Deutsches Historisches Museum (Hrsg.) – Rückkehr in die Fremde – Remigranten und Rundfunk in Deutschland (1945 – 1955) (2000)

FrontCover1.jpgIch kann es drehen und wenden wie ich will … ich finde Radio-Geschichte weiterhin extrem spannend … und deshalb will ich hier mit viel innerer Freude, aber auch Nachdenklichkeit diese CD präsentieren:

Die CD erscheint anlässlich einer Ausstellung, die ab März 2000 – beginnend in Berlin – an mehr als zehn Orten der Bundesrepublik Deutschland bis in das Jahr 2002 zu sehen sein wird. Die Ausstellung, im Auftrag des Arbeitskreises selbständiger Kulturinstitute e.V. Bonn federführend von der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv in Kooperation mit der Stiftung Archiv der Akademie der Künste in Berlin erarbeitet, befasst sich mit Remigranten und Rundfunk in Deutschland von 1945 bis 1955. Sie geht den Fragen nach, unter welchen Bedingugen Remigranten, die während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur aus Deutschland hatten fliehen müssen, im Nachkriegsdeutschland, vor allem beim Rundfunk, haben Fuß fassen können und wie sie inhaltlich die Programme dieses Mediums (mit)geprägt haben.
In 17 Tonaufnahmen ist neben Persönlichem vor allem Politisches festgehalten – in Interviews mit Betroffenen, Kommentaren und Vorträgen, Hörspielen und Hörfolgen.

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Diese CD ist eine Produktion des Deutschen Historischen Museums Berlin, des Deutschen Rundfunkarchivs Frankfurt/M. und Potsdam – Babelsberg, des Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, der Akademie der Künste, des Museums für Post und Kommunikation und des Arbeitskreis selbständiger Kulturinstitute (AsKI) (Presse-Info)

Und auch wenn ich zu den Menschen gehören, die „die Gnade der späten Geburt“ hatten (Helmut Kohl), berührend mich diese Aufnahmen zutiefst.

Das ist diese schamlose Bericht über die fast fürtstlichen Bedinungen in einem KZ, da ist der bewegende Aufruf von Thomas Mann aus seinem Londoner Exil, da ist die letzte Radioansprache von Wolfgang Langhoff aus seinem Schweizer Exil … , da ist das Hörspiel „Funkhaus Masurenallee“ aus dem Jahr 1951 … da hören wir den Sozialdemokraten Ernst Reuter mit seiner 1953er Rede „Wo uns der Schuh drückt“ … oder aber auch den Markus Wolf und seinem Bericht über die „Nürnberger Prozessse“ und, und, und …

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Hört man all diese Stimmen, die darum gerungen haben, nach dem Ende des III. Reiches eine „neues Deutschland“ aufzubauen, da wird man, bzw. werde ich irgendwie ganz klein … und verspüre große Dankbarkeit, dass mir all diese Zeiten erspart geblieben sind.

Und diese CD ist auch eine Warnung … eine Warnung … eine Warnung  …

Dieses Zeitdokument wurde zusammengestellt von Anegar Diller und Hans-Ulrich Wagner.

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Titel:
01. Bericht aus dem Konzentrationslager Oranienburg (01 30.09.1933) 4.23
02. Thomas Mann: Ansprache „Deutsche Hörer! (18.03.1941) 5.06
03. Tran und Helle: Über das Abhörverbot ausländischer Sender im Dritten Reich (1940) 2.26
04. Bruno Adler + Annemarie Hase: Frau Wernicke. Über das Abhören von „Feinsendern“ (11.03.1941) 3.02
05. Wolfgang Langhoff: Abschied von Zürich (12.10.1945) 2.36
06. Fritz Eberhard: Kommentar zur Lage in Deutschland (24.11.1945) 2.39
07. Markus Wolf: Kommentar zum Ende des Nürnberger Prozesses (01.10.1946) 1.45
08. Hans Mayer im Gespräch mit Joachim-Felix Leonhard und Hans-Ulrich Wagner über die Remigration (20.05.1999) 7.12
09. Werner Milch: Vortrag über Victor Gollancz (03.11.1947) 3.21
10. Alfred Kantorowicz: Rede auf dem Ersten Deutschen Schriftstellerkongreß (05.10.1947) 4.05
11. Alfred Döblin im Gespräch mit Herbert Bahlinger (08.08.1948) 2.08
12. Thomas Mann: Ansprache im Goethe-Jahr in der Paulskirche Frankfurt am Main (25.07.1949) 6.45
13. Friedrich Karl Kaul: Hörspiel „Funkhaus Masurenallee“ (16.10.1951) 5.14
14. Ernst Reuter: Ansprache „Wo uns der Schuh drückt“ (27.09.1953) 2.50
15. Der Besuch des Fremden: Hörspiel von Walter Jens (18.11.1952) 5.43
16. Erika Mann und Theodor W. Adorno im Gepräch mit Adolf Frisé (29.01.1958) 4.11
17. Die Vergessenen. Hörfolge über das Leben deutscher Juden in Paris von Peter Adler (10.03.1956) 4.27

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Thomas Mann

Thomas Mann bei einer seiner Rundfunk-Ansprachen aus dem Exil

Verschiedene Interpreten – Hör dich hin und weg – 15 Jahre der Hörverlag (2008)

FrontCover1Was liegt näher als zum 15jährigen Jubiläum eines Hörbuch-Verlages ein ganz spezielles Hörbuch herauzubringen ?

Natürlich als „große Hörbuch-Aktion mit Gewinnspiel“.Und so muss man sich die ersten drei Ausschnitte von Hörbüchrn genau anhören um die Fragen zu beantworten, die einem vielleicht das unverschämte glück einbrachen, einen „brandneuen Fitat 500“ zu gewinnen. 3 Städtereisen waren auch noch im Angebot.

Diese Ausgabe der Sonderedition wurde über die Buchkette Hugendubel vertrieben.

Und als Bonus gab´s dann noch 13 weitere Auszüge aus den Hörbüchern des Verlages und da ist schon eine interessante Mischung dabei herausgekommen.

Von Thomas Mann bis Mankell erstreckt sichdie Bandbreite und natürlich soll das Ganze auch Apptit auf mehr machen. Ob deshalb das Buch „Maria, ihm schmeckt´s nicht“ oder „Kulinarische Kriminalgeschichten“ mit auf dieser CD zu hören sind ?

Wie auch immer, die Liste der Sprecher/innen ist nicht nur lang, sondern auch beeindruckend: Katharina Wackernagel, Christoph Walz Elke Heidenreich, Axel Milberg versprechen eben Qualität.

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Also, reinhören und sich inspieren lassen, sofern man dem Medium Hörbuch eine Chance geben will oder an diesem Medium Gefallen findet, auch wenn man am Gewinnspiel nicht mehr teilnehmen kann.

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Titel:
01. Konrad Beikircher, Jan Weiler u.v.a.: Maria, ihm schmeckt nicht (Jan Weiler) 1.32
02. Axel Milberg, Ulrike C. Tscharre u.v.a.: Tod in den Sternen (Henning Mankell) 1.23
03. Florian Lukas, Bjanre Mädel u.v.a.: Herr Lehmann (Sven Regener) 1.27
04. Tom Schilling, Katharina Wackernagel u.a.: 19 Minuten (Jodi Picoult) 3.04
05. Katharina Wackernagel: Die Säule (Karin Fossum) 21.39
06. Matthias Schweighofer: Slam (Nick Hornby) 2.50
07. Christoph Walz: Das sag ich dir (Hanif Kureishi) 3.02
08. Boris Aljinovic: Zähne und Klauen(T.C. Boyle) 2.58
09. Jasmin Tabatabai, Heikko Deutschmann + Oliver Brod: Bod Monkey (Matt Ruff) 3.08
10. Andrea Wolf: Gratin letal (Sybille Schrödter) 9.48
11. Stefan Kaminski, Robert Missler u.v.a.: Die abenteuerliche Welt der Piraten (Volker Präkelt) 3.10
12. Amelie Fried: Schuhhaus Pallas (Amelie Fried) 3.24
13. Gert Heidenreich: Der Hobbit (J.R.R. Tolkien) 3.46
14. Elke Heidenreich: Ihr kennt ja all die Liebe nicht (Else Lasker-Schüler) 1.18
15. Felix von Manteuffel, Peter Fricke u.v.a.: Reise ans Ende der Nacht (Louis-Ferdinand Celine) 4.09
16. Hanns Zischler, Werner Wölbern u.v.a.: Doktor Faustus (Thomas Mann) 3.58

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Deutsches Rundfunkarchiv – Rückkehr in die Fremde – Remigranten und Rundfunk in Deutschland (1945-1955) (2000)

FrontCover1Hier hören wir nun eine Produktion des Deutschen Historischen Museums Berlin, des Deutschen Rundfunkarchivs Frankfurt/M. und Potsdam – Babelsberg, des Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, der Akademie der Künste, des Museums für Post und Kommunikation und des Arbeitskreis selbständiger Kulturinstitute (AsKI)
Diese CD erschien anläßlich einer Ausstellung, die ab März 2000 – beginnend in Berlin – an mehr als zehn Orten der Bundesrepublik Deutschland bis in das Jahr 2002 zu sehen war.

Die Ausstellung, im Auftrag des Arbeitskreises selbständiger Kulturinstitute e.V. Bonn federführend von der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv in Kooperation mit der Stiftung Archiv der Akademie der Künste in Berlin erarbeitet, befaßte sich mit Remigranten und Rundfunk in Deutschland von 1945 bis 1955. Sie geht den Fragen nach, unter welchen Bedingugen Remigranten, die während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur aus Deutschland hatten fliehen müssen, im Nachkriegsdeutschland, vor allem beim Rundfunk, haben Fuß fassen können und wie sie inhaltlich die Programme dieses Mediums (mit)geprägt haben.
In 17 Tonaufnahmen ist neben Persönlichem vor allem Politisches festgehalten – in Interviews mit Betroffenen, Kommentaren und Vorträgen, Hörspielen und Hörfolgen. (Verlagsankündigung)

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Ein Tondokument  … das einen einerseits gruseln lässt … insbesondere jener „Bericht aus dem Konzentrationslager Oranienburg“ vom 30.09.1933 …  wobei es wohl stimmt, das der SPD Politiker Alfred Faus damals im KZ Oranienburg nicht zu Tode geprügelt wurde:

1917 trat Faust der USPD bei. 1918, nach seiner Rückkehr nach Bremen, trat er für die Bremer Räterepublik ein. Im Dezember 1918 war er Delegierter beim 1. Reichsrätekongress in Berlin. Im Januar und Februar war Faust Mitglied des Rats der Volksbeauftragten in Bremen. Außerdem war er auch Mitglied des Bremer Vollzugsrates sowie Leiter des Kommissariats für Presse und Propaganda und Redakteur der beschlagnahmten Bremer Bürger-Zeitung.

Nach der Niederschlagung der Räterepublik wurde Faust Chefredakteur der Bremer Arbeiterzeitung. Im März 1919 wurde er in die verfassungsgebende Bremer Nationalversammlung gewählt. Von 1920 bis 1933 war Faust Mitglied der Bremer Bürgerschaft. Im Jahr 1922 wechselte er zusammen mit der Rumpf-USPD zur SPD über.

AlfredFaust

Alfred Faust

Beruflich war damit der Wechsel als Redakteur zu der von Wilhelm Kaisen geleiteten Bremer Volkszeitung verbunden. 1928 wurde er Chefredakteur der Zeitung.

Am 6. November 1932 wurde Faust in den Reichstag gewählt aber erst im März 1933 wurde seine Wahl bestätigt. Ende März 1933 verhalf Faust Rudolf Breitscheid zur Flucht in die Schweiz, kehrte aber selbst nach Bremen zurück. Bereits am 28. April 1933 wurde er von der SA der Nazis in Schutzhaft genommen und in die Konzentrationslager Mißler in Findorff und Ochtumsand sowie im Bremer Untersuchungsgefängnis gefangen gehalten. Besonders im KZ Mißler wurde Faust körperlich stark misshandelt.

Unmittelbar danach saß er bis 1934 in einem Gefängnis in Bremen ein. Nach seiner Entlassung wurde Faust aus Bremen ausgewiesen und siedelte nach Berlin über. Dort arbeitete er auf Vermittlung durch Ludwig Roselius bis 1944 im Angelsachsenverlag. Als dieser geschlossen wurde, floh Faust 1944 in seine Heimat Elsass und arbeitete dort bis 1949 als Redakteur in Mülhausen.

Faust kehrte im August 1949 nach Bremen zurück und leitete zunächst den Angelsachsenverlag. Er engagierte sich wieder in der SPD. Vom 11. Juli 1950 bis zu seinem Tod war er Leiter der Pressestelle des Bremer Senats. Nach seinem Tode fand für ihn ein Staatsakt im Bremer Rathaus statt. (Quelle wikipedia)
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Beeindruckend der „Abschied von Zürich “ von Wolfgang Langhoff, einem deutschen Schauspieler, dem ab 1933 folgendes passiert ist:

Am 28. Februar 1933 wurde Langhoff von der Gestapo verhaftet und zunächst im Düsseldorfer Polizeigefängnis inhaftiert, wo er schwerer Folter durch die SA ausgesetzt war. Wenige Tage später wurde er in das Düsseldorfer Zuchthaus Ulmer Höh verlegt. Im Juli 1933 wurde er ins Konzentrationslager Börgermoor im Emsland verbracht. Dort überarbeitete er im August 1933 einen Text von Johann Esser zum später weltberühmt gewordenen Moorsoldaten-Lied. Die Melodie komponierte der Mithäftling Rudi Goguel. Nach der Verlegung ins KZ Lichtenburg erfolgte 1934 die Entlassung Langhoffs im Rahmen der so genannten Osteramnestie. Insgesamt war Langhoff 13 Monate in Haft und Konzentrationslagern. Drei Monate später – im Juni desselben Jahres – floh er in die Schweiz, kurz vor Schließung der Grenze.

Wolfgang Langhoff

Wolfgang Langhoff

Am Schauspielhaus Zürich fand er Unterkunft und Arbeit als Regisseur und Schauspieler. 1935 wurde der autobiographische Bericht Die Moorsoldaten. 13 Monate Konzentrationslager veröffentlicht, der nach der Übersetzung durch Lilo Linke ins Englische weltweit Beachtung fand als eine der ersten Augenzeugenschilderungen der Brutalität in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Langhoff war Gründungsmitglied des Nationalkomitees Freies Deutschland in der Schweiz.

Nach seiner Rückkehr in die Sowjetische Besatzungszone war Langhoff für den Kulturbund Mitglied im 2. Deutschen Volksrat. (Quelle: wikipedia)

Nicht minder beeindruckend, der Kommentar zur Lage in Deutschland von Fritz Eberhard, mit dem vergeblichen Plädoyer gegen die Atombombe.

Und dann Ernst Reutter … der Humanist und Sozialdemokrat … und das Hörspiel von Walter Jens aus dem Jahr 1952 … beeindruckend ohne Ende.

Ein Tondokument … sofern man sich darauf einlassen will oder kann … einen nicht nur schaudern lässt, sondern auch ein wenig stolz macht … ob all dieser Menschen, dieser „deutschen“ Menschen … die sich dem Irrsinn, dem Wahnsinn des Nationalsozialismus widersetzt haben.

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Titel:
01. Bericht aus dem Konzentrationslager Oranienburg (30.09.1933)  4.23
02. Thomas Mann: Ansprache „Deutsche Hörer!“ (18.03.1941)  5.06
03  Tran und Helle: Über das Abhörverbot ausländischer Sender im Dritten Reich (1940) 2.26
04. Bruno Adler/Annemarie Hase: Frau Wernicke. Über das Abhören von „Feinsendern (11.03.1941) 3.02
05. Wolfgang Langhoff: Abschied von Zürich (12.10.1945) 2.36
06. Fritz Eberhard: Kommentar zur Lage in Deutschland (24.11.1945)  2.39.
07. Markus Wolf: Kommentar zum Ende des Nürnberger Prozesses (01.10.1946) 1.45
08  Hans Mayer:  im Gespräch mit Joachim-Felix Leonhard und Hans-Ulrich Wagner über die Remigration (20.05.1999) 7.12
09. Werner Milch: Vortrag über Victor Gollancz (03.11.1947) 3.21
10  Alfred Kantorowicz: Rede auf dem Ersten Deutschen Schriftstellerkongreß (05.10.1947) 4.05
11. Alfred Döblin: im Gespräch mit Herbert Bahlinger (08.08.1948  ) 2.08
12  Thomas Mann: Ansprache im Goethe-Jahr in der Paulskirche Frankfurt am Main (25.07.1949) 6.45
13  Friedrich Karl Kaul: Hörspiel „Funkhaus Masurenallee“ (16.10.1951) 5.14
14  Ernst Reuter: Ansprache „Wo uns der Schuh drückt“ (27.09.1953) 2.50
15. Walter Jens: Der  Besuch des Fremden (Hörspiel) (18.11.1952) 5.43
16. Erika Mann und Theodor W. Adorno: Im  Gespräch mit Adolf Frisé (29.01.1958)
17  Die Vergessenen: Hörfolge über das Leben deutscher Juden in Paris von Peter Adler (10.03. 1956) 4.27

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Thomas Mann – Spricht über die Entstehung der Buddenbrooks u.a. (1975)

FrontCover1Für Leser dieses Blogs, die sich auch für deutsche Literatur interessieren, sind diese Aufnahmen ganz sicher interessant und ne Rarität sind sie wohl auch.

Veröffentlicht wurde diese LP vom S. Fischer Verlag, Frankfurt und zwar 1975 … das klingt nach einer ganz speziellen Gedenkveröffentlichung, den Thomas Mann wurde Thomas Mann am 6. Juni 1875 in Lübeck geboren und verstarb dann am 12. August 1955 in Zürich).

Zu hören gibt es drei rare Aufnahmen von und mit Thomas Mann … als da wäre:

  • Thomas Mann spricht über die Entstehung der Buddenbrooks (Westdeutscher Rundfunk, 1932)
  • Danksagung anläßlich der Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Stadt Lübeck (1955)
  • Thomas Mann liest Die Fischer von Sankt Dunstan (1953)

Als Label fungierte Intercord Records.

Und es war ne spezielle Veröffenlichung: „Diese Schallplatte ist ein Geschenk des S.Fischer Verlags, Frankfurt am Main. Sie ist unverkäuflich,“

Keine Ahnung, wenm damals dieses Geschenk ausgereicht wurde, jedenfalls steht jetzt ein Exemplar davon in meinem Archiv.

Seine Geschichte zur Entstehung des Jahrhundertromans „Die Buddenbrooks“ sowie seine Dankesreden anläßlich der Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Stadt Lübeck sind nicht frei von gewissen Eitelkeiten (sie seien ihm gegönnt. Die Rede in Lübeck fand am 20.5.1955 statt … nur wenige Monate später verstarb dann Thomas Mann.

Seine Lesung von „Die Fischer von Sankt Dunstan“ zeigt einen ironischen dichter, der auch so richtig Mundart kann …

Also …. eine feine Rarität … und genau hier richtig … auch wenn die Tonqualität nicht mehr astrein ist.

Thomas Mannn

Deutsche Hörer! ist der Titel einer Reihe von 55 Radioansprachen Thomas Manns, die das deutsche Programm der BBC zwischen Oktober 1940 und Mai 1945 meist regelmäßig einmal monatlich ausstrahlte. Hinzu kamen einzelne Sondersendungen sowie eine letzte Ansprache zu Neujahr 1946.
Es handelte sich um fünf- bis achtminütige, pointiert formulierte Reden, in denen der Autor sich mit der politischen Lage Deutschlands in der Zeit des Nationalsozialismus befasste, das Kriegsgeschehen kommentierte und mahnende Worte an seine Landsleute richtete.

 

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Besetzung:
Thomas Mann (Sprecher)

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Titel:
01. Thomas Mann spricht über die Entstehung der Buddenbrooks (Westdeutscher Rundfunk, 1932) 13.18

02. Danksagung anläßlich der Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Stadt Lübeck (1955) 14.34

03. Thomas Mann liest „Die Fischer von Sankt Dunstan“ (1953) 26.11

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