Alpenländler Chor mit Jodler und Schuhplattler Gruppe – Grüsse aus den Bergen (60er Jahre)

FrontCover1Vielleicht sollte ich ja mal einen Antrag stellen, dass dieser blog als staatlich anerkannte Dokumentationsstelle für deutsches Liedgut aus unterschiedlichsten Dekaden und unterschiedlichsten Musikrichtungen anerkannt wird.

Als Beispiel für mein segensreiches Wirken könnte u.a. dann auch dieser Beitrag dienen.

Von dieser LP weiß ich erstmal nur, dass es sie gibt .. Und ich weiß dass ein „Dr. Magnus E. Bucher“ bei den Aufnahmen die musikalische Leitung inne hatte. Der stammte aus Kolbermoor/Oberbayern und war für viele volkstümliche Aufnahmen dieser Art verantwortlich.

Und erschienen ist diese LP (vermutlich Anfang/Mitte der 60er Jahre) auf dem Label „Florett“; dieser wiederum war ein Sublabel von Falcon Schallplatten aus – ausgerechnet – Hamburg.

Und wie hören, wie es dann oftmals so schön heißt „unverfälschte Volksmusik“ aus der bayerischen Alpenregion …

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Das Schlierachtal mit dem Schliersee/Obb.

Mein Prädikat: nett und angenehm … oder so.

Aber wenn da sich bei mir nicht immer wieder dieses Wissen meinerseits hochkommt, dass diese ländliche Musik schon auch für Regionen steht, deren Engstirnigkeit und zuweilen auch deren Borniertheit vielen Menschen das Leben zur Hölle gemacht hat (da denke ich nicht nur an die „Jagdszenen aus Niederbayern“).

Und so kündet diese Musik von angeblichen Zeiten, in denen alles noch harmonisch und in Ordnung war … die gute alte Zeit eben.

Ach ja, diese LP stammt aus dem Nachlass der Familie einer mir sehr liebgewordenen alten Freundin. Die Familie stammte ursprünglich aus dem Egerland, aber nach der Vertreibung war es dieser Familie wohl auch wichtig, sich auch den Klängen der neuen Heimat zuzuwenden.

Postkarte

Schaut ja schon schön aus … 

Besetzung:
Alpenländler Chor mit Jodler und Schuhplattler Gruppe

Musikalische Leitung: Dr. Magnus E. Bucher

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Titel:
01. Schnell-Polka 1.34
02. Singvogel Zeisei 2.09
03. Bayerisches Potpourri 2.26
04. Schlierachtaler Dreigesang 1.40
05. Mühlbacher Holzmusikmarsch 2.01
06. S´zwiderne Dirndl 1.57
07. Harmonika-Landler 2.03
08. Hoch is´der Kirchturm 1.46
09. Reit im Winkel 2.03
10. Schnapseinbringer 2.30
11. D´Maien-Zeit 2.26
12. Auerhahn-Polka 1.19
13. Wenn i hoamgeh vom Dirndl 2.26
14. Mühlradl-Polka 1.10
15. He-Juche 1.28
16. Landlerfreuden 2.14
17. A viereckats Wieserl 1.29
18. Hackbrettlmusi 2.18

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TodesanzeigeBuchner

Bayrisch für Anfänger:

S´zwiderne Dirndl = Das griesgrämige Mädchen
Wenn i hoamgeh vom Dirndl= Wenn ich heimgehe vom Mädchen
A viereckats Wieserl = Eine viereckige Wiese

Fiedel Michel – No.4 (1975)

FrontCover1.jpgJetzt kommt wieder mal aus meiner Sicht ein Leckerbissen:

Fiedel Michel ist eine Folkband, die vor allem in den 1970er Jahren zu den stilprägenden deutschen Folkbands gehörte.

Fiedel Michel wurde 1973 von Martin Hannemann (Gitarre), Michael Thaut (Geige) und Thomas Kagermann (Fiddle) in Münster gegründet. Zuvor hatten Hannemann und Thaut als Duo Ramblin Pitchforkers Irish-Folk-Stücke im Stil der Dubliners gespielt.

Beim Folk Festival in Erlangen im Sommer 1973 hatte die Band ihren ersten gemeinsamen Auftritt als Fiedel Michel. Seit 1973 veröffentlichte Fiedel Michel zahlreiche Langspielplatten und trat oft vor Publikum auf. Die Band gehörte in dieser Zeit, in der deutschsprachige Folkmusik ihre Blütezeit hatte, zu den wichtigsten Deutschfolkbands in der BRD. Zwischenzeitlich gehörten Elke Herold und Monika Domin zur Band. 1978 gründete Kagermann parallel zu Fiedel Michel die Folkrock-Band Falckenstein.

1981 löste sich Fiedel Michel auf. Thaut machte als promovierter Musiktherapeut Karriere. Heute arbeitet er als Neuromusikwissenschaftler im Zentrum für biomedizinische Musikforschung der Colorado State University in den USA. Hannemann trat 1982 der 1979 gegründeten Folk-Rock-Band Celtic Brew bei, bei der er heute noch neben seinem Engagement bei Fiedel Michel aktiv ist.

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Seit 1999 tritt Fiedel Michel gelegentlich wieder auf. Neben Martin Hannemann und Thomas Kagermann spielte Michael Mick Franke in der Band. Die CD Retrospective mit alten Stücken wurde 1994 mit ausschließlich historischem Material wieder aufgelegt. Michael Franke starb 2001. Fortan traten Hannemann und Kagermann als Duo auf. Seit 2015 gehört die Hackbrett-Spielerin Monika Domin zur Band.

Fiedel Michel spielen überwiegend deutschsprachige Volkslieder und Volkstänze in modernem Arrangement. Die Instrumente sind ausschließlich akustisch. Zu ihrem Repertoire gehörten auch Vertonungen von Gedichten aus dem 20. Jahrhundert, beispielsweise von Bertolt Brecht und Erich Kästner. (Quelle; wikipedia)

Und so stellt sich die Band (die es immer noch gibt, was für ein Glück !) selbst vor:

Gegründet wurde Fiedel Michel von Martin Hannemann und Michael Thaut 1973 in Münster, kurze Zeit später stieß Thomas Kagermann dazu.

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Thomas Kagermann

In den folgenden Jahren entwickelte sich Fiedel Michel neben Zupfgeigenhansel und Liederjan zu einer der gefragtesten Bands im wieder populären Volkslied.

Die Besetzung variierte, aber das zu Grunde liegende Konzept hat sich bis heute nie verändert: virtuos gespielte Tänze, sehr modern arrangiert, wechseln sich ab mit Liedern „aus dem Volk“ und mit Texten von Brecht, Kästner, Schobert und Black und anderen Dichtern und Denkern aus dem 20. Jahrhundert.

1981 war dann zunächst mal Schluss, bis man sich 1999 zu dritt (Martin Hannemann, Thomas Kagermann und Michael Franke) wieder zusammenfand, eine CD aus alten und neuen Aufnahmen zusammenstellte und gelegentlich auftrat.

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Michael Thaut

Konzerte von Fiedel Michel heute sind natürlich nicht mehr von jugendlichem Ungestüm geprägt, sondern vereinen die musikalische Erfahrungen aller Musiker, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, ohne allerdings jemals die gemeinsamen Wurzeln zu vergessen.

Seit 2015 ist auch zu unser großen Freude Monika Domin wieder dabei, die mit ihrem Cimbalon (Hackbrett) einen Klangkörper erzeugt, der unverwechselbar den Sound von Fiedel Michel prägt.

Und hier Album „No. 4“ … die Platten No. 2 und No.3. waren Singles, von daher ist dies die zweite LP des Trios.

Als erstes kann man da nur staunen, welche Perlen deutscher Volksmusik die drei da wieder mal ausgegraben haben … da würde mich schon sehr interessieren, wie sie ihre Quellenforschung gestaltet haben. Krieg ich vielleicht ja noch raus.

Und da ja … exzellent arrangierte Lieder aus deutschen Landen. mehr als einmal fällt da so ne Querverbindung zum Irish Folk auf.

Zauberhafte Lieder, zauberhafte Melodien, da haben sie die drei nun wirklich verdient gemacht um die „Heimatpflege“ allerdings ganz anders als das braune Gesocks sich überhaupt nur vorstellen könnte.

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Besetzung:
Elke Herold (violin, dulcimer, recorder, vocals)
Thomas Kagermann (violin, guitar, banjo)
Michael Thaut (violin, mandola, mandolin, vocals)
+
Karl Bellmann (bass)
Martin Hannemann (guitar)
Moni Hawel (guitar)

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Titel:
01. Trotz alledem (Traditional) 4.10
02. Schneidermenuett (Traditional) 2.02
03. Halt die Kanne feste (Traditional) 3.14
04. Lauenburger Kontratanz (Traditional) 1.41
05. Altdeutscher Tanz/Reveille/Schabab (Traditional) 3.28
06. Es führt über den Main (Traditional/Herold/Kagermann/Thaut) 4.46
07. Im Herbst (Traditional) 2.54
08. Klein wild Vögelein (Traditional) 4.02
09. Farewell To Irvine (Herold/Kagermann/Thaut) 2.02
10. Kegelquadrille (Traditional) 3.30
11. Der arme Kunrad (Traditional) 1.32
12. Der Reiche und der Arme (Traditional) 3.41
13. Lauf, Müller auf (Traditional) 3.29

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Und auch die Elke Herold musizierte weiter. Hier mit der Gruppe „Modder Witsch“ (mit Rudi Franke-Herold (Gitarre) und Hannes Herold (Violocello), 2014

Verschiedene Interpreten – 12 Nummern mit Heidi (1974)

FrontCover1Viel flacher, geschmackloser und primitiver geht es wirklich nicht.

Das geht schon bei der dümmlichen Covergestaltung los und die volkstümliche Musik (vorwiegend aus Österreich) ist an Einfältigkeit kaum zu unterbieten.

Da fragt man sich dann schon, welche Käufergruppe das Label Metronome im Auge hatte, als sie dieses Albumauf ihrem Billig-Sub-Label „2001“ veröffentlichte.

Und während ich so ziemlich mußmutig mir die Lieder dieser Scheibe angehört habe, sind mir 3 Beispiele eingefallen, wo „ehrenwerte“ Mitglieder unserer Gesellschaft sich hinsichtlich ihrer Einstellung zu Sexualität und Erotik auf primitivste Weise präsentiert haben:

1. Das ist dieser Peter Hartz mit seinem damaligen Vorsitzenden des VW-Personalrates, Klaus Volkert. Hier gilt als verbürgt, dass die Beteiligten der Sex-Luxus-Reisen mehr als einmal „Wo bleiben die Weiber“ gebrüllt haben (weitere Details im beiliegenden Artikel).

VolkertHartz

Klaus Volkert + Peter Hartz

2. Die unsägliche und unerträgliche Gloria von Thurn und Taxis entblödete sich nicht und sagte vor etlichen Jahren zu dem Paarungsverhalten dunkelhäutiger Menschen mal folgendes:

„Da sterben die Leute an AIDS, weil sie zu viel schnackseln. Der Schwarze schnackselt gerne.“ – über die Bewohner Afrikas, in der Talkshow „Friedmann“ (ARD), 9. Mai 2001

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Die durchgeknallte Gloria

3. Und dann ist noch der eben erwähnte Moderator Michael Friedmann: Dieser hat er sich erlaubt, mit Zwangsprostituierten Sex zu haben und kein Mensch glaubt, dass er nicht wusste, unter welchen Bedingungen diese Frauen in Deutschland zu „arbeiten“ hatten … Widerlich !

Friedmann

Man gönnt sich ja sonst nichts

Wir sehen: Eine menschenverachtende Einstellung zu Frauen haben nicht nur all die annoymen „Hilfsarbeiter“ (denen man das gerne unterstellt), sondern auch die noblen Persönlichkeiten unserer Gesellschaft.

Übrigens: Das Duo Klus & Ferdl können auf eine sehr lange Karriere im Bereich der volkstümlichen Musik zurückblicken … und Walter Tanner spielt die Zither …

Aber ansonsten gibt es nur noch zu berichten, dass ich selten so gerne eine LP entsorgt habe wie diese …

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Titel:
01. Duo Klaus & Ferdl: Jeder küßt seinWeib (Traditional) 2.59
02. Walter Tannich: Oh Helen (Das Kätzchen) (Reght/Bantam) 2.20
03. Die Original fidelen Weststeirer: Der Schornsteinfeger (Steinzer) 2.31
04. Ady Wagmeister und seine Solisten: Ach, könnt´ er denn nicht größer sein (Hacker/Stanzl) 3.37
05. Duo Klaus & Ferdl: Amanda, Amanda, tue die Hand weg (Morgan/Stern) 2.04
06. Walter Tannich: Ziwui, Ziwui (Halb drei)  (Traditional) 2.10
07. Reiflinger Buam: Im Omnibus (Rubes) 3.00
08. Die 2 Stawanzer: Thildi (Mika) 2.27
09. Duo Klaus & Ferdl: Was braucht denn a Skilehrer noch (Sirl) 2.56
10. Ady Wagmeister und seine Solisten: Ein bißchen auf und nieder (Wagmeister/Hegel/Osterlein) 2.16
11. Walter Tannich: Die Vöglein im Walde (Scherlau/Tannich) 1.52
12. Die 2 Stawanzer: Leckt´s mir links, leckt´s mi rechts (Steiner) 2.35

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Verschiedene Interpreten – Der Wind gehört zum Wandern (1977)

FrontCover1.JPGJetzt wird´s zünftig und fidel … denn eine kleine Schar von DDR Musikgruppen singen das hohe Lied auf das Wandern !

Dabei verwenden sie nicht die klassischen deutschen Volkslieder zum Thema wandern („Das Wandern ist des Müllers Lust & Co.), sondern verwenden eigene Neukompositionen rund ums Wandern und bezieht dabei vermutlich wunderbare Fleckchen Erde in der DDR aus …

Viele Texte sind dabei eher schlicht und auch musikalisch betritt man kein Neuland … von daher eine LP die man getrost als durch und durch konservativ nennen kann.

Die Musikanten sind überwiegend unbekannt …  das trällert z.B. der „Eisenbahner-Kinderchor Berlin“ (die Nachtigallen der DDR), die Scherbelberger Musikanten oder die „Ilmtaler Musikanten“.

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Die Scherbelberger Musikanten

Ziemlich bekannt waren allerdings Waltraut Schulz & Herbert Roth, das waren wohl die unbestrittenen Stars der Volksmusik in der DDR:

Herbert Roth (* 14. Dezember 1926 in Suhl; † 17. Oktober 1983 ebenda) war ein deutscher Komponist und Interpret volkstümlicher Musik.

Schon früh nahm Herbert Roth Musikunterricht (Klavier, Akkordeon, Klarinette) und trat bereits als Jugendlicher öffentlich auf. 1948 legte er nach einer Friseurlehre seine Meisterprüfung ab und arbeitete zunächst im Salon seiner Eltern. Herbert Roth begann als Amateurmusiker und gründete 1950 die Suhler Volksmusik. Der erste öffentliche Auftritt des Ensembles fand am 15. April 1951 in Hirschbach statt, der letzte am 3. März 1983 in Oberhof.

Von 1951 bis 1983 stand er gemeinsam mit Gesangspartnerin Waltraut Schulz und seiner Instrumentalgruppe in etwa 10.000 Veranstaltungen auf der Bühne, ab 1980 auch mit Tochter Karin Roth. Als seine wichtigste und schönste Aufgabe betrachtete er laut eigener Aussage in diversen Interviews die musikalische Betreuung der Urlauber in den Ferienorten des Thüringer Waldes.

Waltraut Schulz & Herbert Roth1959

Waltraut Schulz & Herbert Roth

In den Herbst- und Wintermonaten ging die Gruppe meistens auf Tournee durch zahlreiche Bezirke der DDR. Herbert Roth war mit seiner Instrumentalgruppe oft in diversen Rundfunkveranstaltungen präsent und hatte bei Stimme der DDR eine eigene wöchentliche Sendung, in der ausschließlich seine Titel gespielt wurden. Ab 1974 war er Stammgast in der TV-Show Oberhofer Bauernmarkt. Kurz vor seinem frühen Tod produzierte er für Fernsehen („Von der Wartburg bis zur Saale“) und Schallplatte noch einige Gesangstitel gemeinsam mit seiner Frau Edelgard. (Quelle: wikipedia)

Nun denn: ich bin zwar kein ausgesprochener Wandervogel (allerdings war einer meiner schönsten Urlaube ein Wanderurlaub mit meinem bestem Freund auf dem sog. Whisky-Trail/Speyside in Schottland), ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass diese Musik die Bereitschaft zum Wandern fördern könnte.

Und diese Anmerkung muss ich auch noch los werden:

„Wir kennen keine Sorgen, wie schön ist doch unsere Welt“ …

Das nenn´ ich Beschwichtigungsmusik … eigentlich kaum erträglich. Und „Volkslieder im Marschrhythmus“ brauch´ ich auch nicht … aber das Cover ist nett.

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Titel:
01. Die fröhlichen Sänger mit den Pleißtaler Musikanten: Der Wind gehört zum Wandern (Röser/Wilhelm) 2.37
02. Ilmtaler Musikanten: Im Morgenwind (Röser) 2.00
03. Waltraut Schulz & Herbert Roth: So ziehn wir durch die Wälder (Traditional) 2.03
04. Ilmtaler Musikanten: Specht-Polka (Schier) 2.37
05. Eisenbahner-Kinderchor Berlin & Orchester Kurt Beyer: Wir laden euch zum Wandern ein (Roth/Müller) 2.23
06. Die fröhlichen Sänger mit den Scherbelberger Musikanten: Wenn hell die Sonne erwacht (Hugo/Schneider) 2.09
07. Waltraut Schulz & Herbert Roth: Weiße Wolken und Wind (Lutz/Müller) 2.05
08. Eisenbahner-Kinderchor Berlin & Orchester Kurt Beyer: Mit Der Mi- Mit der Ma-, mit der Mundharmonika (Schier/Harnisch) 2.11
09. Die Rosentaler: Wandern und Singen (Traditional) 2.05
09.1. Auf, du junger Wandersmann
09.2. Es zogen auf sonnigen Wegen
09.3. Heute wollen wir das Ränzlein schnüren
10. Waltraut Schulz & Herbert Roth: Vergiß das Wandern nicht (Roth) 2.21
11. Ilmtaler Musikanten: Gut zu Fuß (Röser) 2.26
12. Die fröhlichen Sänger mit den Pleißtaler Musikanten: Wie schön ist doch die Welt (Apfelmann/Herde) 2.03
13. Ilmtaler Musikanten: Der Kickelhahner (Herrmann) 1.57
14. Eisenbahner-Kinderchor Berlin & Orchester Kurt Beyer: Wenn am Himmel Schwalben ziehn (Schier/Bohlke) 2.12
15. Die fröhlichen Sänger mit den Scherbelberger Musikanten: Zittauer Wandermarsch (Löhnert/Bauer) 1.50
16. Ilmtaler Musikanten: Jodlergruß (Röser) 2.12
17. Waltraut Schulz & Herbert Roth: Rennsteiglied (Roth/Müller) 3.06
18. Die Rosentaler: Volkslieder im Marschrhythmus (Traditional) 2:05
18.1. Alle Vögel sind schon da
18.2. Horch, was kommt von draußen rein
18.3. Das Wandern ist des Müllers Lust
18.4. Die Vöglein im Walde

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Das Rennsteig Gebiet in Thüringen

Manfred Lemm & Ensemble – Zwischen den Welten – 10 Jahre Manfred Lemm & Ensemble (1994)

FrontCover1Auch wenn sein Bekanntheitsgrad wohl eher gering ist, der Manfred Lemm tut der deutschen Musikszene ja sowas von gut !

Manfred Lemm (geboren 1946 in Potsdam) ist ja eigentlich ein Berliner Jung, der 1964 erstmal von der Beatmusik „angezupft“ wurde … Ab 1967 musizierte er dann selbst und zwar regelmäßig.

1973 war der dann bei Intercord unter Vertrag und veröffentliche dort zumindest eine Single.

Sein Interesse an jüdischer Musik nahmimmer stärker zu und wo widmete er sich irgendwann mal fast ausschließlich dieser spezielen Musikrichtung. Dabei vergass er aber seine Berliner Wurzeln nie und so waren in seinem Programm auch etliche Berliner Bänkel Songs dabei.

1984 gründete er dann sein Ensemble und tourte mit diesem Ensemble quasi durch die halbe Welt: Amsterdam, London, Toronto, New York, Krakau, Jerusalem, Wien sind nur ein paar Stationen.

Und 1994 spendierte ihm dann das WDR ein Jubiläumskonzert, 10 Jahre bestand damals dieses Ensemble.

Booklet10AUnd was wir hier nun zu hören bekommen ist ein vergnüglicher Mix aus jüddischen Lieder, eben jenen Berliner Bänkellieder aber auch Shanties. Nachdem der Manfred Lemm ein durch und durch sympathischer Erzähler ist, bekommt man auch in seinen Ansagen jede Menge zusätzlicher Informationen zu den Liedern.

Und dass diese Art von Musik textlich nicht einseitig ist, davon kann man sich auf gar hervorragende Weise überzeugen lassen. Die Texte sind witzig, melancholisch, anzüglich, komisch, von großer Tiefe und die dazu gehörige Musik spielt prachtvoll auf.

Von daher ist der Manfred Lemm & sein Ensemble wahrlich ein Gewinn für deutsche Musikszene !

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Manfred Lemm

Besetzung:
Christine Aßmann (violoncello)
Tom Down (harp)
Hendrik Gosmann (bass)
Georg Haller (accordeon)
Heike Haushalter (violin)
Michael Kempa (violoncello)
Jouri Kostew (balalaika, domra)
Manfred Lemm (vocals, guitar)
Fred Patzelt (clarinet)
Günter Schenk (guitar)
Johannes Schmidt (clarinet, balalaika)
Jasu Wada (balalaika, domra)
+
Cronenberger Männerchor

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Titel:
01. Wu bisstu gewen (Tradional) 2.09
02. A suniker schtral (Lemm/Gebirtig) 2.27
03. In fabrik (Lemm/Gebirtig) 2.16
04. Wju ferdelech (Lemm) 1.41
05. Jeruschalajim schei zahav (Shemer) 3.20
06. Klesmertime (Lemm) 3.16
07. Das Lied von der Krummen Lanke (Sieg) 5.08
08. Fritze Bollmann (Traditional) 3.34
09. Der jrüne August (Traditional) 2.14
10. Hochzeit bei Zickenschulze (Sieg) 3.11
11. Big Bomb Dolly (Grasshoff/Eckert/Lemm) 3.11
12. Galloping Randy Dandy Oh (Traditional) 1.47
13. Farewell (Traditional) 1.53
14. Das Schiff das viele Namen hat (Lemm/Schultes) 2.47
15. Im Wartesaal zum grossen Glück (Schwarz) 4.06
16. So trolln wir uns (Bellmann/Zuckmayer) 2.28
17. Die Ballade von den Seeräubern (Brecht/Traditional) 8.27
18. Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen (Mackeben/Hesse) 3.21
19. Bej mir bisstu schejn (Jacobs/Secunda) 2.25

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AchimEckert

Verschiedene Interpreten – Wien singt – Wiener Lieder – Potpourri vom Oscar Reisinger (1955)

FrontCover1Ein wenig rätselhaft ist das schon mit dem Oscar Reisinger. Denn man findet eigentlich keinerlei biographische Informationen über ihn (aber jede Menge von Notenheften). Er war wohl ein Komponist und Arrangeur der leichten Muse und hatten neben Wiener Lieder dann auch „rheinisches Liedgut“ bearbeitet. Er war wohl in den 60er Jahren „Abteilungsleiter für gehobene Unterhaltungsmusik“ beim Westdeutschen Rundfunk, Köln.

Wie auch immer: Hier präsentiert er ein buntes Potpourri mit populären Liedern, die man halt so ganz und gar mit Wien verbindet:

„Das Wienerlied ist ein Lied, das aus Wien stammt und die Stadt Wien zum Thema hat oder etwas charakteristisch Wienerisches besingt (nach Harry Zohn ein Lied „aus, über und für Wien“). Daher ist der Text meist wienerisch. Es verbreitet Gemütlichkeit und Humor (auch schwarzen Humor und Spott), stammt aus der Welt der Kleinkunst in den Singspielhallen und wurde gelegentlich zum Volkslied. Leichtlebigkeit und Vergänglichkeit (Vanitas) werden melancholisch, unbeschwert oder auch satirisch betrachtet. Oft wird im Wienerlied selbstreferentiell das klingende Lied aus Wien besungen.

Am beliebtesten war das Wienerlied vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre.“ (Quelle: wikipedia)

Die Mitwirkenden waren allerdings z.T. auch waschechte Wiener/innen (Herbert Ernst Groh war allerdings Schweizer, Willy Hofmann wurde in Frankfurt geboren), und hatten damals allesamt in der Operetten-Szene einen guten Namen.

Thematisch handelt es sich bei den Lieder natürlich häufig um den guten Wein und die schönen Maderln … nun ja … nicht wirklich überraschend.

Und wenn man bedenkt, dass diese Single nun mehr als 60 Jahre alt ist … krieg ich schon ein wenig Ehrfurcht.

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Alternative Frontcover

Mitwirkende:
Herta Talmar – Herbert Ernst Groh – Willy Hofmann – Horst Winter – Das Sunshine-Quartett – Das Comedien Quartett – Hermann Hagestadt und sein Orchester

BackCover1

Titel:

01. Wiener Lieder-Potpourri von Oscar Reisinger (Teil 1) (7.28):
01.1. Heut´kommen d´Engerl auf Urlaub nach Wien
01.2. Fein, fein, schmeckt uns der Wein
01.3. I hab die schönen Maderln net erfunden
01.4. Draußen im Sievering blüht schon der Flieder
01.5. Leichtes Blut
01.6. Es steht ein alter Nußbaum
01.7. Wien bleibt Wien
01.8. Ich kenn ein kleines Wegerl im Helental
01.9. Sag´ beim Abschied leise Servus

02. Wiener Lieder-Potpourri von Oscar Reisinger (Teil 2) (7.05):
02.1. Ich muß mal wieder in Grinzing sein
02.2. Jetzt trink ma noch a Flascherl Wein
02.3. Wiener Blut
02.4. Drunt´ in der Lobau
02.5. Mei Muatterl war a Weanerin
02.6. Ich weiß auf der Wieden ein kleines Hotel
02.7. Es wird a Wein sein
02.8. Wien, Wien, nur du allein

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Verschiedene Interpreten – Grüße aus den Bergen (60er Jahre)

FrontCover1Weiß der Geier, warum man sich erdreistete, auf der Single das Wort „Langspielplatte“ zu placieren. Ist natürlich Quatsch, es handelt sich um eine lupenreine Single (wenngleich auch mit einer Spielzeit von 12 1/2 Minuten).

Und das ist nicht der einzige Quatsch. Bei dem Titel „Grüsse aus den Bergen“ denkt man natürlich es handelt sich um bayerische Volksmusik aus den Bergregionen. Das ist zumindest bei dem „Schwanthalerhöher-Landler“ ganz und gar nicht der Fall. Die Schwanthalerhöhe ist beleibe kein Wanderweg in den Bergen oder so, sondern schlicht und ergreifend eine Stadtteil von München.

Und das weiß ich ganz genau, denn genau in diesem Stadtteil ist meiner Mutter aufgewachsen. Er grenzt an den Stadtteil Westend und in unmittelbarer Nähe befindet sich dann auch die Theresienwiese, auf der dann jährlich das Oktoberfest veranstaltet wird.

Ansonsten handelt es sich um typisches Produkt des Billig-Labels „Baccarola“ (aus dem Hause Ariola) und es wird schon die eher unverfälschte bayerische Volksmusik feilgeboten. Und nachdem diese Single sich noch in einem hervorragendem Zustand befindet, garantiere ich ein ungestörtes Hörvergnügen.

DieBerge

Die Berge, wie ich sie im Jahr 1971 sah und fotografierte (links im Bild: mein mittlerweile verstorbener Bruder)

Besetzung:
Marianne Jilg (Meisterjodlerin) und das Salvenberg-Trio
Simon Huber (Zither) mit seinen Solisten

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Titel:

Marianne Jilg:
01. Erzherzog-Johann-Jodler (Traditional) 3.27
02. Der Kuckuck (Traditional) 3.18

Simon Huber:
03. Schwanthalerhöher-Landler (Freundorfer) 2.48
04. Der Weg zum Herzen (Freundorfer) 2.53

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