Record Collector´s Magazin – Record Collector´s Magazin Nr 2 (1982)

TitelÜber das kleine Magazin für Schallplattensammler habe ich hier schon mal berichtet und zwar hier.

Hier nun die zweite Ausgabe des Magazins. Im Vorwort berichtet der Herausgeber über die Anfangsschwierigkeiten und auch darüber, dass in der damaligen Szene der Vinyl-Freaks scheinbar auch gezielt Gerüchte gestreut wurden, dass es mit dem Heft eh nix wird.

Eigentlich sehr erschreckend, aber auch und vielleicht erst recht ging es damals in dieser Szene wohl auch um Pfründe und Marktanteile … wie es so halt ist, in der freien Marktwirtschaft.

Aber davon ließ sich die Redaktion nicht schrecken und veröffentlichte diese zweite Ausgabe.

Damals gab´s noch die sog.“Chatterbox“ (die dann später zum „Oldie Markt“ wurde … eine Zeitschrift für Sammler, die es heute noch gibt … ).

Das kann man von diesem Magazin nicht behaupten … ob jemals eine Nummer drei erschien, entzieht sich meiner Kenntnis, ich glaube aber eher nicht, weil ich damals diese Szenerie sehr aufmerksam verfolgt habe.

Und das ist eigentlich schade, denn gerade in diesem Heft sind die redaktionellen Beiträge insofern sehr interessant, da man die Mühe gab, auch ein wenig intensiver über Künstler abseits des Mainstreams zu berichten, so z.B. über

  • Andreas Vollenweider
  • Ives Montand
  • Wolfgang Ambros
  • Julie Tippets (die ehemalige Julie Driscoll)
  • Klaus Hofmann
  • Barcley James Harvest
  • Angelo Branduari
  • Glen Campbell
  • Jochen Vetter und Helmuth Scherner (Obertongesang)
  • Hannes Wader

Dazu dann im Mittelteil seitenweise Liste von LP´s& Co. die man privat entweder im Rahmen einer Auktion oder aber auch als Festpreisangebote feil bot (quasi das eBay der damaligen Zeit).

Und nachdem ich dieses Heft mehrfach durchgeblättert habe, eingescannt habe …. schließe ich es wieder und bring es zurück in den Keller (es zu entsorgen bringe ich noch nicht übers Herz) und bei diesem Gang begleitet mich ein heftiger Hauch von Sentimentalität … in jene 80er Jahre, als meine Sammelleidenschaft zur vollen Blüte kam … und somit fester Bestandteil meines Lebens wurde … und ohne jenen Jahre gäbe es vermutlich auch diesen blog nicht.

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel03

Beispiel04

Beispiel05

Beispiel06

Ganz schön saftige Preise

Beispiel07

Da kann man schon ins grübeln kommen: Wer braucht eine LP von Alan Parson, bei der dann auf der B-Seite der Otto daherkommt ?

Beispiel08

Für Anbieter von Jazz-Schallplatten gab´s einen günstigeren Tarif

Beispiel09

Kleiner Scherz der Redaktion

Beispiel11

Listen über Listen: da hatte man was zum studieren ….

Beispiel12

Beispiel13

Beispiel14

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Beispiel10

Das Blanko-Formular zum ausfüllen. Das hieß damals … das Blatt in die Schreibmaschine spannen und dann lostippen …. und ich weiß von was ich rede *ggg*

Record Collector´s Magazin – Nr. 1 (Mai 1982)

titelWann sich in Deutschland die Plattensammler-Szene so richtig etabliert hat, kann ich gar nicht so genau datieren. Mitte bis Ende der 70er starteten die ersten speziellen Sammler-Zeitschriften, von denen heute wohl nur noch der „Oldie Markt“ (dieses Magazon hieß damals aber – so glaube ich – noch anders) aktiv ist.

Als „Konkurrenzprodukt“ erschien dann im Mai 1982 erstmalig das „Record Collector´s Magazin“. Und hier mal gleich die Nr. 1 dieses Magazins.

Dabei verfolgte man eine ähnliche Strategie wie der „Oldie Markt“: Man bot den Sammlern die Möglichkeit, z.B. im Rahmen einer Auktion rare Teile zu veräußern (so war z.B. für eine Witthüser & Westrup Live-LP das Mindestgebot 100 DM !), aber auch eine Festpreis-Rubrik gab es.

Zudem bemühte man sich auch um einen „umfangreichen redaktionellen Teil“ mit diversen Informationen für den begierigen Sammler.

In dieser Erstausgabe kann man sich so z.B. Lou Reed´s damals neue Scheibe „Blue Mask“ informieren, einen Beitrag über Rockabilly gibt es auch. Plattenbesprechung und „News“ gehörten natürlich auch dazu.

Am interessantesten ist wohl das Interview mit Hannes Wader anlässlich seines neuen Live-Albums.

Der Herausgeber des Magazins, ein Manfred Schmidt aus Frankfurt räumt in seinem Vorwort gleich ein, dass es in „Form und Inhalt noch Mängel“ gibt; aber das war Sammlerfreaks wie ich einer war (und wohl noch bin) ziemlich gleichgültig. Begierig saugten wir alle nur erhältlichen Informationen auf, denn damals war es noch arg schwierig, umfassende Informationen über Musiker, Musikstile, Discographien etc. zu erhalten.

Über dieses Magazin findet sich eigentlich gar nichts im Internet und nun nach einem „Manfred Schmidt“ zu googlen, macht auch keinen rechten Sinn.

In meinem Keller-Archiv habe ich auch noch die 2. Ausgabe (demnächst in diesem Theater), ich vermute mal, sehr lange existierte diese Sammler-Zeitschrift nicht. Und naürlich würde ich mal wieder gerne wissen, was aus all diesen Enthusiasten geworden ist … im Laufe der Jahre.

Hier ein paar Beispiele aus dem Heft (40 Seiten)

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