Horst Reipsch und seine Combo – Klarinetten Zauber (1973)

FrontCover1Erst wollte ich es gar nicht glauben, dass diese LP erst im Jahr 1973 erschienen ist, zu antiquiert erschien mit die Hülle (insbesondere die Rückseite) und zu antiquiert lasen sich auch Titel wie „Schwarze Augen“, „Sektlaune“ oder „Es war im Mai“.

Aber diverse Quellen bestätigten das Erscheinungsjahr 1973. Und nun als zu Horst Reipsch:

Der aus einer Musikerfamilie stammende Horst Reipsch wurde 1925 in Magdeburg geboren. Bereits während seiner Schulzeit erhielt er Unterricht in Klavier, Klarinette und Saxophon. Nach dem Krieg spielte er in Varietees und schloss sich 1948 der Band „Remo“ von Ernst Mosch an. 1949 ging er nach Leipzig und spielte dort im Orchester von Kurt Henkels. Bis 1960 blieb er dort und komponierte einige recht erfolgreiche Titel, bevor er im gleichen Jahr in den Westen Deutschlands ging.(Quelle: ddr-tanzmusik.de)

In den 60er Jahren spielte er dann in der Kapelle von Max Greger … Tja, und dann verlaufen sich seine Spuren ein wenig, zumindest das Internet geizt hier mit ausführlicheren Informationenz

Seine Kompositionen sind auch einigen Scheiben der deutschen Unterhaltungsmusik zu hören (z.B. auf mindestens 2 Europhon LP´s) und für die Toni Carpenter Group komponierte er um 1970 auch ganz fleißig. Mit einem Armin Rusch veröffentlichte er auch ein Akkordeon-Album mit dem Titel „Schlager Hits Akkordeon“.

Vielleicht ergibt sich für mich ja nochmal die Möglichkeit mit mehr Ruhe zu recherchieren, würde mich nmämlich interessieren.

HorstReipschHorst Reipsch   * 1925 (Pseudonyme: Olaf Norstadt, Martin Laiser, Joe Palmer)Und eben hab ich doch noch was ergänzendes gefunden:

Horst Reipsch, gebürtig in Magdeburg, prägte nach dem Krieg ganz entscheidend den Musikmarkt in der DDR, bevor er Ende der fünfziger Jahre in den Westen siedelte und einen neuen Start als Komponist und Arrangeur wagte. Mit Erfolg, denn in den Sechzigern landete er einen Hit nach dem anderen und arbeitete mit vielen Künstlern in Rundfunk und Fernsehen zusammen. In seiner eigenen Combo agierte er als Soloklarinettist und Saxophonist und produzierte unter seinen Pseudonymen Olaf Norstad und Martin Laiser etliche Melodien für die Film- und Musikindustrie. (Quelle: hartmut-amberg.de)

Zu hören gibt es gepflegte Barmusik (nenn´ ich jetzt einfach mal so) … und irgendwie drängt sich mir der Gedanke auf, dass diese Stücke gar nicht 1973 eingespielt wurden, sondern eventuell in den 60er Jahren … aber, wie so oft bei solchen Billigproduktionen: genaueres weiss man nicht. Allerdings kann man laut der bereits oben erwähnte Website von Harmut Amberg davon ausgehen, dass die Musik ca. 1969 eingespielt wurde … nun gut.

Auf jeden Fall ist es eine heiter-beschwingte und irgendwie unschuldige Musik, die durchaus mal der momentanen Stimmung entsprechen kann.

Und zu guter letzt habe ich dann noch weitere Informationen über Hort Reipsch gefunden und zwar in der Zeitschrift „Rohrblatt“ (Die Zeitschrift für Oboe, Klarinette, Fagott und Saxophone) und zwar in der Ausgabe 27 (2012) bitte, geht doch …

DerEisverkäufer

Das Titelbild des Liedheftes „Der Eisverkäufer“ (DDR; 50er Jahre)

Besetzung:
Horst Reipsch (clarinet)
+
sein Combo

BackCover1.JPG

Viel einfallsloser geht´s nicht mehr: Die Rückseite der Hülle

Titel:
01. Happy Wood-Worms (Pfrenger/Reipsch) 2.18
02. La Golondrina (Serradell/Reipsch) 2.53
03. Echo-Blues (Laiser/Ackermann) 2.20
04. Slapstick (Pfrenger/Reipsch) 2.36
05. Moskauer Nächte (Solovieff-Sedoj) 2.10
06. Alo Ahe (Liliuokalani) 2.17
07. Schwarze Augen (Traditional) 3.03
08. Micky und Macky (Laiser/Ackermann) 1.54
09. Sektlaune (Eisenberg/Reipsch) 2.26
10. Glaub‘ daran (Eisenberg/Reipsch) 2.19
11. Es war im Mai (Eisenberg/Reipsch) 3.05
12. Taiga-Dixie (Reipsch/Ackermann) 1.58

LabelB1.JPG

*
**