Verschiedene Interpreten – Die schönsten Fernseh-Melodien (1966)

FrontCover1.jpgHach … bei dieser Hör zu LP aus dem Jahr 1966 ist mir je mehr als einmal das nostalgische Herz übergelaufen.

Und dass es zu dieser LP kam hatte natürlich seinen guten und gewichtigen Grund:

Vielen Fernsehsendungen haben eine Erkennungsmelodie. Leider kennt man fast immer nur die ersten Takte daraus, weil diese Melodien zu früh ausgeblendet werden. Unzählige Musikfreunde hat das nervös gemacht, „Wie gehen diese Melodien weiter?“ haben sie HÖR ZU gefragt. . Nun darum hat HÖR ZU sich die Mühe gemacht, die beliebesten Erkennungsmelodien auf diese Platte zu bringen. Hier können Sie sie nun in aller Ruhe einmal ganz zu Ende hören. Ihre Freunde werden Sie um diese Platte beneiden. (Hüllentext)

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Collage: Johann Eibl

Die meisten „Erkennungsmelodien“ wurden eigens durch ein Studio-Orchester eingespielt, die Ralf Paulsen Lieder gab´s bereits als Singles (Ralf Paulsen war wohl so einer der Vorreiter deutschsprachiger Countrysongs) na ja und dann hören wir noch „Die Ramblers“, „Die NußkEs geht los mit den aufpeitschenm Sound des nacker und Joe Loss und sein Orchester.

Es geht los mit denaufpeitschen Klängen des damaligen Straßenfegers „Stahlnetz“ … und dann geht´s Schlag auf Schlag …

Von „Bonanza“ zu „Fury“ und der Kullemkampf Sendung „Einer wird gewinnen“.

„77 Sunset Strip“ war damals ne Kultserie aus den USA mit dem legendären Kookie (synchronisiert Hans Clarin).

Na ja, und das „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier (1643 – 24. Februar 1704) ist nun über jeden Zweifel erhaben. Viel triumphaler kann Musik nicht mehr sein. Und wir kennen es als Eurovisionsmelodie …bis zum heutigen Tage, wenngleich es natürlich weitaus bessere Einspielungen dieser Komposition gibt.

Sei´s drum … ein herrlicher Rückblick auf das westdeutsche Fernsehen der 60er Jahre ist diese LP allemal.

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Mir fehlten eigentlich nur „Lassie“ und „Das aktuelle Sportstudio“ und deshalb habe ich beide Melodien noch als bonus dazugefügt. Und „Flipper“ hab´ ich jetzt doch glatt vergessen.

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Titel:
01. Studio-Orchester: Stahlnetz: Dragnet (Schumann) 2.45
02. Studio-Orchester: Musik aus Studio B: Melody Fair (Farnon) 2.22
03. Ralf Paulsen: Bonanza (Nicolas/Livingston – Evans) 2.16
04. Studio-Orchester: Gestatten, mein Name ist Cox: Cox-Trott (Majewski) 2.50
05. Ralf Paulsen: Ivanhoe (Berenberg/Nicolas) 2.42
06. Joe Loss und sein Orchester: Komissar Maigret: Maigret-Thema (Grainger) 2.14
07. Studio-Orchester: Einer wird gewinnen: Nachtexpreß (Berking) 2.36
08. Studio-Orchester:  (Livingstone/David) 2.54
09. Ralf Paulsen: Fury (Hertha/Arland) 2.24
10. Studio-Orchester: Hätten sie’s gewußt? (Wilhelm) 2.06
11. Die Rangers: Drei gute Freunde (Relin/Luboff) 2.07
12. Die Nußknacker: Im blauen Bock (Henning/Höpfner) 1.35
13. Studio-Orchester: Unter heißer Sonne (Burke) 2.42
14. Studio-Orchester: Eurovisions-Thema (Te Deum) (Charpentier) 2.04
+
15. Max Greger: Das aktuelle Sportstudio (Up to Date) (*) (Reich) 2.20
16. Unbekanntes Orchester: Lassie Intro (unbekannt) 0.18

(*) Fassung aus dem Jahr 1987

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Der deutsche Text von „‚Bonanza“ ist ziemlich sinnfrei, aber das störte mich damals noch nicht die Bohne:

Ein sich’rer Colt ist so gut wie Gold, Bonanza.
Nächtelang die Trommel sang die Lieder der Prärie.
Unser Recht ist gutes Recht, Bonanza.
Und unser Land ist gutes Land, das verlässt man nie.

Tag für Tag, Nacht für Nacht,
kämpfend Hand in Hand,
Tag für Tag, Nacht für Nacht,
bauten sie das Land.

Als das Land ein freies Land, Bonanza,
kamen sie durch die Prärie, tausend und noch mehr.
Der Tag war lang, bis man uns bezwang, Bonanza.
Es begann mit tausend Mann, es kamen immer mehr.
Unser Recht ist gutes Recht, Bonanza,
und unser Land ist gutes Land,
wir liebten es so sehr.

Tag für Tag, Nacht für Nacht,
kämpfend Hand in Hand,
Tag für Tag, Nacht für Nacht,
bauten sie das Land.

Der Abend winkt, die Sonne sinkt, Bonanza.
Sonnenlicht, das sehn wir nicht,
das sehn wir nimmermehr.

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