Krzysztof Latala – An der historischen König-Orgel (Basilika Steinfeld) – Zum Bachjahr 2000 (2000)

FrontCover1You can´t judge a record by looking at the cover könnte man hier in Anlehnung an einen Willie Dixon Song meinen.

Zum Bachjahr 2000 veröffentlichete der polnische Organist Krzysztof Latala vermutlich als Privatpressung diese Aufnahmen, entstanden sind sie in der Basilika Steinfeld, die weltberühmt ist für ihre einzigartige König-Orgel von 1727 mit ihrem wundervollen Klang.
Das Kloster Steinfeld liegt inmitten der landschaftlich reizvollen Nordeifel und ist von den Städte-regionen Aachen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier aus sehr gut erreichbar.

Die Anfänge der Orgelgeschichte in der Abteikirche Steinfeld reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die erste Orgel befand sich entweder als Schwalbennest-Orgel an der nördlichen Langschiffswand oder auf dem Lettner (als Lettner-Orgel), der sich bis 1509 unter dem dritten Joch befand, bis er dann ins Eingangsjoch der Basilika zurückversetzt wurde.

Dort wurde um 1600 vermutlich durch Floris Hoque (Brabant) die erste große Orgel gebaut, von der es in einer Quelle von 1701 heißt, dass sie (vermutlich mit 17 Registern) mit allen Orgeln der Domstadt Köln wetteifern konnte, mit Ausnahme der Domorgel. 1678 errichtete der Klosterbruder Michael Pirosson ein neues achtfüßiges Hauptwerksgehäuse mit schwerem Barockdekor, dem nach 1720 der Chorherr Norbert Windheiser ein Rückpositivgehäuse und zwei Pedaltürme in der Emporenbrüstung hinzufügte.

Unter Verwendung der alten Pfeifenbestände (17 Register) vollendete Balthasar König aus Bad Münstereifel 1727 ein Orgelwerk mit 29 Registern. Die mit Holzattrappen versehenen Pedaltürme erhielten erst 1879 selbstständige Pedalregister.

König-Orgel

Infolge der Säkularisation 1802 wurde die Prämonstratenser-Abtei aufgehoben. Die Klostergebäude wurden enteignet und versteigert; die heutige Basilika blieb als Pfarrkirche erhalten. Die Pfarrgemeinde besaß aber nicht die Mittel, das alte Kulturgut so zu pflegen, wie es wünschenswert und notwendig gewesen wäre. So wurden auch die Schäden an der Orgel immer größer, bedeutende Reparaturen waren nicht möglich, aber – nachträglich gesehen ein Glücksfall – die Orgel wurde auch in ihrer Substanz nicht wesentlich verändert. Weitere Informationen finden sich dann in dem Beiblatt, das dieser Präsentation beigefügt ist.

Auf dieser geschichtsträchtigen Orgal also musizierte also Krzysztof Latala und nahm sich anläßlich des Bachjahrtes 2000 Perlen aus den vielzähligel Orgelkompositionen des alten Meisters vor.

Lebenslauf

Lebenslauf Krzysztof Latala

Und sein Spiel ist fulminant, der Klang der Orgel phänomenal … meist erklingt sie in all ihrer Pracht … wuchtig und dominant … aber auch die leiseren Passagen sind einfach nur Genuss pur !

Anhören ! Genießen !

BackCover1

Besetzung:
Krzysztof Latala (organ)

Inlet1

Titel:
01. Choral ‚Nun komm, der Heiden Heiland‘ BWV 599 / 1.02
02. Toccata und Fuge d-moll BWV 565 / 7.50
03. Fuge g-moll BWV 578 / 3.31
04. Fantasie G-dur BWV- Tres vietement, Gravement, Lentement / 7.15
05.  Choral ‚Gelobet sei’st du, Jesu Christ‘ BWV 604 / 1.41

Acht kleine Preludes und Fugen:
06. C-dur BWV 553 / 3.12
07. d-moll BWV 554 / 2.34
08. e-moll BWV 555 / 3.34
09. F-dur BWV 556 / 2.42
10. G-dur BWV 557 / 2.58
11. g-moll BWV 558 / 3.15
12. a-moll BWV 559 / 2.41
13. B-dur BWV 560 / 3.31

Triosonate Es-dur BWV 525:
14. Ordinario / 2.57
15. Adagio / 7.13
16. Allegro / 3.34

17. Prealudium und Fuge e-moll BWV 546 / 11.18
18. Choral ‚Das alte Jahr vergangen ist‘ BWV 614 / 2.32

Musik: Johann Sebastian Bach

CD1

*
**