Andreas Strobel – Franz Marc Museum Kochel am See (2003)

TitelFranz Moritz Wilhelm Marc (* 8. Februar 1880 in München; † 4. März 1916 in Braquis bei Verdun, Frankreich) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Maler des Expressionismus in Deutschland. Neben Wassily Kandinsky war er Mitbegründer der Redaktionsgemeinschaft Der Blaue Reiter, die am 18. Dezember 1911 ihre erste Ausstellung in München eröffnete. Der Blaue Reiter ging aus der Neuen Künstlervereinigung München hervor, in der Marc kurzzeitig Mitglied war. Für den Almanach Der Blaue Reiter und andere Veröffentlichungen verfasste er kunsttheoretische Schriften.

Waren Marcs frühe Werke noch dem naturalistischen Stil des Akademismus verhaftet, widmete er sich nach einem Parisbesuch im Jahr 1907 dem Postimpressionismus unter dem Einfluss von Gauguin und van Gogh. Zwischen 1910 und 1914 verwendete er Stilelemente des Fauvismus, Kubismus, Futurismus und Orphismus, trennte sich in seinem Werk jedoch nicht vollständig vom Gegenstand. In dieser Zeit entstanden seine bekannten Gemälde, die hauptsächlich Tiermotive zum Inhalt haben wie Der Tiger, Blaues Pferd I, Die gelbe Kuh, Der Turm der blauen Pferde oder Tierschicksale. Marcs erste abstrakte Gemälde wie Kleine Komposition I und Kämpfende Formen entstanden 1913 und 1914. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde er eingezogen und fiel zwei Jahre später im Alter von 36 Jahren vor Verdun. (Quelle: wikipedia)

 

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Franz Marc

Franz Marc entwickelt sich zu einem der führenden expressionistischen Künstler zu Beginn des 20. Jahrhundert. Die Werke der Impressionismus erschienen Franz Marc zu rational und er vermisst die Gefühle in ihren Werken. Marc löst sich vom Impressionismus, indem er sich von den Werken Vincent van Goghs und Paul Gauguin inspirieren ließ. Für seine Werke verwendet er Ölfarben, Aquarell, Bleistift und Gouache-Farben.

Zu Beginn seiner Künstler Karriere konzentriert er sich auf Porträts und Naturstudien. Er lernt die Tiermaler Heinrich Zügel, Jean Bloé Niestlé und Adolf Hoezel kennen. Diese Kontakte führen im folgenden dann zu einer ganzen Reihe anatomischer Studien und Zeichnungen von Tieren. Sein beliebtestes Tier-Motiv sind Pferde, in verschieden Formen und Formationen. Tiere stellen für Marc den höchsten Wert von Reinheit dar und symbolisieren für ihn die Schöpfung, als in Einklang mit der Natur lebend. In seinen Werken versucht er die Welt aus der Sicht der Tiere auszudrücken. In dem er die Tiere malt, versucht Marc, seine ganz eigene Utopie eines Paradieses auszudrücken.

Nach dem sich Franz Marc mit Form-Komposition beschäftigt hatte und dabei inspiriert wurde von Paul Cézanne, beginnt er diesen Stil zu einer neuen dynamischen Bewegung weiter zu entwickeln. Er fängt an, jeder Farbe ihr eigenes Phänomen zuzuordnen. Jede Farbe bekam also eine eigene Bedeutung.

Er entwickelt einen Stil, der von nun an typisch für seine Bilder sein wird: einfache, klare Formen mit natürlichen Farben, die miteinander in Harmonie stehen. Durch Wassily Kandinsky und Arnold Schönberg entdeckt Marc zu diesem Zeitpunkt auch die Verbindung von Malerei und Musik, deren Aspekte er in seine Bilder einfließen lässt.‘

Ab 1913 ändert sich allerdings Marcs Stil. Seine Bilder werden immer abstrakter und sie ähneln nun den Werken des Kubismus und Futurismus. (Quelle: www.kunst-zeiten.de)

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Franz und Maria Marc in Sindelsdorf, 1911 fotografiert von Wassily Kandinsky

Na ja und dann gibt es in dem kleinen Ort Koche/Obb. (am Kochelsee) ein Franz Marc Museum:

Das Franz Marc Museum in Kochel am See wurde 1986 gegründet, um Leben und Werk dieses bedeutenden Künstlers des 20. Jahrhunderts in der Landschaft zu würdigen, in der der größte Teil seines Oeuvre entstand.

 

Ein Museum für Franz Marc nahe seinem letzten Wohnsitz einzurichten, hatte der Münchner Galerist Otto Stangl angeregt, der von Maria Marc, der Witwe Franz Marcs, zu ihrem Testamentsvollstrecker eingesetzt wurde. Zur Verwirklichung dieses Plans wurde 1985 die Franz Marc Stiftung gegründet. Die Gemeinde Kochel a. See stellte ein aus der Zeit um 1900 stammendes Haus mit der umgebenden Parkanlage zur Verfügung. Otto Stangl und die Erben nach Maria Marc, Marliese Stein und Erwin Wimmers, brachten Kunstwerke ein.

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Dazu kamen Leihgaben der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München. Die wissenschaftliche und museale Konzeption und Betreuung übernahmen Klaus Lankheit und Lenz Kriss-Rettenbeck. Unter der Leitung ihres Vorstandes, Wolfgang Eberl, erwarb die Franz Marc Stiftung dank großzügiger Schenkungen, Zuschüssen und Spenden eine Sammlung von über 50 Werken von Franz Marc. Diese bieten einen Überblick über sein gesamtes Schaffen.

Dank der Großzügigkeit der Familie nach Dr. Erich Mittelsten Scheid konnte 2008 der Neubau des Museums errichtet werden. Er nimmt neben den Werken der Franz Marc Stiftung die Sammlung Etta und Otto Stangl auf, die die zunächst auf Franz Marc konzentrierte Sammlung um den Brücke-Expressionismus, zahlreiche Werke Paul Klees und die Malerei der Nachkriegsabstraktion erweitert.

Das Franz Marc Museum ist ein privat getragenes Museum, das ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand auskommt. (Selbstdarstellung)

Und hier eine kleine Broschüre über Franz Marc und auch über dieses Museum..

Und sie zeigt ein eindrucksvolles Künstlerleben … die Entwicklung von Franz Marc ist schon atemberaubend …

Aber dass er dann mit Hurra-Geschrei in den I. Weltkrieg gezogen ist … das kann ich bis heute nicht verstehen … dieser Krieg wurde sein Grab.

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Wilhelm Marc: „Franz Marc beim Holzschneiden“ (um 1895)

 

 

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Franz Marc: Montmartre (1903)

 

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Beispiel11

Wassily Kandinski: Titelblatt: Die blauen Reiter (1911)

 

 

Beispiel12

Franz Marc: Zwei Katzen (1913)

 

 

Beispiel13

Postkarte Paul Klee an Franz Marc (1913)

 

Beispiel14

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Beispiel18

Ausstellungsplakat1910

 

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Ganz schön mutig, für die damaligen Zeiten: Marie Schnür, Maria Franck und Franz Marc am Kochelsee, 1906