Otfried Preußler – Der Räuber Hotzenplotz (Hörspiel) (1970)

FrontCover1.jpgDefinitiv ein Klassiker der Kinderliteratur:

Der Räuber Hotzenplotz ist eine Figur des Kinderbuchautors Otfried Preußler. Es gibt vier Erzählungen mit Hotzenplotz:

Der Räuber Hotzenplotz (1962)
Neues vom Räuber Hotzenplotz (1969)
Hotzenplotz 3 (1973)
Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete (1967 erstmals veröffentlicht, erneut 1969 und 2018)

Anfang der 1960er Jahre hatte sich Otfried Preußler monatelang vergeblich mit den ersten Ansätzen zu Krabat beschäftigt. Aus Enttäuschung fasste er den Entschluss, zur Abwechslung etwas Lustiges zu schreiben. Er entschied sich für eine Kasperlgeschichte, in der alle Figuren vorkommen sollten, die zu einem „richtigen“ Kasperlstück gehören: Kasperl, Seppel, die Großmutter, der Räuber, der Polizist (hier trägt er den bayerischen Namen Alois Dimpfelmoser und noch eine Pickelhaube), der Zauberer (Petrosilius Zwackelmann) und andere. Preußler benannte den Räuber nach einer Stadt (Osoblaha) und einem Fluss (Osobłoga) in Schlesien, die beide den deutschen Namen „Hotzenplotz“ tragen. Dieser Name hatte auf Preußler bereits während seiner Kindheit einen großen Eindruck gemacht und war ihm daher in Erinnerung geblieben. Das Buch erschien am 1. August 1962.

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Und darum geht´:

Der gerissene Räuber Hotzenplotz überfällt Kasperls Großmutter und raubt ihre Kaffeemühle, die für sie einen besonderen Wert darstellt, weil Kasperl und sein Freund Seppel ihr diese zum Geburtstag geschenkt hatten. Außerdem kann die Kaffeemühle das Lieblingslied der Großmutter „Alles neu macht der Mai“ spielen. Kasperl und Seppel beschließen, den Räuber Hotzenplotz zu fangen, da sie dies dem Wachtmeister Alois Dimpfelmoser nicht zutrauen. Um herauszufinden, wo der Räuber seinen Unterschlupf hat, füllen sie eine Holzkiste mit Sand und schreiben „Vorsicht Gold!“ darauf.

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Dann bohren sie ein Loch in den Kistenboden, das sie mit einem Streichholz verschließen. Nachdem sie die Kiste in den Wald gebracht haben, taucht der Räuber Hotzenplotz auf und wird sofort auf die Kiste aufmerksam. Die beiden ziehen das Streichholz heraus und bringen sich in Sicherheit. In dem Glauben, dass sich Gold in der Kiste befindet, schleppt der Räuber sie in seine Räuberhöhle. Dort bemerkt er den wahren Inhalt seiner Beute und die Spur, die der herausgerieselte Sand bis zu seinem Unterschlupf hinterlassen hat.

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Hotzenplotz streut mit dem restlichen Sand aus der Kiste eine zweite Spur, die zu einer Fallgrube neben seiner Räuberhöhle führt. Als Kasperl und Seppel die zweite Spur entdecken, beschließen sie, sich zu trennen und laufen dem Räuber in die Falle. Während Kasperl in die Grube fällt, bekommt Seppel eine Ladung Pfeffer aus der Pistole des Räubers verpasst. Anschließend sind die zwei Gefangene des Räubers. Weil beide unterwegs ihre Kopfbedeckungen getauscht haben, um nicht erkannt zu werden, werden sie nun vom Räuber Hotzenplotz miteinander verwechselt.

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Kasperl stellt sich dumm, indem er Hotzenplotz‘ Namen immer wieder falsch ausspricht. Das hat zur Folge, dass Hotzenplotz ihn für einen Beutel Schnupftabak an den Zauberer Petrosilius Zwackelmann verkauft. Dieser braucht einen Diener, der für ihn Kartoffeln schält, da er es nicht schafft, deren Schale herunterzuzaubern. Als Kasperl Zwackelmanns Namen falsch ausspricht, wird der Zauberer zwar wütend, hat aber damit die Bestätigung, dass sein neuer Diener zu dumm ist, um hinter seine Zaubergeheimnisse zu kommen. Nachts versucht Kasperl, aus dem Schloss des Zauberers zu fliehen, muss aber feststellen, dass dies nicht möglich ist, weil Zwackelmann dieses mit einem Bann belegt hat. Zwackelmann erwacht, schickt Kasperl ins Bett und droht Strafe an, wenn noch einmal seine Nachtruhe gestört wird. Währenddessen muss Seppel in der Räuberhöhle für Hotzenplotz arbeiten.

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Als Zwackelmann einen Freund in Buxtehude besucht und Kasperl im Schloss allein lässt, hört dieser Hilferufe aus dem Keller. Kasperl geht zum Kellergewölbe hinunter, obwohl Schilder an den Türen das Betreten untersagen und entdeckt dort in einem Unkenpfuhl eine Unke, die die menschliche Sprache beherrscht. Sie ist die Fee Amaryllis, die von Zwackelmann in eine Unke verwandelt worden ist und seitdem im Keller gefangengehalten wird. Sie bittet Kasperl darum, Feenkraut zu besorgen, das auf der Hohen Heide unter einer alten Wetterfichte wächst. Dann gibt sie ihm einen Tipp, wie er den Bann brechen kann, um das Schloss verlassen zu können: Er muss einfach ein Kleidungsstück im Schloss zurücklassen. Kasperl lässt den Seppelhut zurück und macht sich auf den Weg zur Hohen Heide. Dort muss er auf den Mondaufgang warten, um das Feenkraut finden zu können, weil es im Mondlicht silbrig schimmert.

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Inzwischen kehrt Zwackelmann aus Buxtehude zurück und muss feststellen, dass die Kartoffeln nicht geschält sind und Kasperl verschwunden ist. Er entdeckt den Seppelhut und will damit Kasperl herbeizaubern, da er jeden herbeizaubern kann, von dem er irgendetwas besitzt. Er zaubert aber nicht Kasperl herbei, den er wie Hotzenplotz für Seppel gehalten hat, sondern Seppel, den wahren Besitzer des Hutes. Von diesem wird er darüber aufgeklärt, wie die Verwechselung zustande gekommen ist. Zwackelmann will nun mit Hilfe der Kasperlmütze Kasperl herbeizaubern. Jedoch besitzt Seppel diese nicht mehr, weil Hotzenplotz sie verbrannt hat. Zwackelmann ist wütend auf den Räuber und zaubert ihn mit Hilfe seines Stiefels herbei, den Seppel in der Hand hält, denn er war gerade dabei, ihn zu putzen. Nach einem Streit verwandelt Zwackelmann den Räuber Hotzenplotz in einen Gimpel und sperrt ihn in einen Vogelkäfig. Seppel schickt er zum Kartoffelschälen in die Küche. Dann macht er sich auf den Weg, um Kasperl zu finden.

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Kasperl kehrt mit dem Feenkraut ins Schloss zurück. Da dieses ihn unsichtbar macht, kann er sich unbemerkt in den Keller schleichen. Durch die Berührung mit dem Feenkraut verwandelt sich die Unke wieder in eine Fee zurück. Zwackelmann erscheint im Kellergewölbe, weil Kasperl die Kellertür hat offenstehen lassen und bekommt einen Wutanfall, worauf er in den Unkenpfuhl stürzt und stirbt. Kasperl bekommt von der Fee zum Dank einen Ring, mit dem er drei Wünsche frei hat. Er macht sich mit Seppel auf den Heimweg, wobei die beiden den in einen Gimpel verwandelten Hotzenplotz mitnehmen, um ihn bei Wachtmeister Dimpfelmoser abzuliefern. Die Fee zerstört das Schloss und kehrt ins Feenreich zurück.

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Kasperl wünscht sich unterwegs mit Hilfe des Ringes nicht nur die geraubte Kaffeemühle herbei, die nun „Alles neu macht der Mai“ sogar zweistimmig spielt, sondern auch eine neue Kasperlmütze. Mit dem dritten Wunsch verwandelt er den Gimpel in Dimpfelmosers Büro wieder in den Räuber Hotzenplotz zurück. Dimpfelmoser nimmt den Räuber fest und sperrt ihn ins Spritzenhaus. Kasperl und Seppel bekommen für die Ergreifung des Räubers eine Belohnung. (Quelle: wikipedia)

Und hier die erste, von vielen bis heute vielgeliebte Hörspiel-Version … und in mir bringt sie sehr glückliche Momente meiner Kindheit in Erinnerung und zum schwingen …

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Besetzung:
Lutz Bajohr (Der Wachtmeister Dimpfelmoser)
Hans Baur (Erzähler)
Hans Bergmann (Der Seppel)
Ulla Christ (Die Großmutter)
Victor Drevin (Der Räuber Hotzenplotz)
Barbara Eff (Die Fee Amaryllis / Die Unke)
Axel Muck (Der Kasperl)
Ado Riegler (Der Zauberer Zwackelmann)

Es singen und musizieren:
Peggy Brown und „Die Märchenmusikanten“

Egon L. Frauenberger (Hörspielfassung, Regie und Produktion)

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Titel:
01. Der Mann mit den sieben Messern 4.21
02. Der Polizei kann geholfen werden 3.53
03. Künstlerpech 2.59
04. Hauptsache – Gut verkleidet! 2.32
05. Trübe Aussichten .13
06. Petrosilius Zwackelmann 4.59
07. Ein nächstes Abenteuer 2.39
08. So dumm wie möglich 4.01
09. Drei Türen im Keller 4.26
10. Des Hutes Besitzer 3.10
11. Zauberer Zwackelmanns Ende 4.36
12 Wachtmeister Dimpfelmoser erlebt einen großen Tag 3.50

Text: Ottfried Preußler
Musik und Lieder: Cherry Maryland (wer auch immer das war)

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Ottfried Preußler – Die kleine Hexe (Hörspiel) (1970)

FrontCover1.JPGUnd hier nun ein weiterer Kinderbuch-Klassiker von Ottfried Preußler.

Die kleine Hexe ist ein Kinderbuch von Otfried Preußler aus dem Jahr 1957. Es erschien zunächst im Thienemann Verlag und wurde inzwischen in 47 Sprachen übersetzt. Das Buch kam 1958 auf die Auswahlliste zum Deutschen Jugendbuchpreis. Alle Buch-Ausgaben enthalten die Illustrationen von Winnie Gebhardt-Gayler.

Die kleine Hexe, deren sehnlichster Wunsch es ist, mit den großen Hexen auf dem Blocksberg herumfliegen zu dürfen, lebt mit ihrem sprechenden Raben Abraxas in einem kleinen, windschiefen Häuschen im Wald. Beim Versuch, sich in der Walpurgisnacht unerlaubt den anderen Hexen anzuschließen, wird sie entdeckt und ihr Hexenbesen zur Strafe verbrannt. Es wird ihr aber in Aussicht gestellt, an der nächsten Walpurgisnacht teilnehmen zu dürfen, wenn sie es bis dahin zu einer guten Hexe gebracht habe. Nun bemüht sich die kleine Hexe ein Jahr lang, ausreichend gute Taten zu vollbringen, hilft armen Menschen, bestraft Bösewichte, rettet Tiere und findet neue Freunde. Als sie sich wieder beim Hexenrat meldet, stellt sich jedoch heraus, dass nach Auffassung des Hexenrats eine Hexe gut darin sein soll, böse zu sein. Also soll sie damit bestraft werden, das Holz für den Scheiterhaufen der Walpurgisnacht zusammenzutragen. Stattdessen aber rächt sie sich, indem sie den großen Hexen „das Hexen abhext“ und deren Zauberbücher und Besen herbeizaubert. Dadurch können sie sich nicht mehr das Hexen beibringen. Die Besen und Bücher benutzt sie dann als Scheiterhaufen für ihre eigene Walpurgisnacht.

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Diverse Buchausgaben

Die kleine Hexe ist die Hauptperson der Geschichte. Sie hat das für Hexen bescheidene Alter von einhundertsiebenundzwanzig und gilt als besonders freundlich und ehrgeizig. Sie lebt im tiefen Wald in einem Hexenhaus mit windschiefem Dach, einem krummen Schornstein und klapprigen Fensterläden. Täglich übt sie sechs Stunden das Hexen, meist sitzt sie dabei vor dem Ofen, welcher an ihrem Haus angebaut ist.

 

Abraxas
Abraxas ist ein sprechender Rabe und der beste Freund der kleinen Hexe. Er ist sehr klug und gibt ihr Ratschläge, wenn sie mit Problemen zu kämpfen hat, allerdings kritisiert er auch ihre Fehler, die sie beim Hexen macht.

Die Wetterhexe Rumpumpel
Die Muhme Rumpumpel ist die Gegenspielerin der kleinen Hexe. Als Wetterhexe liegt ihr Talent insbesondere im Bereich des Wetters. Sie entdeckt die kleine Hexe bei der ersten Walpurgisnacht und bringt sie zur Oberhexe. Als daraufhin die kleine Hexe eine gute Hexe werden soll, wird sie von der Muhme Rumpumpel beschattet, die ihre guten Taten aufschreibt, um diese vor dem Hexenrat zu präsentieren.

Thomas und Vroni
Thomas und Vroni sind die Kinder des Dorfwirts. Als sich die beiden beim Pilzesuchen im Wald verirren, freunden sie sich mit der kleinen Hexe an und sie hilft ihnen, dass sie wieder zurück nach Hause finden. Daraufhin laden Thomas und Vroni die kleine Hexe zum Schützenfest ein. Dort soll aber der Ochse Korbinian, der beste Freund der Kinder, dem Schützenkönig als Preis überreicht und geschlachtet werden. Die kleine Hexe verzaubert deshalb die Schießgewehre, sodass als Einziger Thomas trifft. Er wird Schützenkönig und kann den Ochsen Korbinian behalten.

Die Oberhexe
Die Oberhexe ist das Oberhaupt der Hexen. Sie sitzt auf einem Thron, welcher aus Ofengabeln gefertigt ist. Man kann sie als bösartig, aber dennoch kooperativ beschreiben.

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Die Familie Preußler, Weihnachten 1958

Nach Angaben des Autors entstand die Erzählung von den Taten der kleinen Hexe nach eigenen Gute-Nacht-Geschichten, die er seinen drei Töchtern abendlich berichtete, um deren Angst vor bösen Hexen zu begegnen. Nachdem er sie dann auch in der Schule unter großem Anklang seiner Zuhörer erzählt hatte, begann er, diese aufzuschreiben.

Im Januar 2013 wurde eine vom Thienemann Verlag geplante Neuausgabe des Werks zum Gegenstand von Medienberichten, weil darin einzelne Wörter gegenüber der Ursprungsversion verändert werden sollten. Nach Angaben des Verlags wäre eine Modernisierung des Textes bezüglich des heutigen Sprachgebrauchs nicht mehr üblicher Begriffe vorgesehen. Als Beispiele wurden die Worte Neger, wichsen und Zigeuner[5] genannt, die laut der Stellungnahme des Verlags nicht mehr im ursprünglichen Bedeutungsgehalt gebraucht oder verstanden würden. Die Änderungen wurden in Abstimmung mit der Familie des Autors erarbeitet, die zunächst jegliche Textveränderung abgelehnt hatte. Die Neuauflage erschien im Juli 2013. (Quelle: wikipedia)

Kolorierte Ausgabe

Eine Beispielseite aus der kolorierten Ausgabe

Und hier ein wenig Hintergrund zur Entstehung dieses Buches:

Susanne Preußler-Bitsch: „Eines Abends behaupteten mal meine großen Schwestern, sie könnten heute Abend nichts ins Bett gehen, sie hätten so schreckliche Angst vor den bösen Hexen.“

Böse Hexen? Die gibt es doch gar nicht mehr, behauptete Otfried Preußler schnell. Er wollte die Töchter beruhigen.

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Susanne Preußler-Bitsch: „Warum gibt es denn keine bösen Hexen mehr? Und dieser Frage musste er sich dann stellen: Ja, warum gibt es denn eigentlich keine bösen Hexen mehr? Und darauf musste er eine Antwort finden, mit der seine Töchter zufrieden waren. Und so entstand letztendlich die Geschichte von der guten, kleinen Hexe.“
Die kleine Hexe will dazugehören, aber sie selbst bleiben

„Es war eine kleine Hexe, die war erst 127 Jahre alt, und das ist ja für eine kleine Hexe gar kein Alter.“

127 Jahre, die kleine Hexe ist damit ein Kind unter den alten Hexen. Doch sie will dazugehören, zu den Großen. Und dieser dringende Wunsch und der stete Versuch, ihn zu erfüllen ohne die eigene Integrität zu verlieren, ist Thema dieser Geschichte.

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Susanne Preußler-Bitsch: „Und in der vom Heranwachsen erzählt wird, ja, und in der sich auch all die kindlichen Nöten, Freunden, Fragen und Ärgernisse widerspiegeln, die man als Kind auch tagtäglich erfährt auf dem Weg zum groß werden. Und man erfährt, wie man damit umgehen kann.“

Die Preußler-Hexe darf auf ihrem Weg zum Großwerden experimentieren und lustvoll Grenzen überschreiten. 1957, im Erscheinungsjahr des Buches, war das zunächst ein Novum.

Susanne Preußler-Bitsch: „Und man hat es wohl auch akzeptiert, dass es eines der ersten antiautoritären Kinderbücher war und dass man eigentlich eine kleine Hexe erlebt, die sich nach moderner Ansicht ziemlich emanzipiert und gegen die allgemeine Meinung stemmt.“

Susanne Preußler-Bitsch

Susanne Preußler-Bitsch

Aus „Die kleine Hexe“: „Ich weiß, was ich mache! Ich reite heute Nacht auf den Blocksberg.“ Der Rabe erschrak: „Auf den Blocksberg? Das haben dir doch die großen Hexen verboten, sie wollen beim Hexentanz unter sich sein.“ „Pah“, rief die kleine Hexe, „verboten ist vieles.“ (Quelle: deutschlandfunkkultur.de)

Aber auch dieses Hörspiel entwickelte sich wohl zu einem Klassiker der Kinder-Hörspiele dieser Zeit:

Einfach pfiffig in Szene gesetzt, kleine aber feine musikalische Zwischenspiele … man kann nur erahnen, wie viele leuchtenden Kinderaugen diese LP zum Vorschein gebracht hat.

Nun, ich habe mir diese LP damals nicht angehört, da bevorzugte ich dann doch lieber z.B. „The Wicht“ von den Rattles.

Aber später mit meinen Töchtern: Da haben wir das Buch mehr als einmal gemeinsam gelesen.

Und von daher verwundert es nicht, dass meine Töchter bereits Bedarf angemeldet haben:  … „am besten als mp3 Datei“ … denn einen Plattenspieler haben sie nicht mehr …

Unabhängig davon: Die deutsche Kinderliteratur wäre umso viel ärmer, hätte es nicht diesen Ottfried Preußler gegeben.

Dafür empfinde ich tiefe Dankbarkeit !

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Besetzung:

Erzähler: Hans Bauer
Die kleine Hexe: Brigitte Koesters
Der Rabe Abraxas: Paul Lasner
Die Wetterhexe Rumpelpumpel: Margot Trooger
Die Oberhexe: Ingeborg Hoffmann
Die Hexen: Else Sommer, Rosemarie Brennicke ,Ulla Christ u.v.a.
Die Holzweiber: Martina Eginhardt, Marie Louise Hardegg, Else Sommer
Der neue Revierförster: Bernd-Holger Bonsels
Der billige Jakob: Frank Daniel
Das Blumenmädchen: Sabina Trooger

Es musizieren und singen:
Pepsi und Benny    un die Märchenmusikanten

Regie, Produktion und
Hörspielfassung: Egon L. Frauenberger

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Titel:
01. In der Walpurgisnacht 2.51
02. Auf dem Wochenmarkt 8.39
03. Die Holzweiber und der Revierförster 14.36

Text: Ottfried Preußler
Musik: Egon L. Frauenberger
Liedertexte: Egon L. Frauenberger und Ottfried Preußler

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Traueranzeige

Otfried Preußler – Der kleine Wassermann (Hörspiel) (1972)

FrontCover1.JPGDer kleine Wassermann ist ein Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler. Das Werk war Preußlers erste Buchveröffentlichung. Es erschien 1956 im Thienemann Verlag und beinhaltet, wie viele andere Bücher des Autors, zahlreiche Illustrationen von Winnie Gebhardt-Gayler. Bis heute wurde Der kleine Wassermann in insgesamt 32 Sprachen übersetzt. Im Jahre 1957 bekam das Buch den Sonderpreis beim Deutschen Jugendbuchpreis für Text und Illustration.

Eines Tages wird den Wassermanneltern, die am Grunde des Mühlenweihers leben, ein kleiner Junge geboren, mit grünen Haaren und Schwimmhäuten zwischen den Zehen, wie es sich für einen richtigen Wassermann gehört. Bald geht der kleine Wassermann mit seinem Vater oder mit seinem Freund, dem Karpfen Cyprinus, auf Entdeckungsreise. Er lernt sich im Weiher zurechtzufinden, lernt Menschen kennen und erlebt viele Abenteuer. Als es schließlich Winter wird und das Eis den Mühlenweiher zudeckt, geht die Wassermannfamilie schlafen.

Wie die meisten Bücher von Otfried Preußler basiert die Erzählung über den kleinen Wassermann auf Erzählungen aus seiner Kindheit. Man erzählte sich damals im Schein

Buch

Das Buch

der Petroleumlampe, wenn es draußen ungemütlich war, Geschichten von Hexen, Werwölfen, vom Zauberer Kittel, vom Blechschmied sowie die Geschichte vom Wassermann, der in mondhellen Nächten teilweise bis ans Ufer kam und dort Harfe spielte.

Von solch einem Wassermann hatte Preußler auch seinen Kindern erzählt, als sie noch klein waren. Den Kindern gefiel die Geschichte so gut, dass sie ihren Vater immer wieder baten, über ihn zu erzählen. Auch Preußler selbst machte die Geschichte Spaß und eines Tages kam ihm die Idee, sie aufzuschreiben. Schon vorher hatte er Hörspiele, kleine Erzählungen, Laienspiele für Kinder und ein Theaterstück zu Papier gebracht. Um sich zu vergewissern, inwieweit seine Entscheidung richtig war, erzählte er die Geschichte auch den Kindern seiner Schulklasse. Diese waren begeistert und fragten, ob der kleine Wassermann auch keinen Ärger bekäme, wenn er unartig sei. Der kleine Wassermann wurde zu einem richtigen kleinen Jungen, der neugierig ist, die Konsequenzen tragen muss, wenn er unartig war und Freundschaften schließt, allerdings mit dem Unterschied, dass er im Wasser in einem Häuschen aus Schilf auf dem Grunde des Mühlenweihers wohnt.

Als Preußler Anfang der 1950er Jahre einen Verlag für Der kleine Wassermann suchte, wurde ihm nahegelegt, er solle lieber Umweltbücher schreiben. Der zweite Verlag ließ das Manuskript neun Monate lang liegen. Dies war der Thienemann Verlag, bei dem bis heute fast alle Bücher von Preußler erschienen sind. Der kleine Wassermann war auf Anhieb ein großer Erfolg. Von da an schrieb Preußler immer weiter, insgesamt 32 Bücher.

Buchseiten

Viele von uns sind mit seinen unvergesslichen Kinderbüchern und deren unverwechselbaren Protagonisten groß geworden – mit dem kleinen Wassermann, dem kleinen Gespenst, der kleinen Hexe, dem raubeinigen Räuber Hotzenplotz, dem Hutzelmann Hörbe und vielen anderen mehr. Otfried Preußler ist ein ganz Großer der deutschen Kinder- und Jugendliteratur. Viele seiner Erzählstoffe brachte Otfried Preußler aus seiner Heimat Böhmen mit – etwa die Volkssagen und Märchen, die ihm seine Großmutter Dora erzählte.

Obwohl er von den Verlagen, an die er das Manuskript des kleinen Wassermanns geschickt hatte, keine guten Resonanzen erhielt, verlegte der Thienemann Verlag das Kinderbuch im Jahr 1956. Als das Buch ein Jahr später den Sonderpreis des Deutschen Jugendbuchpreises erhielt, war der Durchbruch geschafft. Insgesamt schrieb Otfried Preußler 32 Kinder- und Jugendbücher. Er erhielt zahlreiche renommierte Preise für einzelne Bücher und sein engagiertes Lebenswerk.

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Eine entscheidende Triebfeder für das eigene Schreiben war der Wunsch, der Fantasie der Kinder in der Literatur einen Raum zu schaffen, in dem sie sich frei entfalten kann. Damit wollte Otfried Preußler der in seinem Beruf als Lehrer bereits spürbaren, zunehmenden Vereinnahmung der Kinder durch moderne Medien entgegenwirken. So schuf er Klassiker der Kinderliteratur, die noch heute unsere Kinder verzaubern und ganz in ihren Bann nehmen. Um in ihrer eigenen Fantasie weiter zu wirken, wie es sich Otfried Preußler gewünscht hat.

Auszeichnung:
Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises (1957)

Eine wahrlich reizende Kindergeschichte, wenngleich sie aus der Geschlechtsperspektive natürlich ein Kind der damaligen Zeit ist.

1972 brachte Karussell auf seinen Labels Philips und Fontana eine Hörspielfassung des Buches auf Schallplatten und Kassetten heraus. Die Stimme des kleinen Wassermannes spricht Ulli Philipp, der Erzähler ist Harald Leipnitz. (Quelle: wikipedia)

Hier kann man sie nochmals nachhören … für große und kleine Kinder !

Ach ja, so einige der Sprecher sind Leuten aus meiner Generation noch bekannt und die Musik, ja die Musik komponierter ein gewisser Uwe Frank Duval, der dann später als Schlagerkomponist bekannt wurde. Und die Titelmelodie zu „Derrick“, die stammt auch von ihm.

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Besetzung:
Max Eckard (Wassermann)
Harald Leipnitz (Erzähler)
Klaus Löwitsch (Neunauge)
Max Mairich (Cyprinus)
Ulli Philipp (Der kleine Wassermann)
Solveig Thomas (Wassermannfrau)
Dietrich Thoms (Moormann)
Joachim Wichmann (Brunnenmann)
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Franz Löffler (guitar)
Rudi Risavy (flute)

Regie: Heinz-Günter Stamm
Musik: Uwe Frank Duval

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Titel:
01. Der kleine Wassermann (Teil 1) 24.31
02. Der Kleine Wassermann (Teil 2) 25.56

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