Sinfonetta Hungaria + Monique Mead – Schloßkonzert – Verzaubernde Melodien (1997)

FrontCover1Sie ist wohl eine Wanderin zwischen mindestens zwei Welten, wie man ihrer Biographie entnehmen kann:

Für die Violinistin Monique Mead steht die Liebe zur Musik an erster Stelle und – eng damit verbunden – das Bedürfnis, ein breites Publikum für diese Musik zu begeistern. Um dieses Ziel zu erreichen und gleichzeitig ihrem künstlerischen Anspruch gerecht zu bleiben, hat sich Monique Mead in der Musikbranche eine Nische erarbeitet, die ihre vielfältigen Begabungen zur Geltung bringt: Sie entwickelte das Konzept „Klassik for Kids“.

In Indiana, USA, geboren und in einer Großfamilie aufgewachsen, bekam Monique Mead mit sieben Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Zehn Jahre später erhielt sie ein Stipendium an der Indiana University in Bloomington, wo sie in die Klasse von Nelli Shkolnikova aufgenommen wurde. Weiteren Unterricht erteilten ihr auch Franco Gulli und der legendäre Geiger Josef Gingold. Mit Pädagogik und Kreativem Schreiben als Nebenfächer schloss Monique Mead 1989 das Diplom Bachelor of Music sowie 1994 den Master of Music mit „summa cum laude“ ab. Zwischen den beiden Studiengängen gewann die Künstlerin 1991 das begehrte Fulbright Stipendium, was ihr ein Studienjahr in Lübeck bei Professor Sachar Bron ermöglichte.

MoniqueMead01Erst durch mehrfache Zusammenarbeit mit Leonard Bernstein, u.a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival, erkannte Monique Mead, dass Musikpädagogik nicht nur die Aufgabe des Schulmusikers ist, sondern dass auch konzertierende Musiker für die Bildung des Publikumsnachwuchses viel bewirken können. Bernstein inspirierte sie zu einem pädagogischen Engagement, das die Richtung ihrer Karriere prägte.

Zwischen 1993 bis 1997 arbeitete Monique Mead in unterschiedlichen Bereichen, durch die sie Einblicke in diverse Branchen der Musikszene erhielt. Eine Dozententätigkeit an der Indiana University sowie die Leitung der Indianapolis Academy of Music gaben ihr die Möglichkeit, etablierte pädagogische Methoden näher zu betrachten sowie ihre eigenen Ideen zu entwickeln und zu prüfen. Gleichzeitig hatte sie eine Stelle im Indianapolis Symphony Orchestra.

Auftritte als Solistin und in Kammerbesetzung führten Monique Mead in mehrere Metropolen der Welt wie Rom, Brüssel, Toronto und in viele Städte Deutschlands. Sie trat dabei gemeinsam mit bekannten Orchestern wie der Philharmonia Hungarica, dem Krakow Rundfunk Orchester, dem Mexico State Orchestra oder der Philharmonie der Nationen auf. Als Kammermusikerin nahm sie an internationalen Musikfestivals in Schleswig-Holstein, New York, Mexiko und Kalifornien teil. Noch fand die junge Geigerin aber für sich nicht die richtige Mischung aus aktivem Musizieren und der Pädagogik.

1997 wurde Monique Mead erstmals eingeladen, ihr pädagogisches Konzept in Deutschland vorzustellen. Auf Anhieb löste ihre charismatische Art bei Kindern, Veranstaltern und bei den Medien Begeisterung aus. Mit Lehrerseminaren und Workshops in den Schulen bereitet Monique Mead heute ihre interaktiven Konzerte vor, in denen sie als Moderatorin und Solistin agiert.

MoniqueMead02Ihre ersten Projekte entwickelte Monique Mead für die Neue Philharmonie Westfalen. Gemeinsam mit diesem Orchester hat sich ihr Projekt „Klassik for Kids“ zum festen Bestandteil der Musikbildung in Gelsenkirchen etabliert. In der Tonhalle Düsseldorf, im Prinzregententheater in München, im Beethovenhaus in Bonn und in der Kölner Philharmonie präsentierte sie Konzerte mit Orchestern wie dem Münchner Rundfunkorchester, der Südwestdeutschen Kammerphilharmonie, dem Mainzer Kammerorchester, den Bochumer Sinfonikern oder dem Gürzenich Orchester – Kölner Philharmoniker.

KlassikForKidsLogo1999 bildete Monique Mead Musiker des Pittsburgh Symphony Orchestra aus. Seit 2002 führt sie Musikerseminare für deutsche Orchester wie dem Gürzenich Orchester – Kölner Philharmonikern und dem Münchner Rundfunkorchester durch. Unterstützung für ihre Projekte bekommt sie von Sponsoren wie Opel, McDonald’s, Bayer und BASF sowie diversen Banken und Sparkassen.

Auf ihrer Violine von J.B. Vuillaume aus dem Jahr 1860 hat Monique Mead drei Kinder-CDs mit Erzählungen und Musik eingespielt. Eine Aufnahme mit dem Titel „Große Miniaturen der Violinmusik“ hat sie erst kürzlich mit der Pianistin Kira Ratner aufgenommen.

Monique Mead lebt jeweils für einige Wochen pro Jahr in Pittsburgh, USA, wo ihr Mann, Andrés Cárdenes, im Pittsburgh Symphony Orchestra als Konzertmeister spielt. Seit Juli 2003 erfreuen sich beide an ihrer Tochter Isabel-Annik. Ihren deutschen Wohnsitz hat Monique Mead in Düsseldorf. (Selbstdarstellung)

Eine wahrlich spannende Biographie.

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Monique Mead mit ihrem Mann Andrés Cárdenes

Und hier ihr – so vermutete ich mal – mittlerweile völlig unbekanntes Debütalbum, gemeinsam mit dem Philharmonie Hungaria Orchester in den Schloßhotels Goldschmiedling in Castrop-Rauxel und Neustadt-Glewe aufgenommen.

Geboten wir eine Art „Best Of“ der Klassik …. durchgehend geschmeidig und anmutig interpretiert. Produziert wurde dieses feine Klassik-Album von der „Gesellschaft zur Förderung der Philharmonia Hungaria e.V.“.

Und der geneigte Leser ahnt es: Genau solche kleinen musikalischen Projekte erwärmen mir das Jerz. Also: reinhören, hinhören, geniessen !

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Monique Mead als Musikpädagogin

Besetzung:
Monique Mead (violine)
+
Philharmonie Hungaria Orchester unter der Leitung von Nissim Frank

Booklet1Titel:
01. Minuetto aus Traichquintett in E, Op. 13, Nr. 5 (Boccherini) 3.50
02. Romanze aus Eine kleine Nachtmusik, KV 525 (Mozart) 5.30
03. Frühling aus Vier Jahreszeiten: Allegro 3.32 (Vivaldi)
04. Frühling aus Vier Jahreszeiten: Largo 2.54
05. Frühling aus Vier Jahreszeiten: Allegro 4.30
06. Air aus Suite Nr. 3, BMV 1068 (Bach) 3.28
07. Adagio aus Violinkonzert in E-Dur, BWV 1942 (Bach) 7.51
08. Moderato aus Serenade für Streichorchester in E-Dur, Op. 22 (Dvorak) 4.39
09. Walzer aus Serenade für Streichorchester in C-Dur, Op. 58 (Tchaikowsky) 4.33
10. Kanon in D (Pachaelbell) 4.17
11. Largo aus Konzert für zwei Violinen in D-Mill, MWV 1043 (Bach) 6.44
12. Elegy aus Serenade für Streichorchester in C-Dur, Op. 48 (Tchaikowsky) 9.10
13. Pizzicato Polka (Strauss) 2.27

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Von ihrer amerikanischen website

Tölzer Knabenchor + Collegium Aureum – Coronation Mass K 317 + 2 (Mozart) (1998)

FrontCover1Die „Krönungsmesse“ von Mozart ist ganz sicher ein bedeutendes Werk, dass diese musikalische Genie schuf:

Die Krönungsmesse in C-Dur, KV 317 ist eine Messe von Wolfgang Amadeus Mozart.

Der Name Krönungsmesse ist erst für das Jahr 1873 schriftlich nachgewiesen. Sehr wahrscheinlich wurde die Messe für den Ostergottesdienst 1779 am Salzburger Dom, der auf den 4. April fiel, komponiert, Mozart datierte sie am 23. März 1779. Unmittelbar nach Mozarts Tod wurde die Messe KV 317 zur bevorzugten Komposition für Gottesdienste bei Kaiser- und Königskrönungen sowie bei Dankgottesdiensten. Zum ersten Mal dürfte sie im Rahmen der Krönungsfeierlichkeiten für Kaiser Franz II. verwendet worden sein. Die wahrscheinlich ursprünglich kapellinterne Bezeichnung Krönungsmesse ist, von der Wiener Hofmusikkapelle ausgehend, bald Allgemeingut geworden. Der Umstand, dass die Mozarts der Wallfahrtskirche Maria Plain in tiefer Frömmigkeit verbunden waren, veranlasste 1907 den Mozart-Enthusiasten Johann Evangelist Engl zu der unbeweisbaren Feststellung, die Krönungsmesse wäre für das alljährliche Maria-Plainer-Krönungsfest, das im Jahre 1779 am 27. Juni begann, komponiert worden – eine sich hartnäckig haltende Legende.

Charakteristisch für diese Messe sind die sinfonischen Elemente. Solostimmen und Chor werden sehr deutlich voneinander getrennt. Besondere Bedeutung fällt auch der Oboe zu. (Quelle: wikipedia)

Hier nun diese Krönungsmesse gesungen von dem Tölzer Knabenchor, begleitet von dem renommierten Collegium aureum. Aufgenommen wurd diese Messe allerdings bereits 1973 und zwar in der Pfarrkirche von Lengries/Oberbayern.

Ich fühle mich nun wahrlich nicht dazu berufen, diese Aufnahmen im vergleich zu anderen Aufnahmen zu bewerten, aber was einem da entgegen schallt ist schon imponierend.

Wir hören auf dieser Wiederveröffentlichung dann noch 2 weitere Mozartwerke, die zu seiner Kirchenmusik gehört: Vesperae solennes de confessore KV 339 und Litanae Lauretanae KV 109 (diese Aufnahme entstand bereits im Jahr 1963).

Und zeigt natürlich erneut, dass der Tölzer Knabenchor weutaus mehr drauf hat, als nur Weihnachtsschallplatten einzuspielen. Respekt !

Booklet02AUnd deshalb hier – ganz kurz nur – die Geschichte des Tölzer Knabenchors:

Der Tölzer Knabenchor wurde im Jahr 1956 von Gerhard Schmidt-Gaden ins Leben gerufen und zählte wenige Jahre nach seiner Gründung bereits zu den gefragtesten und vielseitigsten Knabenchören. Die Tölzer leisteten mit wegweisenden Interpretationen insbesondere auf dem Gebiet der Barockmusik einen nicht unerheblichen Beitrag zum Wandel der musikalischen Aufführungspraxis. Tölzer Solisten übernahmen die Knabenpartien an den führenden Opern- und Konzerthäusern Europas. Der Chor ist ebenso gefragt bei Aufführungen großer oratorischer und symphonischer Werke mit renommierten Orchestern und Dirigenten. Künstlerpersönlichkeiten wie Carl Orff, August Everding, Hans Werner Henze, Leonard Bernstein, Gustav Leonhardt, Nikolaus Harnoncourt und Claudio Abbado zähl(t)en zu den Förderern des Chores. Herbert von Karajan bezeichnete den Tölzer Knabenchor seinerzeit sogar als „einen der besten Chöre der Welt“.(extoelzer.blogspot.de)

Carl Orff mit Mitgliedern des Tölzer Knabenchor (1973)

Carl Orff mit Mitgliedern des Tölzer Knabenchor (1973)

Besetzung:
Theo Altmeyer (Tenor)
Hans Buchhierl (Sopran)
Michael Schopper (Bass)
Andreas Stein (Alt)
+
Tölzer Knabenchor unter der Leitung von Gerhard-Schmid-Gaden
+
Collegium aureum unter der Leitung von Franzjosef Maier)

Front+BackCover der Originalausgabe (1974)

Front+Backcover der Originalausgabe (1974)

Titel:

Missa C-Dur KV 314 („Krönungsmesse“)
01. Kyrie: Andante maestoso … Più andante 2-45
02. Gloria: Allegretto con spirito 4-26
03. Credo: Allegro molto – Adagio – Tempo 5.59
04. Sanctus: Andante maestoso – Allegro assai 1.33
05. Benedictus: Allegretto – Allegro assai 3.08
06. Agnus Dei: Andante sostenuto – Allegro con spirito 6.01

Vesperae solennes de confessore KV 339
07. Dixit 3.44
08. Confitebor 4.50
09. Beatus vir 4.40
10. Laudate pueri 3.18
11. Laudate Dominum 4-20
12. Magnificat 4.24

Litanae Lauretanae KV 109
12. Kyrie – Sancta Maria – Salus infirmorum – Regina – Angelorum – Agnus Dei 13.38

CD1

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Christoph Eschenbach, Justus Frantz & Helmut Schmidt – Konzerte für zwei & drei Klaviere (Mozart) (1982)

FrontCover1Da hatten wir doch glatt mal einen Bundeskanzler, der des anspruchsvollen Klavierspielens mächtig war:

Das Beste, was Helmut Schmidt 1981 passiert ist, hatte gar nichts mit Politik zu tun. Für den Bundeskanzler sind es stürmische Zeiten: Hunderttausende demonstrieren für Frieden und gegen Nachrüstung, die Zustimmung seiner eigenen SPD zum NATO Doppelbeschluss kann sich der Kanzler nur mittels Rücktrittsdrohung erzwingen. Die sozialliberale Koalition gerät in schweres Fahrwasser, weil Haushaltskürzungen in Höhe von 15, 2 Millionen DM unumgänglich werden. Ein Treffen mit Erich Honecker am Werbellin-See bringt nicht die erhofften Fortschritte in den Beziehungen zwischen beiden deutschen Staaten. Israels Ministerpräsident M. Begin tadelt Schmidt scharf, weil dieser sich für ein Heimatrecht der Palästinenser ausgesprochen hat. Und zu allem Überfluss muss sich der Politiker im Herbst auch noch einen Herzschrittmacher einsetzen lassen. Trotzdem fliegt er im Dezember nach London, um in den Tonstudios an der Abbey Road gemeinsam mit Justus Frantz und Christoph Eschenbach Mozarts Konzert für drei Klaviere und Orchester KV 242 aufzunehmen. Als die fertige Schallplatte ein Jahr später der Presse präsentiert wird, ist das Ende der Koalition bereits besiegelt: Am 1. Oktober 1982 bringt Helmut Kohl durch ein konstruktives Misstrauensvotum die Schmidt-Regierung zu Fall. Eine Ära endet. Die Mozart-Aufnahme aber entwickelt sich zum echten Verkaufsknüller – und wird Teil des kollektiven Gedächtnisses. Eine Ikone der jüngeren Musikgeschichte. Er ist der erste amtierende deutsche Regierungschef, der auch als ausführender Musiker hervortritt. Wie lässig Helmut Schmidt auf den Fotos von der Aufnahmesession in die Kamera schaut: den Arm auf den Flügel gelehnt, ein nobler Herr in den besten Jahren.

FrantzSchmidt

Justus Frantz mit Loki & Helmut Schmidt

So sieht ein Repräsentant traditioneller bürgerlicher Werte aus, ein musisch gebildeter Macher, für den Hausmusik ganz selbstverständlich zur Freizeitgestaltung dazugehört. In der Finca »Casa de los musicos« auf Gran Canaria, die Justus Frantz sich 1971 nach seinen ersten Karriereerfolgen gekauft hat, gehört Schmidt zu den Stammgästen. Und immer setzt er sich hier nicht nur an den Schreibtisch, sondern eben auch ans Klavier. Der Politiker und der Musiker haben bereits zusammen vierhändig gespielt, als Frantz noch an der Hamburger Musikhochschule studiert. In der Meisterklasse von Eliza Hansen wiederum begegnet er dem vier Jahre älteren Christoph Eschenbach, und beide finden sich recht erfolgreich zum Klavier-Duo zusammen, bringen mehrere Aufnahmen heraus. Darum zeigt sich EMI-Chef Peter Andry auch gar nicht abgeneigt, als Justus Frantz und Christoph Eschenbach ihm 1981 vorschlagen, Mozarts Konzert für drei Klaviere einzuspielen.

Helmut Schmidt

Helmut Schmidt

Als dritten im Bunde kündigen sie eine »mysteriöse Persönlichkeit« an.  Die Plattenfirma lässt sich tatsächlich darauf ein, kauft die Katze im Sack. Umso größer ist die Überraschung der Londoner Studio-Crew, als am dritten Steinway kein Geringerer als der amtierende deutsche Kanzler Platz nimmt. Wie der Zufall so spielt: Kurz zuvor hatte die EMI eine Aufnahme mit Edward Heath realisiert, dem britischen Prime Minister von 1970 bis 1974, auf der er Edward Elgars Cockaigne Overture dirigiert. Nun reiht sich also ein weiterer Weltpolitiker in die EMIKünstlerliste ein. »Die Aufnahmesitzung verlief zügig, so dass wir alle zur Freude des London Philharmonic Orchestra schnell zu Fish and Chips in die Kantine wechseln konnten«, erinnert sich Peter Andry in seinen jüngst erschienen Memoiren Inside the Recording Studio. Um zwei, drei pianistische Missgriffe von Helmut Schmidt kümmert sich Produzent John Fraser eigenhändig, indem er die korrekten Noten selber auf der Tastatur anschlägt und sie unmerklich ins Masterband einfügt.

EschenbachFrantzSchmidt3

Vier mehr oder wenig begabte Pianisten lesen die „Bild“ Zeitung: also, ich würd´ mich schämen

Drei mehr oder weniger große Pianisten lesen die „Bild-Zeitung“ … ich würd´ mich schämenAls Schmidts Meisterschaft bei der Präsentation der Schallplatte gelobt wird, erklärte der Politiker: Er habe gar nicht gewusst, was für ein guter Klavierspieler er sei – bis er das fertige Produkt gehört habe. Ein wenig Koketterie schwingt da natürlich mit: Denn Helmut Schmidt hat eine hörbar gründliche musikalische Ausbildung erhalten, auf der Orgel wie auf dem Klavier. Bereits als 17-Jähriger bearbeitet er Kinderlieder für vierstimmigen Chor. »Ohne Musik wäre mein Leben sicher anders verlaufen«, sagt er im Rückblick. Mit dem Mozart-Konzert ist Helmut Schmidt sogar live aufgetreten, das ZDF besitzt einen 1983er Mitschnitt mit dem Zürcher Tonhalle-Orchester, dessen Chefdirigent Christoph Eschenbach kurz zuvor geworden war. Die Wahl von Wolfgang Amadeus Mozarts Tripelkonzert hatte sich für Schmidts Debüt als Schallplattenkünstler übrigens geradezu aufgedrängt: Denn die Komposition war im Februar 1776 für zwei versierte Pianistinnen und eine Anfängerin entstanden. Den Auftrag erteilte Gräfin Antonia Lodron, die Schwester von Mozarts Salzburger Arbeitgeber Fürsterzbischof Colloredo. Gemeinsam mit ihren Töchtern will sie vor dem adligen Publikum brillieren.EschenbachFrantzSchmidt4 Die Schwierigkeit für den 20-jährigen Mozart besteht nun darin, für die jüngste Tochter, Giuseppina, die erst seit kurzem Unterricht hat, einen Part zu konzipieren, der einfach aber nicht eintönig ist. Er meistert die Aufgabenstellung souverän, schreibt den drei Damen ein hübsches Divertissement ganz nach dem Geschmack des Rokoko in die Finger. Auch Helmut Schmidt, Justus Frantz und Christoph Eschenbach halten sich knapp 200 Jahre später an die Spielregeln des galanten Stils, gestalten den Eröffnungssatz als heitere Konversation, zaubern im Adagio bukolische Atmosphäre. Lediglich das finale Rondo kommt, wohl aus Rücksicht auf den semiprofessionellen Mitstreiter, einen Hauch langsamer daher als man es erwarten darf. Insgesamt aber, so lobt damals der große Klavierkenner Joachim Kaiser von der Süddeutschen Zeitung, sei hier »eine famose Übung in Teamgeist und Zusammenarbeit« zu erleben.

BackCover1Besetzung:
Christoph Eschenbach (piano)
Justus Frantz (piano)
+
Helmut Schmidt (piano bei 01. – 93.)
+
London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Christoph Eschenbach

EschenbachFrantzSchmidt

Christoph Eschenbach (li.) und Helmut Schmidt am Klavier zu Gast bei Justus Frantz auf Gran Canaria.

Titel:

Konzert für drei Klaviere und Orchester F-Dur Kv 242:
01. Allegro 8.44
02. Adagio 9.49
03. Rondo (Tempo Di Minuetto) 6.00

Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur Kv 365:
04. Allegro 10.08
05. Andante 8.21
06. Rondo (Allegro) 7.06

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart

LabelB1

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Hüllentext

Münchner Symphoniker – Zauberhafte Momente (2006)

FrontCover1Die Münchner Symphoniker sind scheinbar das Hausorchester der Münchner Stadtsparkasse.

Das hier ist schon das 2. Album, das sie für dieses Geldinstitut eingespielt haben (das erste findet sich hier).

Diesmal ist dann der Mozart an der Reihe, auch keine schlechte Entscheidung.

Und selbstredend lässt es sich die Vorstandsriege dieser Sparkasse nicht nehmen, ein paar wohlfeile Worte an die (vermutlich verehrte) Kundschaft zu richten:

Liebe Musikfreunde,

2006 war das Mozartjahr und mit Mozart möchten wir dieses Jahr ausklingen lassen. Die Münchner Symphoniker haben dazu auf unserer Weihnachts-CD (*) wunderbare Werke des Komponisten eingespielt. Als Partner der Münchner Symphoniker freuen wir uns darüber, dass dieses hervorragende Orchester auch weiterhin ein Teil unserer schönen Stadt bleibt und noch viele Musikliebhaber mit seinen Konzerten erfreuen wird.

Das haben sie aber fein formuliert, die Leute von der Presseabteilung …

PressetextAber der Hörgenuss dieser wirklich beeindruckenden Mozartkompositionen wird dadurch ja nicht wirklich geschmälert, wenngleich ich mir schon gewünscht hätte, dass das Booklet ein wenig opulenter ausgefallen wäre.

Als Entschädigung habe ich eine Promo-Broschüre der Stadtsparkasse München beigelegt, die Auskunft über die vielfältigen Sponsoring-Aktivitäten dieser Sparkasse geben

BackCover1Besetzung:
Münchner Symphoniker unter der Leitung von Georg Schmöhe

GeorgSchmöhe

Georg Schmöhe

Titel:

Sinfonie Nr. 1 Es-Dur KV 16:
01. Molto allegro 6.59
02. Andante 4.26
03.Presto 1.32

Konzert für Fagott und Orchester B-Dur KV 191:
04. Allegro 7.28
05. Andante ma adagio 6.07
06. Rondo – Tempo di menuetto 4.21

Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 „Jupiter-Sinfonie“:
07. Allegro vivace 12.40
08. Andante cantabile 10.26
09. Menuetto, Allegretto 4.54
10. Molto allegro 12.30

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart

CD1

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(*) jetzt hab´ ich schon wieder was im Angebot, was eigentlich – zumindest im weitesten Sinne – in die Weihnachtszeit gehört … unerhört  … dabei haben wir ja erst Ostern !

Orchester der Wiener Staatsoper in der Volksoper – Hornkonzerte (Mozart) (1965)

FrontCover1Und jetzt mal wieder zwei Horn-Konzerte … von dem ganz speziellem Klang des Horns kann ich eigentlich nie genug kriegen.

Die vier Konzerte für Horn und Orchester (KV 412, 417, 447 und 495) von Wolfgang Amadeus Mozart bilden einen wichtigen Teil im Repertoire der meisten professionellen Hornisten.

Mozart schrieb die vier Konzerte während seiner Zeit als freischaffender Komponist in Wien (1781–1791). Das Konzert in Es KV 417, sowie das Konzert in Es KV 495 wurden von Mozart eigenhändig datiert, und zwar mit dem 27. Mai 1783 (KV 417) und dem 26. Juni 1786 (KV 495). Die anderen beiden Konzerte, das Konzert in D KV 412, sowie das Konzert in Es KV 447, wurden von Mozart nicht datiert. Ludwig von Köchel gab für diese beiden Konzerte die Entstehungszeit mit 1782 für KV 412, sowie 1783 für KV 447 an. Dies ergibt für die Reihenfolge der Konzerte:

KV 412 („Nr. 1“)
KV 417 („Nr. 2“)
KV 447 („Nr. 3“)
KV 495 („Nr. 4“)

NotendeckblattDiese Nummerierung ist immer noch gebräuchlich, obwohl es sich herausgestellt hat, dass sie falsch ist. Heute wird angenommen, dass das angeblich dritte Konzert (KV 447) 1787, also nach KV 495 („Nr. 4“), entstanden sein muss. Warum es Mozart jedoch nicht in sein eigenhändiges thematisches Verzeichnis eingetragen hat, bleibt ungeklärt. Beim angeblich ersten Konzert (KV 412) wird angenommen, dass es nicht als erstes, sondern als letztes der vier Konzerte komponiert wurde, und zwar im Jahr 1791. Diese späte Entstehungszeit würde auch erklären, dass diesem Konzert, das ausschließlich aus einem ersten Satz und einem Rondo, das nicht zu Ende instrumentiert wurde, besteht, ein Mittelsatz fehlt. Die korrekte Reihenfolge der vier Hornkonzerte wäre folglich:

KV 417 („Nr. 2“)
KV 495 („Nr. 4“)
KV 447 („Nr. 3“)
KV 412 („Nr. 1“)

Die – nach neuer Nummerierung – ersten drei Hornkonzerte KV 417, 495 und 447 sowie der unvollständig instrumentierte Rondosatz aus KV 412 hat Mozart für den Hornisten Joseph Leutgeb (1732–1811) geschrieben. Joseph Leutgeb wurde 1732 in Neulerchenfeld (damals Niederösterreich) geboren. Unklar ist, wo und bei wem Leutgeb studierte … (wikipedia)

Nun, das soll uns nun nicht weiter kümmern oder gar belasten …

Erfreuen sollte uns jedoch diese zwei Horn-Konzerte, die auf dieser EP zu hören sind. Veröffentlicht wurden sie auf Opera, dem Klassik-Label des Europäischen Phonoclubs (gehörte zum Bertelsmann Imprium). Urspürnglich erschienen diese Aufnahmen bereits 1961 auf dem österreichischem Amadeo Label.

Und die Musik: Einfach majestätisch, jubilierend, triumphal, geschmeidig … oder ganz einfach: mitreißend …

Und dann habe ich noch ein wenig gestöbert … hinsichtlich der Biographie des Dirigenten … Hans Swarowsky … könnte mir doch glatt mal einen eigenen Beirag wert sein.

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Besetzung:
Albert Lindner (horn)
+
Orchester der Wiener Stasstsoper in der Volksoper unter der Leitung von Hans Swarowsky

Hans Swarowsky

Hans Swarowsky

Titel:

Konzert In Es-Dur KV 417:
01. Allegro Maestoso 7.51
02. Andante 3.55
03. Rondo 3.55

Konzert In Es-Dur KV 495;
04. Allegro Moderato 6.55
05. Romanze-Andante (Beginn) 3.50
06. Rondo-Allegro Vivace (Schluß) 3.52

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart

LabelB1

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Wolfgang Gönnenwein/Ludwigsburg Festival Orchestra – Mozart aus dem Ludwigsburger Schloß II (1987)

FrontCover1Und jetzt was für die Gourmets unter den Freunden der klassischen Musik.

Da haben wir zum einen die Ludwigsburger Schlossfestspiele:

Die Ludwigsburger Schlossfestspiele (offizieller internationaler Name Ludwigsburg Festival) sind ein Kulturfestival mit einem Programm in den Bereichen Musik, Tanz, Theater und Literatur, das jährlich zwischen Mai und Juli in Ludwigsburg stattfindet. 1932 gegründet, zählen die Ludwigsburger Schlossfestspiele zu den ältesten Festivals im deutschsprachigen Raum. Zentrum der Festspiele ist das Ludwigsburger Residenzschloss.

Seit 1980 tragen sie zusätzlich den Titel Internationale Festspiele Baden-Württemberg und gastieren als offizielle Landesfestspiele des Landes auch in idyllischen Klöstern und Schlössern in ganz Baden-Württemberg.

Intendant der Ludwigsburger Schlossfestspiele ist seit Oktober 2019 Jochen Sandig.
Als Wilhelm Krämer 1931 die Ludwigsburger Mozartgemeinde gründete und im Jahr darauf mit den Schlosskonzerten den Grundstein für die heutigen Internationalen Festspiele Baden-Württemberg legte, war das Programm auf wenige Kammerkonzerte begrenzt. Durch umfangreiche Programmerweiterungen unter der künstlerischen Leitung von Wolfgang Gönnenwein (1972–2004) entwickelten sich die Ludwigsburger Schlossfestspiele zu einem Festival mit knapp hundert Veranstaltungen und von rund drei Monaten Dauer. Seit 1980 tragen die Ludwigsburger Schlossfestspiele als offizielle Landesfestspiele von Baden-Württemberg den Titel Internationale Festspiele Baden-Württemberg. Der künstlerische Leiter Wulf Konold und Chefdirigent Michael Hofstetter führten die Festspiele von 2005 bis 2009. Von 2010 bis 2019 verantwortete Thomas Wördehoff als Intendant das Programm der Festspiele. Seit 1. Oktober 2019 werden sie von Jochen Sandig geleitet. (Quelle: wikipedia)

BookletBackCover1

Musik im Schloss von Ludwigsburg

Und der damalige musikalische Leiter des Festivals:

Wolfgang Gönnenwein (* 29. Januar 1933 in Schwäbisch Hall; † 26. Juli 2015) war ein deutscher Dirigent und Musikpädagoge.

Gönnenwein studierte nach der Schule Musik und Germanistik an den Universitäten Heidelberg und Tübingen. Anschließend war er am Evangelischen Aufbaugymnasium Michelbach an der Bilz als Musiklehrer tätig. 1959 wurde er Chorleiter des Süddeutschen Madrigalchores; von 1969 bis 1973 leitete er zudem den Chor des Bach-Vereins Köln.

Im Jahr 1968 wurde Gönnenwein Professor an der Stuttgarter Musikhochschule, wo er 1973 zum Rektor gewählt wurde. Diese Funktion hatte er bis 1982 inne. In jener Zeit leitete er auch die Ludwigsburger Schlossfestspiele, die bald zu einem international bekannten Kulturereignis wurden. Gönnenwein war auch am Neubau des Forum am Schlosspark in Ludwigsburg maßgebend beteiligt.

In den 1980er Jahren unternahm Gönnenwein zahlreiche Konzertreisen nach Amerika und Ostasien. Am 1. August 1985 wurde er Generalintendant der Württembergischen Staatstheater in Stuttgart, wo er viele wegweisende Inszenierungen auf die Bühne brachte.

Wolfgang Gönnenwein01

Im Jahr 1988 holte ihn Ministerpräsident Lothar Späth in die Landesregierung. Er übertrug ihm das Amt eines ehrenamtlichen Staatsrats für Kunst. Nach dem Rücktritt Späths als Ministerpräsident im Januar 1991 legte auch Gönnenwein sein Amt als Staatsrat nieder. Sein Nachfolger im ersten Kabinett von Ministerpräsident Erwin Teufel wurde Gerhard Goll. Gönnenwein, dessen Vertrag bei den Württembergischen Staatstheatern bereits 1989 für drei Jahre verlängert worden war, geriet 1992 unter Druck. Gegen ihn wurden wegen Veruntreuung von öffentlichen Geldern ermittelt. Er trat daher im November 1992 von seinem Amt zurück. Wenige Wochen später wurde der Vertrag mit den Württembergischen Staatstheatern aufgelöst.

Im Jahr 1996 wurde Gönnenwein neben seiner Tätigkeit als Leiter der Ludwigsburger Schlossfestspiele auch Leiter der Festspiele Baden-Baden, die seinerzeit einen Neubau erhielten. 1998 legte Gönnenwein dieses Amt wieder nieder. 2005 beendete Gönnenwein auch seine Tätigkeit bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Sein Nachfolger wurde Wulf Konold. Lange Jahre war Gönnenwein Vorsitzender des Deutschen Musikwettbewerbs, der jährlich vom Deutschen Musikrat veranstaltet wird. 2005 wurde Gönnenwein zum Präsidenten des Landesmusikrats Baden-Württemberg gewählt. Dieses Amt musste er aus gesundheitlichen Gründen im September 2010 aufgeben.

Orchester der Ludwigsburger Festspiele

Mitglieder des Orchester der Ludwigsburger Festspiele 

Gönnenwein war mit Ilse geb. Eppler, einer Schwester des SPD-Politikers Erhard Eppler, verheiratet. Gemeinsam wurden sie Eltern von zwei Söhnen. (Quelle: wikipedia)

Und dann noch die beiden Solisten, Justus Franz und Raphael Oleg:

JustusFrantz01Justus Frantz (* 18. Mai 1944 in Hohensalza, heute Inowrocław) ist ein deutscher Pianist, Dirigent und Fernsehmoderator.

Justus Frantz ist ein Sohn des Breslauer Oberstaatsanwalts Richard Frantz († ca. Januar 1944) und Dorothea Sybille (Spitzname: Dosy) von Goßler (1906–2001), Tochter von Alfred von Goßler. Nach der Flucht vom Goßlerschen Familiengut Schätz zum Ende des Zweiten Weltkriegs hin kam die Mutter mit den vier Geschwistern gemeinsam mit der Familie von Alfred von Goßler auf dem Gut Tesdorf unter. Hier verbrachte er die ersten Lebensjahre.

Mit zehn Jahren begann Frantz das Klavierspiel. Erkannt und gefördert wurde seine außergewöhnliche Begabung schon früh von Professor Eliza Hansen. 1967 gewann Frantz gemeinsam mit Claus Kanngießer den zweiten Preis beim internationalen Musikwettbewerb der ARD im Duo Violoncello und Klavier, was den Auftakt für seine internationale Karriere markierte. Mit 23 Jahren wurde er in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

Besonders das Studium in den Meisterkursen von Wilhelm Kempff beeinflusste Frantz in seinem Werdegang. Der Durchbruch in die internationale Spitzenklasse gelang ihm 1970 als Pianist mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Herbert von Karajan. Sein Debütkonzert in den USA absolvierte Frantz 1975 bei den New Yorker Philharmonikern unter der Leitung von Leonard Bernstein, mit dem er auch später noch oft zusammenarbeitete. Er spielte auch unter weiteren namhaften Dirigenten, darunter Carlo Maria Giulini, Rudolf Kempe und Bernard Haitink.

Im Jahr 1986 wurde Frantz Professor an der Hamburger Musikhochschule. Die Professur ruht seit einigen Jahren. Da es ihm wichtig war, einem möglichst breiten Publikum die klassische Musik zu erschließen, gründete er im gleichen Jahr das Schleswig-Holstein Musik Festival, das sich schnell zu einem Festival mit Weltrang entwickelte, bei dem Künstler der internationalen Spitzenklasse in Schlössern, Scheunen und Gutshäusern musizieren. Bis 1994 war er dessen Intendant. Er war außerdem Mitbegründer der Deutsch-sowjetischen jungen Philharmonie im Jahr 1989 sowie 1995 Gründer der Philharmonie der Nationen, die sich aus jungen Musikern verschiedener Länder zusammensetzt. Er engagiert sich seit 1987 im Rotary Club Hamburg-Wandsbek

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Justus Frantz mit Leonard Bernstein

Frantz wurde auch durch mehrere eigene Fernsehsendungen bekannt, darunter Achtung, Klassik! (ZDF), für die er mit mehreren Fernsehpreisen ausgezeichnet wurde. Insbesondere Kindern bringt er klassische Musik in seinen Konzerten, Workshops und auf seinen CDs nahe. Auf der CD-Reihe Klassik für Kids moderiert er speziell für Kinder die Vorstellung von bedeutenden Komponisten.

Justus Frantz hat zwei Söhne: Christopher Tainton (* 1975) mit der Pianistin Carol Tainton, und Justus Konstantin Frantz (* 2005) mit seiner Ehefrau Ksenia Dubrowskaja (* 1980). Bis 1990 war Justus Frantz mit Alexandra von Rehlingen verheiratet. Sein Neffe ist der Pianist Caspar Frantz. (Quelle: wikipedia)

Raphael Oleg01Raphael Oleg ist 1959 in Paris geboren. Er tritt mit zwölf Jahren in das Conservatoire Supérieur de Musique ein um bei Gerard Jarry zu studieren. Nach seinem Abschluss mit einem 1. Preis in Geige und Kammermusik im Jahre 1976, erhält er weiteren Unterricht bei Henryk Szeryng, Christian Ferras, Emmanuel Krivine und Jean-Jacques Kantorow. Daneben nimmt er als begeisterter Zuhörer an Meisterkursen von Pierre Bernac (1977) und Elisabeth Schwartzkopf (1980) teil. Davon werden seine Spielart und musikalische Konzeption sehr tief beeinflusst.

Als Gewinner des Tschaikowsky- Wettbewerb 1986 in Moskau debütiert er im selben Jahr erfolgreich an den Luzerner Festwochen als Einspringer für Joseph Suk, er wird dabei von der Tschechischen Philhramonie unter der Leitung von Vaclav Neumann begleitet.

In der Folge erhält Raphael Oleg Konzerteinladungen, von namhaften Dirigenten Lorin Maazel (Philadelphia Orchestra), Jeffrey Tate (London Symphony Orchestra), Riccardo Chailly (Royal Concertgebouw Orchestra), Wolfgang Sawallisch (Münchener Staatsoper), Armin Jordan (Orchestre de la Suisse Romande, Ensemble Orchestral de Paris), Semyon Byshkov, Günther Herbig (Orchestre de Paris), Libor Pesek (Royal Liverpool Philharmonic Orchestra), Yan-Pascal Tortelier (BBC Philharmonic), Tadaaki Otaka (BBC National Orchestra of Wales, Yomiuri Orchestra, NHK), Ronald Zollman (Orquesta Filarmónica de la UNAM in Mexico City).

Verschiedene Tourneen führen ihn in die meisten europäischen Länder, aber auch in Übersee feiert er Erfolge: Frankreich (Lorin Maazel /Orchestre National de France, Sir Neville Mariner/Academy of St-Martin in the Fields), Großbritannien (Evgueni Svetlanov/Swedish Radio Orchestra, Kazushi Ono/Tokyo Philharmonic), Schweden (Evgueni Svetlanov/Swedish Radio Orchestra), Japan (Kazushi Ono/Tokyo Philharmonic), Deutschland (Paavo Berglund/Chamber Orchestra of Europe, Michel Plasson/Orchestre du Capitole de Toulouse), Japan (Marek Janowsky/Orchestre Philharmonique de Radio- France), Australien und Neuseeland mit Libor Pesek, am Salzburger Festival mit der Warschauer Philharmonie/Kazimierz Kord .

Raphael Oleg02

Als leidenschaftlicher Kammermusiker musiziert Raphael Oleg regelmässig mit Antonio Meneses, Barry Douglas, François Guye, Clemens Hagen, Christian Ivaldi, Jean-Bernard Pommier, Emmanuel Strosser, Artur Pizarro, Jean-Claude Pennetier, Anton Kuerti, Gérard Wyss, Sonia Wieder-Atherton, François- Frédéric Guy, Jeremy Menuhin, Gary Hoffman, mit dem Ebène Quartett, dem Johannes Quartett, dem Sine Nomine Quartett und dem Manfred Quartett.

Raphael Oleg setzt sich regelmässig für zeitgenössische Musik ein und hat Konzerte von Michel Decoust, Renaud Gagneux, Serge Nigg (2. Konzert), Philippe Racine (« Promenade » Luzerner Festwochen) und Ivo Malec uraufgeführt. Seine Aufnahme von Ottava Alta von Ivo Malec für Timpani-Records wurde von der Kritik hochgelobt. Als Bratschist interpretierte er im Februar 2006 die Weltpremiere des Bratschenkonzerts von Jindřich Feld in Prag.
Er spielt auf einem in der Werkstatt von Jacques Fustier in Lyon selber gebauten Instrument.

Seit 1995 unterrichtet Raphael Oleg an der Musikakademie der Stadt Basel.

Raphael Oleg ist Chevalier des Arts et Lettres. (archiv.classix-kempten.de)

Genug der Infos … Hier hören wir zwei unterschiedliche Mozart-Konzerte… beiden ist gemein, dass sie zu den intimeren Monzart-Werken gehören … kein Bombast, sondrn filigrane Kompositionen …

Auch deshalb, ein Filetstück, eine Rarität für Freunde der klassischen Musik !

BackCover1

Besetzung:
Orchester der Ludwigsburger Festspiele unter der Leitung von Wolfgang Gönnenwein
+
Justus Frantz (piano bei 01. – 03.)
Raphael Oleg (violine bei 04. – 06.)

Booklet01A

Titel:

Konzert für Klavier und Orchester C-Moll KV 491:
01. Allegro 13.44
02. Larghetto 7.50
03. Allegretto 8.55

Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur KV 219:
04. Allegro Aperto 9.33
05. Adagio 11.37
06. Rondeau (Tempo Di Menuetto – Allegro) 8.30

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart

CD1

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SchlossLudwigsburg01

Wie hieß es früher mal: „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“  ( aus: „Der Hessische Landbote“, 1834: dieses Zitat wird dem Georg Büchner zugeschrieben)

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg – Wolfgang Amadeus Mozart aus der Messe in c-moll Salzburg 1783 (1963)

FrontCover1Früher gab es solche Platten nur für die erlauchte Schar der Ärzeschaft, heute gibt es solche Platten  für jedermann und zwar hier …

Die Rede ist wiedermal von jenen Singles, die als Werbegeschenke an die damalige Ärzteschaft kostenlos und „frei Haus“ verteilt wurden, um ein spezielles Medikament zu promoten.

Hier geht es um das Präperat „Supra-Mycin“ der „Chemie Grünenthal GmbH“ (Stolberg).

Dabei handelt es sich um ein Medikament „mit der breiten Klaviatur therapeutischer Möglichkeiten“. Aber so ganz genau habe ich es nicht kapiert, bei welchen Indikationen dieses Medikament damals eingesetzt werden sollte … *schäm*.

Und das pharamzeutische Unternehmen „Chemie Grünenthal“ erwarb sich Anfang der 60er Jahre einen leider sehr traurigen Ruf:

Die Grünenthal GmbH ist ein 1946 in Stolberg (Rhld.) gegründetes Pharmaunternehmen mit Sitz in Aachen, das sich in Besitz der Unternehmerfamilie Wirtz befindet. Es war das erste Unternehmen, das Penicillin auf dem deutschen Markt einführte, dessen Produktion in Deutschland damals vom Alliierten Kontrollrat untersagt war.

Größere Bekanntheit erlangte Grünenthal durch den Contergan-Skandal, verursacht durch den Wirkstoff Thalidomid im damals als Schlafmittel vertriebenen Contergan. Contergan wurde 1957 als rezeptfrei erhältliches Beruhigungsmittel eingeführt und 1961 wegen gravierender Nebenwirkungen aus dem Verkehr genommen.

Das Unternehmen hat neben den beiden Niederlassungen in Deutschland Tochtergesellschaften in Europa, Lateinamerika, den USA und China und erzielt mehr als 50 % seines Umsatzes mit Schmerzmedikamenten, wie dem von ihm entwickelten Wirkstoff Tramadol. Grünenthal investiert 2012 mehr Geld als der Durchschnitt der Pharmafirmen in Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel[3] und ist Mitglied im Verband forschender Arzneimittelhersteller. (Quelle: wikipedia)

JürgenJürgens

Jürgen Jürgens

Jürgen Jürgens (* 5. Oktober 1925 in Frankfurt am Main; † 4. August 1994 in Hamburg) war ein deutscher Chorleiter und Dirigent.Eingespielt wurden diese Mozart Kompositionen unter der Leitung des Dirigenten Jürgen Jürgens (eine solche Namensgebung mag man kaum glauben):

Jürgens erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt bei Kurt Thomas am Musischen Gymnasium und studierte später bei Konrad Lechner in Freiburg. 1961 wurde Jürgens per Lehrauftrag zum Leiter der „Akademischen Musikpflege“ und am 15. Februar 1966 zum Universitätsmusikdirektor an der Universität Hamburg ernannt. 1973 folgte die Ernennung zum Universitäts-Professor. 1955 gründete er den Monteverdi-Chor Hamburg, den er bis zu seinem Tod leitete und der sich besonders der Pflege Alter Musik und des Werks von Claudio Monteverdi widmet. Zusammen mit dem Chor nahm er zahlreiche Schallplatteneinspielungen auf, von denen viele mit Schallplattenpreisen bedacht wurden. Berühmt machte ihn die Einspielung der Il Vespro della Beata Vergine (Marienvesper) von Claudio Monteverdi mit dem Monteverdi-Chor Hamburg und dem Concentus Musicus Wien in einer von ihm für die Aufnahme erstellten Ausgabe. Jürgens war auch Herausgeber von zahlreichen Noteneditionen, gab Dirigier-Meisterkurse und war Juror in diversen Chorwettbewerben.

1985 wurde er vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit der Biermann-Ratjen-Medaille für seine künstlerischen Verdienste um die Stadt Hamburg geehrt, 1991 mit der Johannes-Brahms-Medaille. Beigesetzt wurde er auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in Hamburg. (Quelle: wikipedia)

Und natürlich sticht der betörende, atemberaubende Gesang von Rohtraud Hansmann (diesen Vornamen habe ich bisher ja noch nie gehört) hervor … Und normalerweise bin ich für Gesangsaufnahmen dieser Art eher weniger empfänglich, aber diese Dame … die hat´s drauf !

Rohtraud Hansmann

Rohtraud Hansmann

Sie arbeitete zuerst als Sekretärin und ließ dann sechs Jahre lang ihre Stimme am Konservatorium von Graz ausbilden. Sie besuchte Sommerkurse am Salzburger Mozarteum und studierte auch bei Paula Lindberg in Amsterdam. 1960 Debüt am Stadttheater von Graz als einer der Knaben in der »Zauberflöte«. Es schlossen sich regelmäßige Gastspiele an der Niederländischen Oper in Amsterdam an; 1963 war sie bei den Festspielen von Bregenz als Räuberbraut in »Banditenstreiche« von Fr. von Suppé erfolgreich. 1963 erhielt sie den Mozartpreis beim Internationalen Gesangwettbewerb von Wien. 1964 wurde sie Mitglied der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Sie gastierte an führenden europäischen Bühnen und trat bei internationalen Festspielveranstaltungen auf, so bei den Wiener Festwochen, beim Flandern Festival und beim Festival von Dubrovnik. Vor allem hatte sie als Konzertsängerin eine erfolgreiche Karriere, und zwar einmal als Solistin in Oratorien und religiösen Vokalwerken, vor allem aber auch als Liedersängerin. Dabei standen Werke aus der Barock-Epoche in ihren Konzertprogrammen an führender Stelle, namentlich Werke von J.S. Bach. Sie trat als Konzertsolistin in Brüssel, Paris, Hamburg, Wien, Berlin, Frankfurt a.M., München, Stockholm und London auf und unternahm eine Australien-Tournee.

Also: einfach mal testen, kostet ja nix !

Booklet

Besetzung:
Rohtraud Hansmann (sopran)
Werner Kauffmann (organ)
+
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
+
Monteverdi-Chor Hamburg

unter der Leitung von Jürgen Jürgens

BackCover1
Titel:

01. Messe in c-moll (Teil 1)
Gloria In Excelsis Deo. Et In Terra Pax Hominibus Bonae Voluntatis. +   Laudamus Te. Benedicimus Te. Adoramus Te. Glorificamus Te.  7.13

02. Messe in c-moll (Teil 2):
Et Incarnatus Est De Spiritu Sancto Ex Maria Virgine: Et Homo Factus Est. 7.21

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart

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Friedrich Gulda – Klavierkonzerte Nr 25 + Nr 27 (Wolfgang Amadeus Mozart) (1976)

FrontCover1Friedrich Gulda, der begnadete und geniale Wanderer zwischen Jazz und Klassik hat hier eine wahrlich famose Einspielung von 2 Klavierkonzerten Mozarts vorgenommen:

Überwältigt war der Schreiber bei der Wiederbegegnung mit einer sehr lange nicht mehr gehörten Aufnahme dieses Werks, entstanden im Mai 1975 (zusammen mit dem Konzert KV 595) im Großen Wiener Musikvereinssaal in Wien. Den Konzerten KV 466 und KV 467, im Jahr zuvor eingespielt, ließen Claudio Abbado, die Wiener Philharmoniker und der extrem verantwortungsbewusste Friedrich Gulda nun eine weitere LP mit zwei Mozart-Konzerten folgen 1974.

Konnte sich Abbado im Jahr zuvor noch im Philharmonischen Klang zurückziehen und nobel begleiten, war er bei diesem Konzert quasi „gezwungen“, das Orchester voll aufblühen zu lassen. Und wie die Wiener Philharmoniker da aufblühen, sie können ihren ganzen Farbenreichtum zur Entfaltung bringen, und Abbado muss auch Gulda, da das Orchester vielfach „führt“, einiges vorgeben. Die drei (Solist, Dirigent und Orchester) sind so wie ich es höre ein Herz und eine Seele.
Die Demut, die Gulda dem hörbar ehrfürchtig und innig geliebten Mozart zuteil werden lässt, die Subtilität des Anschlags findet so jemand wie der Schreiber dieser Zeilen staunenswert für sich. Man weiß ja, wie Gulda loslegen kann wenn er will, umso mehr besticht hier die (mögliche) Selbstzügelung. So eine Persönlichkeit wie Gulda könnte selbst bei einem solchen Konzert ein Orchester an die Wand spielen, er tut es nicht, er ist Teil eines Ganzen, nicht mehr und nicht weniger. Seine Kadenz zum ersten Satz fügt sich nahtlos in das Gesamtkonzept. Wie Klavier und Orchester im Andante ineinandergreifen – man kann es beim ersten Mal Durchhören gar nicht erfassen, was da alles drinsteckt. Und wie unwiderstehlich delikat Gulda das Finale hinwirft – das ist Musik, einfach nur vollendete Musik. (Alexander in capriccio-kulturforum.de)

Da kann man dann nur noch anfügen, dass Aufnahmen aus dem Hause „Deutsche Grammophon“ seit jeher als hochwertigen Aufnahmen bekannt sind.

CD Ausgabe, 1987

Besetzung:
Friedrich Gulda (piano)
+
Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Claudio Abbado

BackCover

Titel:

Konzert Für Klavier Und Orchester Nr. 25 C-Dur, KV 503:
01. 1. Satz: Allegro Maestoso 16.24
02. 2. Satz: Andante 8.20
03. 3. Satz Allegretto 9.45

Konzert Für Klavier Und Orchester Nr. 27 B-Dur, KV 595:
04. 1. Satz: Allegro 14.45
05. 2. Satz: Larghetto 8.14
06. 3. Satz: Allegro 9.18

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VA – Ein Fest für die Sinne (1994)

FrontCover1.jpgDieser blog dient ja u.a. auch dazu, die unterschiedlichsten Musikrichtungen aus deutschen Landen zu präsentieren … oder, um es mal etwas hochtrabend auszudrücken: Der blog soll quasi eine Art Dokumentationszentrum deutschen Musikschaffens sein.

Und so kommt es dann auch, dieses Album hier nun das Licht des Tages erblickt.

Die Siemens AG gab sich 1994 die Ehre und veröffentlichte diese CD mit dem drolligem Untertitel „Siemens. Wir gehören zur Familie“ (das wüsste ich allerdings).

Dieser Titel war damals des gemeinsame Motto für eine Schar von TV Werbe-Clips, bei denen es um Waschmaschinen und Elektroherde ging:

Und hier finden sich nun u.a. die jeweiligen Musikstücken zu den jeweiligen Werbung  und zwar in voller Länge.

Und wir hören vornehmlich leichte Kompositionen, die mit dem entsprechenden Weichspüler (um man bei der Waschmaschine zu bleiben) behandelt wurden.

Nett anzuhören, kann man ja auch mal zwischendurch machen.

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Aber dann klingt der „Kaiserwalzer“ von Strauss II schon fast wie eine Wohltat und das gilt erst recht für eine weitere Komposition und zwar das „7. Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur, KV 622“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Aber nachdem der Siemens Konzern nun wirklich nicht zu meiner Familie gehört, fällt es mir dennoch nicht weiter schwer … mich von diesem Tonträger zu trennen.

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Titel:
01. Growing Up (Heim/Schabbach) 3.34
02. Gently Turns The Tide (Dahmen/Mertens) 3,15
03. Gihan’s Dream (Julian/Galvez) 3.55
04. Mock Morris (Grainger) 3.44
05. La Conquista (Orlander/Flowers) 5.33
06. The Road Less Travelled (Julian/Galvez) 4.16
07. 7. Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur, KV 622 2. Satz (Mozart) 8.50
08. Drifting (Orlander/Flowers) 4.21
09. Kaiserwalzer (Strauss) 10.13
10. Growing Up (Heim/Schabbach) 1.05
11. Gently Turns The Tide (Dahmen/Mertens) 1.03

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Birnauer Kantorei & Kammerorchester – Krönungsmesse + Litaniae Lauretanae (Mozart) (1970)

FrontCover1.JPGFreunde der gepflegten Jazzmusik kommen aus meiner Sicht ja überhaupt nicht an dem legendären MPS Label aus dem Schwarzwald vorbei.

Aber dieses Label hatte auch im Bereich der klassischen Musik so einiges zu bieten … auch wenn sie natürlich mit großen Labels wie der Deutschen Grammophon nicht konkurrieren konnten.

Aber diese Aufnahmen sind ein feines Beispiel für meine Behauptung.

Aufgeführt werden hier die zwei Mozartwerke von der Birnauer Kantorei:

Die Birnauer Kantorei e.V.  wurde im Jahre 1966 von der Konzertsängerin Cilla Mayer

Klaus Reiners

Klaus Reiners

und dem Dirigenten und Kirchenmusiker Klaus Reiners als Konzertchor gegründet. Klaus Reiners leitete die Kantorei 48 Jahre lang. Der Zweck des Vereins besteht in der Förderung konzertanter Kirchenmusik im Bodenseeraum. Die Kantorei besteht heute aus einem Chor mit etwa 75 Sängerinnen und Sängern aus dem weiteren Bodenseeraum. (Selbstdarstellung).

Wir hören zum einen die legendäre „Krönungsmesse“:

Der Name Krönungsmesse ist erstmals 1862 in der Erstauflage des Köchelverzeichnis schriftlich nachgewiesen. Sehr wahrscheinlich wurde die Messe für den Ostergottesdienst 1779 am Salzburger Dom, der auf den 4. April fiel, komponiert. Mozart datierte die Partitur auf den 23. März 1779, womit er vermutlich die Fertigstellung der Komposition kennzeichnete. Unmittelbar nach Mozarts Tod wurde die Messe KV 317 zur bevorzugten Komposition für Gottesdienste bei Kaiser- und Königskrönungen sowie bei Dankgottesdiensten. Zum ersten Mal dürfte sie im Rahmen der Krönungsfeierlichkeiten für Kaiser Franz II. verwendet worden sein.

Charakteristisch für diese Messe sind die sinfonischen Elemente. Solostimmen und Chor werden sehr deutlich voneinander getrennt. Die wahrscheinlich ursprünglich kapellinterne Bezeichnung Krönungsmesse ist, von der Wiener Hofmusikkapelle ausgehend, bald Allgemeingut geworden. Der Umstand, dass die Mozarts der Wallfahrtskirche Maria Plain in tiefer Frömmigkeit verbunden waren, veranlasste 1907 den Mozart-Enthusiasten Johann Evangelist Engl zu der unbeweisbaren Feststellung, die Krönungsmesse wäre für das alljährliche Maria-Plainer-Krönungsfest, das im Jahre 1779 am 27. Juni begann, komponiert worden – eine sich hartnäckig haltende Legende. (Quelle: wikipedia)

Basilika Birnau

Die Basilika in Birnau (hier entstanden die Aufnahmen)

Und dann noch das mir bisher unbekannte Litanie Lauretanae De Beata Maria Virgine:

Dieses Werk steht in der Tradition der sog. „Lauretanische Litanei“:

Die Lauretanische Litanei – lat. Litania de Beata (Maria Virgine), „Litanei von der Seligen (Jungfrau Maria)“ – ist eine in der katholischen Kirche verwendete Litanei, deren Anrufungen sich an die Gottesmutter richten. Sie geht auf mittelalterliche Wurzeln zurück und wurde mehrfach erweitert und verändert. In der überlieferten Form ist sie im Wesentlichen erstmals 1531 im italienischen Wallfahrtsort Loreto belegt, nach dessen latinisiertem Namen sie benannt ist. (‚Quelle: wikipedia)

Und auch wenn mir der religiöse Hintergrund dieser Musik sonst wo vorbei geht … kompositorisches ein weiteres Beispiel von der musikalischen Kraft, die von Mozart ausging.

Wer sich auch mal für Klänge dieser Art informieren möchte, sollte hier beherzt zugreifen … denn die Macher von MPS … die stehen einfach für Qualität.

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Und hier liegt der Ort Birnau … und zwar am Bodensee

Besetzung:
Hans-Martin Hackbarth (Bass)
Willi Manz (Tenor)
Cilla Mayer (Sopran)
Andrea von Ramm (Alt)
+
Birnauer Kantorei & Kammerorchester unter der Leitung von Klaus Reiners
+
Knrad Philipp Schuba (organ)

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Titel:

Krönungsmesse Missa Nr. 14 C-Dur KV 317 (Teil 1)
01. Krönungsmesse Missa Nr. 14 C-Dur KV 317 (Teil 1) 20.39
01.1. 
Kyrie
01.2. Gloria
01.3. Credo
01.4. Sanctus
01.5. Benedictus
01.6. Agnus Dei

Litanie Lauretanae De Beata Maria Virgine KV 109:
02. Litanie Lauretanae De Beata Maria Virgine KV109 14.09
02.1. Kyrie
02.2.Sancta Maria
02.3.Salus Infirmaorum
02.4.Regina Angelorum
02.5. Agnus Dei

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart

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