Lilienthal – Lieder und Tänze (1977)

 

frontcover1Da wird´s einem Kerl wie mir ja ganz warum ums Herz:

Lilienthal war eine deutsche Folkband, die in den 1970er Jahren gegründet wurde.
Die Band entstand im Jahr 1976 in Göttingen aus den Irish-Folk-Bands Rakish Paddy und Kith and Kin’. Entdeckt wurde sie in Göttingen vom Folk-Produzenten Carsten Linde, der bald zur ersten Langspielplatte verhalf.
Die Band spielte deutsche Volkslieder in ungewöhnlicher Instrumentierung. Lilienthals Vorbilder waren die Folkbands Planxty und Fairport Convention. Einen Teil ihres Materials erhielten sie aus den Volksliedsammlungen von Wolfgang Steinitz. Neben deutschen Texten sangen sie in mittelniederdeutscher Sprache (Heio) und spielten Instrumentalstücke, vor allem modern arrangierte Renaissancetänze.
1984 spielten Maucksch, Beisert, Steymans und Schobeß mit dem kolumbianischen Tenor Jorge Lopez Palacio das Album Colombia paloma herida ein.
Am 11. Juni 2003 starb Steymans, und die Band löste sich auf.)Quelle: Wikipedia)
Lilienthal erkennt man gleich nach den ersten Tönen. Die Göttinger Folkband hat einen einzigartigen Akustik-Sound geprägt: mit Gesang, Harfe, Hackbrett, Krummhörner, Gitarren, Kontrabass, Saxofon und, und, und. Die Band war eine der wichtigsten Formationen des Deutsch-Folk-Revivals der 70er und 80er Jahre. Auch nach dem Abebben der Folkwelle ist die Gruppe zusammen geblieben und hat sich weiterentwickelt.
Es war ein mal eine deutsche Irish-Folk-Band … – so beginnen viele Geschichten über einstige Deutsch-Folk-Gruppen. Auch die der Göttinger Band Lilienthal. Sie entstand 1976, als sich Musiker der beiden Gruppen Rakish Paddy und Kith and Kin‘ zusammentaten. Sie erarbeiteten innerhalb von nur vier Stunden ein Programm aus deutschen und skandinavischen Volkstänzen, zogen in die Fußgängerzone Göttingens und brachten die Passanten zum Tanzen – Lilienthal war aus der Taufe gehoben. Ihren ersten regulären Auftritt hatte die Band kurz danach im legendären Göttinger Kellerclub „Nörgelbuff“.
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Gute Musik und gute Musiker reichten aber auch in den siebziger Jahren nicht aus, um so erfolgreich zu werden wie Lilienthal. Die sechsköpfige Band hatte eine gehörige Portion Glück. „Auf einem Stadtfest in Göttingen sah uns der Folk-Produzent Carsten Linde. Er hat uns entdeckt und gefördert. Schnell nahm er mit uns die Platte ‚Lieder und Tänze‘ auf – es war ja damals gar nicht so leicht, eine Schallplatte zu produzieren. So waren wir recht schnell auf dem Markt“, erzählt Wolfgang Beisert, Harfenist und Gitarrist von Lilienthal. Musikalisch zu Hause fühlte sich die Band in Norddeutschland. Hier suchten sie nach alten Liedern und Tänzen. Natürlich durchforsteten sie auch den „Großen Steinitz“ – die Bibel für politische deutsche Volkslieder. Im Hinterkopf waren jedoch auch immer die modernen Klänge der irischen Folk-Erneuerer von Planxty und von englischen Folkrockern wie Fairport Convention. Die Philosophie von Lilienthal beschreibt Sänger Herwig Steymans so: „Wir waren nie Traditionalisten. Bei Lilienthal kommt zeitlich und regional unterschiedliche Musik zusammen.“ (Udo Hinz)
Da wird´s einem Kerl wie mir ja ganz warum ums Herz:
Abseits der Hektik des Alltags träumt man dann schon man von wackeren Minnesängern, sonstigen Edelleuten, fahrenden Spielleuten und natürlich auch von holden (heimlichen) Königinnen … hach …. und natürlich auch von Mägden, die kein „Nönnlein“ werden wollten … warum wohl =
Und die Musik spielt dazu ! Und zwar sowas von gut !
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Besetzung:
Manfred Bartmann (vocals, Bouzouki, Zither)
Wolfgang Beisert (harp, violin, horn, Bouzouki, Zither, guitar)
Hans-Jörg Maucksch (flute, horn, bass)
Christine Schmidt (vocals, bodhràn, Percussion)
Rainer Schobeß (guitar, horn, dulcimer, organ)
Herwig Steymans (vocals, violin, horn, clavinet)

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Titel:
01. Matelotte (Traditional) 3.01
02  Heio (Traditional) 4.09
03. La Marisque/Richards Krönungsmarsch (Traditional) 2.32
04. Der liebste Buhle (Traditional) 2.31
05. Branle de Bourgonge (Traditional) 2.26
06. Ein welscher Tanz Wascha Mesa/Hupfauf (Traditional) 3.00
07. As ik weggung  (Traditional) 3.06
08. Alfelder Triolett (Traditional) 2.24
09. Plinn (Traditional) 2.26
10. Aus der Tiefe rufe ich (Traditional) 3.39
11. Benneckensteiner Tampet/Stoppgalopp (Traditional) 2.49
12. Ich sollt ein Nönnlein werden (Traditional) 1.58
13. Tourdion  (Attaignat) 3.05
14. Die Greuel des Krieges (Traditional) 2.48

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