Truck Stop – Trucker bleibt Trucker (1999)

FrontCover1Tja, eigentlich wollte ich ja schon lang mal wieder über die erfolgreichste deutsche Country-Band, Truck Stop berichten … jetzt ist es soweit …

Gründungsmitglied dieser Band war Günter „Cisco“  … und im „Spiegel“ fand ich vor Jahren folgende Zeilen:

40 Jahre lang war er mit Truck Stop unterwegs, feierte Erfolge mit Songs wie „Großstadtrevier“ und „Take it easy, altes Haus“. Nun ist der ehemalige Sänger der Countryband, Günter „Cisco“ Berndt, im Alter von 72 Jahren gestorben.

Maschen – Er galt als Galionsfigur der wohl bekanntesten Countryband Deutschlands: Truck-Stop-Gründer und Sänger Günter Berndt alias Cisco. Wie jetzt bekannt wurde ist der Musiker Ende vergangenen Jahres im Alter von 72 Jahren in seinem Haus im niedersächsischen Maschen gestorben. „Cisco ist nun für immer von uns gegangen und wir sind in tiefer Trauer“, heißt es auf der Internetseite von Truck Stop. Die Nachricht sei vollkommen unerwartet gekommen.

Günter Cisco Berndt

Günter „Cisco“ Berndt

Cisco hatte die Band 1973 in Hamburg gegründet. Ihre erste LP „Truck Stop“ erschien noch auf Englisch, wenige Jahre später entschied die Gruppe, Country-Songs auf Deutsch zu singen. Zu den Klassikern der Band gehören die Erkennungsmelodie der ARD-Krimireihe „Großstadtrevier“ und der Song „Der wilde wilde Westen“. 1979 landeten die Musiker mit dem Titel „Take it easy, altes Haus“ auf dem zweiten Platz des Vorentscheids für den Eurovision Song Contest.

Mehr als 40 Jahre war Cisco mit Truck Stop in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Im Fernsehen traten die Countrymusiker vor allem in Schlager-Sendungen auf. Cisco verließ die Gruppe 2013 aus Altersgründen, sein letztes Konzert mit Truck Stop spielte er in Hamburg. (Quelle: Der Spiegel)

Und auch wenn die Musik von Truck Stop nicht unbedingt meine Musik ist, ist halt dennoch festzustellen, dass sie vermutlich wie kaum eine andere Band, die Countrymusik nicht nur eingedeutscht haben, sondern sich auch der Stilmittel des Country mit einer Souveränität zelebrieren konnten, dass man schon ins Staunen kommen könnte.

TodesmeldungWebsiteTruckStop

Und hier, als kleine Verbeugung vor einem Leben, das nun zu Ende gegangen ist, ein Sampler aus dem Jahr 1999, der Songs aus den Jahren 1986 und 1987 präsentiert. Und um ganz genau zu sein: Dieser Sampler ist ein Querschnitt der beiden Alben „Louisiana Ladies“ und „Freunde bleiben“, präsentiert von einem Uwe Hübner einem Radio- und Fernsehmoderator (ARD, RTL).

Und ganz sicher wird hier diese Vorzeige-Band der deutschen Countrymusik intensiver vorgestellt werden.

BackCover1

Besetzung:
Cisco Berndt (bass, vocals, guitar)
Knut Bewersdorff (pedal steel-guitar)
Erich Doll (guitar, banj0)
Teddy Ibing (drums, vocals)
Lucius Reichling (vocals, fiddle, guitar, mandoline)

Booklet1

Titel:
01. Die Lady und der Tramp (Bewersdorff) 3.11
02. Louisiana Ladies (Reichling/Eckhardt) 3.15
03. Der Traum vom großen Abenteuer (Bewersdorff/Doll) 3.15
04. Die beste aller Frauen (Bewersdorff/Lechtenbrink) 2.55
05. Freunde bleiben (Brozat/Eckhardt) 3.33
06. Es ist nicht wahr (Brozat/Eckhardt) 3.44
07. Herz aus Gold (Bewersdorff/Doll) 3.22
08. Trucker, Cowboy, Mann (Bewersdorff/Doll) 2.55
09. Oh, Mann du weißt doch (Lost/Eckhardt) 3.01
10. Willst du ’nen Kerl oder ’n Adonis (Reichling/Eckhardt) 2.59
11. Ich würd so gern mal wieder sündigen (Brozat/Reichling) 2.55
12. Highways (Lost/Eckhardt) 3.11
13. Trucker bleibt Trucker (Bewersdorff/Eckhardt) 3.22
14. In der Hitze der Nacht (Reichling/Doll) 3.45
15. Banditos der Liebe (Reichling/Doll) 3.23
16. Mann, so ein flotter Käfer (Bewersdorff/Doll) 2.44

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Truck Stop – Auf Achse (1978)

FrontCover1Heute sind die Jungs von Truck Stop schon ganz schön betagt (und Gründungsmitglied Günter „Cisco“ Berndt ist im Dezember 2014 verstorben), aber damals waren sie gerade dabei, deutsche Countrymusik Geschichte zu schreiben.

„Auf Achse“ war ihr zweites deutschsprachiges Album und man stand so richtig voll im Saft.

Von daher wundert es nicht, dass mit Ausnahme von zwei Kris Kistofferson Songs („Ich rauch‘ zuviel“ und „Der Trip“) alle Lieder deutsche Originalversionen sind und überwiegend von den Bandmitgliedern komponiert wurden. Als Texter hatte man Claus-Dieter Eckhardt und Averell Grabowski zur Seite und so konnte man nun so richtig fidel der Countrymusik frönen.

Dazu gehörten dann natürlich auch so sentimentale Schmachtfetzen wie „Sie will zurück nach München“ und ansonsten bedienen sie textlich natürlich all jene Klischees dieses Genres. Mir soll´s recht sein, denn, man muss diese Musik nicht lieben, aber: Ihr Handwerk haben sie schon damals ganz trefflich verstanden.

Und so waren und sind Truck Stop die deutsche Country-Band Nr. 1 !

TruckStopLive
Besetzung:
Rainer Bach (piano, vocals, guitar)
Cisco Berndt (guitar, vocals)
Erich Doll (guitar, mandolin)
Teddy Ibing (drums, percussion)
Uwe Lost (bass, vocals)
Lucius Reichling (fiddle, vocals)
+
Karin + Franzsika (background vocals)
Nils Tuxen (guitar bei 04. + 07.)

BookletA

Titel:
01. Nashville Tennessee (Eckhardt/Reichling/Burkhard) 3.06
02. Hannas Mann (Bach/Grabowski) 3.30
03. Ich rauch‘ zuviel (Kristofferson/Grabowski) 3.29
04. Der Tramp (Eckhardt/Reichling) 3.13
05. Der letzte Trip (Kristofferson/Eckhardt) 3.06
06. Amerika (Eckhardt/Reichling) 3.55
07. Kopf 0der Zahl (Bach/Grabowski) 3.32
08. Jeden Tag in einer anderen Stadt (Eckhardt/Reichling) 3.25
09. Der König von der Autobahn (Doll) 3.10
10. Sie will zurück nach München (Berndt/Eckhardt) 4.01
11. Die Zeiten (Bach) 2.47
12. Jetzt ist Schluss (Krüger) 3.07

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Verschiedene Interpreten – Stimmen Sie sich ein ! (1975)

frontcove1Die Weihnachtszeit ist ja auch ne Zeit, in der man von „Geschäftspartnern“ mit Geschenken übrhäuft werden kann, vorausgesetzt man hat überhaupt solche Geschäftspartner.

Damals, also 1975 hatte ich solche Geschäftspartner, weil ich noch in irgendeiner Datei als Redakteuer einer Schülerzeitung gespeichert war. Und der Geschäftspartner hieß „TELDEC »Telefunken-Decca« Schallplatten GmbH“ mit Sitz in Hamburg.

Meine Schülerzeitungszeit war längst vorbei, aber natürlich sagte ich nicht nein, zu dieser Doppel-LP, die mir frei ins Haus flatterte.

„Die Teldec wünscht Ihnen einen besinnliches Weihnachten … und einen beschwingten Start in das neue Jahr“. war dann zu lesen ..

Musikalisch gab es zum einen die „Weihnachtsmischung“: Hier erklingt eine feine Mischung klassischer perlen von Vivaldi Beethoven, Chopin und Mozart … dakann man für den gepflegten Weihnachtsabend nichts falsch machen. Gott sei Dank verzichtete die Teldec damals darauf, sich es ganz einfach zu machen und Weihnachtslieder zu präsentieren.

Die 2. LP umfasste dann eine „Silvestermischung“. Und hier kann man sich nun mit der bundesdeutschen Schlagerherrlichkeit jener Jahre vertraut machen.

Und eine solche Mischung ist natürlich immer ne Gradwanderung des guten bzw. schlechten Geschmack.

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Aber immerhin kann man Gilbert Becauds auf englisch singen hören,  während man andererseits feststellen muss, dass die Les Humphries Singers bereits aus den letzten Lööchern pfeiffen. Dafür standen dann Truck Stop in denn Startöchern (auch die singen hier noch englisch) und auch ein Peter Maffay machte sich daran, einSuperstar zu werden.
Maffay glänzt übrigens mit einem Lied, das man heute als köstliche Cowboy-Lagerfeuer Parodie interpretieren könnte.

Und eine Su Kramer verkaufte sich mal wieder unter Wert …

Dann hört man noch rätselthafte Gruppe wie „Please“ oder Teach-In“ … Tom Jones, Neil Diamond, Ray Charles & Co. waren da natürlich weitaus bekannter.

Und zum Schluß knarzt und knödelt dann noch Udo Lindenberg sein Lied vom „Malocher“ … Prost !

Für die Innenseiten des Doppelabums hatte man sich dann noch was ganz besonders einfallen lassen (Gimmick nennt man das wohl):

Auf jeder Seite fanden sich dann jeweils 64 Klebesticker, die man abziehen konnte und so als Dekoration für Geschenke oder Einladungskarten oder oder oder verwenden konnte. Ziemlich aufwendig für meinen Geschmack, aber die Teldec ließ sich halt nicht lumpen, wenn es darum ging, wichtige Geschäftspartner wie mich zu beglücken !

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Titel:

Weihnachtsmischung:
0
1. Concentus Musicus Wien: Concerto Für Oboe A-Moll (Vivaldi) 9.30
02. Mozarteum Orchester Salzburg: Rondo für Klavier und Orchester Nr. 1 D-Dur KV 382 (Mozart) 10:11
03. Vladimir Ashkenazy: Etüden Op. 10 (Chopin) 11.34
04. Chicago Symphony Orchestra: Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 (Beethoven) 14.05

Silvestermischung:
05. Jürgen Marcus: Ohne Ziel ist diese Liebe (White) 3.12
06. Tony Christie: If I Miss You Again Tonight (Black/Mareno) 2.39
07. Gilbert Bécaud: A Little Love And Understanding (Becaud/Amade/Stellman) 3.20
08. Telly Savalas: You’ve Lost That Loving Feeling (Spector/Mann/Weil) 3.03
09. Ray Charles: Sunshine (Newbury) 3.40
10. The Les Humphries Singers: Day After Day (Humphries) 3.21
11. Su Kramer: Nur wer das Leben liebt (Moroder/Bellotte/Hauptmann) 3.42
12. Tom Jones: Memories Don’t Leave Like People Do (Dean/Butler/Glover/Bristol) 3.00
13. Peter Maffay: Wilde Pferde (Maffay/Heilburg) 2.53
14. Teach-In: Goodbye Love (Versteeg) 2.58
15. Neil Diamond: Goldwater Morning (Diamond) 3.17
16. Engelbert: Forever And Ever (Canstantinos/Vlavianos) 3.37
17. Gilbert O’Sullivan: I’ll Believe It When I See It (O`Sullivan) 5.13
18. Please: The Photograph (David/Maria) 2.36
19. Truck-Stop: You’tt Find The Way (Bach) 2.56
20. Udo Lindenberg: Der Malocher (Lindenberg) 3.54

 

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