Verschiedene Interpreten – Frohe Alpenwanderung mit Alfons Bauer (1966)

FrontCover1Und da ist er mal wieder, der ungekrönte König der Zither, der ein beachtliches Maß an Musikaufnahmen hinterlassen hat.

Alfons Bauer (* 13. Mai 1920 in München-Freundorf; † 3. Februar 1997) war ein deutscher Komponist und Zitherspieler.

Alfons Bauer erlernte als 8-Jähriger das Zitherspiel und nahm als 15-Jähriger seine erste Schallplatte auf. Nach der Schule erlernte er zunächst den Beruf des Hutmachers, da seine Eltern ein Hutmachergeschäft betrieben. Anschließend studierte er am Konservatorium in München Klavier und Tonsatz. Alfons Bauer arbeitete hauptsächlich im Studio und trat weniger live auf. Für seine innovativen Rundfunk- und Schallplattenproduktionen stellte er verschiedene Besetzungen zusammen, bestehend aus professionellen Orchestermusikern. Eine langjährige Zusammenarbeit verband Alfons Bauer mit dem Akkordeonvirtuosen Georg Schwenk, der auch zahlreiche Titel für ihn arrangierte. Bis in die 1950er Jahre hatte er schon mehr als 1 Million Schallplatten mit seiner Zither verkauft. Dann gründete er eine eigene Schallplattenfirma und war auf dem Sektor der volkstümlichen Musik tätig. Er schrieb auch Titel für andere Künstler, zum Beispiel für Maria und Margot Hellwig, Hansl Krönauer und Esther Egli. Er komponierte über 200 Titel. Auch in der DDR war Alfons Bauer sehr populär, seine Titel wurden dort vor allem in den 1950er und 1960er Jahren oft im Rundfunk gespielt. Viele davon erschienen auch auf Schallplatte. 1972 veröffentlichte er in der Bundesrepublik Deutschland eine Schallplatte des bekannten DDR-Volksmusikers Herbert Roth.

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Bauer spielte auch zusammen mit dem Orchester James Last und dem Berliner Rundfunkorchester Melodien von Johann Strauss bis Robert Stolz und Ralph Benatzky ein. Er gehörte zusammen mit Rudi Knabl zu den erfolgreichsten Zitherspielern des 20. Jahrhunderts.

Er war seit 1968 verheiratet mit der Sängerin und Folklore-Tänzerin Rita geb. Fendt. Aus seiner ersten Ehe hat er eine Tochter.

Sein Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof in Gauting.

Alfons Bauer erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1975 die Hermann-Löns-Medaille (*). (Quelle: wikipedia)

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Hier eine seiner zahlreichen LP´s … diesmal geht´s um eine „frohe Alpenwanderung… “ Nun gut … einerseits die übliche alpenländische Volksmusik, andererseits sind aber  wieder mal ein paar musikalische Schmankerl vorbei.

Der regionale Schwerpunkt dieser LP liegt im Salzburger Land (wie man unschwer der List der mitwirkenden Musikanten entnehmen kann).

Da ist insbesondere „Ein Abend am Traunsee“ zu erwähnen, ein Kleinod instrumentaler Volksmusik.

Und dann der „Wehmutsjodler“ … viel inniger kann man Wehmut nicht gesanglich ausdrücken.

Na ja … und gejodelt wird dann natürlich auch noch ….

Und, ach ja, dass Label „Die Volksplatte“ war ein Sub-Label von EMI -Electrola

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Besetzung:
Alfons Bauer (zither)
+
Salzburger Vierklang – Die Schönauer Musikanten – Duo Merhaut-Delacher – Tanzgruppe der Alpinia – Michl Berger – Duo Frei- Ellersdorfer – Die Lohmayer-Dirndl´n – Die Salzburger Musikanten – Der Volksliedchor von Radio Salzburg – Sepp Kufner und seine Salzburger Spitzbuben

Traunsee

Der Traunsee

Titel:
01. Original Salzburger Glockenspiel 0.21
02. Mühlbacher Volksmusikmarsch (Traditional) 2.47
03. Knappentanz (Traditional) + Salzburger Bauerntanz (Peth) 1.18
04. Ja, weil du so schön tanzen kannst (Traditional) 1.31
05. Stoaröserl Landler (Traditional) 1.19
06. Binderlied (Traditional) 1.33
07. Tiroler Landler (Ellersdorfer) 0.52
08. I bin a jungs Bürscherl (Berger) 1.31
09. Bankerl Tanz (Traditional) 0.48
10. Almerisch (Ellersdorfer) 1.17
12. Ein Abend am Traunsee (Frank) 2.39
13. Frisch von der Leber (Tanzer) 0.52
14. Hops, drah di (Traditional) 0.39
15. Auf der Köpplschneid (Traditional) 1.07
16. Gestern auf d’Nacht (Traditional) 0.52
17. Salzburger Glockenspiel (Traditional) 1.35
18. Salzburger Bauernschottisch (Frei) 0.39
19. Wehmutsjodler (Traditional) 1.40
20. Jagerwalzer (Traditional) 2.06
21. Faschingspolka (Traditional) 1.04
22. Und s’Dirndl steht beim Bacherl (Traditional) 0.59
23. Pinzgauer Plattler (Traditional) 1.00
24. Immer fröhlich (Traditional) 1.24
25. Dui-Jodler (Peth) 0.44
26. Wilde Jagd (Stelzer/Rieser) 0.55

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Inlets

 

(*) zu Hermann Löns sollte man folgendes wissen:

Zur Person Hermann Löns gibt es Anwürfe, die ihn als Trinker und Frauenfeind beschreiben:

„Weiber sind keine Vollmenschen, denn sie haben keine Seele, sondern nur einen Uterus.“
„Ein Mann wie ich braucht jede sieben Wochen eine andere Geliebte.“

Der Bückeburger Mediziner Kantorowisz erklärte in einem gerichtlichen Attest, er habe Löns wegen „schwerer nervöser Störungen“ und eines „krankhaften Wandertriebs“ behandelt. Der Patient leide zudem an „periodischer Trunksucht“ (Quartalstrinker).

Seine nationalistische Einstellung mit antisemitischen Anflügen bekundete er freimütig:

„Ich bin Teutone hoch vier. Wir haben genug mit Humanistik, National-Altruismus und Internationalismus uns kaputt gemacht, so sehr, daß ich eine ganz gehörige Portion Chauvinismus sogar für unbedingt nötig halte. Natürlich paßt das den Juden nicht …“

Der Löns-Kritiker Thomas Dupke  ist der Auffassung, dass Löns’ spätere Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten nicht ohne sein eigenes Zutun zu Lebzeiten kam, da er sich häufig sozialdarwinistisch und rassisch-völkisch äußerte. (Quelle: wikipedia)

Walter Götze – Der Lautenmusikant (1935)

DerLautenmusikant01ADa hat der Achim Reichel mal folgendes erzählt:

“Ich erinnere mich an einen Irlandaufenthalt vor ein paar Jahren. Wir saßen in einem Pub, ein Ire spielte traditionelle Lieder und plötzlich reichte der mir seine Gitarre und sagte: ‘Sing us a song from your country!’ Da ging mir der Arsch auf Grundeis, weil ich nicht wusste, was ich machen sollte. Das kommt daher, weil man als Deutscher in dieser Beziehung ein bisschen verkrampft ist. Wenn man deutsche Volkslieder spielt, läuft man immer Gefahr, in die rechte Ecke gestellt zu werden. Aber es kann doch nicht angehen, dass 13 Jahre Naziherrschaft die ganze deutsche Kultur zerstören. Pete Sage hat zu mir gesagt: ‘Ihr müsst euch eure Kultur wieder zurückholen.’ Und das sehe ich ganz genauso. Irgendjemand muss die Courage haben, die Kultur nicht irgendwelchen Verrückten zu überlassen. Ein Volk ist nicht komplett, wenn es keine Kultur hat.”

Und damit es uns nicht wie dem bedauernswertem Achim Reichel geht, hier mal ein altes Notenbüchlein mit vielen, vielen Volksliedern, garniert mit den passenden Gitarrenakkorden.

Soweit so gut … Aber hinsichtlich der Erscheinungsjahrs (das natürlich nicht explizit ausgewiesen wird), habe ich so meine Zweifel. In diversen antiquarischen Angebotsseiten im Internet werden immer wieder mal drei Jahre gennant: 1930, 1936 und dann noch 1969.

Auf einer Seite des Büchleins wird unter – ganz klein – folgendes – gezeigt:

1935Nun, das wäre ja schon mal ein Hinweis. Andererseits findet sich in diesem Büchlein auch das Lied „Die Gedanken sind frei“ und irgendwie erscheint es mir ziemlich absurd, dass just ein solches Lied zu den Zeiten des Natinalsozialismus noch in eine solche Liedersammlung aufgenommen werden konnten.

Und zum anderen wird auf der Rückseite des Büchleins das Musikgeschäft Lienhard (München-Pasing) genannt. Hm, dieses Geschäft gibt es aber erst seit „über 50 Jahren) (diese Information stammt von der website des Musikgesschäftes, das es tatsächlich noch gibt).

Also, alles irgendwie rätselthaft, zumal es über den Walter Götze auch nicht viel erhellendes zu finden gibt. Er hat diverse Gitarren-Lehrbücher etc. veröffentlicht, der Schott-Verlag gibt als persönliche Daten an: * 17. April 1883 – † 24. März 1961. Und dies sind just auch die Daten eines Walter Wilhem Götze; dieser wiederu wird in einem wikipedia Beitrag als Operettenkomponist gewürdigt, kein Sterbenswörtchen über ihn als Gitarren-Lehrmeister.

Das soll uns aber alle nicht weiter stören, nur der Chronist und Archivar in mir verspürt eine gewissen Unruhe …

Die Freude an dieser Liedersammlung soll dies aber keinen Abbruch tun.

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Verschiedene Interpreten – Bayer – Das ist auch Kultur (1998)

FrontCover1Wenn es um Imagepflege geht, dann lässt sich ein Pharma-Konzern wie die Bayer AG (früher: I.G. Farbenindustrie AG), Leverkusen (der sich ja auch ne Werkself leistet *ggg*: Die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH ist die Betreibergesellschaft des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG), nicht lumpen.

Davon kann man sich bei dieser Werbe-CD überzeugen.

Der Slogan „Bayer – Das ist auch Kultur“ wurde von Nikolas Kerkenrath (dem damaligen Leiter der Kulturabteilung von Bayer Leverkusen) kreiert.

Auf der website der Bayer-Philharmoniker heißt es dann dazu:

„Er (also: Nikolas Kerkenrath) kreiert die Slogans „Bayer – das ist auch Kultur!“ und „Wirtschaftsräume sind auch Kulturräume!“; sie werden in viele Sprachen übersetzt und erweisen sich für die Kulturarbeit und für das Unternehmen als ausgezeichnete Kommunikationsmittel.“

Das ist aber fein !

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Und diese CD bietet ein wirklich beachtliches Spektrum musikalischer Facetten und dass auf einem durchaus sehr ansprechendem Niveau. Auch die Titelauswahl ist nicht nur Bedacht zusammengestellt worden, sondern ist auch insofern spannend, weil man weitestgehend darauf verzichtet hat, gängige Titel einzuspielen. Vielmehr gibt es hier viel musikalisches Neuland zu entdecken.

Und auch das Begleitheft (zweisprachig) lässt eigentliche keine Wünsche offen; wen es nach entsprechenden Informationen dürstet, kommt hier voll auf seine Kosten.

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Wirklich erfreuen kann ich mich dennoch nicht, denn, man muss schon verdammt viel Dreck am Stecken haben, wenn gemäß einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1992 behaupten darf:

„In seiner grenzenlosen Sucht nach Gewinnen und Profiten verletzt Bayer
demokratische Prinzipien, Menschenrechte und politische Fairness.“

Tja, da bleibt einem schon die Spucke weg.

Und eigentlich können einem all die (Amateuer) Musiker leid tun, die hier redlich ihrem Handwerk nachgehen und dabei gleichzeitig das Image eines Konzerns, der sich in seiner Geschichte wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert hat, aufbessern.

Denn, wie gesagt: Musikalisch ist an dieser eigentlich sehr vielseitigen CD nichts, aber auch gar nichts auszusetzen. Dennoch bleibt ein schales Gefühl …

Bienen

Eine Aktion von BUND e.V. aus dem Jahr 

Titel:

Akkordion Orchester Bayer:
(Aus: Reisebilder vom Balkan) (Boll)
01. In einer alten Handwerkergasse 2.22
02. In einer Hafenstadt 3.27

Bayer Big Band:
03. Master Dammy (Kaufmann) 4.26

Das kleine Theater – Werkbühne Bayer:
04. In Nidschij Nowgorod (Siegel) 2.57
05. Wodka Fox (Simon) 1.46
06. Mir ist heut so nach Tamalan (Nelson) 3.17

Bayer Blasorchester:
07. Tokyo Adventure (Vlak) 8.56

Männerchor Bayer:
08. Der Jäger-Abschied (Mendelssohn-Bartholdy) 3.24

Frauenchor und Männerchor Bayer:
09. Der Lindenbaum (Silcher) 2.34

Spielmannszug Bayer:
10. Helioport (ter Voert) 2.13

Frauenchor Bayer:
11. Ave Maria op. 12 (Brahms) 3.58

Mandolinenorchester Bayer:
(Konzert für 2 Mandolinen und Zupforchester) (Vivaldi)
12. Allegro 3.53
13. Andante 2.30
14. Allegro 3.17

Bayer Philharmoniker:
15. Ouvertüre zur Feuerwerksmusik (Händel) 8.00

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Uschi und Wolfgang – Du liabe Zeit (1972)

FrontCover1.JPGAlso, dieses Album bekommt von mir das Prädikat „perfide“ …

Perfide, weil es ein angeblich „modernes“ Bayern im Jahr 1972 zelebrieren möchte, in Wirklichkeit aber jenes Bayern hochleben lässt, in dem man die „kleinen Leute“ weiterhin für dumm verkauft.

Hinter einem progressiv erscheinendem Mäntelchen bekommen wir hier diese verdammt konservativ bayerische Sauce serviert … und verantwortlich dafür ist dieser Helmut Zöpfl:

Helmut Zöpfl (* 25. November 1937 in München) ist ein deutscher Pädagoge und Professor der Schulpädagogik, der auch als Autor Schöner Literatur bekannt wurde.

Zöpfl wuchs in Erding als Einzelkind auf. Er studierte Klassische Philologie, Philosophie, katholische Theologie und promovierte 1963 in München mit dem Thema „Der Tod im Phänomen der Bildung und Erziehung“ zum Doktor der Pädagogik. 1970 habilitierte er zum „Naturbegriff in seiner Bedeutung für die Pädagogik“. Ab 1971 war er Ordentlicher Professor an der Universität München am Lehrstuhl für Schulpädagogik. 1998 begann er zusätzlich ein naturwissenschaftliches Studium, das er 2002 mit der Promotion im Fach Biologie (Dr. rer. nat.) magna cum laude abgeschlossen hat, Sehr bekannt ist er in der Öffentlichkeit auch als bairischer Mundartdichter.(Quelle: wikipedia)

Und als „bairischer Mundartdichter“ war er auch Teil des  illustrem Kreis der „Turmschreiber“ aus München (einer der Mundartdichtung verpflichteten Literatenvereinigung) …. mit denen er sich dann aber 2010 gleich so verkrachte, dass er aus diesem Zirkel herausgeworfen wurde …

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Mir scheint, der Zöpfl war und ist vielleicht auch noch, a rechter Streithansel und das passt so gar nicht zu seinen Texten, wo er mit lakooischen Worten die bayerische Gemütlichkeit und Geruhsamkeit überstrapaziert. Genau genommen sind seine Texte im Volksbeschwichtungs-Modus gehalten … nach dem Motto: Lasst die da oben nur werkln, Hauptsach‘ mia ham a Bier und unsere Ruah !

Wie auch immer: auf diesem Machwerk bediente er sich der vordergründigen „modernen“ Musik (mit dabei, eine jazzige Querflöte und auch ein knackiger Bass), textlich jedoch liegt er – allen ambitionierten Absichten zum Trotz – sowas von daneben …

Sein Spott richtt sich öfters mal auf die „kleinen Leute“ (z.B. bei „Klassntreffn) und das „Gebet auf Bayrisch“ ist an Einfältigkeit nicht zu überbieten.

Will man Musik für bayerische Dumpfbacken hören, ist man hier bestens bedient.

Und die Musikanten „Uschi und Wolfgang“ waren damals angeblich oder tatsächlich Teil der Münchner Kleinkunstszene im „Schwabinger Brettl“ und getroffen hat man sich dann – glaubt man dem Hüllentext im Lokal „Katakombe“ …

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Besetzung:
Uschi (vocals)
Wolfgang (vocals)
+
und eine kleine Schar unbekannter Studiomusiker

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Ja, ja … bla, bla, bla … 

Titel:
01. Bayerischer Protest (Schmidt/Schmotz) 3.55
02. Klassntreffn (Schmidt/Schmotz) 1.37
03. ‚S kloane Glück (Schmidt/Tornow) 3.44
04. Mea Culpa (Schmidt/Schmotz) 2.54
05. Gebet auf Bayrisch (Schmotz) 2.13
06. Unterm Baam (Schmidt/Tornow) 2.57
07. A bißl schizophren (Schmidt/Schmotz) 2.35
08. Wer woaß, wo’s gestern wohnt (Zöpfl/Schmotz) 2.21
09. So net (Schmidt/Tornow) 2.31
10. Jeds Jahr (Schmidt/Tornow) 2.26
11. A Gruaß von Gestern (Schmidt/Tornow) 3.35

Alle Texte: Helmut Zöpfl

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Gebet auf bayrisch:

Liaba Gott, dua mir oan Gfalln:
Wenn mir amal auferstehn solln,
mach mi net zu so an komischn Geist,
der wo grad Hosianna singt und Manna speist.
Lass doch bittschön aa da drübn
no a bisserl was sei von unserem Herübn!

I bitt di recht schee, erfüll mei Gebet:
Vergiss übern Großn as Kloane net!
Lass net bloß de ganz Fromma drobn sein,
net nur grad de mitm Heilignschein,
sondern aa de andern Leut!
Glaub mas, mit dene hast bestimmt aa dei Freid.

Lass mein gstorbna Schuifreind aa umanandarenna,
wars aa a Strizi, du werstn scho kenna.
Und des junge Madl von vis-a-vis,
des aus Verzweiflung wo obeghupft is.
Den altn Kramer vorn vom Eck,
Aa wenn eahm as Bier hat so narrisch guat gschmeckt, und de alt Tant, de so grantig hat gschaut,
lass eine, sie war doch a seelnguate Haut.

Und no a ganz a bsondre Bitt hätt i fei:
Lass aa de Viecherl da drobn wieder nei!
Lass singa und wiehern, gackern und belln,
des stört ganz bestimmt net de himmlischn Seeln.
Lass oiso, i bitt di, vom irdischen Lebn
aa bei dir dort obn was im Himmi drin gebn!
Gib, dass i alls, was i gern hab, da drobn wiederseh!
Des waars. Amen. Und dank dir aa schee!

Aus: Helmut Zöpfl, Geh weiter, Zeit, bleib steh!

 

Original Oberkrainer Quintett Avsenik – Goldene Schallplatte (1964)

FrontCover1.JPGDamals war er das Kontrastprogramm meiner Kindheuit und Jugend:

Slavko Avsenik (* 26. November 1929 in Begunje, Königreich Jugoslawien; † 2. Juli 2015 ebenda, jetzt Slowenien) war ein slowenischer Komponist und Akkordeonist.

Slavko Avsenik war zunächst Skispringer und als solcher Mitglied der damaligen Nationalmannschaft Jugoslawiens. Das Spielen auf dem Pianoakkordeon und der Steirischen Harmonika brachte er sich während seiner Militärzeit selbst bei. 1953 begann er im Trio Avsenik mit einem Gitarristen (Mitja Butara) und Bassisten (Borut Finzgar).

Slavko Avsenik gründete zusammen mit seinem Bruder Vilko Ovsenik die Musikgruppe Gorenjski Kvintet, die als Slavko Avsenik und seine Original Oberkrainer („Original Oberkrainer Quintett“) international bekannt wurde und mehr als 36 Millionen Tonträger verkaufte. Auch sind sie die Erfinder des „Oberkrainer Sounds“, der auch heute noch von einer Vielzahl von Musikgruppen gespielt wird.

Slavko + Vilko Avsenik

Die Brüder Slavko und Vilko

In der Regel besteht eine Oberkrainer Besetzung aus Akkordeon, Baritonhorn oder Kontrabass (Bass), Gitarre (Rhythmus), Klarinette, Trompete und natürlich aus ein- oder mehrstimmigem Gesang. Für einige Aufnahmen wurden auch Mundharmonika oder eine zweite oder sogar dritte Klarinette verwendet. Zusätzlich gibt es Alben mit Streichorchester und auch Blasmusik.

Obwohl der Oberkrainerstil Ähnlichkeiten mit der Ländlermusik aufweist, wurde er anfänglich keineswegs dieser zugeordnet. Er entspricht auch nicht der slowenischen Volksmusik. Vorwiegend werden 4/8-Polkas, Walzer sowie Märsche gespielt und natürlich auch Ländler mit typischer 4-Takt-Einleitung, wie z. B. der Bauern-Ländler. Eine Neuerung brachte dieser Stil jedoch auch damit, dass die Harmonik vieler Lieder sehr modern war und in die Jazzharmonik geht.

In fast jedem der Lieder sind Jazzelemente, wie Sextakkorde oder Sekundärdominanten (zumeist von der zweiten Stufe) zu finden. Diese Neuerung, vor allem in der Begleitung, ist wohl dem Gitarristen des Ensembles Leo Ponikvar zuzuschreiben, der vor seiner Zeit bei Avsenik als Jazzmusiker aktiv war und somit über das erforderliche Wissen verfügte.

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Der größte Erfolgstitel von Slavko Avsenik ist das Trompeten-Echo (1954), das in der populären Aufnahme (veröffentlicht 1955) von einem Quartett (ohne Gitarre) eingespielt wurde und das sich zum Evergreen der volkstümlichen Musik entwickelte, sowie seither in zahlreichen Versionen (Blasorchester, a cappella etc.) aufgenommen wurde. Einem breiten Publikum wurde diese Komposition erst mit Hilfe von Fred Rauch bekannt, der zufällig den Titel in Radio Klagenfurt gehört hatte. In den 1970er Jahren war es die Erkennungsmelodie der ZDF-Sendung Lustige Musikanten und der monatlichen Hörfunksendung Wettstreit nach Noten des Deutschlandfunks. Auch für die ORF-Sendung Musikantenstadl wurde das Trompetenecho das Titellied. Weitere Erfolgstitel sind Auf der Autobahn, Slowenischer Bauerntanz und Es ist so schön, ein Musikant zu sein, sowie Planica, Planica, ein Song, der jedes Jahr wieder zu den Skiflug-Wettbewerben an der Letalnica-Schanze gespielt wird.

1992 übergab Avsenik seine Lieder vor allem an das Ensemble Gašperji (im Oktober 2009 in Kranjci umbenannt), welches er unter der Bezeichnung „Die Jungen Original Oberkrainer“ offiziell zum Nachfolge-Ensemble seiner Original Oberkrainer ernannte. Die meisten der langjährigen Mitglieder sind inzwischen verstorben: Der Trompeter Franc Košir (1930–1991), der Gitarrist Leo Ponikvar (1917–1992), der Klarinettist Albin Rudan (1933–2009) und der Baritonist und Bassist Mik Soss (1929–2004) leben nicht mehr.

Avseniks Sohn Slavko Avsenik Jr. zeichnet für die Arrangements vieler Stücke der Band Laibach verantwortlich. Sein Enkel Saso Avsenik gründete 2009 in Begunje zusammen mit sechs weiteren Musikern eine eigene Gruppe im Stil der Original Oberkrainer und feiert damit ebenfalls Erfolge; unter anderem trat er auch im Musikantenstadl auf.

Am 2. Juli 2015 starb Slavko Avsenik im Alter von 85 Jahren nach einer kurzen und schweren Krankheit. (Quelle: wikipedia)

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Nun, die Musik dieses Ensembles war in den 60er Jahren der Inbegriff von „veralteter“ Musik und von daher ist diese LP ein geradezu grandioses Kontrastprogramm zu all meinen Beat, Jazz und Schlagerproduktionen jener Zeit.

Und natürlich gibt es auch bei diesem Vinyl-Rip eine Geschichte … z.B., wie ich zu dieser LP kam: Nun, eine mir wirklich ans Herz gewachsene Freundin musste vor einiger Zeit den Tod ihrer Mutter verdauen … aber auch dafür sorgen, dass deren Wohnung geräumt wurde. Ich bat sie, die noch vorhandenen LP´s nicht auf der Müllkippe zu entsorgen, sondern mir zu geben … und jetzt erscheint sie halt noch einmal hier.

Und früher habe ich mich herzhaft amüsiert, über diese Musik. Heute schmunzel ich nur noch. Nicht weil ich nun ein glühender Verehrer von diesen Brüdern geworden bin, sondern weil mit bewusst wurde, dass sich nicht nur mein musikalisches Verständnis geändert hat.

Seit die Begrifflichkeit „World Music/Weltmusik“ sich zunehmender Beliebtheit erfreut, rückten plötzlich auch solche Polka-Klänge verstärkt in das Bewusstsein.

Und bei Licht betrachtet sind so etliche der Instrumentaltitel hier durchaus genießbar, habe gar ihren ganz eigenen Charme. Das klingt für meine Ohren aber bei den Gesangspassaen auch weiterhin nicht so.

Wie der Titel schon sagt, zelebrieren sie hier ihre erste Goldene Schallplatte (siehe Hüllentext am Ende des Beitrags)

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Besetzung:
Original Oberkrainer Quintett Avsenik

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Titel:
01. Die Oberkrainer kommen! (V.Avsenik/S.Avsenik) 2.23
02. Trompeten-Echo (V.Avsenik/S.Avsenik/Rauch) 1.59
03. Unterm Regenschirm (V.Avsenik/S.Avsenik) 2.40
04. Im Föhnwind (V.Avsenik/S.Avsenik) 2.23
05. Wandern, o wandern (V.Avsenik/S.Avsenik/Souvan/Winterberger) 2.25
06. Trauntaler Bierpolka (V.Avsenik/S.Avsenik) 2.28
07. Das Katerlied (V.Avsenik/S.Avsenik/Souvan/Rauch) 2.42
08. Chiri-Biri-Bela-Mara-Moje (Traditional)
09. Tam Kjer Murke Cveto (V.Avsenik/S.Avsenik/Souvan) 2.57
10. Gruß aus Innsbruck (V.Avsenik/S.Avsenik) 2.01
11. Wenn hell die Sonne lacht (V.Avsenik/S.Avsenik/Souvan/Rauch) 2.28
12. Axamer Polka (V.Avsenik/S.Avsenik) 2.50
13. Tiroler Länderler (V.Avsenik/S.Avsenik) 2.31
14. Mein Schatz, leb wohl (V.Avsenik/S.Avsenik/Strnisa/Rauch) 2.23

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Franzl Lang – Singt und jodelt (1958)

FrontCover1Der Franz Lang konnte jodeln, dass einem ganz schwindelig werden kann:

Franzl Lang, bürgerlich: Franz Lang, (* 28. Dezember 1930 in Obersendling, München) ist ein deutscher Sänger, Jodler, Gitarrist und Akkordeonspieler. Er ist seit 1954 verheiratet mit Johanna und hat einen Sohn und eine Tochter.

Franz wuchs in München auf und erlernte nach der Schule den Beruf des Werkzeugmachers. Bereits als 9-Jähriger bekam er ein Akkordeon, das später zu einem seiner Markenzeichen wurde. Der Volksschauspieler Ludwig Schmid-Wildy holte ihn ins Münchner Platzl, wo er seine erste Bühnenerfahrung machte. Es folgten Probeaufnahmen und bald kam der erste Plattenvertrag. Seine Aufnahme Kuckucksjodler machte ihn berühmt. Zahlreiche Auftritte bei Rundfunk und Fernsehen folgten, in denen er sang und vor allem jodelte. Im Jahr 1956 trat er mit einem Titel im Film Salzburger Geschichten von Kurt Hoffmann auf; im Jahr 1961 übernahm er eine Nebenrolle im Heimatfilm Der Orgelbauer von St. Marien, in dem er unter anderem den Königsjodler sang. Im folgenden Jahr war er mit dem Lach-Jodler an der Seite von Kurt Großkurth im Schlagerfilm Tanze mit mir in den Morgen zu sehen und trat mit Franz noch a Gstanzl in Drei Liebesbriefe aus Tirol auf.

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Im Jahr 1968 hatte er mit dem Kufsteinlied seinen größten Erfolg. Das mehrfach preisgekrönte volkstümliche Heimatlied über das kleine Tiroler Städtchen Kufstein wurde zu einem Evergreen der Volksmusik. Es wurde zwischenzeitlich von zahlreichen anderen Künstlern aufgenommen, so zum Beispiel von Heino, Maria und Margot Hellwig, Marianne und Michael.

In den 1970er-Jahren war er Dauergast bei den „Lustigen Musikanten“ im ZDF und bei anderen volkstümlichen Sendungen. Auch war er auf zahlreichen Konzertreisen zu hören und zu sehen. Mit über 500 eingesungenen Titeln, mehr als 10 Millionen verkaufter Tonträger, 20 Goldenen und einer Platin-Schallplatte gehört er zu den erfolgreichsten Sängern der Volksmusikbranche. (Quelle: wikipedia)

Hier seine vermutlich erste Single (ne Auskoppelung aus der gleichnamigen ersten LP) und wie gesagt, der jodelt einen schwindelig … aber wenn er meinte „Jodeln ist modern“, so haben das damals vermutlich etliche halbwüchsigen Jugendliche ganz anders gesehen … deren Motto war wohl eher „Roll Over Beethoven“ (oder so).

Aber amüsant sind diese Aufnahmen dennoch alleweil.

FranzLangBesetzung:
Franz Lang (vocals)
+
Kapelle Thomas Wendlinger

BackCover1Titel:
01. Wenn ich verliebt bin, muß ich jodeln (Altenbuchner/Sulzböck) 3.27
02. Die Jodlerbraut (Reindl/Sulzböck) 3.03
03. A sauber’s Dirndl und a fescher Bua (Reindl/Altenbuchner/Sulzböck) 3.02
04. Jodeln ist modern (Reindl(Sulzböck) 2.47

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Verschiedene Interpreten – Ins Land der Franken fahren (1964)

FrontCover1Die Leute von Tempo Schallplatten in Pullach-Grosshesselohe (bei München) waren wohl so ab 1963 ganz beseelt, denn ihr Mundartkomiker Herbert Hisel  hatte doch einen beträchtlicher Erfolg.

Und so kam es wohl, dass man die „fränkische Note“ des Labels mit einer LP erweitern konnte.

Man produzierte „eine musikalische, höchst humoristische Frankenreise“, dabei handelte es sich um einen Live-Mitschnitt einer „öffentlichen Aufnahme“.

Und natürlich war der Herbert Hisel der Conférencier, der launing durch das musikalische Programm auf Seite 1 führte und hin und wieder mit seinen Kalauern das Publikum erfreute.

Zu hören sind dann Steff Lindemann und seine Nürnberger Stadtmusikanten, Das Dalheimer Trio und die Alfelder Moidla und diese Kapellen waren sicherlich sehr erfreut, dass sie im Dunstkreis von Herbert Hisel ihren Bekanntheitsgrad erhöhen konnten.

Auf Seite 2 ist er dann als Solist zu hören und zwar mit seiner allseits bekannten Nummer „Der Stammtischbruder“: Einerseits ein wirklich abstrus-abgedrehter Humor (und von daher wieder mal genau meine Kragenweite), andererseits – die Zeiten haben sich halt geändert – schon auch ganz schön heftig frauenfeindlich …

AlternativesFrontCover

Alternatives Frontcover

Titel:
01. Steff Lindemann + seine Nürnberger Stadtmusikanten: Frankenlied (Becker/v.Scheffel) 1.47
02. Steff Lindemann + seine Nürnberger Stadtmusikanten: Rothenburger Dreher (Traditional) 2.45
03. Herbert Hisel: Die goldene Maus (Hisel) 1.42
04. Das Dahlheimer Trio: Fränkische Volksweise (Traditional) 1.51
05. Die Alfelder Moidla: Wenn i glei net von Fieraboh bin (Traditional) 3.10
06. Herbert Hisel: Der Humor der Franken (Hisel) 2.34
07. Steff Lindemann + seine Nürnberger Stadtmusikanten: Wo ist denn as Gergla (Traditional) 3.01
08. Das Dahlheimer Trio: Fränkische Polka (Traditional) 2.37
09. Die Alfelder Moidla: Ansage + Draußen vor der Wirtshautür (Traditional) 3.03
10. Herbert Hisel: Der Stammtischbruder (Hisel) 13.08
11. Auf Wiedersehen im schönen Frankenland 0.14

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