Henryk Szeryng & London Symphony Orchestra – Brahms Violinkonzert (1959/1976)

FrontCover1.JPGDas gab´s mal einen Geigen-Virtuosen namens Henryk Szeryng:

Henryk Szeryng (* 22. September 1918 in Warschau; † 3. März 1988 in Kassel) war ein polnisch-mexikanischer Geiger, Violinpädagoge, Herausgeber, Komponist und Diplomat, der seit 1946 in Mexiko lebte und seit dem 21. Oktober 1948 die mexikanische Staatsbürgerschaft hatte.

Seine Mutter erteilte ihm ersten Klavierunterricht, doch das Kind bevorzugte bald die Geige. Bronisław Huberman hörte ihn und empfahl, ihn zur Ausbildung zu Carl Flesch nach Berlin zu schicken (1928–32). Henryk Szeryng debütierte im Jahre 1933. 1935 spielte der 17-jährige Geiger in Warschau unter der Leitung von Bruno Walter das Violinkonzert von Ludwig van Beethoven. Anschließend setzte er bis 1939 sein Studium bei Nadia Boulanger in Paris fort.

Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs meldete er sich als Freiwilliger bei der polnischen Armee auf französischem Boden und wurde Verbindungsoffizier. Aufgrund seiner Sprachkenntnisse (Szeryng sprach acht Sprachen) arbeitete er auch als Dolmetscher für die polnische Exilregierung. Häufig konzertierte er vor alliierten Soldaten und gab Wohltätigkeitskonzerte.

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Während eines Aufenthaltes in Mexiko-Stadt bekam er das Angebot, dort die Streicherabteilung an der Universität Mexiko zu übernehmen. Er tat dies und wurde 1948 mexikanischer Staatsbürger. Erst 1954 nahm er seine Konzertkarriere auf, die er bis zu seinem Tode fortführte. Im Rahmen einer Konzerttournee mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken spielte Henryk Szeryng am 1. März 1988 in Kassel das Violinkonzert von Johannes Brahms. In der Nacht vom 1. auf den 2. März fiel er nach einer Gehirnblutung in ein Koma. Er erwachte nicht mehr und starb in den Morgenstunden des 3. März 1988. (Quelle: wikipedia)

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Und jenes Brahms Konzert, das er nochmal kurz vor seinem’Tode aufführte, kann man hier hören. Ursprünglich entstand diese Aufnahme im Jahre 1959 auf dem RCA Victor Label.

Für das DDR Klassik Label Eterna gab es genug Gründe, diese Aufnahmen dann im Jahr 1976 erneut zu veröffentlichen.

OriginalCover

Das Originalcover aus dem Jahr 1959

Der wichtigste Grund war wohl, dass es sich hier um eine grandiose Interpretation dieses Violinkonzertes handelte:

Das Violinkonzert in D-Dur op. 77 von Johannes Brahms ist sein einziges Violinkonzert und zählt zu den bekanntesten Werken dieser Gattung.

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Johannes Brahms

Die Kritik reagierte gespalten auf das Werk. Die Leipziger Uraufführung wurde ein Erfolg. Einige zeitgenössische Musiker mochten Brahms’ symphonische Auffassung des Instrumentalkonzerts und die technischen Schwierigkeiten jedoch nicht akzeptieren: Der Dirigent Hans von Bülow war der Ansicht, das Werk sei weniger „für“ die Violine als „gegen die Violine“ geschrieben. Henryk Wieniawski nannte das Stück unspielbar, und der Violinvirtuose Pablo de Sarasate weigerte sich, es zu spielen mit der Begründung, er finde es unerträglich, mitanhören zu müssen, wie die Oboe am Anfang des 2. Satzes die einzige Melodie des Konzertes der Violine vorenthielt. Zermürbt von dieser Kritik soll Brahms seine Skizzen für ein zweites Violinkonzert verbrannt haben.

Ähnliche Kritik war früher schon gegenüber anderen Werken für Streicher geäußert worden, wie Ludwig van Beethovens Violinkonzert oder Hector Berlioz’ Harold en Italie.

Noten

Das Spektrum der bekannten Interpretationen des Violin- und Konzertteils sowie insbesondere der Kadenzen ist bemerkenswert. Von vielen großen Geigenvirtuosen und Dirigenten sind heute Aufnahmen verfügbar. Hier sind beispielhaft zu nennen: Gidon Kremer mit den Dirigenten Leonard Bernstein und Nikolaus Harnoncourt, Yehudi Menuhin mit Wilhelm Furtwängler, Jascha Heifetz mit Sergej Kussewizki und mit Fritz Reiner, David Oistrach mit Franz Konwitschny und mit Otto Klemperer, Nathan Milstein mit Pierre Monteux und mit Eugen Jochum, Henryk Szeryng mit Pierre Monteux, Itzhak Perlman mit Carlo Maria Giulini, Arabella Steinbacher mit Fabio Luisi, Maxim Vengerov mit Daniel Barenboim, Anne-Sophie Mutter mit Herbert von Karajan und mit Kurt Masur, Viktoria Mullova mit Claudio Abbado.

Das Violinkonzert wird gemeinhin für eines der wichtigsten Werke im Repertoire eines Geigers gehalten. Die technischen Anforderungen an den Solisten, mit dem Gebrauch von Doppelgriffen, gebrochenen Akkorden, sehr schnellen Skalierungspassagen und rhythmischen Variationen sind eindrucksvoll.

Von Joseph Joachim sind Metronomangaben erhalten. Diese deuten darauf hin, dass er das Werk sehr temporeich vortrug – entgegen seinen anfänglichen Vorbehalten und bedeutend schneller, als es in heutigen Konzertaufführungen üblich ist. (Quelle: wikipedia)

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Besetzung:
Henryk Szeryng (violin)
+
London Symphony Orchestra unter der Leitung von Pierre Monteux

Henryk Szeryng mit Pierre Monteux , 1959

Titel:

Concerto In D, Op. 77
01. Allegro non troppo 22..01
02. Adagio 9.28
03. Allegro giocoso, man non troppo vivace 8.00

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Ja, ja … entstanden „in der Zeit wachsender Widersprüche des Kapitalismus“  … ja, ja … (Quelle: Hüllentext)

Jean Broussolle + Benjamin Britten – Kleine Geschichte eines großen Orchesters + Ein Orchester-Führer für junge Leute (2009)

FrontCover1Jetzt mal wieder was für die „Kleinen“, eine „Kleine Geschichte eines großen Orchesters“ und „Ein Orchester-Führer für junge Leute“.

Hm … klingt interessant, zumal wir „Gr0ßen“ da ja auch noch was lernen können.

Ursprünglich erschienen diese Aufnahmen 1962 (Ein Orchester-Führer für junge Leute mit Lorin Maazel, der auch als Sprech fungiert) und 1967 (Kleine Geschichte eines großen Orchesters mit Max Schweigmann als Sprecher).

Und diese Aufnahmen aus den 60er Jahren begeistern wohl vor allem diejenigen, die diese schon damals – eben als Kinder – gehört haben:

„Hier gibt es zum Schnäppchen-Preis zwei phantastische Aufnahmen, die junge Hörer an Orchester-Instrumente und -Musik mit Phantasie heranführen und begeistern! „Piccolo, Sax & Co“ wendet sich an die jüngeren Hörer von 5 bis 9 Jahre, Benjamin Brittens „Orchesterführer für junge Leute“ eignet sich für die 10 bis 100jährigen!!! Brittens Musik nach einem Thema seines Kollegen Henry Purcell ist genial, spannend bis zur letzten Sekunde und ganz nebenbei noch lehrreich! Ich habe beide Musikwerke schon als Kind kennen- und lieben gelernt und stelle immer wieder mit großer Freude fest, dass beide Aufnahmen auch bei den heutigen Kindern sehr gut ankommen! Kinder lieben den Humor bei „Piccolo, Sax & Co“ und staunen über Brittens Einfälle! Bei mehrmaligem Hören können sie die Instrumente alle auf Anhieb unterscheiden! Absolut empfehlenswert!“ (Salomea Otterborn)

Als Zugabe gibt´s dann noch Britten-Werk in konzertanter Aufführung aus dem Jahr 1964 (mit Britten himself als Dirigenten !)

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Die Originalhüllen aus den 60er Jahren

Klar, man kann sich darüber mokieren, dass Lorinz Maazel (im Gegensatz zu Max Schweigmann) der geborene Sprecher ist (zumal er ja Franzose ist), aber das ist kein ernsthaftes Argument. Der Versuch, Kinder auf diese Weise an die Musik/Klassik heranzuführen ist aus meiner Sicht doch sehr lobenswert und so wird es wohl eines Tages kommen, dass ich als Opa meinen beiden Enkelkindern in einer stillen Stunde, diese CD nahebringen werde.

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Besetzung:

Jean Broussolle (1920-1984): Piccolo, Sax und Co (Kleine Geschichte eines großen Orchesters):
Orchester André Popp
Max Schweigmann (Sprecher)

Benjamin Britten (1913-1976): Orchester -Führer für junge Leute – Variation und Fuge über ein Thema von Purcell:
Orchester Nat de la Radiodiffusion Francaise unter der Leitung von Lorin Maazel
Lorin Maazel (Sprecher)

Benjamin Britten (1913-1976): Orchester -Führer für junge Leute – Variation und Fuge über ein Thema von Purcell:
London Symphonie Orchester unter der Leitung von Benjamin Britten

Booklet01Titel:

Jean Broussolle (1920-1984): Piccolo, Sax und Co (Kleine Geschichte eines großen Orchesters):
01. Die Saiteninstrumente 4.12
02. Die Saxofone 5.30
03. Die Holzbläser 4.30
04. Die Gitarre 1.56
05. Das Schlagzeug 4.18
06. Die Blechbläser 2.54
07. Der Konzertflügel 1.48
08. Finale 1.12

Benjamin Britten (1913-1976): Orchester -Führer für junge Leute – Variation und Fuge über ein Thema von Purcell:
09. Einleitung – Alles beginnt mit einer Idee 3.57
10. Das ganze Orchester 2.43
11. Die Holzbläser 2.33
12. Die Streicher 3.56
13. Die Harfe 1.10
14. Die Blechbläser 2.27
15. Das Schlagzeug 2.08
16. Finale 2.44

Benjamin Britten (1913-1976): Orchester -Führer für junge Leute – Variation und Fuge über ein Thema von Purcell:
17. The Young Person´s Guide To The Orchestra op. 34 (1946) 16.59

CD1

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