Verschiedene Interpreten – Wien singt – Wiener Lieder – Potpourri vom Oscar Reisinger (1955)

FrontCover1Ein wenig rätselhaft ist das schon mit dem Oscar Reisinger. Denn man findet eigentlich keinerlei biographische Informationen über ihn (aber jede Menge von Notenheften). Er war wohl ein Komponist und Arrangeur der leichten Muse und hatten neben Wiener Lieder dann auch „rheinisches Liedgut“ bearbeitet. Er war wohl in den 60er Jahren „Abteilungsleiter für gehobene Unterhaltungsmusik“ beim Westdeutschen Rundfunk, Köln.

Wie auch immer: Hier präsentiert er ein buntes Potpourri mit populären Liedern, die man halt so ganz und gar mit Wien verbindet:

„Das Wienerlied ist ein Lied, das aus Wien stammt und die Stadt Wien zum Thema hat oder etwas charakteristisch Wienerisches besingt (nach Harry Zohn ein Lied „aus, über und für Wien“). Daher ist der Text meist wienerisch. Es verbreitet Gemütlichkeit und Humor (auch schwarzen Humor und Spott), stammt aus der Welt der Kleinkunst in den Singspielhallen und wurde gelegentlich zum Volkslied. Leichtlebigkeit und Vergänglichkeit (Vanitas) werden melancholisch, unbeschwert oder auch satirisch betrachtet. Oft wird im Wienerlied selbstreferentiell das klingende Lied aus Wien besungen.

Am beliebtesten war das Wienerlied vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre.“ (Quelle: wikipedia)

Die Mitwirkenden waren allerdings z.T. auch waschechte Wiener/innen (Herbert Ernst Groh war allerdings Schweizer, Willy Hofmann wurde in Frankfurt geboren), und hatten damals allesamt in der Operetten-Szene einen guten Namen.

Thematisch handelt es sich bei den Lieder natürlich häufig um den guten Wein und die schönen Maderln … nun ja … nicht wirklich überraschend.

Und wenn man bedenkt, dass diese Single nun mehr als 60 Jahre alt ist … krieg ich schon ein wenig Ehrfurcht.

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Mitwirkende:
Herta Talmar – Herbert Ernst Groh – Willy Hofmann – Horst Winter – Das Sunshine-Quartett – Das Comedien Quartett – Hermann Hagestadt und sein Orchester

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Titel:

01. Wiener Lieder-Potpourri von Oscar Reisinger (Teil 1) (7.28):
01.1. Heut´kommen d´Engerl auf Urlaub nach Wien
01.2. Fein, fein, schmeckt uns der Wein
01.3. I hab die schönen Maderln net erfunden
01.4. Draußen im Sievering blüht schon der Flieder
01.5. Leichtes Blut
01.6. Es steht ein alter Nußbaum
01.7. Wien bleibt Wien
01.8. Ich kenn ein kleines Wegerl im Helental
01.9. Sag´ beim Abschied leise Servus

02. Wiener Lieder-Potpourri von Oscar Reisinger (Teil 2) (7.05):
02.1. Ich muß mal wieder in Grinzing sein
02.2. Jetzt trink ma noch a Flascherl Wein
02.3. Wiener Blut
02.4. Drunt´ in der Lobau
02.5. Mei Muatterl war a Weanerin
02.6. Ich weiß auf der Wieden ein kleines Hotel
02.7. Es wird a Wein sein
02.8. Wien, Wien, nur du allein

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Verschiedene Interpreten – Das gibt´s nur einmal – Die schönsten Tonfilm-Melodien von Werner Richard Heymann (1958)

FrontCover1Er war wohl ne ganz schön lange Zeit ne ganz große Nummer:

Werner Richard Heymann (* 14. Februar 1896 in Königsberg; † 30. Mai 1961 in München) war ein deutscher Komponist und Dirigent. Er gilt als einer der bedeutendsten Musikschöpfer der Weimarer Republik.

I
Berliner Gedenktafel am Haus Karolingerplatz 5a, in Berlin-Westend
Liedauskopplung mit Christels Lied aus dem Film Der Kongreß tanzt.
Einweihung von Heymanns Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin mit seiner Tochter (2012)

Seinen ersten Musikunterricht erteilte ihm Max Brode, der Leiter der Königsberger Philharmonie. Bereits im Alter von 12 Jahren trat Heymann in diesem Orchester als Violinist auf. Im Jahre 1912 siedelte er mit seinen Eltern nach Berlin über. Dort besuchte er die Königliche Hochschule für Musik; sein Lehrer war Paul Juon. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er für kurze Zeit – bis zur krankheitsbedingten Entlassung – Soldat.

Heymann01Nach einem kurzen Aufenthalt in Wien begann er als Komponist mit verschiedenen Berliner Kabaretts zusammenzuarbeiten, u. a. mit dem Kabarett „Schall und Rauch“, dessen Leiter seinerzeit Max Reinhardt war. Heymann übernahm die Leitung des Kabaretts. Mitte der 1920er Jahre trat er durch Vermittlung von Erich Pommer die Stellung eines Assistenten des Generalmusikdirektors der UFA an. Bereits kurze Zeit später, im Jahre 1926, stieg er selbst zum Generalmusikdirektor auf. Sein Zuständigkeitsbereich in dieser Position umfasste die Kompositionen und Arrangements von Stummfilmen. Die Ablösung des Stummfilms durch den Tonfilm kam Heymann in Anbetracht seines musikalischen Hintergrundes sehr entgegen und legte den Grundstein für seine späteren Werke, mit denen er sich Weltgeltung verschaffen sollte.

1933 wurde ihm wegen seiner jüdischen Abstammung von der UFA gekündigt. Er ging in die Emigration – zuerst nach Paris, dann versuchte er in Hollywood eine neue Heimat und Wirkungsstätte zu finden, was jedoch misslang. Er kehrte daher nach Paris zurück und ging später nach London. Ende der 30er Jahre begab er sich ein weiteres Mal in die USA. Diesmal gelang es ihm, dort Fuß zu fassen. In Hollywood komponierte er mit großem Erfolg zahlreiche Filmmusiken, unter anderem für die Ernst Lubitsch-Filme Ninotschka mit Greta Garbo und Sein oder Nichtsein. Er wurde mehrmals für den Oscar nominiert, u. a. für die Filmmusik für den Film Blaubarts achte Frau, die in Kooperation mit Friedrich Hollaender entstand.

Heymann03Im Jahre 1951 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er sich weiterhin dem Komponieren widmete und 1957 nach einem Kulturtest die deutsche Staatsbürgerschaft wiedererlangte.[1] Er heiratete in vierter Ehe die Schauspielerin Elisabeth Millberg, mit der er eine Tochter, Elisabeth Charlotte Trautwein-Heymann (* 3. November 1952), bekam. Heymann starb 1961 in München. Er ist auf dem Münchener Waldfriedhof (Neuer Teil) begraben.

Seine kompositorischen Werke sind sehr umfangreich und vielfältig. Sie umfassen Operetten, Bühnenwerke, Filmmusiken, Kabarettmusiken, Schlager, Chansons sowie Lustspiele. Er vertonte außerdem Texte von Robert Gilbert, Walter Mehring, Kurt Tucholsky, Leo Heller und vielen anderen. Den größten Bekanntheitsgrad erreichten seine Filmmusiken; als Interpreten traten u. a. Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann, Paul Hörbiger, Hans Albers und die Comedian Harmonists in Erscheinung.

Die Filmemacherin Helma Sanders-Brahms porträtierte ihn, sein Werk und die Zeit seiner größten Erfolge 2012 in ihrer letzten filmischen Arbeit, dem Dokumentarfilm So wie ein Wunder – Das singende Kino des Herrn Heymann.

Sein älterer Bruder war der Rechtsreferendar und Schriftsteller Walter Heymann (1882–1915). (Quelle: wikipedia)

Und hier hören wir auf einer kleinen EP einen bunten strauß seiner berühmtesten „Ton-Fim Melodien“ … neu eingespielt mit einer illustren Sängerschaft (Peter Alexander, Gerhard Wendland usw,)

Und den Gassenhauer „Ein Freund, ein guter Freund“ kennt man wohl heute noch.

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Die musikalische Leitung bei diesen Aufnahmen hatte im übrigens Franz Marszalek, ein weiteres Urgestein er damaligen Unterhaltungsmusik:

Franz Marszalek (* 2. August 1900 in Breslau (Schlesien); † 28. Oktober 1975 in Köln) war ein deutscher Dirigent und Komponist.

Marszalek studierte in Breslau. Nach ersten Jahren musikalischer Tätigkeit in Schlesien (als Kino- und Theaterdirigent und als Kapellmeister bei der Schlesischen Funkstunde AG, dem Breslauer Rundfunk) war er ab 1933 in Berlin als Dirigent und gefragter Arrangeur (auch für den Tonfilm) tätig. In den Kriegsjahren arbeitete er beim „Reichsrundfunk“.

Von 1949 bis 1965 war er der Dirigent des Kölner Rundfunkorchesters. Mit diesem Orchester setzte er beim Westdeutschen Rundfunk Köln (WDR) Akzente im Bereich der Operette, der leichten Klassik und gehobenen Unterhaltungsmusik; so pflegte er beispielsweise intensiv das Werk seines Freundes Eduard Künneke. Ganz besonders setzte er sich auch für die von ihm sehr geschätzten Leo Fall und Walter Wilhelm Goetze ein. Er legte frühe Gesamtaufnahmen von Der Zigeunerbaron und Karneval in Rom (Johann Strauss (Sohn)), Das Land des Lächelns und Paganini (Franz Lehár) sowie Liebe im Dreiklang (Walter Wilhelm Goetze), allesamt mit Peter Anders, vor. Marszalek galt als „wandelndes Operettenlexikon“. Sein Können und seine Kenntnisse auf diesem Gebiet sind unerreicht.

Franz Marszalek

Seine Einspielungen, die durch natürliche Lebendigkeit und hohe Qualität hervorstechen, gehören auch heute noch zum Repertoire des Hörfunks. Zu den von ihm häufig eingesetzten Künstlern gehören u.a. Anny Schlemm, Franz Fehringer, Herta Talmar, Renate Holm, Ingeborg Hallstein, Sándor Kónya, Heinz Hoppe, Rita Bartos, Willy Hofmann, Benno Kusche, Willy Schneider und Herbert Ernst Groh. Für das Fernsehen betreute Marszalek in den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren die Musikaufnahmen etlicher Operettenproduktionen (u.a. mit dem jungen Fritz Wunderlich). Nicht nur im Rundfunk und Fernsehen, sondern auch in der Schallplattenindustrie war Franz Marszalek tätig. Das Label Polydor der Deutschen Grammophon veröffentlichte in den 1950er und 1960er Jahren Dutzende von Operettenquerschnitten und Komponistenbildern, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Marszalek war nicht nur ein eminenter Operettendirigent. Mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester nahm er ein umfangreiches Repertoire klassischer Musik auf. Auch hier, wie im Bereich der Operette, spielte er viele Raritäten ein.

Daneben betreute Franz Marszalek in den 1950er und 1960er Jahren eine Rundfunksendung des WDR unter dem Titel Herr Sanders öffnet seinen Schallplattenschrank, in der er klassische Musik und Opern in historischen Aufnahmen vorstellte.

Sein Sohn war der Kameramann Michael Marszalek (1930–2014). Die Grabstätte Marszaleks befindet sich auf dem Westfriedhof in Köln. (Quelle: wikipedia)

Wohlan … tauchen qir ein in all die Glückseligkeit der frühen, deutschen Tonfilme … für Nostalgiker ein garantiertes Gänsehautgefühl, zumal diese EP wieder mal das Prädikat „astrein“ verliehen bekommt.

SunshineQuartett

Besetzung:

Gesang:
Peter Alexander, – Herbert Ernst Groh – Maria Mucke – Herta Talmar – Gerhard Wendland,
+
Comedien-Quartett – Roland-Trio – Sunshine-Quartett
+
Großes Operettenorchester
+
Gemischter Chor

Musikalische Leitung: Franz Marszalek

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Titel:

01. Das gibt´s nur einmal (Teil 1) 5.47
Das gibt´s nur einmal – Das muss ein Stück vom Himmel sein –  Hoppla, jetzt komm ich – Erst kommt ein großes Fragezeichen – Einmal schafft´s jeder – Es führt kein andrer Weg zur Seligkeit – Irgendwo auf der Welt – Das ist die Liebe der Matrosen

02. Das gibt´s nur einmal (Teil 2) 5.29
Du bist das süssete Mädel auf der Welt – Ein Freund, ein guter Freund – Liebling, mein Herz lässt dich grüßen – Wir zahlen keine Miete mehr – Eine Nacht in Monte Carlo – Das gibt´s nur einmal

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