Verschiedene Interpreten – 15 internationale Tänze für Senioren (S 1) (1983)

FrontCover1.JPGTja, nach dem Radau der Nina Hagen Band könnte man diese LP fast eine Erholung nennen … ich mag mir allerdings gar niht ausdenken, was meine Töchter sagen würden, ich hätte mir ne Platte mit internationalen Tänzen für Senioren angehört.

Die ursprünglich in den Niederlanden erschienene Serie Dansen voor Ouderen des niederländischen Seniorentanzverbandes enthält eine bunte Mischung von Tänzen aus aller Welt.

Im Grune genommen hören wir hier ja eigentlich Volkslieder aus aller Welt, zu denen man dann auch tanzen kann … wenn´s denn sein muss.

Und zu diesem Zwecke hat man dann ein 34seitiges Begleitbuch beigelegt (liegt der Präsentation natürlich auch bei), in der dann die entsprechenden Tanzanleitungen ausführlich beschrieben werden.

Begleitbuch16A

Nun ja … muss man nun wirklich nicht mögen.

Dennoch ein feines Album mit zuweilen hochinteressanten Melodien („Patty Cake Polka“,  „Rumänische Hora“, „Die lange Achte“)  die natürlich auch von dieser Sehnsucht nach einer beschaulich-besinnlichen Welt verkünden. Und angesichts des täglich Irrsinns in dieser Welt, kann ich diese Sehnsucht durchaus verstehen.

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Besetzung:
Orchester Pernoot (Leitung Theo von Tol und Nienke Lootsma
Nationaal Volksdansorkest (Leitung: Gilde del Mistro, Henk Spreng und Henny Langeveld
Orchester Radostan (Leitung: Tim de Wijs)
Orchester Pyewackett
Licentie Vogue
Trio Hellenique

Begleitbuch03A.jpg

Titel:
01. Die Fliege (Shoofly, Nordamerika) 1.32
02. Djacko Kolo (Serbien) 1.22
03. Patty Cake Polka (England) 2.13
04. Hakke Toone (Niederlande) 1.46
05. Rumänische Hora (Rumänien) 2.28
06. Der dritte Mann (Nordamerika) 2.18
07. Die lange Achte (Nordamerika) 2.34
08. Le bal du jugon (Frankreich) 2.00
09. Amerikanische Promenade (Nordamerika) 2.32
10. Schwedischer Klapptanz (Schweden) 3.09
11. Misirlou (Griechenland) 1.40
12. Schlafmütze (Niederlande) 2.33
13. Der fröhliche Kreis (Musik: Irish Washerwoman) 2.36
14. Komm, schöne Maro – Ajde lepa Maro (Serbien) 1.45
15. Eispolka (Niederlande) 2.12

LabelB1

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Begleitbuch19A

Vorder- und Rückseite des Begleitbuches (Tanzanleitungen)

Hugo Strasser und sein Tanzorchester – Die Tanzstunde (1977)

FrontCover1Wieder mal so ein Beispiel, wie exzellent der Altmeister der gepflegten Tanzmusik aufzuspielen wusste.

Hier gleich auf einem Doppelalbum, das sich zur Aufgabe gemacht hat, insbesondere Anfänger das Tanzen nahe zu bringen:

„Exklusiv in diesem Album stellen Gerd und Helga Weissenberg Deutschlangs bestes Professional-Paar in den lateinamerikanischen Tänzen (und vierfache deutsche Meister !) die 11 Tänze des WTP (= Welttanzprogramm) vor.

Ihre Tips sollen nicht nur Anfängern auf die Sprünge  helfen, sie sollen auch zeigen, daß Tanzen keine Altersgrenzen kennt.“ (Hüllentext)

Nun ja, Alter hin, Alter her … ich lausche diesen wirklich bezaubernden Klängen dann doch lieber auf dem Sofa (ein Gläschen Whisky kann dann auch dabei sein … )

Und dann fällt einem auf, welch geschmeidige Klarinette der Hugo Strasser zu spielen weiß … und mit welcher Eleganz sein Tanzorchester zu brillieren weiß … und Achtung:

Und mit wieviel Druck sie dann am Ende der 4. Seite den „Indian Reservation“ krachen lassen. Da wackelt das ganze Gebälk … wer hätte das geglaubt ! Und auch „Shaft ist nicht von schlechten Eltern !.

Und dann bilde ich mir ein, den großartigen Charly Antolini am Schlagzeug entdeckt zu haben …

Und dann noch diese Empfehlung: Bei diesen Temperaturen sollte man ja eh nicht so viel tanzen, aber: diese Musik eignet sichauch sehr gut für einen lauen Sommerabend !

HugoStrasserTanzorchester
Besetzung

Hugo Strasser und sein Tanzorchester

Booklet1

Titel:

Langsamer Walzer:
o1. Les Bicylettes De Belsize (Mason/Reed) 2.53
02. Meer der Ruhe (Strasser) 2.31

Cha-Cha-Cha:
03. Holzschuhtanz (Lortzing) 2.17
04. Raffaela (Strasser) 2.39

Foxtrott:
05. S’wonderful (Gershwin) 2.10
06. Carmen (Bizet) 2.20

Marsch:
07.Blues Parade (Strasser) 2.47
08. Tölzer Schützenmarsch (Traditional) 2.28

Jive:
09. Waterloo (Andersson/Ulvaeus) 2.37
10. Trumpet Jive (Strasser) 2.41

Disco Swing:
11. Reach Out I’ll Be There (Holland/Dozier) 3.41
12. Soley Soley (Arbex) 2.37

Rumba:
13. El Condor Pasa (Traditional) 2.30
14. Rumba, Mariquita Linda (Traditional) 3.00

Samba:
15. El Bimbo (Morgan) 2.50
16. Samba Traviata (Verdi) 2.19

Tango:
17. A Media Luz (Donato) 2.09
18. Argentina (Molldorf) 2.34

Blues:
19. Stormy Weather (Arlen/Kohler) 2.52
20. Blue Shadow (Strasser) 2.37

Wiener Walzer:
21. Bianca (Cumberland/Hertha) 2.01
22. Faust Walzer (Gounod) 2.44

Disco Swing:
23. Indian Reservation (Loudermilk) 2.49
24. Shaft (Hayes) 2.48

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Willy Berking – Mit Willy Berking zur Meisterschaft (1968)

FrontCover1Diese Scheibe hat irgendwas rührendes … Wir schreiben das Jahr 1968 … die Jugend hat längst die progressive Rockmusik entdeckt, die Studentenunruhen eskalieren nicht nur bei uns … und ein Hans Last hat sich längst die Krone der Unterhaltungsmusik aufgesetzt und dann kommt ein Altmeister daher und veröffentlicht dieses vordergründig biedere Album „Mit Willy Berking zur Meisterschaft“.

Willy Berking (* 22. Juni 1910 in Düsseldorf; † 21. Mai 1979) war ein deutscher Orchesterleiter, Posaunist und Komponist.

Willy Berking studierte Musik (Klavier, Komposition) in Düsseldorf und anschließend in Berlin, wo er im Alter von 18 Jahren seine erste Big Band gründete. Er hatte sich dem Jazz und besonders dem Swing verschrieben, was jedoch von den Nationalsozialisten abgelehnt wurde. Als Posaunist tourte er mit verschiedenen Tanz- und Unterhaltungsorchestern dieser Zeit, unter anderem bei der „Goldenen Sieben“ und dem Telefunken-Swing-Orchester unter Heinz Wehner (mit dem er 1934 nach Berlin ging). Ab 1934 studierte er Posaune; 1938 leitete er ein Studioorchester für die Imperial-Schallplatte („Berking-Spitzenserie“). Auch nahm er mit Adalbert Lutter, Michael Jary und Hans Rehmstedt auf[2] und war in der Propaganda-Bigband „Charlie and His Orchestra“ aktiv.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er 1946 die Leitung des neugegründeten Tanzorchesters des Hessischen Rundfunks, aus der das Große Tanz- und Unterhaltungsorchester des Hessischen Rundfunks hervorging. Mit diesem Orchester feierte Willy Berking in den 1950er Jahren seine größten Erfolge. Er schrieb Schlager und Instrumental-Titel wie Mixed Pickles oder Trumpet Jump sowie die fünfteilige Suite Brasiliana. Seine Kompositionen wurden von den namhaften Interpreten dieser Zeit gesungen. Für eine Million verkaufter Platten erhielt er 1957 eine Goldene Schallplatte. Zu einer nationalen Berühmtheit wurde Willy Berking durch die Fernseh-Show „EWG“ mit Hans-Joachim Kulenkampff. (Dort wirkte er auch an der köstlichen Beatles-Parodie „She Loves You“ mit; zu sehen hier)

BerkingTanzorchester2
Nach einem Herzinfarkt musste Willy Berking die Leitung des Orchesters 1972 aufgeben, sein Nachfolger wurde aus den Reihen des Orchesters Heinz Schönberger. Berking starb 1979 an einer Krebserkrankung. (Quelle: wikipedia)

Immerhin, diese LP erschien auf den renommierten CBS Label … Und was soll ich sagen: herausgekommen ist eine blitzsaubere, durch und durch großartig altmodische Schallplatte. Nicht im modernen James Last Sound sondern eben im Sound jener Orchester der 20er und 30er Jahre, die bis heute an ihrer Magie nichts verloren haben (so geht´s jedenfalls mir), geschmeidig, schmissig, romantisch, stürmisch … und man kann diese Musik natürlich auch geniessen, wenn man das Tanzbein nicht schwingt … vorsichtshalber habe ich mir allerdings dieses Album angehört, als meine werte Frau Gemahlin aushäusig war, nicht dass sie am Ende noch auf dumme Gedanken kommt ….

BerkingTanzorchester

Willy Berking und sein Tanzorchester

Besetzung:
Willy Berking und sein Tanzorchester

BackCover1

Titel:
01. Quickfox Medley (3.56):
01.1. Your Are The Cream In My Coffee (DeSylva/Brown/Henderson)
01.2. Somebody Loves Me (Gershwin)
01.3. Bye-Bye-Blues (Hamm/Bennett/Lown/Gray)
02. Slowfox Medley (4.4o):
02.1. Someone To Watch Over Me (Gershwin)
02.2. Memories Of You (Blake/Razaf)
02.3. Love Is A Many Slpendored Thing (Fain)
03. Ecstasy (Tango) (Belmonte) 2.18
04. Tango Maritima (Berking) 1.49
05. English Waltz Medley (4.29):
05.1. Let Me Beloves (Livingstone/Evans)
05.2. Too-Ra-Loo-_Ra-Loo-Ra (Shannon)
05.3. Love In My Reason (Novello)
06. Stars In Your Eyes (Rumba) (Ruiz) 3.17
07. Daniela (Rumba) (Berking) 2.22
08. Cumana (Samba) (Barcley/Allen) 2.10
09. Costa Rica (Samba) (Berking) 1.56
10. Chinchilla Cha-Cha) (Berking) 2.09
11. Fräulein Pardon (Meisel) 2.10
12. El Matador (Paso doble) (Hilger) 2.04
13. Gold und Silber (Walzer) (Léhar) 2.18

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Die German Beatles: Hans Joachim Kulenkampff (vorne) im Quartett mit seinen Kollegen Bully Buhlan (links), Gerhard Wendland und Willi Berking (rechts).

Hugo Strasser – Die Tanzplatte 1987 (1986)

FrontCover1Höchste Zeit, dass mal wieder ein weiterer Großmeister der gepflegten Tanzmusik hier Erwähnung findet. Und wenn dann so einer Jahrgang 1922 ist, hat er doch so einiges erlebt:

Hugo Strasser (* 7. April 1922 in München-Schwabing – † 17. März 2016 in München-Trudering) ist ein deutscher Klarinettist und Bandleader. Das Orchester ist bekannt für seine Tanzmusik, vor allem durch die Albumreihe „Tanzplatte des Jahres“ und die musikalische Ton- und Takt-Vorgabe bei vielen Tanz-Weltmeisterschaften.

Strassers Vater, ein verbeamteter Schulhausmeister, stammte aus einer Bauernfamilie in Jetzendorf, seine Mutter aus Schrobenhausen. Als Siebenjähriger spielte Strasser in der Kinderstunde des Bayerischen Rundfunks sein erstes Mundharmonika-Solo. Mit 16 Jahren kam er an die Akademie der Tonkunst in München. Im 8. Semester wurde er zum Militär eingezogen und erhielt seine weitere musikalische Ausbildung an der Heeres-Musikschule in Bückeburg, wie z. B. auch James Last, Roy Etzel und Horst Fischer. Nach dem Krieg, an dem er als Soldat nicht aktiv teilnehmen musste, spielte er Jazzmusik in amerikanischen Clubs in München und anderen bayerischen Städten, unter anderem vom Juni 1945 bis zum Dezember 1945 im „Oberhaus“ in Passau für die dortige US-Infanteriedivision. Ab 1949 wirkte er als Altsaxophonist und Klarinettist im 1948 gegründeten Max-Greger-Sextett.

1955 gründete er sein eigenes, 16-köpfiges Tanzorchester, mit dem er noch immer (Stand: Dezember 2008) auf zahlreichen Ballveranstaltungen auftritt, so unter anderem den Faschingsbällen beim Bayerischen Rundfunk. Von großem Vorteil für den berühmten Strasser-Sound war, dass seine Arrangeure immer auch Musiker seines Orchesters waren (besonders zu erwähnen sind der 2001 verstorbene Tenorsaxophonist Werner Tauber, der Posaunist Hans Ehrlinger, der Trompeter Etienne Cap und der 2012 verstorbene Gitarrist Dirk Schweppe). 2008 besteht das Orchester neben Strassers Klarinette aus fünf Saxophonen, drei Trompeten, drei Posaunen, Keyboard, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Obwohl das Orchester seit mehr als fünf Jahrzehnten existiert, gab es kaum personelle Wechsel. So führt der 1. Altsaxophonist und Klarinettist Hans Wolf (* 1927) seit 1957 Strassers Saxophonsatz an.

Autogrammkarte aus den 50er Jahren

Autogrammkarte aus den 50er Jahren

Anlässlich eines Konzertes zu seinem 65. Geburtstag gründete Hugo Strasser die Formation Hot Five. Neben Strasser gehören Martin Schmid (Bass), Uwe Gehring (Gitarre), Ladia Base (Klavier und Arrangement) und Martin Breinschmid (Perkussion) zur (wechselnden) Besetzung. (Stand: 2008)

2005 und 2006 tourte er mit Max Greger und Paul Kuhn als Swing-Legenden mit der SWR-Bigband mit A Tribute to Glenn Miller durch die Lande. Zusammen mit Greger geht Strasser auch weiterhin regelmäßig auf Tournee. Im Januar 2009 gab er zusammen mit Max Greger und Bill Ramsey als Swing-Legenden in der Stuttgarter Liederhalle ein Konzert. Gaststars waren die Kessler-Zwillinge. 2013 gab er mit der Aichacher Swing-Band „Crazy Oak Big Band“ ein Konzert, welches nach einem Geburtstagsgruß zustande kam.

Hier ist vor allem die Reihe „Tanzplatte des Jahres“ zu nennen, die Strasser von 1966 bis 1996 bestritt. Nach 1996 kamen noch ein paar „Best of“-CDs heraus, seine große Zeit war jedoch vorbei. Ein Kuriosum war das Album „Was ich sagen wollte …“ (1989). Auf ihr war Strasser tatsächlich als Sänger zu hören, mit Liedern über sich, das Leben und seine Heimatstadt München. Es kam sogar eine Single heraus mit dem Lied „I kann ned tanzen“ (Strasser kokettierte zeit seines Lebens damit, dass er beim Tanzen stets aus dem Takt komme).

Zu den bekanntesten von Strasser eingespielten Titeln gehören sicher „You’re the Cream in My Coffee“ (Quickstep) aus „Turniertanz-Trümpfe“; außerdem der Ohrwurm „Wild Cat Blues“, ebenfalls ein Quickstep, der Strassers Klarinette prominent präsentiert, zu finden auf „ARD Masters Gala ’92“ (das Lied war außerdem die Begleitmusik eines 70er-Jahre-Pausenfilms des Hessischen Rundfunks mit Kätzchen, die in halboffenen „hr“-Würfeln herumkrabbeln).

Daneben ist er immer auch dem Swing und Jazz treu geblieben, z. B. durch Auftritte in Quintettbesetzung, seiner so genannten Hot Five, von der es auch CDs gibt.

Gelegentlich komponierte er auch Filmmusik wie 1964 für „Das Mädel aus dem Böhmerwald“ mit Gerlinde Locker.

2016, wenige Wochen vor seinem 94. Geburtstag, wirkte Strasser wie bereits seit vielen Jahren an der Ballnacht im Deutschen Theater mit. Seinen letzten Auftritt hatte er am 28. Februar 2016 in Unterhaching. Am 17. März 2016 starb Hugo Strasser an den Folgen eines Blasenkrebsleidens. Er wurde anonym auf einem Kemptener Friedhof bestattet. (Quelle: wikipedia)

Hugo Strasser - Max Greger - Paul Kuhn

Hugo Strasser – Max Greger – Paul Kuhn

Hier also eine seiner berühmten Tanzplatten … und schön beim ersten Hören dachte ich mir, dass solch ein faszinierende Big-Band-Jazz-Sound eindeutig unter Wert verkauft (schaut man sich z.B. das Cover an … aber wir wissen: You can´t judge a record by looking at the cover !), wenn man sie eben nur als „mit allen Tänzen des Tanzweltprogramms im strikten Tanzrhythmus“ anpreist. Nein, hier gibt es eben einen geradezu superben Jazz zu hören aus einer längst vergangenen Epoche der großen Banktetts … und natürlich wurde auch getanzt … aber die Musik schmeichelt sich einfach auch „nur so“ ins Gemüt … das geht schon bei „Goody Goody“ los … und dann folgende diverse Tanzstile von Cha-Cha-Cha über Tango, Walzer, Slow-Fox bin hin zu Rock N Roll (diesen Titel komponierte sein Sohn Thomas Strasser). Und selbst Dieter Bohlen ist mit 2 Kompositionen vertreten, die dann als „Disco“ und „Slow Beat“ firmieren … Herz, was willst Du mehr !

Also: Hören und ein wenig ungläubig staunen lautet daher meine Empfehlung.

HugoStrasser

Besetzung:
Ladia Base (piano, synthesizer)
Viktor Behrens (trumpet)
Etienne Cap (trumpet)
Hans Ehrlinger (trombone)
Georges Delagaye (trombone)
Fritz Gläser (trombone)
Josef Güntner (trombone)
Kurt Kümpel (saxophone, flute)
James Polivka (trumpet)
Walter Rab (trumpet)
Horst Reipsch (saxophone, clarinet)
Dirk Schweppe (guitar)
Pat Simon (vocals)
Hans Joachim Stelzer (saxophone, clarinet)
Eric Stevens (bass)
Hugo Strasser (clarinet)
Thomas Strasser (guitar)
Werner Tauber (saxophone, clarinet)
Alan Waterson (drums)
Hans Wolf (accordeon, saxophone, clarinet, flute)
+
Bob Coassin (trumpet bei 04. + 07.)
+
Eine Streichergruppe unter der Leitung von Hans Herchenhahn

BackCover1

Titel:
01. Goody Goody (Warren) 2.55
02. Katja (H.Strasser) 2.58
03. Tango Militaire (Kötscher) 2.20
04. New York, New York (Kander) 3.13
05. Domino (Ferrari) 3.15
06. Skyliner (Barnet) 2.47
07. Nikita (John / Bernie Taupin) 3.38
08. Atlantis Is Calling (Bohlen) 3.35
09. Dob’s Boogie (Dobschinski) 2.41
10. Etüde (Chopin/Tauber) 3.23
11. Trumpet Cha Cha (Cap) 2.56
12. Con Fuego (H.Strasser) 3.06
13. As Time Goes By (Hupfeld) 2.43
14. Rockmobil (Th.Strasser) 3.17
15. Midnight Lady (Bohlen) 3.13
16. Polka Vienna (Schrammel) 3.09

CD1

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Max Greger und sein großes Tanz-Turnier-Orchester – Weltmeisterschafts-Tanzturnier (1961)

FrontCover1Als der Maxl Greger diese LP „im strikten Tempo“ 1961 veröffentlichte, hatte er schon bald 15 Jahre Bühnenerfahrung hinter sich !

Max Greger (* 2. April 1926 in München-Giesing – 15. August 2015 in München/Grünwald) ist deutscher Jazz-Musiker, Saxophonist, Big-Band-Leader und Dirigent.

Eigentlich hätte Max das elterliche Metzgereigeschäft übernehmen sollen. 1936 schenkte ihm sein Großvater jedoch ein Akkordeon und legte damit den Grundstein zur musikalischen Entwicklung des damals zehnjährigen Max. Neben dem Besuch einer Aufbauschule absolvierte Max Greger ein Studium der Klarinette und des Saxophons am Münchner Konservatorium.

Als 18-Jähriger wurde Max Greger 1944/45 gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zum Kriegsdienst eingezogen. Doch bereits kurz nach Kriegsende spielte er als einer der ersten Deutschen vor allem in amerikanischen Offizierscasinos und wurde somit, gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Hugo Strasser, zu einem Pionier der deutschen Swing- und Jazzszene der Nachkriegszeit. 1948 erfolgte die Gründung seines ersten eigenen Ensembles unter dem Namen Max-Greger-Sextett. Er spielte tagsüber hauptsächlich volkstümliches für den Bayerischen Rundfunk und abends in amerikanischen Clubs, wo ab und zu auch Größen wie Duke Ellington oder Ella Fitzgerald im Publikum saßen. Erste Schallplattenaufnahmen mit eigenen Tanz- und Schlagerkompositionen wie Auf Bergeshöhen, Rock’n’Roll Boogie, Verliebte Trompeten, Max & Sax, Looping Blues, Keiner küßt wie Du, Teenager Cha Cha und Rock Twist folgten alsbald, ebenso wie ausgedehnte Tourneen durch Deutschland und Europa. Als erste westliche Band seit 35 Jahren durfte Max Greger 1959 eine Tournee in die Sowjetunion starten. (Quelle: wikipedia)

MaxGreger1959

Max Greger und sein Orchester vor dem Abflug in die Sowjetunion, 1959

Und der Greger Max hatte sich scheinbar auch einen guten Ruf bei der tanzenden Zunft gemacht, denn 1960 spielte er bei dem Weltchampionat der Amateur-Turnier-Tänzer im Deutschen Theater zu München auf. Und hier kann man sich von der dort gespielten Musik ein akustisches Bild machen … Nicht dass jemand glaubt, ich würde gerne tanzen, aber die Musik, die hat schon was.

Bei „Blue Moon“ oder auch „Fascination“ würde ich schon gerne mit einem Whsiky-Glas in der Hand an der Theke einer kleinen Bar sitzen … Ja, ja, ich schwelge mal wieder …

Von dieser Platte gab es dann übrigens auch eine „Sonderauflage für die Mitglieder des Bertelmann Schallplattenringes“, bei der wurden aber glatt 4 Titel unterschlagen … Also: besser zum Original greifen … dann hat man den ganzen augenzwinkernden Genuss !

LabelA+BSonderauflage

Label A + B der Sonderauflage

Ach ja, wer den Max Greger gerne mal live erleben will, bitteschön: Am 19.06.2014 kann man ihn zusammen mit seinem Sohn im „Olymp Gelände“, in Bietigheim-Bissingen sehen … Da sag´ ich nur eins: Respekt !


BackCover1

Besetzung:
Max Greger und sein großes Tanz-Turnier-Orchester

AlternativeCover

Vorder- und Rückseite der Sonderauflage für die Mitglieder des
Bertelmann Schallplattenringes

Titel:
01. Blue Moon (Rodgers) 1.43
02. September In The Rain (Warren) 1.38
03. Fascination (Marchetti) 2.12
04. Moulin Rouge (Auric) 2.10
05. Tanzen möcht‘ ich (Kálmán) 2.08
06. Wiener Blut (Strauss) 1.54
07. Some Of These Days (Brooks) 1.52
08. Bei mir bist du schön (Secunda) 2.02
09. El Cumbanchero (Hernandez) 1.45
10. Manana (Harbour/Lee) 1.39
11. Besame Mucho (Velasquez) 1.57
12. Mucho-Mucho (Grever) 2.03
13. Olé Guapa (Malando) 2.12
14. A Media Luz (Donato) 1.53
15. Spanischer Zigeuner-Tanz (Maraquina) 2.04
16. Malaga (Rixner) 2.08

LabelB1

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Max Greger – Tanz-Turnier mit Max Greger (Ende 50er Jahre)

FrontCover1Max Greger (* 2. April 1926 in München; † 15. August 2015 ebenda) war ein deutscher Jazz-Musiker, Saxophonist, Big-Band-Leader und Dirigent. Er nahm mehr als 150 Schallplatten auf, trat in hunderten Konzerthallen unter anderem mit Louis Armstrong, Duke Ellington und Ella Fitzgerald auf und produzierte rund 3000 Musikstücke. Zu Gregers musikalischen Begleitern zählten Paul Kuhn, Hugo Strasser und James Last.

Max Greger sollte ursprünglich das elterliche Metzgereigeschäft übernehmen. 1936 schenkte ihm sein Großvater jedoch ein Akkordeon und legte damit den Grundstein zur musikalischen Entwicklung des damals Zehnjährigen. Neben dem Besuch einer Aufbauschule absolvierte Greger ein Studium der Klarinette und des Saxophons am Münchner Konservatorium.

Als 18-Jähriger wurde Max Greger 1944/45 gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zum Kriegsdienst eingezogen. Bereits kurz nach Kriegsende spielte er als einer der ersten Deutschen vor allem in amerikanischen Offizierscasinos und wurde somit, gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Hugo Strasser, zu einem Pionier der deutschen

Single1957

Single, 1957

Swing- und Jazzszene der Nachkriegszeit. 1948 gründete er sein erstes eigenes Ensemble, welches später zu einem Oktett erweitert wurde. Schon früh schaffte er es, mit Jazz-Größen wie Woody Herman, Stan Kenton und Lionel Hampton zu spielen. Er musizierte tagsüber mit dem Enzian-Sextett hauptsächlich Schlager und Volkstümliches für den Bayerischen Rundfunk und abends als Max-Greger-Sextett Swing und Jazz in den amerikanischen Clubs. Später trat er in der Band des Trompeters Charly Tabor auf und stand unter anderem mit Louis Armstrong und Duke Ellington auf der Bühne.

Erste Schallplattenaufnahmen mit eigenen Tanz- und Schlagerkompositionen wie Auf Bergeshöhen, Rock’n’Roll Boogie, Verliebte Trompeten, Max & Sax, Looping Blues, Keiner küßt wie Du, Teenager Cha Cha und Rock Twist folgten, ebenso wie ausgedehnte Tourneen durch Deutschland und Europa. Als erste westliche Band seit 35 Jahren durfte Max Greger 1959 eine fünfwöchige Tournee in die Sowjetunion starten, wo er mit Maria Hellwig und Udo Jürgens auftrat. Insgesamt gab es 36 ausverkaufte Konzerte. Danach gelang ihm der kommerzielle Durchbruch … (Quelle: wikipedia)

MaxGreger1957

Max Greger, 1957

In dieser Zeit müssen auch diese Aufnahmen entstanden und veröffentlicht worden sein. Manche Quelle gaben zwar das Jahr 1967 als das Jahr der Veröffentlichung an. Aber das glaub ich nicht, denn die Hüllengestaltung verweis aus meiner Sicht schon eindeutig auf die 50er Jahre.

Sei´s drum.

Ursprünglich wurden diese Aufnahmen bei Ariola veröffentlicht und sie fanden sogar ihren Weg nach Australien, wo sie ebenfalls veröffentlicht wurden. Mein Exemplar ist eine verkürzte 10″ Fassung für das Label des Europäischen Phonoclubs, Opera.

AlternativesFrontCover (Australien)

LP Hülle (Australien)

Wir hören geschmeidige Tanzmusik ala Max Greger, die man gut und gerne auch mal nur so nebenbei hören kann, ohne das Tanzbein zu schwingen … nicht, dass man sich noch das Bein bricht !

AlternativesFrontCover

Noch ne andere Hülle (für das Billig-Label „Baccarola“)

Besetzung:
Max Greger Orchester

BackCover1
Titel:
01. Carolina Moon (Davis/Burke/Rotter) 2.21
02.  Ich schenk‘ mein Herz (Mackeben/Knepler/Welleminsky) 2.25
03.  Diosa Marina (Ort) 2.20
04. In Portugal (Durso/Mitchel/Bradtke/Kahn) 2.15
05. A Fine Romance (Kern/Fields) 1.45
06. Ich hätt‘ getanzt heut Nacht (Loewe/Gilbert) 2.10
07. Perfidia  (Dominguez/Siegel/Schaeffers) 2.10
08. Venus (Marshall/Madinez) 2.07
09. Spanischer Marsch  (Rixner) 2.02
10. La-Le-Lu (Gaze) 2.29

LabelA1

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Max Greger – Die Tanzplatte des Jahres `77 (1977)

FrontCover1Freilich kann der Max Greger mit dem Tonträger-Output eines James Last nicht mithalten, aber immerhin hat auch er deutlich über 60 LP´s veröffentlicht (so meine große Schätzung) und das ist ja auch nicht gerade wenig.

Und wie Hugo Strasser und andere veröffentlichte er etliche Alben, die den Gütesiegel diverer Tanzverbände bekaman … ein Garant für Absatz, vermute ich mal, ob all der tanzveressenen Menschen in Deutschland.

Dieses Album erhält z.B. das Prädikat:

Ausgewählt vom Arbeitsstab „Tanzplatte des Jahres“ in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen deutschen Tanzlehrerverband und der Redaktion „tanzillustrierte. (Labelaufdruck)

Ist ja auch was !

Und so hören wir aktuelle Melodien der damaligen Zeit einschließlich dem unsäglichen „Daddy Cool“ . Abner auch die Beatles werden gewürdigt … und zwar mit „Yesterday“ … hier allerdings in einer lupenreinen Hollywood-Kitsch-Version …

Aber so etliche Melodien sind wieder mal wunderbar in den Max Greger Sound verprackt, kann man – sofern man in entsprechend aufgeräumter Stimmung ist, gut mal anhören … ohne gleich zu tanzen, wenngleich wir auf der Rückseite das Albums gleich aufgeklärt werden, was es mit der Tanz-Abkürzung „GMS“ auf sich hat:

Tanzerläuterung

Aha !

Besetzung:
Max Greger Big Band

BackCover1

Titel:
01 Un, deux, trois (Cara/Rallo) 2.10
02. When Will I See You Again (Gambe/Huff) 2.30
03. Daddy Cool (Farian/Reyam) 2.43
04. Don’t Go Breaking My Heart (Orson/Blanche) 2.30
05. Rock And Roll Love Letter (Moore) 2.27
06. Felicidades (Diernhammer) 2.06
07. Narzissus (Nervin) + Summernight (Drexler/Schmidt) 2.51
08. Girls, Girls, Girls (Kajanus) 2.35
09. Compassion Waltz (Traditional) 2.22
10. Tango d’amor (Leandros(Munro) 2.56
11. Die kleine Kneipe (Kartner) 2.28
12. Yesterday (Lennon/McCartney) 2.29
13. Laßt uns tanzen (v.Weber) + Swanee River (Traditional) 3.04
14. More, More, More (Diamond) + Dancing Queen (Ulvaeus/Andersson/Anderson) 2.55

LabelB1
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