Verschiedene Interpreten – Cross Over Ball – Kicks `n Tracks (2010)

FrontCover1Selten fand´ ich ne CD, die mich eigentlich musikalisch so gut wie gar nicht anspricht, derart sympathish wie eben diese.

Und um was geht´s hier denn eigentlich:

„Nach dem großem Erfolg der „Soundwahl“ CD (Musik für Demokratie) startete die Kreuzberger Musikalische Aktion e.V. in der Region Berlin-Brandenburg das neue Musikprojekt – den „Cross Over Ball“ – und produziert mit finanzieller Unterstützung des Landespräventionsrats Sicherheitsoffensive Brandenburg (vom Ministerium des Inneren, Potsdam) den Crossover CD-Sampler Kicks ´n Tracks. Die WM 2010 in Südafrika und die Frauen WW 2011 in Deutschland sind dafür ein guter Anlass.

Durch die Verbindung des Sports mit der Musikszene stellt „Cross Over Ball“ eine ideale Plattform dar, um den „Spirit“ des Fußballs von Fairness und Toleranz zu transportieren und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. So bunt wie unsere Fußballnationalmannschaft ist auch unser Land: „Wir alle sind Deutschland !“

Werbeplakat

Werbeplakat

Und so erfolgte dann der Aufruf zu diesem Contest im Internet:
„Frei nach diesem Motto steht das CrossOverBall Projekt 2010 in den Startlöchern. Die Verbindung zwischen Streetsoccer und diversen Funsportevents mit einem Nachwuchsbandcontest – DAS IST CROSSOVERBALL

 Wir rufen junge Brandenburger und Berliner auf, einen Song zum Thema Fussball, Fairness und Toleranz zu schreiben und sich online zu bewerben.

 Aus den besten Musikstücken werden wir die Kicks’nTracks Compilation auskoppeln und Eure Stücke in einem professionellen Tonstudio gemeinsam aufnehmen. Der Sampler wird dann kostenlos an Schulen und Jugendclubs verteilt und im Internet zum download bereitstehen.“

Moorscheune

Die Moorscheune in Boberow

Und es wurde wohl gespielt, was das Zeug hält … und der Contest wurde dann auch standesgemäß abgeschlossen und die angekündigte CD entsprechend gewürdigt:Und die so angekündigte Veranstaltung fand dann am 10.09.2010 in der Moorscheune in Boberow 10.09.2010 statt. Der dortige Kreisjugendring war organisatorisch ebenfalls sehr aktiv.

Jetzt ist das Ergebniss also offiziell, die Gewinner des CrossOverBall BandContests stehen fest. Am 27. Januar 2011 haben wir in der fabrik in Potsdam unsere Record Release Party gefeiert. 5000 Sampler wurden gepresst und werden nun kostenlos verteilt. Im Internet wird ab sofort das Album zum kostenlosen Download angeboten.

Das Album bietet mit seinen 13 Tracks einen guten Mix mit engagierten Texten zu Rocksounds, Hiphop Beats, Jazz und Skatepunk.

Erst die zahlreich beteiligten Künstler und Bands haben mit ihrem beigesteuerten Song diese gelungene Mischung ermöglicht.

Konzertplakat1Die von der Geschäftsleitung der Kreuzberger Musikalischen Aktion e.V. ausgelobten Sonderpreise wurden am Abend der Record Release Party auf der Bühne verliehen. Die vielfältigen und unterschiedlichen Beiträge erschwerten uns die Auswahl, sodass auch nur ein Punkt entscheiden konnte.

1. Platz Jazzica Nabis

2. Platz Die Monstaaa

3. Platz BeckMaaKon

4. Platz Nero

Herzlichen Glückwunsch!

Abschließend bedanken wir uns an dieser Stelle bei allen beteiligten Bands, Musikern und unserem gesamten Team für die vielen positiven und erinnerungswerten Konzert-Abende und für das Engagement für Fairness und Toleranz.

Ohne Euch kein Sampler  – und kein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Gewalt!

DANKE!“

Und hier kann man nun das Ereignis nochmals nachhören …

Wie gesagt: als „Oldtimer“ fehlt mir der Zugang zu dieser Musik (jedenfalls überwiegend), aber würdigen wollte ich dieses engagierte Projekt hier schon mal … davon brauchen wir ganz sicher mehr in unserem Land, wo die braune Brut immer dreister wird …

Und weitere Infos gibt´s dann auf der website dieser Initiative.

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Titel:
01. Cross Beatbox ft. Felix Gebauer: Intro 1.04
02. M!B Crew: Liebe zur Musik 2.39
03. White Prinzess & Famee: Reicht uns eure Hand 4.08
04. Im:puls: Ich weiß wie, aber warum ? 4.27
05. Lukas Volkmann: Erinner dich ! 3.08
06. BeckMaakon: Einer von ihnen 3.23
07. Die Monstaaa: Gemeinsam rockt ! 4.52
08. Special Gäst: Ein Ball 3.31
09. Show Off Freaks: Wie das Leben spielt 3.03
10. [pi!]: Sag mir wie 4.02
11. Jazzica Nabis: Stell dir vor 2.55
12. BlutgruppeZwölf20: Lass uns darüber reden 5.37
13. Nero [DAB Crew]: Was !? 2.49
14. Cross Beatbox ft. Johnny Strange: Hier brennt die Luft 3.15

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Die Ärzte – Live in München ’94 (1994)

FrontCover1Keine Frage: die deutsche (Punk-) Rockmusik wäre ohne „Die Ärzte“ deutlich ärmer. Es gibt sie bis heute, allerdings hatten sie sich 1988 schon mal getrennt, aber …

1993 beschlossen Bela B. und Farin Urlaub zusammen mit dem Depp-Jones-Gitarristen Rodrigo González am Bass die Neugründung der Band. Ihre neue Plattenfirma suchten sie mit einer ganzseitigen Anzeige („Beste Band der Welt sucht Plattenfirma“) in der Zeitschrift Musik Markt. Somit konkurrierten einige Plattenfirmen um das beste Angebot, die Ärzte entschieden sich für Metronome. Außerdem erwarb Bela bei der Beckenfirma Paiste einen Endorsement-Vertrag, der ihm das Produkt für Konzerte, Proben und Aufnahmen zusicherte. Durch Rodrigo lernte Farin den Gitarrenbauer Thomas Harm kennen, der für ihn Gitarren als Unikate nach seinen Vorstellungen anfertigte. Es wurde das Album Die Bestie in Menschengestalt aufgenommen, mit dem die Rückkehr der Ärzte gelang. Die erste Singleauskopplung Schrei nach Liebe griff den aufkeimenden Rechtsextremismus im vereinten Deutschland auf. Zwischen Oktober 1993 und August 1994 spielten sie zunächst auf der Plugged-Tour und anschließend auf der namentlich an den Sat.1-Film-Film angelehnten Tour Tour insgesamt 155 Konzerte.

TicketUnd eins dieser Konzerte führten sie nach München, wo sie in der damals sehr beliebten TV-Sendung „Live aus dem Alabama“ auftraten. Und natürlich wurde dieser Mitschnitt überall mitgeschnitten und so kam es, wie es kommen sollte: Ein Bootleg von diesem Auftritt erschien.

Dazu muss man aber wissen, dass die Ärzte zu bootlegs ein ziemlich entspanntes Verhältnis haben. Es gibt da sogar eine Seite im Internet (kill-them-all), wo man sich tonnenweise mit Bootlegs von dieser Band versorgen können. Die Philosopie der Macher dieser Seite:

„Kill-Them-All wird von den die Ärzte unterstützt, um Bootleggern das Handwerk zu legen bzw. deren Geschäft zu vermiesen. Kill-Them-All soll Euch nicht als Anreiz dienen Konzerte mitzuschneiden. Mitschneiden ist und bleibt auch auf die Ärzte-Konzerten verboten. Wer ein Konzert mitschneidet, macht das immer auf eigene Gefahr und muss mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Genauso sind Anfragen bei HAR bzw. Medienanstalten nach Aufnahme-Erlaubnissen o.Ä. zwecklos und ohne Erfolgsaussicht.“

Die Macher der eben Seite schreiben über diese Aufnahme:

„Enthält einen TV-Mitschnitt des Konzertes in der Alabamahalle, München am 07.03.1994, der im Rahmen der Show „Live aus dem Alabama“ übertragen wurde. „Schrei nach Liebe“ stammt nicht von der TV-Übertragung, sondern von einem Publikumsmitschnitt.“ (Schade, denn „Schrei nach Liebe“ ist für wohl einer der bedeutendsten Ärzte-Songs !)

Und wir bekommen, was wir verdienen, wenn wir uns die Ärzte anhören: Überdrehter Brachial-Rock vom Feinsten !

Und dass diese CD auf dem „Destroy Racism Records“ Label erschien, ist dann noch das geniale Sahnehäubchen zu diesem Album !

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03.1994 – Bravo, „Bei den Ärzten tobt der Wahnsinn!“, Konzertbericht

Besetzung:
Bela B. (drums, vocals)
Rodrigo González (bass, vocals)
Farin Urlaub (guitar, vocals)

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Titel:
01. Radio brennt (Urlaub/Bela B) 3.09
02. Außerirdische (mit My Generation) (Urlaub/Townshend) 2.38
03. Deutschrockgirl (Urlaub/Bela B) 2.26
04. Du willst mich küssen (Urlaub) 5.34
05. Schopenhauer (Urlaub) 1.12
06. 2000 Mädchen (Urlaub/Bela B) 4.04
07. Mach die Augen zu (Urlaub) 4.21
08. Hey Huh (in Scheiben) (Urlaub/Bela B) 2.14
09. Ohne dich (Urlaub) 2.21
10. Ansage 0.42
11. Sweet Sweet Gwendoline (Urlaub) 2.33
12. Omaboy (Bela B)
13. Quark (Urlaub) 4.22
14. Alleine in der Nacht (Bela B) 3.09
15. Elke (Urlaub) 2.40
16. Schrei nach Liebe (Urlaub/Bela B) 3.12

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Noxious Noises – Bazar (1995)

FrontCover1Tja, viel Infos konnte ich zu dieser Punk/Metall Band (oder wie auch immer man diese Art der Musik bezeichnen möchte) nicht zusammentragen. Google jedenfalls kann nicht wirklich erhellendes zu dieser Band präsentieren.

Sie kamen wohl  aus München und nachdem sie ja diese CD mit insgesamt 6 Titel als Privatpressung veröffentlichten, kann man getrost davon ausgehen, dass sie damals (also 1995) einen gewissen Fan-Kreis hatten.

Geboten wird ein Sound, der wahrlich nicht für jedermans Ohren geeignet ist.Wenn man es mal positiv formulieren will: ambitionierter Punk-Metall mit wuchtigen, dumpfen Bässen und ekstatischem Gesang … andere würden die Musik wohl eher als hölzern und banal abtun.

Soll jeder für sich entscheiden.

Ne Rarität ist diese CD allemal, wie gesagt, man findet über „Noxious Noises“ nichts im Netz. Es gibt zwar eine gleichnamige Combo (mit facebook-Aufritt), aber die stammt aus Chemnitz …

Zumindest habe ich inzwischen herausbringen können, dass die Jung dann 1007 unter dem Namen „KAFF-R“ einen weiteren Tonträger (ne MC) veröffentlichten.

Aber, wir wissen nun, wenn die Jungs von „Noxious Noises“ damals grüßen wollten:

Grüße

Und wir wissen auch, dass die Band einen verzweifelten Appell an ihre Fans gerichtet haben:

Appell

Nun, da mag man sagen: Ganz schön blauäugig … ich vermute mal, dass auch in dieser Szene, Privatkopien gerne und oft weitergereicht werden. Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (Walter Benjamin, 1935) nimmt sich diesem Thema auch an.

So, genug der Worte, lasst die Musik erklingen. Und wie gesagt: nix für zartbesaitete …

NoxiousNoises

Besetzung:
Stefan Schilly Berlak (guitar)
Alex Haas (bass)
Florian Höttz Hüttl (vocals)
Christoph Merkele (drums)

Booklet1Titel:
01. Agression 5.04
02. Aliens II 6.02
03. Kill Your Gods 5.28
04. Fluchtpunkt 5.09
05. Sommertagstraum 6.29
06: Samstag Nacht 3.25

Musik + Texte: Stefan Schilly Berlak – Alex Haas – Florian Höttz Hüttl  – Christoph Merkele

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SigniertesFoto

Und hier noch ein signiertes Foto de Band

Emscherkurve 77 – Wurzeln, Seele, Elternhaus + Genug zu tun (2014)

frontcover1Mir ist da neulich ne Single über den Weg gelaufen … da wusste ich anfangs nur die Stichworte „Ruhrpott“ und „Punk“:

Emscherkurve 77 ist eine 2000 in Oberhausen gegründete Streetpunk-Band. Das Titellied ihrer ersten CD, Die Macht vom Niederrhein (basierend auf dem Song No Surrender von Bruce Springsteen), ist seit 2001 die offizielle Einlaufmusik des SC Rot-Weiß Oberhausen, die zu Beginn der ersten Halbzeit gespielt wird. Im Jahr 2011 komponierte Emscherkurve 77 eine neue Stadionhymne „Rot-Weiß Oberhausen“, die zu Beginn der zweiten Halbzeit gespielt wird. In ihren Texten geht es um Spaß, Lebensfreude, den Fußball und das Leben im Ruhrgebiet sowie den Alltag des kleinen Mannes. (Quelle: wikipedia)

Da nenn´ ich kurz und knapp …. die Bandgeschichte erscheint mir allerdings wesentlich facettenreicher … immerhin haben die Jungs mittlerweile schon gut 18 Jahre auf dem Buckel.

Hier ein für ne Punkband eher überraschendes Lied … quasi ne Hymne auf die eigene Heimat … passt so erstmal nicht zum dem Klischee …

emscherkurve77

Aber: der Song hat was (nicht nur textlich; auch die Musik knallt so richtig rein) und auch wenn ich mal wieder nicht zur Zielgruppe gehöre … dafür gibt es ein par Sympathiepunkte und das Versprechen, mich mal ein wenig intensiver mit diesen Burschen zu beschäftigen.

Kleiner Nachtrag: Diese Single soll angeblich auf 333 Stück limitiert gewesen sein (davon 200 in schwarzem und 133  rotem Vinyl) … Na ja …

Und dann gibt´s noch einen feinen Video-Clip zu diesem Song (mit stimmungsvollen Filmsequenzen aus dem Ruhrgebiet – siehe unten).

Aber von wem diese salbungsvollen Worte am Anfang von „Wurzeln, Seele, Elternhaus“ stammen, habe ich noch nicht heraus bekommen.

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Besetzung:
Alex (drums)
Daniel (guitar, vocals)
Marc (bass)
Marcel (guitar, vocals)
Spiller (vocals)

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Titel:
01. Wurzeln, Seele, Elternhaus 4.10
02. Genug zu tun 3.06

Musik und Texte: Alex – Daniel – Marc – Marcel – Spiller (vocals)

singles

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Siehst du die Stadt, die Straßen ihre Steine.
Sie erzählen eine Geschichte, jeder Weg hat seine eigene.
Ja hier bist du zu Haus, ja hier kennst du dich aus.
Deine Wurzeln, deine Seele und dein Elternhaus.

Da ist ein Ort, mal ist er nah mal weit entfernt.
Du kennst ihn auch, du hast das Leben hier gelernt.
Nenn du es Stadt, ich nenne es Heimat.
Das Fleckchen Erde das ein jeder gerne hat.

Hier atmest du die Zukunft und das jetzt.
Liefst singend durch die Gassen, mal gesund und mal verletzt.
Wohin wird dich dein Weg führen? Wie wird es weiter gehen? Es gibt nur eins, gewinnen und verlieren.

Da ist ein Ort, mal ist er nah mal weit entfernt.
Du kennst ihn auch, du hast das Leben hier gelernt.
Nenn du es Stadt, ich nenne es Heimat.
Das Fleckchen Erde das ein jeder gerne hat.

 

Die Ärzte – Jazz ist anders (2007)

FrontCover1Mit diesem Album wollten es Die Ärzte wohl wieder mal wissen. Auf jeden Fall war der Promotionsaufwand für diese Scheibe ganz schön enorm.

Zur Promotion wurde das Album vor der Veröffentlichung mit „Jazz isst anders“ betitelt, was einige Fans über ein zweites Konzeptalbum nach Le Frisur, diesmal übers Kochen und Essen, spekulieren ließ. Nicht nur, dass die einzelnen Titel des Albums umbenannt wurden (z. B. Küchenjunge, statt Junge oder Schimmelblau statt Himmelblau), auch die komplette Diskographie wurde passend zum Thema Kochen geändert, ähnlich dem Löschen von Bela aus der Bandbiographie zur Veröffentlichung von der Single „Dinge von denen“ aus dem Album Geräusch.

Die Verpackung der CD-Version ähnelt einem Pizzakarton und hat ca. die Maße 130 x 130 x 20 mm. Der ebenfalls in einem Pizzakarton erhältlichen Vinyl-Version liegt ein Internetgutschein bei, mit dem der Käufer sich die Lieder kostenlos im MP3-Format (256 kbps) herunterladen kann. Die Schallplatte selbst ist eine Picture-LP, wobei die A-Seite einen Pizzabelag darstellt und die B-Seite einen Pizzaboden. Die 7″-Bonus-EP stellt eine Tomatenscheibe dar.

Die Bonus-EP verfügt zusätzlich über den Hidden Track „Nimm es wie ein Mann (a.k.a Kurt Cobain)“, welcher sich auf der CD vor dem eigentlich ersten Stück befindet bzw. beim MP3-Download als vierter Song der EP erscheint. Auf der Vinyl-Version befindet sich der Hidden Track auf der B-Seite nach dem dritten Titel. Quelle: wikipedia)

PizzapackungAAber damit noch nicht genug:

Zur Tournee „Es wird eng“ und „jazzfäst“ verkauften die Ärzte exklusiv für 7,00 € eine CD, welche eine alternative Version des Albums ist, die den Titel „Jazz ist anders Economy“ trägt. Hierbei handelt es sich um eine Version des Albums, die die Ärzte unter Live-Bedingungen im Proberaum einspielten und dabei sowohl Melodien als auch Texte massiv veränderten.[8] Neben den – wie auch auf dem originalen Album enthaltenen – 16 Titeln findet sich ein kurzer Hidden Track auf dem Album, bei dem es sich um eine Kurzfassung des Liedes „Was hat der Junge doch für Nerven“ handelt. (Quelle: wikipedia)

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Jetzt aber endlich zur Musik:

„Es war derart viel von einer Krise der Ärzte zu lesen, dass mancher gleich den Marburger Bund einschalten wollte. Verschwörungstheoretiker wähnten „Jazz ist anders“ nach langer Pause und diversen Nebenjobs bereits als Schwanengesang. Ein Kollege vom Musikexpress fühlte sich sogar dazu hingerissen, den Beatles-Vergleich zu zücken: Das elfte Album der Ärzte sei ihr „Let it be“, mit Songs so hingebungsvoll romantisch und sowieso voller Anspielungen auf das baldige Ende. „Vorbei ist vorbei.“ Und dann steckt auf der Bonus-Tomate im Pizzakarton von „Jazz ist anders“ auch noch ein Lied titels „Wir waren die Besten“. Das Präteritum als Abschied.

Doch, Moment! Bonus-Tomate? Pizzakarton? Genau, schon das Artwork des elften Albums von Die Ärzte albert herum, als hätte es seit „Geräusch“ keine vier Jahre gut gefüllter Pause gegeben. Da muß niemand erst warm laufen, das zündet direkt. Der gestandene Ärzte-Hörer wird es sogar verkraften, dass die Berliner es vom Start weg überraschend ernst meinen. Ob es die hoffnungsfrohe Melancholie von „Himmelblau“ ist oder das selbstbewusste „Lied vom Scheitern“ – Ironie ist anders. Moll sind die Akkorde, und die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber natürlich mogeln sich die Debilitäten dann doch wieder hinterrücks in die Texte: „Ich bin immer dann am besten / Wenn mir keiner ins Regal pisst.“

Die Zielgruppenbefriedigung auf „Jazz ist anders“ geht eben so: Rod gibt sich „Breit“, Bela sieht zu „Hämoglobin, Weib und Gesang“ ein „Licht am Ende des Sarges“, und Farin hüpft Ballermann-kompatibel durch „Lasse redn“. Denn dort lauert zwischen Elektronikzwitschern und den abstrusen Verleumdungen der lieben Nachbarn eine ewige Wahrheit: „Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild / Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht / Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht.“

Die neue Ernsthaftigkeit, die sich schon im wunderbaren „Junge“ Gedanken über die Zukunft macht, war schon auf „Geräusch“ keineswegs ein schicker Ersatz fürs Erwachsenwerden. Die eingebauten Hintertürchen zeigen einen dritten Weg jenseits von Ha-Ha-Lustigkeit und Düsseldorfer Betroffenheit. Da ist eben eine mörderische Tragödie wie „Nur einen Kuss“ ebenso möglich wie die bittere Beziehungsabrechnung „Heulerei“ oder das selbstmitleidige „Living hell“. Und weil aus dem Nebenher wieder ein Miteinander geworden ist, passen die Songs zueinander wie Arsch auf Eimer.

Die Lust steckt nämlich in den Details. Im Zappelfunk von „Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend)“ mit seinem herrlichen „Pflegeleicht“-Refrain, im Schallala-Kitsch von „Niedliches Liebeslied“ oder im tollwütigen Kreischen der herrlichen Raubkopiererbestrafungsphantasie „Tu das nicht“: „Und es läuft keine Musik auf Deiner Beerdigung / So.“ Aber „Jazz ist anders“ ist ohnehin viel zu lebendig für den Friedhof. „Dracula wohnt nicht mehr hier / Hier gibt’s nur noch den lustigen Vampir.“ Jetzt muss sich nur noch die Schinkenformscheibe aus dem neuen Die-Türen-Album mit der Tomate von „Jazz ist anders“ vermählen. Alles wird guten Appetit.“ (Oliver Ding)

Nicht verschwiegen werden soll allerdings auch, dass die webnsie laut.de zu einem ganz anderem Urteil kommt.

Mir ist das eher wurscht, denn ich gehöre eh nicht zur Zielgruppe dieser Band. Aber dennoch: Die Ärzte bleiben eine ganz schön schwergewichtige Formation unter dem deutschen Himmel.

Aber jetzt beschäftige ich mich dann doch lieber mit der 4. Folge der Edition „Swing tanzen verboten“.

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Besetzung:
Bela B. (Dirk Felsenheimer) (drums, vocals, guitar)
Rodrigo González (bass, vocals, guitar, piano)
Farin Urlaub (Jan Vetter) (vocals, guitar, bass)

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Titel:
01. Himmelblau (Urlaub) 3.16
02. Lied vom Scheitern (Felsenheimer) 3.29
03. Breit (Urlaub/González) 3.14
04. Lasse redn (Urlaub) 2.49
05. Die ewige Maitresse (González/Felsenheimer) 2.24
06. Junge (Urlaub) 3.07
07. Nur einen Kuss (Urlaub) 4.25
08. Perfekt (Felsenheimer) 2.35
09 . Heulerei (Urlaub) 2.13
10. Licht am Ende des Sarges (Felsenheimer) 2.47
11, Niedliches Liebeslied (González/Felsenheimer) 3.40
12. Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend) (Urlaub) 2.13
13. Allein (Urlaub) 3.50
14. Tu das nicht (Felsenheimer) 3.52
15. Living Hell (Urlaub) 3.41
16. Vorbei ist vorbei (Urlaub) 3.04
17.  Nimm es wie ein Mann (a.k.a. Kurt Cobain) (Felsenheimer/González) 1.54

+ die EP:

18. Wir sind die Besten (Urlaub) 2.29
19. Wir waren die Besten (Felsenheimer) 4.14
20. Wir sind die Lustigsten (González) 4.35

CDA

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Vogelfrei – Stiefeljungs – Lieder 1984 – 1989 (1999)

FrontCover1Jetzt gibt´s was auf die Ohren … Anfangs dachte ich ja, hier handelt es sich um eine Art „rechte Rockmusik“ … und die hätte dann den Weg in diesen blog definitiv nicht gefunden. Aber nein, „Vogelfrei“ kommen aus einer anderen Ecke:

Wenn man den Namen Vogelfrei hört, denkt manch einer spontan an Mittelalterrock, wie ihn Subway To Sally und In Extremo früher fabrizierten. Dabei haben Sänger und Gitarrist Ricky Alex und Drummer Steve Rabe im Frühjahr 1992 ganz anderes in Sinn, als sie die Band in Torgau gründen: Punkrock.Wenn man den Namen Vogelfrei hört, denkt manch einer spontan an Mittelalterrock, wie ihn Subway To Sally und In Extremo früher fabrizierten. Dabei haben Sänger und Gitarrist Ricky Alex und Drummer Steve Rabe im Frühjahr 1992 ganz anderes in Sinn, als sie die Band in Torgau gründen: Punkrock.
Zu der Zeit heißt die Band allerdings noch Parole Lärm und da sich keine feste Bandbesetzung finden lässt, bleiben Konzerte vorerst nur ein Traum. Als sich bis 1998 immer noch nichts an diesem Zustand ändert, gehen beide eben allein ins Studio, um dort die in der Zeit zwischen 1994 und 1998 entstandenen Lieder aufzunehmen.
Im Sommer 1999 stößt mit Krystian Furmanek endlich ein passender Bassist dazu und im selben Jahr erscheint das Debüt „Stiefeljungs Lieder 1994-1998“ über Asphalt Records. Aufgrund des Titels, der deutschen Texte und eines Druckfehlers auf der LP (dort steht „Lieder 1984-1998“) finden sich Vogelfrei schnell in einer letztendlich haltlosen Diskussion um rechtsradikale Hintergründe wieder, da sie ebenfalls dem Oi-Punk entstammen.

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Mit Thomas Richter holen sie sich einen zweiten Gitarristen in die Band und trauen sich endlich auch live auf die Bretter. Gleichzeitig arbeiten sie am zweiten Album „Mutmacher“, das Anfang 2002 erscheint und dem eine ganze Reihe an Konzerten folgt. Zwar verlassen Krystian und Thomas Vogelfrei bald wieder, doch Ricky und Steve arbeiten konsequent weiter.

Auf der EP „Irgendwohin“ ist Gitarrist Daniel Reinhardt mit dabei und nachdem Basser Dirk Sickert das Line-Up aufgestockt hat, legen sie 2004 „Zwischen Sehnsucht Und Rebellion“ in die Regale. Kurz nach der Veröffentlichung ist jedoch Schluss mit Vogelfrei, da Ricky mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat und auch die vielen Besetzungswechsel wenig Spaß machen.

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Über drei Jahre liegt die Band auf Eis, doch im Frühjahr 2008 steht Ricky mit Drummer Carsten Müller zum ersten Mal im Proberaum. Wie nicht anders zu erwarten, klingen die Songs von Ricky immer noch zu 100 Prozent nach Vogelfrei. „Der Dämmerung Entgegen“ erscheint Mitte Mai 2011 über Street Justice Records und knüpft nahtlos an die Vorgänger-Scheiben an. (Quelle: laut.de)

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Hier also ihr Debütalbum mit den falschen Jahreszahlen … vielleicht typisch für so eine Punkproduktion.

Stilistisch bewegt sich die Band zwischen Punk und Oi (was das genau ist, habe ich noch nicht kapiert, ist mir aber auch nicht so wichtig).

Es ist Musik von zornigen jungen Männern … die mit vielem, wenn nicht gar mit allem unzufrieden sind:

Alles was ich nicht machen will
ist verschenkte Zeit für mich
Für die Freiheit braucht man Geld
Und das habe ich nicht

Nun ja, über diese Aussage könnte man trefflich streiten.
Diese Punk-Attitüden sind mir eher fremd (na ja, man wird halt älter) … aber seien wir mal ehrlich. Frühere Bands wie die MC5 oder Stooges traten schon auch mit ähnlichen Inhalten auf … wenngleich mir bei etlichen Texten die latent gewaltbereite Stimmung auf den Sack geht.

Und  … Ich frag mich grad mal wieder, was aus den Jungs gewworden ist … denn ihr Revival aus dem Jahr 2013 war nur von kurzer Dauer … leben sie nun auch angepasst oder was ?

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Besetzung:
Ricky Alex (guitar, vocals)
Alfons Horvinek (bass)
Stev Rabe (drums)

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Titel:
01. Intro 0.32
02. Parole Spass 2.05
03. Er hat gelernt zu kämpfen 2.58
04. Verschenkte Zeit 2.36
05. Bullenflut 3.08
06. Stiefeljungs 3.04
07. Partylied 2.35
08. Entäuschung 2.21
09. Dieses Leben 2.37
10. Immer zu dir stehen 2.33
11. Unrecht 2.59
12. Widerstand 2.54
13. Ich stehe auf 2.50

Musik und Texte: Ricky Alex

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Die Toten Hosen – Nur zu Besuch – Unplugged im Wiener Burgtheater (2005)

FrontCover1Also … Punkrock und unplugged .. das ist schon ne ganz besondere Kombination … Und nachdem Die Toten Hosen eh nichts auslassen … gab es dann dieses prachtvolle Konzert:

Die Toten Hosen können´s auch ruhig: Nur zu Besuch präsentiert die Düsseldorfer Punkrocker sehr überzeugend im Unplugged-Gewand.

Im edlen Ambiente des Wiener Burgtheaters gingen Campino & Co. am 17. November 2005 ohne massive Verstärkerwände und elektrische Gitarren auf die Bühne, um für ihre Fans und die Kameras von MTV einen bunten Strauß erstklassiger Songs in ungewöhnlichen Versionen zu spielen. Adrenalin-Kicks und wilde Mosh-Pits sucht man hier vergeblich, die Stimmung ist aber dennoch bombastisch, und die Akustik-Arrangements lassen bewährte Hosen-Hits wie „Opel-Gang“, „Hier kommt Alex“, „Wünsch dir was“, „Eisgekühlter Bommerlunder“ oder „Schönen Gruß, auf Wiedersehn“ in gänzlich neuem Licht erstrahlen. Insbesondere die Piano- und Streicher-Parts verleihen den Klassiker-Tracks eine klangliche Vielfalt, die deutlich über die Songstrukturen der Originalversionen hinausgeht. Und als zusätzliche Kaufanreize erwarten den Hörer noch Raritäten wie „The Guns Of Brixton“ oder „Weltmeister“, die sich problemlos zwischen den Gassenhauern behaupten können. (Michael Rensen)

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Die Hosen ohne Strom, anders gut … Als Hosenfan der erste Stunde habe ich mich riesig auf dieses Album gefreut. Hatte mich damals beworben auf ihrer HP für dieses Konzert, leider kein Losglück gehabt. Nun zum Album, es ist ein cooles Feeling die Hosen mal ohne Strom zu hören. Schon der 1. Song Blitzkrieg Bop, lässt keine Zweifel aufkommen die Hosen unplugged, ja es funktioniert. Weitere Highlights sind Opelgang (wunderschöne Umsetzung), Hier kommt Alex (Gänsehaut pur), The Guns Of Brixton, Böser Wolf und Eisgekühlter Bommerlunder (wo Campino den Sinatra macht). Sicherlich fehlen einige Klassiker, aber es durften ja wir Fans abstimmen auf der HP was gespielt wird. Überraschend ist Hand in Hand (von den Beatsteaks) mit denen sie in Argentinien auf Tour waren, also das der Titel dabei ist. Weltmeister ist wieder ein typischer Hosen Song zur Lage der Nation. Gesanglich geht Campino ganz schön ab für ein Unplugged Konzert, war sicher nicht so einfach für ihn, das die Gitarren nicht so krachen. Für Hosenfans hat dieses Album einen Ehrenplatz im Schrank sicher, alle anderen sollten ruhig mal reinhören, es lohnt sich. (T. Nowakam)

Beispiel01A

Ergänzend darf ich vermelden:
Punkrock und unplugged .. das ist schon ne ganz besondere Kombination …  ja … und das klappt auch noch. Die Toten Hosen können auch akustisch Druck ohne Ende machen … und hier hat man auch mal die Möglichkeit, sich ein wenig mehr auf die Texte zu konzentrieren … Was viel besseres konnte uns nicht passieren … als dass sich damals im Jahre 1983 damals auf ihren ganz speziellen Weg gemacht haben …

Ach ja: Die neuen Arrangements für Die Toten Hosen schrieb Hans Steingen, mit dem die Band seit 1996 und dem Album Opium fürs Volk zusammenarbeitet.

MeurerHolst

Andreas Meurer + Andreas von Holst

Besetzung:
Michael Breitkopf (guitar)
Andreas Frege (vocals, kazoo)
Andreas von Holst (guitar, banjo)
Andreas Meurer (bass)
Stephen George Ritchie (drums)
+
Esther Kim )pino, accordeon)
Raphael Zweifel (cello)

Beispiel06A

Titel:
01. Blitzkrieg Bop (R.Ramone/D.Ramone) 2,23
02. Opel-Gang (Frege/v.Holst/Meurer/Trimpop/Breitkopf) 2.34
03. Auswärtsspiel (Frege) 3.14
04. Popmusik (Frege/van Dannen) 2.30
05. Nichts bleibt für die Ewigkeit (Frege/v.Holst/Müller) 3.24
06. Hier kommt Alex (Meurer/Frege) 4.19
07. The Guns Of Brixton (Simonon) 2.38
08. Das Mädchen aus Rottweil (Frege/v.Holst) 3.34
09. Der letzte Kuss − 2:44 (Breitkopf/Meurer / Campino) 2.44
10. Wünsch Dir was (Meurer/Frege) 3.46
11. Der Bofrost Mann (van Dannen/Frege) 2.42
12. Böser Wolf (Meurer/Frege) 3.10
13. Pushed Again (Breitkopf/Frege) 4.07
14. Weltmeister  (v.Holst/van Dannen/Frege) 2.58
15. Alles aus Liebe (Frege) 4.22
16. Freunde (Frege/v.Holst) 4.25
17. Nur zu Besuch (Frege/v.Holst) 4.36
18. Hand in Hand (Baumann/Götz/Kurtzke/Scholz/Teutoburg-Weiss) 3.48
19. Eisgekühlter Bommerlunder (Molinare/Trimpop) 4.22
20. Schönen Gruß, auf Wiederseh’n (Rohde/Frege) 3.29

CD1
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