Erika Kahlert – Musik erleben – Von Beatles, Bach und anderen (1978)

MusikErleben01AWas bietet so ein Buch, das im Auftrag für die „deutschen Genoosenschaftsbanken“ (kurz: Raiffeisen-Bank) entstanden ist?

Nun, überraschend viel und das liegt vorrangig an einem der Autoren, Dieter Traupe.

Und auch das ist überraschend, denn Dieter Traupe war damals eigentlich Chefsprecher des Bayerischen Rundfunks (er lehrte auch einem jungen Thomas Gottschalk, wie Texte für das Radio zu sprechen sind).

Auf jeden Fall informiert dieer Dieter Traupe kenntnisreich und kurzweilig über diverse Themen der Musik.

Seine Beitrag  „Nicht alle waren Wunderkinder“ (Musikergeschichten) skizzieren den Werdegang vieler klassischer Komponisten auf eine sehr unterhaltsame Weise und als Basisinformation ist dieser Text wahrlich wertvoll.

In „Für Feuerwerk die passende Musik“ (Musik auf Bestellung) wird die E-Musik endlich mal auf den Boden der Tatsachen geholt. Endlich wird mal dokumentiert, dass auch diese Musik den ökonomischen Gesetzen zu folgen hatte, und all die großen Komponisten sehr oft von der Muse geküsst wurden, als sie Auftragsabeiten annahmen.

Und sein dritter großer Beitrag „Moriatat (Der schreckliche Verbrecher)“ wendet sich jenem Liedgut zu, die man als Moritaten, Gassenhauer und Schlager kennt:

„Lange bevor es Fernseh-Krimis gab, kannte man „ar erschröckliche Geschichten“, sogenannte Moritaten. Sie wurden auf Jahrmärkten, Marktplätzen oder an Straßenecken von Bänkelsängern vorgetragen.Diese reisten mit ihren gesungenen Geschichten von Ort zu Ort. Das, wovon sie in bewegenden und erregenden Worten berichteten, hatte sich meist wirklich zugetragen.“

Sein Handwerk verstand auch Raoul Hoffmann, ein Münchner Musikjournalist, der damals  aufgrund Bücher wie „Zwischen Galaxis und Underground Die neue Popmusik“ oder „zoom boom. Die elektrische Rock- und Popmusik“ (beide bei dtv erschienen) einen Namen gemacht hat. Hoffmann berichtet über die Beatles und noch interessaner über das Thema „Ein Star wird gemacht“.

Na ja und dann schlußendlich meldet sich auch der bereits erwähnte Thomas Gottschalk zu Wort und zwar mit einem durchaus lesenswerten Beitrag über den Hype, der bei boygroups wie den „Bay City Rollers“ entstehen kann …

Aufgemotzt wird das Buch dann durch großzügig illustrierte Musiktexte- und noten sowie popig illustrustriertes Musik-Quiz („Quiz nach Noten“).

Auch wenn man sich gelegentlich – mehr Tiefgang gewünscht hätte, ist dieses Buch (100 Seiten) eine kleine Überraschung, bedenkt man, dass es sich um ein Buch der Raiffeisen-Banken handelt.

Nur: wer Erika Kahlert war, habe ich nicht herausbekommen, und das ärgert mich natürlich wieder …

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Bernd Leukert (Hrsg.) – Thema: Rock gegen Rechts (1980)

RockGegenRechts01AAus gegebenem Anlass. Oder: Weil es weiterhin wichtig ist, dem braunen Pack was entgegenzusetzen.

Anlass für das Buch war einen Initiative, die sich Ende der 70er formierte, um damals ein Zeichen gegen rechte bzw. faschistische Gesinnung zu setzen.  Das war allerdings alles andere als eine einfaches Unterfangen.

Ein kurzer Beitrag des WDR blickt zurück:

„Wir müssen die rechten Ochsenköppe stoppen, deshalb sind wir hier“, ruft Udo Lindenberg den 30.000 Musikfans entgegen, die sich am 16. Juni 1979 zum ersten „Rock gegen Rechts“-Festival in Frankfurt am Main versammelt haben. Anlass ist das „Deutschlandtreffen“ der NPD zum damaligen Tag der Deutschen Einheit, das am gleichen Ort stattfinden soll. Die rechtsextreme Partei will Frankfurt zur „ersten nationaldemokratischen“ Stadt Deutschlands machen. Bereits zwei Jahre zuvor sind 3.000 Nazis unter Sprechchören und Trommelschlägen in die City marschiert. Um eine Wiederholung zu verhindern, ist das Rock-Festival von einem Bündnis aus Linken, Sozialdemokraten, Umweltschützern und Gewerkschaftsjugend als Gegenkundgebung bei den Behörden angemeldet worden. Aus Angst vor Konfrontationen will CDU-Oberbürgermeister Walter Wallmann zunächst sowohl die faschistische als auch die antifaschistische Veranstaltung verbieten. Schließlich genehmigt er unter strengen Auflagen das Konzert, das statt auf dem Römerberg vor dem Rathaus auf dem abgelegenen Rebstock-Gelände stattfinden muss. Demonstrationen im Stadtgebiet werden untersagt. Panzerwagen des Bundesgrenzschutzes, Wasserwerfer und kreisende Polizeihubschrauber sind im Einsatz.

Die NPD-Anhänger warten noch am Tag ihres geplanten Treffens auf Autobahn-Raststätten rund um Frankfurt auf einen günstigeren Bescheid des Verwaltungsgerichts. Doch das Gericht bestätigt um 16 Uhr das NPD-Demonstrationsverbot. Die Rechtsextremisten weichen nach Bayern aus. Das Rockfest hat das Nazi-Treffen mit Erfolg verbannt. Bis zwei Uhr nachts feiern auf der Bühne ein Dutzend Bands den politischen Erfolg. Viele von ihnen sind heute vergessen: Die Wiener Gruppe „Schmetterlinge“ mit ihrem Verfassungsschutz-Song „Klein, aber geheim“. Oder die „Gebrüder Engel“ mit ihrer Rock’n’Roll-Nummer „Klau, lies und kotz“ – eine Gebrauchsanweisung für Bildzeitungsleser. Der Triumph über das NPD-Treffen ist der Auftakt für weitere politisch motivierte Musikfestivals. (Quelle: WDR/Zeitgeschichtliches Archiv)

Und der Spiegel berichtete damals sehr ausführlich:

Poster„In Frankfurt wurde ein zweitägiges Open-Air-Festival zur größten antifaschistischen Demonstration der letzten Jahre. Zu „Rock gegen Rechts“ versammelten sich 30000 Jugendliche, um gegen den am gleichen Ort geplanten Deutschlandtag der NPD zu protestieren. In gelöstem Klima eine neue Liaison zwischen Rockmusik und Politik?

Frankfurt, meinte am Nachmittag ein Polizeisprecher, gleiche einem „Pulverfaß“. Eine realistische Metapher, denkt man sich die Munition in den Pistolenmagazinen der 5000 Ordnungshüter mal auf einem Haufen.

Daß von den 30 000 ungeliebten Musikfans, die an diesem Tag das zur Militärfestung umgebaute Frankfurt bevölkerten, kein Funke ins Pulverfaß flog, ist in der Demonstrations-Chronik dieser Stadt ein mittleres Wunder.

Panzerwagen des Bundesgrenzschutzes, Wasserwerfer, ein Regiment fahler dunkelgrüner Ordnungstruppen, unablässig kreisende Polizeihubsehrauber -das war der martialische Willkommensgruß der Stadt an die Scharen von Jugendlichen, die trotz unsicherer Wetterlage in Autos, Bussen, Bahn oder „per Daumen“ aus der ganzen Bundesrepublik zu einem riesigen Open-Air-Festival gegen den Neo-Nazismus angereist waren. Die teure, aus Steuergeldern finanzierte Machtdemonstration war die kleine Aufmerksamkeit eines CDU-Stadtvaters für ein Rockfest, das nicht kommerziellen Veranstaltern in die Tasche wirtschaften, sondern ein Politikum sein wollte.

Das gelang. „Rock gegen Rechts“ zeigte die Suche nach einer neuen Identität der Nach-Apo-Jugend, die bisher im Ruch der Bequemlichkeit, Anpassung oder Lethargie stand, der man eher Romantizismus, Weltflucht, Innerlichkeits-Gebaren nachsagte als so engagierte Solidarität.

Beim Festival in Frankfurt löste sich eine alte Haß-Liebe innerhalb dieser Generation in beiderseitiges Wohlgefallen auf: die zwischen Rockmusikfans und politisch Aktiven. Musikfans gingen auf die Straße, brachten das eigene Faible für Rock in jene gesellschaftlichen Zusammenhänge ein, in denen diese Musik einmal entstanden war.

SpiegelArtikel1979Trotz massiver Einschüchterung durch die Polizei wurde „Rock gegen Rechts“ ein fröhliches Fest. Politische Erklärungen wurden mit Leichtigkeit vorgetragen und vergnügt beklatscht, ohne die Verbiesterung, die sonst auf Links-Veranstaltungen so bedrückend wirkt. Politik mit Witz; Erklärungen ohne deklamatorisches Pathos; Einigkeit, wo sonst zermürbende Fraktionskämpfe vorherrschen — das Rock-Festival brachte zustande, wovon auf der linken Szene seit langem nur geträumt wurde.

„Rock gegen Rechts“ war möglich geworden durch ein lockeres Bündnis von Linken, Sozialdemokraten, Gewerkschaftsjugend, Kriegsgegnern, Jung-Kirche, Umweltschützern, Musikern und Musikfans. Die Initiative folgte einem Vorbild aus Großbritannien. Dort hatte im April letzten Jahres das Komitee „Rock Against Racism“ (Rock gegen Rassismus) gemeinsam mit der britischen „Anti-Nazi-Liga“ auf dem Londoner Trafalgar Square für „die bedeutendste Anti-Faschismus-Demonstration seit den vierziger Jahren gesorgt“ (BBC).

70 000 demonstrierten in London, begleitet von Steel-, Punk-, Rock- und Reggae-Bands. Das Londoner Ereignis ging durch die Weltpresse.

Das Frankfurter schlug sich allenfalls in doppelseitigen Erleichterungs-Seufzern in der Lokalpresse nieder. Mit Ausnahme der „Frankfurter Rundschau“, die darüber auch in ihrer Deutschland-Ausgabe groß berichtete, übte sich die Presse in Meldungs-Geklecker: Obwohl alle Anzeichen dafür standen, sei es in Frankfurt nicht zum Bürgerkrieg gekommen. 30 000 „suspekte“ Jugendliche, die die machtvollste antifaschistische Kundgebung der letzten Jahre organisierten, blieben weitgehend ohne Beachtung.

Dabei hatte die Frankfurter Rock-Fete, noch bevor eine Strophe gesungen war, einen politischen Erfolg: Sie war zum „Tag der Deutschen Einheit“ als Gegenkundgebung zum „Deutschlandtreffen“ der NPD angemeldet; doch der Frankfurter CDU-Oberbürgermeister Walter Wallmann wollte aus Angst vor Konfrontationen zuerst beides verbieten, die faschistische und die antifaschistische Veranstaltung. Das Rockfestival ließ man dann doch zu, wenn auch auf einem abgelegenen Gelände (dem Rebstock) und mit dem Verbot von Massenversammlungen im Stadtgebiet.

Die NPD-Anhänger warteten auf den Autobahnraststätten rund um Frankfurt noch am Tag des geplanten Treffens auf einen günstigeren Bescheid des Verwaltungsgerichts‘ bliesen dann aber am Spätnachmittag zum „geordneten Rückzug“ in das fränkische Städtchen Alzenau‘ wo sie ihrer Wut in kleineren Prügeleien Luft machten. Das Nationaltreffen der „ewig Gestrigen“ („Frankfurter Rundschau“) war durch das Rockfest verdrängt worden.

Frankfurts „Kra-Wallmann“ (Henning Venske später auf der Festivaltrihüne) hatte jedoch in einem Aufwasch wegen „polizeilichem Notstand“ auch eine Kundgebung des DGB auf dem Frankfurter Römerberg verboten — ein Novum in der Nachkriegsgeschichte der Gewerkschaften.

Und so wurden auch die 5000 ausgesperrten Gewerkschafter Gäste der 30 000 Rockfans auf dem bereits randvollen Festival-Gelände an der Peripherie der Stadt: „Rückt mal zusammen, baut die Zelte an die Seite, es kommen noch einige ältere Leute vom DGB. Seid da solidarisch.“

Die ohne Honorar auftretenden Bands langweilten nicht mit plattem Agitprop‘ sondern sorgten für Rock’n’Roll, der zum Tanzen, Mitklatschen, Mitsingen stimulierte. Der Protest gegen Berufsverbote‘ Homosexuellen-Diskriminierung, Gastarbeiter-Elend, Haschisch-Verbot, Bahro-Knast und Computer-Bespitzelung war keine rhetorische Pflichtübung.

Ganz sicher ne Idee aus der damaligen Sponti-Szene

Ganz sicher ne Idee aus der damaligen Sponti-Szene

 

Die holländischen „Bots“ etwa spielten lebendigen Jazzrock mit listigen, anspielungsreichen Texten, synkopierten selbst die „Internationale“ und pusteten so Staub von der Polit-Hymne.

Die „Gebrüder Engel“ brachten aggressiven Rock’n’Roll. Ihre Nummer „Klau‘ lies und kotz“ — eine Gebrauchsanweisung zum „Bild“-Zeitung-Lesen im Viervierteltakt — wurde von den Zuschauern mit einer Wolke von Zeitungsschnipseln in der Festival-Luft quittiert.

Die Wiener Songgruppe „Schmetterlinge“ veräppelte — „Klein, aber geheim“ — die Schnüffelsucht des Verfassungsschutzes und sang traditionelle antifaschistische Lieder.

Überraschend erschien auch Deutschlands Rockstar Nummer eins, Udo Lindenberg‘ nachdem er zunächst vorsichtig hatte erkunden lassen, welchem Karren er als Zugpferd dienen sollte.

Aus der Zeitschrift "Sounds"

Aus der Zeitschrift „Sounds“

In dem großen Bündnis „konsequent demokratischer und humanistischer Gruppen“ wollte er dann nicht fehlen. Lindenberg, live-haftig: „Wir müssen die rechten Ochsenköppe stoppen, deshalb sind wir hier.“

Als zum Finale die Deutschrock-Veteranen „Guru Guru Sunband“ mit ihren musikalischen Clownerien gegen die dem Festival angedrohte Stromsperre anspielten, ging ein Festival zu Ende, das den Beginn einer neuen Jugendbewegung bedeuten könnte.

Die „FAZ“ jedoch hatte zwei Tage lang „politischen Abschaum“ erblickt. In einer Lokalglosse konstatierte sie „das große Grausen angesichts von Personen, die vor Schmutz starrten“. Schlimmer noch: deren „Vehikel waren offenkundig nur durch Rost und guten Willen zusammengehalten“. Und in guter Tradition deutscher Volkshygiene: „Die wie uniformiert wirkenden „Demonstranten‘ rufen kaum weniger Abneigung und innere Ablehnung hervor als das Auftreten wohlrasierter, stramm gescheitelter Träger von Schaftstiefeln.“ Der Bürger fühle sieh „zu Ordnung und Sauberkeit hingezogen, nicht zu Typen“.

Die „Typen“ wollen im nächsten Jahr weitermachen, mit „Rock gegen Strauß“ in München, falls sich die Kanzler-Ambitionen des bayrischen Ministerpräsidenten halten sollten. Mit einem prominenten Mitmacher können die Veranstalter schon rechnen: Udo Lindenberg will wieder dabeisein.“ (Der Spiegel, 26/1979)

Wie gesagt, dieses sehr erfolgreiche Projekt nahm Bernd Leukert (Jahrgang 1947), Schriftsteller und Musikjournalist zum Anlass ein Büchlein beim Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt zu veröffentlichen, dass sich mit dem Thema „Musik als politisches Instrument“ zu beschäftigen. Natürlich stehen die Ereignisse um das „Rock gegen Rechs“ Festivals im Mittelpunkt. Aber man kann auch Beiträge, die über dieses Festival hinausgehen.

„Dieser Band stellt keine einheitliche Analyse vor, sondern die Beiträge sind kontroversvon Aktiven und Außenstehenden aus politischer, historischer und musikalischer, nicht zuletzt auch ganz persönlicher Sicht. Begeisterung und Enttäuschung stehen unvermittelt nebeneinander. Und so kann und soll hier kein Rezept geliefert werden, wo und wie es weiterzugehen hat.Hier werden Fragen aufgeworfen – denen sich alle, Beteiligte wie Beobachter, stellen müssen.“

Vieles von den damaligen Gedanken zu diesem Thema sind auch heute noch bedenkenstwert … von daher ei überraschend aktuelles Buch, in dem man hier nun ein wenig virtuell blättern kann. Ich kann dies nur empfehlen. Und dabei entdeckt man dann auch Beiträge von Heiner Goebbels oder dem damaligen Studenten (Politik und Philosophie) Wolfgang Kraushaar … der heute am Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) tätig ist. Gegründet wurde dieses Institut übrigens von Jan Philipp Reemtsma … aber das ist ne andere Geschichte (die erst wert ist, erzählt zu werden).

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Hans Baumann + Bernhard Oberdieck – Leselöwen Wanderlieder (1986)

Wanderlieder01AEs mag ja sein, dass wandern ne ganze Zeit lang aus der Mode gekommen ist. Und damit meine ich nicht die ganz aktuelle Situation angesichts der Corona-Krise.

Ich habe allerdings den Eindruck, dass sich das mittlerweile wieder verändert hat. Für mich ist es jedesmal eine wunderbare Erfahrung, auf Schusters Rappen durch die Lande zu ziehen, wenngleich ich freimütig einräume, dass der „innere Schweinehund“ da mehr als einmal die Oberhand gewinnt.

Einer meiner schönsten Urlaube war vor etlichen Jahren: Gemeinsam mit meinem besten Freund sind wir in Schottland den sog. „Whisky-Trail“ abmarschiert … vielleicht berichte ich davon mals später.

Und auch noch heute, wenn ich so marschiere, kommen mir immer wieder mal einpaar deutsche Volkslieder in den Sinn, die sich natürlich auch mit dem Wandern beschäftigen.

Und so habe ich neulich erfreut in diesem Büchlein gepblättert.Und natürlich bewegen wir uns dann auch auf den Pfaden der deutschen Romantik, wobei ich mittlerweile nicht mehr die geringste Hemmung habe, mich hemmungslos auch solchen Empfindungen hinzugeben … warum auch nicht: Mein (beruflicher) Alltag ist so nah an den Realitäten dieser Gesellschaft, dass ich mir diese Nischen mit größtem Genuss gönne.

Die Liedersammlung wurde von Hans Baumann zusammengestellt, die Illustrationen sammen von Berndhard Oberdieck,

Und genau auf diese Illustrationen mag ich den Blick des geneigten Lesers lenken. Sie haben für mich soviel natürlichen Charme und sind von einem feinen Nostalgieverständnis geprägt.

Ich weiss, ich weiss, wir leben heute im Zeitalter der digitalisierten Globalisierung, menschliche Tragödien bestimmen die Nachrichten, der Terror wütet … und die Menschen in Griechenland erleben – aus diversen Gründen – ein Debakel nach dem anderen …

Und dennoch, oder gerade deshalb, sind für mich diese Lieder und erst recht diese Illustrationen einfach eine Wohltat …

Wohlan, lasset uns ausschreiten …

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Wanderlieder04ADer Illustrator Bernhard Oberdieck gibt in den nachfolgenden Zeilen ein wenig Auskunft über seinen Werdegang:

„Ich wurde 1949 in Oerlinghausen/Westfalen geboren. Als Kind habe ich immer die leeren Rückseiten von Briefen mit meinen Zeichnungen versehen, das Bild oben entstand mit 4 Jahren, und das Zeichnen und Malen hat mich dann nicht mehr losgelassen. Nach Abschluß meiner Schulzeit am Gymnasium Oerlinghausen und einer Berufsausbildung als Lithograph, Studium (1970 – 1975) der Freien Grafik und Visuellen Kommunikation an der
Fachhochschule Bielefeld bei Prof. Karl-Heinz Meyer. Anschließend, über einen Umweg als Kunsterzieher an einer Schule im Sauerland, ging ich 1978 nach München, um dort in verschiedenen Werbeagenturen neue Erfahrungen zu sammeln. Schon zu dieser Zeit war ich parallel dazu auch schon freiberuflich als Illustrator tätig. Inzwischen habe ich mehr als 300 Bücher für deutsche und ausländische Verlage illustriert.

Bernhard Oberdieck

Bekannt geworden bin ich durch eine ganz spezielle Buntstifttechnik: mit Buntstift und Pastellkreide Strich für Strich aneinandergesetzt, schraffiert und übereinandergelegt, ohne zu wischen, bis schließlich aus tausenden von kleinen Farbstrichen einfühlsame, warme Bilder entstanden. Später kamen noch andere Techniken und Materialien dazu, wie z.B. Acryl- und Aquarellfarben. Zahlreiche Sammel- und Einzelausstellungen meiner Bilder gab es in Deutschland, Frankreich, Japan, Taiwan, Spanien, USA und Finnland.$

Und dann dachte ich, mich tritt ein Pferd, als ich noch ein wenig über Hans Baumann herausfinden wollte, denn mit großer Wahrscheinlichkeit ist der Hans Baumann:

Hans Baumann (* 22. April 1914 in Amberg; † 7. November 1988 in Murnau) war ein deutscher Lyriker, Komponist, Volksschullehrer und NS-Funktionär. Sein bekanntestes Lied, Es zittern die morschen Knochen, hatte er noch als Jugendlicher in einem katholischen Jugendbund verfasst – es wurde 1935 zum Lied der Deutschen Arbeitsfront und zu einer berüchtigten Inkunabel der NS-Zeit. Seine damaligen propagandistischen Erfolge und Tätigkeiten wirkten Zeit seines Lebens nach. Er wurde dennoch nach 1945, teilweise unter Pseudonym, ein erfolgreicher und international anerkannter Kinder- und Jugendbuchautor und Übersetzer. (Quelle: wikipedia)

So ist das, mit den Nazi-Biographien in der alten BRD … zum kotzen.

* (demnächst)
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Mike Bygrave + Linda Nash – Die Welt des Rock (1977 – 1980)

DieWeltDesRock01AAb Anfang der 70er Jahre begannen deutsche Verlage, auch Bücher, die sich explizit mit Rockmusik beschäftigen zu verlegen. Das „Rock-Lexikon“ von rororo machte da wohl den Anfang.

Und das sprach sich dann auch bei den anderen Verlagen rum und so kam es dann wohl, dass selbst der Ravensburger Verlag sich diesbezüglich positionierte und z.B. 1980 das Buch „Die Welt des Rock“ veröffentlichte.

Das Buch erschien ursprünglich 1977 in England; für die deutsche Ausgabe schrieb dann der DJ Frank Laufenberg das Vorwort. Darin steht dann u.a.

„Dieses Buch wurde von Briten geschrieben – einige Dinge sind deshalb auch auf den englischen Markt bezogen. Meist sind die Situationen hier aber ähnlich oder genauso.

Manchmal humpeln wir allerdings auch etwas hinterher. Alles, was in den USA oder Großbritanien als musikalische Neuerung gefeiert wird, kommt mit einiger Verspätung dann auch bei uns an – das muß nicht so bleiben.

Die Zeit ist reif, daß Impulse vom alten Kontinent in die neue Welt gehen – und das muß nicht nur Discomumpf sein. Je mehr die Musiker von der Materie verstehen – desto besser und einfacher wird es.“

Naj ja, wenn er meint …

Das Buch bietet u.a. folgende Themen:

Good Vibrations (über den Schall an sich) – Der Sound (wie er entsteht) – Eine Übersicht über diverse Instrumente (der Bass fehlt … *grummel* !) – diverse Beiträge die sich mit den geschäftlichen Aspekten der Rockmusik beschäftigen – ein paar Informationen über die Wurzeln der Rockmusik – Was so alles bei Studioaufnahmen und Konzerten zu passieren hat – und, nd, und

Natürlich ist das Buch (130 Seiten) hoffnungslos veraltet, aber damals hat es mich brennend interessiert, da ich schon immer den Blick hinter die Kulissen (nicht nur bei der Musik) werfen wollte.

Und auch heute noch verspricht das reicht illusrierte Buch kurzweiliges Vergnügen.

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Ausnahmsweise mal ne Seite ohne Bilder:

 

Ausnahmsweise mal ne Seite ohne Bilder

 

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Die englischen Ausgaben

Die englischen Ausgaben

Elfriede Jelinek u.a – Materialien zur Musiksoziologie (1972)

MaterialienZurMusiksoziologie01ASo war das damals wohl:

Am 13. Januar 1971 legte der u.a. von Gustav Ernst und Heidi Pataki in Wien mitbegründete Arbeitskreis österreichischer Literaturproduzenten seine erste „Erklärung“ vor. In ihr wurde im Sinne einer umfassenden radikalen Demokratisierung des Literatur- und Kulturbetriebs proklamiert:

„Wir fordern den Einsatz der freiwerdenden Mittel zur Entwicklung von künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeitsmöglichkeiten, die die Produzenten vom Bittstellerdasein befreien und die einer breiten demokratischen Kontrolle jenseits einer Partei- und Bürokratiebevormundung unterliegen.
Wir fordern die Abschaffung von staatlichen Subventionen für sinnlos dahinvegetierende Verlage und für die Kunst- und Literaturzeitschriften einiger dieser Verlage.
Wir fordern den Einsatz der freiwerdenden Mittel für die Gründung eines verstaatlichten Verlags unter der Kontrolle der Verlagsgsangestellten und Autoren.“

Die Forderung nach einem „verstaatlichten Verlag“ wurde bereits im März 1971 zugunsten eines Agreements mit dem Wiener Verlag „Jugend & Volk“ aufgegeben. Die Vereinbarung sah die Publikation der Reihe „Edition Literaturproduzenten“ ab dem

Elfriede Gerstl (Anfang der 70er Jahre)

Elfriede Gerstl (Anfang der 70er Jahre)

Frühjahr 1972 vor. Eine bereits im Herbst 1971 vorgelegte „Null-Nummer“ präsentierte Texte von 34 AutorInnen, die zu dieser Zeit dem „Arbeitskreis“ angehörten, darunter: Gerald Bisinger, Otto Breicha, Manfred Chobot, Barbara Frischmuth, Hermann Gail, Peter Henisch, Klaus Hoffer, Ernst Jandl, Elfriede Jelinek, Marie Thérèse Kerschbaumer, Friederike Mayröcker, Wilhelm Pevny, Reinhard Priessnitz, Michael Scharang und Michael Springer. Unter der Leitung eines engeren Redaktionsteams, in dem zeitweilig u.a. Elfriede Gerstl, Hermann Hendrich und Peter Weibel tätig waren, erschienen bis 1975 über 20 Bände, bestehend etwa aus einem von Friedemann Bayer und Helmut Zenker verfaßten Kurzroman, Erzählungen von Günter Brödl und – nicht überraschend – einem Band mit Beiträgen aus dem Umkreis der 1969 ins Leben gerufenen Literaturzeitschrift „Wespennest“, zu deren Redakteuren neben Peter Henisch und Helmut Zenker seit März 1970 auch Gustav Ernst zählte.
Nachdem sich die anfängliche kulturpolitische Initiative nach und nach auf die Aktivitäten der 1973 gegründeten „Grazer Autorenversammlung“, der viele „Literaturproduzenten“ beigetreten waren, verlagert hatte, wollte der Arbeitskreis in erster Linie die eigene Reihe bei „Jugend & Volk“ aufrecht erhalten, was jedoch durch Divergenzen mit dem Verlag 1975 ein Ende fand. (Quelle: onb.ac.at)

Elfriede Jelinek (1970)

Elfriede Jelinek (1970)

Und hier nun die erste Produktion dieses ambitionieren Literaturprpjektes. Und darum ging´s den Autoren:

„In dem Band „Materialien zur Musiksoziologie“ werden die Methoden der traditionellen Musiksoziologie kritisiert, die sich auf die Darstellung einer Formen und Materialgeschichte beschränken.. Wie ungenügend die herkömmlichen Methoden sind, wird am Beispiel der Ursachen, die zur Entstehung der Zwölftontechnik geführt habenm bewiesen. Ebenso an der gesellschaftlich bedingten Spaltung der Musik in eine „obere“ und eine „untere“ musikalische Späre, die ausschließlich affimativ unterhaltsamen Charakter hat.

Eine Textkritik von Udo Jürgens-Songs ergänzt diese Überlegungen“ (Klappentext)

Und diese mit spitzer Feder geschriebenen Auseinandersetzung mit den Jürgens- Texten stammt von einer gewissen Elfriede Jelinek … ja, genau der Jelinek … Nobelpreisträgerin für Literatur im Jahre 2004 !

Und auch die beiden anderen Autoren sind Schwergewichter:

Auch wenn über Ferdinand Zellwecker nur bekannt ist, dass er 1942 in Wien geboren wurde, so ist umso mehr über Wilhelm Zobl bekannt:

Wilhelm Zobl (* 9. Januar 1950 in Wien; † 21. März 1991 in Hannover) war ein österreichischer Komponist, Musikwissenschaftler und Übersetzer.

WilhelmZoblGitarre, Musikhochschule Wien: Komposition (Erich Urbanner, Friedrich Cerha), Schlagzeug (Richard Hochrainer), Klavier (Erwin Christian Scholz); Uni Wien: Musikwissenschaft, Mathematik, 1972/1973 Warschau: Komposition (Wlodzimierz Kotonski), Humboldt-Universität Berlin/DDR: Musikwissenschaft, Ästhetik, Promotion zum Dr. phil. mit einer Dissertation über Hanns Eisler 1978.

1969–1972 MHS Wien: Arbeit am Institut für Elektroakustik, Gründer und Schlagzeuger der Improvisationsgruppe Spiegelkabinett, 1972/1973 Experimentalstudio des polnischen Rundfunks Warschau, Musikkritiker, Übersetzer von Henrik Ibsen (gemeinsam mit der norwegischen Komponistin Synne Skoven), 1976–1983 Geschäftsführer, 1983–1988 Vizepräsident und ab 1988 Präsident der IGNM Sektion Österreich, 1985 Universität São Paulo: Gastprofessur, Rio de Janeiro: Dozent bei den Cursos Latinoamericanos de Musica Contemporanea, 1987–1991 MHS Wien: Lehrauftrag für Elektroakustische Musik.

Aus dem Inhaltsverzeichnis dieses Büchleins (66 Seiten)::

MaterialienZurMusiksoziologie05BAllesamt lesenwerte Beiträge, gerade für jene Menschen, die sich dem „Phänomen Musik“ auf möglichst unterschiedlichsten Weisen annähern möchte … Und so ganz verstaubt sind diese Texte wahrlich nicht …

 

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Eine Bleiwüste ala Elfriede Jelinek

MaterialienZurMusiksoziologie02AMaterialienZurMusiksoziologie05A

Noch ne Bleiwüste mit Anmerkungen

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Es geht auch günstiger ...

Es geht auch günstiger …

Gerd Augustin – Die Beat-Jahre – Musik in Deutschland – die Sechziger Jahre (1988)

DieBeatJahre001AWenn jemand über das Thema „Die Beat-Jahre – Musik in Deutschland – die sechziger Jahre“ schreiben kann, dann ist das der Gerd Augustin, auch wenn er heute wohl eher in Vergessenheit geraten ist.

Aber die profunden Kenner der deutschen Beat-Szene der 60er Jahre wissen natürlich, wer Gerd Augustin ist … ich sag da bloß mal „Beat-Club“.

„Gerhard Augustin, geb. 1941, wanderte Anfang der Sechziger Jahre aus nach Amerika, wo er ins Musik-Business gelangte. Nach seiner Rückkehr  avancierte er zum ersten „Disc-Jockey Deutschlands“, moderierte den „Beat Club“ von Radio Bremen, war dann Manager von Ike und Tina Turner, hielt sich wieder in Amerika auf, kehrte wieder nach Deutschland zurück, um hier verschiedene Musikgruppen, darunter Amon Düül, Can,Hongkonk Syndikate zu managen.“ (Verlags-Biographie)

Weiß der Teufel, was ausgrechnet den Goldmann Verlag dazu gebracht hat, die Erinnerungen des Gerd Augustin in seiner „Jugend-Reihe“ Blitz zu veröffentlichen, man kann diesem Verlag eigentlich nur dankbar sein, dass er es getan hat.

Denn dieses Buch (224 Seiten) hat es in sich … denn viel genauer kann man wohl nicht jenes Jahrzehnt, zumindest aus musikalisch-deutscher Sicht zusammenfassen. Und angereichert wird es mit etlichem, eher unbekannten fotografischem Material.

Hier ein Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

Inhatlsverzeichnis1
Von daher gilt: zugreifen …

Und – wie gewohnt – hier ein paar Vorschaubilder ,,, bevor es zur Präsentation geht:

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Lässigkeit in Person: Vor seiner Abfahrt von Rotterdam nach Amerika machte Gerd Augustin am 15. Februar 1962 in einem Passbildautomaten dieses Foto.

Lässigkeit in Person: Vor seiner Abfahrt von Rotterdam nach Amerika machte Gerd Augustin am 15. Februar 1962 in einem Passbildautomaten dieses Foto.

Gerd Albrecht – Musikinstrumente – und wie man sie spielt (1975 – 1977)

Musikinstrumente01ASchon einmal war hier von dem großartigen Gerd Albrecht zu reden und zwar im Zusammenhang mit der LP Der Zauberlehrling. Schon damals war ich hellauf begeistert von Albrecht´s Intention, die klassische Musik aus ihrem Elfenbeinturm zu befreien und sie verständlich und nachvollziehbar – nicht nur für Kinder – zu machen.

Und auch der Leser Jan R. schrieb damals einen Leserbrief mit den Zeilen:

Albrechts Einführungskonzerte in Wagners „Fliegenden Holländer“ und einige andere Wagner-Opern sind mir unvergessen. Auch wenn ich manchmal den Eindruck hatte, dass die Schulklassen im Saal teilweise völlig desinteressiert waren: Wenn sich auch nur EINEM der Zauber dieser Werke erschlossen hat, dann war es Albrechts Mühe wert.

Hier ein weiteres Beispiel seines Anliegens, diesmal in Form eines Büchleins (65 Seiten). Erschienen ist es im Jahr 1975, mir liegt die 2. Auflage aus dem Jahr 1977 vor und ursprünglich war dieses Exemplar im Bestand der Stadtbibliothek München.

Später (ich glaube im Jahr 2003) erschien dann noch eine überarbeitete Fassung; diesem Buch lag dann noch eine CD mit Hörbeispielen bei (noch, ich betone: noch liegt mir diese Neuauflage nicht vor).Dieses Buch wurde dann auch in die Empfehlungsliste pädagogisch wertvoller Bilderbücher 2004 der Gesellschaft für Jugend- und Sozialforschung GJSF. aufgenommen.

GerdAlbrechtWie der Titel schon sagt, geht es hier darum, all die klassischen Musikinstrumente darzustellen, zu erläutern und ihre Spielweise zu erklären:

„Man kann das Schlaginstrumentarium auch mit einer Zauberküche vergleichen. Wie ein guter Koch seine Gewürze mit feiner Zunge abstimmt, nachdem er sie mit geschickter Hand verteilt hat, so kann der findige Schlagzeuger in seiner Zauberküche die schönsten Leckerbissen für unsere Ohren zubereiten …“

So bildreich führt Gerd Albrecht in seinem Buch „Musikinstrumente und wie man sie spielt“ kleine und große Leser – spielerisch und informativ zugleich – durch das Orchester. Entstehungsgeschichte, bauliche Merkmale, Tonerzeugung, Klang und Spielweise der Instrumente werden leicht verständlich und anschaulich geschildert. „Welches ist das älteste Instrument des Orchesters? Wo hat die Pauke auf dem Podium ihren Platz? Was ist ein „Zitronenmund“ und welche Rolle spielt er für einen Bläser?“

Und wer sich ein bisschen mehr für Musik interessiert, kommt an einer Art Instrumentenkunde eigentlich gar nicht herum und von daher kann ich dieses Büchlein zum und als Einstieg nur empfehlen. Es wurde geschrieben von einem – wie ich vermute  – großem Humanisten – dem die Wissensbildung- und vermittlung ohne akademischem Dünkel ein Anliegen war.

Und die Illustrationen von Camillo Osorovitz aus Paris sind einfach nur gut und entsprechen irgendwie auch dem Charme eines Loriots.

Und man besuche seine website, die auch nach seinem Tode im Februar 2014), weiter geführt wird. Dort erfährt man dann z.B. mehr über sein Projekt „Klingendes Museum“, das man sich in Hamburg bzw. Berlin anschauen kann.

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Hier ein paar Vorschaubilder, bevor es dann zur Präsentation geht:

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Siegfried Niedergesäss – Kraut-Rock – Die deutschen Supergruppen (1976)

Kraut-Rock01AVermutlich kann man es an einer Hand abzählen, dass ich in meinem Leben ein Produkt des Magazins „Bravo“ gekauft habe.

Hier haben wir so ein – bemerkenswertes und verblüffendes  – Produkt aus dem Hause „Bravo“:

„Kraut-Rock – Die deutschen Supergruppe“ lautet der Titel des schmalen Büchleins (124 Seiten). Und, dass ein solches Thema von der „Bravo“ damals thematisiert wurde, zeigt nur eins. Der Deutsch-Rock war wohl in einer sehr erfolgreichen Phase (zeit sich z.B. auch daran, dass Gruppe wie Atlantis oder Randy Pie Tournee durch den englischpsrachigen Raum unternehmen konnten).

Verblüffend ist desweiteren, dass man nicht annehmen sollte, es handelte sich hier um ein oberflächliches, ohne Substanz erstellte Büchlein. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Die hier vorgestellten Bands (Amon Düll II – Atlantis – Can – Randy Pie) werden mit großer Sachkenntnis vorgestellt, und behaupte mal, jeder, der sich für eine dieser 4 Bands intensiver interessiert, wird hier Neuigkeiten und Informationen finden, die ihm vorhin nocht nicht bekannt waren.

Bemerkenswert mit welche Akribie der Autor hier zu Werke gegangen ist und so entstehen dichte Portrait, bei denen auch all die menschlichen Konflikte innerhalb von Bands thematisiert werden; genauso wie das geschachere um Geld und Rechteverwertung etc.)

Tja, der Autor: viel konnte ich nicht über ihn in Erfahrung, aber zumindest dieses:

„Siegfried Niedergesäß

Geboren am 5. Mai 1945 in Detmold. Verwaltungslehre bei einer Krankenkasse in Detmold. Bundeswehrzeit. Volontariat bei der Lippischen Rundschau/Westfalenblatt. Redakteur beim Westfalenblatt, Bielefeld. Später bei Bravo in München. Seit 1970 freier Journalist. Er lebt in Eichenried.

Pseudonyme: K.E. Siegfried, Henry S. Eve, Jo Burger.

Selbständige Veröffentlichungen: i.c.h. Gedichte. Starnberg: Raith 1970 – Die Beatles. Biogr. Hamburg: Dressler 1976; 6. Aufl. 1981; Ravensburg: Maier 1987, [1988], [1990], [1992], [1994] – Krautrock. Biogr. o.O. 1976 – Rolling Stones. o.O. 1982 – Stars aus Film und TV. o.O. 1982 – Louis de Funès. König der Spaßmacher. 1983 – Sinéad O’Connor. Nothing compares 2 U. Hamburg: Edel Company 1990 – Bon Jovi. Ebd. 1991 – Erasure. Andy Bell & Vince Clarke. Ebd. 1992 – James Dean. München: Compact 1992 – Sandra. Stationen einer Karriere. Hamburg: Edel Company 1992 – Dieter Bohlen. Der Macher. Ebd. 1993 – Marilyn Monroe. München: Compact 1993 – Hanson. Hamburg: Ideal 1997.

Unselbständige Veröffentlichungen in: A. Schmid (Hg.): Primanerlyrik, Primanerprosa. Reinbek 1965 – W. Neumann (Hg.): Im Bunker. Recklinghauen 1974 – K. Kusenberg: Mal was anderes. Reinbek 1974 – Eastside. Prosa 75 – Star-Alphabet. Wiesbaden 1976ff. – Pop-Musik. Hamburg 1981.

Redaktion: 20 Jahre The Beatles. Das größte musikalische Phänomen des Jhs. München-Grünwald: AC [1983] – Nastassja Kinski. Unser rätselhafter Weltstar. Karriere, Probleme, Filme, Liebe, Enttäuschung, Zukunft. Ebd. [1983].

Nachschlagewerke: Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1978-1984 – Who’s Who in Literature? Bd. 1, 1978/79 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 11, 1988 – Lipp. Autorenlex., Bd. 1, 1985 – Dt. Bibliothek.“ (Quelle: Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren – 1759 – 1959; siehe: hier)

Besonders viel Freude machen natürlich die wenigen Seiten mit Farbphotographie über die Bands (die man auch nicht alle Tage sieht. Und dann abschließend eine Bemerkung zur scan-Qualität: Die ist manchmal arg schräg, aber bei Heftchen dieser Art lässt es sich vermeiden, dass sich die Doppelseiten irgenwie verschieben: Aber besser so als, gar nicht, denke ich mir mal.

Vorab ein paar Eindrücke von dem Büchlein und dann geht´s ab zur Präsentation:

Kraut-Rock02A

Kraut-Rock03A

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Kraut-Rock34A
Kraut-Rock36A
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Ganz schön schräg ...

Ganz schön schräg …

 

Werbung: nicht unbedingt zielgruppenorientiert

Werbung: nicht unbedingt zielgruppenorientiert

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VEB Lied der Zeit – Schlager Magazin (1976)

TitelUnd jetzt darf ich ein musikgeschichtlich sehr interessantes Puzzel -Teilchen präsentieren:

Der VEB Lied der Zeit Musikverlag ist ein ehemaliger Staatsverlag der DDR für Musikliteratur (VEB = Volkseigener Betrieb). Der Verlag ist aus der Lied der Zeit Schallplatten-Gesellschaft mbH hervorgegangen, die aus einem Produktionsbetrieb für Schallplatten und einem Musikverlag bestand. Mit der Verstaatlichung 1953 wurde die Schallplattenproduktion als VEB Deutsche Schallplatten und der Musikverlag unter dem bisherigen Namen als eigenständiger Betrieb weitergeführt.

Nach der Wende wurde das Unternehmen durch den Roba Music Verlag als Lied der Zeit GmbH weitergeführt.
Verlagschronik

Am 12. August 1946 erteilte die Sowjetische Militäradministration in Deutschland Ernst Busch die Lizenz zur Gründung der Schallplattenfirma Lied der Zeit. Mit der notariellen Beglaubigung am 3. Februar 1947 erfolgte die Eintragung in das Handelsregister am 18. März 1947 als Lied der Zeit Schallplatten-Gesellschaft mbH.

Bis Ende 1947 wurden 250.000 Schallplatten fertiggestellt. Ediert wurden zeitgenössisches Liedgut (Lied der Zeit) und klassische Musik (Eterna) sowie Tanzmusik (Amiga). Ab 1950 edierte Lied der Zeit Schallplatten und Noten.

Ernst Busch gab von 1946 bis 1953 die Noten- und Textsammlung Internationale Arbeiterlieder (1. Auflage 32 Seiten, 23. Auflage 260 Seiten) heraus. Diese Sammlung hatte Busch bereits 1937 in Spanien als Canciones de guerra de las Brigadas Internacionales ediert. Schon kurze Zeit später wurde die Serie Spanien 1936–39 verboten und die Restproduktion eingestampft; die darin enthaltene Aussage war aus stalinistischer Sichtweise zu „freiheitlich“.

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„Lied der Zeit“ Single aus dem Jahr 1950

1953 wurde die Lied der Zeit Schallplatten-Gesellschaft mbH in Volkseigentum umgewandelt und ging damit faktisch in Staatsbesitz über. Noch im selben Jahr trennte sich die Schallplattenproduktion von der Notenabteilung: Aus den beiden Abteilungen gingen die selbstständigen Betriebe VEB Deutsche Schallplatten und der Musikverlag VEB Lied der Zeit hervor, der sich am 1. April 1954 mit Sitz in Ost-Berlin am Thälmannplatz ausgründete.

1954 erschienen die ersten Notenalben; 1956 wurden Tanzmusiknoten im Abonnement (Teddy-Serie) an Kapellenleiter und Musiker herausgegeben. Dem Verlag wurde 1957 ein eigener Bühnenbetrieb für den Bereich des „heiteren“ Musiktheaters angeschlossen. 1958 erschien das erste Buch. Während der Leipziger Messe wurde das fünfjährige Bestehen des Verlags öffentlich gewürdigt. Von 1959 bis 1960 war Lied der Zeit maßgeblich an nationalen Tanzmusikwettbewerben beteiligt und publizierte die neuen Titel. Erste Komponistenporträts in Albenform erschienen von 1960 bis 1961 für Gerd Natschinski, Gerhard Honig, Wolfgang Kähne, Siegfried Mai, Alo Koll und Helmut Nier.

1962 wurden neue Verlagsräume in der Rosa-Luxemburg Straße in Berlin bezogen. Ein weiterer Produktionszweig wurde 1963 eröffnet; es erfolgte die Herausgabe der ersten farbigen Interpretenfotos.

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Der Verlag auf der Leipziger Herbstmesse, 1949

Mit dem Titel Guten Abend, lieber Sandmann, der in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fernsehfunk entstanden ist, begann der Verlag 1964 die Herausgabe von Kinderbüchern mit zeitgenössischem Liedgut. Später folgten Herr Fuchs und Frau Elster, Pittiplatsch geht durch die Stadt, Schnatterinchens Puppenecke, Märchen im Lied Teil 1 und 2 und andere.

Zum 15. Jahrestag der DDR hatte das Musical Mein Freund Bunbury von Bez/Degenhardt/Natschinski, das bei Lied der Zeit verlegt wurde, Premiere im Metropol-Theater, Ost-Berlin. Das DDR-Musical wurde bisher in vielen Inszenierungen mit über 1.000 Aufführungen an Theatern der DDR, der Sowjetunion, der VR Bulgarien, der ungarischen VR, der SR Rumänien, der Bundesrepublik Deutschland sowie Österreich aufgeführt. Die Verlagsausgaben der Schlagertexthefte Schlager für Dich wurden 1965 mehr als sechs Millionen Mal verkauft. 1966 wird das Arrangierbuch, eine handliche Anleitung für Berufsmusiker und Amateure und das Buch Jazz Analyse und Aspekte erstmals verlegt.

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In einem DDR Musikstudio

 

Anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution erscheint das Notenalbum Abends In Moskau. Es folgten Alben mit bekannten Melodien anderer Weltstädte.

Als Beitrag zu den 10. Arbeiterfestspielen wurde in Halle das bei Lied der Zeit verlegte Musical Conny und der Löwe von Eidam/Zimmermann aufgeführt.

1969 erschienen anlässlich des 20. Jahrestages der Gründung der DDR die Notenalben Nun sieh mal an, was aus uns geworden ist und Brüder, zur Sonne, zur Freiheit. Ab 1970 wurden fortan in regelmäßiger Folge attraktive Spielstücke unterschiedlicher Genres für diverse Instrumente herausgegeben.

Für das beliebte Kinderinstrument Triola begann der Verlag 1971 unter dem Titel Wir musizieren auf der Triola mit der Publikation von Spielliteratur.

Mit dem Album Gisela May – Ein Porträt in Noten begann Lied der Zeit, Notenporträts bekannter Interpreten zu publizieren. Es folgten Wir. Monika Hauf/Klaus-Dieter Henkler, Karel Gott, Andreas Holm-exclusiv, Puhdys-Beat und Rock und vieles mehr. 1972 wurde mit Nicht schummeln, Liebling, die Musik zum gleichnamigen erfolgreichen DEFA-Film, verlegt.

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Diverse Notenhefte

Aus Anlass der X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1973 kamen die Porträtbücher Angela Davis, Schlagerstars sozialistischer Länder sowie Fotokassetten mit Porträtfotos beliebter Interpreten, die an den Festspielen teilnahmen, neu ins Angebot. 1973 wurde Wie ein Stern von Frank Schöbel, bei Lied der Zeit verlegt. Mit der zweiten Auflage vom Märchen im Lied wurden mehr als eine Million Kinderbücher mit zeitgenössischem Liedgut produziert und vertrieben.

Schlagertreff 1973 – ein Kalender mit großen farbigen Interpretenfotos für die Jugend – wurde ein verlegerischer Erfolg und ab 1984 neu gestaltet unter dem Titel Show ’84.

Mit Johann Strauß und die Stadt an der schönen blauen Donau verlegt Otto Schneidereit seine erste Komponistenbiographie bei Lied der Zeit. Es folgen Richard Tauber, Franz von Suppé und Franz Lehár (1984). 1974 knüpften Bez/Degenhardt/Natschinski mit dem Musical Terzett, das wieder bei Lied der Zeit verlegt wurde, an ihren Bunbury-Erfolg an.

Venceremos – ein Notenalbum mit Liedern aus Chile – erscheint 1975 als Beitrag des Verlages zur großen Solidaritätsaktion mit dem chilenischen Volk. Der erste Bildband, Fascination Jazz (Drechsel/Rosenhain) und die erste Liedsammlung Das lachende Deck erschienen.

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Diverse DDR Schlagerstars, 1973 (ok, die Mathieu gehört nicht dazu)

1976 wurde das Liederbuch DDR-konkret 1 herausgegeben. Der Verlag begann seine Edition politischen Liedguts. Am Metropol–Theater Berlin wurden 1976 das bei Lied der Zeit verlegte Musical Casanova von Bez/Degenhardt/Natschinski und 1977 das Musical Geld wie Heu von Eidam/Werion uraufgeführt.

Die verlegerische Betreuung der Puhdys begann 1977. Die Otto-Reutter-Biographie Ick wundere mir über jarnischt mehr von Helga Bergmann erschien 1978. Anlässlich des Nationalen Jugendfestivals wurde 1979 das Liederbuch Lieder der FDJ herausgegeben. Zum 30. Jahrestag der Gründung der DDR erschienen die Alben Chansons – Songs – Lieder von Interpreten der DDR und Wie ein Stern – 30 Komponisten – 30 Schlagererfolge. Das Porträt Lebenszeit von Monica Fehlberg über die Puhdys erschien. Die aktualisierte Nachauflage erfolgte 1982.

Der Soldat und das Feuerzeug – ein Pop-Musical für Kinder von Benecke/Bürkholz – wurde verlegt. Weitere Kinder- und Jugendmusicals folgten. Der Verlag veröffentlichte 1980 das Nachschlagewerk Musical-Geschichte und Werke (Bez/Degenhardt/Hofmann). Die Verlagsrechte der Filmmusik Solo Sunny von Günther Fischer wurden erworben und international vergeben.

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Diverse Ausgaben des Jahrbuches „Schlager Magazin“

Rosa Laub – die Rockoper von Waldtraut Lewin und Horst Krüger wurde verlegt. Die Titel Wer beginnt und Bunte Wagen in der Interpretation von Dagmar Frederic, die Siegermelodien beim Internationalen Festival Goldener Orpheus 1981, wurden 1981 herausgegeben. Die Bücher Von der Edisonwalze zur Stereoplatte (Günter Große) und Berliner Musenkinder-Memorien (Helga Bemmann) erschienen 1981 und die Claire-Waldoff-Biographie Wer schmeißt denn da mit Lehm? (ebenfalls von Helga Bemmann) 1982.

Die Rechte für den Tanzmusiktitel Berührung (Thomas Natschinski/Branoner) wurden erworben und international vergeben. 1983 erschienen Die Puhdys – Ein repräsentativer Bildband von Volker Ettelt mit einem Text von Wolfgang Tilgner und ein vom Verlag initiierte Gisela-Steineckert-Porträt von Detlef Plog. Die Rechte für den Titel Um die Erde zu behalten (Krüger/Steineckert) wurden erworben. Die Robert-Stolz-Operette Der Tanz ins Glück wurde in einer Neufassung verlegt und in Leipzig erstaufgeführt. Neben der Notenproduktion, mit der der Verlag einst begonnen hatte, gab es nun auch eine umfangreiche Bücher- und Broschürenproduktion, eine Foto-, Poster- und Kalenderproduktion sowie einen Bühnenvertrieb. Ldz wurde zu einem bekannten Markenzeichen im Inland wie im Ausland.

Nach der Wende erfolgte die Übernahme durch den Roba Music Verlag in Hamburg und die Fortführung des Verlagsgeschäftes aus Hamburg (Administration) und Berlin (Rundfunk-TV-Sender und Urheberbetreuung). (Quelle: wikipedia)

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Das Logo

Und im Rahmen der Verlagsarbeit erschien jährlich das sog. „Schlager Magazin“, der wohl das gesamte Spektrum der „Unterhaltungsmusik“ der DDR präsentieren wollte. Und deshalb ist der Titel „Schlager Magazin“ schon ein wenig irreführend, denn in diesem Band (94 Seiten) z.B. werden auch Musiker wie Klaus Lenz, Uschi Brühning und Veronika Fischer erwähnt und vorgestellt. Namen bei denen man heute noch mit der Zunge schnalzt !

Die Puhdys sind zwar auf der Hülle … mehr aber auch nicht *seufz*

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Inhaltsverzeichnis

Etliche „echte“ Schlagerstars sind mir nicht oder kaum geläufig und interessant sind natürlich insbesondere all die ideologische Ausführungen zum Thema Schlager im deutschen Arbeiter- und Bauern Staat.

Summa summarum also eine wirklich interessante Zeitreise. Und weitere Zeitreisen dieser Art werden folgend, denn:

Dieser Beitrag wurde nur möglich durch eine großzügige Leihgabe eines Lesers dieses blog, der ungenannt bleiben möchte. Und damit nicht genug: Er hat mir noch diverse weitere Druckerzeugnisse aus der DDR zur Verfügung gestellt … die schlummern momentan noch in meinem digitalem Archiv… aber nicht mehr lange …

Ein herzliches Dankeschön an den Spender !

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Mahnende Worte der Schriftstellerin und Textdichterin Gisela Steineckert

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Ein satirischer Beitrag

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!!!

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Uschi Brüning

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Miriam Makeba

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Ein Bericht über das Musikinstrumentenmuseum in Markneukirchen (oberes Vogtland)

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Dean Reed

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Die Rückseite des Buches

Steve Peinemann – Udo Lindenberg – Hinter all den Postern (1979)

TitelDeutschsprachige Literatur über Rockmusik war in meiner Jugend noch ne ziemliche Mangelware; das ändert sich dann so in der Mitte der 70er Jahre … und hier mag ich nun ein Buch präsentieren, das aus meiner Sicht geradezu vorbildlich ist … denn es zeigt den Lebensweg des Udo Lindenberg … und zwar nicht als Heldenepos, sondern vor jenem zeitgeschichtlichen  Hintergrund, der aus meiner Sicht nun auch notwendig ist, um Musik zu verstehen.

„Das erste Buch von und mit Udo Lindenberg. Die Geschichte und der Alltag eines Rockstars, dem der Erfolg noch nicht zu Kopf gestiegen ist. Udo erzählt von seiner Kindheit im Kleinstadtmief von Gronau, seiner abgebrochenen Kellnerlehre, seinem Drummer-Job in Tripolis, seinen großen Lieben, seinem Musikstudium, seinen Free-Lancer Jobs. Man erfährt von der Geburtsstunde der „Hamburger Szene“ im „Onkel Pö“ und vom „Panikorchester“.

Steve Peinemann läßt nicht locker; er fragt ihn aus. Auch nach seinen Träumen, Plänen Utopien“ (Klappentext)

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Und in der Tat: dieses Buch ist vorbildlich … eine Künstlerbiographie, wie man sie nicht allzu oft findet … Udo Lindenberg gibt viel persönliches von sich preis … auch seine Exzessen kommen zur Sprache und auch seine Unfähigkeit, längerfristige Bindungen mit Frauen einzugehen … und klar: Seine Sprache, schnoddrig wie eh und je … dahinter kann man sich auch ganz gut verstecken.

Und ich bin mir irgendwie ganz sicher: Udo´s Biographie ist auch – in Teilbereichen – unsere Biographie ….

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Steve Peinemann erzählt auf eine sehr persönliche Weise die Entstehung dieses Interview-Buches

 

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