Stiftung Jugend forscht e. V. – Passion Zukunft – 50 Jahre Jugend forscht (2015)

TitelNa, zumindest ist „Jugend forscht“ (von Henrix Nannen, dem damaligen Herausgeber des „Stern“ ins Leben gerufen) irklich ne Erfolgsstory (was man von der deutschen Fussballnationalmannschaft bei dieser WM nun wahrlich nicht behaupten kann).

Der Wettbewerb Jugend forscht (kurz: Jufo) ist der größte europäische Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik. Er wurde 1965 vom damaligen Stern-Chefredakteur Henri Nannen initiiert. Veranstalter des alljährlich stattfindenden Wettbewerbs Jugend forscht ist die Stiftung Jugend forscht e. V., die Ausrichtung der einzelnen Regional- und Landeswettbewerbe erfolgt zusammen mit Patenunternehmen, der Bundeswettbewerb wird jährlich wechselnd bei einem Bundespatenunternehmen ausgetragen.

Eine Teilnahme an Jugend forscht ist bis zum Alter von 21 Jahren als Einzelperson oder in einer Gruppen von bis zu drei Personen möglich. Studierende dürfen lediglich innerhalb der ersten zwei Semester teilnehmen. Personen, die mindestens die 4. Klasse besuchen und jünger als 15 Jahre sind, nehmen in der Sparte Schüler experimentieren teil. Der Rest wird der Sparte Jugend forscht zugeordnet. Bei Gruppen ist das Alter des ältesten Gruppenmitglieds entscheidend.

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Landeswettbewerb Hessen 1966: Das Siegerteam präsentiert Henri Nannen, Hoechst-Generaldirektor Professor Karl Winnacker (Mitte) und dem hessischen Kultusminister Professor Ernst Schütte (rechts) sein Projekt.

Eine Arbeit kann nur in der Region angemeldet werden, in der die Teilnehmenden wohnen beziehungsweise in der Schule oder der Ausbildung sind – bei Gruppen ist die Angabe des Gruppensprechers ausschlaggebend. Deutsche Schülerinnen und Schüler von deutschen Schulen im Ausland (z. B. Botschaftspersonal) und im grenznahen Ausland können ebenfalls teilnehmen; die entsprechenden Schulen und Regionen sind einem bestimmten Landeswettbewerb zugeteilt.

Die Arbeiten müssen für eines der folgenden Fachgebiete angemeldet werden:

Arbeitswelt
Biologie
Chemie
Geo- und Raumwissenschaften
Mathematik/Informatik
Physik
Technik

Arbeiten mit einem interdisziplinären Charakter nehmen in dem Fachgebiet teil, das am besten passt, können sich jedoch über diesen Sonderbereich zusätzlich zum Sieger im Fachgebiet zur nächsten Ebene qualifizieren. Die Teilnahme dort erfolgt dann wieder im Beispiel21.jpgentsprechenden Fachgebiet. Auf Regionalebene wird der Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit nicht verliehen. Beim Landeswettbewerb wird ein Projekt Landessieger in diesem Fachgebiet und nimmt beim Bundeswettbewerb im eigentlichen Fachgebiet teil, sowie an der Vergabe des Preises der Bundesbildungsministerin für die beste interdisziplinäre Arbeit, welcher einem Bundessieg gleichgestellt ist. Es ist sinnvoll, aber nicht zwingend notwendig, sich für das Projekt einen Betreuer unter seinen Lehrern – bei Auszubildenden auch unter den Ausbildern im Betrieb – zu suchen, der das Projekt beratend begleitet. In vielen Schulen existieren dafür auch Jufo-AGs.

Die für das Projekt benötigten Gerätschaften können zum Teil bei Jugend forscht angefordert werden, dann muss eine Gruppe nicht die kompletten Materialkosten selbst tragen. Häufiger erweist es sich aber sinnvoller, Universitäten und private Unternehmen direkt darauf anzusprechen. Die meisten Universitäten und Unternehmen zeigen sich sehr hilfsbereit. Vieles kann aber auch die Schule stellen. In einigen Ländern gibt es Sponsoren-Pools der Unternehmen und private Vereine, die Jugend forscht-Teilnehmer bei der Anschaffung von Material finanziell unterstützen. (Quelle: wikipedia)

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Frühe Werbeplakate für „Jugend forscht“

Soweit die Basics … *ggg* … und das in den letzten 5 Dekaden wirklich bemerkenswertes geleistet wurde, steht für mich außer Frage … und davon handelt dann auch diese Jubiläumsbroschüre … und den Stolz der Macher, kann ich gut verstehen … und er ist auch berechtigt.

Und dennoch, eine wesentliche Frage wird auch in dieser Broschüre (100 Seiten) nichtoder kaum thematisiert:

Wie steht es mit dem Ethos der Wissenschaft … ist sie wertfrei ? (ist sie natürlich nicht !) und: wem dienen die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Errungenschaften ? Musste die Atombombe erfunden werden ? Brauchen wir den genmanipulierten Menschen ? Den Wissensdrang der Wisschenschaft, ich kann ihn gut verstehen … an welchen Grenzen endet er ?

Diese und noch viel mehr Fragen haben mich beim Lesen dieser Broschüre beschäftigt …

Oder anders ausgedrückt: Mit der Wissenschaft ist es wie mit Feuer und Wasser: Segen un Fluch zugleich …

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Lauter schlaue Leute aus der Geschichte der Wissenschaft

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Der ist grad mal wieder im Weltall

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