Pur – Abenteuerland (1995)

FrontCover1Ich fürchte, ich werd´ jetzt gnadenlos sentimental, denn Pur, ja Pur waren eine zeitlang der musikalischer Soundtrack meiner Häutungen, die wohl in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts besonders heftig waren.

Kennengelernt habe ich diese Gruppe über meine Töchter, die damals total vernarrt in „Pur“ waren … und Papa musste natürlich zuhören …

Es ging damals mit ihrer ersten Live CD los … und ich erinnere mich noch, dass ich mich anfangs gesperrt habe, diese Musik auch noch wirklich gut zu finden … Pustekuchen !

Mit ihrem Album „Abenteuerland“ war die Gruppe ganz sicher auf ihrem Zenit … begonnen hatte das ganze Abenteur viel früher, als sie sich noch „Opus“ nannten und auf eigene Kosten ihre erste LP einspielten … das war dann 1983 …

Aber zurück zu diesem Album .. und wenn ich es heute nach lange Zeit wieder mal anhöre … wird mir ganz warm um´s Herz, einfach weil Musik und Texte einfach sowas von passend sind … allein der Titelsong ist eine prachtvolle Aufforderung, die man auch mit „Alle Macht der Phantasie“ umschreiben könnte … („… komm mit mir ins Abenteuerland, auf deine eigene Reise, komm mit mir ins Abenteuerland, der Eintritt kostet den Verstand … „)

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Und dann geht´s Schlag auf Schlag: Sänger und Texter Hartmut Engler hat natürlich auch auf diesem Album so ein paar Hymnen auf die Gattung „Weib/Frau“ verfasst („Ich lieb dich“,  „Nur zu dir“, „Ganz egal““Dass es dir leid tut“, „Ruhe“ … textlich war Hartmut Engler schlicht und ergreifen ein „womanizer“ also ein textlicher George Clooney oder so … )

Aber auch all jene Themen, die zwar einerseits zum Leben gehören, andererseits aber auch verdammt weh tun können, finden sich auf diesem Album („Leben“, „In Gedanken“)

Und natürlich auch biographisches („Ein graues Haar“, „Es tut weh“ … rebellisches kann man bei „Wut im Bauch“ hören …

Und dann gibt´s noch so einen richtigen Hard Rock Knaller: „Ungeheuer“ (made to be played loud !!!)

Und mit „Merlin´s Reise“ gibt es ein blitzgescheites Instrumental des Titel-Songs …

Wer Ohren hat zu hören, kann eigentlich an diesem Album nicht vorbeikommen … und das schreibe ich knapp 20 Jahre, nachdem es veröffentlicht wurde … eigentlich unglaublich !

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Besetzung:
Joe Crawford (bass)
Roland Bless (drums, vocals)
Rudi Buttas (guitar)
Hartmut Engler (vocals)
Ingo Reidl (keyboards)
+
Martin Ansel (guitar, background vocals)
Andrea Barker (bacground vocals)
Joe Chemay (bass)
Susanne Crawford (background vocals)
Simon Clarke (horn)
Dieter Falk (keyboards, background vocals)
Cherry Gehring (background vocals)
Angela von Guendell (cello)
Dann Huff (guitar)
David Hanselmann (background vocals)
Rainer „Hombre“ Kahle (background vocals)
Florian Kaeppler (piano)
Paul Leim (drums)
Roddy Lorimer (horn)
Tim Sanders (horn)
Svenja (background vocals)
Armin Schaeffer (background vocals)
Peter Weihe (guitar, background vocals)
Margit Winter (background vocals)

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Titel:
01. Abenteuerland /Engler/Reidl) 6.23
02.Ich lieb’ dich (Egal wie das klingt) (Engler/Reidl) 4.17
03. Leben (Engler/Reidl) 5.42
04. Nur zu dir (Engler/Reidl) 4.13
05. Ganz egal (Engler/Reidl) 4.38
06. Dass es dir leid tut (Engler/Reidl) 4.26
07. Kowalski V (Das Problem) (Engler/Reidl) 0.32
08. Ein graues Haar (Engler/Reidl) 4.32
09. Es tut weh (Engler/Reidl) 4.48
10. Wut im Bauch (Engler/Reidl/Ansel) 4.22
11. Ruhe  (Engler/Reidl) 4.54
12. Ungeheuer  (Engler/Reidl/Ansel) 4.26
13. In Gedanken (Engler/Reidl) 3.56
14 . Merlins Reise (Engler/Reidl) 3.42

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Verschiedene Interpreten – So schmilzt der Winter (1996)

FrontCover1Also, so wirklich wichtig ist dieses Album wahrlich nicht … aber sie passt halt zur Jahreszeit … also: wann sollte ich denn dieses Album präsentieren, wenn nicht jetzt ?

Klar, das signalisiert schon das Titelbild, hier handelt es sich um eine Werbe CD der Firma Langnese.

Und mit dem Titelsong „So schmilzt der Winter“ wollte man natürlich einen Beitrag dazu leisten, dass der Kunde sich auch im Winter mal ein Eis gönnt … Hauptsache, der Rubel rollt … aber das ist nun mal der Lauf der Dinge und nicht weiter zu kommentieren oder gar zu kritisieren.

Wer nun denkt, das Werbefritzen von Langnese hätten sich was pfiffiges zum Thema Winter einfallen lassen, der irrt. Wir hören nach dem Titelsong (gesungen von Edward Reekers, der war mal Sänger bei der holländischen Prog-Rock Band „Kayak“ !!!) eine willkürliche Zusammenstellung von deutschen Künstlern mit ihren damaligen „Erfolgstiteln“.

Einzig und allein der Song „Winter aus Gold“ von Ulla Meinecke hat da einen thematischen Bezug zu dieser Jahreszeiten.

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Hätte man auch anders konzipieren können.

Nun ja, bei „Abenteuerland“ krieg ich heute noch feuchte Augen, Pe Werner, Nena und Ulla Meinecke können auch überzeugen, die Fantastischen Vier mag ich heute noch immer nicht .. und vieles ist dann auch eher belanglos.

Von daher: Ein Album mit dem Prädikat „nett“.

Und während ich diesen Beitrag editiere dröhnen bei mir „The Who“ live in Woodstock … „I Can´t Explain“ … high energy rock … das passende Alternativprogramm, wie mir scheint.

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Titel:
01. Edward Reekers: So schmilzt der Winter (Schwingeler/Wunderlich/Maas/Niessen) 4.04
02. Pur: Abenteuerland (Engler/Reidl) 4.442
03. Nena: Wunder gescheh´n (Kerner/Dehmel) 3.41
04. Bonfire: Die Antwort weiß der Wind (Akustik-Version) (Presley/Lessmann/Ziller) 4.23
05. Pe Werner: Trostpflastersteine (Single-Version) (Werner) 3.53
06. Die Fantastischen Vier: Nur in deinem Kopf (Beck/Dürr/Ricke/Schmidt) 3.42
07. Selig: Ohne dich (Single-Version) 
(Plewka/Neander) 3.59

08. Patricia Kaas: Ganz und gar (Müller-Westernhagen) 4.45
09. Ulla Meinecke: Winter aus Gold (Nielson/Meinecke)
10. Spliff: Heut´s Nacht (Praeker) 4.13
11. Münchener Freiheit: So lang´ man Träume noch leben kann (Single-Version) (Zauner/Strobel) 4.14
12. Markus: Kleine Taschenlampe brenn´ (Klooprogge/Taylor/King) 3.36

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