Someday Jacob – Morning Comes (2011)

FrontCover1.jpgAlso … diese Band aus Bremen kann auf ein ganz besonderes Merkmal verweisen. Ihr Bandleader war früher für mindestens 12 Jahre auch Musikjounalist u.a. bei dem deutschsprachigem „Rolling Stone“ Magazin …

Sowas kommt dann ja auch nicht alle Tage vor.

„Morning Comes“: So heißt das neue Album von Someday Jacob. Unter dem Soloprojekt setzt der Bremer Musiker Jörn Schlüter um, was ihn als Songwriter bewegt: Musik, die das Weite sucht und sich am Strand aufstellt. Zwischen Meer und Festland, Profundem und Profanem, Heiligem und Alltäglichem. Immer mit der Gitarre im Zentrum, steht Schlüters Indie-Folk musikalisch zwischen Paul Simon und Damien Rice. eine Spur Americana ist ebenfalls dabei.
Auf der Platte haben viele Freunde des Bremers mitgewirkt. Fiona Brice zum Beispiel, zuletzt mit Placebo auf den großen Bühnen der Welt unterwegs, aber z. B. auch bei Midlake, Gemma Ray und Simply Red zu hören. Sie hat für zwei Songs Geigen arrangiert und gespielt.

Jörn Schlüter

Jörn Schlüter

Ulrich Kodjo Wendt am Akkordeon, den kennt man diversen Fatih-Akin-Soundtracks. Der Hamburger Saitenmeister Uli Kringler am Banjo. Richard Neuberg von den fabelhaften Viarosa aus London, Dania König, früher bei Könikwerq und Nadja Rüdebusch von Emmy Moll. „Das ist doch das Schönste, wenn fabelhafte Musiker ihren Teil zu deiner Musik dazutun“, erklärt Schlüter, „das macht alles aufregend; man ist plötzlich von seinen eigenen Songs überrascht.“

Einfaches RGB

Konzertplakat, 2015

Nach einem knappen Dutzend Alben als Songwriter und Arrangeur in anderen Bands und für andere Künstler ist Schlüter seit gut zwei Jahren Someday Jacob. Gut hundertfünfzig gespielte Konzerte haben zu Freundschaften geführt – Someday Jacob wurde ein Band. Zudem ist Schlüter Teil von Songs & Whispers, einem Netzwerk von Songwritern zumeist aus dem UK. Das Album markiert diesen ersten Abschnitt des Werdens. Mit herausragenden Songs, einer warm analogen Produktion und einem Gefühl von Aufbruch. „Die Leute in diesen Liedern wollen alle an einen anderen Ort“, erklärt Schlüter, „Sie machen sich auf den Weg: Das Alte vergeht, das Neue ist noch nicht da, aber man kann es schon erkennen.“ Die Reise beginnt.

Oder aber auch:

»Someday Jacob« holen die Westküste nach Bremen: Die Band beschwört das goldene Leuchten des US-­‐amerikanischen Siebzigerjahre-­‐Folkrocks im Stil von Neil Young oder Fleetwood Mac –und lässt die Sonne Kaliforniens über der norddeutschen Tiefebene aufgehen. Die Band um Sänger und Gitarrist Jörn Schlüter wird in der Presse für ihre kompositorische Qualität hochgelobt –das Musikmagazin »INTRO« nannte das letzte Werk sogar »das songwriterisch womöglich gelungenste Folkrock-­‐Album, das man in deutschen Landen je bekommen hat.«

Someday Jacob

Also, ganz so euphorisch bin ich nun wirklich nicht. Natürlich hat sich da der Jörn Schlüter jede Menge Mühe gegeben und gegen entspannte Westcoast Klänge habe ich schon gar nichts. Hier aber nutzen z.B. die Musiker die vielfältigen Instrumentierungsmöglichkeiten eigentlich viel zu marginal aus und dann: die Songs … eher gleichtönig, farblos, gelegentlich auch flach … vielleicht bin ich heute aber auch nur mit dem falschem Fuß aufgestanden …

Und die Erklärung von Schlüter warum es auf diesem Album geht, ist schon fast von grenzenloser Naivität:

Es geht irgendwie um Menschen, die auf dem Weg in eine bessere Welt sind

Schade eigentlich, weil mir die Band trotzdem irgendwie sympathisch ist. Und deshalb habe ich noch ein Video und die damalige Pressemappe für diese Debütalbum (es gibt mittlerweile 3 Alben der Gruppe) beigelegt …

… Aber jetzt brauch ich was mit Schmackes !

BackCover1.jpg

Besetzung:
Martin Denzin (drums, vocals)
Jörn Schlüter (guitar, vocals)
Manuel Steinhoff (bass, vocals)
+
Fiona Brice (violin bei 04. + 13.)
Karsten Gernau (bass bei 06., 08., 12.)
Dania König (vocals bei 05.)
Uli Kringler (banjo bei 05.)
Christiane Liermann (violin bei 08.)
Richard Neuberg (vocals bei 06.)
Nadja Rüdebusch (vocals bei 07. + 10.)
Ulrich Kodjo Wendt (accordeon bei 08.)

Easter

Titel:
01. Easter 2.10
02. Crossing Over Jordan 3.59
03. Storyline 3.03
04. When The Morning Comes 3.43
05. Days Like These 3.40
06. Big On The Big Parade 3.19
07. Rain 3.32
08. Wasn’t It Today 2.37
09. Wrong Side Up 2.58
10. Weather Man 2.57
11. Zion Time 4.03
12. The Time We Have 2.55
13. Fountain Years 3.17

Musik + Texte: Jörn Schlüter

CD1

*
**

BookletBackCover