Melodie und Rhythmus – Nr. 9 (Mai 1970)

TitelAlso für mich ist das ein sehr spannendes Kapitel: Musikzeitschriften/Musikliteratur aus der DDR.  Und natürlich darf da die Zeitschrift „Melodie und Rhythmus“ nicht fehlen:

Melodie und Rhythmus ist eine Zeitschrift, die erstmals 1957 als Fachblatt für Tanz- und Unterhaltungsmusik in der DDR erschien. Am 5. Januar 2018 gab der Verlag ihre vorläufige Einstellung bekannt. Seit März 2018 versucht der Verlag, neue Abonnenten und Anzeigenkunden zu gewinnen, damit die Zeitschrift weiter erscheinen kann.

In den ersten Jahren verfolgte das Blatt die kulturpolitische Linie der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, doch dann wurde die inhaltliche Gestaltung aufgelockert mit Reportagen über nationale und internationale Künstler sowie mit Berichten über Neuerscheinungen. In jeder Ausgabe gab es ein farbiges Poster eines aktuellen Stars.

Melodie und Rhythmus gehörte zu den beliebtesten und begehrtesten Zeitschriften der DDR. Aufgrund der Rationierung von Papier und geringer Druckereikapazitäten in der DDR war sie meist schnell vergriffen.

Nach der Wiedervereinigung wurde das Blatt vom Henschel-Verlag Berlin übernommen, der die Produktion allerdings 1991 einstellte.

2004 wurde die Zeitschrift von Christian Hentschel (zuletzt Chefredakteur), Andreas Fack und Tino Eisbrenner wiedergegründet. Die dann melodie&rhythmus genannte Zeitschrift erschien erst quartalsweise und später jeden zweiten Monat. Inhaltlicher Schwerpunkt waren deutschsprachige, insbesondere ostdeutsche Interpreten.

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Ein paar ältere Hefte

Im Januar 2006 wurde Melodie&Rhythmus nach nur neun Ausgaben eingestellt. Grund waren vor allem die von Beginn an nicht ausreichenden Anzeigeneinnahmen. Seit dem 29. Juni 2006 erschien Melodie&Rhythmus monatlich im Heimat-Verlag Berlin. Am 1. Mai 2008 übertrug der Heimat-Verlag die Chefredaktion von Christian Hentschel an Nicole Kirchner. Ab dem 22. Dezember 2008 übernahm der Verlag 8. Mai GmbH die Herausgabe. Dieser Verlag gibt auch die Zeitung junge Welt heraus. Als Chefredakteur wurde Kirchner im Oktober 2009 Robert Mießner zur Seite gestellt, der das Magazin im Januar 2010 aufgrund divergierender inhaltlicher Vorstellungen verließ. Nach einer inhaltlichen Überarbeitung und Weiterentwicklung erscheint das Musikmagazin seit 2010 zweimonatlich. Wegen konzeptioneller Stagnation und sinkender Verkaufs- und Werbeeinnahmen wurde Kirchner von ihrer Tätigkeit im Juni 2011 durch die Geschäftsführung des Verlags entbunden. Als Chefredakteur setzte der Verlag ihren bisherigen Stellvertreter Jürgen Winkler ein. Die neue Redaktion löste sich vom Ostrock-Image und konzentrierte sich auf die aktuelle Musikszene von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im März 2012 wurde das Layout einem Relaunch unterzogen. Neuprofilierung und Relaunch führten zu einem Anstieg der Einnahmen aus Anzeigen und Kioskverkauf. Am 31. August 2012 verließ Winkler den Verlag, ein Nachfolger wurde nicht benannt. Die verbliebenen Redakteure änderten das Profil erneut. Sie legen den Fokus stärker auf den Ostrock und binden Melodie&Rhythmus politisch enger an die Tageszeitung junge Welt. Die Redaktion sitzt in Berlin.

Seit der Ausgabe Mai/Juni 2014 und einer erneuten Überarbeitung des Konzepts ist die Tierrechtlerin, Publizistin und junge-Welt-Mitarbeiterin Susann Witt-Stahl Chefredakteurin.

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Die aktuellen Hefte

Neben einem inhaltlichen Schwerpunkt enthält jede Ausgabe einen ausführlichen Teil mit Rezensionen aus allen Kulturbereichen. Namhafte Autoren sind Moshe Zuckermann, Michel Chevalier und Dietmar Dath. Die Zeitschrift organisiert Diskussions- und Musikveranstaltungen.

Am 5. Januar 2018 teilte der Verlag mit, dass die nächste Nummer nicht erscheinen könne und eine Wiederaufnahme der Produktion in absehbarer Zeit nicht in Aussicht stehe.[1] Am 31. März 2018 begann eine Kampagne zur Gewinnung neuer Abonnenten und Anzeigenkunden, um die Zeitschrift wieder erscheinen lassen zu können. Bis Ende Juni 2018 wurden rund 1.200 Abonnements hinzugewonnen, was das weitere Erscheinen der Zeitschrift zunächst sichert. (Quelle: wikipedia)

Hier eine Präsentation aus dem Jahre 1970 (weitere werden folgen) … Und wie gewohnt – ein paar exemplarische Beispiele aus dem Heft, bevor es dann zur Präsentation geht …

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Auszüge aus dem Artikel „Schlaer, wie sie wir uns wünschen“:

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Enthält u.a. folgende Textzeile: „… heute zeigt man sich vom Kopfe bis zum Knie, in den bügelfreien Sachen, die uns alles leichter machen, schön bequem ist die Chemie.“ (Man wusste es halt damals noch nicht besser)

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Mitglieder des zentralen Singeklubs des Ostseebezirks „Kurth Barthel“

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Das Label Amiga macht Werbung für Neuerscheinungen

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Die Rückseite des Heftes. Zu sehen ist der Sänger Ernst Heise (das Titel zeigt Ina Martell)

Diese Präsentation ist nur möglich dank einer großzügigen Leihgabe eines langjährigen Lesers (der ungenannt bleiben möchte) dieses blogs … Weiter folgen, denn mittlerweile lagern ca.20 Hefte von diesem Magazin in meinem virtuellem Keller …

Melodie und Rhythmus – Mai 1958 (Nr. 9) (1958)

TitelAlso für mich ist das ein sehr spannendes Kapitel: Musikzeitschriften/Musikliteratur aus der DDR.  Und natürlich darf da die Zeitschrift „Melodie und Rhythmus“ nicht fehlen:

Melodie und Rhythmus ist eine Zeitschrift, die erstmals 1957 als Fachblatt für Tanz- und Unterhaltungsmusik in der DDR erschien. In den ersten Jahren verfolgte das Blatt die kulturpolitische Linie der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, doch dann wurde die inhaltliche Gestaltung aufgelockert mit Reportagen über nationale und internationale Künstler sowie mit Berichten über Neuerscheinungen. In jeder Ausgabe gab es ein farbiges Poster eines aktuellen Stars.

Melodie und Rhythmus gehörte zu den beliebtesten und begehrtesten Zeitschriften der DDR. Aufgrund der Rationierung von Papier und geringer Druckereikapazitäten in der DDR war sie meist schnell vergriffen.

Nach der Wiedervereinigung wurde das Blatt vom Henschel-Verlag Berlin übernommen, der die Produktion allerdings 1991 einstellte.

2004 wurde die Zeitschrift von Christian Hentschel (zuletzt Chefredakteur), Andreas Fack und Tino Eisbrenner wiedergegründet. Die dann melodie&rhythmus genannte Zeitschrift erschien erst quartalsweise und später jeden zweiten Monat. Inhaltlicher Schwerpunkt waren deutschsprachige, insbesondere ostdeutsche Interpreten.

Im Januar 2006 wurde Melodie&Rhythmus nach nur neun Ausgaben eingestellt. Grund waren vor allem die von Beginn an nicht ausreichenden Anzeigeneinnahmen. Seit dem 29. Juni 2006 erschien Melodie&Rhythmus monatlich im Heimat-Verlag Berlin. Am 1. Mai 2008 übertrug der Heimat-Verlag die Chefredaktion von Christian Hentschel an Nicole Kirchner. Ab dem 22. Dezember 2008 übernahm der Verlag 8. Mai GmbH die Herausgabe. Dieser Verlag gibt auch die Zeitung junge Welt heraus.[1] Nach einer inhaltlichen Überarbeitung und Weiterentwicklung erscheint das Musikmagazin seit 2010 zweimonatlich.[2] Wegen konzeptioneller Stagnation und einem daraus resultierenden Einbruch der Verkaufs- und Werbeeinnahmen wurde Kirchner im Juni 2011 durch die Geschäftsführung des Verlags von ihrer Tätigkeit entbunden. Als Chefredakteur setzte der Verlag ihren bisherigen Stellvertreter Jürgen Winkler ein. Die neue Redaktion löste sich vom Ostrock-Image und konzentrierte sich auf die aktuelle Musikszene von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im März 2012 wurde das Layout einem Relaunch unterzogen. Neuprofilierung und Relaunch führten zu einem Anstieg der Einnahmen aus Anzeigen und Kioskverkauf. Am 31. August 2012 verließ Winkler den Verlag, ein Nachfolger wurde nicht benannt. Die verbliebenen Redakteure änderten das Profil erneut. Sie legen den Fokus stärker auf den Ostrock und binden Melodie  & Rhythmus politisch enger an die Tageszeitung junge Welt. Die Redaktion sitzt in Berlin.(Quelle. wikipedia)

Hier eine Präsentation aus den Anfängen (weitere werden folgen) … Und wie gewohnt – ein paar exemplarische Beispiele aus dem Heft, bevor es dann zur Präsentation geht …

 

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel03

Beispiel04

Beispiel05

Beispiel06

Beispiel07

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