Nana Mouskouri – Traumland der Sehnsucht (1963)

FrontCover1Einerseits ne kleine EP mit 6 Liedern, andererseits ein spannendes Stück Zeit- und Kulturgeschichte … die Geschichte der Deutschen und der Griechen Anfang der 60er Jahre. Aber dazu muss man ein wenig ausholen:

Im Athener Kafenion „Floka“ trafen sich Ende der Fünfziger Jahre Wolfgang Mueller-Sehn und der griechische Komponist Manos  Hadjidakis und schlossen den Vertrag über die Filmmusik zu  einem Dokumentarfilm über Griechenland. Manos Hadjidakis war zu dieser Zeit bereits ein international  bekannter Komponist. Sein allererstes Lied kennen alle Nana  Mouskouri-Fans: „Hartino to Fengaraki“ (Papiermond). Sie sang  es auf ihrer weltweiten Abschiedstournee am Ende jedes ihrer  Konzerte. Hadjidakis hatte es für ein Theaterstück „Endstation  Sehnsucht“ von Tennessee Williams geschrieben. Viele kennen  vielleicht den gleichnamigen Film mit Marlon Brando in der  Hauptrolle.   1960 gewann Hadjidakis mit dem Lied „Ta Paidia tou Peiraia“  (Ein Schiff wird kommen) für den Film „Sonntags …nie“ einen  Oscar für das beste Lied. Wolfgang Mueller-Sehn beschrieb Manos Hadjidakis als einen  netten Mann, dessen Arbeitsweise unkonventionell gewesen  wäre. Wenn ihm nachts etwas gelungen war, beorderte er die  Betreffenden zu sich. Zu den Proben soll er häufig ohne Partitur  erschienen sein. Während der gemeinsamen Arbeit mit den  Musikern komponierte er. Auch Nana Mouskouri beschrieb diese Arbeitsweise in ihrer Biografie. Die Ergebnisse aber waren FilmBüheKinoprogramm1großartig. Hadjidakis lobte die Arbeit des Regisseurs und Kameramannes  Mueller-Sehn und seiner Frau Lilo. Sie hätten Griechenland zwei  Jahre durchkreuzt und über 20000 Meter Film gedreht, die einen  einmalig schönen Film über Griechenland hervorgebracht hätten.  Einen solchen Film habe es noch nicht gegeben. Lilo Mueller-Sehn schilderte Eindrücke ihrer weiten Reise wie folgt:   „Je abgelegener die Gegend, um so größer war die Gastfreundschaft und Herzlichkeit, mit der man uns aufnahm. Hier herrschen noch die  alten Bräuche wie zu Urväter Zeiten, und die bunten Trachten  werden auch noch am Werktag getragen. In unserem Film wollen wir  nicht nur das Land zeigen, sondern vor allem auch das Leben der  Menschen, der modernen Großstädter ebenso wie das der Hirten  und Mönche in den letzten, schwer erreichbaren Winkeln Europas.“  (Quelle: Das neue Filmprogramm „Traumland der Sehnsucht“) In der gesamten Zeit der Reisen, die, großzügig unterstützt durch  das griechische Königshaus, durch das gesamte Staatsgebiet  Griechenlands einschließlich der griechischen Inseln führten, hielt sie an allen Drehorten ihre Eindrücke mit ihrem Fotoapparat fest. Diese  wunderschönen Aufnahmen veröffentlichte sie in ihren Büchern  „Griechische Reise: Von Saloniki bis zur Südspitze des Peloponnes –  Europas Ferienstrassen“ und „Griechische Inseln: Von Kreta bis  Lesbos / von Korfu bis Rhodos“. Damit schuf sie bleibende Zeit-  dokumente, mit denen man sich den Inhalt des Films „Traumland der Sehnsucht“ weitestgehend erschließen  kann. Der Film selbst fristet in Form eines  Unikats im Bundesarchiv – Filmarchiv – in  Berlin sein trauriges Dasein, 1959 traf Manos Hadjidakis Nana Mous-  kouri, eine junge, enthusiastische Sängerin,  die mit einer wunderbaren Stimme ausge-  stattet war. Sie interpretierte seine Lieder  so, wie er es sich vorgestellt hatte. Zu die-  ser Zeit war noch nicht ersichtlich, dass sich  hier ein musikalisches Traumpaar gefunden  hatte. Sie wurde “seine” Sängerin. Der Telegraph beschrieb sie wie folgt: „… Nana Mouskouri, sehr bescheiden mit  dunklen, etwas schüchternen Augen, ist der  unsichtbare Filmstar … Sie ist von Hause  aus Opernsängerin, lernte den Komponisten Manos Hadjidakis kennen und kreiert seit-  dem seine Kompositionen. Das weltbekann-  te Lied „Ein Schiff wird kommen“ („Sonntags  nie“) ist zuerst durch sie in Griechenland zu großer Beliebtheit gekommen.“ (”Telegraph”, Berlin, 28. Juni1961 „Gäste aus dem Süden“) In den damaligen Filmprogrammen erschien nur der Name Nana Mouskouri, nicht ihr Bild. Wenn man damals geahnt hätte, welche  glänzende Karriere vor ihr lag, wäre mit Sicherheit eine andere Entscheidung getroffen worden. (Quelle: weisse-rosen-aus-athen.de; eine sehr empfehlenswerte Seite, die akribisch jenen Film ausführlich und sehr liebevoll würdigt).

Filmankündigung

Immerhin war Nana Mouskouri in Deutschland schon so bekannt, dass man dann diese EP im Jahre 1963 auf den Markt brachte. Bemerkenswert: Sie singt hier griechisch, die deutschen Titel waren wohl lediglich dazu gemacht, dem Käufer die Kaufentscheidung leichter zu machen.

Auch wenn mich der Film Alexis Zorbas mein eigentliches Interesse an Griechenland geweckt hat, auch solche Singles haben dazu beigetragen, dass sich der Horizont von „uns Deutschen“ erweitern konnte … und unter diesem Aspekt ist dieses Frühwerk von Nana Mouskouri nicht hoch genug einzuschätzen. Und Jahre später sang dann Udo Jürgens „Griechischer Wein“ und wurde und wird dafür in Griechenland bis heute verehrt … aber das ist ne andere Geschichte …

NanaMouskouri1961

Nana Mouskouri, 1961

Besetzung:
Nana Mouskouri (vocals)
+
unbekanntes Orchester

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Titel:
01. Erntelied (Gatsos/Hadjidakis) 1.14
02. Missolonghi-Lied (Hadjidakis) 2.06
03. Wäscherinnenchor mit Erntelied (Hadjidakis) 1.59
04. Athen-Lied (Gatsos/Hadjidakis) 3.18
05. Das Lied der Ägäis (Hadjidakis) 2.01
06. Erntelied (Gatsos/Hadjidakis) 0.56

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Die griechische Ausgabe der Single

Verschiedene Interpreten – Lieder die uns Brücken bauen (1971)

FrontCover1.JPGFrüher konnte ich solche Benefiz-Sampler eigentlich au den Tod nicht leiden. Heute sehe ich ihnen durchaus interessante Zeitdokumente … da sie etwas vom jeweiligen Zeitgeist verraten.

Und hier habe ich ein besonders schönes Beispiel … Ich nenn´das mal einen Sampler aus den glorreichen Tagen der Sozialdemokratie (und das nicht nur, weil Gustav Heinemann Bundespräsident war).

Und getreu dem Zeitgeist dieser Jahre gibt man sich in dem umfangreichen Booklet gesellschaftlich engagiert:

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Und bei diesem Album hat man sich dann auch noch die Mühe gemacht, jeden             einzelnen Song zu charakterisieren und so ist ein durchaus ansprechendes Album entstanden … mit viel Licht ..

Das geht schon los mit den beiden Sängerinnen Nana Mouskouri und Vicky Leandros (für beide empfinde ich ja immer wieder mal nne Portion Sympathie)

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Das Album bietet aber auch Künstler, die man nicht so unbedingt kennen kann, kennen muss … aber dennoch interessant sind.

So z.B. der Schweizer Bass Peter Lagger, der den Lee Marvin Hit „Wand’rin Star “ interpretiert.

Oder auch die Lee Patterson Singers, die mit ihrer Version von „Rock My Soul“ wie die Les Humphries Singers für arme klingen.

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Über Reinhard Mey und Hildegard Knef braucht man gar nicht diskutieren, hier hören wir zwei unbekanntere Lieder … sehr beeindruckend.

Na ja … und wenn der Louis Armstrong zu seinem „What A Wonderful World“ anhebt … da kann man wieder mal die tröstende und optimistische Kraft der Musik spüren und erleben … gerade für mich nach einer emotional sehr bewegenden Woche:

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Wo viel Licht, da ist natürlich auch Schatten. Auf Roger Whittaker hätte ich gerne verzichten können (wobei der Text ein wenig überrascht):

Now if you load your rifle right
And if you fix your bayonet so
And if you kill that man my friend
The one we call the foe
And if you do it often lad
And if you do it right
You’ll be a hero overnight
You’ll save your country from her plight
Remember God is always right
If you survive to see the sight
A friend now greeting foe
No you won’t believe in If anymore
It’s an illusion
It’s an illusion
No you won’t believe in If anymore
If is for children
If is for children
Building daydreams
If I knew then what I know now
(I thought I did you know somehow)
If I could have the time again
I’d take the sunshine leave the rain
If only time would trickle slow
Like rain that melts the fallen snow
If only Lord if only

Und  die Ramona (später dann aktiv bei Silver Convention) ist einfach nur albern …

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Gustave Heinemann (Mitte) mit den RK Funktionären Marcel A. Naville und Walter Bargatzky

Die Schirmherrschaft für dieses Album der bereits oben erwähnte Gustav Heinemann übernommen … der würde ja eigentlich mal einen eigenen Beitrag verdienen.

Nun gut …

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Titel:
01. Nana Mouskouri: Bridge Over Troubled Water (Simon) 4.14
02. Peter Lagger: Wand’rin Star (aus ,,Paint Your Wagon“) (Loewe/Lerner) 3.48
03. Vicky Leandros Singers: Wo ist er? (My Sweet Lord) (Harrison/Munro) 4.06
04. Roger Whittaker: I Don’t Believe In If Anymore (Whittaker) 3.18
05. Hildegard Knef: Insel meiner Angst (Hammerschmidt/Knef) 2.43
06. Louis Armstrong: What A Wonderful World (Weiss/Douglas) 3.19
07. The New Seekers: What Have They Done To My Song, Ma? (Safka) 3.18
08. Ramona: Alles, was wir woll’n auf Erden (Henning) 2.13
09. Lee Patterson Singers: Rock My Soul (Traditional) 1.56
10. Alexandra: Weißt du noch? (Oltra La Notte) (Vandor/Fishman/Alexandra) 2.45
11. Reinhard Mey: Heimkehr (Mey) 3.00
12. Oliver Franklin: A Song Of Joy (Beethoven/Rios/Orba/Parker/Lilibert) 3.19

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Werbung für weitere Benefiz-Schallplatten zugunsten des Roten Kreuz

Verschiedene Interpreten – Musik für Millionen – Eine musikalische Reise um die Welt (1964)

FrontCover1Die gute alte „Fernsehlotterie“ (früher hiess sie ja „Ein Platz an der Sonne“) … :

Die Deutsche Fernsehlotterie hat ihre Wurzeln in der Zeit der Berliner Blockade von 1948. Damals flogen die sogenannten Rosinenbomber der Alliierten, später dann die drei Fluggesellschaften PanAm, Air France und British European Airways Kinder aus dem isolierten West-Berlin nach Westdeutschland aus, damit diese dort ein paar erholsame Ferienwochen auf dem Lande unter dem Motto Ein Platz an der Sonne erleben konnten.

Das Motto ist auch als Maxime des deutschen Kolonialismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts bekannt. Der damalige deutsche Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Bernhard von Bülow, erklärte am 6. Dezember 1897, die Deutschen verlangten auch einen „Platz an der Sonne“ wie die anderen europäischen Kolonialmächte.

Ab 1956 wurde diese Hilfsaktion vom Ersten Deutschen Fernsehen unterstützt, indem die Losziehung erstmals am 28. April unter dem Motto Ferienplätze für Berliner Kinder im noch jungen Medium Fernsehen übertragen wurde. Dies war die Geburtsstunde der ARD-Fernsehlotterie. Als ihr Gründervater gilt Jochen Richert, damals Pressesprecher des Hilfswerks Berlin. Von ihm stammt auch der Slogan der Ziehung „Mit 5 Mark sind Sie dabei“. Beteiligt an der Entstehung der Fernsehlotterie waren darüber hinaus Ruprecht Essberger und Volker Starke. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Theodor Heuss spielte die Fernsehlotterie unter dem Titel Die Glückskarosse im Jahr 1959 umgerechnet 1,8 Millionen Euro für die Deutsche Künstlerhilfe ein.

Aufgrund der ständig wachsenden Beliebtheit und des Erfolgs der Lotterie wurde 1960 die Deutsche Fernsehlotterie GmbH gegründet, die auf gemeinnütziger Basis seither die Fernsehlotterie organisiert. Nachdem anfänglich vor allem Kindern geholfen wurde, dehnte man die Empfängergruppe ab 1959 auch auf kranke und ältere Menschen aus.

Im Jahr 1961 wurde die damals größte Lostrommel der Welt, der sogenannte Glückswirbel in Betrieb genommen. Es wurden bei einem Umsatz von rund 14 Mio. DM rund 2,8 Mio. Teilnehmer gezählt. (Quelle: wikipedia)

HeidiBrühl1963

Heidi Brühl wirbt für die Fernsehlotterie (1963)

Und im Jahre 1964 liess sich der Konzern Philips nicht lumpen und veröffentlichte eine „Philips-Sonderproduktion zur Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“. Um diese Langspielplatte allerdings zu erhalten, musste man dem Händler eine Einzahlung für die Fernsehlotterie nachwweisen (ganz schön perfide, im Jahr 2014 geht das einfacher *zwinker*).

Damals kam der „Reinerlös“ dieser Schallplatte der Stiftung „Hilfswerk Berlin“ zugute.  Na bitte … Wer will denn da meckern !

Musikalisch ist die LP ziemlich spannend, aufschlußreich und interessant – denn: zeigte sie uns damals doch, welch spannende Msuik es auserhalb unserer Breitengraden gab … und wer´s nicht glauben mag … soll einfach mal reinhören !

Von daher ist diese „Sonderproduktion“ eine echte Bereicherung !

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Titel:
01. Orchester Erwin Lehn & Die Jankowski-Singers: Ungarisches Mädel (Abraham) 2.34
02. Heidi Brühl + Chor und Orchester des „Theater Des Westens“: Hernandos Hideaway (Adler/Leader/Rumpf/Ross/Siegel) 2.31
03. Edi von Csoka mit seinem Zigeunerorchester:  Königs-Hora (Traditional) 1.54
04. Esther & Abi Ofarim: Viva la Feria () 1.46
05.  Roy Etzel  & Orchester Gert Wilden:  Non Ho L’Eta (Panzeri/Nisa) 2.59
06. Nana Mouskouri & Orchester Jakobus Dentjos: To Fegari Ine Kokkino (Der rosarote Mond) (Hadjidakis) 2.13
07. Gerhard Wendland & Orchester Heinz Alisch: Wenn der Herrgott will (Schwabach/Jary) 2.34
08.  Jan Maaten: La Paloma (Yradier) 2.13
09. Bill Justis und sein Orchester: Java (Toussiun7Tyler/Friday) 1.56
10.  Robert Trehy + Orchester des „Theater des Westens“: Wundervoll ist dieser Morgen (Oh, What A Beautiful Morning) (Hammerstein II/Rodgers/Storch) 2.33
11.  Pete Drake & his Talking Guitars: Sleep Walk (Farina/Johnny/Santo) 2.21
12.  Robert  Cocoi mit Bill Ador und sein Orchester: Je Serais Mieux Chez Moi (Dills/Gérald/Tillis) 3.09
13.  Tango-Orchester Malando: Ole Guapa (Malando) 3.03
14.  Luis Alberto del Parana und sein Trio Los Paraguayos mit Orchester: Perfidia (Warum ist Liebe nichts als Illusion?) (Domingues/Heagney/Cugat) 3.27
15.  Violetta Ferrari + Harald Juhnke + Orchester der „Komödie“, Berlin:  Du brauchst gar nichts zu sagen (Breffort/Bernhardt/Monnot) 2.24
16.  Chor + Orchester der Air Force, Hilversum: Eurovisions-Marsch (Coupertin) 3.00

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Werbeplakate60erJahre

Werbeplakate aus den Jahren 1963 und 1967

Verschiedene Interpreten – Lieder unserer Zeit in Licht und Schatten (1968)

FrontCover1Auf den ersten Blick eine weitere Benefiz Schallplatte (diesmal für das Deutsche Rote Kreuz), auf den zweiten Blick ein wirklich beachtenswertes Album.

Im Gegensatz zu vielen anderen LP´s der gleichen Art hat man sich nämlich durchaus Gedanken zur Musikauswahl gemacht und letztlich darauf verzichtet, einen Hit-Sampler zu veröffentlichen.

Stattdessen gibt es viele Lieder mit Tiefgang, thematisch handeln sie alle in sehr unterschiedlichen Formen von „Krieg und Frieden“ und so wundert es auch nicht, dass insbesondere Folksongs und Chansons Verwendung fanden.

Zu jedem Lied findet sich eine kleine Erläuterung auf der Innenseite des Covers.

So erfährt man z.B. dass das Lied „Hundert Mann und ein Befehl“ (eigentlich: „Ballad Of The Green Berets“ von Barry Sadler) von Heidi Brühl als Antikriegs-Songs interpretiert wird, „denn schließlich sind es immer die Frauen und Mütter, die den Preis für die Kriege bezahlen müssen

Man hört stimmungsvolle Gospel-Songs, einfach aber wirkundsvoll instrumentierte Folkssongs wie „There But For Fortune“) (von Phil Ochs, interpretiert von Vicky Leandros), „Die Moosoldaten“ (Don Paulin: arrangiert von Klaus Doldinger !) oder „La Mamma“. Und dann noch den Chanson „Göttingen“ von Barbara, ein Lied, das damals für Furore sorgte und ganz gewiss einen eigenen Blog-Beitrag verdient.

Schon überraschend diese Songauswahl und für heutige Hörer ist es auch eine Möglichkeit, sich mit unbekannteren Künstlern wie Owen Williams oder CorrenBrokken zu beschäftigen.

Und selbst die Trompeten-Nummern „Sunrise“ (Melody Of Peace) des Orchesters Mat Panas und die „Schiwago-Melodie“ (gespielt von Roy Etzel) fügen sich wunderbar in dieses Album ein. Und auch wenn der Titel des Albums etwas sperrig wirkt … reinhören lohnt sich allemal !

Die Grußworte auf der Rückseite des Covers sind dabei das unwichtigste.

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Titel:
01. Orchester Mat Panas: Sunrise (Panas) 2.45
02. Alexandra: Sehnsucht (Das Lied der Taiga) (Bauer/Weyrich) 2.53
03. George Goodman & The Alabama Choir: Glory Hallelujah (John Brown’s Body) (Traditional) 2.33
04. Vicky Leandros: There But For Fortune (Ochs) 2.28
05. Barbara: Göttingen (Barbara/Brandin) 2.37
06. Charly Tabor: Die Rose von Nowgorod (Rota/Schrauth) 2.40
07. Heidi Brühl: Hundert Mann und ein Befehl (Sadler/Moore/Bader) 2.25
08. Nana Mouskouri: Johnny Tambour (Little Drummer Boy) (Simeone/Onorati/Buschor) 3.49
09. Roy Etzel: Schiwago-Melodie (Lara’s Theme) (Jarre) 2.24
10. Corry Brokken: La Mamma (Adiós La Mammá) (Aznavour/Gall/Niessen) 3.42
11. Don Paulin: Die Moorsoldaten (Traditional) 2.38
12. Alexandra: Die andern waren schuld (Nefedov/Bader) 2.22
13. Owen Williams & Rosy-Singers: Der Regen (Swing Low, Sweet Chariot) (Traditional/Hertha) 2.51
14. Esther Ofarim: Monsieur Le President (Le Déserteur) (Vian/Berg) 3.15

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Zur bestmöglichen Verbreitung des Albums organisierte man dann auch noch ne Postkarten-Aktion:

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Nana Mouskouri – Lieder meiner Heimat (1972)

FrontCover1An diesem Album lässt sich wohl ermessen, welchen Stellenwert die Nana Mouskouri damals wohl im Schallplattengeschäft in er BRD hatte … denn bei dem Album „Lieder meiner Heimat“ handelt es sich doch eigentlich um das Album “ Chante la Grèce“ . Unter diesem Titel wurde es international veröffentlicht.

Und zu hören gibt es tatsächlich „Lieder meiner Heimat“ , also griechische Lieder, die so bezaubernd, so betörend sind, dass man sämtliche Vorurteile über Nana Mouskouri auf den Misthaufen schmeißen möchte, muss.

Spätestens dann, wenn man sich die deutschsprachigen Erläuterungen zu den Texten durchliest …

Aufgenommen im Pariser Olympia zeigt sich hier eine wunderbar reife Sängerin, die mit ihren deutschen Schlagern bei uns sowas von unter Wert verkauft wurde (diese Phrase ist mehr als treffend), das einem schlecht werden könnte.

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Und ich kann es mal wieder drehen und wenden wie ich will … höre ich diese großartigen Melodien … bekomme ich eine derartige Sehnsucht nach Griechenland, dass ich eigentlich all meine Urlaubspläne für 2017 über den Haufen schmeißen möchte … hach !

In anderen Worten: ich bin begeistert !

 

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Internationale Ausgabe

 

Besetzung:
Nana Mouskouri (vocals)
+
The Athéniens

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Nun ja … da sieht man dann meinereiner gespiegelt … ließ sich leider nicht vermeiden

Titel:
01. Einleitung (Petsilas) 1.24
02.Den Itan Nissi (Dies ist keine Insel) (Hadjidakis/Kazantzakis) 5.08
03. I Ballada Tou Stratioti (Die Ballade des Soldaten) (Hadjidakis/Gatsos) 3.49
04. Milisse Mou (Sprich zu mir) (Hadjidakis/Gatsos) 3.31
05. Aspri Mera (Die besten Tage) (Gatsos/Xarchakos) 3.35
06. To Kouki (Papadopoulos/Kilaidonis) 3.07
07. I Hartaeti (Die fliegenden Hirsche) (Theodorakis) 3.04
08. Tora Pou Pas Stin Yenitia (Da du in die Fremde gehst) (Hadjidakis/Gatsos) 2.54
09. Kaissariani (Papadopoulos/Xarchakos) 3.59
10. Den Itan Nissi (Dies ist keine Insel) (Hadjidakis/Kazantzakis) 6.17

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Nana Mouskouri – Kleine Wahrheiten (1986)

frontcover1Schade, sehr schade .. denn ich hatte mir von diesem Album viel, viel mehr erwartet.

Seit Jahr und Tag vertrete ich ja die These, dass Nana Mouskouri eigentlich eine Sängerin ist, die viel mehr drauf hat, als nur eher simple Schlager zu trällern.

Das kommt vermutlich auch daher, dass z.B. ihr Jazzalbum „Nana Mouskouri In New York“ (1962) wirklich ein ganz superbes Album ist.

Und der Titel „Kleine Wahrheiten“, gepaart mit einem für mich wirklich ansprechendem Cover hat mich auf die falsche Fährte gelockt.

Wir hören hier just diese Musik von Nana Mouskouri, wie ich sie eben nicht hören will … denn alles ist süßlich-kitchig gesungen und insrumentiert.

Das nenn ich Illussionsmusik der schlimmsten Sorte. Und da hilft es auch nichts mehr, dass ein Rolf Zuckowski bei einigen Liedern die deutsche Übersetzung übernahm. Und auch Reinhard Mey kann da nix mehr retten.

Okay, der Titel „Antwortet mir“ ist im Ansatz ganz gut … viel positiveres fällt mir jedoch zu diesem Album nicht ein.

Also, werde ich mich weiterhin auf ein Nana Mouskouri Album machen, das dann das einlöst, was ich ihr eigentlich zutrauen.

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Das fehlte jetzt noch zu meinem Glück … der ganze Herz-Schmerz-Artikel liegt der Präsentation bei

Besetzung:
Nana Mouskouri (vocals)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker
+
(guitar bei 04.)
+
Der J. M. F. Chor (bei 06. + 11.)

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Titel:
01. Mein Herz hat noch Platz für dich (Ferland/Busse) 4.02
02. Träume der Nacht (Shear/Tegge) 3.56
03. Meine Wahrheit (Wagner/Sabar/Delanoë/Lemesle/Zuckowski) 3.57
04. Gib einem Kind deine Hand (Duteil/Mey) 3.38
05. Wo bleibt die Liebe (Traditional/Johns/Jourdan/Zuckowski) 3.38
06. Recuerdos (Tarrega) 4.04
07. Halt den Regenbogen fest (Saeger/Busse) 3.55
08. Only Love (Cosma/Gimble) 4.24
09. Antwortet mir (Cabrel/Busse) 4.18
10. Meine Insel (Gilbert/Lama/Busse)
11. Mon Dieu (Rossini) 4.53

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