Hermann Prey – Schaut her, ich bin´s (1966)

FrontCover1Also, meine Mutter hätte ihre helle Freude an dieser LP gehabt … Ich hingegen tu mir bis heute mit dieser Musik arg schwer … Macht aber auch nix:

Hermann Oskar Karl Bruno Prey (* 11. Juli 1929 in Berlin; † 22. Juli 1998 in Krailling) war ein deutscher Opernsänger (Bariton).

Hermann Prey war der Sohn von Hermann und Anna Prey. Er wurde nach seinem Vater und Großvater benannt. Bereits als Zehnjähriger sang Prey im Mozartchor seiner Heimatstadt, damals noch als Knabensopran. In dieser Zeit reifte in ihm der Wunsch, Sänger zu werden. Da seine Eltern ihm ein Studium nicht ermöglichen konnten, finanzierte Prey es sich durch Auftritte mit einer Tanzmusikkapelle in Nachtclubs und Bars und gelegentliche Aufnahmen für den RIAS.

Nach dem Studium an der Hochschule für Musik in Berlin (als Schüler von Jaro Prohaska, Günther Baum und Harry Gottschalk) feierte Prey im Jahr 1952 einen ersten Erfolg beim Wettbewerb Meistersinger von Nürnberg. Ein früher Höhepunkt in seiner Karriere war 1960 seine Interpretation des Wolfram in Wagners Tannhäuser an der Metropolitan Opera in New York. Fünf Jahre später sang Prey diesen Part bei den Bayreuther Festspielen.

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Ein junger Hermann Prey

In den 1970er Jahren wurde Prey dem breiten Publikum vor allem durch seine Unterhaltungssendung Schaut her, ich bin’s bekannt, in der er viele Prominente der Opernszene präsentierte (unter anderem den jungen Plácido Domingo, der in der Sendung sein Debüt im deutschen Fernsehen gab). Eine enge Freundschaft verband ihn mit dem Tenor Fritz Wunderlich, der oft mit ihm auf der Bühne stand.

Der Komponist Franz Schubert hatte es Hermann Prey besonders angetan. Er hatte die Idee zu einer Schubertiade in Vorarlberg, die dann Gerd Nachbauer dort zu einem seit 40 Jahren erfolgreichen Musikfestival ausbaute. Auch die Schubertiade im Wiener Musikverein geht auf Prey zurück, wo er seinen Lebenstraum, die Aufführung sämtlicher Werke Schuberts in chronologischer Reihenfolge, verwirklichte.

1981 veröffentlichte er seine Autobiographie Premierenfieber. 1982 begann er an der Musikhochschule Hamburg Meisterklassen zu geben. Bei seinem letzten Auftritt bei den von ihm mitbegründeten Herbstlichen Musiktagen in Bad Urach sang Prey am 4. Oktober 1997 erstmals eine von Yukikazu Suzuki für Orchester bearbeitete Fassung von Schuberts Winterreise. Begleitet wurde er vom Orchestra Ensemble Kanazawa unter der Leitung von Hiroyuki Iwaki.

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Hermann Prey starb wenige Tage nach seinem 69. Geburtstag an den Folgen eines Herzinfarkts, nachdem er noch am 12. Juli 1998 einen Liederabend im Prinzregententheater in München gegeben hatte. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Krailling (bei München).

Seit dem 13. Februar 1954 war Hermann Prey mit Barbara, geb. Pniok, verheiratet. Das Paar bekam zwei Töchter, Annette und Franziska, und den Sohn Florian Prey, der ebenfalls Bariton wurde und inzwischen das Festival in Bad Urach leitet.

Hermann Prey erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Er erhielt die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Krailling, war Ehrenmitglied des Wiener Musikvereins und Kammersänger der Bayerischen Staatsoper in München. 1977 wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet und 1986 mit dem Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst. 1998 erhielt er das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.[1]

In Hohenems ist die Hermann-Prey-Straße nach ihm benannt, in Bad Urach der Hermann-Prey-Platz. (Quelle: Wikipedia)

Und hier wird die Entstehungsgeschichte dieser LP erzählt:

Hüllentext

Nun gut … das weiß man, was man hat …

Hermann Prey war damals vermutlich die Nr. 1 unter den Bariton-Sängern … auch wenn mich das damals wie heute eher weniger beeindruckt … aber mir fehlthalt auch das entsprechende Gen.

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Alternatives Front+Back Cover

Besetzung:
Hermann Prey (Bariton=
+
Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Guiseppe Patané (bei 01., 04.)
Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Robert Heger (bei 10.)
Männerchor der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Horst Stein (bei 02.)
Berliner Symphoniker unter der Leitung von Horst Stein (bei 02., 05., 11. + 12.)
Berliner Symphoniker unter der Leitung von Wilhelm Schüchter (bei 03.)
Bayerisches Staatsorchester unter der Leitung von Meinhard von Zallinger (bei 06.)
Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Otmar Suitner (bei 08.)
Orchester der Bayerischen Staatsoper München unter der Leitung von Robert Heger (bei 09.)

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Titel:
01. Schaut her, ich bin’s! (Leoncavallo) 5.04
02. Euren Toast kann ich wohl erwidern – Auf in den Kampf Torero (Bizet) 4.49
03. Da ich nun verlassen soll (Gounod) 2.57
04. Ein Student bin ich (Verdi) 2.22
05. Wie Todesahnung Dämmrung deckt die Lande – O du mein holder Abendstern (Wagner) 4.50
06. Als deine Liebe du mir schenktest (Tschaikowski) 4.05
07. Ich bin das Faktotum der schönen Welt (Rossini) 4.48
08. Der Prozeß schon gewonnen – Ich soll ein Glück entbehren (Mozart) 4.36
09. Wie freundlich strahlt die holde Morgensonne – Heiterkeit und Fröhlichkeit (Lortzing) 5.01
10. Sonst spielt‘ ich mit Zepter (Lortzing) 5.55
11. Der Vogelhändler bin ich ja (Mozart) 2.38
12. Ein Mädchen oder Weibchen (Mozart) 3.46

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Das Ehepaar Prey privat in Krailling (bei München)

Verschiedene Interpreten – Im Zauberreich der Operette – Die schönsten Lieder von Franz Lehar (50er Jahre)

frontcover1Und jetzt kommt ein begnadeter Romantiker zu Wort (oder so):

Franz Lehár (30. April 1870 in Komaron – 24. Oktober 1948)

Franz Lehár wird am 30. April 1870 in Komaron in Ungarn als Sohn des Militärkapellmeisters Franz Lehár sen. geboren. Er machtt am Prager Konservatorium eine Ausbildung zum Geiger, wird Orchestermusiker und wie sein Vater Militärkapellmeister.

Mit „Wiener Frauen“ (1902), „Der Rastelbinder“ (1902) und „Die Juxheirat“ (1904) hat er erste Bühnenerfolge in Wien. Seinen Weltruhm erlangt er mit „Die lustige Witwe“ (1905), welche zum typischen Werk der Wiener Operette der silbernen Ära wird. Franz Lehár gilt zusammen mit Oscar Straus und Leo Fall als Begründer der Silbernen Wiener Operettenära, angelehnt an die Goldene Wiener Operettenzeit unter Franz von Suppe, Johann Strauss, Karl Millöcker und Carl Zeller.

Fast jährlich kommen neuen Lehár-Operetten heraus, darunter der „Der Graf von Luxemburg“ (1909), „Zigeunerliebe“ (1910), „Frasquita“ (1922), die Urversion von „Das Land des Lächelns“ als „Die gelbe Jacke“ (1923) „Paganini“ (1925), „Der Zarewitsch“ franzlehar2(1927), „Friederike“ (1928) und „Das Land des Lächelns“ (1929). Lehár bezieht nicht nur das typisch Wienerische in die Operette mit ein, sondern auch Elemente des Ungarischen, Zigeunerischen, Französischen, Japanischen, Russischen und Spanischen.

Wie viele seiner Komponistenkollegen, etwa Oscar Straus und Robert Stolz, übersiedelt er nach 1920 zeitweise nach Berlin. Dort lernt er Richard Tauber, den wichtigsten Interpreten seiner Bühnenwerke, kennen und kann noch einmal an seine grossen Erfolge nach der Jahrhundertwende anschliessen.

Mit jedem Werk entfernt sich Lehár immer mehr vom Genre der klassischen Operette bis hin zu seinem Spätwerk „Giuditta“ (1934), die er als Spieloper bezeichnet. Diese erlangt aber nicht mehr den vollen Beifall des Publikums. Neben seinen zahlreichen Bühnenwerken schreibt er auch Lieder, Tänze, Märsche, Sonaten, Violinkonzerte und ist auch als Filmmusikkomponist tätig. Lehár stirbt am 24. Oktober 1948 in Bad Ischl, wo er auch begraben ist. (Quelle: operetten-lexikon.info)

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Hier nun seine „schönsten Lieder“, veröffentlicht irgendwann in den 50er Jahren. Entstanden seinen müssen sie aber Anfang der 50er Jahre, denn der Tenor Peter Anders ist bereits 1054 verstorben.

Uns schallt mit einer unglaublichen Wucht herzzereissende Lieder entgegen (man achte allein mal nur auf die Titel der Lieder) … und ich habe mich dann schon gefragt, ob nicht diese extrem romantische Erhöhung der Liebe zu jenen tragischen Erwartungen führen, die dann so oft im Leben bitter enttäuscht werden.

Von daher habe ich mir diese Aufnahmen mit einer gewissen Skepsis angehört …. das tut freilich dem gesanglichen Glanzlichtern dieser 10″ LP keinen Abbruch – wenngleich natürlich die Operette als solche weiterhin nicht zu meinen wirklichen Spezialitäten gehört.

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Peter Anders

Besetzung:
Peter Anders (Tenor)
Jean Löhe (Tenor)
Erna Sack (Sopran)
Josef Traxel (Tenor)
Marcel Wittrisch (Tenor)
+
Orchester der Städtischen Oper, Berlin
Orchester des Deutschen Opernhauses, Berlin
Mitglieder Staatskapelle, Berlin
+
Dirigenten:
Gerhard Winkler – Hansgeorg Otto – Artur Rother – Kurt Gaebel

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Titel:
01. Freunde,  das Leben ist lebenswert (aus „Guiditta“) 3.26
02. Wolgalied (aus „Der Zarewitsch“) 4.50
03. Von Apfelblüten einen Kranz (aus „Das Land des Lächelns“) 3.57
04. O Mädchen, mein Mädchen (aus „Friederike“) 3.01
05. Dein ist mein ganzes Herz (aus „Das Land des Lächelns“) 3.36
06. Gern hab´ ich die Frau´n geküßt (aus „Paganini“) 3.17
07. Niemand liebt dich so wie ich (aus „Paganini“) 4.46
08. Schön ist die Welt (aus „Schön ist die Welt“) 3.36

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Lehár in seiner Wiener Wohnung, 1918