Stephan Holstein Trio – Kaleidoscope (2005)

FrontCover1.jpgFür mich ist er einer der ganz wichtigen der heutigen deutschen Jazzszene:

Stephan Holstein (* 1963 in Tübingen) ist ein deutscher Jazzmusiker (Klarinette, auch Saxophon).

Holstein spielt seit dem 11. Lebensjahr Klarinette und wurde von Karl-Heinz Hahn, dem Solo-Klarinettisten der Münchner Philharmoniker, unterrichtet.

Stephan Holstein spielt mit Tizian Jost (Klavier) und Thomas Stabenow (Bass) im Trio und zusätzlich mit Michael Keul (Schlagzeug) und Wolfgang Schlüter (Vibraphon) im Quintett zusammen. Weitere Auftritte hatte er mit zahlreichen Bands und Projekten. 1995 wurde ihm der Kulturförderpreis des Staates Bayern verliehen.[1] Der Diskograf Tom Lord liste ihn im Bereich des Jazz zwischen 1992 und 2001 mit der Beteiligung an acht Aufnahmesessions, u. a. mit dem Kammerorchester Schloss Werneck & The Jazz Age Quintet um Rainer Glas (Happy Birthday, Mr. Gershwin!, 1998), Helmut Nieberle & Cordes Sauvages sowie dem Uli Fiedler Trio. Weiterhin nahm er mit Klaus Weiss, Al Jones, Christian Willisohn, Wolfgang Lackerschmid und Ludwig Seuss auf. (Quelle: wikipedia)

Als Jazzmusiker ist Holstein ein echter Grenzgänger. Er begann seine Karriere im Alter von 13 Jahren in den Jazzclubs in und um München in den 70 -er und 80-er Jahren. Klassischer Unterricht bei Karl Heinz Hahn, ehem. Soloklarinettist der Münchner Philharmoniker. Er besuchte Workshops bei Attila Zoller in Vermont, Lee Konitz und Clifford Jordan in New York. 1995 erhielt er den Bayerischen Staatsförderpreis als Jazzklarinettist.

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Heute ist er national und international in vielen Bands und Projekten tätig. Seine stilistische Bandbreite reicht von der Musik Django Reinharts mit „Cordes Sauvages“ (Samois, F), über sein eigenes Klassik-Trio-Projekt (Leipziger Bachtage) und zeitgenössischen Jazzprojekten mit dem Bassisten Uli Fiedler (Tre Pane), dem Schlagzeuger Walter Bittner (Zackedy Music), über die Weltmusik von Alexandrina Simeon, bis hin zum Blues des Frank Muschalle Trios und den Improvisationen mit dem Kirchenorganisten Werner Zuber. Mit dem Geiger Jörg Widmoser lässt er die Musik von Charlie Parker wiederaufleben und entwickelt in dem Programm „To Pres with Love“ als Musiker und Sprecher ein einzigartiges Portrait der Saxophonlegende Lester Young.

Langjähriger Dozent beim „Erlanger Jazzworkshop“ und im Leopold Mozart Zentrum der Universität Augsburg. Lesungen mit R. Willemsen, J. Hube, P. Markaris, Kurt Weinzierl, Francis Fulton-Smith und Georg Ringsgwandl. Performances im Bereich der Bildenden Kunst: Wunderlich, Alt, Helmut Walter, Paul Klee.

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Neulich wieder mal mit Pete York unterwegs

Einspielung von über 30 CD-, Video-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen.

Mit dem Bayerischen Kammerorchester Bad Brückenau Programme Gershwin/Ellington/The Beatles. „Satchmo King of Jazz“ mit dem Tourneetheater Landgraf (Musical).

Blues mit dem Frank Muschalle Trio, Tommi Harris, Denise Gordon, Martin Schmitt, Lillian Boutté, Louisiana Red, Al Jones, Christian Willisohn, Zora Young, Little Willie Littlefield, Nick Woodland etc.

Auftritte und Aufnahmen mit: (Auswahl) Dan Barret, Dick Cary, Art Hodes, Günther Lenz, Colin Dawson, Thilo Wagner, Wolfgang Lackerschmid, Pete York, Sandy Patton, Walter Lang, Howard Alden, Wolfgang Schlüter, Herb Geller, Frank Roberscheuten, Thomas Stabenow, Tizian Jost, Helmut Nieberle, Ack van Royen, John Engels, Cees Slinger, Johannes Faber, John Marshall, Sandro Roy, Emil Mangelsdorf , Martin Stegner, Dirk van der Linden, Tommi Harris, Lousiana Red, Christian Willisohn, Martin Schmitt und Diknu Schneeberger. (alexandrina-simeon.de)

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Stephan Holstein Trio

„Kaleidoscope“ spiegelt die musikalische Entwicklung eines der ungewöhnlichsten und klanglich ausgewogensten Jazztrios der letzten Jahre wieder. Stephan Holstein, der wohl zu den interessantesten und eigenwilligsten Jazzklarinettisten Europas gehört, gelingt es als „primus inter pares“ zusammen mit dem Kontrabassisten Thomas Stabenow und dem Pianisten Tizian Jost, der Beziehung der europäischen Kunstmusik einerseits und des afroamerikanischen Jazz andererseits in dieser einzigartigen Veröffentlichung nachzuspüren.

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In den vorzüglichen Arrangements von Thomas Stabenow und Tizian Jost erfahren Kompositionen wie „Der Tabakraucher“ von J. S. Bach, das Andantino aus Debussys Streichquartett oder „die Arietta“ von Edvard Grieg eine aufregende und alle Kategorien hinter sich lassende Neuinterpretation. Die drei Musiker schaffen eine Synthese von Klassik und Jazz, die ihre Entsprechung in der Romantik des 19. Jahrhunderts oder der Musik des Jazzpianisten Bill Evans wiederfinden mag. (unterfahrt.de)

So klingt dann moderne Kammermusik mit diesem mehr als elegantem Jazz-Einschlag. Von daher: Dringende Hörempfehlung meinerseits !

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Besetzung:
Stephan Holstein (clarinet)
Tizian Jost (piano)
Thomas Stabenow (bass)

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Titel:
01. Walzer (Grieg) 4.36
02 Rhapsodie (Brahms) 4.52
03 Choral (Bach) 4.34
04. Tabakraucher (Bach) 4.33
05. Andantino (Debuss) 3.11
06. M.Frederick On The Beach (Chopin) 1.44
07. Kaleidoscope (Jost) 4.00
08. Von fremden Ländern (Schumann) 6.23
09. Plaun A Plaun (Stabenow) 4.55
10. Arietta (Grieg) 4.16
11. Via Emilia (Stabenow) 3.56
12. Wiegenlied (Brahms) 1.52

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