Graziano Mandozzi – Bach – Händel 300 (1685 – 1985) (1985)

CDFrontCover1Also irgendwie ist der gute Graziano Mandozzi mit diesem Album a bisserl zu spätgekommen, denn da waren schon ein paar vor ihm, die diese Idee hatten.

Graziano Mandozzi (* 23. Juni 1939 in Osogna, Schweiz) ist ein Schweizer Komponist, Dirigent und Musikwissenschaftler.

Graziano Mandozzi stammt aus einer Tessiner Musikerfamilie. Er besuchte eine Lehrerbildungsanstalt in Locarno und studierte von 1960 bis 1963 am Mozarteum in Salzburg bei Gerhard Wimberger und Cesar Bresgen, wo ihm die Lilli-Lehmann-Medaille verliehen wurde.[1] Nachdem er erfolgreich seine Kapellmeisterprüfung ablegte, begann er am Theater zu arbeiten. Da er einer der letzten Schüler Bernhard Paumgartners war, wurde ihm erlaubt, eine der ersten Aufnahmen der Camerata Academica einzuspielen. Später arbeitete er beim Film, für Hörspiele und beim Ballett. So schrieb er Mitte der 1970er Jahre die Musik für das von Johann Kresnik aufgeführte Ballett „Jesus GmbH“. Als Musikwissenschaftler setzte er sich jahrelang für die Aufarbeitung und Neubewertung der Werke von Ruggero Leoncavallo und Nino Rota ein. (Quelle: wikipedia)

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Und im Laufe seines wirklich vielfältigen Wirkens spielte er dann auch diese LP ein. Und die Idee war ja nun wirklich nicht neu:

Man nahme ein paar Klassiker der Barockmusik und interpretierte sie auf einem Synthesizer, in diesem Fall ein Synthesizer der Firma „PPG Wave Computer System, Hamburg „.

Da schrieb einer dazu (mit einer gewissen Widersprüchlichkeit):

Zweifelsohne schwimmt diese CD im Fahrwasser von Carlos‘ „Switched on Bach“ und Konsorten; im Unterschied zum Moog-Klang der diversen frühen Carlos-Alben gibt es hier jedoch PPG Wave auf die Ohren. Streckenweise etwas kindisch arrangiert (Wassermusik mit „Blubb“-Effekt — na gut, wenn’s sein muss), aber ansonsten einwandfrei, was Arrangement und Aufnahmequalität anbelangt.

Wie konnte mir diese Scheibe über 30 Jahre verborgen bleiben? (Angstroemam)

In dem vorbildlichem Begleitheft bekannt sich Graziano Mandozzi natürlich zu den Vorbildern Wendy Carlos und Isao Tomita, aber deren Intensität erreicht er halt dann doch nicht.

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Graziano Mandozzi

Besetzung:
Graziano Mandozzi (sdynthesizer)

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Titel:

Johann Sebastian Bach:
01. Allegro (1st Movement) from Brandenburg Concerto No.2 In F Major 5.11
02 Prelude In C Minor (C Moll) 1.49
03. Corale „Jesu,Joy Of Man’s Desiring“ 3.12

Georg Friedrich Händel:
04. Country Dance 1/2 In G Minor/Major (G-Moll/G-Dur) 1.18
05. Menuet In F Major (F-Dur) 2.23
06. Bourre In F Major From The Water Music 1:25

Johann Sebastian Bach:
07. Vivace (1st Movement) From The Concerto For 2 Violins In D-Minor (D-Moll) 3.55
08. Allegro (1st Movement) From The Flute Sonata In F Major (F-Dur) Op. 1 No.11 1.08
09. Aria „Bist Du Bei Mir“ 2.31
10. Badinerie From The Suite For Orchestra No.2 In B-Minor (H-Moll) 1.16

Georg Friedrich Händel:
11. Hallelujah“ Chorus From Messiah 3.35
12. Andante (1st Movement) From The Sonata A 5 (Violin Concerto) In B Flat Major (B-Dur) 1.44
13. Sinfonia „The Arrival Of The Queen Of Sheba“ From Solomon 3.00

Johann Sebastian Bach:
14. Minuet In G Major (G-Dur) From The „Notenbüchlein Der Anna Magdalena Bach“ 1.46
15. Aria (1st Movement) „Jauchzet Gott In Allen Landen“ 4.15

Georg Friedrich Händel:
16. Adagio (3rd Movement) From The Sonata For Viola De Gamba And Harpsichord In C Major 2.37
17. Andante Allego )1st Movement) From The Organ (Harp/Synthesizer?) Concerto In B Flat Major (B-Dur) Op.4 No.6 2.47
18. Air And Variations „The Harmonious Blacksmith“ 4.05

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Mit diesen Zeilen wirbt Graziano Mandozzi für seine Form der Interpretation der alten Klassiker:

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