Weihnachten 2018 (01): Verschiedene Interpreten – Süßer die Glocken nie klingen – Ein festliches Weihnachtskonzert (1968)

FrontCover1.JPGUnd die diesjährige Advents- und Weihnachtssaison geht gleich gut los: Hier ein opulentes Festkonzert zur Weihnachtszeit, dargeboten von Künstlern … bei denen das Bildungsbürgertum der 60er Jahre ganz sicher nur mit der Zunge schnalzte … und die 2 LP´s waren in einer aufwendigen Box verpackt. Aufwendig z.B., weil bei der Vorderseite bei der Box ein Oval ausgestanzt war, in dem man dann die schneebedeckte Landschaft sehen konnte, die das Bild zum Begleitheft war.

Die Musik ist eine Mischung aus traditionellen ‚Weihnachtslieder und klassischen Kompositionen (Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart u.a.) zur Weihnachtszeit.

Und klangvolle Namen wie Rudolf Schock, Erika Köth und Ingeborg Hallstein hätten meine Eltern doch sehr erfreut. Wir hören aber auch gänzlich unbekannte Namen wie der „Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh“ und das „Siegerland Orchester“

Ja und dann noch etliche Orgelwerke (gespielt von Organisten wie Markus Rauschner und Flor Peesters)

Und mein Vater, ja, der hätte zumindest innerlich gestrahlt, wenn er das schlesische Weihnachtslied „Transeamus usque Bethlehem“ gehört hätte.

Und wer glaubt, er kenne alle Weihnachtslieder täuscht sich. Zumindest mir war z.B. „Heilige Nacht, Nacht der unendlichen Liebe “ oder „Lobe den Herren, den mächtigen König“ bis dato gänzlich unbekannt.

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Schade nur, dass insbesondere die katholische Kirche von dieser Friedensbotschaft eigentlich kaum Notiz nahm in all den Jahrhunderten … dafür soll sie in der Hölle schmoren !

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Und erneut bin ich verwundert, dass uns diese oftmals sehr alten Melodien (so stammt z.B. der Weihnachtsklassiker „Zu Bethlehem geboren“aus dem Jahr 1638; komponiert wurde es in Köln).

Nun ja … ich habe vorhin ja die Bildungsbürger der 60er Jahre angesprochen … und im Jahr 2018 sitzt dann so ein ex-68er vor dem PC und überlegt, ob er nicht just diese Aufnahmen für das heurige Weihnachtsfest auflegen soll (quasi als Referenzaufnahme) … und der kleine, eigene Bildungsbürger sitzt ihm dabei grinsend auf der Schulter…

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Titel:

Sänger und Bläser der Westfälischen Kantorei:
01. Herr, unser Herrscher (Schütz) 5.16

Flor Peesters:
02. Bun Komm, der Heiden Heiland (Buxtehude) 2.22

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
03. Vom Himmel hoch, da komm´ ich her (Luther) 2.10

Das Südwestdeutsche Kammerorchester:
04. Pastorale (Manfredini) 4.49

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
05. Süßer die Glocken nie klingen (Traditional) 2.02

Der Dresdner Kreuzchor:
06. Ein Kind ist uns geboren (Schütz) 4.07

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
07. Es ist ein Ros´ entsprungen (Preatorius) 2.18

Ingeborg Hallstein, Franz Lehrndorfer & Orchester des Bayerischen Rundfunks:
08. Alleluja (Mozart) 2.32

Der Dresdner Kreuzchor:
09. Hodie Christus natus est (Sweelinck) 4.22

Rudolf Schock & Die Berliner Symphoniker:
10. Zu Bethlehem geboren (Traditional) 2.32

Markus Rauschner:
11. Air aus der Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068 (Bach) 2.56

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
12. Vom Himmel hoch, o Englein kommt (Traditional) 3.03

Flor Peesters:
13. In dulci jubilo BWV 618 (Bach) 1.40

Rudolf Schock & Die Berliner Symphoniker:
14. Dank sei dir, Herr (Händel) 3.55

Der Schwäbische Singkreis & Das Stuttgarter Bachorchester:
15. Gloria patri BWV 243 (Bach) 2.36

Rudolf Schock, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
16. O du fröhliche (Traditional) 2.31

Der Schwäbische Singkreis & Das Stuttgarter Bachorchester:
17. Magnificat anima mea BWV 243 (Bach) 3.50

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
18. Denn es uns ein Kind geboren (Händel) 5.11

Michael Theodore & Das Orchester Harry Plewa:
19. Ich steh´ an deiner Krippen hier BWV 469 (Bach) 3.04

Die Berliner Symphoniker:
20. Pastorale (Händel) 2.53

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
21. Ehre sei Gott in der Höhe (Händel) 1.55

Markus Rauschner:
22. Ave verum corpus (Mozart) 3.31

Erika Köth & & Die Berliner Symphoniker:
23. O Jesulein zart (Traditional) 2.55

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
24. Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn (Händel) 3.43

Der Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh & Das Siegerland Orchester:
25. Gloria in excelsis Deo BWV 191 (Bach) 6.24

Michael Theodore & Das Orchester Harry Plewa:
26. Herbei o ihr Gläubigen (Traditional) 2.12

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer:
27. Transeamus usque Bethlehem (Schnabel) 2.50

Markus Rauschner:
28. Lobe den Herren, den mächtigen König (Walter) 3.37

Der Bielefelder Kinderchor & Friedrich Wilhelm Schnurr:
29. Heilige Nacht, Nacht der unendlichen Liebe (Reichardt) 2.07

Erika Köth, Günther Arndt Chor & Die Berliner Symphoniker:
30. Stille Nacht, heilige Nacht (Gruber/Mohr) 4.00

Der Chor der St. Hedwigs – Kathedrale Berlin, Wolfgang Meyer & Die Berliner Symphoniker:
31. Hallaluja (Händel) 4.42

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Die Rückseite der Box

Verschiedene Interpreten – Hans Rosenthal präsentiert Höhepunkte aus „Das gibt´s nur einmal“ (1983)

FrontCover1Im Jahre 1983 präsentierte die ARD ein ganz besondere Show !

Um dieses Satz so richtig zu verstehen, bedarf es einer Einnerung an Hans Rosenthal:

Hans Rosenthal wuchs in einer jüdischen Familie in Berlin-Prenzlauer Berg (Winsstraße 63) auf und erlebte als Kind die wachsende antisemitische Verfolgung durch den Nationalsozialismus. Sein Vater starb 1937 an Nierenversagen, seine Mutter 1941 an Darmkrebs. Sein Bruder Gert (26. Juli 1932−Oktober 1942)[1] und andere Angehörige wurden im Holocaust ermordet. Hans Rosenthal wurde ab 1940 von den Nationalsozialisten zu Zwangsarbeit herangezogen; er arbeitete u.a. als Totengräber bei Fürstenwalde und als Akkordarbeiter in einer Blechemballagenfabrik in Berlin-Weissensee und Torgelow. Ab 1943 tauchte er in der Berliner Kleingartenanlage „Dreieinigkeit“ (Bezirk Lichtenberg) unter und überlebte bis zum Kriegsende im Versteck, wo er von drei nichtjüdischen Berlinerinnen unterstützt wurde.

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Der kleine Hans Rosenthal

1945 machte er eine Ausbildung beim Berliner Rundfunk, wo er danach als Regieassistent arbeitete und das erste Hörspiel Nathan der Weise betreute. Zeitweise war er auch im Betriebsrat des Berliner Rundfunks tätig, dies führte jedoch zunehmend zu Konflikten mit den Aufsichtsgremien der sowjetisch gesteuerten Rundfunkanstalt. Deshalb ging Rosenthal im Jahre 1948 in die Westsektoren und wechselte zum RIAS, wo er zunächst als Aufnahmeleiter und Unterhaltungsredakteur seine Rundfunkkarriere startete. Er wurde schließlich einer der beliebtesten deutschen Quizmaster von Unterhaltungssendungen im Hörfunk. Beim RIAS Berlin gestaltete er in den 1950er- bis 1980er-Jahren Rate- und Unterhaltungssendungen, die er auch meistens selbst entwarf. Dazu gehören Allein gegen alle, Wer fragt, gewinnt, Kleine Leute – große Klasse, Das klingende Sonntagsrätsel, Spaß muß sein, Opas Schlagerfestival, Da ist man sprachlos, Frag mich was, Die Rückblende und Günter Neumann und seine Insulaner (als Aufnahmeleiter), Spiel über Grenzen und im Fernsehen Gut gefragt ist halb gewonnen, Dalli Dalli sowie Rate mal mit Rosenthal, KO oder OK, Alles mit Musik, Eins plus eins gegen zwei, Erinnern Sie sich noch ?, Gefragt – Gewusst – Gewonnen, Mal seh’n was uns blüht, Quizparade, Hans Rosenthal stellt vor, Zug um Zug und Das Schlagerfestival der 20er Jahre im ZDF. Eine seiner besten Sendungen war die ARD-Show Das gibt’s nur einmal – Noten, die verboten wurden (Buch: Curth Flatow) aus dem Jahre 1983; in dieser Sendung versuchte Rosenthal, die Zeit des Nationalsozialismus in einer Unterhaltungssendung zu verarbeiten. Hier zeigte Rosenthal in einer pointiert gesetzten Conference, dass er neben seiner vielseitigen Arbeit als Quiz- und Showmaster auch über

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Der große Hans Rosenthal

lange Jahre hinweg politische Kabarettsendungen gestaltet und geleitet hat. Seine Schlussconference von damals hat auch heute nichts an Aktualität eingebüßt: „Vor 50 Jahren fing alles an, und wir alle können nur hoffen, dass diese Vergangenheit keine Zukunft hat!“ Der SPIEGEL schrieb in den 1980er-Jahren über Rosenthal, dass seine Herzlichkeit „nahe dem Gefrierpunkt“ sei und er allzu harmlos daherkam. Beim Fernseh- und Radiopublikum kam Rosenthal jedoch nach wie vor gut an. Bekannt wurde er durch die Moderation der ZDF-Sendung Dalli Dalli und seine wiederkehrende Frage an das Publikum „Sie sind der Meinung, das war…?“, worauf das Publikum stets begeistert „Spitze!“ rief, während Rosenthal einen – im Fernsehbild kurz „eingefrorenen“ – Luftsprung vollführte, der sein Markenzeichen wurde.
Obwohl Rosenthals Betätigungsfeld im Hörfunk und Fernsehen überwiegend auf Deutschland konzentriert war, hat er auch einige Sendungen im Ausland produziert: Bereits im Jahre 1966 veranstaltete er im Paris Theatre in London die Sendung „Spaß muß sein“ (Aufnahme: 11. Juli 1966) anlässlich der Fußballweltmeisterschaft (eine Coproduktion zwischen der BBC – Deutschsprachiger Dienst und dem RIAS, SFB, NDR und SDR); es folgten aus der Schweizer Halle in Tondern/Dänemark „Wer fragt – gewinnt“ (Aufnahme: 11. April 1970) und „Spaß muß sein“ aus dem Brucknerhaus in Linz/Österreich (Aufnahme: 10. November 1984) sowie jeweils 2 Sendungen jährlich von „Dalli, Dalli“ aus Wien.
Zwei von Rosenthal begründete Hörfunk-Sendereihen laufen im Deutschlandradio Kultur. Es ist die Reihe Sonntagsrätsel (früher: Das klingende Sonntagsrätsel), die sonntags mit Christian Bienert als Moderator ausgestrahlt wird, und das Städtequiz Allein gegen alle, das im Rahmen der Reihe Aus den Archiven einmal im Monat gesendet wird.
Rosenthal engagierte sich seit den 1960er Jahren im Zentralrat der Juden in Deutschland, ab 1973 als Mitglied seines Direktoriums, in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sowie in diversen sozialen Projekten. Sein bevorzugter Ferienort war Utersum auf Föhr, dessen Ehrenbürger er wurde.

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In der Zeit von 1965 bis 1973 war der bekennende Fußballfan auch Präsident des Fußballvereins Tennis Borussia Berlin. Die in diesem Verein tätige und von ihm mitgegründete „Prominenten-Elf“ trägt seit seinem Tod den Namen „Hans-Rosenthal-Elf“ und sammelt Gelder für die Hans-Rosenthal-Stiftung „Schnelle Hilfe in akuter Not e.V.“
1980 veröffentlichte Rosenthal unter dem Titel Zwei Leben in Deutschland seine Autobiographie. Er starb 1987 an Magenkrebs und wurde auf dem Jüdischen Friedhof Heerstraße in Berlin beigesetzt. Mit seiner Frau Traude hat Hans Rosenthal eine Tochter und einen Sohn.(Quelle:

Rosenthal war also mehr als unmittelbar vom dreckigen Terror des Nazipacks betroffen.  Dass er damals diese Show moderierte, erfüllt mich heute mich großer Achtung, auch wenn ich damals seinen “Dalli-Dalli“ Klimbim als mehr als überflüssig empfand.

Und die „Jüdische Allgemeine“ Zeitung schrieb erst neulich (09.01.2014) über diese Show:

Das gibt’s nur einmal – Noten, die verboten wurden«, lautete der Titel einer Show, die Hans Rosenthal 1983 in der ARD präsentierte. Auf dem Programm: populäre Musik mit Texten und Melodien jüdischer Autoren und Komponisten, die unter den Nazis in Deutschland Aufführungsverbot hatten.

Werner Richard Heymann etwa, desssen Schlager Das gibt’s nur einmal der Sendung den Namen gab, Fritz Rotter und Walter Jurman von den »Comedian Harmonists« (Veronika, der Lenz ist da), Operettenkomponisten wie Leon Jessel (Schwarzwaldmädel), Emmerich Kálmán (Die Csárdásfürstin) und Paul Abraham (Ball im Savoy).

Die von ihm ausgewählten Musiktitel ergänzte Rosenthal mit Zitaten aus der Zeit des Nationalsozialismus und Ausschnitten aus der Wochenschau. Diese Sendung war für ihn eine Herzensangelegenheit. Hans Rosenthal hatte die Schoa versteckt in einer Laubenkolonie überlebt.

»Es war ein dunkles, trauriges Kapitel im Buch der deutschen Geschichte, das vor 50 Jahren anfing«, sagte der populäre Entertainer in der Live-Sendung: »Ich bin stolz, als Berliner diese Sendung präsentieren zu dürfen. Von hier nahm vieles, beinahe alles davon, seinen Anfang, aber hier haben auch viele schöne Melodien das Licht der Welt erblickt.«

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Und in wikipedia kann man dann noch folgendes über diese Show lesen:

„Zu einer seiner besten Sendungen zählt die ARD-Show „Das gibt’s nur einmal – Noten, die verboten wurden“ (Buch: Curth Flatow) aus dem Jahre 1983; in dieser Sendung versuchte Rosenthal, die Zeit des Nationalsozialismus in einer Unterhaltungssendung zu verarbeiten. Hier zeigte Rosenthal in einer pointiert gesetzten Conference, dass er neben seiner vielseitigen Arbeit als Quiz- und Showmaster auch über lange Jahre hinweg politische Kabarettsendungen gestaltet und geleitet hat. Seine Schlussconference von damals hat auch heute nichts an Aktualität eingebüßt: „Vor 50 Jahren fing alles an, und wir alle können nur hoffen, dass diese Vergangenheit keine Zukunft hat!“

Ich kann da nur sagen: Respekt, auch wenn die Musik … nur bedingt zu meinem bevorzugtem Repertoire gehört (wobei mir Seite 2 mit ganz viel Horst Jankowski deutlich besser gefällt).

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Besetzung:
Diverse Interpreten
+
Rias Orchester unter der Leitung von Horst Jankowski
Rias Orchester unter der Leitung von Willy Mattes

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Titel:
01. RIAS Orchester: Das gibt´s nur einmal (Richard/Heymann/Gilbert) 1.38
02. Heinz Holecek: Die Musik kommt (Straus/v.Liliencron) 2.52
03. Brigitte Lindner: Erklingen zum Tanze die Geigen (Jessel/Neidhardt) 1.30
04. Martin Finke & Dagmar Koller: Malwine, ach Malwine (Jessel/Neidhardt) 0.48
05. Martin Finke: Mädle aus dem schwarzen Wald (Jessel/Neidhardt) 1.09
06. Rudolf Schock: Zwei Märchenaugen (Kálman/Brammer/Grünwald/Jenbach) 2.18
07. Frieder Stricker: Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht (Kálman/Stein) 2.18
08. Martin Finke & Brigitte Lindner: Irgendwo auf der Welt (Heymann/Gilbert) 2.25
09. Tamara Lund: Heut könnt´ einer sein Glück bei mir machen (Fall/Schenzer/Wellisch) 1.24
10. Ernst H. Hilbich & Tamara Lund: Joseph, ach Joseph (Fall/Schenzer/Wellisch) 1.30
11. Botho Lucas-Chor: Ausgerechnet Bananen (Yes, We Have No Bananas) (Silver/Cohn/Beda) 1.10
12. Horst Jankowski: Alexanders´s Ragtime Band + Always (Berlin) 1.25
13. Botho Lucas-Chor: Veronika, der Lenz ist da (Jurmann/Rotter) 1.37
14. Horst Jankowski: Tiger Rat (LaRocca) 1.08
15. Botho Lucas-Chor: Ich weiß nicht, was soll das bedeuten (Die Loreley) (Silcher/Heine) 1.13
16. Horst Jankowski: Parade der Zinnsoldaten (Jessel) 1.44
17. Beate Granzow, Helmut Wallner & Tamara Lund: Es ist so schön am Abend bummeln zu gehn + Toujours L´amour (Abraham/Günwald/Löhner) 2.17
18. Beate Granzow & Helmut Wallner: Mausi (süß warst du heute nacht) (Abraham/Günwald/Löhner) 0.58
19. Horst Jankowski: Macke-Messer-Song (Brecht/Weill) 2.10
20. Beate Granzow & Helmut Wallner: Wer wird denn weinen, wenn man auseinandergeht + Und zum Schluß schuf der liebe Gott den Kuss (Hirsch/Rebner/Berg) 1.56
21. Willy Mattes: Can-Can (Offenach) 1.56

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Verschiedene Interpreten – Die Rose von Stambul + Gräfin Dubarry (Operetten-Querschnitte) (1962)

FrontCover1Und jetzt springen ir mal wieder in die Welt der Drama und die Welt des Pathis, die dem Operetten-Genre so eigen ist.

Die Rose von Stambul ist eine Operette in drei Akten von Leo Fall. Das Libretto verfassten Julius Brammer und Alfred Grünwald. Das Werk gehört zur Silbernen Operettenära und erlebte seine Uraufführung am 2. Dezember 1916 im Theater an der Wien in Wien.

Die beiden ersten Akte spielen in Konstantinopel (Türkei) und der dritte Akt in einer Hotelhalle in der Schweiz vor 1914.

Achmed Bey ist ein aufgeklärter junger Türke und sehr westlich gesinnt. Sein Kopf ist voller Pläne, wie man die türkische Gesellschaftsordnung reformieren könnte. Weil jedoch sein Vater ein angesehener Staatsminister ist, wagt er es nicht, seine Ideen unter seinem richtigen Namen zu veröffentlichen. Dank seiner literarischen Begabung und guter Kenntnisse der französischen Sprache kommt ihm der Gedanke, einen spannenden Roman zu schreiben und darin seine Gedanken auszubreiten. Als Autor verwendet er das Pseudonym „André Léry“. Das Buch entwickelt sich rasch zu einem Bestseller, der vor allem bei modern eingestellten Türkinnen großen Anklang findet.

Kamek Pascha ist einer der angesehensten Türken und noch tief in der osmanischen Familientradition verwurzelt. Ganz anders seine Tochter Kondja Gül. Bei ihr fallen André Lérys fast schon revolutionäre Ideen auf fruchtbaren Boden. Zwischen den beiden entspinnt sich ein umfangreicher Schriftverkehr, bei dem sie sich gegenseitig immer mehr schätzen lernen.

Postkarte

Alte Postkarte

Kondja Gül war noch im Kindesalter, als sie von ihrem Vater dazu ausersehen wurde, einmal Achmed Beys Frau zu werden. Nun, da sie jetzt im heiratsfähigen Alter ist, soll bald die Hochzeit stattfinden. Darüber ist Kondja tief traurig; aber sie weiß, dass es zwecklos ist, gegen diese Tradition aufzubegehren. Es ist ihr auch verwehrt, ihren späteren Ehemann schon vor der Hochzeit zu sehen. Selbst bei der Verlobung darf sich das Paar nur hinter einem Wandschirm unterhalten. Achmed weiß, wer seine Braut ist. Er ist auch aufrichtig in sie verliebt, doch verschweigt er ihr, gleichzeitig auch „André Léry“ zu sein.

Die Hochzeitsnacht wartet mit einem Skandal auf: Kondja Gül gesteht ihrem Gatten, dass sie ihn nur wegen der Familientradition geheiratet habe. Sie empfinde aber nichts für ihn. Ihre wahre Liebe gehöre dem französischen Schriftsteller André Léry. Als ihr Achmed gesteht, selbst jener Autor zu sein, glaubt sie ihm kein Wort.

Tags darauf bricht Kondja Gül in die Schweiz auf, nachdem sie in der Hochzeitsnacht von ihrem Mann gehört hat, dass sich André Léry dort gerade aufhalten solle. Als sie sich an der Hotelrezeption nach dem Schriftsteller erkundigt, muss sie erfahren, dass man ein Ehepaar Léry erwarte. Diese Kunde bricht ihr fast das Herz. Kaum angekommen, will sie auch gleich wieder abreisen. Plötzlich sieht sie ihren Ehemann Achmed auf sich zukommen. Jetzt fällt es ihr wie Schuppen von den Augen: Ihr Ehemann und der französische Dichter sind ein und dieselbe Person.

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Gräfin Dubarry („Die Dubarry“) ist eine Geschichte aus der Zeit des Vorabends der Französischen Revolution über starke Frauen: Die Operette zeigt den Weg einer Frau von der Hutmacherin zur Geliebten und politischen Beraterin des Königs von Frankreich mit viel Gespür für emotionale Beweggründe und Sinn für feinen Humor und Spitzfindigkeiten.

Stars dieser Ausnahme sind natürlich die damals extrem hoch gehandelten Stars der Sze,e, Erika Köth und Rudolf Schock-

Die mir voriegende 10§ LP ist eine Ausgabe des Labels „Opera“; diese produzierten sie für den sog. „Europäischen Phonoklub (kam aus dem Bertelsmann-Stall). Ursprünglich erschienen diese Aufnahmen auf dem Label Eurodisc …

Für mich nun irklich Musik aus einer anderen Welt, aber dann muste ich plötzlich schmunzeln … Bei „Ein Walzer muß es sein “ erinnerte ich mich an meinen Vaer, der, wenn er mal besonders gut gelaunt war, die Treppe hinunterkam und just diese Melodie kraftvoll schmetterte …

Dubarry

Die historische Figur Marie-Jeanne Gräfin du Barry

Besetzung:
Erika Köth (Sopran)
Horst Wilhelm (Tenor)
Rudolf Schock (Tenor)
+
Die Berliner Symphoniker unter der Leitung von Frank Fox
+
Der Günther-Arndt-Chor

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Titel:

Die Rose Von Stambul – Querschnitt:
(Musik: Leo Fall / Libretto: Grünwald/Brammer)

01. Die Rose von Stambul: (16.25)
Einleitung – Man sagt uns nach – O Rose von Stambul – Sie kommt, schon naht mit Bangen – Zwei Augen, die wollen mir nicht aus dem Sinn – Schade! Wer weiß, wann ich wieder so aufgelegt bin – Ihr stillen süßen Frauen – Willst du an die Welt vergessen – Ein Walzer muß es sein
Die Dubarry – Querschnitt:
(Musik: Carl Millöcker/Theo Mackeben /Libretto: Cremer/Welleminsky/Knebler)

02. Due Dubarry (14.29)
Einleitung – Ich habe die Liebe schon genossen – Ich schenk‘ mein Herz – Stets verliebt – Wie schön ist alles, seit ich dich gefunden – Ob man gefällt oder nicht gefällt – Ich denk‘ zurück an die Zeit – Was ich im Leben beginne – Ja, so ist sie, die Dubarry

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