Verschiedene Interpreten – Lachkabinett (1979)

FrontCover1Mit dem Humor ist es so eine Sache.

Der eine oder andere kann sich über den einen oder anderen Humoristen köstlich amüsieren, während dem anderen sich der Humor einfach nicht erschließt.

Ich zähle zur jenen Spezies, die den sog. „schrägen“ Humor mehr als zu schätzen weiß. Und überraschenderweise hatten die „alten“ Humoristen früherer Jahrzehnte jede Menge von diesem schrägen Humor zu bieten … und dieser Sampler von K-tel bietetet etliche Beispiele, die zur Gattung des schrägen Humors gezählt werden dürfen.

Da ist der Peter Frankfeld mit seiner Schildungerung „seiner“ Zeit bei dem Barras (ein Beitrag, den man durchaus subversiv nennen kann).

Heinz Erhardt, war eh ein genialer Sprachverdreher, Walter Reichert scheint mir heute ziemlich vergessen zu sein (was eigentlich ne Schande ist). Die Österreicher Fritz Muliar, Helmut Qualtinger und Hans Moser (sein „Der Dienstmann“ ist längst ein Klassiker) waren jemals in ihrem Metier unschlagbar …

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Karl Valentin und Liesl Karlstadt

Aus der Abteilung boarisch/müchnerischer Humor hören wir den Weiß Ferdl, den Fritz Straqssner (beide kann man immer wieder mal hören) und die legendären Karl Valtentin/Lisl Karstadt und dann noch den damaligen Jungspund den Fredl Fesl, der für die humoristischen Szene in Bayern wirklich eine Bereicherung war.

 

Und es gab für mich auch neues zu entdecken: Ernst Waldbrunn (noch so ein Österreicher) war mir bisher völlig unbekannt und glänzt auf dieser LP als „Portier“ im Hotel Meran.

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Titel:
01. Peter Frankenfeld: Etwas über Ballistik 4.22
02. Heinz Erhardt: Schalk im Nacken – Frisch vom Rill, Teil 1  4.19
03. Wilhelm Bendow und Franz-Otto Krüger: Auf der Rennbahn 4.03
04. Wilhelm Reichert und Oscar Heiler: Der Zeuge 7.10
05. Fritz Muliar: Fremdenverkehr 0.40
06. Ernst Waldbrunn: Hier spricht der Portier 7.05
07. Hans Moser: Der Dienstmann 6.33
08. Fritz Muliar: Der Verdacht 0.22
09. Weiß Ferdl: Linie 8   9.27
10. Fritz Strassner: Ein Münchener im Himmel 8.56
11. Fritz Muliar: Die Folianten 2.01
12. Helmut Qualtinger und Gerhard Bronner: Travnicek im Urlaub 1.53
13. Karl Valentin und Liesl Karlstadt: Im Schallplattenladen  3.12
14. Fritz Muliar: Am Totenbett 1.49
15. Heinz Erhardt: Schalk im Nacken – Frisch vom Rill, Teil 2   4.32
16. Fredl Fesl: Fußball-Lied 2.11

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Fritz Muliar – Überwiegend Heiteres aus aller Welt (im Sinne Schwejks) (1972)

FrontCover1.JPGGanz sicher war er ein ganz besonderes Original, nicht nur in Österreich:

Fritz Muliar, gebürtig Friedrich Ludwig Stand (* 12. Dezember 1919 in Wien; † 4. Mai 2009 in Wien-Alsergrund), war ein österreichischer Schauspieler, Kabarettist und Regisseur.

Muliar wurde als uneheliches Kind geboren und wuchs in Wien-Neubau auf. Sein leiblicher Vater Maximilian Wechselbaum war ein Tiroler k.u.k. Offizier, der sich um seinen Sohn nicht kümmerte und später Nationalsozialist wurde. Muliars Mutter Leopoldine Stand dagegen, die als Sekretärin bei der Oesterreichischen Kontrollbank arbeitete, war eine überzeugte Sozialdemokratin. 1924 lernte sie den russisch-jüdischen Juwelier Mischa Muliar kennen und heiratete ihn. Fritz Muliars familiärer Hintergrund war damit multikulturell geprägt: Seine Großeltern waren erzkatholisch und deutschnationaler Gesinnung, seine Mutter eine engagierte Linke und sein Stiefvater Jude.

Nachdem seine erste Ehe mit Gretl Doering kurz zuvor gescheitert war, heiratete Muliar 1955 Franziska Kalmar, die erste Fernsehsprecherin Österreichs. Mit ihr hatte er die Söhne Alexander (* 1957) und Martin (* 1959). Sein Sohn Hans (* 1946) aus erster Ehe mit Gretl Doering starb 1990. Muliars Enkel, Markus, veröffentlichte 2015 das Buch „Damit wir uns verstehen!“, in welchem er Tagebücher und Briefe seines Großvaters aus dem Zweiten Weltkrieg transkribierte.

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Muliar war Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt und feierte 2006 sein 70-jähriges Bühnenjubiläum. Er lebte mit seiner Frau in Groß-Enzersdorf in der Nähe der Lobau bei Wien.

Muliar war engagierter Sozialdemokrat und unterstützte regelmäßig Wahlkampagnen der SPÖ. Er war bekennender Freimaurer und gehörte einer Wiener Freimaurerloge an. Fritz Muliar war auch Mitglied im parteilosen und überreligiösen Österreichischen Pfadfinderbund.

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Mit 16 Jahren beendete Fritz Muliar die Schule und begann ein Schauspielstudium am Neuen Wiener Konservatorium. Seine ersten kabarettistischen Auftritte erfolgten 1937 in Stella Kadmons Kleinkunstbühne „Der liebe Augustin“, später auch im „Simpl“, wo er allerdings, nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938, nur noch harmlose Opernparodien und Bauernschwänke spielen durfte. Nebenher arbeitete er als Vertreter für Babykosmetik, um Geld für den Lebensunterhalt (auch seiner Mutter) zu verdienen, nachdem der Stiefvater im März 1938 vor den Nazis in die USA geflohen war.

Im April 1940 wurde Muliar zur Wehrmacht eingezogen. 1942 saß er sieben Monate wegen Wehrkraftzersetzung und Betätigung zur Wiederherstellung eines freien Österreichs in Einzelhaft. Er wurde sogar zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde aber in eine fünfjährige Haftstrafe umgewandelt, die zur sogenannten „Frontbewährung“ in einer Strafeinheit an der Ostfront ausgesetzt wurde. Das Kriegsende erlebte er in britischer Kriegsgefangenschaft.

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1946 fing er als Sprecher bei Radio Klagenfurt der Sendergruppe Alpenland an, wo er seine spätere Frau Gretl Doering kennenlernte. Doering brachte ihren vierjährigen Sohn Heinz mit in die Ehe, aus der kurze Zeit nach der Hochzeit Sohn Hans hervorging. Muliar arbeitete als Schauspieler und Regisseur in Graz bei „Der Igel – das kleine Zeittheater“. Er wechselte an das Steirische Landestheater, wo er sogar ein Angebot als Theaterdirektor hätte annehmen können.

Stattdessen kehrte er 1949 zurück nach Wien ans Raimundtheater, wo er als Operettenbuffo mit Größen wie Johannes Heesters und Marika Rökk auftrat, zeitweise aber auch als Conférencier im Nachtclub Moulin Rouge arbeitete. Von 1952 bis 1965 spielte er im Simpl an der Seite von Karl Farkas und Ernst Waldbrunn, aber mit der Zeit auch an allen bedeutenden Bühnen Wiens, im Theater in der Josefstadt, im Volkstheater, ab Mitte der 1970er Jahre auch am Wiener Burgtheater, ab 1994 wieder in der „Josefstadt“. In den Sommerpausen trat er regelmäßig bei den Salzburger Festspielen auf.

Vor der Kamera stand Muliar das erste Mal 1940, in dem Film „Herz ohne Heimat“ mit seiner damaligen Partnerin Friedl Hoffmann und dem seinerzeit noch eher unbekannten Curd Jürgens.

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Nach dem Krieg spielte er in mehr als 100 Fernsehfilmen und -serien mit. Daneben widmete er sich in vielen Vortragsabenden der Rezitation. Mit zahlreichen Schallplatten-, Rundfunk- und Bühnenprogrammen zum jüdischen Witz etablierte er sich überdies als äußerst populärer Interpret jüdischer Witze im deutschen Sprachraum.

Muliar galt als Volksschauspieler. Besonders gut konnte er Menschen darstellen, die jiddisch sprechen oder „böhmakeln“.

Am Sonntag, dem 3. Mai 2009, stand der 89-Jährige zum letzten Mal auf der Bühne der Josefstadt als Baron von Ciccio in Peter Turrinis Stück „Die Wirtin“[3] nach Carlo Goldoni. In der Nacht auf Montag verstarb er, nachdem er in seiner Wohnung zusammengebrochen und in das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien gebracht worden war. Am 12. Mai 2009 wurde Fritz Muliar in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 33G, Nr. 42) beigesetzt.

Im Jahr 2016 wurde in Wien Liesing (23. Bezirk) der Muliarplatz nach ihm benannt. (Quelle: wikipedia)

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Hier ein schönes Beispiel seines charakteristischen Humors, den er so trefflich vortragen konnte: Dieser Humor, so absurd, so skurril und gelegentlich auch so tief schwarz …

Grab

Besetzung:
Fritz Muliar (Sprecher)

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Titel:
01. Überwiegend Heiteres aus aller Welt (Teil 1) 25.04
02. Überwiegend Heiteres aus aller Welt (Teil 2) 25.03

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Fritz Muliar, gebürtig Friedrich Ludwig Stand
(* 12. Dezember 1919 in Wien; † 4. Mai 2009 in Wien-Alsergrund)

„Ich bin ein Darsteller des kleinen Mannes – ein jüdischer Bankier, das ist noch drinnen, den Othello muß ich nicht unbedingt spielen. Den Lear – nur in einer Musicalfassung.“

„Mit dem Aberglauben ist es auch so eine Sache: Ich habe noch keinen Menschen getroffen, der sein 13. Monatsgehalt zurückgegeben hat.“

Fritz Muliar u.a. – Schrammel – Lieder & Tanz (1978)

FrontCover1Und jetzt wird es wienerisch – gemütlich:

Die Schrammelmusik ist eine für Wien typische Musikgattung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sie gilt als Wiener Volksmusik.

Sie wurde nach den Wiener Musikern, Geigern und Komponisten Johann und Josef Schrammel benannt. 1878 gründeten sie mit dem Gitarristen Anton Strohmayer in Wien ein kleines Ensemble, mit dem sie ein volkstümliches Repertoire mit Liedern und Märschen, Tänzen und Walzern in Heurigen und Gaststätten darboten.

Da der Vater der berühmten Brüder Schrammel, Kaspar Schrammel, in Litschau geboren und aufgewachsen ist, gilt die nördlichste Stadt Österreichs als Schrammelstadt. Litschau ist also die Wiege der berühmten Wiener Heurigen- und Tanzmusik. Jedes Jahr gibt es am Litschauer Herrensee das Schrammel.Klang.Festival, das „Woodstock des Wienerlieds“.

Nach dem Anschluss des Klarinettisten Georg Dänzer zum Orchester 1884 nannten sie sich „Specialitäten Quartett Gebrüder Schrammel“ und erlangten mit ihrer Art, Wienerlieder zu spielen, rasch große Berühmtheit. Sie spielten nun auch in den Palais und Salons der Wiener Aristokratie und des Großbürgertums. Der „Schrammeleuphorie“ schlossen sich als Verehrer auch Größen wie Johann Strauss und Johannes Brahms an. Später sollte auch Arnold Schönberg von der Schrammelmusik schwärmen. Schon zu Lebzeiten der Brüder war das Wienerlied unter der Bezeichnung „Schrammelmusik“ bekannt.

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Die Schrammelmusik wird vor allem durch die „weinende“ (raunzende), melancholische, aber trotzdem chansonartig beschwingte Instrumentierung charakterisiert.

Typische Besetzungen sind: Zwei Geigen, Kontragitarre, Klarinette (meist G-Klarinette, auch „picksüßes Hölzl“ genannt), später auch Knopfharmonika (Schrammelharmonika).

In sieben Jahren komponierten die Gebrüder Schrammel über 200 Lieder und Musikstücke; mit diesen setzten sie der Wiener Musik einen Höhepunkt. Die Brüder starben 1893 und 1895, beide im Alter von 43 Jahren, vor ihrem Vater. (Quelle: wikipedia)

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Die Schrammeln auf dem Wäschermädelball 1994 (Zeitungsauschnitt aus dem „Extrablatt“

Der Ur-Vater der Schrammelmusik war also der Kaspar Schrammel, der zwar seinen Söhnen musikalisch nicht „das Wasser“ reichen konnte, aber dennoch deren Basis gelegt hat:

Kaspar Schrammel (* 6. Jänner 1811 in Litschau, Niederösterreich; † 20. Dezember 1895 in Langenzersdorf) war ein österreichischer Musiker und Komponist.

Kaspar Schrammel war wie sein Vater gelernter Weber, er trat seit seiner Jugend als Klarinettist auf dörflichen Festen auf. 1833, mit 22 Jahren, heiratete Schrammel Josefa Irrschik und hatte mit ihr einen Sohn, Konrad Schrammel (1833–1905). Bereits nach vierjähriger Ehe verstarb seine Ehefrau Josefa.

Um 1846 ließ sich Schrammel zusammen mit seinem Sohn in Wien-Neulerchenfeld nieder. Er gründete ein kleines Orchester, welches regelmäßig in den Gasthäusern der Umgebung zu den verschiedensten Anlässen aufspielte.

KasparSchrammel

Kaspar Schrammel

1850 und 1852 hatte er zwei unehelich geborene Söhne mit der späteren Volkssängerin Aloisia Ernst. Johann und Josef, deren Mutter er 1853 heiratete wurden 1857 legitimiert. Die Musik der Söhne wurde als Schrammelmusik bekannt. Als Komponist setzte Kaspar Schrammel seinen Schwerpunkt weniger auf eigenes Schaffen, sondern bearbeitete und arrangierte bereits Bekanntes.

Neben der Arbeit mit seinem Orchester begleitete Schrammel auch gelegentlich seine Frau musikalisch bei deren Auftritten.

Erst nach seinen beiden berühmteren Söhnen starb er im Alter von über 80 Jahren in Langenzersdorf. Das derzeitige Ehrengrab der Marktgemeinde Langenzersdorf befindet sich in einem renovierungsbedürftigen Zustand.

Anlässlich des 90. Todestages von Kaspar Schrammel, im Jahr 1985, wurde in Langenzersdorf vom Berg- und Wanderverein Wienerland ein zwölf Kilometer langer Themen-Wanderweg eröffnet. Der Weg verband das Heimatmuseum (Schrammel-Sammlung) mit der Schrammelgasse und dem Sterbehaus in der Korneuburger Straße. In der Zwischenzeit wurde der Weg auf zehn Kilometer verkürzt, jedoch im Rahmen des „Weinviertler Wanderquartetts“ und IVV-Wertung einem größeren Kreis bekannt gemacht. (Quelle: wikipedia)

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Das Schrammel-Quartett u.a. mit dem Georg Dänzer *ggg*

Soweit die Historie und im Jahr 1978 lies es sich die „Zentralsparkasse der Gemeinde Wien“ nicht nehmen, diese Sonderanfertigung aus „unverkäufliche Sonderanfertigung“ produzieren zulassen (vermutlich wieder mal so ein kostenloses Werbegeschenk für Kunden des Hauses).

Soweit mir bekannt, wurden diese Aufnahmen eigens für diese Sonderanfertigung produziert (ich bin allerdings kein ausgesprochener Fritz Muliar Kenner) und natrlich war ein Fritz Muliar geradezu prädestiniert, diese Lieder zum Besten zu geben.

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Begleitet wird er dabei von ausgemachten Schrammelmusikern jener Zeit … und die sparkasse ließ sich nicht lumpen und bastelte dann auch noch ein ganz liebevolles Cover und gibt auf der Innenhülle eine Fülle von Informationen zu dieser Musik.

Musss man nicht mögen, aber ich mag gelegentlich diese verzaubernd altmodischen Lieder… und natürlich ist auch jede Menge Schmäh dabei …

Und diese Schrammelmusik hat sich bis heute in Wien und Österreich gehalten … und es gibt da ein paar ganz hervorragende Bursche, wie den Ernst Molden, der die alte Tradition z.B. mit dem Blues kombiniert …  Und so stell ich mir dann Traditionspflege vor (später mehr davon)

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Besetzung:
Karl Brusek (violin)
Hans Dell (violin)
Fritz Muliar (vocals)
Franz Nezval (accordeon)
Herbert Seifner (guitar)
+
Robert Demmer (whistle bei 05.)
Kurt Dieman (vocals bei 06. + 08.)
Friedrich Gabler (bugle bei 07.)
Laszlo Gati (percussion bei 07.)
Wilhelm Krause (clarinet bei 05. + 09.)
Franz Opalensky (flute bei 07.)
Norbert Pawlicki (harmonium bei 07.)
Josef Skruzny (clarinet bei 08.)
Ulrike Wagner (piano bei 07.)

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Titel:
01. Pioniermarsch (Johann Schrammel) 3.25
02. ‚S Herz Von An Echten Weana (Wienerlied) (Johann Schrammel/Lorens) 2.48
03. Bei guter Laune (Polka Francaise) (Josef Schrammel) 2.32
04. Der Frieden auf der Welt (Lied) (Johann Schrammel/Wiesberg) 4.29
05. Kunst und Natur (Marsch) (Johann Schrammel) 1.59
06. Was Österreich is (Duett) (Johann Schrammel/Wiesberg) 3.17
07. Tänze (Ländler) (Josef Schrammel) 4.15
08. Auf zur Jagd (Marsch) (Johann Schrammel) 2.02
09. Was’s schönste war (Kunstlied) (Johann Schrammel/Wiesberg) 2.15
10. ‚S Malheur (Couplet) (Johann Schrammel) 3.30
11. Liebe Vögelein (Lied) (Kaspar Schrammel) 2.25
12. Die Dankbarkeit (Lied) (Johann Schrammel/Wiesberg) 3.43
13. Eugeniewalzer (Johann Schrammel) 3.26
14. Mein Testament (Lied) (Johann Schrammel/Wiesberg) 3.17

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Frieden

Fritz Muliar – Fritz Muliar erzählt (Westaflexwerk Werbesingle) (frühe 70er Jahre)

FrontCover1.jpgTja, der Fritz Muliar … man könnte fast schreiben, der musste sich halt auch sein Geld verdienen, denn hier hören wir ihn als Werbefritzen für die Firma „Westaflex“. Hier also nun mal wieder eine kleine Firmengeschichte:

Die Westaflex ist ein deutscher Haustechnik-Hersteller u. a. für Wellrohre und Schalldämpfer mit Stammsitz in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen). Westaflex beschäftigt nach Unternehmensangaben international 2.700 Mitarbeiter (über Lizenznehmer und eigene Tochtergesellschaften).

Das Familienunternehmen Westaflex wurde am 24. September 1933 im westfälischen Gütersloh von Ferdinand Westerbarkey und seinen Brüdern Leonhard und Lorenz gegründet und bestand lange Zeit als Geschäftsbereich der Atlas Handelsgesellschaft mbH. Der Betrieb begann mit zwölf Mitarbeitern in einer ehemaligen Ziegelei in München-Oberföhring.

Zunächst wurden vollflexible Rohre auf eigenen Maschinen nach einem österreichischen Patent gefertigt, im Jahr 1953 kamen die völlig neuen Rohrtypen Westerform und Westerflex hinzu. Auf der technischen Grundlage der Flexrohre entwickelte Westaflex noch im selben Jahr die ersten flexiblen Schalldämpfer. So entstand letztlich aus der Atlas-Gruppe die Westaflex-Gruppe als eigenständiger Geschäftsbereich in Gütersloh.

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1935 wurde aus räumlichen Gründen die Produktion von München-Oberföhring nach Gütersloh verlegt, wo auf einem bereits 1912 erworbenen 10.000 m² großen Gelände in einer Fabrikationshalle der eigenen Stahlmöbelfabrik Westamöbel OHG günstige Voraussetzungen für eine Flex-Rohrproduktion gegeben waren. 1955 waren nach Aufgabe der Möbelfertigung bereits alle verfügbaren Fabrikationsräume der Westaflexwerk L.&F. Westerbarkey OHG durch die Rohrproduktion belegt und es bestanden schon 14 Auslandsvertretungen und 8 Auslandsfertigungen. Seit der Gründung war Westaflex ständig in Besitz der Familie Westerbarkey, mittlerweile in der vierten Generation. Der Claim(Slogan) des Unternehmens lautet „Verbindungen, die sich auszahlen“.

Die Anfänge der ATLAS Handelsgesellschaft liegen in den ersten Monaten nach dem Zweiten Weltkrieg. Ferdinand Westerbarkey, bei Kriegsende politischer Häftling des Konzentrationslagers Dachau, wurde von der amerikanischen Militärregierung in München als Berater herangezogen. In kurzer Zeit entstanden Niederlassungen in Hamburg, Köln, Aachen, Lohne, Krefeld und Minden. Bei allen diesen Atlas-Stützpunkten im norddeutschen Raum, in Gütersloh verwaltungsmäßig zusammengefasst, dominierte der Handel mit Fleisch. Zwar nicht zeitlich, aber logisch folgt die Gründung der Westafleisch GmbH im Jahre 1963 als ein Netz von Lohnschlachtereien, sowie 1950 die Gründung des Import-Großhandels Frigaliment GmbH, wiederum mit der Atlas Handelsgesellschaft mbH als Gesellschafter.

Von 1972 bis 1987 gehörte auch die LbF Lauterbach und die IT-Schallschutztechnik zur damaligen Westaflex-Gruppe.

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Die Belegschaft im Jahr 1959

Die Produkte werden in 10 Ländern über eigene Tochtergesellschaften und darüber hinaus in weiteren 22 Ländern durch verbundene Lizenznehmer vertrieben. Der größte Markt ist Deutschland mit etwa 41 % Absatzanteil, gefolgt von den Niederlanden, der Schweiz und Frankreich.

In Frankreich wurde 1959 die Schwesterfirma Westaflex-France gegründet. Frühzeitig im Jahr 1961 wurde die Westaflex-Produktion durch einen Lizenznehmer in den USA aufgenommen, um den weitaus potentesten Markt auf dem Automobilsektor zu erfassen. In den folgenden Jahren kamen sowohl in europäischen als auch in überseeischen Ländern weitere Fertigungsstätten hinzu – in Produktionsgemeinschaft oder als Lizenznehmer -: Volksrepublik China, Türkei, Griechenland, England, Ungarn, Italien, Portugal, Iran, Südafrika, Japan, Argentinien und Kanada, sowie Nordamerika.
Unternehmensbereiche
Westaflex ist Hersteller von Klimatechnik-Produkten im Neu- und Altbau und von Akustik- und Klima-Anwendungen in der Industrie. Die Sparte Schornstein / Wohnungslüftung erzielt etwa 40 % des Gesamtumsatzes über den Fachhandel, gewerbliche Projekte die übrigen 60 %. Die Produkte sind im oberen Qualitäts- und Preissegment angesiedelt. (Quelle: wikipedia)

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Alte Produktionsstätte

Um es kurz und schmerzlois zu machen: Selten war der Fritz Muliar so belanglos wie hier. Das liegt natürlich an den Witzchen, die er zu reissen hat (Wualitätsstandard: dümmlich) und die natürlich allesamt mehr oder wenig verkrampft zu den Rohren der Firma Westaflex führen.

Da wird in dem Sketch „Zslotschow 1905“ auf die Langlebibkeit der Produkte hingewiesen. Nur dumm, dass es diese Firma 1905 noch gar nicht gab …

Aber was soll´s … ne Rarität im Reiche der deutschen Werbe-Singles ist dieses Exemplar allemal … und da freu sich so ne Sammlerseele, wie sie mir eigen ist, schon ein wenig.

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Fritz Muliar

Besetzung:
Fritz Muliar (Sprecher)
+
eine kleine Schar unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. Moritzl 2.32
02. Zslotschow 1905 1.10
03. Wiener Staatsoper 1.36
04. Pepi 1.06
05. Moritz Dukatenzähler 1.11
06. Wiener Simpl 1.36
07. Produktinformationen vom Westaflexwerk 0.46
+
08. Westerrohre Werbesingle (Teil 1 – ungeschnitten) 4.39
09. Westerrohre Werbesingle (Teil 2 – ungeschnittden) 5.20

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Nicht gänzlich frei von einem gewissen Humor:

Josef Meinrad – Der Mann von La Mancha (1968)

FrontCover1Vermutlich war dem Joseph Meinrad die Rolle des (Don Quijote in dem Musical „Der Mann von La Mancha“ auf den Leib geschnitten.

Der Mann von La Mancha ist ein Musical von Mitch Leigh, Dale Wasserman und Joe Darion.

Auf der Grundlage des Klassikers Don Quijote von Miguel de Cervantes schrieb Wasserman 1959 das Fernsehstück I, Don Quixote. In diesem spielt der von der Spanischen Inquisition eingekerkerte Dichter den Mitgefangenen seinen Ritterroman vor und übernimmt dabei die Rolle Don Quijotes. 1965 wurde das zum Musical adaptierte Stück am 22. November am ANTA Washington Square Theater in Greenwich Village mit Richard Kiley in der Titelrolle uraufgeführt. Die Musik stammte von Mitch Leigh, die Liedtexte wurden von Joe Darion geschrieben. 1966 erhielt das Musical 5 Tony Awards, unter anderem für das Beste Musical und den Besten Schauspieler. Die Original-Produktion erreichte 2328 Aufführungen.

Die deutschsprachige Erstaufführung in der Fassung von Robert Gilbert erfolgte am 4. Januar 1968 im Theater an der Wien in Wien unter der Regie von Dietrich Haugk mit Josef Meinrad in der Titelrolle und Blanche Aubry als Aldonza sowie Fritz Muliar als Sancho Panza.

MeinradMuliarDas Stück spielt durchgehend ohne Pause in einem Verlies der spanischen Inquisition. Cervantes und sein Diener sind der Gotteslästerung angeklagt und warten unter Räubern, Mördern und Prostituierten auf ihr Verfahren. Der Anführer der Insassen nimmt ihnen alle Habe weg, darunter ein Manuskript. Um zu beweisen, dass es sein künftiges Buch ist, verkleidet sich Cervantes als seine Figur Don Quijote und spielt mit den Mithäftlingen die Geschichte vor. So wird das Gefängnis zur Straßenspelunke. Aldonza ist ein schlampiges Serviermädchen, doch Don Quijote nennt sie Dulcinea und macht ihr den Hof. Währenddessen versuchen seine Nichte Antonia und ihr Verlobter Dr. Carrasco immer wieder, Don Quijote von seinen sinnlosen Kämpfen gegen imaginäre Feinde abzuhalten. Als Spiegelritter verkleidet zwingt ihn Carrasco, der Realität ins Auge zu sehen, zu erkennen, dass er nicht der Erretter der Menschheit ist, sondern ein ärmlicher alter Mann. Nur Aldonza, die einzig von Don Quijote als Dame behandelt wurde, fleht ihn an, den unmöglichen Traum fortzusetzen und die Rüstung wieder anzuziehen. Don Quijote stirbt in ihren Armen. Aldonza nennt sich fortan Dulcinea und träumt nun selbst den Traum ihres Helden weiter. Das Spiel ist aus. Ergriffen reicht der Anführer Cervantes sein Manuskript zurück. Von oben senkt sich eine Leiter, und Cervantes wird vor das Inquisitionstribunal gerufen. (Quelle: wikipedia)

Liest man sich all die Kritiken durch, die auf der Rückseite der Hülle zu dieser LP zu lesen sind, muss man davon ausgehen, dass diese deutsche Uraufführung damals ein Riesenerfolg war. So schreibt z.B. die Kronen-Zeitung am 5.1.1968:

Josef Meinrad als Don Quijote hat wieder eine Meisterleistung seiner liebenswerten Kunst vollbracht. Fritz Muliar mit seinem Sancho beweist den großen Bogen seiner schauspielerischen Fähigkeiten. Und doch möchte man fast  Blanche Aubry an allererster Stelle nennen – ihre Aldonza-Dulcinea ist nicht nur von der an Brecht geschulten Gesangstimme her ein Phänomen, sondern hat auch eine immense schauspielerische Strahlkraft.

Ein wirklicher Höhepunkt ist das zornige „Aldonza“ bei der man sich von der gewaltigen Stimme von Blanche Aubry überzeugen kann.

Die Ouvertür kommt klanglich ein wenig holprig daher, der Rest der LP ist aber akustisch durchaus geniessbar !

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Besetzung:
Blanche Aubry (Aldonza)
Frank Dietrich (Dr. Carasco)
Brunhilde Feuchtmeier (Antonia)
Norman Foster (Der Gastwirt)
Carlo Lando (Der Barbier)
Josef Meinrad (Don Quijote)
Fritz Muliar (Sancho – Diener)
Bianca Zambelli (Die Haushälterin)
+
Maultiertreiber:
Rudolf Katzböck – Jörg Maria Berg- Berno Cramm – Hannes Müller – Harald Sielaff – R.W. Wasserlof

Musikalische Leitung: Johannes Fehring

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Titel:
01. Ouvertüre 3.45
02. Josef Meinrad, Fritz Muliar: Ich bin ich, Don Quijote  2.23
03. Blanche Aubry, Maultiertreiber: Mir’s jeder recht 3.03
04. Josef Meinrad, Maultiertreiber: Dulcinea 1.33
05. Brunhilde Feuchtmaier, Bianca Zambelli, Egon Simonet: Ich denke nur noch an ihn 3.07
06. Fritz Muliar, Blanche Aubry: Ich mag ihn 1.58
07. Blanche Aubry: Was will er bloß von mir 2.41
08. Rudolf Katzböck, Maultiertreiber: Kleiner Fink 1.56
09. Egon Simonet: Hab‘ deine Dulcinea 1.42
10. Josef Meinrad – Der unmögliche Traum 2.08
11. Carlo Lando, Josef Meinrad, Fritz Muliar, Norman Foster, Ensemble – Der Goldhelm des Mambrino
12. Norman Foster, Blanche Aubry, Fritz Muliar, Ensemble: Der Ritterschlag (Ritter von der traurigen Gestalt)
13. Rudolf Katzböck: Die Vergewaltigung 1.33
14. Blanche Aubry, Josef Meinrad: Aldonza 3.33
15. Fritz Muliar: Ein bißchen tratschen 1.32
16. Josef Meinrad, Blanche Aubry, Fritz Muliar, Egon Simonet, Norman Foster, Ensemble: Sterbeszene und Finale 6.52

Musik: Mitch Leigh – Text: Joe Darion – Deutscher Text: Robert Gilbert

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