Verschiedene Interpreten – Amateur Favoriten (1966)

LPFrontCover1Auch für diese LP gilt, was für viele Schallaufnahmen in diesem blog gilt:

Die sog. „Amateure“ können musizieren, dass es eine wahre Freude ist.

Alljährlich treffen sich die besten Amateur-Tanzorchester der DDR zu einem Leistungsvergleich. Was dabei an präziser Satzarbeit, ausgefallener Dynamik, stilistischem Einfühlungsvermögen und gesunder Musikalität gezeigt wird, ist erfreulich. 

Es ließ Jürgen Hermann, der 1965 in Magdeburg die Jury leitete, spontan sagen: „Ich bin erstaunt ! Ein derart hohes Niveau hätte ich einer Amateur Big-Band nie zugetraut !“

Die vorliegenden Aufnahmen bestätigen, daß unsere Amateure als Musiker, aber auch als Arrangeure und Komponisten, ernstzunehmende Beiträge zur Bereicherung unseres Tanzmusikangebotes leisten können. Zeitweilig hat das Wort Amateur- bzw. Laienmusiker – nicht zuletzt durch das Auftreten einiger Beatgruppen unseligen Angedenkens – einen abwertenden Beigeschmack bekommen.

Zu welch hohen Leistungen jedoch fähig sind, sobald sie – Talent und Fleiß vorausgesetzt – die Möglichkeiten nutzen, die ihnen in unserer Republik offenstehen, zeigen auf dieser Langspielplatte zwei Bib Bands und zwei Combos, die das Prädikat „Ausgezeichnet Laientanzorchester der DDR“ tragen.

Tanzorchester Leipzig01

Tanzorchester Leipzig

Sicher sind die vorliegenden Aufnahmen nicht alle gleichwertig. Allem Anschein nach läßt sich auf Amateurbasis eher ein kleineres Ensemble unter einen Hut bringen als eine Bigband.

Doch soviel ist gewiß: Die besten unserer Amateurorchester haben Maßstäbe gesetzt – jetzt heißt es, das Spitzenniveau in die Breite zu tragen (Hüllentext von H.P. Hofmann)

Da bin ich doch gerne behilflich, wobei der Seitenhieb auf die Beatbands überflüssig war.

Einschmeichelnde Tanzmusik mit viel Inspirationen aus dem Jazz … eh klar !

BackCover

Titel:
01. Tanzorchester Leipzig: Four Brothers (Giuffre) 2.21
02. Jürgen Heider-Swingtett: Nova (Pfüller) 2.42
03. Tanzorchester Tornado: Ottokar (Hörig) 1.58
04. Evergreen-Sextett: Dat du min leevsten büst (Marita Roll: vocals) (Traditional) 2.56
05. Tanzorchester Leipzig: Küßchen gefällig? (Meyer) 2.34
06. Jürgen Heider-Swingtett: Yvette (Hugo) 2.47
07. Tanzorchester Tornado: Nebel (Raun) 2.50
08. Evergreen-Sextett: Randonia (Seidtmann) 2.25
09. Tanzorchester Tornado: Spanische Fliege (Hulan) 3.30
10. Jürgen Heider-Swingtett: Pelikan (Heider) 2.31
11. Tanzorchester Leipzig: Mustermesse 65 (Pfüller) 2.36
12. Evergreen-Sextett: Ack Wärmeland Du Skõnar (Traditional) 3.10
13. Tanzorchester Tornado: Mallorie (Eva Kirchner: vocals) (Cohn) 2.33
14. Jürgen Heider-Swingtett: Das Märchen der Liebe (Kneifel) 3.08
15. Tanzorchester Leipzig: Nessy (Pfüller) 3.08

LabelB

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Das Jürgen Heider-Swingtett bestand damals aus:

Dieter von Daak (bass)
Hans Harr (guitar, banjo)
Jürgen Heider (piano, vibrphone)
Heinz Hoffmann (drums)
Heinrich Köppke (bass)
Albert Möwes (saxophone)

Jürgen-Heider-Swingtett 1966

Jürgen Heider-Swingtett

Max Greger – Europa-Tanzturnier (1961)

FrontCover1Zur Einstimmung auf diese Tanz-LP aus dem Jahre 1961 nochmals ein kurzer biographischer Abriss:

Wer Anfang der 60er im Fernsehen die Welt- oder Europameisterschafts-Tanzturniere verfolgte (so etwas wurde damals vom Fernsehen in Eurovisionssendungen übertragen), der sah, oder zumindest hörte Max Greger und sein großes Tanzturnier-Orchester.

Für ein Orchester keine leichte Aufgabe, musste doch alles live im exakten Turniertempo gespielt werden. Max Greger und sein Orchester meisterten diese verantwortungsvollen, musikalischen Aufgaben bravorös. Der am 2. April 1926 in München geborene Max Greger absolvierte am Münchner Konservatorium ein Studium der Klarinette und des Saxophons. Bereits kurz nach Kriegsende spielte er in amerikanischen Offizierskasinos und wurde zu einem Pionier der deutschen Swing- und Jazzszene der Nachkriegszeit.

MaxGregerAutogrammAls erste westliche Band seit 35 Jahren gab Max Greger 1959 Gastspiele in Moskau, Leningrad und anderen Städten der Sowjetunion.

Von 1963 bis 1977 besaß Max Greger einen festen Vertrag beim ZDF und wurde so einem weiten Publikum als ständiger Gast bei den großen ZDF-Liveshows wie Vergißmeinnicht, Der goldene Schuß, 3 mal 9, Musik ist Trumpf oder Der große Preis bekannt.

Die von seinem Orchester eingespielte Thomas Reich-Komposition Up to Date, wurde zur Titelmelodie des samstäglichen Aktuellen Sportstudio des ZDF.(Quelle: dwnz.homepage.t-online.de)

Und wie souverän schon damals der Max Greger und seine Musikanten ihr Metier beherrschten, zeigt diese LP, die auch ein paar einleitende Worte über das Genre Tanzmusik hat:

Covertext

Schon interessant, wieviel unterschiedliche Stile hier zu hören sind, vom Walzer bis eben auch zu südamerikanischen Melodien … der Max Greger kannt diesbezüglich keine Grenzen.

Wer also auf schmeichelnden Big Band Sound (denn nichts anderes war seine Musik) steht, wird hier auf seine Kosen haben und seine Freude noch dazu.

MaxGreger

Besetzung:
Max Greger und sein Orchester

BackCover

Titel:
01. Künstlerleben (Strauss) 2.14
02. Rosen aus dem Süden (Strauss) 2.38
03. Maria aus Bahia (Misraki) 1.55
04. Brazil (Barroso) 1.54
05. Tennessee-Waltz (King/Stuard) 2.24
06. Ramona (Wayne) 2.22
07. Moonglow (Hudson/De Lange/Mills) 1.50
08. Once In A While (Edwards/Green) 1.57
09. Amor-Amor (Ruiz) 2.14
10. Poinciana (Simon/Lliso/Bernier) 2.18
11. Blue Tango (Anderson) 2.20
12. Kiss Of Fire (Allen/Hill) 2.20
13. I Want To Be Happy (Youmans/Caesar) 2.28
14. Red Roses For A Blue Lady (Tepper) 2.09
15. Drei kleine Worte (Three Little Words) (Ruby) 2.08
16. Tea For Two (Youmans/Caesar) 2.14

LabelA1

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Greger, Max - Jazzmusiker, D

Max Greger (* 2. April 1926 in München; † 15. August 2015 ebenda)

Victor Silvester and his Silver Strings – Im strikten Tanzrhythmus (ca. 1960)

FrontCover1Da bin ich mir wohl selber ein wenig auf den Leim gegangen:

Da wollte ich eigentlich wieder mal darüber schwandronieren, dass wir es hier mit einem unbekannten deutschen Tanzorchester zu tun hätten, die sich mit dem Fantasienamen „Victor Silvester and his Silver Strings“ schmückt …

Aber …

… weit gefehlt. Diesen Victor Silvester gab´s tatsächlich mal. Er war ein bekannter Musiker in Großbritanien oder in other words:

Victor Marlborough Silvester OBE (25 February 1900 – 14 August 1978) was an English dancer, author, musician and bandleader from the British dance band era. He was a significant figure in the development of ballroom dance during the first half of the 20th century, and his records sold 75 million copies from the 1930s through to the 1980s. (Quelle: wikipedia)

Und irgendwie passt er ja eigentlich so gar nicht rein in diesen blog, aber ich wollte nicht päpstlicher als der Papst sein oder ganz so kleinlich sind wir hier ja auch nicht. Deshalb, ladies and gentlemen, please welcome: Victor Silvester !

Original Front+BackCover (mfp Records, 1959)

Original Front+Back Cover (mfp Records, 1959)

Ursprünglich erschien das Album 1959 unter dem Titel „Strings In Tempo“ auf dem britischem mfp Label. Bei uns wurde sie auf dem Label „Die Volksplatte“ veröffentlicht (und enthielt mit „True Love“ einen Titel, der auf dem Original-Album nicht enthalten war !), dieses Label war Teil von der Kristall Gesellschaft m.b.H., Köln und diese wiederum war mit EMI/Electrola verbandelt … nun ja.
Und geboten wird eine durchgehend geschmeidige „Ballroom-Musik“, die sich auch heute noch sanft in die Hörgänge einschleicht … Musik zum Träumen halt … Enjoy it !

VictorSilvesterPersonnel:
Victor Silvester and his Silver Strings

BackCover1Tracklist:
01. It’s All Right With Me (Porter) 2.18
02. Paradise (Brown) 3.07
03. You Do Something To Me (Porter) 2.14
04. Love For Sale (Porter) 2.28
05. I’ve Got My Eyes On You (Porter) 2.14
06. Pagan Love Song (Brown) 3.05
07. So In Love (Porter) 2.37
08. Would You (Brown) 3.07
09. After You (Porter) 2.23
10. Allez Vous En, Go Away (Porter) 2.32
11. I Love You Samantha (Porter) 3.32
12. True Love (Porter) 2.32

LabelA1

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Adalbert Lutter und sein Tanzorchester – Welterfolge zum Tanztee (2. Folge) (1956)

FrontCover1Und noch so ein Großmeister der gepflegten Unterhaltungsmusik des letzten Jahrhunderts und zwar einer , mit einer wahrlich bewegten Biographie:

Adalbert Lutter (* 20. Oktober 1896 in Osnabrück; † 28. Juli 1970 in Berlin) war ein deutscher Pianist, Dirigent und Leiter eines der bekanntesten Berliner Tanz- und Unterhaltungsorchester der Dreißiger Jahre.

Seine erste Band gründete er gleich nach dem Ersten Weltkrieg in Hannover. 1922 emigrierte er – offenbar aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Deutschland – nach Südamerika und blieb dort bis 1928. Nach Deutschland zurückgekehrt, baute er in Berlin ein Unterhaltungsorchester auf, das bald zu den besten der Stadt gehörte. Es spielte seit 1932 regelmäßig in den Wilhelmshallen am Zoo, im Europa-Pavillon und auf dem Dachgarten des Café Berlin und arbeitete mit Sängern wie Eric Helgar, Rudi Schuricke, den Metropol Vokalisten, den Spree Revellers u.a. zusammen.
AdalbertLutter01
Lutter war auch Gast-Dirigent bei Telefunken und machte mit seinem Orchester zahlreiche Aufnahmen bei dieser Firma, aber auch anderen Plattengesellschaften wie der Deutschen Grammophon.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sein Orchester unter seiner Leitung das Hausorchester des Berliner Rundfunks. 1961 ging er in den Ruhestand und starb 1970 in Berlin.(Quelle: Wikipedia)
AdalbertLutter02
Und hier die zweite Folge seine damaligen Serie in den 50er Jahe: „Welterfolge zum Tanztee“ … ob das nun alles wirklich „Welterfolge“ waren, lass ich mal dahin gestellt (ok, „Rock Around The Clock“ ging damals wirklich über die ganze Welt) …
Und naürlich beherrschte er ein Metier …. und zueilen kamen er und sein Tanzorchester auf samteichen Pften daher (z.B. bei „Vaya Con Dios“)
Und bei „Rock Around The Clock“ wird´s dann naturgemäß etwas beschwingter …
Kann man sich ja lat mal anhören … man muss dazu ja nicht gleich zum Tanztee gehen !
BackCover
Besetzung:
Adalbert Lutter und sein Tanzorchester
AdalbertLutter03
Titel:
01. Grüß mir die Damen aus der Bar von Jonny Miller 1.49
02. Tina Marie 2.22
03. Olé O Cangaceiro 2.22
04. Blue Tango 3.18
05. The Yellow Rose Of Texas 2.10
06. In der Schweiz 1.51
07. Arrivederci Roma 2.37
08. Vaya Con Dios 2.25
09. Jolie Jacqueline 2.46
10. Rock Around The Clock 2.24
LabelB1
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Hugo Strasser – Hugo Strassers Tanz Test-Platte (1971)

FrontCover1Ein weiteres Beispiel, wie souverän Hugo Strasser sich in seinem Metier, der Tanzmusik bewegen konnte.

1955 gründete er seine eigene Big Band, nachdem er zuvor Erfahrungen in der Band von Max Greger sammeln konnte. Es folgte eine große Karriere mit unzähligen Balleinsätzen. Hugo Strasser wurde zum Synonym für swingende Tanzmusik.

Der 1922 in München geborene Klarinettist und Bandleader hat bereits mit 16 Jahren den Swing für sich entdeckt. Nach dem Krieg widmete er sich der Jazzmusik, war ein gefragter Musiker, da er sich die amerikanischen Hits so gut merken konnte. Ab 1949 wirkte er als Altsaxophonist und Klarinettist im Max-Greger-Sextett.
Hugo Strasser, Max Greger und Paul Kuhn | Bild: picture-alliance/dpa

Gemeinsam auf der Bühne: Die Swing-Legenden Hugo Strasser, Max Greger und Paul Kuhn, der 2013 verstorben ist

Ein paar Jahre später, 1955, gründete er dann sein eigenes Tanzorchester, mit dem er über die vielen Jahre bis heute auf zahlreichen Ballveranstaltungen auftrat. 2005 und 2006 tourte er mit Max Greger und Paul Kuhn als Swing-Legenden mit der SWR-Bigband unter dem Motto „A Tribute to Glenn Miller“ durch die Lande.

Auch 2015 wird Hugo Strasser die Ballsaison begleiten. Gemeinsam mit seiner Big Band und den Münchner Symphonikern steht er auf der Bühne des Deutschen Theaters in München und begeht zugleich sein 60-jähriges Bühnenjubiläum. (Quelle: Bernhard Neuhoff + Anja Neuwald; Bayerischer Rundfunk)

Booklet01A
Für diese „Tanz Test-Platte“ (ein wahrlich skuriller Name) verzichtete er fast gänzlich auf bekannte Titel (mit Ausnahme von „Mathilda von Udo Jürgens und „Word“ von den Bee Gees), und vertraute statt dessen auf unbekannte Kompositionen, von denen etliche aus seine eigenen Feder stammten.

Und … das klingt einfach ziemlich gut, man muss ja nicht unbedingt dazu tanzen, auch wenn das üppig ausgestattete Begleitheft (auch ein Zeichen, wie populär Hugo Strasser damals war !) natürlich genau darum eifrig wirbt („… von der heilsamen Kraft des Tanzens … “ !)

Booklet03A
Besetzung:

Hugo Strasser und sein Tanzorchester

HugoStrasser

Titel:
Quickstep:
01. Mathilda (Span) 2.13
02. Topeka (Strasser) 1.26

Langsamer Walzer (Waltz):
03. Daniela (Strasser) 2.21
04. Les Bicyclettes De Belsize (Mason/Reed) 2.57

Tango
05. Don Pedro (Tauber) 2.16

Slowfoxtrot
06. Red Roses For A Blue Lady (Tepper) 2.27

Walzer
07. Rosenfest (Teubner) 2.22

Cha Cha
08. Antonio (Strasser) 2.08
09. Intako (Strasser) 2.10

Rumba
10. Para Esto (Ehrlinger/Tauber) 2.37
11. Words (Gibb) 2.41

Samba
12. Chiquita (Ehrlinger) 1.54

Pasodoble
13. El Supremo (Dieter) 1.54

Jive
14. Trumpet Jive (Ehrlinger/Strasser) 2.51

LabelB1

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HugoStrasserTanzorchester

Alfred Hause – Internationaler Tanztee (1959)

FrontCover1Wem´s nach einem gepflegtem Tänzchen ist, der kommt um den Alfred Hause und seine gekonnten Arrangements nicht vorbei.

Alfred Hause (* 8. August 1920 in Ibbenbüren; † 14. Januar 2005 in Hamburg) war ein deutscher Violinist, Dirigent und Kapellmeister. Der „deutsche Tango-König“ hatte großen Anteil an der Ausrichtung der Unterhaltungsmusik in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Er kreierte seinen legendären „Continental-Tango-Sound“.

Hause wurde 1945 Geiger in Willy Steiners Radio-Tanzorchester Hamburg. Steiner hatte dieses Ensemble damals in Hamburg für den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) aufgebaut. Hause wurde Konzertmeister und leitete die Streichergruppe des Orchesters. 1948 löste er Kurt Wege ab und übernahm die Leitung des Tanz- und Unterhaltungsorchesters des NWDR, das 1955 vom NDR übernommen wurde.

Bekannt wurde Hause durch zahlreiche Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen sowie durch Auftritte in den Fernsehsendungen von Peter Frankenfeld und Hans-Joachim Kulenkampff, sowie in zahlreichen Hörfunksendungen von Hans Rosenthal („Wer fragt, gewinnt“, „Allein gegen alle“, „Spaß muß sein“). 1961 gewann er mit seinem Orchester und dem AlfredHauseTitel „Bailando a dos“ den 1. Platz bei den ersten Deutschen Schlager-Festspielen in Baden-Baden. 1965 und 1967 absolvierte er mit seinem Orchester eine erfolgreiche Tournee durch Japan, die Polydor in Zusammenarbeit mit der Nippon Grammophon Co. durchführte. Seit Ende der 1950er Jahre arbeitete auch James Last – damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Hans Last – beim NDR als Arrangeur für Alfred Hause (und Franz Thon). Beim NDR blieb Hause bis zu seinem Ruhestand 1973. 1996 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

Seine Urne befindet sich im Kolumbarium der Kapelle 11 auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg an der Stirnseite rechts. (Quelle: wikipedia)

Hier eine Polydor-Single (die aufgrund der Länge als EP ausgewiesen wird) aus dem Jahr 1959 (der Knisterfaktor ist erfreulich gering).

Wie der Titel schon verrät, erklingen hier internationale Melodien, die dazu anregen sollen, das Tanzbein zu schwingen.

Nun, man kann sich auch ohne diese tanzbeinschwingenden Bewegungen an der federleichten Musik erfreuen (so wie ich es tue).

Tanztee

Besetzung:
Alfred Hause und sein Orchester

BackCover1Titel:

01. Internationaler Tanztee (Teil 1) (2.49)
01.1.Bambina (Modugno)
01.2. Oh, Marie (de Ceglie)
01.3. Casetta in Canada (Panzeri/Mascheroni)
01.4. Arreviderci Roma (Rascel)

02. Internationaler Tanztee (Teil 2) (2.52)
02.1. Drei Münzen im Brunnen (Styne)
02.2. O sole mio (di Capua)
02.3. Addio amore (Pelosi/Arden/Harper)

03. Internationaler Tanztee (Teil 3) (2.47)
03.1. Panama (Tyers)
03.2. La Cucaracha (Amberg)
03.3. Maria aus Bahia (Misraki)
03.4. Rumba Tambah (Herandez)

04. Internationaler Tanztee (Teil 4) (2.34)
04.1. Tipitin (Graver)
04.2. Die Carmen sagt Si-Si (Lecuona)
04.3. Wenn in blauer Nacht (Lecuona)
04.4. Amapola (Lacalle)

LabelA1

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Verschiedene Interpreten – 15 internationale Tänze für Senioren (S 1) (1983)

FrontCover1.JPGTja, nach dem Radau der Nina Hagen Band könnte man diese LP fast eine Erholung nennen … ich mag mir allerdings gar niht ausdenken, was meine Töchter sagen würden, ich hätte mir ne Platte mit internationalen Tänzen für Senioren angehört.

Die ursprünglich in den Niederlanden erschienene Serie Dansen voor Ouderen des niederländischen Seniorentanzverbandes enthält eine bunte Mischung von Tänzen aus aller Welt.

Im Grune genommen hören wir hier ja eigentlich Volkslieder aus aller Welt, zu denen man dann auch tanzen kann … wenn´s denn sein muss.

Und zu diesem Zwecke hat man dann ein 34seitiges Begleitbuch beigelegt (liegt der Präsentation natürlich auch bei), in der dann die entsprechenden Tanzanleitungen ausführlich beschrieben werden.

Begleitbuch16A

Nun ja … muss man nun wirklich nicht mögen.

Dennoch ein feines Album mit zuweilen hochinteressanten Melodien („Patty Cake Polka“,  „Rumänische Hora“, „Die lange Achte“)  die natürlich auch von dieser Sehnsucht nach einer beschaulich-besinnlichen Welt verkünden. Und angesichts des täglich Irrsinns in dieser Welt, kann ich diese Sehnsucht durchaus verstehen.

BackCover1.JPG

Besetzung:
Orchester Pernoot (Leitung Theo von Tol und Nienke Lootsma
Nationaal Volksdansorkest (Leitung: Gilde del Mistro, Henk Spreng und Henny Langeveld
Orchester Radostan (Leitung: Tim de Wijs)
Orchester Pyewackett
Licentie Vogue
Trio Hellenique

Begleitbuch03A.jpg

Titel:
01. Die Fliege (Shoofly, Nordamerika) 1.32
02. Djacko Kolo (Serbien) 1.22
03. Patty Cake Polka (England) 2.13
04. Hakke Toone (Niederlande) 1.46
05. Rumänische Hora (Rumänien) 2.28
06. Der dritte Mann (Nordamerika) 2.18
07. Die lange Achte (Nordamerika) 2.34
08. Le bal du jugon (Frankreich) 2.00
09. Amerikanische Promenade (Nordamerika) 2.32
10. Schwedischer Klapptanz (Schweden) 3.09
11. Misirlou (Griechenland) 1.40
12. Schlafmütze (Niederlande) 2.33
13. Der fröhliche Kreis (Musik: Irish Washerwoman) 2.36
14. Komm, schöne Maro – Ajde lepa Maro (Serbien) 1.45
15. Eispolka (Niederlande) 2.12

LabelB1

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Begleitbuch19A

Vorder- und Rückseite des Begleitbuches (Tanzanleitungen)

Hugo Strasser und sein Tanzorchester – Die Tanzstunde (1977)

FrontCover1Wieder mal so ein Beispiel, wie exzellent der Altmeister der gepflegten Tanzmusik aufzuspielen wusste.

Hier gleich auf einem Doppelalbum, das sich zur Aufgabe gemacht hat, insbesondere Anfänger das Tanzen nahe zu bringen:

„Exklusiv in diesem Album stellen Gerd und Helga Weissenberg Deutschlangs bestes Professional-Paar in den lateinamerikanischen Tänzen (und vierfache deutsche Meister !) die 11 Tänze des WTP (= Welttanzprogramm) vor.

Ihre Tips sollen nicht nur Anfängern auf die Sprünge  helfen, sie sollen auch zeigen, daß Tanzen keine Altersgrenzen kennt.“ (Hüllentext)

Nun ja, Alter hin, Alter her … ich lausche diesen wirklich bezaubernden Klängen dann doch lieber auf dem Sofa (ein Gläschen Whisky kann dann auch dabei sein … )

Und dann fällt einem auf, welch geschmeidige Klarinette der Hugo Strasser zu spielen weiß … und mit welcher Eleganz sein Tanzorchester zu brillieren weiß … und Achtung:

Und mit wieviel Druck sie dann am Ende der 4. Seite den „Indian Reservation“ krachen lassen. Da wackelt das ganze Gebälk … wer hätte das geglaubt ! Und auch „Shaft ist nicht von schlechten Eltern !.

Und dann bilde ich mir ein, den großartigen Charly Antolini am Schlagzeug entdeckt zu haben …

Und dann noch diese Empfehlung: Bei diesen Temperaturen sollte man ja eh nicht so viel tanzen, aber: diese Musik eignet sichauch sehr gut für einen lauen Sommerabend !

HugoStrasserTanzorchester
Besetzung

Hugo Strasser und sein Tanzorchester

Booklet1

Titel:

Langsamer Walzer:
o1. Les Bicylettes De Belsize (Mason/Reed) 2.53
02. Meer der Ruhe (Strasser) 2.31

Cha-Cha-Cha:
03. Holzschuhtanz (Lortzing) 2.17
04. Raffaela (Strasser) 2.39

Foxtrott:
05. S’wonderful (Gershwin) 2.10
06. Carmen (Bizet) 2.20

Marsch:
07.Blues Parade (Strasser) 2.47
08. Tölzer Schützenmarsch (Traditional) 2.28

Jive:
09. Waterloo (Andersson/Ulvaeus) 2.37
10. Trumpet Jive (Strasser) 2.41

Disco Swing:
11. Reach Out I’ll Be There (Holland/Dozier) 3.41
12. Soley Soley (Arbex) 2.37

Rumba:
13. El Condor Pasa (Traditional) 2.30
14. Rumba, Mariquita Linda (Traditional) 3.00

Samba:
15. El Bimbo (Morgan) 2.50
16. Samba Traviata (Verdi) 2.19

Tango:
17. A Media Luz (Donato) 2.09
18. Argentina (Molldorf) 2.34

Blues:
19. Stormy Weather (Arlen/Kohler) 2.52
20. Blue Shadow (Strasser) 2.37

Wiener Walzer:
21. Bianca (Cumberland/Hertha) 2.01
22. Faust Walzer (Gounod) 2.44

Disco Swing:
23. Indian Reservation (Loudermilk) 2.49
24. Shaft (Hayes) 2.48

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Willy Berking – Mit Willy Berking zur Meisterschaft (1968)

FrontCover1Diese Scheibe hat irgendwas rührendes … Wir schreiben das Jahr 1968 … die Jugend hat längst die progressive Rockmusik entdeckt, die Studentenunruhen eskalieren nicht nur bei uns … und ein Hans Last hat sich längst die Krone der Unterhaltungsmusik aufgesetzt und dann kommt ein Altmeister daher und veröffentlicht dieses vordergründig biedere Album „Mit Willy Berking zur Meisterschaft“.

Willy Berking (* 22. Juni 1910 in Düsseldorf; † 21. Mai 1979) war ein deutscher Orchesterleiter, Posaunist und Komponist.

Willy Berking studierte Musik (Klavier, Komposition) in Düsseldorf und anschließend in Berlin, wo er im Alter von 18 Jahren seine erste Big Band gründete. Er hatte sich dem Jazz und besonders dem Swing verschrieben, was jedoch von den Nationalsozialisten abgelehnt wurde. Als Posaunist tourte er mit verschiedenen Tanz- und Unterhaltungsorchestern dieser Zeit, unter anderem bei der „Goldenen Sieben“ und dem Telefunken-Swing-Orchester unter Heinz Wehner (mit dem er 1934 nach Berlin ging). Ab 1934 studierte er Posaune; 1938 leitete er ein Studioorchester für die Imperial-Schallplatte („Berking-Spitzenserie“). Auch nahm er mit Adalbert Lutter, Michael Jary und Hans Rehmstedt auf[2] und war in der Propaganda-Bigband „Charlie and His Orchestra“ aktiv.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er 1946 die Leitung des neugegründeten Tanzorchesters des Hessischen Rundfunks, aus der das Große Tanz- und Unterhaltungsorchester des Hessischen Rundfunks hervorging. Mit diesem Orchester feierte Willy Berking in den 1950er Jahren seine größten Erfolge. Er schrieb Schlager und Instrumental-Titel wie Mixed Pickles oder Trumpet Jump sowie die fünfteilige Suite Brasiliana. Seine Kompositionen wurden von den namhaften Interpreten dieser Zeit gesungen. Für eine Million verkaufter Platten erhielt er 1957 eine Goldene Schallplatte. Zu einer nationalen Berühmtheit wurde Willy Berking durch die Fernseh-Show „EWG“ mit Hans-Joachim Kulenkampff. (Dort wirkte er auch an der köstlichen Beatles-Parodie „She Loves You“ mit; zu sehen hier)

BerkingTanzorchester2
Nach einem Herzinfarkt musste Willy Berking die Leitung des Orchesters 1972 aufgeben, sein Nachfolger wurde aus den Reihen des Orchesters Heinz Schönberger. Berking starb 1979 an einer Krebserkrankung. (Quelle: wikipedia)

Immerhin, diese LP erschien auf den renommierten CBS Label … Und was soll ich sagen: herausgekommen ist eine blitzsaubere, durch und durch großartig altmodische Schallplatte. Nicht im modernen James Last Sound sondern eben im Sound jener Orchester der 20er und 30er Jahre, die bis heute an ihrer Magie nichts verloren haben (so geht´s jedenfalls mir), geschmeidig, schmissig, romantisch, stürmisch … und man kann diese Musik natürlich auch geniessen, wenn man das Tanzbein nicht schwingt … vorsichtshalber habe ich mir allerdings dieses Album angehört, als meine werte Frau Gemahlin aushäusig war, nicht dass sie am Ende noch auf dumme Gedanken kommt ….

BerkingTanzorchester

Willy Berking und sein Tanzorchester

Besetzung:
Willy Berking und sein Tanzorchester

BackCover1

Titel:
01. Quickfox Medley (3.56):
01.1. Your Are The Cream In My Coffee (DeSylva/Brown/Henderson)
01.2. Somebody Loves Me (Gershwin)
01.3. Bye-Bye-Blues (Hamm/Bennett/Lown/Gray)
02. Slowfox Medley (4.4o):
02.1. Someone To Watch Over Me (Gershwin)
02.2. Memories Of You (Blake/Razaf)
02.3. Love Is A Many Slpendored Thing (Fain)
03. Ecstasy (Tango) (Belmonte) 2.18
04. Tango Maritima (Berking) 1.49
05. English Waltz Medley (4.29):
05.1. Let Me Beloves (Livingstone/Evans)
05.2. Too-Ra-Loo-_Ra-Loo-Ra (Shannon)
05.3. Love In My Reason (Novello)
06. Stars In Your Eyes (Rumba) (Ruiz) 3.17
07. Daniela (Rumba) (Berking) 2.22
08. Cumana (Samba) (Barcley/Allen) 2.10
09. Costa Rica (Samba) (Berking) 1.56
10. Chinchilla Cha-Cha) (Berking) 2.09
11. Fräulein Pardon (Meisel) 2.10
12. El Matador (Paso doble) (Hilger) 2.04
13. Gold und Silber (Walzer) (Léhar) 2.18

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Die German Beatles: Hans Joachim Kulenkampff (vorne) im Quartett mit seinen Kollegen Bully Buhlan (links), Gerhard Wendland und Willi Berking (rechts).

Hugo Strasser – Die Tanzplatte 1987 (1986)

FrontCover1Höchste Zeit, dass mal wieder ein weiterer Großmeister der gepflegten Tanzmusik hier Erwähnung findet. Und wenn dann so einer Jahrgang 1922 ist, hat er doch so einiges erlebt:

Hugo Strasser (* 7. April 1922 in München-Schwabing – † 17. März 2016 in München-Trudering) ist ein deutscher Klarinettist und Bandleader. Das Orchester ist bekannt für seine Tanzmusik, vor allem durch die Albumreihe „Tanzplatte des Jahres“ und die musikalische Ton- und Takt-Vorgabe bei vielen Tanz-Weltmeisterschaften.

Strassers Vater, ein verbeamteter Schulhausmeister, stammte aus einer Bauernfamilie in Jetzendorf, seine Mutter aus Schrobenhausen. Als Siebenjähriger spielte Strasser in der Kinderstunde des Bayerischen Rundfunks sein erstes Mundharmonika-Solo. Mit 16 Jahren kam er an die Akademie der Tonkunst in München. Im 8. Semester wurde er zum Militär eingezogen und erhielt seine weitere musikalische Ausbildung an der Heeres-Musikschule in Bückeburg, wie z. B. auch James Last, Roy Etzel und Horst Fischer. Nach dem Krieg, an dem er als Soldat nicht aktiv teilnehmen musste, spielte er Jazzmusik in amerikanischen Clubs in München und anderen bayerischen Städten, unter anderem vom Juni 1945 bis zum Dezember 1945 im „Oberhaus“ in Passau für die dortige US-Infanteriedivision. Ab 1949 wirkte er als Altsaxophonist und Klarinettist im 1948 gegründeten Max-Greger-Sextett.

1955 gründete er sein eigenes, 16-köpfiges Tanzorchester, mit dem er noch immer (Stand: Dezember 2008) auf zahlreichen Ballveranstaltungen auftritt, so unter anderem den Faschingsbällen beim Bayerischen Rundfunk. Von großem Vorteil für den berühmten Strasser-Sound war, dass seine Arrangeure immer auch Musiker seines Orchesters waren (besonders zu erwähnen sind der 2001 verstorbene Tenorsaxophonist Werner Tauber, der Posaunist Hans Ehrlinger, der Trompeter Etienne Cap und der 2012 verstorbene Gitarrist Dirk Schweppe). 2008 besteht das Orchester neben Strassers Klarinette aus fünf Saxophonen, drei Trompeten, drei Posaunen, Keyboard, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Obwohl das Orchester seit mehr als fünf Jahrzehnten existiert, gab es kaum personelle Wechsel. So führt der 1. Altsaxophonist und Klarinettist Hans Wolf (* 1927) seit 1957 Strassers Saxophonsatz an.

Autogrammkarte aus den 50er Jahren

Autogrammkarte aus den 50er Jahren

Anlässlich eines Konzertes zu seinem 65. Geburtstag gründete Hugo Strasser die Formation Hot Five. Neben Strasser gehören Martin Schmid (Bass), Uwe Gehring (Gitarre), Ladia Base (Klavier und Arrangement) und Martin Breinschmid (Perkussion) zur (wechselnden) Besetzung. (Stand: 2008)

2005 und 2006 tourte er mit Max Greger und Paul Kuhn als Swing-Legenden mit der SWR-Bigband mit A Tribute to Glenn Miller durch die Lande. Zusammen mit Greger geht Strasser auch weiterhin regelmäßig auf Tournee. Im Januar 2009 gab er zusammen mit Max Greger und Bill Ramsey als Swing-Legenden in der Stuttgarter Liederhalle ein Konzert. Gaststars waren die Kessler-Zwillinge. 2013 gab er mit der Aichacher Swing-Band „Crazy Oak Big Band“ ein Konzert, welches nach einem Geburtstagsgruß zustande kam.

Hier ist vor allem die Reihe „Tanzplatte des Jahres“ zu nennen, die Strasser von 1966 bis 1996 bestritt. Nach 1996 kamen noch ein paar „Best of“-CDs heraus, seine große Zeit war jedoch vorbei. Ein Kuriosum war das Album „Was ich sagen wollte …“ (1989). Auf ihr war Strasser tatsächlich als Sänger zu hören, mit Liedern über sich, das Leben und seine Heimatstadt München. Es kam sogar eine Single heraus mit dem Lied „I kann ned tanzen“ (Strasser kokettierte zeit seines Lebens damit, dass er beim Tanzen stets aus dem Takt komme).

Zu den bekanntesten von Strasser eingespielten Titeln gehören sicher „You’re the Cream in My Coffee“ (Quickstep) aus „Turniertanz-Trümpfe“; außerdem der Ohrwurm „Wild Cat Blues“, ebenfalls ein Quickstep, der Strassers Klarinette prominent präsentiert, zu finden auf „ARD Masters Gala ’92“ (das Lied war außerdem die Begleitmusik eines 70er-Jahre-Pausenfilms des Hessischen Rundfunks mit Kätzchen, die in halboffenen „hr“-Würfeln herumkrabbeln).

Daneben ist er immer auch dem Swing und Jazz treu geblieben, z. B. durch Auftritte in Quintettbesetzung, seiner so genannten Hot Five, von der es auch CDs gibt.

Gelegentlich komponierte er auch Filmmusik wie 1964 für „Das Mädel aus dem Böhmerwald“ mit Gerlinde Locker.

2016, wenige Wochen vor seinem 94. Geburtstag, wirkte Strasser wie bereits seit vielen Jahren an der Ballnacht im Deutschen Theater mit. Seinen letzten Auftritt hatte er am 28. Februar 2016 in Unterhaching. Am 17. März 2016 starb Hugo Strasser an den Folgen eines Blasenkrebsleidens. Er wurde anonym auf einem Kemptener Friedhof bestattet. (Quelle: wikipedia)

Hugo Strasser - Max Greger - Paul Kuhn

Hugo Strasser – Max Greger – Paul Kuhn

Hier also eine seiner berühmten Tanzplatten … und schön beim ersten Hören dachte ich mir, dass solch ein faszinierende Big-Band-Jazz-Sound eindeutig unter Wert verkauft (schaut man sich z.B. das Cover an … aber wir wissen: You can´t judge a record by looking at the cover !), wenn man sie eben nur als „mit allen Tänzen des Tanzweltprogramms im strikten Tanzrhythmus“ anpreist. Nein, hier gibt es eben einen geradezu superben Jazz zu hören aus einer längst vergangenen Epoche der großen Banktetts … und natürlich wurde auch getanzt … aber die Musik schmeichelt sich einfach auch „nur so“ ins Gemüt … das geht schon bei „Goody Goody“ los … und dann folgende diverse Tanzstile von Cha-Cha-Cha über Tango, Walzer, Slow-Fox bin hin zu Rock N Roll (diesen Titel komponierte sein Sohn Thomas Strasser). Und selbst Dieter Bohlen ist mit 2 Kompositionen vertreten, die dann als „Disco“ und „Slow Beat“ firmieren … Herz, was willst Du mehr !

Also: Hören und ein wenig ungläubig staunen lautet daher meine Empfehlung.

HugoStrasser

Besetzung:
Ladia Base (piano, synthesizer)
Viktor Behrens (trumpet)
Etienne Cap (trumpet)
Hans Ehrlinger (trombone)
Georges Delagaye (trombone)
Fritz Gläser (trombone)
Josef Güntner (trombone)
Kurt Kümpel (saxophone, flute)
James Polivka (trumpet)
Walter Rab (trumpet)
Horst Reipsch (saxophone, clarinet)
Dirk Schweppe (guitar)
Pat Simon (vocals)
Hans Joachim Stelzer (saxophone, clarinet)
Eric Stevens (bass)
Hugo Strasser (clarinet)
Thomas Strasser (guitar)
Werner Tauber (saxophone, clarinet)
Alan Waterson (drums)
Hans Wolf (accordeon, saxophone, clarinet, flute)
+
Bob Coassin (trumpet bei 04. + 07.)
+
Eine Streichergruppe unter der Leitung von Hans Herchenhahn

BackCover1

Titel:
01. Goody Goody (Warren) 2.55
02. Katja (H.Strasser) 2.58
03. Tango Militaire (Kötscher) 2.20
04. New York, New York (Kander) 3.13
05. Domino (Ferrari) 3.15
06. Skyliner (Barnet) 2.47
07. Nikita (John / Bernie Taupin) 3.38
08. Atlantis Is Calling (Bohlen) 3.35
09. Dob’s Boogie (Dobschinski) 2.41
10. Etüde (Chopin/Tauber) 3.23
11. Trumpet Cha Cha (Cap) 2.56
12. Con Fuego (H.Strasser) 3.06
13. As Time Goes By (Hupfeld) 2.43
14. Rockmobil (Th.Strasser) 3.17
15. Midnight Lady (Bohlen) 3.13
16. Polka Vienna (Schrammel) 3.09

CD1

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