Fünf Sterne deluxe – Sillium (1998)

FrontCover1Jetzt wird´s wieder arg modern, sofern man einen Aufnahme aus dem Jahr 1998 noch als „modern“ einstufen möchte. Aber, wenn man bedenkt, dass das früheste Druckerzeugnis, das bisher hier präsentiert wurde, aus dem Jahre 1913 und das frühesteste Schalldokument aus dem Jahre 1923 stammt, dann ist das Jahr 1998 schon verdammt modern.

Und in diesem Jahr traten die „Fünf Sterne deluxe“ auf die Bühne.

Fünf Sterne deluxe (FSd) ist eine deutsche Hip-Hop-Gruppe, die aus den Rappern Das Bo, Tobi Tobsen, dem Designer marcnesium und DJ Coolmann besteht.

Das Bo (Mirko Bogojevic) und Tobi Tobsen (Tobias Schmidt) veröffentlichten bereits Mitte der 1990er-Jahre als Der Tobi & das Bo das Album „Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander“ sowie die dazugehörigen Singles „Der Racka“ und „Morgen geht die Bombe hoch“. Auf dieses Album folgte eine weitere Publikation namens „Genie & Wahnsinn… (Wir sind die Best Ofs)“ mit den Singles „Is’ mir egal“ sowie „Wir sind die Besten“. Mitte 1997 schlossen sich die beiden Rapper mit marcnesium (Marc Clausen), der auch zusammen mit DJ Koze als Adolf Noise in Erscheinung trat, und DJ Coolmann (Mario Cullmann) zu Fünf Sterne deluxe zusammen. Tobi war zuvor schon Mitglied der englischsprachigen Hamburger Hip-Hop-Crew Poets of Peeze und mit seinem Bruder Oli in der Ursprungsbesetzung von Fettes Brot. Marcnesium ist diplomierter Kommunikations-Designer, Fotograf und Artworker. Er kümmert sich bei der Gruppe um das visuelle Erscheinungsbild, beteiligt sich an der Produktion und schreibt zum Teil an den Texten mit. Er bedient live einen Sampler mit Spezialeffekten und unterstützt die beiden Rapper mit Sprachfetzen, die er über einen angeschlossenen Vocoder im Klang verändert.

FünfSterneDeluxe1999

Fünf Sterne deluxe, 1999

1998 erschien in dieser Formation das erste Album SiLLiUM mit den Singles 5 Sterne deluxe, Willst Du mit mir gehn? und Dein Herz schlägt schneller. Sowohl das Album als auch die Auskoppelungen schafften es in die Verkaufs-Charts. Bis heute verkaufte sich SiLLiUM über 150.000-mal und wurde zu einem Meilenstein deutscher Hip-Hop-Geschichte, der die zweite große Hip-Hop-Welle in Deutschland auslöste und deutsche Texte in den Charts jenseits von Schlagern etablierte. Die Texte von Fünf Sterne deluxe galten damals als humorvoll, weswegen sie bei vielen Mitgliedern der Hip-Hop-Szene schließlich genauso umstritten waren wie die der Vorgängerkombo Der Tobi & Das Bo.

Single-Auskoppelungen der Jahre 1998/99:

Single-Auskoppelungen der Jahre 1998/99

1999 erschien die Single Ja, ja,.. Deine Mudder. Im Anschluss veröffentlichte Das Bo im Jahr 2000 eine EP namens türlich türlich, sicher Dicker/Nur der Zorn zählt. Diese EP erschien fast zeitgleich mit der zweiten Single von Fünf Sterne deluxe namens Die Leude und wurde zu einem kommerziellen Erfolg. türlich, türlich verkaufte über 240.000 Einheiten, die Das Bo im Mainstream salonfähig machten und war wesentlich erfolgreicher als die Fünf-Sterne-Veröffentlichungen des Jahres. Ende 1999 erschien dann das zweite Fünf-Sterne-deluxe-Album Neo.Now. Im Gegensatz zu der Produktion von SiLLiUM zogen sich Fünf Sterne deluxe für diese Veröffentlichung drei Monate in ein Haus an der Ostsee zurück. Kritiker waren der Meinung, das höre man dem Album an. Andere waren begeistert von der mächtigen Produktion. Neo.Now verkaufte bis heute über 120.000 Einheiten, konnte allerdings in der Wirkung nicht an den Erfolg von SiLLiUM anknüpfen. Andere Gruppen mit deutlich härterem Sound und Texten gewannen an Bedeutung. Die dritte Single-Auskopplung (2000) Stop Talking Bull des Discotizers mit der europäischen Funkgruppe Supermax fand trotz aufwendiger Produktion und passendem Trickfilm-Video nur mäßige Beachtung. “Die Fans haben uns da ja wohl nicht mehr verstanden… eigentlich sollte Neo.Now ja auch Wieder drei Jahre zu früh heißen“, so FSd in einem Interview. Ende 2000 erschien eine Fanclub-CD (Auflage 500 Stück) unter dem Titel Alles muss raus – Die zähe Pampe aus drei Jahren Hirnforschung mit 28 Tracks, die zusammen mit einem Fünf-Sterne-deluxe-Skateboard verkauft wurde. Sie enthält zahlreiche unveröffentlichte Stücke, Remixe und Klang-Experimente sowie Interviewausschnitte.

Fünf Sterne deluxe veröffentlichten 2004, nach dem Ausscheiden von DJ Coolmann, zu Dritt die EP Wir sind im Haus. Sie spielten im Sommer desselben Jahres nochmals auf den großen Freiluftfestivals und traten unter anderem zum zweiten Mal nach 2001 beim eher rockorientierten Hurricane Festival auf. Das geplante, dritte Album erschien nicht mehr.

Im August 2013 trat die Gruppe in Originalbesetzung im Rahmen des Hamburger Kultursommers beim Festival „Beats auf der Bahn“ am 28. August auf dem Gelände der Trabrennbahn in Hamburg auf.

FünfSterneDeluxeIm Rahmen eines Auftrittes während des Reeperbahn Festivals 2015 wurde bekannt, dass die Gruppe einen neuen Plattenvertrag unterschrieben hat und die Veröffentlichung des dritten Studioalbums im Jahre 2016 angestrebt wird.

Neben Fünf Sterne deluxe beschäftigte sich DJ Coolmann mit seinem eigenen Label Hong Kong Recordings auf dem die Gruppe Doppelkopf unter Vertrag stand. Außerdem veröffentlichte er unter dem Namen Visit Venus mit Mario von Hacht (damals Soundmischer von Fettes Brot u.a./Container Studio) zwei Alben: Music for Space Tourism Vol. 1 (1995) und The endless bummer (1998).

Das Bo hat nach einer Schaffenspause 2004 sein Soloalbum Best of III – Alleine mit den Singles Seid Ihr bereit für Das Bo und Ich hab Rap für Dich veröffentlicht. Die Veröffentlichungen waren kommerziell wenig erfolgreich. Das Bo trennte sich vom Label Yo Mama, das nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten und der damit verbundenen Übernahme (2003) durch Four Music/Berlin nach dem Ende von FSd 2005 endgültig aufgab. 2005 ging Das Bo mit Deichkind auf Tour und nahm als Gast die Singles Wie geil ist das denn?? mit Jansen & Kowalski sowie Ey Yo mit DJ Tomekk auf. Auf dem Samy Deluxe So deluxe, so glorious Mixtape rechnet er auf einem Track mit seiner alten Plattenfirma ab. 2008 erschien sein zweites Album Dumm aber schlau, dessen Singleauskopplungen Ohne Bo und Dumm aber schlau sich in den Charts etablieren konnten.

Tobi Tobsen veröffentlichte 2005 mit koweSix als Elektroprojekt moonbootica ihr erstes Album, nachdem diverse Singles und Remixe vorangegangen waren, die in der Elektroszene große Beachtung fanden und seine alte Leidenschaft für Instrumental- und Clubproduktionen zeigte. moonbootica ist mittlerweile ein gefragtes DJ-Duo. Schon zu FSd-Zeiten (seit 2001) veranstalteten die beiden in Hamburg eigene “moonbootica“-Partys. Diese entwickelten sich über die Jahre zu Hamburgs bekanntester Elektro-Veranstaltung mit bis zu 3000 Gästen.

marcnesium betreut als Kommunikationsdesigner optisch u. a. DJ Kozes Label Pampa Records sowie weitere Musiker und Unternehmen. Daneben doziert er an der Ruhrakademie Kommunikationsdesign.

FünfSterneDeluxe2015

Fünf Sterne deluxe, 2015

 

Und hier ihr Debütalbum, das ja scheinbar als Meilenstein der deutschen Hip-Hop-Geschichte gefeiert wurde:

Fünf Sterne deluxe sind zu viert und in ihrem kleinen Labor haben sie Sillium erfunden. Was für ein Stoff das genau ist, bleibt weitgehend im Verborgenen, ist aber Das Bo, Marcnesium, Tobi Tob und DJ Coolmann viele, viele gesprochene Worte wert. Die Vorstellung der Band in „Dein Herz schlägt schneller“ bringt zumindest in anderer Hinsicht Klarheit: Im Norden geht was und die Fünf Sterne haben es einfach drauf. Der Bezug zu Sillium fehlt so zwar immer noch, macht aber das Studium der CD noch interessanter. „Worte von denen du nicht geglaubt hast dass es sie gibt,“ erfinden sie einige — oder wer hätte je was von „Dördichkeit“ gehört? Aber keine Sorge, die CD enthält erfreulicherweise auch einen Sprachkurs. „Fohlenbraten“ ist nur eine der Vokabeln, die einen wirklich weiter bringen. Bei allen jetzt aufgetauchten Fragen bleibt eins festzuhalten: Der Rap auch dieser Vier kommt phantastisch. Sie sind überzeugend wortgewaltige „Hip Hop Clowns und Party Rapper“ auf einem Musikteppich mit coolem Groove. (Wolfram Lumpe)

DM

Soviel kostete die CD damals (und es gab noch die Deutsche Mark)

Der musikalische Kosmos der vier Jungs ist nun wahrlich meine musikalische Welt, aber natürlich haben auch solche Sounds ihren Platz hier (der blog ist eh so ne Art Dokumentationszentrum geworden). Mir scheint aber dennoch, dass die Jungs ganz schön witzig (alternativ: durchgeknallt) sind.

Booklet01ABesetzung:
Mirko Bogojevic (Das Bo)
Marc Clausen (marcnesium)
Mario Cullmann (DJ Coolmann)
Tobias Schmidt (Tobi Tobsen)
+
Samy Deluxe (vocals bei 26.)
Ferris MC (vocals bei 11.)
Hella Houtrouw (background vocals bei 24.)
Jan Klötzing (background vocals bei 24.)
Barry Künzel (guitar bei 13.)
Biz Markie (vocals bei 28.)
Ralph Reichert (saxophone bei 13.)
Sebus (guitar bei 11.)
Doc Hot Shot (trumpet bei 13.)
Tobi (keyboards bei 13.) + (scratches: Alle meine Entchen bei 25.)

Booklet04ATitel:
01. Intro (Bogojevic/Clausen/Cullmann/Schmidt) 0.07
02. Dein Herz schlägt schneller (Bogojevic/Schmidt) 4.13
03. Willst du mit mir geh’n? (Jones/Isbell/Bogojevic/Clausen/Redding/Schmidt) 4.33
04. Besser als der Erste (Schmidt) 0.04
05. Dördichkeit (Bogojevic/Cullmann/Schmidt) 3.23
06. Abgezuckert (Clausen) 0.26
07. 17+4 (Bogojevic/Cullmann/Schmidt) 4.42
08. Livin 303 (Clausen) 0.11
09. 5 Sterne Deluxe (Bogojevic/Cullmann/Schmidt) 4.22
10. Ich liebe dieses Lied (Clausen/Schmidt) 0.38
11. Sowieso (Reimann/Schmidt) 4.06
12. Spachkurs Deluxe (Schmidt) 0.41
13. Hip Hop Clowns & Party Rapper (Luth/Bogojevic/Schmidt) 3.44
14. Ansprache Frau Herzog (Clausen) 0.05
15. My Life (Bogojevic/Cullmann/Schmidt) 4.20
16. Die Di und der Dodi (Clausen) 0.08
17. Deluxe im Kopf (Bogojevic/Cullmann/Schmidt) 3.51
18. Brainsen Overkill (Clausen/Schmidt) 0.40
19. Discotizer (Bogojevic/Barkan/Taylor/Schmidt) 3.53
20. Larsen orgelt sich duhn (Larsen) 0.09
21. Schund (Bogojevic/Schmidt) 5.17
22. Der Eierdieb (Clausen/Schmidt) 0.21
23. Sillium (Bogojevic/Schmidt) 4.48
24. Sillium vs. Helium (Bogojevic/Cullmann/Schmidt) 0.32
25. DJ Coolman vs. DJ Toni (Cullmann/Schmidt) 2.39
26. Penthouse (Bogojevic/Cullmann/Sorge/Schmidt) 4.35
27. Marc An Else (Clausen) 0.34
28. Will Smith, Meer Gayne? (Bogojevic/Clausen/Cullmann/Schmidt) 4.56
29. Konische Fluggeräte (Schmidt) 0.21
30. Nirvana (Bogojevic/Clausen/Schmidt) 4.41

CD1

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Tray1

Main Concept – So hat das Volk den Verstand verloren (1993)

FrontCover1Das soll noch einer sagen, dieser blog hätte nicht auch modernes zu bieten. Wobei, wenn man es recht bedenkt, bei diesen Aufnahmen von „modern“ zu reden, ist ein wenig albern, stammen sie doch aus dem Jahre 1993.

Main Concept ist eine Rap-Musikgruppe aus München und besteht derzeit aus drei Mitgliedern.

Die Band wurde 1990 in München gegründet und vergrößerte zunächst ihre Popularität auf den regionalen Bühnen. 1991 begann DavidPe seine Reime auf deutsch zu schreiben und zu rappen, was zu dieser Zeit größtenteils noch sehr ungewohnt war. Main Concept waren von Beginn an ebenso wie Advanced Chemistry (AC) politisch motiviert oder bemühten sich zumindest um reflektierte Texte, so dass es bald zu Zusammenarbeiten mit der Heidelberger Rap-Gruppe kam. Ein Auftritt im Jahr 1992 mit AC, Aquarius Answer und der Crazy Force Crew bedeutete den überregionalen Durchbruch und verschaffte der jungen Band aus München mehr Gehör. Auf dem Indielabel Move Records erschien dann ein Jahr später die erste Single, die mit dem Titel So hat das Volk den Verstand verloren einen kritischen Ton anschlug. Bereits 1994 konnte Main Concept dann mit Coole Scheiße ein Album-Debüt vorlegen, mit dem auch die „Klasse von ’94“-Tour eingeleitet wurde. Mit den Absoluten Beginnern und MC Rene ging man auf Deutschlandtournee, ein Jahr darauf wurde die „Klasse von ’95“ mit zusätzlichen Musikern fortgesetzt.

MainConcept01In München waren Main Concept zu dieser Zeit bereits zu einer wichtigen Instanz herangewachsen. So veranstalteten sie regelmäßig Jams in der Muffathalle, zu denen internationale Acts wie DV alias Khrist, Missin Linx, Al Tariq, Problemz und Get Open aber auch zahlreiche deutsche Gruppen erschienen. Aber auch die gediegene Graffiti-Szene war am Goetheplatz durch Legenden wie Seen, Ces oder Mode 2 vertreten. Zwischenzeitlich kam es nach der Single Generation X / 58 GPR zur Trennung vom Label Move, so dass das zweite als (musikalischer aber nicht kommerzieller) Meilenstein gefeierte Album Genesis Exodus Main Concept auf einem anderen Indie-Label namens Deck8 erschien. Vor allem DavidPe hatte in den Jahren zwischen den beiden Alben ausgiebig an seiner Freestyle-Kunst gearbeitet, aber auch die Produzentenarbeit von Glammerlicious und DJ Explizit hatte sich gesteigert. Auch die Bambule-Tournee mit den Beginnern festigte den guten Ruf Main Concepts in der Szene.

Bereits ein Jahr nach diesen Erfolgen begann die Arbeit an einem kleinen unabhängigen Label, das den Namen von Davids „mythischer Zahl“ bekam. Auf 58 Beats erschien 1998 die erste Single-Veröffentlichung mit dem New Yorker MC Problemz (später Mitglied von Missin Linx). Es folgten Maxi-Singles mit Künstlern wie Raptile, DV alias Khrist, Retsam, Samy Deluxe, Siba Giba u.a.. 1999 entstand in Zusammenarbeit mit Blumentopf eine Maxi-Single, bei der ausschließlich Freestyles präsentiert wurden. Das sollte den Weg ebnen für das allererste komplette Freestyle-Album der weltweiten Hip-Hop-Entwicklung, das unter dem bezeichnenden Titel Plan 58 erschien und durch Musiker wie Samy Deluxe, Blumentopf oder Flowin Immo gekonnte Unterstützung erhielt. Bis 2003 mussten Fans dann unerwartet auf ein Lebenszeichen warten, denn erst dann meldeten sich Main Concept mit einer international verstärkten EP zurück (u. a. mit Looptroop und Get Open). 2005 erschien das Album Equilibrium beim Hamburger Label Buback mit Features von unter anderem Eizi Eiz, Denyo, Heinemann, Kung Schu und Holunder von Blumentopf, Freez, Esther, Vier zu Eins und Black Tiger. (Quelle: wikipedia)

Nein, dieser gehetzt-gehechelte Rap-Gesang ist wahrlich nicht mein Ding … aber ich will mal großzügig zugestehen, dass die Jungs sich schon so ihre Gedanken machen, von daher kriegen sie wegen der Texte einen Pluspunkt von mir. Und wenn sie mal die Klappe halten, das klingt das sogar recht gut … siehe die Instrumentalfassung „So hat das Volk den Verstand verloren“

Ansonsten ist halt festzustellen, dass ich halt nicht zur Zielgruppe von dieser Musik zähle … was soll´s.

MainConcept02
Besetzung:

DJ Explizit (DJ)
Glammerlicious (beats)
David Pe (rap)

Booklet01A
Titel:

01. So hat das Volk den Verstand verloren… (Vocal) 5.05
02. So hat das Volk den Verstand verloren… (Instrumental) 4.36
03. Auf der jagd (Vocal) 3.37
04. Auf der Jagd (Instrumental) 4.28
05. SchwarzRotGold 0.47

CD1

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Jazzkantine – Heiß & Fettig (1995)

FrontCover1Und jetzt eine Band, die seit vielen, vielen Jahre nicht nur für Furore gesorgt hat, sondern auch wirklich ganz besonders bemerkenswert ist:

Die Jazzkantine ist eine Jazz-Rap-Band aus Braunschweig. Sie wurde 1993, inspiriert u. a. durch das Band-Projekt Jazzmatazz, von Ole Sander, Matthias Lanzer und Christian Eitner gegründet. Der Musikstil der Jazzkantine ist eine Synthese der Stilelemente von Jazz, Funk und Rap. Die Band arbeitete bisher mit so unterschiedlichen Künstlern wie Smudo, Götz Alsmann und Bands wie Such a Surge zusammen.

1994 bekamen die Band mit ihrem Jazzkantine betitelten Erstlingswerk einen Vertrag beim Plattenlabel BMG Hamburg und einen Einstieg in die Charts. 1996 erhielt die Band dafür den deutschen Musikpreis Echo in der Kategorie Beste Jazzproduktion;[5] die Gruppe erhielt weiterhin den German Jazz Award und das Goldene Ohr. Für das Album „Hell´s Kitchen“ war die Band ebenfalls für einen Echo nominiert.

Seit 1994 spielte die Band mehr als 2000 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, unter anderem auf dem Montreux Jazz Festival. Am 6. April 2002 fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „hr3@night“ in den Kasseler Messehallen ein Konzert zusammen mit der hr-Bigband (Leitung: Jörg Achim Keller) statt. Mit den Projekten Tanzzkantine, Braunschweich, Braunschweich!, Ölper 12 Pöints, Ölper 12 Pöints – Die zweite Staffel, Ölper 12 Pöints – Die dritte Staffel, Unser Eintracht, DaDaDa und Hyper Hyper wurden sechs erfolgreiche Co-Produktionen mit dem Staatstheater Braunschweig abgewickelt.

Jazzkantine01

Ja, ja … all die jungen Leute …

2008 erschien die CD Hell’s Kitchen, auf der die Band Hardrocksongs im Jazzkantine-Sound neu interpretiert (unter anderem mit den Gastsängern Xavier Naidoo, Max Mutzke, Tom Gaebel und Pat Appleton von DePhazz). Das Album erreichte Platz 1 bei den iTunes-Jazz-Charts und im Juli 2008 auch Platz 1 der deutschen Media Control-Charts Jazz.

Seit April 2011 tritt die Rhythmus-Gruppe der Jazzkantine im Schauspiel Fleisch ist mein Gemüse als „Tiffanys“ im Staatstheater Braunschweig auf.

Ein weiteres Projekt der Jazzkantine ist die Blauhausband. Vier- bis fünfmal im Jahr jammt diese Band im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters. Neben Mitgliedern der Jazzkantine (Stammformation: Christian Eitner, Tom Bennecke, Andy Lindner, Christian Winninghoff, Heiner Schmitz) werden Gastmusiker eingeladen, unter anderem bislang Roger Cicero, Dr. Ring-Ding, Sam Leigh-Brown (Frank Popp Ensemble) und Tom Gaebel.

Jazzkantine02

Jazzkantine, 2012

Im Dezember 2011 hatte eine weitere Theaterproduktion unter Beteiligung der Jazzkantine Premiere: Die Braunschweiger Weihnachtsgeschichte. Gemeinsam mit dem langjährigen Weggefährten Peter Schanz (Autor und Regisseur) präsentierte die Band ein Krippenspiel in einem historischen Spiegelzelt auf dem Braunschweiger Martinikirchplatz.

Im März 2012 veröffentlichte die Jazzkantine ein neues Album bei Universal Music mit dem Titel Jazzkantine spielt Volkslieder. Erstmals interpretiert die Band klassische deutsche Volkslieder in neuem Stil, und vermischt sie mit Einflüssen aus Hip-Hop, Reggae und Soul in typischem Jazzkantinen-Gewand. Wie schon auf den vergangenen Alben, bedient sich dabei die Band der Hilfe von namhaften Gästen, wie Pat Appleton von DePhazz oder Sam Leigh-Brown vom Frank Popp Ensemble. Von August bis September 2012 folgte die dritte Ölperstaffel mit Ö 3.0 – das Ölperium kehrt zurück.

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Mitte September 2013 erschien das Album Ultrahocherhitzt, auf dem die Band zu ihren Wurzeln zurückgekehrt ist. Als Gastmusiker zu hören sind Joo Kraus (tp) und Nils Wogram (tb) sowie die Sängerin Nora Becker. Im Oktober 2014 veranstaltete die Band zum 20. Geburtstag der Jazzkantine ein Konzert in Zusammenarbeit mit der NDR Bigband im Staatstheater Braunschweig. Gleichzeitig wurde das Album Ohne Stecker in Zusammenarbeit mit der NDR Bigband veröffentlicht. Als Gäste wirkten u. a. Smudo, Aleksey und Segnore Rossi mit. Im September 2016 erschien das zwölfte Studio-Album mit Old´s Cool der Jazzkantine, ein weiteres Konzeptalbum: Jazzkantine begab sich auf eine Zeitreise zurück in die Achtziger und beleuchtet die Anfänge des Hip-Hop. Dabei kommt es zu Wiederbegegnungen mit Grandmaster Flash & The Furious Five, Eric B. & Rakim, EPMD, Public Enemy, NWA, Tone-Loc, Afrika Bambaataa und den Jungle Brothers. Im Spiel mit Beats und Scratches wurden Sounds und Samples collagiert und so Oldschool-Klassiker im brodelnden Sud einer Jam-Session aus Jazz, Funk und Rap neu interpretiert. Dazu meint Bandleader Christian Eitner: „Es war ein großer Spaß, in den alten Plattenkisten rumzustöbern – bei 1990 haben wir einen Cut gemacht. Herausgekommen ist ein Mix aus unseren Lieblingstracks, aber auch aus Songs, die harmonisch bzw. rhythmisch reizvoll erschienen, um sie in ein neues Gewand zu hüllen.“

In ihrem Album Mit Pauken und Trompeten vom August 2019 erzählt der Song Eine Ehre die 25-jährige Jazzkantine-Story – komprimiert in 4:15 Minuten. (wikipedia)

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Und ja, es gibt sie immer noch …  ein wenig ergraut, aber immerhin …

Mit ihrem selbstbetitelten Debutalbum hat die Multi-Kulti-Combo um Cappuccino und Alexey vorgemacht, daß sich Jazz und HipHop auch auf deutsch prima miteinander kombinieren lassen. Da war es auch nur eine Frage der Zeit, bis der Nachfolger dem bereits erworbenen Lob noch die Krone aufsetzen würde. Texte wie „Ich bin der kleine und ich meine, daß ich der eine bin für dich, für dich für dich bin ich deine kleine Nachttischlampe, die nun immer für dich brennt“ lassen zwar nicht gerade auf großen Einfallsreichtum schließen, doch die Herren Lyriker sind ja auch noch ein wenig jung. Sonniger sieht’s da schon bei der Bandbesetzung aus. Fast nur alte Hasen stehen hier für wohltuende Klänge ein. Grandios die Neuinterpretation von Dave Brubecks Evergreen „Take Five“, ebenso wie Track Nummer Sieben. Klar, daß auch diesmal wieder das produktionstechnisch talentierteste Viertel der Fantis, Smudo, seine Finger im Spiel hatte. Im Großen und Ganzen ist heiß & fettig ein sehr angenehmes Lounge-Album zum grooven, träumen, nachdenken und mitsprechen. (Sascha Mennel)

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‚Never change a winning JAZZKANTINE-Belegschaft‘ – Aleksey, Tachi, Olli, Phil I.P. und ein glücklicherweise nur eingangs kurz wütender Smudo verbreiten wieder mal ihre fettigen Reime über die lauwarmen Mainstream-Jazzklänge solcher Jazzmusiker wie George Bishop, die Belegschafts-Neuzugänge Barbara Dennerlein und US-Sängerin Romy Camerun. Popularität statt Tiefgang. Wenn beispielsweise Fred Wesley mit seiner Posaune dem BRUBECKschen ‚Take Five‘-Thema ein flatterhaftes, neues Leben einhaucht, Aleksey, Cappuccino (‚Du‘) und FRESH FAMILEE-Mitglied-Tachi (‚Bin Im Delirium‘) Liebeslieder und Beziehungsabenteuer in Reimform vortragen oder Olli von PHASE V auf ‚Ein Teil Von Dir‘ ins Land der schwelgerischen Träumereien entführt, dann schwebten den JAZZKANTINE-Betreibern Ole Sander und Christian Eitner drei (und nicht vier!) Buchstaben vor: POP! Dazwischen kurzes Gitarrengeschrammel und ‚Geht Ab!‘-Gegröhle (statt JAMES BROWNsches ‚Get Up‘!) von Aleksey und Tachi, willige Brunftschreie von Aleksey auf ‚Nimm Mich‘ oder auch … sechzehn Gänge mit Lean Cuisine, sozusagen.

Booklet08A

Ein Aleksey tut sich auf Songs wie ‚Tic, Tac, Das Leben Ist Mein‘ einzig durch die Plattheit seiner Texte hervor. Wer jedoch auf den Faktor ‚Zeit‘ setzt, wird in der neuen JAZZKANTINE durchaus ordentlich bedient: ‚Zeit Kommt, Zeit Geht‘ (Raps von Phil I.P. von STOD & Cappuccino), ‚Zu Spät‘ (mit Cappuccino) und ‚Tag Aus, Tag Ein‘ (Reime von Tachi & Olli) kann man als musikalisch wie textlich anspruchsvoll bezeichnen, und wenn man auch nicht auf das Fast-Food vom großen Rest des Albums abfährt, so wird man trotzdem die tiefe, warme Stimme von Romy Camerun aus Washington, D.C. in sein Herzen schließen – besonders auf ihrem großen lautmalerischen Solo ‚Skizzen‘. Also immer darauf achten, wer Dich in dieser heißen und fettigen JAZZKANTINE bedient, sonst könntest Du Dir an diesem Mahl noch den Magen verderben … Und so nett die Idee mit dem von Ernie und Bert eingeleiteten Belegschafts-Schlußsong der JAZZKANTINE auch ist, der versuchte Sprechgesang so manchen Musikers führt zu Durchfall statt Genuß! (Chris Maruhn)

Booklet02A

Nachdem ich weder Rap, noch Hip-Hop oder wie all das Zeug auch heißen mag, besonders mag oder gar ausstehen kann, ist dieses Album großartig … allerdings nur, wenn all diese Rap-Sänger die Klappe halten … dann wird es wirklich spannnd, aber nur dann …

Und dann noch dieses Begleitheft: Einfach nur wunderbar, wie all die Musiker vorgestellt werden und dann auch noch in geien Comic-Cartoons illustriert werden. Ein Hingucker nach dem anderen.

BackCover1

Besetzung:
Tom Bennecke (guitar)
George Bishop (saxophone, clarinet, flute)
Christian Eitner (bass, background vocals bei 06.)
Dirk Erchinger (drums, percussion)
Jan-Heie Erchinger (keyboards)
Jörg Rump (saxophone)
Ole Sander (programming)
Bernhard Steinmetz (trumpet)
Nils Wogram (trombone)
+
Romy Camerun (vocals bei 09., background vocals bei 04., 07., 13. + 14.)
Barbara Dennerlein (organ bei 01. + 05.)
Christian Eitner (keyboards bei 11.)
Gunter Hampel (vibraphone mbei 06., 11., 15. + 16.)
DJ Air Knee (scratches bei 02., 03., 05., 10., 12., 15.)
Ingo Meyer (drum programming bei 11.)
Suse Möhle (vocals bei 10., background vocals bei 02., 05. – 07. + 11.)
Christian Neander (guitar bei  04., 08. – 10.)
Susanne Schätzle (background vocals bei 02.)
Leo Schmidt-Hals (bass bei  07. + 09.)
Fred Wesley (trombone bei 01., 0.3 + 11.),
+
Rap vocals:
Aleksey (bei 06.)
Aleksey – Cappuccino (bei 02., 05., 13.)
Aleksey – Tachi (bei 08.)
Cappucino (bei 11.)
Cappuccino – Phil.I.P. (bei 07.)
Olli (bei 12.)
Olli – Phil.I.P. (bei 10.)
Olli – Tachi (bei 14.)
Smudo (bei 01.)
Tachi (bei 04.)

Booklet06A
Titel:
01. Sprechstunde (Wir müssen was dagegen tun) (Schmidt/Eitner/Erchinger) 5.14
02. Du (Preik/Löwe/Eitner/Erchinger) 3.48
03. Take Five (Desmond) 3.52
04. Bin im Delirium (Cevik/Sander) 4.15
05. Boogaloo (Preik/Löwe/Rumohr/Eitner*, D.Erchinger/Bishop/J.-H. Erchinger/ Bennecke) 3.35
06. Nimm mich (Preik/Eitner/J.-H. Erchinger/Sander/Bennecke) 3.40
07. Zeit kommt, Zeit geht (Löwe/Sauer/Erchinger/Bishop/Bennecke) 5.14
08. Geht ab! (Preik/Cevik/Eitner/Sander) 4.18
09. Skizzen (Camerun/Eitner/Neander) 3.45
10. Spieglein, Spieglein (Schneider/Sauer/Bennecke) 5.03
11. Zu spät (Löwe/Eitner/Meyer) 3.44
12. Ein Teil von dir (Schneider/Eitner/Erchinger) 5.01
13. Tic, Tac, Das Leben ist mein (Preik/Löwe/Eitner/Sander) 4.02
14. Tag aus, Tag ein (Schneider/Cevik/Bennecke) 3.38
15. 12-Tony (Erchinger/Bishop/Bennecke) 3.38
16. Immergrün (Hampel) 10.47 (2.30)

CD1

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Booklet05A

Verschiedene Interpreten – Cross Over Ball – Kicks `n Tracks (2010)

FrontCover1Selten fand´ ich ne CD, die mich eigentlich musikalisch so gut wie gar nicht anspricht, derart sympathish wie eben diese.

Und um was geht´s hier denn eigentlich:

„Nach dem großem Erfolg der „Soundwahl“ CD (Musik für Demokratie) startete die Kreuzberger Musikalische Aktion e.V. in der Region Berlin-Brandenburg das neue Musikprojekt – den „Cross Over Ball“ – und produziert mit finanzieller Unterstützung des Landespräventionsrats Sicherheitsoffensive Brandenburg (vom Ministerium des Inneren, Potsdam) den Crossover CD-Sampler Kicks ´n Tracks. Die WM 2010 in Südafrika und die Frauen WW 2011 in Deutschland sind dafür ein guter Anlass.

Durch die Verbindung des Sports mit der Musikszene stellt „Cross Over Ball“ eine ideale Plattform dar, um den „Spirit“ des Fußballs von Fairness und Toleranz zu transportieren und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. So bunt wie unsere Fußballnationalmannschaft ist auch unser Land: „Wir alle sind Deutschland !“

Werbeplakat

Werbeplakat

Und so erfolgte dann der Aufruf zu diesem Contest im Internet:
„Frei nach diesem Motto steht das CrossOverBall Projekt 2010 in den Startlöchern. Die Verbindung zwischen Streetsoccer und diversen Funsportevents mit einem Nachwuchsbandcontest – DAS IST CROSSOVERBALL

 Wir rufen junge Brandenburger und Berliner auf, einen Song zum Thema Fussball, Fairness und Toleranz zu schreiben und sich online zu bewerben.

 Aus den besten Musikstücken werden wir die Kicks’nTracks Compilation auskoppeln und Eure Stücke in einem professionellen Tonstudio gemeinsam aufnehmen. Der Sampler wird dann kostenlos an Schulen und Jugendclubs verteilt und im Internet zum download bereitstehen.“

Moorscheune

Die Moorscheune in Boberow

Und es wurde wohl gespielt, was das Zeug hält … und der Contest wurde dann auch standesgemäß abgeschlossen und die angekündigte CD entsprechend gewürdigt:Und die so angekündigte Veranstaltung fand dann am 10.09.2010 in der Moorscheune in Boberow 10.09.2010 statt. Der dortige Kreisjugendring war organisatorisch ebenfalls sehr aktiv.

Jetzt ist das Ergebniss also offiziell, die Gewinner des CrossOverBall BandContests stehen fest. Am 27. Januar 2011 haben wir in der fabrik in Potsdam unsere Record Release Party gefeiert. 5000 Sampler wurden gepresst und werden nun kostenlos verteilt. Im Internet wird ab sofort das Album zum kostenlosen Download angeboten.

Das Album bietet mit seinen 13 Tracks einen guten Mix mit engagierten Texten zu Rocksounds, Hiphop Beats, Jazz und Skatepunk.

Erst die zahlreich beteiligten Künstler und Bands haben mit ihrem beigesteuerten Song diese gelungene Mischung ermöglicht.

Konzertplakat1Die von der Geschäftsleitung der Kreuzberger Musikalischen Aktion e.V. ausgelobten Sonderpreise wurden am Abend der Record Release Party auf der Bühne verliehen. Die vielfältigen und unterschiedlichen Beiträge erschwerten uns die Auswahl, sodass auch nur ein Punkt entscheiden konnte.

1. Platz Jazzica Nabis

2. Platz Die Monstaaa

3. Platz BeckMaaKon

4. Platz Nero

Herzlichen Glückwunsch!

Abschließend bedanken wir uns an dieser Stelle bei allen beteiligten Bands, Musikern und unserem gesamten Team für die vielen positiven und erinnerungswerten Konzert-Abende und für das Engagement für Fairness und Toleranz.

Ohne Euch kein Sampler  – und kein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Gewalt!

DANKE!“

Und hier kann man nun das Ereignis nochmals nachhören …

Wie gesagt: als „Oldtimer“ fehlt mir der Zugang zu dieser Musik (jedenfalls überwiegend), aber würdigen wollte ich dieses engagierte Projekt hier schon mal … davon brauchen wir ganz sicher mehr in unserem Land, wo die braune Brut immer dreister wird …

Und weitere Infos gibt´s dann auf der website dieser Initiative.

Booklet02A

Titel:
01. Cross Beatbox ft. Felix Gebauer: Intro 1.04
02. M!B Crew: Liebe zur Musik 2.39
03. White Prinzess & Famee: Reicht uns eure Hand 4.08
04. Im:puls: Ich weiß wie, aber warum ? 4.27
05. Lukas Volkmann: Erinner dich ! 3.08
06. BeckMaakon: Einer von ihnen 3.23
07. Die Monstaaa: Gemeinsam rockt ! 4.52
08. Special Gäst: Ein Ball 3.31
09. Show Off Freaks: Wie das Leben spielt 3.03
10. [pi!]: Sag mir wie 4.02
11. Jazzica Nabis: Stell dir vor 2.55
12. BlutgruppeZwölf20: Lass uns darüber reden 5.37
13. Nero [DAB Crew]: Was !? 2.49
14. Cross Beatbox ft. Johnny Strange: Hier brennt die Luft 3.15

CD1

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Tray1