Verschiedene Interpreten – Gala-Show der Stars (1970)

FrontCover1.JPGUnd wieder einmal eine dieser sog. Benefiz-LP´s der 70er Jahre …

Wir schreiben das Jahr 1970 und bei dieser LP geht es darum, die „Deutsche Sporthilfe“ zu unterstützen. Klar, es ging um die Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele 1972 in München … da wurde dieses Ereignis gepusht wie sonst noch was.

Und deshalb schreibt auch der schleimige und „ehrenwerte“ Herr Josef Neckermann ein paar Zeilen. Zur Erinnerung:

Am 15. September 1935 wurden die Nürnberger Rassengesetze erlassen. Jüdische Kaufleute wurden dadurch sowohl persönlich als auch unternehmerisch unter Druck gesetzt und deren Unternehmen auf legale Weise zu Spottpreisen „arisiert“. Neckermann profitierte mehrfach von diesen Zwangsverkäufen:

Josef Neckermann ließ sich von seiner Mutter seinen Erbanteil an der Kohlenhandlung in Höhe von 200.000 Reichsmark (RM) auszahlen. Am 25. Oktober 1935 übernahm er vom jüdischen Unternehmer Siegmund Ruschkewitz (1871–1940)[2] für 100.000 RM (wovon durch Neckermann nur 46.000 RM auf ein Sperrmark-Konto überwiesen wurden)[3] dessen 1898 gegründetes und wenig später in der Würzburger Schönbornstraße[4] befindliches Textilkaufhaus sowie das Niedrigpreisgeschäft Merkur mit insgesamt 130 Angestellten und 60 Außendienstmitarbeitern unter Übernahme der Schulden und Hypotheken. Die Warenhausbranche steckte in diesen Jahren in der Krise und der Kaufpreis lag deutlich unter dem Wert des Unternehmens.

Neckermann war 1933 der Reiterstaffel der SA beigetreten und wurde 1937 mit der Mitgliedsnummer 4.516.510 in die NSDAP aufgenommen. Im Jahr darauf entstand durch Arisierung des Unternehmens von Karl Amson Joel, (dem Großvater des US-amerikanischen Singer-Songwriters Billy Joel und des Dirigenten Alexander Joel) – er hatte sich in Nürnberg und in Berlin ein florierendes Textilherstellungs- und -versandunternehmen aufgebaut – die Wäsche- und Kleiderfabrik Josef Neckermann.

Neckermann drückte den Kaufpreis und richtete beim Bankhaus Hardy & Co. in Berlin ein Treuhandkonto auf – wie sich im späteren Wiedergutmachungsprozess herausstellte – seinen eigenen Namen ein. Neckermann begründete dies damit, dass er das Geld vor dem Zugriff der NSDAP schützen wollte. Der mittlerweile in die Schweiz geflüchtete Joel klagte auf Auszahlung des Geldes, die Klage wurde aber mit der Begründung abgewiesen, er sei „Devisenausländer“.

Neckermann besaß damit das viertgrößte deutsche Textil-Versandhaus (nach Quelle, Witt Weiden und Schöpflin). Mit den Unternehmen Joels übernahm Neckermann auch den Mietvertrag von dessen Villa in der Tannenbergallee im Berliner Westend, die er mit seiner Frau Annemarie Neckermann bezog. (Quelle: wikipedia)

Das nur so am Rande … aber unerwähnt lassen wollte ich diese Fakten nicht.

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Nun gut … wir hören hier ausschließlich „Stars“ aus dem Hause Decca/Telefunken:

Die meisten davon kann man in die Kategorie „abgehalfterte Schlagersternchen“ einordnen … das gilt natürlich nicht für die Knef die hier gleich zweimal vertreten ist. Und auch die Valente war alles andere als ein kurzfristiger Erfolg.

Aber dann treten u.a. auf: Die Peggy March (die fand ich damals Klasse), Manuela (deren Frühwerke Mitte der 60er Jahre hatten wirklich Pfiff) und die France Gall (nun ja … die fand ich als 15jähriger auch nicht schlecht *ggg*).

Der Ronny ist auch vertreten und eine Tanja Berg zelebriert die deutsche Version des Gassenhauers „Na Na Hey Hey Goodbye“ …

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11 der 12 Songs erschienen übrigens auch als Single, nur die „Schiwago Melodie“ in der Fassung von Martin Böttcher gab´s damals nur auf einer LP (zumindest mein jetziger Kenntnisstand) … da damals lauschenden Damen war das sicherlich gleichgültig, denn zum Schmelzen brachte sie diese Melodie auch so.

Gleiches gilt wohl für den ersten Peter Maffay Hit „Du“ … der hier ja neulich schon mal sehr kritisch bewertet wurde. Nicht ganz zu Unrecht … aber ich gestehe freimütig … damals hörte ich mir den Songs heimlich, ganz heimlich an (bevor ich dann wieder „Paranoid“ von Black Sabbath auflegte …) er wecke in mir als eben 15jährigen Knaben furchtbare Sehnsüchte nach der ewigen, allumfassenden Liebe … nun ja … das Leben hat mich natürlich eines anderen gelehrt … aber ich gestehe nicht minder freimütig: selbst heute noch lösen diese Zeilen (und die entsprechende Musik) in mir … sentimental-kitschige Emotionen rühren sich und der sentimentale Hund in mir, beginnt mit dem Schwanz zu wedeln (das soll jetzt allerdings kein obszöne Metapher sein …).

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Schwamm drüber.

Solche Benefiz LP´s haben ja auch immer wieder aus heutiger Sicht ein paar Raritäten zu bieten,so auch hier:

Da ist zum einen ein „Michelangelo“: Der heißt eigentlich Rainer Limpert:

Michelangelo, bürgerlich Rainer Limpert, (* 10. Mai 1946 in Binenwalde, Gühlen-Glienicke) ist ein deutscher Schlagersänger.

Rainer Limpert besuchte das Gymnasium bis zur Obersekunda und absolvierte dann die MichelangeloAusbildung zum Buchhändler. In Frankfurt am Main nahm er Gesangsunterricht und wirkte in der Pop-Band seines Bruders mit.

1969 veröffentlichte er seine erste Single Sie trägt blau, blau, blau und trat mit seinen Begleitmusikern als Michelangelo and his Group damit am 18. Oktober 1969 in Dieter Thomas Hecks ZDF-Hitparade auf. Die Singles Sie trägt blau, blau, blau und Wie ein Feuerwerk schafften es in die „Top 20“ der Zeitschrift Musikmarkt. 1971 konnte er seinen Titel Du bist meine Liebe zwei Wochen lang in den niederländischen „Top 40“ platzieren und erreichte dort Platz 22. Am 13. September 1971 trat er im ZDF-Magazin Die Drehscheibe als Sänger auf. Außerhalb der Niederlande erzielte er keine Charterfolge. Ein Tag mit Maria wurde ebenfalls von Michael Holm 1972 veröffentlicht.

Als 1971 Gunter „Yogi“ Lauke auf Anfrage von Albert-Carl Weiland (SR) Sänger für das Gesangsensemble Family Tree suchte, holte er Limpert mit ins Boot. Limpert sang bis zur Auflösung 1975 bei der Formation. (Quelle: wikipedia).

Er bracht es wohl auf insgesamt 8 Singles und hier macht er seine Sache gar nicht mal so schlecht.

Und dann haben wir noch eine gewisse Kirsti (Sparboe) … und stammte aus Norwegen:

Kirsti Sparboe (* 7. Dezember 1946 in Tromsø) ist eine norwegische Schlagersängerin und Schauspielerin.

Nach einer kaufmännischen Lehre arbeitete sie als Sekretärin. Sie trat in einer Tanzkapelle auf, nahm Gesangsunterricht und erhielt mit 17 Jahren ihren ersten Schallplattenvertrag. Bereits mit ihrer ersten Single Ballerina war sie 1964 in Norwegen und Schweden erfolgreich. 1965 nahm sie mit Karusell erstmals für Norwegen am Eurovision Song Contest teil, blieb aber ohne Erfolg wie auch bei ihren Teilnahmen 1967 und 1969.

KirstiEnde der 1960er Jahre kam sie unter dem Namen „Kirsti“ mit ihren von Telefunken produzierten Schlagern auch in die deutsche Hitparade. Ihren größten Erfolg hatte sie in der Bundesrepublik mit dem Titel Ein Student aus Uppsala, womit sie 1969 14 Wochen lang in den deutschen Charts vertreten war. 1970 beteiligte sie sich mit Pierre, der Clochard an der deutschen Vorentscheidung für den Grand Prix, konnte sich jedoch nicht qualifizieren. Mit den Singles Die treuen Husaren, Herzklopfen, Ich hab’ in Essen mein Herz vergessen, Pierre, der Clochard, Mr. Christopher Brown und Napoleon und Josephine konnte sie sich noch in einigen Rundfunk-Hitparaden platzieren. Sie wirkte auch in einigen Filmproduktionen mit. (Quelle: wikipedia)

Die konnte sich übrigens wesentlich länger halten … Bis in die 80er Jahre veröffentlichte LP`s und Singles.

Aber jetzt hinein ins Vergnügen, frei nach dem Motto:

Was so alles geschieht,
in der Carnaby Street,
und ein Carnaby Boy
spielt auf seiner guitar
für die Leute ein Lied
in der Carnaby Street.

Was so alles geschieht,
ja die Girls und die Boys
kommen raus aus dem Haus,
denn sie hören den Beat
in der Carnaby Street.

Allen geht der Beat in die Beine,
und die Melodie geht ins Ohr,
ja und alle denken das eine.
Das gibt es nur in der Carnaby Street.

Was so alles geschieht
in der Carnaby Street,
ja die Girls und die Boys
pfeifen alle das Lied
auf der Carnaby Street.

Was so alles geschieht
in der Carnaby Street,
ja die Girls und die Boys
zahlen gerne den Preis
und sie kaufen den Hit
auf der Carnaby Street.

la la la la …

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Titel:
01. Peggy March: In der Carnaby Street (Mayer/Bradtke) 3.05
02. Michelangelo: Wie ein Feuerwerk (Siegel/Sondock) 2.38
03. Caterina Valente: Tausend rosarote Pfeile (Little Arrows) (Hammond/ Hazelwood/Henning) 2.45
04. Peter Maffay: Du (Orloff/Kunze) 3.28
05. Hildegard Knef: Eins und eins, das macht zwei (Niessen) 2.53
06. Tanja Berg: Na Na Hey Hey Goodbye (de Carlo/Frashmur/Leka/Holm) 3.20
07. Hildegard Knef: Für mich soll’s rote Rosen regnen (Hammerschmid/Knef) 3.12
08. France Gall: A Banda (de Hollanda/Weyrich/Conta) 2.53
09. Manuela: Wenn du liebst (Heider/Relin) 3.59
10. Martin Böttcher: Schiwago-Melodie (Jarre) 2.12
11. Kirsti: Ein Student aus Uppsala (Mayer/Buschor) 2.17
12. Ronny: Nun leb wohl (Roloff/Hee) 2.55

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Die deutschen Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexico City:

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Ronny – Hohe Tannen (1967)

FrontCover1Jetzt wird es heimelig … Ronny auf dem Höhepunkt seiner Karriere:

Ronny, bürgerlich Wolfgang Roloff, (* 10. März 1930 in Bremen; † 18. August 2011 in Bremen) war ein deutscher Schlagersänger, Komponist und Produzent. Seine größten Erfolge hatte er in den 1960er-Jahren.

Wolfgang Roloff machte nach der Schule eine Ausbildung zum Tontechniker. 1954 war er Mitglied des Valerie Trios, zu dem Valerie Hueck und Eddy Börner gehörten. Das Trio wirkte in dem Film An jedem Finger zehn mit. Dann verließ Valerie Hueck das Trio, und Roloff und Börner machten als Duo weiter. Beide nahmen ab 1959 mehrere Singles unter dem Künstlernamen Bob & Eddy auf. In der Folgezeit erschienen weitere Singles mit Wolfgang Roloff, teilweise unter seinem bürgerlichen Namen, aber auch mit Rolf Simson als Die Colorados und als Die Blizzards mit Kai Warner, dem Bruder von James Last.

Ferner entstanden Instrumentalaufnahmen unter verschiedenen Namen. 1963 folgte die erste Soloaufnahme. Als Otto Bänkel nahm er die Titel Des Klempners Töchterlein und Das kommt vom vielen … auf. Noch im gleichen Jahr entstand eine Cover-Version des amerikanischen Standards Oh My Darling Clementine, die als Oh My Darling Caroline unter dem Künstlernamen RONNY erschien. Der Titel hielt sich mehrere Wochen in den Charts.

Weitere Erfolge folgten in den späten 1960er Jahren, bevor sich Ronny in den 1970er Jahren von der Bühne zurückzog. Er konzentrierte sich danach auf das Komponieren und das Produzieren. In dieser Zeit Autogrammkarteentstanden Titel unter anderem mit Mel Jersey und dem Kinderstar Heintje, für den er zusammen mit Hans Hee einige Titel schrieb (unter anderem Ich bau dir ein Schloss, Schneeglöckchen im Februar, Liebe Sonne lach doch wieder).

Am 9. Oktober 1981 trat Ronny mit dem Titel Hohe Tannen im Rahmen der ZDF-Fernsehshow Unsere schönsten volkstümlichen Lieder auf, welche in der Dortmunder Westfalenhalle aufgezeichnet wurde.

1984 nahm Ronny nochmals eine neue Langspielplatte auf, „Stimme des Meeres“. Danach widmete sich Ronny nur noch seinem Tonstudio, dem Studio Nord Bremen.

Aus Ronnys Feder stammt auch der Titel „Sierra madre del sur“, den er 1970 aufnahm. Der Titel war seinerzeit nur ein mäßiger Erfolg. 1987 nahmen die Schürzenjäger das Lied neu auf und landeten einen Superhit. Daraufhin wurde das Lied auch von zahlreichen anderen Künstlern aufgenommen – so von den Kastelruther Spatzen, von Heino, Tony Marshall und Marianne und Michael. Inzwischen gehört es zu den größten Erfolgen der deutschen Unterhaltungsmusik.

Wolfgang „Ronny“ Roloff starb im Alter von 81 Jahren und wurde auf dem Friedhof des Bremer Stadtteils Walle beigesetzt. (Quelle: wikipedia)

Hier nun sein Album „Hohe Tannen“, das zu seinen erfolgreichsten LP´s zählt: Es kletterte auf Rang 12 der deutschen Charts und hielt sich in den Chart glatte 20 Wochen !

Hatte Ronny ja am Anfang seiner Solo-Karriere fleißig an seinem „Cowboy“-Image gebastelt, so zelebriert er hier nun das deutsche Liedgut. Man mag eine solche Musik nicht mögen, dennoch: mit seiner samtenen Stimme gelingen ihm interessante Versionen bekannter Lieder wie „Ich weiß nicht, was soll das bedeuten“ oder „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“. Und mit Titeln wie „Tief drin im Böhmerwald“ oder „An der Saale hellem Strande“ bediente er gekonnt all die Heimatvertriebenen jener Jahre, die mit einer solchen Musik wohl eine Brücke zu der verlorenen Heimat schlagen konnten.

Wem gelegentlich dannach ist, sentimentalen Kitsch zu hören, ist bei Ronny jedenfalls bestens aufgehoben !

Ronny

Besetzung:
Ronny (vocals)
+
Studio Nord Orchester unter der Leitung von Franz Frankenberg

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Titel:
01. Hohe Tannen (Traditional) 2.46
02. Wenn alle Brünnlein fließen (Traditional) 2.25
03. Im grünen Wald (Traditional) 3.06
04. Drei Lilien (Traditional) 2.07
05. Ich weiß nicht, was soll es bedeuten (Traditional)     2:54
06. Muß wandern, muß wandern (Roloff/Hee)
07. Muß i denn, muß i denn… (Traditional) 1.53
08. Kein schöner Land (Traditional) 2.50
09. In einem kühlen Grunde (Traditional) 2.57
10. Steh‘ ich in finstrer Mitternacht (Traditional) 2.36
11. Wem Gott will rechte Gunst erweisen (Traditional) 2.11
12. Tief drin im Böhmerwald (Traditional) 3.34
13. An der Saale hellem Strand (Traditional) 2.11
14. ´s ist Feierabend (Günther)

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Grabstätte

Die Grabstätte von Wolfgang Roloff

Verschiedene Interpreten – Klingende Post: Herbst 1968 (1968)

FrontCover1Und jetzt ein kleiner Leckerbissen für Vinyl-Jäger: Die klingende Post !

„Die Klingende Post war eine von 1954 bis 1973 etwa zweimal jährlich erscheinende Werbeplatte im Single-Format (7“ 45 rpm) des deutschen Plattenlabels Teldec mit einer Übersicht seiner aktuellen Platten.

Ein Vorläufer der „Klingenden Post“ ist die Schallplatte Neuheiten und Bestseller (DE: Teldec T 71 262), die 1954 noch vor der Platte Klingende Post 1 (DE: Teldec T 71 330) bereits mit derselben Idee erschien. Die enthaltenen Lieder wurden jeweils kurz angespielt und zwischen 1956 und 1959 teilweise auch anmoderiert, sodass sich der Hörer einen Eindruck der kommenden Neuheiten machen konnte.

Anfänglich kosteten die Platten eine D-Mark, später wurden sie von den Geschäften kostenlos an ihre Kunden abgegeben, konnten also nicht käuflich erworben werden. Auf der Hüllevorderseite von Folge 9 (1957) stand der Vermerk „Warenprobe“, sodass vielleicht bereits diese Folge gratis verteilt wurde. Ab Folge 10 (1957) stand dann der Vermerk „Unverkäuflich“ auf der Etikette, wenn für diese Folge auch nicht auf allen Pressungen. Der beigefügte Bestellzettel enthält auch Tips für andere, auf der Platte selbst nicht zu hörende Aufnahmen.

Eine der Inschriften am Plattenrand lautete anfänglich: „Einspielungen: Telefunken-, Decca-, Capitol­-Aufnahmen“. Mit Folge 8 (1957) entfiel der Firmenname Capitol, weil dieses Plattenlabel vom Lindström-Konzern (Lindström-Electrola) übernommen worden war. Stattdessen waren neu die beiden Namen RCA und London zu lesen. Ab der Folge I/1963 kam noch der Name Warner Bros. hinzu, der allerdings schon auf Hüllen vorheriger Ausgaben vermerkt stand. Ab Mitte der 1960er Jahre standen noch weitere Firmennamen auf den Hüllen, die jedoch nicht auf den Etiketten vermerkt wurden.

SingleASeite1Ab Folge I/1962 wurde die bis zur Folge 17 übliche durchgehende Nummerierung abgelöst und neu stattdessen Jahreszahl und die Ausgabe innerhalb des Jahres angegeben.

Üblicherweise erschien eine neue Folge in einer anderen Farbe als die vorhergehende, wobei auch schon mal auf einen Farbwechsel verzichtet wurde. Daneben gab es auch für einzelne Folgen auch Pressungen in verschiedenen Farben.

Ebenso gab es Pressungen ein und derselben Folge mit voneinander abweichenden Katalognummern, wobei die Platten dann auch unterschiedliche Titelzusammenstellungen enthielten. Andererseits gab es aber auch verschiedene Titelzusammenstellungen unter gleichlautenden Katalognummern.

Ein Kennzeichen der Etiketten war das Posthorn in der oberen Hälfte. Viele Schallplattenhändler liessen sich ihre Exemplare der „Klingenden Post“ mit ihrem Namen und ihrer vollen Anschrift auf dem Etikett über das Posthorn drucken. Teilweise wurde auch zusätzlich ein kurzer Werbespot in eigener Sache in die Platte eingespielt. Ab Folge I/1963 entfiel bei manchen dieser Auftragspressungen das Posthorn, dafür standen dann Name und Anschrift des Bestellers auf der Etikette. Bei späteren Folgen ersetzte das Posthorn der Vermerk „Musterplatte für den Fachhandel unverkäuf­lich“. Daneben gab es für dieselben Nummern auch Ausgaben mit Posthorn. Vereinzelt gab es auch Etiketten mit vollkommen anderem Aussehen, also Spezialanfertigungen im Auftrag bestimmter Geschäfte.“ (Quelle: mikiwiki)

Und hier nun die 2. Ausgabe des Jahres 1968 … die politischen Umwälzungen jener Zeit sind musikalisch nicht mal zu erahnen … Aber Spaß macht es halt dennoch, in solch einen Leckerbissen der musikalisch eher bescheidenen Art hinein zu hören … viel easy listening, ein wenig Jazz und ein paar deutsche Titel … so etliche Interpreten kennt man heute gar nicht her. Aber: 22 Titel in 14 Minuten, dass nenn ich ne knackige Form der Komprimierung ! … Viel Vergnügen !

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Titel:

Seite 1: (7.04)
01. Chris Bruhn mit seinem Orchester: Simon Says
02. Tom Jones: You Can´t Stop Love
03. Horst Fischer: Love Is Blue
04. Ronny: Hohe Tannen
05. Kookie Freeman: Ol´Man River
06. Engelbert: Spanish Eyes
07. The Tatoos: A Banda
08. Klaus Wunderlich: Sind Sie der Graf von Luxemburg
09. Willy Schneider: Schütt´ die Sorgen in ein Gläschen Wein
10. Egerländer Musikanten: Mein erster Ball
11. Original Oberkrainer: Regenbogen über Oberkrain

Seite 2: (7.06)
01. Emundo Ros: In A Little Spanish Town
02. Ted Heath: Two ò Clock Jump
03. Harry James: By A Sleepy Lagooon
04. Les Paul: Lover
05. Frank Chacksfield: In The Still Of The Night
06. Stanley Black: La Bamba
07. Ivor Raymonde Singers: Written On The Wind
08. Maurice Larcange: Michelle
09. Shake Keane: Chain Of Fools
10. Werner Müller: Der dritte Mann
11. Heeresmusikkorps: Auftakt der Fanfaren

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Verschiedene Interpreten – Die große Star- und Schlagerparade 1964 – 1. Ausgabe (1964)

FrontCover1Viel familiengeschichtliches ging mir durch den Kopf, als ich im Oktober 2013 erfahren habe, dass mein älterer Bruder mit der Diagnose Lungenkres zu leben hatte (2 Monate später ist er dann vertorben) und so habe ich damals eine der ersten LP`s die ich als damals neunjähriger (!) bereits mit roten Ohren gehört habe (heimlich, denn meine Eltern wollten nicht, dass ich zu früh mit diesem „Schlagerdreck“ in Berührung kam), auflegte.

Ich glaube mich zu erinnern, dass dies die 2. LP war, die mein Bruder sein eigen nennen konnte.

Geboten wird ein bunter Strauß von damals populären Melodien … Und bei erneutem Anhören werden diverse Erinnerungen wach …

RobDenis

Vieles gefällt mir auch heute noch im Rahmen meiner Neigung zu „leichter Kost“ (die gelegentlich zum Vorschein kommt) … Manuela ist einfach nur dufte, „If I Had A Hammer“ bleibt ein Klassiker (auch wenn mir der Interpret Rob Denis völlig unbekannt ist … und sollte es sich bei „The Lords“ um DIE „Lords“ handeln ? … Keine Ahnung).

Der unvergessene Billy Mo ist und bleibt drollig, Hannelore Auer wurde spätzer die Frau von Heino, Caterina Valente hatte einfach Stil (*schmacht*) und auch Pat Boone macht eine gute Figur.

Und dann hat man auch noch den Oldtimer Will Glahé mit reingeschmuggelt …holla hi, holla ho !

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Titel:
01. Manuela: Mama, ich sag´ dir was (Bruhn/Buschor) 2.10
02. Gerd Böttcher: Lady Lou (Mann/Apple/Ritter) 2.13
03. Billy Mo: Ich sitz in meinem Angelkahn (Niessen/Bradtke) 2.49
04. Caterina Valente: Schiff der schönen Träume (Peeters/Feltz) 2.29
05. Pat Boone: Baby Sonnenschein (Mayer/Hertha) 2.17
06. Michael Holm: Das kannst du mir nicht verbieten (Samwell/Slater/Bradtke) 2.33
07. Hannelore Auer & Teddy Parker: Was man von den Sternen so alles lernen kann (Mayr/Niessen) 2.33
08. Vico Torriani: Ski-Twist (Mayer/Hertha) 2.20
09. Ronny: Oh My Darling Caroline (Jorge/Hausmann) 2.41
10. Pat Boone: Wie eine Lady (Niessen) 2.25
11. Manuela: Horch was kommt von draußen rein (Traditional/Bruhn/Buschor) 2.10
12. Teddy Parker: Hätt´ ich ein weißes Sportcoupé (Mayer/Niessen) 2.21
13. Will Glahé: Drina-Marsch (Binticki) 3.08
14. Rob Denis with The Lords: If A Had A Hammer (Haye/Seeger) 2.38
15. Caterina Valente: Gitarren von Mexiko (Galatis/Feltz)
16. Gerd Böttcher: Tschau – Auf Wiedersehn (Torselli/Müller/Loose) 2.27

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Manuela

Manuela