat, wie sie unter ihrer Mutter. Bei einem erneuten Eklat mit ihr tritt zutage, dass die von Caterina so hochgelobte Tanzschule nicht 1906 von ihrer Familie gegründet wurde, sondern bis 1936 einer jüdischen Familie gehörte, die im Konzentrationslager umgebracht wurde. Zudem stellt sich heraus, dass Gerd Schöllack schon vor zwei Jahren aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist, aber sich bis heute nicht bei seiner Familie gemeldet hat, sondern in Ost-Berlin wohnt.

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Catarina sucht ihn auf, und er versucht ihr zu erklären, dass er nicht mehr der gleiche Mensch sei wie früher. Er konnte einfach nicht mehr zurück in sein altes Leben, wurde zum Antifaschisten und versucht nun im Ostteil der Stadt eine bessere, sozialistische Gesellschaft mit aufzubauen.

Ihre neue Leidenschaft, den Rock ’n’ Roll, lebt Monika zunächst nur heimlich mit Tanzpartner Freddy Donath aus. Da sie auf einem Turnier aber auch von Schülern der Tanzschule gesehen wird, wollen diese unbedingt, dass sie ihnen die modernen Tänze auch dort beibringt. (Quelle: wikipedia)

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Monikas Geschichte und die ihrer beiden Schwestern stehen in diesem Film exemplarisch für zahlreiche Biografien einer Zeit, in der das Leben vieler Frauen über den Platz an der Seite eines Mannes bestimmt wurde. Doch gleichzeitig bewegten die Suche nach einer neuen weiblichen Identität und der aufkommende Wunsch nach Gleichberechtigung die Frauen dieser Generation.

Heike Hempel, verantwortliche ZDF-Hauptredaktionsleiterin: „Mit ‚Ku’damm 56‘ setzen wir unsere Tradition, Zeitgeschichte zeitgemäß zu erzählen, fort. […] ‚Ku’damm 56‘ handelt von familiären Verwüstungen, verborgen hinter einem perfekten Erscheinungsbild, und von Frauen auf ihrem Weg zu selbstbestimmter Sexualität und Gleichberechtigung.“

Die Autorin Annette Hess sagte: „Meine Inspiration für ‚Ku’damm 56‘, für die Figuren, waren die Erzählungen meiner Eltern über diese Zeit. Immer wieder tauchte der Name einer unmöglichen Monika auf. Sie war nicht anständig, poussierte mit Jungs, trug Petticoats und las Romane! Eine Helga gab es auch, eine Freundin meiner Mutter, gutmütig, anständig, bemüht, allen Erwartungen gerecht zu werden. Auch Vorbilder für die berechnende Eva, die ‚auf dem Standesamt promovieren‘ will – wie das damals hieß – kamen in vielen Erzählungen vor. Aber am meisten interessierte mich diese Monika, denn der Umgang mit ihr war verboten. Sie war also gefährlich.“

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Sven Bohse – Ku’damm 56 (TV rip) (Folge 1) (2016)

FrontCover1Jetzt wird es üppig … aber dieser Drei-Teiler, der 2016 erstmalig im ZDF ausgestrahlt wurde … der hat es mir sowas von angetan … da gibt´s dann bei mir kein halten mehr:

Ku’damm 56 ist ein dreiteiliger deutscher Fernsehfilm über den Aufbruch der Jugend in den 1950er Jahren. Nach der Idee und dem Drehbuch von Annette Hess inszenierte Sven Bohse ein Familiendrama in der Zeit zwischen Kriegsende und Wirtschaftswunder. Die Geschichte handelt von einer konservativen Mutter und ihren drei heiratsfähigen Töchtern. Die familieneigene Tanzschule ist der Schauplatz für den Konflikt zwischen der prüden Moralvorstellung, der Sehnsucht nach Werten und der Entdeckung ihrer Sexualität durch die jungen Frauen.

Der von Nico Hofmann und Benjamin Benedict produzierte, dreiteilige Film wurde erstmals im Zweiten Deutschen Fernsehen am 20., 21. und 23. März 2016 gesendet. Er wurde in der Kategorie Serien & Mehrteiler für den Grimme-Preis 2017 nominiert.

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Hier die Handlung der Folge 1:

Berlin 1956: Die junge Monika Schöllack wird wegen ungebührlichen Benehmens der Hauswirtschaftsschule verwiesen. Beschämt kommt sie zurück nach West-Berlin zu ihrer Mutter Caterina, die hier eine Tanzschule leitet, und ihren Schwestern Helga und Eva. Monikas Rauswurf ist für Caterina ein weiterer Beleg für das Versagen ihrer Tochter und sie befürchtet, niemals einen Mann zu finden, der Monika heiratet. Dabei ist es Caterinas großes Ziel, ihre Töchter durch vorteilhafte Heirat bestmöglich in der Gesellschaft zu etablieren. Der Ruf der Familie steht dabei für Caterina über allem. Sie ist sehr konservativ und entsprechend ist auch das Programm der Tanzschule Galant am Kurfürstendamm 56, die Caterina alleine leitet. Ihr Mann und Vater der Töchter, Gerd Schöllack, wird seit 1944 vermisst. Lediglich Fritz Assmann, ein Freund der Familie, unterstützt sie in der Tanzschule und steht ihr auch sonst zur Seite.

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Im Gegensatz zu Monika finden ihre Schwestern stets das Wohlwollen ihrer Mutter. Helga steht kurz vor der Hochzeit mit dem jungen Staatsanwalt Wolfgang von Boost und Eva arbeitet in einer Klinik, wo sie sich Chancen ausrechnet, den Klinikleiter zu heiraten. Als jedoch der Fabrikantensohn Joachim Franck sich für Monika zu interessieren scheint, keimt Hoffnung in Caterina auf, ihre jüngste Tochter doch wider Erwarten gut verheiraten zu können. Sie ahnt nicht, dass Joachim lediglich dabei ist, seinen Ruf als Taugenichts zu bestätigen. Bei der erstbesten Gelegenheit vergewaltigt er Monika. Ihre Mutter versucht zwar, aus diesem Vorfall noch einen Nutzen zu ziehen und eine Heirat zu erzwingen, wird aber von den Francks rigoros abgewiesen. Monika will sich daraufhin das Leben nehmen, wird aber noch rechtzeitig von ihren Schwestern gefunden. Durch die Fürsprache von Fritz Assmann lässt Caterina in der Tanzschule einen Anfängerkurs von Monika leiten. Damit tut sie sich anfänglich schwer, entdeckt aber sehr bald ihr Talent und ihre Liebe für den Rock ’n’ Roll. (Quelle: wikipedia)

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„Beachtlich, wie in „Ku’damm 56“ eine Typologie der Nachkriegsära entsteht, wie die Figuren jedoch zugleich in ihren Ambivalenzen extrem zeitgemäß ausgeleuchtet werden – unsere Mütter, unsere Väter in Jugendjahren und aus Nahperspektive.“ (Christian Buß, Spiegel Online)

Es folgen dann noch Teile 2 und 2 … Eine Dokumentation zu dieser TV-Produktion sowie weitere Materialien …

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Ich sag ja … jetzt wird´s üppig, aber das ist auch zwingend geboten … bei diesem Drei-Teiler.

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