Kyu Sakamoto – Sukiyaki + 4 (1963)

FrontCover1Es mag ja sein, dass ich momentan ein wenig albern gestimmt bin; denn man kann sich erstmal mit Fug und Recht fragen, was die Aufnahme eines Japaners namens Kyu Sakamoto in diesem blog, der sich ja „Allerlei buntes aus deutschen Landen“ nennt, zu suchen hat.

Nun, dafür gibt es zwei Gründe: Der eine ist ganz sicher, dass diese fremdartig klingende Musik im Jahre 1963 in Deutschland wie eine Bombe eingeschlagen ist.  Und deshalb ein paar Informationen über diesen Kyu Sakamoto

Kyū Sakamoto (jap. 坂本 九, Sakamoto Kyū, bürgerlich: 大島 九, Ōshima Hisashi; * 10. Dezember 1941 in Kawasaki, Präfektur Kanagawa; † 12. August 1985 bei Ueno, Präfektur Gunma) war ein japanischer Sänger und Schauspieler, der insbesondere durch den 13-fachen Millionenseller[1][2] und Evergreen Sukiyaki weltweit bekannt wurde.

Sakamoto hatte bereits 1959 angefangen zu singen, zunächst als Mitglied der Gruppe The Paradise Kings. Später trat er als Solist auf, wurde dabei entdeckt und bekam einen Plattenvertrag. Er wurde in Japan sehr schnell zum Star.

KyuSakamotoKyū Sakamoto kam am 12. August 1985 beim Absturz des Japan-Airlines-Fluges 123 ums Leben.

Ende 1962 veröffentlichte er das Lied Ue o muite arukō. Der Titel bedeutet ungefähr „Während ich laufe schaue ich nach oben …“, weiter heißt es im Text: „… damit die Tränen nicht herunterfließen“ (namida ga kobore nai you ni).

Dieses Lied hörte der Besitzer einer englischen Plattenfirma bei einer Geschäftsreise. Er kaufte es und ließ es in England von Kenny Ball unter dem Titel als Instrumentalstück veröffentlichen. Da dieser dem englischen Publikum nicht den japanischen Titel „zumuten“ wollte, veröffentlichte er es unter dem Titel Sukiyaki – einem japanischen Eintopfgericht –, der mit dem Inhalt des Liedes in keiner Beziehung steht. Es erreichte Platz 10 der britischen Hitparade.

Capitol Records veröffentlichte dann 1963 das Original von Kyū Sakamoto ebenfalls unter dem Namen Sukiyaki. Diese japanisch gesungene Version wurde sofort Platz 1 der US-amerikanischen Charts und darüber hinaus ein internationaler Megaseller. Eine deutsche Fassung der Blue Diamonds erreichte in Deutschland ebenfalls Platz 2.[7]

Das Lied Sukiyaki wurde später noch mindestens 150 Mal gecovert, unter anderem von der Formation A Taste of Honey (1981).

In Deutschland tummelte er sich wochenlang in den Charts (Hitparaden) und erklomm doch glatt Platz 2 …

Und auch heute noch entfaltet dieser wirklich magische Gesang seine Wirkung … irgendwie unglaublich !

KyuSakamoto2

Ein weiterer Grund für diese Präsentation ist dann natürlich auch, dass es deutsche Versionen von diesem Klassiker gegeben hat … einmal von dem niederländischem Duo „Blue Diamonds“ und dann von der Sängerin Yvonne Carré (eine Sängerin, mit der ich mich wohl in nächster Zeit intensiver beschäftigen muss und nicht weil sie mit Frank Valdor verheiretat war).

Und dann noch eine weitere deutsche Fassung von dem Sänger Rainer Hoeglmeier, der früher bei der Gruppe „Wind“ relativ erfolgreich war (auch davon wird man hier demnächst was zu lesen bekommen) …

Aber jetzt erstmal … schwärmen ob dieser famosen Stimme und natürlich halte ich auch inne, angesichts des schrecklichen Ende seines Lebens.

SingleHülenCarréBlue Diamonds

Titel:
01. Sukiyaki (Ueo Muite Arukou) 3.07
02. Anoko-No (Namae-Wa Nantenkana) (Rohusuke/Hachidai) 2.56
+
03. Sukiyaki (Rohusuke/Hachidai) (Blue Diamonds Version) 1.46
04. Sukiyaki (Rohusuke/Hachidai/Wolf) (Yvonne Carré Version) 2.56
05. Sukiyaki (Rohusuke/Hachidai) (Rainer Hoeglmeier Version) 3.06

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Die Original-Single aus Japan

Die Original-Single aus Japan