Verschiedene Interpreten – Classica d‘ Italia (ca. 90er Jahre)

FrontCover1Und hier ein musikalisches Werbegeschenk der Fa. Eismann, passend zur musikalischen Untermalung des sonntäglichen Frühstücks mit der Frau Gemahlin.

Die Eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH ist ein Unternehmen zum Vertrieb von Tiefkühllebensmitteln mit Sitz in Mettmann bei Düsseldorf.

1964 wurde die Milchhof-Eiskrem GmbH & Co. KG durch Genossenschaften der regionalen Milchversorgung aus Köln, Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen gegründet, die 1974 die Eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH als Tochterunternehmen gründete. Im gleichen Jahr begann der Direktvertrieb von Eis, Torten und Tiefkühlkost. 1981 wurde das Geschäft über Deutschland hinaus in die Schweiz und die Niederlande sowie nach Belgien, Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien und Österreich ausgeweitet. 1985 wurde die Motta Eiskrem GmbH übernommen. 1995 wurde Eismann in die Tiefkühlsparte der neu gegründeten Schöller-Holding eingebracht. 1997 wurde die skandinavische Hjem-IS Europa übernommen sowie der Mutterkonzern Milchhof-Eiskrem GmbH & Co. KG in Eismann Family GmbH & Co. KG umfirmiert.

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Eisman Lieferwagen, 50er Jahre

Wegen des wachsenden Tiefkühl-Angebots von Discountern wie Aldi oder Lidl geriet der Umsatz im Heimlieferservice von Eismann um den Jahrtausendwechsel in eine Krise. 2001 übernahm die schweizerische Nestlé (wenn ich diesen Namen nur lese … !) einen Großteil der Schöller-Holding und damit auch Eismann. 2004 stieß Nestlé die Eismann GmbH wieder ab, weil Eismann nicht zum Kerngeschäft des Konzerns zählte und die erhofften Einspareffekte nicht zustande gekommen waren. In der Folge übernahm das damalige Management von Eismann mit Hilfe verschiedener Finanzinvestoren die Führung der GmbH.

In neun europäischen Ländern sowie Brasilien gibt es zusammen über 220 Vertriebsstellen, davon 90 in Deutschland, von denen aus die bestellten Lebensmittel mit Kühlfahrzeugen (Kleintransporter) zu den Endverbrauchern geliefert werden. Das Unternehmen beschäftigte 2012 etwa 4700 Mitarbeiter und Partner (selbständige Gewerbetreibende), davon etwa 1100–1200 selbständige Handelsvertreter und über 700 Mitarbeiter in Deutschland. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Gegensatz zum Mitbewerber Bofrost über selbständige Handelsvertreter, die die Ware zum Verbraucher bringen. Eismann tritt als Chargenfertiger auf, die Produkte werden ähnlich wie im stationären Handel von großen Herstellern im Rahmen von Auftragsfertigung produziert.

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Eisman Lieferwagen, 60er Jahre

Eismanns Loslösung von Nestlé im Jahr 2004 erfolgte mit Unterstützung des Finanzinvestors ECM, der das Eismann-Management mit 15 Prozent beteiligte. 2008 besaßen die Geschäftsführer 76,5 % der Unternehmensanteile, während der Rest von der englischen Investorengruppe Intermediate Capital Group (ICG) gehalten wurde.

Ende 2011 verkaufte ICG seine gesamten Anteile sowie das Management einen Großteil der Anteile an den niederländischen Private-Equity-Investor Gilde Buy Out Partners, der dadurch Mehrheitsgesellschafter wurde.

Diverse Eismann Kataloge

Diverse Eismann Kataloge (einer liegt der Präsentation bei)

1990 gründete Eismann die Tochter Family Frost für den ostdeutschen Markt, welche nach der Trennung von Nestlé zunächst dort verblieb und erst im Jahr 2007 wieder in die Eismann-Gruppe integriert wurde. 1992 expandierte Family Frost nach Polen, in die Tschechische Republik und Ungarn. Seit 1996 kamen Kroatien, Slowenien, Spanien, Portugal und Rumänien hinzu.

Zu Family Frost gehörten 1300 Verkaufswagen und 130 Depots. Die Eismann-Tochter beschäftigte europaweit 2500 Mitarbeiter.

Family Frost wurde in den eismann-Konzern integriert und tritt nicht mehr als eigene Marke im Markt auf.

Family Frost

Lieferwagen der Firma Family Frost

Nach Unternehmensangaben erwirtschaftete der Eismann-Konzern im Jahr 2012 einen Umsatzerlös von rund 480 Millionen Euro, davon 240 Millionen Euro in Deutschland (jeweils inklusive Mehrwertsteuer). Das Unternehmen ist im Segment des Heimdienstmarkts die Nummer zwei hinter dem Marktführer Bofrost. Nach eigenen Angaben beliefert Eismann weltweit circa 2 Millionen Haushalte, davon über 1 Million in Deutschland. Hauptzielgruppe von Eismann sind hierbei Familien mit Kindern sowie Menschen ab 50 Jahren.

Der Europaverband der Selbständigen Deutschland kritisiert in einem WDR-Beitrag von die story im Oktober 2011 das Geschäftsmodell der freien Handelsvertreter. Ein neuer Handelsvertreter muss für die Übernahme der Besuchsrechte eines bestehenden Kundenstamms einen vertraglich festgelegten Betrag bezahlen, die sog. Einstandsvereinbarung. Schon während der Probezeit akquiriert der neue Verkaufsfahrer Neukunden für Eismann und führt sie dem Konzern zu. Eismann erwiderte darauf jedoch, dass diese Neukunden-Akquisition dem Handelsvertreter als dessen Einkommen bezahlt wird. Da ein Vertreter zu Beginn noch nicht so viel Umsatz durch den Verkauf erwirtschaftet, wird Eismann zufolge so sein Einkommen gesichert, damit er eine Grundlage für eine positive Geschäftsentwicklung erhält. Verlässt der Handelsvertreter das Unternehmen – gewollt oder ungewollt –, werden die Besuchsrechte z. B. an einen anderen Handelsvertreter übergeben.

Katarin Witt

Werbung mit Katarina Witt

Im TV-Beitrag wird dargestellt, wie eine hohe Mitarbeiterfluktuation dazu beitrage, dass Eismann ein positives Ergebnis nur mithilfe dieser Einnahmen aus den Einstandsvereinbarungen erziele. Eismann bestreitet dies auf der firmeneigenen Website. Die durch den WDR recherchierte hohe Fluktuation von 1.200 Mitarbeitern innerhalb von drei Jahren (2008 bis 2010) wurde von einem Mitarbeiter der Vertriebsleitung bestätigt, indem er eine Fluktuation von 30 bis 35 % pro Jahr nannte. Das Unternehmen reagierte auf die Vorwürfe der Sendung mit Stellungnahmen auf einer eigenen Internetseite. Der WDR begegnete dem im März 2012 mit einer aktualisierten Version des Beitrages. (Quelle; wikipedia)

Diese Firma steht schon auch irgendwie für die Konsumgeschichte der Bundesrepublik Deutchland mit all den sich verändernden Essens- und Konsumgewohnheiten … wobei mich diese Firma noch nie als Kunden begrüßen durfte.

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Nun denn: hier hören wir also „Die schönsten Impressionen“ der Klassik aus Bella Italia …
Discographische Informationen sind auf dieser CD eine Seltenheit. Gespresst wurde sie von sie von der Grüezi Music AG / Rondo 22816, ansonsen schweigt man sich dezent aus. Ein Umstand der bei mir als Archivar und Sammler auf Missbilligung stößt !

Aber nett anzuhören ist die Musik natürlich schön und meine Frau Gemahlin schmeichelte mir doch auch gleich: „Du hast heute aber schöne Musik aufgelegt“.

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Titel:
01. Giuseppe Verdi: Gloria All’egitto Ad Iside 2.38
02. Antonio Vivaldi: La Primavera 3.24
03. Giuseppe Verdi: La Donna È Mobile 2.10
04. Giuseppe Verdi: Marcia Trionfale 1.41
05. Gioachino Rossini: Ouverture (aus „Der Barbier von Sevilla“ 7.44
06. Giuseppe Verdi: Libiamo Né Lieti Calici 3:11 I
07. Giuseppe Verdi: Ouverture 1° Atto (aus „La Traviata“) 3.45
08. Giuseppe Verdi: Va, Pensiero, Sull ‚ali Dorate (aus „Nabucco“) 4.39
09. Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonia No.4, A-Dur, „Sinfonia Italian“ 11.29
10. Gioachino Rossini: Ouverture (aus „L’Italiana In Algier“) 7.55
11. Giuseppe Verdi: Vedi! Le Fosche Notturno Spoglie 2.47
12. Antonio Vivaldi: L’inverno 3:28

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25 Jahre Eismann

aus: „Bulletin des Direktvertriebs“ (Oktober 1999)

André Hartmann – Millionen für Melodien (1997)

FrontCover1Da macht einer im Jahre 1995 sein Abitur im Gymnasium Starnberg, um dann 2 Jahre später quasi im Alleingang diese Benefiz-CD aufzunehmen.

„André Hasrtmann, geboren 1976 in Starnberg, erhielt seit seinem 5. Lebensjahr Klavierunerricht bei seiner Schwester Astrid Hofmann, bis er 1995 sein Studium an der Hochschule für Musik begann.

Sein Mitwirken an Konzerten und Soloabende führten ihn bisher unter anderem nach Estland und in die Ukraine.“ (Kurzvita aus dem booklet).

Und diese CD hatte seine ganz besondere Bewandtnis:

„Diese CD wurde im Sommer 1997 zugunsten der Hilfskation für krebkranke Kinder „Millionen für Melodien“ produziert und wird bundesweit verteilt. Ab Dezember 1997 sind Informationen über das Spendenergebnis bei André Hartmann erhältlich“.

nun dnn, bis zum Jahr 2002 kamen so 50.000 € zusammen … da kann man nur sagen: Respekt !

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Aber das ist bei weitem nicht alles, was über diesen André Hartmann zu berichten ist. Denn so ging´s mit ihm dann weiter (man lese und staune):

2012: 2. Preis Goldene Weißwurst (München)

2010: Debüt als Singspiel-Darsteller von Münchens OB Christian Ude beim Starkbieranstich
auf dem Nockherberg in München (bis 2012)

2009: Übernahme des Zepters als Herzog Kasimir III bei den Damischen Rittern

2006: Förderpreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft

2005: Moderation German Ball der Deutschen Handelskammer in Beijing / China

MichaelHartmann012005: Debüt als Singspiel-Darsteller von Bundeskanzler Gerhard Schröder beim Starkbieranstich
auf dem Nockherberg in München (bis 2008)

2003: 2. Staatsexamen als Musiklehrer an Gymnasien in Bayern

2003: 2. Preis Kabarett Kaktus (München)

2001: Mit 25 Jahren bereits Solo-Konzerte und Kabarettshows auf allen 6 Kontinenten

2001: Moderation mehrerer Faschingskonzerte an der Hochschule für Musik und Theater
in München (bis 2008)

2000: Abschluss an der Hochschule für Musik und Theater in München

1999: Pianist der Entertainerin und Sängerin Veronika von Quast (bis 2003)

1998: Gründung des gemeinnützigen Vereines Nepalhilfe Starnberg e.V. und der dadurch
vollfinanzierten Grundschule für ärmste Kinder in Lalitpur/Nepal

1997: Pianist des Verwandlungskünstlers Frank Astor (bis 2004)

1997: Sammlung von über 50.000 € für krebskranke Kinder in München mit der Benefiz-CD
“Millionen für Melodien” (bis 2002)

1995: Abitur am Gymnasium Starnberg

Diese Aufzählung ist alles andere als abschließend … 2019 erhielt er den Schwabinger Kunstpreis.

Also, wenn da einer sein musikalisches Talent mit seiner kabarettistischen Ader verknüpft, dann ist das schon mal eine besondere Erwähnung wert … Und demnächst tritt er in der Lach- und Schießgesellschaft in München auf … ich denke mal, das Vergnügen gönn´ ich mir.

Hier aber der klassische Pianist in Reinkultur … und auch da macht er wahrlich keine schlechte Figur !

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André Hartmann mit Christian Ude (dem damaligen Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München und einer Lokalpolitikerin namens Annette Ganssmüller-Maluche (SPD)

Besetzung:
André Hartmann (piano)

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Titel:

Johann Sebastian Bach:
01. Präludium c-Moll 1.56

Ludwig van Beethoven:
02. Mondscheinsonate op. 27 Nr. 2 Adagio sostenuto 5.23

Robert Schumann:
03. Träumerei 1.54
04. Wichtige Begebenheit 1.24

Felix Mendelssohn-Bartholdy:
05. Lieder ohne Worte op. 19 Nr. 1 2.26

Frederic Chopin:
06. Fantasie-Impromptu op. 66 4.47
07. Mazurka op. 7 Nr. 2 3.35
08. Mazurka op. 68 Nr. 3 1.40
09. Walzer cis-Moll op. 64 Nr. 2 2.256

Sergej Rachmaninow:
10. Prélude cis-Moll 4.41

George Gershwin:
11. Prélude No. 1 2.34
12. Oh Lady Be Good 1.13

Ernst Toch:
13. Der Jongleur op. 31 Nr. 3 1.57

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Und hier die Startseite seiner Homepage im Jahr 2019:

Website

Michael Schneider – An der Orgel in Amorbach (1979)

FrontCover1Dass das Billig-Label Europa sich bei seinen Musikproduktionen des öfteren „unbekannter, namenloser“ Musiker bediente, ist hinlänglich bekannt. Dieses Label konnte aber auch anders, wie diese Produktion beweist.

Michael Schneider (* 4. März 1909 in Weimar; † 26. November 1994 in Köln) war ein deutscher Organist, Chorleiter, Musikpädagoge und Musikwissenschaftler.

Michael Schneider studierte von 1927 bis 1930 an der Musikhochschule Weimar bei Bruno Hinze-Reinhold Klavier, bei Friedrich Martin Orgel und bei Richard Wetz Komposition. Anschließend ging er für ein Jahr an das kirchenmusikalische Institut in Leipzig, wo Karl Straube (Orgel), Kurt Thomas (Chorleitung) und Robert Teichmüller (Klavier) seine Lehrer waren.

Nach Abschluss seines Studiums wurde er zum Organisten an der Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche) in seiner Heimatstadt berufen und unterrichtete zugleich an der dortigen Musikhochschule. 1934 wurde er Hauptorganist und Kantor an der Matthäuskirche in München sowie 1935 Lehrer an der Staatlichen Akademie der Tonkunst.

MichaelSchneider011936 bis 1941 war Schneider Professor für Orgel und Leiter der Abteilung für evangelische Kirchenmusik an der Musikhochschule Köln und übernahm gleichzeitig die künstlerische Leitung des Kölner Bach-Vereins. An der Universität Köln promovierte er 1940 über Die Orgelspieltechnik des frühen 19. Jahrhunderts in Deutschland, dargestellt an den Orgelschulen der Zeit (erschienen Regensburg 1941, ²1964, ³1973) und schloss damit sein musikwissenschaftliches Studium, das er in Jena (Werner Danckert) und München (Rudolf von Ficker) begonnen hatte, ab. Während des Krieges leitete er von 1942 bis 1944 die Berliner Kantorei (Singgemeinschaft Rudolf Lamy), 1944/45 den Bruckner-Chor in Linz. 1945 ging er zurück nach München und wurde Organist und Kantor an der Markuskirche (1949 Kirchenmusikdirektor); ab 1948 unterrichtete er wieder an der Münchener Musikhochschule.

1951 war er drei Monate bei Marcel Dupré in Paris und folgte im gleichen Jahr einem Ruf an die Musikhochschule Detmold, wo er wiederum Professor für Orgel und Leiter der Abteilung für evangelische Kirchenmusik wurde und dort 1953–57 die Position des stellvertretenden Direktors bekleidete. Parallel dirigierte er von 1951 bis 1959 den Bielefelder Musikverein.

Ab 1958 lehrte er an der Berliner Musikhochschule und leitete von 1961 bis 1965 zugleich die Studentenkantorei der Technischen und der Freien Universität. Außerdem war er Organist an der Kirche zum Heilsbronnen. 1965 wechselte er nochmals an die Musikhochschule Köln und wurde hier erneut Leiter der Abteilung für evangelische Kirchenmusik, Orgelprofessor und zugleich Organist des Gürzenich-Orchesters. Nach seiner Emeritierung 1975 nahm er in Köln weiterhin einen Lehrauftrag wahr. Darüber hinaus setzte er seine umfangreiche Konzert- und freie Lehrtätigkeit im In- und Ausland fort, unter anderem auch als Gastprofessor an mehreren amerikanischen Universitäten.
Bedeutung

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Durch Karl Straube direkt mit der Reger-Tradition verbunden, versuchte er in seiner Spiel- und Unterrichtspraxis die Prinzipien der Leipziger Schule Straubes mit denen der Pariser Schule Duprés zu vereinigen. Dabei stand er neuen musikwissenschaftlichen Erkenntnissen und daraus resultierenden Entwicklungen für das Orgelspiel stets offen gegenüber. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen neoklassizistischen Orgelschule. Werke von Johann Nepomuk David, Karl Höller, Max Baumann, Hermann Schroeder (Orgelkonzert op. 25) und Frank Michael Beyer verdanken ihm ihre Uraufführung. Seit den 1950er Jahren machte er auch zahlreiche Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen, unter anderem mit Musik von Scheidt, Buxtehude, Pachelbel, Bach und Schroeder.

Michael Schneider prägte als Lehrer an fünf bedeutenden Musikhochschulen über Jahrzehnte die Organistenausbildung. Zu seinen Schülern gehörten Jürg Baur, Paul Damjakob, Egidius Doll, Hans Eugen Frischknecht, Johannes Geffert, Klaus Germann, Rudolf Innig, Klaus Dieter Kern, Jon Laukvik, Heinz Lohmann, Stefan Palm, Roland Ploeger, Andreas Rothkopf, Almut Rößler, Hartmut Schmidt, Ernst Triebel und Gerd Zacher. (Quelle: wikipedia)

Aufgenommen wurde diese exquisite Scheibe im Kloster Amorbach:

Kloster Amorbach

Kloster Amorbach

Das Kloster Amorbach im Odenwald war eine Benediktinerabtei und eine der frühesten Klostergründungen im mainfränkischen Raum. Es lag in Amorbach und wurde 1803 im Rahmen der Säkularisation aufgehoben. Seit 1803 gehören die Gebäude und Ländereien den Fürsten zu Leiningen.

Vier Benediktinerklöstern war von der fränkischen Zentralgewalt der Karolinger die Aufgabe zugewiesen, das unbesiedelte Waldgebiet des Odenwaldes zu erschließen: das Kloster Lorsch von Westen her[, das Kloster Fulda von Norden, das Kloster Amorbach von Osten und das Kloster Mosbach von Süden. Das Kloster Amorbach hatte die größte Bedeutung für die kirchliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung im östlichen Odenwald. (Quelle: wikipedia)

Und die dort beheimatete Orgel kann auf eine wahrlich beeindruckende Historie zurückblicken:

Als die heutige Fürstliche Kirche (damalige Benediktiner-Abteikirche) 1782 von der Werkstatt Stumm in Rhaunen-Sulzbach/Hunsrück ein Orgelwerk mit 45 Stimmen auf drei Manualen und Pedal erhielt, dessen Bau acht Jahre in Anspruch genommen hatte, besaß Amorbach nicht nur die größte jemals erbaute Stumm-Orgel, sondern zugleich eine der größten Barockorgeln Europas. Der monumentale, ganz in Weiß und Gold gehaltene Prospekt ist mit bildhauerischem Schmuck der Brüder Schäfer aus Karlstadt am Main verziert.

Karte

Eine erste Umgestaltung erfuhr die Orgel 1868 durch G.F.Steinmeyer & Co.; danach kam es im 20. Jahrhundert zu weiteren Veränderungen, bis 1982 eine durchgreifende Restaurierung durch die Firmen G.F.Steinmeyer & Co. und Johannes Klais erfolgte, welche die Orgel ihrem Originalzustand wieder näher brachte. Dabei wurden die drei Stumm’schen Manualwerke in Disposition und technischer Anlage originalgetreu rekonstruiert, die Pedaldisposition erweitert und ein Récit französischer Prägung als 4.Manual hinzugefügt, sodass die Orgel heute 66 Register besitzt, von denen 25 ganz oder teilweise noch von 1782 stammen. Zu den insgesamt 5116 Pfeifen kommen noch 30 Schalenglocken eines Diskant-Glockenspiels hinzu.

Das Instrument steht im Mittelpunkt der „Amorbacher Abteikonzerte“, einer mit international renommierten Künstlern besetzten Reihe, die seit mehr als 60 Jahren einen Anziehungspunkt für Musikfreunde aus ganz Deutschland bildet.

Um die Stumm-Orgel auch breiteren Hörerkreisen zu erschließen, finden darüber hinaus Orgelvorspiele und Orgelführungen statt. Des weiteren erklingt das Werk bei den regelmäßigen Gottesdiensten der evangelischen Gemeinde. (Quelle: orgel-information.de)

Man höre und geniesse und diesem Genuss haben wir mal wieder dem Mr. Yancy aus dem schönen Hessenlande zu verdanken !!!

Die Orgel im Kloster Amorbach

Die Orgel im Kloster Amorbach

Besetzung:
Michael Schneider (organ)

BackCoverTitel:
01. Präludium und Fuge in G-moll (Buxtehude) 8.03
02. Choralvorspiel „In Dir Ist Freude“ BWV 615 (Bach) 2.47
03. Präludium und Fuge d-moll op.37 Nr.3 (Bartholdy) 8.04
04. Sonate Nr. 1 Es-dur BWV 525 (Bach) 10.01
05. Choralvorspiel „Wachet Auf, Ruft Uns Die Stimme“ BWV 645 (Bach) 4.48
06. Ciacone In F (Pachelbel) 7.20
07. Präludium Und Fuge In A-moll BWV 543 (Bach) 7.55

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CDFront+BackCover

CD Front+ Backcover

Matthias Dreißig – An der Schuke-Orgel (Predigerkirche Erfurt) (2005)

Interessant, dass diverse Orgel-Alben stets in Verbindung mit dem jeweiligen Orgelerbauer gebracht werden. So auch hier:

Die Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH ist eine deutsche Orgelbaufirma aus Potsdam.

Das Unternehmen wurde 1820 durch den Orgelbauer Gottlieb Heise in Potsdam gegründet. Im Jahr 1848 übernahm sein Schüler Carl Ludwig Gesell die Firmenleitung, zunächst zusammen mit Gustav Schulz, der sich aber bald selbstständig machte. Ab 1868 übernahm der Sohn Carl Eduard Gesell die Führung. Als dieser 1894 kinderlos starb, kaufte Alexander Schuke das Unternehmen, das er in der Folgezeit zu einer der bekanntesten Orgelbaufirmen machte. Nach seinem Tod 1933 leiteten die beiden Söhne, Karl Ludwig Schuke und Hans Joachim Schuke, das Unternehmen gemeinsam.

1950 entschieden die beiden Brüder, in Berlin eine zweite Orgelbauwerkstatt zu gründen. Die damalige politische und wirtschaftliche Situation im Nachkriegs-Deutschland ließ es ratsam erscheinen, im Fall sich wirtschaftlich weiter einengender Verhältnisse im Westteil Berlins eine betriebsbereite Arbeitsmöglichkeit zu schaffen. Hans-Joachim Schuke führte die Potsdamer Firma, die weiter in Privathand war, allein weiter. Karl Schuke nahm mit seinem Umzug 1953 nach Berlin die Gelegenheit wahr, die Berliner Werkstatt vom Potsdamer Betrieb zu trennen und führte sie SchukeOrgelunter dem Namen Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH weiter. 1972 wurde das Unternehmen in der DDR enteignet und als VEB Potsdamer Schuke Orgelbau weitergeführt. Orgelbaumeister Matthias Schuke, seit 1974 Mitarbeiter, reprivatisierte 1990 im Zuge der ökonomischen und politischen Wende das Unternehmen erfolgreich und ist seit dieser Zeit Inhaber und Geschäftsführer.

2004 bezog das Unternehmen ein neues Werkstattgebäude in den Havelauen in Werder (Havel).

Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Auslieferung von Orgelneubauten in die Ukraine und nach Russland sowie von Zahlungsausfällen aus diesen Ländern musste die Firma im November 2014 Insolvenz anmelden. Aus Solidarität mit der traditionsreichen Orgelbaufirma zogen einige Kunden geplante Aufträge vor. Der Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorf, der das Unternehmen saniert, geht davon aus, dass die Alexander Schuke Orgelbau GmbH Mitte des Jahres 2015 wieder auf eigenen Füßen stehen wird.

Alexander Schuke baute zunächst die Kegellade, die er bei seinem Lehrmeister Eduard Gesell kennengelernt hatte. In solider Konstruktion verband er diese Technik mit der Röhrenpneumatik. Bald entwickelte sich die Firma neben Dinse und Sauer zu einem der führenden Orgelbauunternehmen in Brandenburg. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die elektrische Traktur standardmäßig eingeführt. Im Zuge der Orgelreformbewegungen unter Albert Schweitzer und Hans Henny Jahnn orientierte Schuke sich jedoch wieder an den Prinzipien des klassischen Orgelbaus und kehrte zur mechanischen Schleiflade zurück. Ende der 1950er Jahre wurden die ersten Restaurierungen historischer Instrumente durchgeführt. Inzwischen ist das Unternehmen durch bedeutende Restaurierungen hervorgetreten, so bei der Scherer-Orgel in Tangermünde (1624) und den Wagner-Orgeln in Brandenburg an der Havel (1725) und Angermünde (1744). In Zusammenarbeit mit Schuke entwickelt die Universität Potsdam Messverfahren, mit denen die originalgetreue Klanggebung historischer Orgelpfeifen ermittelt werden kann.

Die Opus-Liste umfasst 627 Orgelneubauten zwischen 1895 und 2011. Hinzu kommen mehr als 60 Restaurierungen, deren Anteil seit dem Ende der 1990er Jahre stark zugenommen hat, sowie etliche Umbauten und Erweiterungen bestehender Werke. (Quelle: wikipedia)

Und auf der Schuke Orgel in der Predigerkirch zu Erfurt verzaubert uns Matthias Dreißig mit machtvollen Orgelklängen, die, ja, die ich immer wieder aufs neue liebe.

MathiasDreissig
Und allein seine Kurzvita ist beeindruckend:

1979 – 1984 Studium der Kirchenmusik an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar bei Prof. Rainer Böhme

1984 – 1988 Zusatzstudium im Rahmen der Absolventenförderung bei KMD Prof. Johannes Schäfer

1983 Teilnahme an den Prager Meisterkursen

1984 Diplom und 4. Platz beim Internationalen Orgelwettbewerb „Prager Frühling“

seit 1984 Dozent für Orgel an der Evang. Hochschule für Kirchenmusik Halle/Saale

1985 – 1994 Kantor in Bad Frankenhausen/Kyffh.

seit 1994 Organist der Predigerkirche Erfurt

seit 1995 Lehrauftrag für Orgel an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar

2000 Verleihung des Titels „Kirchenmusikdirektor“

2005 Berufung zum Honorarprofessor an die Musikhochschule „Franz Liszt“ Weimar

rege Konzerttätigkeit im In-und Ausland (Tschechien, Schweiz, Italien, Rumänien, Frankreich, Polen, Russland, Finnland, Dänemark, Litauen)

Also … lausche, wer lauschen kann (und mag) und lese, wer lesen kann (*g*), denn im Begleitheft findet man eine Fülle von Informationen zu den einzelnen Werken.

Booklet01ABesetzung:
Matthias Dreißig

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Titel:

Johann Sebastian Bach:

Präludium und Fuge c-moll BWV 546:
01. Präludium 7.30
02. Fuge 6.29

Aus dem Dritten Teil der „Clavier-Übung“

03. „Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit“ BWV 669, 3.00
04. „Christe, aller Welt Trost“ BWV 670, 4.59
05. „Kyrie, Gott heiliger Geist“ BWV 671, 4.57

Felix Mendelssohn Bartholdy:

Sonate Nr. 1 f-moll, op. 65
06. Allegro moderato e serioso, 5.55
07. Adagio, 3.34
08. Andante – Rezitativ, 3.58
09. Allegro assai vivace, 03:33

Johann Pachelbel:
10. Ciacona f-moll, 8.39

Sigfrid Karg-Elert:

Passacaglia und Fuge über B-A-C-H, op. 150
11. Passacaglia, 14.45
12. Fuge, 07:26

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Weihnachten 2018 (18): Verschiedene Interpreten – Hörmal – Denkmale zum Klingen bringen – Festliche Weihnachtsmusik (2014)

FrontCover1Eine wirklich gute Idee:

Da gibt es die Deutsche Stiftung Denkmalschutz:

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist inzwischen zur größten Bürgerinitiative in Sachen Denkmalschutz in Deutschland gewachsen. Die Stiftung hilft vor allem dort, wo öffentliche Mittel nicht ausreichend zur Verfügung stehen. So konnten viele fast verloren geglaubte Kulturschätze in ganz Deutschland bewahrt werden. Dass dies gelang, ist vor allem den über 200.000 Förderern zu verdanken.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

– ist eine private, gemeinnützige Stiftung
– hat das Vertrauen von über 200.000 Förderern
–  hat die denkmalgerechte Restaurierung von bereits mehr als 4.500 Denkmalen gefördert
– konnte schon mehr als 500 Millionen Euro für ihre Arbeit einsetzen
– wurde 1985 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten
– koordiniert bundesweit den Tag des offenen Denkmals
– begeistert Kinder und Jugendliche durch das Schulprogramm denkmal aktiv und die Jugendbauhütten für den Denkmalschutz
– bietet Fachleuten und Laien vielfältige Veranstaltungen in ihrer DenkmalAkademie
– ist bundesweit durch Ehrenamtliche in rund 80 Ortskuratorien vertreten

TitelbildJahresbericht2013Wer kurz nach der deutschen Wiedervereinigung Quedlinburg, Görlitz oder Erfurt besuchte, sah, dass hier rasch gehandelt werden musste. Viele Denkmale drohten für immer verloren zu gehen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte hier viel bewegen und leisten – doch ein Blick in die Zukunft zeigt, dass wir erneut vor einer gewaltigen Aufgabe stehen. In den Jahren der solidarischen Kraftanstrengung zugunsten der Menschen und Denkmale in den östlichen Bundesländern ist ein erheblicher Sanierungsbedarf in den westlichen Bundesländern aufgelaufen. Staat und Kommunen können diese Aufgabe kaum alleine bewältigen. Ohne die Bürgergesellschaft, ohne ein neues Mäzenatentum, ohne eine weitere Stärkung des Ehrenamts werden auch diese Denkmale nicht zu retten sein.(Selbstdarstellung)

Und diese Stiftung veröffentlich auch CD´s, nicht nur, aber auch zum Weihnachtsfest. Hier die aktuelle CD, die man kostenlos erwerben und natürlich mit einer Spende die Stiftung unterstützen kann.

Und wer das mit dem Geschenk nicht glaubt, lese gleich nochmals:

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz verschenkt auch vor Weihnachten 2014 wieder eine Musik-CD mit festlicher Weihnachtsmusik.

Die CD enthält in diesem Jahr Werke von Felix Mendelssohn Bartoldy, Johann Sebastian Bach, Johann Melchior Molter, Gottfried Heinrich Stölzel, Francesco Onofrio Manfredinin, Giuseppe Sammartini, Johann Pachelbel, Johann Wenzel Stamitz, Dieterich Buxtehude sowie traditionelle deutsche Weihnachtslieder.

Zur Einstimmung läuten wie in den letzten Jahren die Glocken der bayerischen Wieskirche in Steingaden.

Dank des Einsatzes der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnten bereits über 4.300 wertvolle Kirchen, Schlösser und Burgen, Parklandschaften, Bürgerhäuser und technische Denkmale vor dem Verfall gerettet und erhalten werden.

Die Spenden für die CD fließen in die Restaurierung gefährdeter Kirchen. (Quelle: werbegeschenkemuseum.de)

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Klassische und damit festliche Weihnachtsmusik wird geboten … dargeboten von hochkarätigen Ensembles … und ja … ich geniesse derart festliche Musik. Gelegentlich frage ich mich, warum gerade die Barockmusik so viel von dieser festlichen Weihnachtsmusik geschaffen hat. Ich vermute mal, dass all die damaligen Komponisten auch sehr stark ihren Lohn von kirchlichen Fürstentümern erhalten haben … dass Brot ich ess´, des Lied ich sing´.

Aber diese profanen Gedanken sollen natürlich keinen abhalten, schwelgend diese Musik zu geniessen. Und wer sich mit dieser Stiftung näher beschäftigen will, dem habe ich den Jahresbericht 2013 beigelegt.

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Titel:

Kirchenglocken:
01. Wieskirchen, Steingade 0.52

Felix Mendelssohn Bartholdy:
02. Dresdner Philharmonie + Dresdner Kreuzchor: Vom Himmel hoch da komm ich her 5.37

Johann Sebastian Bach:
03. Deutsche Bachsolisten + Süddeutscher Madrigalchor: Gloria in excelsis deo 1.18

Johann Melchior Molter:
04. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Concerto Pastorale – Larghetto 1.43

Gottfried Heinrich Stölzel: Weihnachtsoratorium in Form eines Kantatenzyklus):
05. Weimarer Barockensemble: Ehre sei Gott in der Höhe 1.54
06. Weimarer Barockensemble: Des lasst uns alle fröhlich sein 0.40
07. Weimarer Barockensemble: Ich sehe den Himmel offen 0.42
08. Weimarer Barockensemble: Breit aus die Flügel beide 0.56
09. Weimarer Barockensemble: Kündlich groß ist das gottselige Geheimnis 1.50

Max Reger:
10. Friedemann Winklhofer + Windsbacher Knabenchor: Schlag mein Kindelein 3.45

Francesco Manfredini:
11. Neues Berliner Kammerorchester: Concerto grosso „per il Santissimo Natale“ 4.08

Johann Sebastian Bach:
12. Vokalensemble Frankfurt + Concerto Köln: Weihnachtsoratorium – Ehre sei dir, Gott, gesungen 6.04

Felix Mendelssohn Bartholdy:
13. Dresdner Kreuzchor: Ave Maria, op. 23, Nr. 2 5.52

Giuseppe Sammartini:
14. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Concerto grosse op. 5/6  4.39

Johann Pachelbel:
15. Regensburger Domspatzen: Der Herr ist König 4.04

Johann Wenzel Stamitz:
16. Kurpfälzisches Kammerorchester Ludwigshafen-Mannheim: Sinfonia Pastorale – Presto 3.15
17. Kurpfälzisches Kammerorchester Ludwigshafen-Mannheim: Sinfonia Pastorale – Larghetto 4.19

Dietrich Buxtehude:
18. Hans-Jürgen Kaiser: Präludium D-Dur 5.57

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Verschiedene Interpreten – Klassischer Kompass (60er Jahre)

FrontCover1.Werbesingles dieser Art gab es früher (und vermutlich auch heute, wenngleich sich das Medium „Single“ natürlich überlebt hat) zuhauf.

Bei dieser Philips Produktion hat man sich ganz besonders viel Mühe gegeben, denn hier gibt es nicht nur 9 klassische Melodien …

… sondern quasi als Zugabe ein 12 seitiges Begleitheft, das ausführlich über die damaligen Angebote der klassischen Musik aus dem Hause Philips informierte.

Dazu gab es dann auch noch jede Menge wohlfeile, schmeichelnde Texte wie diese:

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Und dann folgt eben dieser Katalog der damals verfügbaren Philips LP´s aus dem Bereich der klassischen Musik.

Und – als Sammler – mag man natürlich just solche Raritäten mit all den bunten Bildchen …

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Und als Sammler ist man dann verärgert, wenn man dann nicht erfährt, welche Künstler diese Aufnahmen eingespielt haben … ich habe zumindest keine entsprechenden Informationen gefunden.

Nun gut, immerhin kann man neben all den bunten Bildchen auch klassische Musik (quasi im Schnelldurchlauf) entdecken … ich empfehle mal die Ausschnitte „Symphonie Nr. 8 H-Moll „Unvollendete“ (von Franz Schubert) und natürlich „Eine kleine Nachtmusik G-Dur KV 525 “ … der Mozart Klassiker schlechthin.

Und von Gaetano Donizetti habe ich ja noch nie etwas gehört:

Domenico Gaetano Maria Donizetti (* 29. November 1797 in Borgo Canale, heute in Bergamo in Italien; † 8. April 1848 in Bergamo) war einer der wichtigsten Opernkomponisten des Belcanto. Einige seiner Opern wie Anna Bolena (1830), L’elisir d’amore (1832), Lucia di Lammermoor (1835), La fille du régiment (1840), La favorite (1840) und Don Pasquale (1843) gehören zum Standardrepertoire der Opernhäuser weltweit. (Quelle: wikipedia)

Aha !

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Titel:

Ludwig van Beethoven:
01. Violinenkonzert D-Dur Op. 61 / 2.10

Wolfgang Amadeus Mozart:
02. Klavierkonzert B-Dur KV 595 / 1.09

Felix Mendelssohn Bartholdy:
03.  Violinenkonzert E-Moll Op. 64 / 1.16

Franz Schubert:
04. Symphonie Nr. 8 H-Moll „Unvollendete“ / 2.39

Wolfgang Amadeus Mozart:
05. Eine kleine Nachtmusik G-Dur KV 525 / 1.42

Franz Schubert:
06.  Ausschnitt aus der Ballettmusik Nr. 2 „Rosamunde“  / 0.55

Wolfgang Amadeus Mozart:
07. Ausschnitt aus der Kanzone des Cherubin Aus „Figaros Hochzeit“ / 1.34
08. „Ständchen“ (Horch auf den Klang der Zither) aus „Don Giovanni“  / 0.55

Gaetano Donizetti:
09.  Ausschnitt aus dem Dienerchor aus „Don Pasquale“ / 1.31

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Münchner Symphoniker – Felix Mendelsson-Bartholdy (2009)

frontcover1Nicht mehr wegzudenken sind die Münchner Symphoniker von der klassischen Konzertszene in München, entstanden sind sie, in jenem Jahr, als der deutsche Albtraum zu Ende ging.

Das Orchester wurde 1945 von Kurt Graunke als Symphonie-Orchester Graunke gegründet. Co-Dirigent war Bernhard Kaun. Seit 1990 trägt es seinen heutigen Namen. Bis 1989 leitete Graunke das von ihm gegründete Orchester, dann übernahm Christoph Stepp den Dirigentenstab. Von 1999 bis 2006 war Heiko Mathias Förster Chefdirigent. Von September 2006 bis April 2013   war Georg Schmöhe Chefdirigent. Seit der Saison 2014/2015 hat Kevin John Edusei die Position des Chefdirigenten inne. Ehrendirigent des Orchesters ist seit der Konzertsaison 2004/2005 Philippe Entremont.

Am 25. September 1945 trat das Orchester mit einem Wohltätigkeitskonzert zugunsten des Bayerischen Roten Kreuzes erstmals ans Licht der Öffentlichkeit. Im folgenden Jahr war das Orchester auch schon bei Radio München zu hören. Seit 1949 trat das Symphonie-Orchester Graunke regelmäßig öffentlich auf. Die heutigen Münchner Symphoniker spielen rund 100 Aufführungen pro Jahr, davon 26 Konzerte in vier Abonnementreihen im Münchner Herkulessaal, im Prinzregententheater und der Münchner Philharmonie im Gasteig.

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Kurt Graunke

Als Ableger der Münchner Symphoniker entstanden in der Spielzeit 2003/04 die Munich Symphony Pops für gehobene sinfonische Unterhaltungsmusik. Die Marke Munich Symphony Pops wurde mit der Spielzeit 2008/ 2009 eingestellt. Seit der Spielzeit 2008/ 2009 zeigt das Orchester in seinem Logo den Münchner Friedensengel und führt den Beinamen Der Klang unserer Stadt.

Das klassisch-romantische Orchester-Repertoire steht für die Münchner Symphoniker im Zentrum. Dabei ist es das Ziel des Orchesters, die Tradition zu pflegen und gleichzeitig neue Hörerlebnisse zu schaffen. Namhafte Solisten und aufstrebende Jungstars der Klassikszene gastieren gerne als Partner des Orchesters. Auch am Dirigentenpult stehen erfahrene Dirigenten neben solchen, deren große Karriere gerade begonnen hat. Zum Beispiel steht mit dem deutsch-amerikanischen Dirigenten Ken-David Masur als erstem Gastdirigenten ein weiterer junger Dirigent am Pult.

Das Orchester besteht aus 60 fest angestellten Musikern. Rechtlicher Träger des Orchesters ist der als gemeinnützig anerkannte Verein Münchner Symphoniker e.V.Das Orchester wird vom Freistaat Bayern, der Stadtsparkasse München sowie dem Bezirk Oberbayern finanziell unterstützt.(Quelle: wikipedia)

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Und weil diese CD mit Unterstützung der Stadtsparkasse München entstand, dürfen sich die hier auch zu Worte melden:

„Seit 2004 sind wir, „Die Bank unserer Stadt“, Partner des Orchester. Denn als „Klang unserer Stadt“ bilden die Symphoniker einen wichtigen Bestandteil regionaler Musikkultur. Die Begeisterung der Besucher für die Münchner Symphoniker zeigt uns immer wieder, dass unsere Partnerschaft mit dem Orchester die richtige Entscheidung war.

Die Förderung von Kunst und Kultur liegt der Stadtsparkasse München am Herzen. Wir engagieren uns in hohem Maß für das soziale und kulturelle Leben in unserer Stadt. Die Partnerschaft mit den Münchner Symphonikern zählt für die Stadtsparkasse München zu einem unserer wichtigsten“

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Münchner Symphoniker (hier mit den Musiker von Dreiviertelblut, 2016)

Auf diesem Kooperations-Album zwischen Sparkasse und Münchner Symphoniker werden zwei Symphonien von Felix Mendelssohn-Bartholdy zu Gehör gebracht. Die 3. („Schottische“) und 4. Italienische“) Symphonie.

Die Sinfonie Nr. 3 in a-Moll op. 56, die „Schottische“ (MWV N 18), von Felix Mendelssohn Bartholdy ist eine romantische Sinfonie in vier Sätzen. Die Aufführungsdauer beträgt ca. 40 Minuten.

Im Frühjahr 1829 bereiste der damals 20-jährige Mendelssohn zum ersten Mal die britischen Inseln. Nach einer Reihe erfolgreicher Konzertauftritte in London machte er sich im Juli in Begleitung seines Freundes Karl Klingemann nach Schottland auf, um Stätten der Erinnerung an Maria Stuart, die nördlichen Highlands und die Hebriden zu besuchen. Die düstere Natur des Landes zog Mendelssohn unmittelbar an. Seine Eindrücke verarbeitete er musikalisch in der Ouvertüre Die Hebriden und in der 3. Sinfonie, zu der er noch 1829 erste Skizzen notierte.

Dennoch beschäftigte ihn dieses Werk am längsten von all seinen Sinfonien: Erst 1842, also dreizehn Jahre später, vollendete er das Werk. Es ist damit die letzte von Mendelssohns fünf Sinfonien, erhielt aber dennoch eine niedrigere Nummerierung, da die früher entstandene „Italienische“ und die „Reformationssinfonie“ erst später veröffentlicht wurden.

Die Uraufführung fand am 3. März 1842 im Leipziger Gewandhaus unter der Leitung des Komponisten statt.

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Felix Mendelssohn-Bartholdy

Die Sinfonie Nr. 4 in A-Dur op. 90, „Italienische“ (MWV N 16) von Felix Mendelssohn Bartholdy ist eine romantische Sinfonie in vier Sätzen. Die Aufführungsdauer beträgt ca. 30 Minuten. Das Werk gehört heute zu den meistaufgeführten Orchesterwerken Mendelssohns.

Nachdem Mendelssohn 1829 die britischen Inseln bereist hatte, brach er im Mai des folgenden Jahres zu einer weiteren Bildungsreise nach Italien auf, die knapp zwei Jahre dauern sollte. Die Reiseroute führte über Venedig, Florenz, Rom, Neapel, Pompeji, Genua und Mailand. Als ein literarischer Reiseführer diente Goethes Italienische Reise. Unter den vielfältigen Eindrücken begann Mendelssohn die Sinfonie zu konzipieren, die er dann 1832/33 in Berlin vollendete.

Die Uraufführung fand am 13. Mai 1833 in der Philharmonic Society in London unter der Leitung des Komponisten statt. Die Uraufführung geriet zu einem glänzenden Erfolg sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern, blieb aber die einzige Aufführung zu Mendelssohns Lebzeiten.

Nach der Uraufführung stellte Mendelssohn das Werk für eine Revision zurück, an der er im Sommer 1834 arbeitete, die er jedoch nie abschloss. Insgesamt liegt die Sinfonie in drei Fassungen vor, von denen aber keine vom Komponisten zur Druckreife gebracht wurde. Das Werk ist in der Reihe der Sinfonien Mendelssohns eigentlich die dritte, wurde jedoch erst 1851, also postum und nach der „Schottischen“ aus dem Nachlass verlegt und erhielt daher die höhere Nummerierung und Opuszahl. Die Partitur wurde von Julius Rietz herausgegeben, der sich weitgehend an die chronologisch letzte Fassung hielt, aber auch eigene Angleichungen vornahm. (Quelle: wikipedia)

Eine feine Scheibe, die mir noch nicht sonderlich gut bekannten Felix Mendelssohn Bartholdy nun wirklich näher brachte … und ja … ich habe Geschmack daran gefunden.

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Georg Schmöhe mit den Münchner Symphonikern

Besetzung:
Münchner Symphoniker unter der Leitung von Georg Schmöhe

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Titel:

Sinfonie Nr. 3 in a-Moll op. 56, die „Schottische“ (MWV N 18):
01. Andante 12.32
02. Vivace 4.20
03. Adagio 9.34
04. Allegro 9.51

Sinfonie Nr. 4 in A-Dur op. 90, „Italienische“ (MWV N 16):
05. Allegro 8.12.
06. Andante 6.15
07. Con moto moderato 6.18
08. Saltarello 5.38

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