Sigi Schwab & Percussion Project – Mandala (1995)

FrontCover1Und jetzt ein musikalischer Leckerbissen der besonderen Art … dargeboten von dem nun wirklich großartigem Sigi Schwab:

Sigi Schwab (eigentlich Siegfried Schwab; * 5. August 1940 in Ludwigshafen am Rhein) ist ein deutscher Gitarrist und Komponist.

Gitarren- und Kontrabassstudiums an der Musikhochschule Mannheim war Sigi Schwab in verschiedenen lokalen Musikszenen aktiv, etwa in der noch jungen Rockszene (gemeinsam mit seinem Schüler Hans Reffert) und in der Mannheim-Heidelberger Jazzszene (gemeinsam mit dem Bassisten Wolfgang Wagner, dem Drummer Horst Seidelmann und dem Pianisten und Komponisten Wolfgang Lauth). 1965 wurde Schwab von der RIAS Big Band Berlin als Gitarrist engagiert; im selben Jahr begann er, als Studiomusiker zu arbeiten, zunächst in Berlin, später in ganz Deutschland. Im Verlauf seiner zwanzigjährigen Studiophase spielte er über 15.000 Einzeltitel ein. Schwab wirkte SigiSchwab04auch als Gast in den Bands von Erwin Lehn (SWF), Kurt Edelhagen (WDR) und Peter Herbolzheimer sowie bei Klaus Doldinger mit. Weitere Musizierpartner in dieser Phase waren George Shearing, The Singers Unlimited, Benny Bailey, Art Farmer, Charlie Mariano, Claus Ogerman, Nelson Riddle, Eddie Gomez, Michael Gibbs, Astor Piazzolla und Luiz Bonfá sowie die klassischen Sänger Hermann Prey, Bernd Weikl und Felicia Weathers. Von Robert Stolz lernte er, wie man den Wiener Walzer richtig begleitet. Um die Präzisionsarbeit des Studiomusikers mit spontaneren künstlerischen Tätigkeiten auszutarieren, suchte er ab 1969 zunehmend den Kontakt zu Musikern wie Wolfgang Dauner und Eberhard Weber, später zur Band Embryo, zu Chris Hinze und Peter Trunk.

Daneben komponierte Sigi Schwab Fernseh-, Film- und Bühnenmusiken. Seine zusammen mit Manfred Hübler im Berlin der späten 1960er Jahre produzierten LPs Psychedelic Dance Party und Sexadelic dienten 1971 als Musik der Jesus-Franco-Filme Der Teufel kam aus Akasava, Vampyros Lesbos – Erbin des Dracula und Sie tötete in Ekstase. 1995 wurden die beiden Platten auf einer CD zusammengeführt; 1997 fand der Titel „The Lions & The Cucumber“ in Quentin Tarantinos Film Jackie Brown Verwendung; 2006 wurde die Mehrzahl der Tracks auf Vampyros Lesbos – Sexadelic Dance Party wiederveröffentlicht. Originalmusiken schrieb Schwab u. a. für den Kinofilm Ein Wintermärchen (1971), den Fernsehfilm Das Fräulein von Scuderi (1976), den Tatort Das Mädchen am Klavier (1977) und den Fernsehfilm Tränen im Kakao (1982), für die ZDF-Weihnachtsserie über die Balletttänzerin Anna (1987), für deren Kino-Fortsetzung Anna – Der Film (1988) und für zwei weitere ZDF-Weihnachtsserien: Laura und Luis (1989) und Clara (1993).

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Der 1987 komponierte, von Guillermo Marchena gesungenene Titel My Love Is a Tango aus der Fernsehserie Anna entwickelte sich zu einem Nummer-eins-Hit; von den Tantiemen richtete Schwab sich ein eigenes Tonstudio ein, das es ihm ermöglichte, sich von jeglichen Produktionszwängen der Industrie unabhängig zu machen. Bekannt wurde der Musiker auch durch zwei einstündige ZDF-Portraits mit live Beiträgen im Duo mit Chris Hinze, Peter Horton, Marcio Montarroyos, im Quartett mit Charly Mariano, Eberhard Weber und John Marshall sowie zwei Folgen der SF-Sendereihe Jazz-In mit Márcio Montarroyos (Trompete/Flügelhorn), Mark Egan (Bass), Freddie Santiago (Perkussion) und Guillermo Marchena (Gesang und Perkussion). Der NDR produzierte mit ihm sechs Improvisations-Workshops, der BR sechs Blues-Workshops.

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Ab 1980 folgten verstärkt Konzerte im Diabelli-Trio (Wiener Klassik), im Duo Guitarissimo (mit dem Gitarristen Peter Horton) und mit der Percussion Academia (Guillermo Marchena und Freddie Santiago). Nach dem frühen Tode Marchenas bildete Schwab gemeinsam mit Andreas Keller und Ramesh Shotham das Percussion Project; in jüngerer Zeit führen Schwab und Shotham einen interkulturellen Dialog im Duo Mandala. Aktuell arbeitet Schwab mit zahlreichen namhaften Schauspielern in literarisch-musikalischen Live-Acts zusammen, darunter Cornelia Froboess, Nicole Heesters, Suzanne von Borsody, Johanna von Koczian, Michaela May, Thekla Carola Wied, Charles Brauer, Christian Wolff, Ernst Stankowski, Werner Schneyder, Christian Quadflieg, Mario Freivogel, Peter Fricke und Jochen Striebeck. Seit 2011 arbeiten Sigi Schwab und Peter Horton mit dem Schlagzeuger Andreas Keller und dem Bassisten Thomas Müller unter dem Bandnamen Guitarissimo XL zusammen.

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1987 erhielt Sigi Schwab als erster Europäer den Ovation Award – dieser Preis war zuvor an Larry Coryell und Al Di Meola gegangen. 2000 wurde er von der Stadt Ludwigshafen am Rhein mit der Pfalzsäule ausgezeichnet, 2003 vom Land Rheinland-Pfalz mit der Peter-Cornelius-Plakette. 2008 erhielt er den Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung. 2013 wurde ihm auch der Bayerische Kulturpreis verliehen. (Quelle: wikipedia)

Und hier ein weiteres Beispiel der wunderbaren musikalischen Welt des Sigi Schwab (ein erstes Beispiel findet sich hier)

Das deutsche (Konzert-)Publikum hat Sigi Schwab als einen filigranen Klangartisten kennen- und liebengelernt. Doch die Pausen zwischen seinen Studioaufnahmen werden länger. Drei Jahre nach „Amazonas“ gibt es nun wieder ein Lebenszeichen von dem Gitarristen aus Ludwigshafen – mit faszinierenden Fusionen von Blues, Folk und fernöstlichen Stilelementen. Das dreiköpfige Percussion Project (Ramesh Shotham, Andreas Keller und Guillermo Marchena, der kurz nach Beendigung der Aufnahmen starb) gibt dieser vornehm zurückhaltenden World Music einen stetigen, lebendigen Fluß. (Stereoplay)

Schwab, der Virtuose der Ovation-Gitarrem erschließt sich immer neue klanggeografische Regionen. Mit Perkussionisten aus den USA, Indian und Curacao wagt er sich in wispernde Klangurwälder vor, die bisweilen jede Safari ersetzen. Gradnio produziert, wird dieses ethnisch-spirituelle Album zum Abenteuerurlaub für die Ohren.

Tipp: spätnachts mit Kopfhöer neben der Yucca-Palme setzen und beim Hören Edgar Rice Burroughs lesen. Aber vorher bei TUI den Kalkuttatrip canceln“. (Matthias Wagner)

Dringende Hörempfehlung meinerseits !

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Besetzung:
Andreas Keller (drums, percussion)
Guillermo Marchena (drums, percussion, vocals)
Sigi Schwab (guitar, sitar, swarmandel)
Ramesh Shotham (drums, percussion)

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Titel:
01. Toccata 4/4 5.49
02. Song Of The Seven Moons 4.52
03. Mandala 5.58
04. Kalkutta Blues 8.24
05. Musical Jamboree 5.11
06. Parvati 4.13
07. Blue Serenade 4.04
08. Ganesha 4.10
09. African Colours 5.42
10. Ntotoatsana 6.37
11. Lullaby For Guillermo 4.42

Musik: Sigi Schwab

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Peter Horton & Sigi Schwab – Guitarissimo (1978)

FrontCover1Jetzt ein wahrer Leckerbissen für alle Freunde der akustischen Gitarrenmusik.

„Guitarissimo“ nennt sich das Konzept der beiden Vollblutmusiker Peter Horton und Sigi Schwab:

Peter Horton musizierte mit Weltstars wie David Bowie, Robin Gibb (BeeGees), Harry Belafonte, Placido Domingo, Art van Damme, Toots Thielemans, stand mit Peter Herbolzheimer und Kurt Edelhagen u.v.a. auf der Bühne, tourte in den USA als Chansonnier und Entertainer, trat in Japan, Brasilien und Chile auf. Als Gastgeber seiner TV-Serien „Café in Takt“ (ARD) und „Hortons Kleine Nachtmusik“ (ZDF) schrieb er ein Jahrzehnt lang beste deutsche Fernsehgeschichte.

Im Duo „Symphonic Fingers“ spielte er mit der deutsch-bulgarischen Pianistin Slava Kantcheff über 2000 Konzerte.

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Peter Horton

Peter Horton veröffent­lichte als Chansonnier, Gitarrist und Singer-Songwriter etwa 65 Alben und Singles, schrieb an die 600 Musikwer­ke und Chansons und  erreichte als Schriftsteller und Aphoristiker mit 11 Büchern ein beachtlich großes Publikum.
Der aus Ludwigshafen/Rhein stammende Wahlmünchner Sigi Schwab studierte Gitarre und Kontrabass an der Musikhochschule Mannheim. 1965 wurde er als Gitarrist zum RIAS Berlin verpflichtet.

Als Studiomusiker spielte er mit namhaften Orchestern und Interpreten an die 15.000 Titel ein. Darunter Produktionen mit Kurt Edelhagen, Peter Herbolzheimer, Erwin Lehn, Wolfgang Dauner, Eberhard Weber, Charlie Mariano, Chris Hinze, Manfred Schoof, Marcio Montarroyos, George Shearing, Nelson Riddle, Astor Piazzolla, Singers Unlimited, Hermann Prey, Bernd Weikl u. v. a.

Er komponierte hunderte Musikwerke zu TV-Serien und Filmen, für Theater, Ballett und Performances, schrieb eine 4-bändige Folkpicking Schule, brachte mehrere Bände für Gitarre heraus. Der BR und der NDR produzierten je sechs TV-Workshops mit ihm und ZDF, ARD in Co-Produktion mit dem Schweizer-TV je zwei einstündige Portraits.

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Sigi Schwab

Seine LPs und CDs sind für viele zu Sammlerobjekten geworden.

Und Gott sei´s getromelt und gepfiffen, dass sich der musikalische Weg der beiden Ende der 70er Jahre gekreuzt hat.

Der Name entstand 1979, als Peter Horton und Sigi Schwab in einer TV-Sendung ad hoc miteinander musizierten.

Aus der spontanen und explosiv erfolgreichen Spielfreude entstand die erste Guitarissimo LP. Zusammen mit der kurz darauf nachfolgenden LP Confiança lagen die Verkaufszahlen bald bei etwa 450.000 LPs.

Peter Horton und Sigi Schwab füllten damals mit nur zwei Gitarren Hallen bis zu 5000 Konzertbesuchern.

Und was wir hier nun zu hören können ist ein geniales Album voll mit sinnlichen, lyrischen, turbulenten und fulminanten Gitarrenklängen, die bei zwei der Songs dann auch noch garniert werden mit dem Flötenspiel eines Chris Hinze … wer die Querflöte liebt, kommt an diesem Ausnahmemusiker eigentlich nicht vorbei.

Für Peter Horton war dieses Album die Gelegenheit, sich als wirklich anspruchsvoller Musiker zu präsentieren und Sigi Schwab konnte erneut beweisen, dass er ein Meister seines Faches war und bis zum heutigen Tage geblieben ist.

Oder: Wer Ohren hat zu hören …

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Besetzung:
Peter Horton (guitar)
Sigi Schwab (guitar)
+
Chris Hinze (flute bei 05. + 09.)

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Titel:
01. Jagt den Beelzebub (Schwab) 5.23
02. Etude Nr. 1 (Schwab) 2.56
03. Bhagavan (Horton) 2.49
04. Invention Nr. 1 (Bach) 1.02
05. Wer Ohren hat zu hören (Horton) 5.05
06. Cosmic Guitarman (Horton) 2.05
07. Was wir ihnen immer schon spielen wollten (Schwab) 3.43
08. Ladakh (Schwab) 3.33
09. Salut Amsterdam (Horton) 4.46
10. Toccata For A Wild Old Lady (Horton) 2.58

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