Die Toten Hosen – Ein kleines bisschen Horrorschau (1988)

FrontCover1So, und jetzt gibt´s wieder mal was auf die Ohren:

Ein kleines bisschen Horrorschau (Untertitel: Die Lieder aus Clockwork Orange und andere schmutzige Melodien) ist das fünfte Studioalbum der Toten Hosen und enthält zur Hälfte die Bühnenmusik, welche die Band für Bernd Schadewalds Inszenierung von A Clockwork Orange an den Kammerspielen Bad Godesberg schrieb.

Das Stück orientiert sich an Anthony Burgess‘ Roman Uhrwerk Orange sowie Stanley Kubricks Verfilmung. Zusammen mit Ralf Richter, der die Hauptrolle spielte, Uwe Fellensiek, Ingolf Lück, Oliver Stritzel und vielen anderen stand die Band von Juni bis Oktober 1988 an den Kammerspielen Bad Godesberg in Bonn auf der Bühne. Sie übernahmen Statistenrollen und führten die Musikstücke als Überleitungen vor den jeweiligen Akten live auf.

Das Album wurde um sechs weitere Musikstücke ergänzt, die nicht zur Bonner Inszenierung gehörten, jedoch thematisch zur Handlung passten, soSingle1dass ein Konzeptalbum entstand. Sequenzen aus Beethovens 9. Sinfonie, gespielt von einem Sinfonieorchester, ziehen sich wie ein roter Faden durch das Album und verbinden die einzelnen Songs miteinander. Der Titel spielt auf den vom russischen „charascho“ („хорошо“) abgeleiteten Begriff „horror show“ und dem von Alex und seinen Freunden („Droogs“) benutzten Slang Nadsat an.

Das Cover ähnelt dieser Darstellung Beethovens von Joseph Karl Stieler.

Im Vordergrund steht die Lebensgeschichte der von Burgess erfundenen Figur „Alex“ und greift die sozialkritischen Aspekte, welche der Roman verbirgt, erneut auf. Der Eingangstitel Hier kommt Alex beschreibt, mit welcher Gewalt der Protagonist und seine Gang vorgehen, Ein Schritt zuviel handelt von Alex‘ Festnahme und Die Farbe Grau vom tristen Alltag im Gefängnis. In Zahltag, Musterbeispiel und Bye, bye Alex geht es um die gewaltsame Resozialisierung durch den Staat, bei der Alex durch Gehirnwäsche seine Persönlichkeit verliert.

Die weiteren Songs sind in die Handlung des Konzeptalbums eingefügt, beziehen sich jedoch nicht direkt auf Alex, sondern stellen eine Verbindung der fiktiven Handlung des Romans zur Realität her. Im Booklet des Albums wird dies mit einem in Nadsat verfassten Text wie folgt erklärt:

„Es ist aber nicht nur die Geschichte unseres ehrenwerten Droog Alex, sondern auch die einer ganzen Menge anderer Malitchicks, die hier und heute in unserem gromkigen Land leben. Denn der Haufen von holschigen Vecks, der sich Gesellschaft schimpft, ist heute mindestens so bezumnie wie damals…“

Das Lied 1000 gute Gründe setzt sich mit dem Thema Nationalstolz auseinander. In Ein Schritt zuviel wird beschrieben, wie schnell man mit dem Gesetz in Konflikt geraten kann, und bei 180 Grad geht es um Anpassung und Kontrolle in einer überkonformen Gesellschaft.

Single2Mehr davon beschreibt die Gier nach „mehr Macht, mehr Geld, mehr Ruhm, mehr Speed, mehr Hass oder mehr Sex“, bis zum Verlust des Charakters, aus der Sicht des Süchtigen. 35 Jahre bezieht sich auf den Zeitraum, den der Mann, von dem in diesem Lied die Rede ist, am Fließband stand und Haken für Duschvorhänge sortierte. Alleinstehend und seit einem Jahr im Ruhestand, weiß er nichts mehr mit seinem Leben anzufangen. Im Song Testbild beschreibt eine Person, dass sie sich jeden Abend vornimmt, alles hinter sich zu lassen, um an einem anderen Ort ein neues Leben zu beginnen. Ihr Weg endet jedoch allabendlich in der Kneipe, und es bleibt ihr zum Schluss nur die Resignation.

Die Musikstücke, welche die Band bereits für die Inszenierung von „A Clockwork Orange“ geprobt hatte, wurden nach der offiziellen Vorstellung im Theaterhaus von Jon Caffery mittels eines 24-Spur-Aufnahmegerätes aufgenommen. Er schloss das Gerät direkt an die im Theater vorhandene Stagebox an. Das Produzententeam und die Band hatten während der Produktion im Theater keine Möglichkeit sich die fertigen Aufnahmen anzuhören. Die Musikproduktion unter „realen Bedingungen“ auf der Theaterbühne sollte die Musik auf dem Album weniger steif und steril wirken lassen. Die restlichen Titel wurden im Preußenton in Berlin und im Maskot-Studio in Köln aufgenommen.

Der Musiktitel Mehr davon stand auch zwei Jahrzehnte nach Erstveröffentlichung häufig in den Setlisten der Livekonzerte, meistens im Zusammenhang mit Campinos Kletteraktionen über die Verstärkertürme zum Bühnendach. (Quelle: wikipedia)

DieTotenHosen
Wohl das einzige „Konzept“-Album der Hosen. Hier wird „Clockwork Orange“ vertont. Logische Folge: Da gibt’s nix zu lachen.
Sicher, man kann dem Album einiges vorwerfen: „Hier kommt Alex“ ist sicherlich nicht anspruchsvoll oder komplex und wird im Schlußtrack praktisch nochmal gecovert. Mit der herrschenden Vorstellung vom 1977er-Punk hat die Scheibe nur noch wenig zu tun. Und Freunde von Rockballaden lassen schnell den Kopf aufgrund der vorherrschenden Härte hängen. Schlageräquivalente Trinklieder sucht man hier glücklicherweise vergebens.
Wer aber aus der Metal-Ecke kommt, wird die aggressive Scheibe zu schätzen wissen. Das Vorspiel zum „Musterbeispiel“ ist herrlich, der brüllende Titeltrack sollte nicht nur Fortuna-Fans zu Ristics Zeiten bekannt sein, und mit „Mehr davon“ ist noch ein Überlied drauf, was völlig zu recht im Laufe der Jahre in mehreren Versionen vorliegt (live, englisch, Reggae-Mix). Völlig unterschätzt zudem das „Testbild“.
Die „Alles aus Liebe“/“Bayern“-Fraktion sollte aber eher die Finger davon lassen. Die Hits aus diesem Album gibt es schließlich auch auf der „Im Auftrag des Herrn“ und „Reich&Sexy“.
Maximale Wertung wegen fehlendem Tiefpunkt, ordentlicher Härte und den Beethoven-Überleitungen. Nie waren die Hosen im Studio besser als hier. (Odysseus)

Oder: Roll over Beethoven … and tell Tchaikovsky the news …

Die toten Hosen sind schlicht und ergreifend ein Glücksfall für die deutsche Rockmusik !

Booklet01A

Besetzung:
Michael Breitkopf (guitar)
Campino (vocals)
Andreas von Holst (guitar)
Andreas Meurer (bass)
Wolfgang Rohde (drums)

Booklet03A

Titel:
01. Hier kommt Alex (Meurer/Campino) 3.53*
02. 1000 gute Gründe (Breitkopf/Campino) 3.33
03. Ein Schritt zuviel (von Holst/Campino) 2.22
04. Keine Ahnung (Campino) 2.08*
05. Die Farbe Grau (Campino) 3.52*
06. 180 Grad (Meurer/Campino) 4.33
07. Mehr davon (von Holst/Campino) 5.10
08. Zahltag (Breitkopf/Campino) 2.42*
09. 35 Jahre (Rohde/Campino/von Holst) 2.15
10. Musterbeispiel (Campino/von Holst) 3.55*
11. Testbild (Campino) 3.17
12. Bye, bye, Alex (Rohde/Campino) 2.59*

Mit * gekennzeichnete Titel wurden im Schauspielhaus Bonn aufgenommen.

CD1

*
**

Verschiedene Interpreten – Cross Over Ball – Kicks `n Tracks (2010)

FrontCover1Selten fand´ ich ne CD, die mich eigentlich musikalisch so gut wie gar nicht anspricht, derart sympathish wie eben diese.

Und um was geht´s hier denn eigentlich:

„Nach dem großem Erfolg der „Soundwahl“ CD (Musik für Demokratie) startete die Kreuzberger Musikalische Aktion e.V. in der Region Berlin-Brandenburg das neue Musikprojekt – den „Cross Over Ball“ – und produziert mit finanzieller Unterstützung des Landespräventionsrats Sicherheitsoffensive Brandenburg (vom Ministerium des Inneren, Potsdam) den Crossover CD-Sampler Kicks ´n Tracks. Die WM 2010 in Südafrika und die Frauen WW 2011 in Deutschland sind dafür ein guter Anlass.

Durch die Verbindung des Sports mit der Musikszene stellt „Cross Over Ball“ eine ideale Plattform dar, um den „Spirit“ des Fußballs von Fairness und Toleranz zu transportieren und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. So bunt wie unsere Fußballnationalmannschaft ist auch unser Land: „Wir alle sind Deutschland !“

Werbeplakat

Werbeplakat

Und so erfolgte dann der Aufruf zu diesem Contest im Internet:
„Frei nach diesem Motto steht das CrossOverBall Projekt 2010 in den Startlöchern. Die Verbindung zwischen Streetsoccer und diversen Funsportevents mit einem Nachwuchsbandcontest – DAS IST CROSSOVERBALL

 Wir rufen junge Brandenburger und Berliner auf, einen Song zum Thema Fussball, Fairness und Toleranz zu schreiben und sich online zu bewerben.

 Aus den besten Musikstücken werden wir die Kicks’nTracks Compilation auskoppeln und Eure Stücke in einem professionellen Tonstudio gemeinsam aufnehmen. Der Sampler wird dann kostenlos an Schulen und Jugendclubs verteilt und im Internet zum download bereitstehen.“

Moorscheune

Die Moorscheune in Boberow

Und es wurde wohl gespielt, was das Zeug hält … und der Contest wurde dann auch standesgemäß abgeschlossen und die angekündigte CD entsprechend gewürdigt:Und die so angekündigte Veranstaltung fand dann am 10.09.2010 in der Moorscheune in Boberow 10.09.2010 statt. Der dortige Kreisjugendring war organisatorisch ebenfalls sehr aktiv.

Jetzt ist das Ergebniss also offiziell, die Gewinner des CrossOverBall BandContests stehen fest. Am 27. Januar 2011 haben wir in der fabrik in Potsdam unsere Record Release Party gefeiert. 5000 Sampler wurden gepresst und werden nun kostenlos verteilt. Im Internet wird ab sofort das Album zum kostenlosen Download angeboten.

Das Album bietet mit seinen 13 Tracks einen guten Mix mit engagierten Texten zu Rocksounds, Hiphop Beats, Jazz und Skatepunk.

Erst die zahlreich beteiligten Künstler und Bands haben mit ihrem beigesteuerten Song diese gelungene Mischung ermöglicht.

Konzertplakat1Die von der Geschäftsleitung der Kreuzberger Musikalischen Aktion e.V. ausgelobten Sonderpreise wurden am Abend der Record Release Party auf der Bühne verliehen. Die vielfältigen und unterschiedlichen Beiträge erschwerten uns die Auswahl, sodass auch nur ein Punkt entscheiden konnte.

1. Platz Jazzica Nabis

2. Platz Die Monstaaa

3. Platz BeckMaaKon

4. Platz Nero

Herzlichen Glückwunsch!

Abschließend bedanken wir uns an dieser Stelle bei allen beteiligten Bands, Musikern und unserem gesamten Team für die vielen positiven und erinnerungswerten Konzert-Abende und für das Engagement für Fairness und Toleranz.

Ohne Euch kein Sampler  – und kein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Gewalt!

DANKE!“

Und hier kann man nun das Ereignis nochmals nachhören …

Wie gesagt: als „Oldtimer“ fehlt mir der Zugang zu dieser Musik (jedenfalls überwiegend), aber würdigen wollte ich dieses engagierte Projekt hier schon mal … davon brauchen wir ganz sicher mehr in unserem Land, wo die braune Brut immer dreister wird …

Und weitere Infos gibt´s dann auf der website dieser Initiative.

Booklet02A

Titel:
01. Cross Beatbox ft. Felix Gebauer: Intro 1.04
02. M!B Crew: Liebe zur Musik 2.39
03. White Prinzess & Famee: Reicht uns eure Hand 4.08
04. Im:puls: Ich weiß wie, aber warum ? 4.27
05. Lukas Volkmann: Erinner dich ! 3.08
06. BeckMaakon: Einer von ihnen 3.23
07. Die Monstaaa: Gemeinsam rockt ! 4.52
08. Special Gäst: Ein Ball 3.31
09. Show Off Freaks: Wie das Leben spielt 3.03
10. [pi!]: Sag mir wie 4.02
11. Jazzica Nabis: Stell dir vor 2.55
12. BlutgruppeZwölf20: Lass uns darüber reden 5.37
13. Nero [DAB Crew]: Was !? 2.49
14. Cross Beatbox ft. Johnny Strange: Hier brennt die Luft 3.15

CD1

*
**

Tray1

Die Ärzte – Live in München ’94 (1994)

FrontCover1Keine Frage: die deutsche (Punk-) Rockmusik wäre ohne „Die Ärzte“ deutlich ärmer. Es gibt sie bis heute, allerdings hatten sie sich 1988 schon mal getrennt, aber …

1993 beschlossen Bela B. und Farin Urlaub zusammen mit dem Depp-Jones-Gitarristen Rodrigo González am Bass die Neugründung der Band. Ihre neue Plattenfirma suchten sie mit einer ganzseitigen Anzeige („Beste Band der Welt sucht Plattenfirma“) in der Zeitschrift Musik Markt. Somit konkurrierten einige Plattenfirmen um das beste Angebot, die Ärzte entschieden sich für Metronome. Außerdem erwarb Bela bei der Beckenfirma Paiste einen Endorsement-Vertrag, der ihm das Produkt für Konzerte, Proben und Aufnahmen zusicherte. Durch Rodrigo lernte Farin den Gitarrenbauer Thomas Harm kennen, der für ihn Gitarren als Unikate nach seinen Vorstellungen anfertigte. Es wurde das Album Die Bestie in Menschengestalt aufgenommen, mit dem die Rückkehr der Ärzte gelang. Die erste Singleauskopplung Schrei nach Liebe griff den aufkeimenden Rechtsextremismus im vereinten Deutschland auf. Zwischen Oktober 1993 und August 1994 spielten sie zunächst auf der Plugged-Tour und anschließend auf der namentlich an den Sat.1-Film-Film angelehnten Tour Tour insgesamt 155 Konzerte.

TicketUnd eins dieser Konzerte führten sie nach München, wo sie in der damals sehr beliebten TV-Sendung „Live aus dem Alabama“ auftraten. Und natürlich wurde dieser Mitschnitt überall mitgeschnitten und so kam es, wie es kommen sollte: Ein Bootleg von diesem Auftritt erschien.

Dazu muss man aber wissen, dass die Ärzte zu bootlegs ein ziemlich entspanntes Verhältnis haben. Es gibt da sogar eine Seite im Internet (kill-them-all), wo man sich tonnenweise mit Bootlegs von dieser Band versorgen können. Die Philosopie der Macher dieser Seite:

„Kill-Them-All wird von den die Ärzte unterstützt, um Bootleggern das Handwerk zu legen bzw. deren Geschäft zu vermiesen. Kill-Them-All soll Euch nicht als Anreiz dienen Konzerte mitzuschneiden. Mitschneiden ist und bleibt auch auf die Ärzte-Konzerten verboten. Wer ein Konzert mitschneidet, macht das immer auf eigene Gefahr und muss mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Genauso sind Anfragen bei HAR bzw. Medienanstalten nach Aufnahme-Erlaubnissen o.Ä. zwecklos und ohne Erfolgsaussicht.“

Die Macher der eben Seite schreiben über diese Aufnahme:

„Enthält einen TV-Mitschnitt des Konzertes in der Alabamahalle, München am 07.03.1994, der im Rahmen der Show „Live aus dem Alabama“ übertragen wurde. „Schrei nach Liebe“ stammt nicht von der TV-Übertragung, sondern von einem Publikumsmitschnitt.“ (Schade, denn „Schrei nach Liebe“ ist für wohl einer der bedeutendsten Ärzte-Songs !)

Und wir bekommen, was wir verdienen, wenn wir uns die Ärzte anhören: Überdrehter Brachial-Rock vom Feinsten !

Und dass diese CD auf dem „Destroy Racism Records“ Label erschien, ist dann noch das geniale Sahnehäubchen zu diesem Album !

Bravo1994.jpg

03.1994 – Bravo, „Bei den Ärzten tobt der Wahnsinn!“, Konzertbericht

Besetzung:
Bela B. (drums, vocals)
Rodrigo González (bass, vocals)
Farin Urlaub (guitar, vocals)

BookletBackCover1

Titel:
01. Radio brennt (Urlaub/Bela B) 3.09
02. Außerirdische (mit My Generation) (Urlaub/Townshend) 2.38
03. Deutschrockgirl (Urlaub/Bela B) 2.26
04. Du willst mich küssen (Urlaub) 5.34
05. Schopenhauer (Urlaub) 1.12
06. 2000 Mädchen (Urlaub/Bela B) 4.04
07. Mach die Augen zu (Urlaub) 4.21
08. Hey Huh (in Scheiben) (Urlaub/Bela B) 2.14
09. Ohne dich (Urlaub) 2.21
10. Ansage 0.42
11. Sweet Sweet Gwendoline (Urlaub) 2.33
12. Omaboy (Bela B)
13. Quark (Urlaub) 4.22
14. Alleine in der Nacht (Bela B) 3.09
15. Elke (Urlaub) 2.40
16. Schrei nach Liebe (Urlaub/Bela B) 3.12

CD1.jpg

*
**

Noxious Noises – Bazar (1995)

FrontCover1Tja, viel Infos konnte ich zu dieser Punk/Metall Band (oder wie auch immer man diese Art der Musik bezeichnen möchte) nicht zusammentragen. Google jedenfalls kann nicht wirklich erhellendes zu dieser Band präsentieren.

Sie kamen wohl  aus München und nachdem sie ja diese CD mit insgesamt 6 Titel als Privatpressung veröffentlichten, kann man getrost davon ausgehen, dass sie damals (also 1995) einen gewissen Fan-Kreis hatten.

Geboten wird ein Sound, der wahrlich nicht für jedermans Ohren geeignet ist.Wenn man es mal positiv formulieren will: ambitionierter Punk-Metall mit wuchtigen, dumpfen Bässen und ekstatischem Gesang … andere würden die Musik wohl eher als hölzern und banal abtun.

Soll jeder für sich entscheiden.

Ne Rarität ist diese CD allemal, wie gesagt, man findet über „Noxious Noises“ nichts im Netz. Es gibt zwar eine gleichnamige Combo (mit facebook-Aufritt), aber die stammt aus Chemnitz …

Zumindest habe ich inzwischen herausbringen können, dass die Jung dann 1007 unter dem Namen „KAFF-R“ einen weiteren Tonträger (ne MC) veröffentlichten.

Aber, wir wissen nun, wenn die Jungs von „Noxious Noises“ damals grüßen wollten:

Grüße

Und wir wissen auch, dass die Band einen verzweifelten Appell an ihre Fans gerichtet haben:

Appell

Nun, da mag man sagen: Ganz schön blauäugig … ich vermute mal, dass auch in dieser Szene, Privatkopien gerne und oft weitergereicht werden. Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (Walter Benjamin, 1935) nimmt sich diesem Thema auch an.

So, genug der Worte, lasst die Musik erklingen. Und wie gesagt: nix für zartbesaitete …

NoxiousNoises

Besetzung:
Stefan Schilly Berlak (guitar)
Alex Haas (bass)
Florian Höttz Hüttl (vocals)
Christoph Merkele (drums)

Booklet1Titel:
01. Agression 5.04
02. Aliens II 6.02
03. Kill Your Gods 5.28
04. Fluchtpunkt 5.09
05. Sommertagstraum 6.29
06: Samstag Nacht 3.25

Musik + Texte: Stefan Schilly Berlak – Alex Haas – Florian Höttz Hüttl  – Christoph Merkele

CD1

*
**

SigniertesFoto

Und hier noch ein signiertes Foto de Band

Emscherkurve 77 – Wurzeln, Seele, Elternhaus + Genug zu tun (2014)

frontcover1Mir ist da neulich ne Single über den Weg gelaufen … da wusste ich anfangs nur die Stichworte „Ruhrpott“ und „Punk“:

Emscherkurve 77 ist eine 2000 in Oberhausen gegründete Streetpunk-Band. Das Titellied ihrer ersten CD, Die Macht vom Niederrhein (basierend auf dem Song No Surrender von Bruce Springsteen), ist seit 2001 die offizielle Einlaufmusik des SC Rot-Weiß Oberhausen, die zu Beginn der ersten Halbzeit gespielt wird. Im Jahr 2011 komponierte Emscherkurve 77 eine neue Stadionhymne „Rot-Weiß Oberhausen“, die zu Beginn der zweiten Halbzeit gespielt wird. In ihren Texten geht es um Spaß, Lebensfreude, den Fußball und das Leben im Ruhrgebiet sowie den Alltag des kleinen Mannes. (Quelle: wikipedia)

Da nenn´ ich kurz und knapp …. die Bandgeschichte erscheint mir allerdings wesentlich facettenreicher … immerhin haben die Jungs mittlerweile schon gut 18 Jahre auf dem Buckel.

Hier ein für ne Punkband eher überraschendes Lied … quasi ne Hymne auf die eigene Heimat … passt so erstmal nicht zum dem Klischee …

emscherkurve77

Aber: der Song hat was (nicht nur textlich; auch die Musik knallt so richtig rein) und auch wenn ich mal wieder nicht zur Zielgruppe gehöre … dafür gibt es ein par Sympathiepunkte und das Versprechen, mich mal ein wenig intensiver mit diesen Burschen zu beschäftigen.

Kleiner Nachtrag: Diese Single soll angeblich auf 333 Stück limitiert gewesen sein (davon 200 in schwarzem und 133  rotem Vinyl) … Na ja …

Und dann gibt´s noch einen feinen Video-Clip zu diesem Song (mit stimmungsvollen Filmsequenzen aus dem Ruhrgebiet – siehe unten).

Aber von wem diese salbungsvollen Worte am Anfang von „Wurzeln, Seele, Elternhaus“ stammen, habe ich noch nicht heraus bekommen.

inlet1

Besetzung:
Alex (drums)
Daniel (guitar, vocals)
Marc (bass)
Marcel (guitar, vocals)
Spiller (vocals)

BackCover1.jpg
Titel:
01. Wurzeln, Seele, Elternhaus 4.10
02. Genug zu tun 3.06

Musik und Texte: Alex – Daniel – Marc – Marcel – Spiller (vocals)

singles

*
**

Siehst du die Stadt, die Straßen ihre Steine.
Sie erzählen eine Geschichte, jeder Weg hat seine eigene.
Ja hier bist du zu Haus, ja hier kennst du dich aus.
Deine Wurzeln, deine Seele und dein Elternhaus.

Da ist ein Ort, mal ist er nah mal weit entfernt.
Du kennst ihn auch, du hast das Leben hier gelernt.
Nenn du es Stadt, ich nenne es Heimat.
Das Fleckchen Erde das ein jeder gerne hat.

Hier atmest du die Zukunft und das jetzt.
Liefst singend durch die Gassen, mal gesund und mal verletzt.
Wohin wird dich dein Weg führen? Wie wird es weiter gehen? Es gibt nur eins, gewinnen und verlieren.

Da ist ein Ort, mal ist er nah mal weit entfernt.
Du kennst ihn auch, du hast das Leben hier gelernt.
Nenn du es Stadt, ich nenne es Heimat.
Das Fleckchen Erde das ein jeder gerne hat.

 

Die Ärzte – Jazz ist anders (2007)

FrontCover1Mit diesem Album wollten es Die Ärzte wohl wieder mal wissen. Auf jeden Fall war der Promotionsaufwand für diese Scheibe ganz schön enorm.

Zur Promotion wurde das Album vor der Veröffentlichung mit „Jazz isst anders“ betitelt, was einige Fans über ein zweites Konzeptalbum nach Le Frisur, diesmal übers Kochen und Essen, spekulieren ließ. Nicht nur, dass die einzelnen Titel des Albums umbenannt wurden (z. B. Küchenjunge, statt Junge oder Schimmelblau statt Himmelblau), auch die komplette Diskographie wurde passend zum Thema Kochen geändert, ähnlich dem Löschen von Bela aus der Bandbiographie zur Veröffentlichung von der Single „Dinge von denen“ aus dem Album Geräusch.

Die Verpackung der CD-Version ähnelt einem Pizzakarton und hat ca. die Maße 130 x 130 x 20 mm. Der ebenfalls in einem Pizzakarton erhältlichen Vinyl-Version liegt ein Internetgutschein bei, mit dem der Käufer sich die Lieder kostenlos im MP3-Format (256 kbps) herunterladen kann. Die Schallplatte selbst ist eine Picture-LP, wobei die A-Seite einen Pizzabelag darstellt und die B-Seite einen Pizzaboden. Die 7″-Bonus-EP stellt eine Tomatenscheibe dar.

Die Bonus-EP verfügt zusätzlich über den Hidden Track „Nimm es wie ein Mann (a.k.a Kurt Cobain)“, welcher sich auf der CD vor dem eigentlich ersten Stück befindet bzw. beim MP3-Download als vierter Song der EP erscheint. Auf der Vinyl-Version befindet sich der Hidden Track auf der B-Seite nach dem dritten Titel. Quelle: wikipedia)

PizzapackungAAber damit noch nicht genug:

Zur Tournee „Es wird eng“ und „jazzfäst“ verkauften die Ärzte exklusiv für 7,00 € eine CD, welche eine alternative Version des Albums ist, die den Titel „Jazz ist anders Economy“ trägt. Hierbei handelt es sich um eine Version des Albums, die die Ärzte unter Live-Bedingungen im Proberaum einspielten und dabei sowohl Melodien als auch Texte massiv veränderten.[8] Neben den – wie auch auf dem originalen Album enthaltenen – 16 Titeln findet sich ein kurzer Hidden Track auf dem Album, bei dem es sich um eine Kurzfassung des Liedes „Was hat der Junge doch für Nerven“ handelt. (Quelle: wikipedia)

Booklet05A

Jetzt aber endlich zur Musik:

„Es war derart viel von einer Krise der Ärzte zu lesen, dass mancher gleich den Marburger Bund einschalten wollte. Verschwörungstheoretiker wähnten „Jazz ist anders“ nach langer Pause und diversen Nebenjobs bereits als Schwanengesang. Ein Kollege vom Musikexpress fühlte sich sogar dazu hingerissen, den Beatles-Vergleich zu zücken: Das elfte Album der Ärzte sei ihr „Let it be“, mit Songs so hingebungsvoll romantisch und sowieso voller Anspielungen auf das baldige Ende. „Vorbei ist vorbei.“ Und dann steckt auf der Bonus-Tomate im Pizzakarton von „Jazz ist anders“ auch noch ein Lied titels „Wir waren die Besten“. Das Präteritum als Abschied.

Doch, Moment! Bonus-Tomate? Pizzakarton? Genau, schon das Artwork des elften Albums von Die Ärzte albert herum, als hätte es seit „Geräusch“ keine vier Jahre gut gefüllter Pause gegeben. Da muß niemand erst warm laufen, das zündet direkt. Der gestandene Ärzte-Hörer wird es sogar verkraften, dass die Berliner es vom Start weg überraschend ernst meinen. Ob es die hoffnungsfrohe Melancholie von „Himmelblau“ ist oder das selbstbewusste „Lied vom Scheitern“ – Ironie ist anders. Moll sind die Akkorde, und die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber natürlich mogeln sich die Debilitäten dann doch wieder hinterrücks in die Texte: „Ich bin immer dann am besten / Wenn mir keiner ins Regal pisst.“

Die Zielgruppenbefriedigung auf „Jazz ist anders“ geht eben so: Rod gibt sich „Breit“, Bela sieht zu „Hämoglobin, Weib und Gesang“ ein „Licht am Ende des Sarges“, und Farin hüpft Ballermann-kompatibel durch „Lasse redn“. Denn dort lauert zwischen Elektronikzwitschern und den abstrusen Verleumdungen der lieben Nachbarn eine ewige Wahrheit: „Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild / Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht / Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht.“

Die neue Ernsthaftigkeit, die sich schon im wunderbaren „Junge“ Gedanken über die Zukunft macht, war schon auf „Geräusch“ keineswegs ein schicker Ersatz fürs Erwachsenwerden. Die eingebauten Hintertürchen zeigen einen dritten Weg jenseits von Ha-Ha-Lustigkeit und Düsseldorfer Betroffenheit. Da ist eben eine mörderische Tragödie wie „Nur einen Kuss“ ebenso möglich wie die bittere Beziehungsabrechnung „Heulerei“ oder das selbstmitleidige „Living hell“. Und weil aus dem Nebenher wieder ein Miteinander geworden ist, passen die Songs zueinander wie Arsch auf Eimer.

Die Lust steckt nämlich in den Details. Im Zappelfunk von „Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend)“ mit seinem herrlichen „Pflegeleicht“-Refrain, im Schallala-Kitsch von „Niedliches Liebeslied“ oder im tollwütigen Kreischen der herrlichen Raubkopiererbestrafungsphantasie „Tu das nicht“: „Und es läuft keine Musik auf Deiner Beerdigung / So.“ Aber „Jazz ist anders“ ist ohnehin viel zu lebendig für den Friedhof. „Dracula wohnt nicht mehr hier / Hier gibt’s nur noch den lustigen Vampir.“ Jetzt muss sich nur noch die Schinkenformscheibe aus dem neuen Die-Türen-Album mit der Tomate von „Jazz ist anders“ vermählen. Alles wird guten Appetit.“ (Oliver Ding)

Nicht verschwiegen werden soll allerdings auch, dass die webnsie laut.de zu einem ganz anderem Urteil kommt.

Mir ist das eher wurscht, denn ich gehöre eh nicht zur Zielgruppe dieser Band. Aber dennoch: Die Ärzte bleiben eine ganz schön schwergewichtige Formation unter dem deutschen Himmel.

Aber jetzt beschäftige ich mich dann doch lieber mit der 4. Folge der Edition „Swing tanzen verboten“.

DieÄrzte02

Besetzung:
Bela B. (Dirk Felsenheimer) (drums, vocals, guitar)
Rodrigo González (bass, vocals, guitar, piano)
Farin Urlaub (Jan Vetter) (vocals, guitar, bass)

DieÄrzte01

Titel:
01. Himmelblau (Urlaub) 3.16
02. Lied vom Scheitern (Felsenheimer) 3.29
03. Breit (Urlaub/González) 3.14
04. Lasse redn (Urlaub) 2.49
05. Die ewige Maitresse (González/Felsenheimer) 2.24
06. Junge (Urlaub) 3.07
07. Nur einen Kuss (Urlaub) 4.25
08. Perfekt (Felsenheimer) 2.35
09 . Heulerei (Urlaub) 2.13
10. Licht am Ende des Sarges (Felsenheimer) 2.47
11, Niedliches Liebeslied (González/Felsenheimer) 3.40
12. Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend) (Urlaub) 2.13
13. Allein (Urlaub) 3.50
14. Tu das nicht (Felsenheimer) 3.52
15. Living Hell (Urlaub) 3.41
16. Vorbei ist vorbei (Urlaub) 3.04
17.  Nimm es wie ein Mann (a.k.a. Kurt Cobain) (Felsenheimer/González) 1.54

+ die EP:

18. Wir sind die Besten (Urlaub) 2.29
19. Wir waren die Besten (Felsenheimer) 4.14
20. Wir sind die Lustigsten (González) 4.35

CDA

*
**

Vogelfrei – Stiefeljungs – Lieder 1984 – 1989 (1999)

FrontCover1Jetzt gibt´s was auf die Ohren … Anfangs dachte ich ja, hier handelt es sich um eine Art „rechte Rockmusik“ … und die hätte dann den Weg in diesen blog definitiv nicht gefunden. Aber nein, „Vogelfrei“ kommen aus einer anderen Ecke:

Wenn man den Namen Vogelfrei hört, denkt manch einer spontan an Mittelalterrock, wie ihn Subway To Sally und In Extremo früher fabrizierten. Dabei haben Sänger und Gitarrist Ricky Alex und Drummer Steve Rabe im Frühjahr 1992 ganz anderes in Sinn, als sie die Band in Torgau gründen: Punkrock.Wenn man den Namen Vogelfrei hört, denkt manch einer spontan an Mittelalterrock, wie ihn Subway To Sally und In Extremo früher fabrizierten. Dabei haben Sänger und Gitarrist Ricky Alex und Drummer Steve Rabe im Frühjahr 1992 ganz anderes in Sinn, als sie die Band in Torgau gründen: Punkrock.
Zu der Zeit heißt die Band allerdings noch Parole Lärm und da sich keine feste Bandbesetzung finden lässt, bleiben Konzerte vorerst nur ein Traum. Als sich bis 1998 immer noch nichts an diesem Zustand ändert, gehen beide eben allein ins Studio, um dort die in der Zeit zwischen 1994 und 1998 entstandenen Lieder aufzunehmen.
Im Sommer 1999 stößt mit Krystian Furmanek endlich ein passender Bassist dazu und im selben Jahr erscheint das Debüt „Stiefeljungs Lieder 1994-1998“ über Asphalt Records. Aufgrund des Titels, der deutschen Texte und eines Druckfehlers auf der LP (dort steht „Lieder 1984-1998“) finden sich Vogelfrei schnell in einer letztendlich haltlosen Diskussion um rechtsradikale Hintergründe wieder, da sie ebenfalls dem Oi-Punk entstammen.

Vogelfrei01
Mit Thomas Richter holen sie sich einen zweiten Gitarristen in die Band und trauen sich endlich auch live auf die Bretter. Gleichzeitig arbeiten sie am zweiten Album „Mutmacher“, das Anfang 2002 erscheint und dem eine ganze Reihe an Konzerten folgt. Zwar verlassen Krystian und Thomas Vogelfrei bald wieder, doch Ricky und Steve arbeiten konsequent weiter.

Auf der EP „Irgendwohin“ ist Gitarrist Daniel Reinhardt mit dabei und nachdem Basser Dirk Sickert das Line-Up aufgestockt hat, legen sie 2004 „Zwischen Sehnsucht Und Rebellion“ in die Regale. Kurz nach der Veröffentlichung ist jedoch Schluss mit Vogelfrei, da Ricky mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat und auch die vielen Besetzungswechsel wenig Spaß machen.

Booklet01A

Über drei Jahre liegt die Band auf Eis, doch im Frühjahr 2008 steht Ricky mit Drummer Carsten Müller zum ersten Mal im Proberaum. Wie nicht anders zu erwarten, klingen die Songs von Ricky immer noch zu 100 Prozent nach Vogelfrei. „Der Dämmerung Entgegen“ erscheint Mitte Mai 2011 über Street Justice Records und knüpft nahtlos an die Vorgänger-Scheiben an. (Quelle: laut.de)

Vogelfrei02

Hier also ihr Debütalbum mit den falschen Jahreszahlen … vielleicht typisch für so eine Punkproduktion.

Stilistisch bewegt sich die Band zwischen Punk und Oi (was das genau ist, habe ich noch nicht kapiert, ist mir aber auch nicht so wichtig).

Es ist Musik von zornigen jungen Männern … die mit vielem, wenn nicht gar mit allem unzufrieden sind:

Alles was ich nicht machen will
ist verschenkte Zeit für mich
Für die Freiheit braucht man Geld
Und das habe ich nicht

Nun ja, über diese Aussage könnte man trefflich streiten.
Diese Punk-Attitüden sind mir eher fremd (na ja, man wird halt älter) … aber seien wir mal ehrlich. Frühere Bands wie die MC5 oder Stooges traten schon auch mit ähnlichen Inhalten auf … wenngleich mir bei etlichen Texten die latent gewaltbereite Stimmung auf den Sack geht.

Und  … Ich frag mich grad mal wieder, was aus den Jungs gewworden ist … denn ihr Revival aus dem Jahr 2013 war nur von kurzer Dauer … leben sie nun auch angepasst oder was ?

BackCover1

Besetzung:
Ricky Alex (guitar, vocals)
Alfons Horvinek (bass)
Stev Rabe (drums)

Booklet03A

Titel:
01. Intro 0.32
02. Parole Spass 2.05
03. Er hat gelernt zu kämpfen 2.58
04. Verschenkte Zeit 2.36
05. Bullenflut 3.08
06. Stiefeljungs 3.04
07. Partylied 2.35
08. Entäuschung 2.21
09. Dieses Leben 2.37
10. Immer zu dir stehen 2.33
11. Unrecht 2.59
12. Widerstand 2.54
13. Ich stehe auf 2.50

Musik und Texte: Ricky Alex

CD1

*
**