Chor- und Bläsermusik der Bayerischen Landesschule für Blinde in München – O Musica (1984)

FrontCover1.JPGAls ich vor einiger Zeit schon mal einen Beitrag über die Musikern der Bayerischen Landesschule für Blinde in München hier veröffentlichte, schrieb ich u.a. über die CD „Eine Reise durchs Jahr“:

Diese CD muss quasi der Startschuß für das bis heute erfolgreiche Projekt „Blinde Musiker München“ gewesen sein,  … (siehe hier)

Da hab´ ich mich aber sauber getäuscht, die diese LP nun belegt.

Dargeboten wurde auf dieser bereits 1984 veröffentlichten LP auf jeweils einer Seite „Madrigale und Spielstücke aus dem Barock“ sowie „Deutsche Volksweisen in alten und neuen Sätzen“ und das jeweils auf beeindruckende Art und Weise. Und schon wieder kann ich so das hohe Lied auf die Amateurmusiker singen …

Vieles kann man da entdecken und irgenwie ganz warum ums Herz wurde mir bei der „München Hymne“ „So lang der Alte Peter“ … diese Melodie begleitet mich seit meiner Kindheit und der Radiosender Bayern 3 verwendet sie als Erkennungsmelodie (freilich ca. 10 mal schneller gespielt als im Original)

Postkarte Alter Peter

Alte Postkarte mit dem Text des Liedes „Solang der Alte Peter“

Aber wenn ich dann das Lied „Mein Gott, wie schön ist deine Welt“ krieg ich einen Kloß im Hals und denke mir, eigentlich müsste das Lied ja „Mein Gott, wie schön könnte diese Welt sein“.

Unabhängig davon ist dies eine ganz und gar reizende LP und dann macht mich die Hülle dieser LP ein wenig traurig: Die beteiligten Musiker können diese Farbenpracht nicht sehen.

Franz Schachtner

Franz Schachtner

Besetzung:
Jugendchor unter der Leitung von Alfons Forstpointner
Bläsergruppe unter der Leitung von Franz Schachtner
Flötengruppe unter der Leitung von Walburga Mittel
Akkordeongruppe unter der Leitung von Johannes Buck
+
R. Sedlmeier (piano bei 18.)

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Titel:

Madrigale und Spielstücke aus dem Barock:

Bläsergruppe:
01. Trumpet Tune (Purcell) 1.18
02. Aufzug (Staden) 1.31

Jugendchor:
03. O Musika, du edle Kunst (Peuerl) 1.57

Bläsergruppe:
04. Spielstück (Prätorius) 1.42
05. Altdeutscher Tanz (Schein) 1.22

Jugendchor:
06. Holl, gut G´sell (Schein) 2.16

Flötengruppe:
07. Gavotte (Händel) 1.14
08. Menuett (Rameau) 2.37

Jugendchor:
09. Was mag doch diese Welt (Ahle) 2.22
10. Viele verachten die edle Musik (Bachofen) 1.35

Bläsergruppe:
11. Allemande I (Schein) 1.27
12. Allemande II (Schein) 0.58

Jugendchor:
13. Tanzen und Springen (Haßler) 1.20

Deutsche Volksweisen in alten und neuen Sätzen:

Bläsergruppe:
14. So lang der Alte Peter (Wiesberg) 1.01
15. Aiblinger Marsch (unbekannt) 0.55
16. Berner Marsch (unbekannt) 1.18

Jugendchor:
17. Der Käfer und die Blume (unbekannt) 2.57
18. So geht es im Schnitzelputzhäusel (unbekannt) 2.14

Bläsergruppe:
19. Horch, was kommt von draußen rein (unbekannt) 1.06
20. Muß i denn zum Städtele hinaus (unbekannt) 1.30

Akordeongruppe:
21. Fesche Minka, Mazurka (unbekannt) 3.12

Jugendchor:
22. Flogen einst drei wilde Tauben (unbekannt) 1.31
23. Wach auf, meins Herzens Schöne (unbekannt) 1.45
24. Mein Gott, wie schön ist deine Welt (unbekannt) 2.19

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Verschiedene Interpreten – Luis Trenker präsentiert – Unter unserem Himmel (1973)

FrontCover1Ich gestehe wieder mal freimütig, dass der Luis Trenker für mich in diesen frühen 70er Jahren eher in der Kategorie „Witzfigur“ landete als sonst wo:

Der Südtiroler Luis Trenker wurde als Alois Franz Trenker am 4. Oktober 1892 in St. Ulrich in Gröden, welches damals noch  zu  Österreich-Ungarn gehörte, geboren. Sein Vater war Grödner Bildschnitzer und Maler. Trenker besuchte die örtliche Volksschule, dann die Bürgerschule Josefinum in Bozen, anschließend war er für kurze Zeit Ingenieur-Lehrling im Elektrizitätswerk St. Ulrich.

Während den Ferien der Bozner Bau- und Kunsthandwerkerschule sowie der k.u.k. Realschule in Innsbruck ist er in Gröden als Berg- und Skilehrer tätig. Des Weiteren studierte er Architektur an der Technischen Hochschule in Wien, 1914 – 1918 diente er im 1. Weltkrieg und nach Kriegsende versuchte er erfolglos sich in Bozen eine kaufmännische Existenz zu gründen, darauf hin setzte er sein Architekturstudium fort und arbeite von 1922 bis 1927 als selbständiger Architekt in Bozen.

Seine damaligen ersten Pläne für einen Dokumentarfilm über Südtirol blieben unrealisiert.

Trenker01
Für den Film „Der Berg des Schicksals“ wurde Luis Trenker 1923 vom Bergfilm Regisseur Arnold Fanck zunächst als alpiner Berater, dann als Darsteller engagiert. Auch in den Folgefilmen „Der heilige Berg“ und in der „Der Große Sprung“  wirkte er als Schauspieler zusammen mit der ehemaligen Tänzerin Leni Riefenstahl mit. 1927 heiratet Trenker die Fabrikantentochter Hilda von Bleichert aus Leipzig und zieht 1928 mit ihr nach Trenker02Berlin, da sich die italienischen Behörden weigerten, sein Architekturstudium anzuerkennen. Die Filme „Der Kampfs ums Matterhorn“ und der „Ruf des Nordens“ folgen. Die Kriegsfilme „Berge in Flammen“ und „Der Rebell“ erringen auch die Aufmerksamkeit der Nationalsozialisten. Dank Carl Laemmels kann Luis Trenker dann erstmals in Hollywood englischsprachige Versionen seiner ersten beiden Filme herstellen. Weitere Arbeiten in Amerika und Filme in zwei Sprachversionen in Italien folgen. Trenker sieht sich zunehmend eingeschränkt in seinem Wirken in Nazi-Deutschland und zieht 1942 wieder nach Italien. Nach Kriegsende lebte er in Venedig und Rom, kehrte aber 1949 nach Tirol zurück und setzt mit der 1937 gegründeten Luis-Trenker-Film GmbH seine Filmarbeit in München fort. Bis 1957 entstehen verschiedene Spielfilme, doch diese können nicht an den Erfolgen der ersten Filme anknüpfen. Beliebter sind seine darauffolgenden Schriftstellerarbeiten und die daraus entstehenden Bergromane. Am 12. April 1990, im Alter von 98 Jahren stirbt Luis Trenker, Vater von zwei Söhnen, in Bozen. (Quelle: jagdhof.com)

Soweit eine arg zusammengestauchte Kurzbiographie … bei wikipedia findet man noch viel mehr an Informationen.

Bemerkenswert erscheint mir dann natürlich folgende Sätze in dem wikipedia Artikel:

„In seinen letzten Lebensjahren setzte sich Luis Trenker auch für den Umwelt- und Naturschutz ein und sprach sich etwa vehement gegen eine durch das Oberpustertal führende Neutrassierung der sogenannten „Alemagna“-Autobahn aus“

In seinen Texten, die er auf dieser LP spricht, kommt natürlich jene mich weiterhin störende religiös verbrämte Glorifizierung der Bergwelt zur Sprache, aber auch z.T. flammende Appelle, die Berg-Welt sauber zu halten … Keine Frage: auch aus dem Herzen eines wertkonservativen Menschens kann ein grünes Pflänzlein wachsen. Und in den Anfangstagen der Grünen waren ja auch so ein paar arg konservative Menschen mit an Bord (wer erinnert sich noch ?).

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Und die dargebotene Musik ist überraschend abwechslungsreich, positiv aufgefallen sind mir so einige Stücke wie z.B. „L’Allegrie“, „Preghiera Del Rocciatore“ und „Der Schlechinger“.

Und jeder kann ja für sich entdecken, ob er was auf dieser LP (zugunsten der Bergwacht) findet, was ihn anspricht.

Apropos Bergwacht: Ein von mir sehr, sehr geschätzer Arbeitskollege (der Franz) war in seiner Freizeit auch in der Bergwacht engagiert, viele Wochenende tat er dort seinen Dienst. Einmal wünschte er sich, dass er mal selber in der Bergen rumkraxeln konnte. Seine Frau wünschte ihm viel Glück und die Kinder winkten: Er steig aufs Matterhorn, dort trafen ihn und seine Kameraden einen unerwarteten Wetterwechsel, sie wendeten sofort … aber zu spät. Der Franz und seine 2 Kamerade erfroren auf dem Matterhorn … und an seinem Grab habe ich geweint … auch diese Erinnerung aus den 80er Jahren stieg bei mir wieder auf, als ich mich mit dier LP beschäftigte.

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Titel:
01. Der Ttrientiner Bergsteigerchor: L’Allegrie (Fauri) 1.50
02. Die Oberstaufener Finkengruppe: Holzmusikmarsch (Traditional) 2.33
03. Die Hannesle Buam: Grasecker Polka (A.Bertel/J.Bartel) 1.29
04. Luis Trenker spricht (1) 0.47
05. Die Walser Maika: Edelweiss (Fritz) 2.13
06. Rudi Boxler: Der Knöspeler (Boxler) 1.51
07. Partenkirchener Blasmusik: Raucher-Polka (Kothera/Hillmer) 2.34
08. Der Schlechinger Dreigesang: A weni kurz a weni lang (Traditional) 1.50
09. Luis Trenker spricht (2) 2.34
10. Der Ttrientiner Bergsteigerchor: Preghiera Del Rocciatore (Fauri) 3.26
11. Der Schlierseer Alpenchor: Grüass di Gott du Schöne (Traditional) 1.52
12. Das Scherrzither-Duo Lindauer: D’r Schlittlar (Lindauer) 1.03
13. Jugendblaskapelle Sonthofen: Alter Walzer aus Gunzesried (Traditional) 1.39
14. Luis Trenker spricht (3) 0.34
15. Willi Schuster: Stieralpler (Schuster) 1.37
16. Rudi Boxler: G’lachter Stück (Boxler) 2.05
17. Die Walser Maika: Der flotte Bursch vom Tal (Fritz) 1.59
18. Willi Schuster:  Grüss vom Hochifen (Schuster) 2.30
19. Der Schlierseer Alpenchor: Der Wetzstoa-Hans (Traditional) 1.47
20. Rudi Boxler: Tiroler Klarinetten-Landler (Traditional) 1.59
21. Das Boxler-Trio: Gott hat alles recht gemacht (Traditional) 1.55
22. Luis Trenker spricht (4) 1.19
23. Die Schlechinger Alphornbläser: Der Schlechinger (Anner) 1.22

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Sterbebild

Verschiedene Interpreten – Ein bunter Melodien-Strauß (1979)

FrontCover1Tja … all jene Buchclubs vergangener Jahre ,,, sind sie Vergangenheit … und selbst der Bertelsmann Konzern musste die Segeln streichen … das „CC Club Center“ gibt es längst nicht mehr …

Von daher ist diese Jubikläumsplatte zum 25jährigen Jubiläum dieses Clubcenters („25 Jahre Betreuung mit Herz“) ein „trauriges“ Relikt aus jener Zeit, in der Bücherclubs dieser Art versuchten mit günstigeren Preisen ihre Waren an den Mann zu bringen.

Ich jedenfalls habe sie geliebt, jene Buch-Club-Kataloge jener Zeit, die 1/4jährlich im Briefkasten lagen mit all ihren Lobpreisungen für diese spezielle Pressungen/Ausgaben „exklusiv für Club-Mitglieder“ (wenngleich ich damals einem anderen Buchclub angehörte).

Diese Jubiläumsplatte ist irgendwie lieblos zusammengestopselt worden … dabei wird durchaus gepflegte Unterhaltungsmusik geboten …  aufgeteilt in „Volkstümliche Känge“ und „Melodie und Rhythmus“ … und vielleicht war es ja auch jene Lieblosigkeit, die den Buch-Clubs den Garaus machten … aber das wäre eine ausführlichere Untersuchung wert.

Bis dahin kann man sich an den fidelen Klängen dieser LP erfreuen …

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Titel:

Volkstümliche Klänge:
01. Die Bückeburger Jäger: Der Jäger aus Kurpfalz (Rode) 2.09
02. Chor d. Kantorei St. Katharien Hbg.: Auf, auf zum fröhlichen Jagen (Traditional) 2.40
03. Die Bückeburger Jäger: Amboß-Polka (Parlow) 3.41
04. Chor d. Kantorei St. Katharien Hbg.: Lustig ist das Zigeunerleben (Tradtional) 2.58
05. Die Original Fidelen Egerländer: Im Rheinländer Schritt (Traditional) 3.50
06. Die Bergvagabunden: Wenn wir erklimmen (Traditional) 2.16
07. Die Oberländer Bauern: Enzian und Edelweiß (Sprangers) 2.21
08. Stabsmusikkorps der Bundeswehr: Bayerischer Defiliermarsch (Scherzer) 2.01

Melodie und Rhythmus:
09. Orchester Conny Mitchell: Joshua Fit The Battles (Traditional) 2.52
10. Enrico Talamo + Orchester: Dos Quitarras (Traditional) 3.35
11. Roger Garden And His Big Band: Ballad For Bugle (Traditional) 3.55
12. Pedro Gonzales And His Latin Band: La Bamba (Traditional) 2.52
13. Orchester Conny Mitchell: Poème (Traditional) 2.39
14. Pedro Gonzales And His Latin Band: Firework Conga (Traditional) 2.58
15. Roger Garden And His Big Band: Little Brown Jug (Traditional) 2.57

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Alpenländler Chor mit Jodler und Schuhplattler Gruppe – Grüsse aus den Bergen (60er Jahre)

FrontCover1Vielleicht sollte ich ja mal einen Antrag stellen, dass dieser blog als staatlich anerkannte Dokumentationsstelle für deutsches Liedgut aus unterschiedlichsten Dekaden und unterschiedlichsten Musikrichtungen anerkannt wird.

Als Beispiel für mein segensreiches Wirken könnte u.a. dann auch dieser Beitrag dienen.

Von dieser LP weiß ich erstmal nur, dass es sie gibt .. Und ich weiß dass ein „Dr. Magnus E. Bucher“ bei den Aufnahmen die musikalische Leitung inne hatte. Der stammte aus Kolbermoor/Oberbayern und war für viele volkstümliche Aufnahmen dieser Art verantwortlich.

Und erschienen ist diese LP (vermutlich Anfang/Mitte der 60er Jahre) auf dem Label „Florett“; dieser wiederum war ein Sublabel von Falcon Schallplatten aus – ausgerechnet – Hamburg.

Und wie hören, wie es dann oftmals so schön heißt „unverfälschte Volksmusik“ aus der bayerischen Alpenregion …

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Das Schlierachtal mit dem Schliersee/Obb.

Mein Prädikat: nett und angenehm … oder so.

Aber wenn da sich bei mir nicht immer wieder dieses Wissen meinerseits hochkommt, dass diese ländliche Musik schon auch für Regionen steht, deren Engstirnigkeit und zuweilen auch deren Borniertheit vielen Menschen das Leben zur Hölle gemacht hat (da denke ich nicht nur an die „Jagdszenen aus Niederbayern“).

Und so kündet diese Musik von angeblichen Zeiten, in denen alles noch harmonisch und in Ordnung war … die gute alte Zeit eben.

Ach ja, diese LP stammt aus dem Nachlass der Familie einer mir sehr liebgewordenen alten Freundin. Die Familie stammte ursprünglich aus dem Egerland, aber nach der Vertreibung war es dieser Familie wohl auch wichtig, sich auch den Klängen der neuen Heimat zuzuwenden.

Postkarte

Schaut ja schon schön aus … 

Besetzung:
Alpenländler Chor mit Jodler und Schuhplattler Gruppe

Musikalische Leitung: Dr. Magnus E. Bucher

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Titel:
01. Schnell-Polka 1.34
02. Singvogel Zeisei 2.09
03. Bayerisches Potpourri 2.26
04. Schlierachtaler Dreigesang 1.40
05. Mühlbacher Holzmusikmarsch 2.01
06. S´zwiderne Dirndl 1.57
07. Harmonika-Landler 2.03
08. Hoch is´der Kirchturm 1.46
09. Reit im Winkel 2.03
10. Schnapseinbringer 2.30
11. D´Maien-Zeit 2.26
12. Auerhahn-Polka 1.19
13. Wenn i hoamgeh vom Dirndl 2.26
14. Mühlradl-Polka 1.10
15. He-Juche 1.28
16. Landlerfreuden 2.14
17. A viereckats Wieserl 1.29
18. Hackbrettlmusi 2.18

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TodesanzeigeBuchner

Bayrisch für Anfänger:

S´zwiderne Dirndl = Das griesgrämige Mädchen
Wenn i hoamgeh vom Dirndl= Wenn ich heimgehe vom Mädchen
A viereckats Wieserl = Eine viereckige Wiese

Hubert von Goisern & Die Alpinkatzen – Aufgeigen statt niederschiassen (1992)

FrontCover1.jpgHubert von Goisern (* 17. November 1952 in Goisern, Oberösterreich), eigentlich Hubert Achleitner, ist ein österreichischer Liedermacher und Weltmusiker. Seine Mischung von Rockmusik mit Elementen traditioneller Volksmusik macht ihn zu einem der wichtigsten Vertreter der Neuen Volksmusik, genauer des Alpenrock. Der Künstlername „von Goisern“ spielt auf seinen Heimatort an.

Als Jugendlicher trat Achleitner der örtlichen Blasmusikkapelle bei, in der er Trompete spielte. Nach Konflikten über das Repertoire und weil dem Kapellmeister die langen Haare des jungen Musikers missfielen, verließ er die Kapelle. Dann lernte er, Gitarre und Klarinette zu spielen. Die Steirische Harmonika, auf die ihn sein Großvater aufmerksam gemacht hatte, erlernte er im Selbststudium erst Mitte seiner dreißiger Jahre.

Mit 20 Jahren wurde es ihm in Österreich kulturell und gesellschaftlich zu eng und er zog mit seiner Freundin nach Südafrika, wo er als Chemielaborant arbeitete. Er engagierte sich gegen die Apartheid, kehrte aber, nicht zuletzt wegen der Rassentrennung, nach etwas mehr als drei Jahren wieder nach Österreich zurück. Hier heiratete er seine aus Kanada stammende Frau und nahm ihren Familiennamen Sullivan an.

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Mit 27 entschied er sich, fortan als Musiker zu arbeiten. In Toronto studierte er zwei Jahre lang Gitarre und lernte Flamenco zu spielen. Nach der Trennung von seiner Frau ging er erneut auf Reisen und blieb längere Zeit auf den Philippinen, wo er das Spielen der Nasenflöte erlernte und durch den Austausch der jeweiligen Volksmusiken langsam einen Zugang zu seinem eigenen musikalischen Stil fand – der Öffnung seiner traditionellen heimatlichen Musik für Einflüsse aus anderen, fremden Stilen und Richtungen.

1984 wieder in Österreich angekommen, arbeitete er als freier Musiker und Komponist und studierte an der Wiener Musikhochschule Elektroakustik und experimentelle Musik. 1986 gründete er mit Wolfgang Staribacher die Band „Original Alpinkatzen“ und nahm den Künstlernamen Hubert von Goisern an; Staribacher war Wolfgang von Wien. Zuerst spielten sie, mitunter vor einem Publikum von nur fünf Zuhörern, in Lokalen und Clubs. Die erste Veröffentlichung war das Album Alpine Lawine von „Alpinkatzen featuring Hubert von Goisern“ im Jahr 1988.

Goisern02.jpgZusammen mit Wolfgang Ambros, Joesi Prokopetz, Manfred Tauchen gingen die Alpinkatzen 1991 auf die Watzmann-Tournee, eine Bühnenadaption des Hörspiels Der Watzmann ruft. Im Anschluss kam es zur Trennung von Staribacher. Hubert von Goisern, den Künstlernamen behielt er bei, führte das Projekt Alpinkatzen mit neuen Musikern weiter: Stefan Engel an den Keyboards, Wolfgang Maier am Schlagzeug, Reinhard Stranzinger als Gitarrist und Sabine Kapfinger (Alpine Sabine, später Zabine) als Sängerin. Von Kapfinger, die anfangs nur im Studio mitwirkte und erst nach ihrem 18. Geburtstag auch auf der Bühne auftrat, lernte er das Jodeln.

Der Durchbruch gelang 1992 mit dem Album Aufgeigen stått niederschiassen, auf dem erstmals die Lieder Heast as nit (dialektal für Hörst du es nicht), Weit, weit weg und nicht zuletzt Koa Hiatamadl (dialektal für Kein Hirtenmädchen) zu hören waren. Koa Hiatamadl wurde vielfach im Radio gespielt und entwickelte sich zu einem Chart-Erfolg (14 Wochen in den Top Ten der österreichischen Single-Hitparade). Die Alpinkatzen tourten durch den gesamten deutschsprachigen Raum und wurden zu einer der erfolgreichsten Formationen des Alpenrocks. (‚Quelle: wikipedia)

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Und hier „Aufgeigen stått niederschiassen“ sein zweites Album  aus dem Jahr 1992.

Das Album entstand nach der Trennung von Wolfgang Staribacher, der beim ersten Album Alpine Lawine mitwirkte. Allerdings war er als Produzent für diesen Longplayer tätig.

Der Longplayer selbst erreichte die Spitzenposition in Österreich und konnte zudem 4-fach-Platin-Status erreichen. In Deutschland und in der Schweiz waren die jeweiligen Chartsplatzierungen 47 und 25 zu verbuchen.

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Die erste Auskoppelung des Albums war die Single Sepp bleib då, die sich ca. 1000 mal verkaufte.
Der große Durchbruch für die Band folgte schließlich mit der zweiten Singleauskoppelung Koa Hiatamadl, die es bis auf Platz 2 der österreichischen Charts schaffte und auch international Erfolge erzielen konnte. Das Lied sollte für lange Zeit, nämlich bis zum Erfolg von Brenna tuat’s guat im Jahr 2011, der einzige große Single-Hit Hubert von Goiserns bleiben.

Booklet01A.jpgDie dritte Singleauskoppelung Heast as nit schaffte ursprünglich zwar nicht den Einstieg in die Charts, entwickelte sich aber im Laufe der Jahre zu einem der populärsten Lieder Hubert von Goiserns. Als zum Beispiel im Rahmen der „Austro-Pop-Show“ im Jahr 2004 das beliebteste Austropop-Lied aller Zeiten gekürt werden sollte, schaffte es Heast as nit bis auf Platz 2 und wurde schlussendlich nur knapp von Rainhard Fendrichs Hit „I am from Austria“ geschlagen. Im Oktober 2011 erreichte das Lied fast 20 Jahre nach der Erstveröffentlichung im Zuge des Erfolgs von Brenna tuat’s guat Platz 43 der österreichischen Charts.
Wildschütz Räp war die vierte und letzte Singleauskoppelung dieses Albums.

Ich brauche keine $ wurde ebenso wie die beiden Instrumentalstücke Benni und Neu-Ausseer als Single-B-Seite verwendet. (Quelle: wikipedia)

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Diese Scheiblette war der Beginn der eigentlichen Revolution, von der allerersten Platte „Alpine Lawine“ (1988) einmal abgesehen, welche dieselbe so langsam ins Rollen brachte.

Es war eine friedliche, aber lautstarke Revolution. Und es war eine verbale Revolution, was allein der Titel „Aufgeigen statt niederschiassen“ ausdrückte. Die Revolution war sehr laut, aber sie war auch sehr leise zugleich. Denn zwischen dem Gaudi-Hit „Koa Hiatamadl“ und dem abgründigen „Heast as nit“ liegen Welten. Ebenso zwischen dem satirischen „Wildschütz Räp“ und einem der besten Songs dieser Erde „Weit, weit weg“. Welches Lied kann wohl unendliche Sehnsucht besser ausdrücken und definieren…?
Spätestens in „Sepp bleib do“ wird’s auch noch politsch… und „iawaramoi“ bringt es auf den Punkt …“ob krawaten (Hochdeutsch: Kroaten?) oder serbn, alle müaßen sterben, ob serb oder krawat, um an jeden is schad.“

Ich hab‘ ja noch gar nix über die Musik geschrieben, fällt mir auf. Tja, ist auch schwierig, denn wie soll ich beispielsweise meinen Kindern ein Mittelding zwischen Lawine und Wundstarrkrampf erklären!? Der Waaahnsinn!
Wirbelsturm in der Bauernstube. Volksmusik trifft Granatwerfer, oder so ähnlich. Alpe’n’Roll eben!!! (Thomas und Maria Lawall)

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Oder in meinen Worten: Prädikat furios … Da geht´s mit alpinen Gesängen los … damit dann eine Schwermetall-Gitarre den Blues-Rock zelebriert, und gejodelt wird dann auch, nur um dann wieder mit einer ekstatisch aufspielender Orgel zu zeigen, wo der „Bartl a Mot holt“ wie wir hier in Bayern sagen.

In weiteren Stücken kommt dann auch ne süffige Slide-Guitar zum Einsatz und dass er es auch zärtölich kann, zeigt sich in Liedern wie „Heast as nit“ odem vorhin bereits erwähnten „Weit, weit weg“.

Und dann lässt er wieder krachen und zwar so, dass die Schwarte kracht“) … das ist der Wahnsinn pur ! Und witzig kann er dann auch noch sein.

Eine musikalische Mischung die wirklich seinesgleichen sucht …

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Besetzung:
Stefan Engel (keyboards)
Hubert von Goisern (vocals, accordeon, guitar)
Wolfgang Maier (drums)
Reinhard Stranzinger (guitar)
+
Sabine Kapfinger (jodler)

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Titel:
01. Koa Hiatamadl (Staribacher/v.Goisern) 5.20
02. Wildschütz Räp (v.Goisern) 4.01
03. Heast as nit (Staribacher/v.Goisern) 4.29
04. Benni (Staribacher/v.Goisern) 3.28
05. Ich brauche keine $ (Staribacher/v.Goisern) 4.41
06. Kurt gib nicht auf (Staribacher/v.Goisern) 3.37
07. Neu-Ausseer (Staribacher/v.Goisern) 3.40
08. Sepp bleib da (Staribacher/v.Goisern) 3.24
09. Weit, weit weg (v.Goisern) 5.16

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Hans Last – Ännchen von Tharau bittet zum Tanz (1966)

FrontCover1Diesmal widmet sich unser Gold-Hansi dem deutschen Liedgut: 28 swingende Volkslieder mit Chor und Orchester Hans Last“ ist auf der Hülle zu lesen.

„Dieses Album widmete sich auf Wunsch von Polydor den Volksliedern. Mit Ännchen von Tharau bittet zum Tanz wurden die Last-Aktivitäten in der Marketing-Abteilung aufgeteilt: Es gab nun den „Party-Last“ und den „volkstümlichen Last“, den „eleganten Last“ und den „internationalen Last“. Ännchen von Tharau bittet zum Tanz wurde unter dem Namen Chor Und Orchester Hans Last veröffentlicht, es trug infolgedessen auch nicht die Schattenschrift, dies war erst bei Ännchen von Tharau bittet zum Tanz 2 der Fall.“ (Quelle: wikipedia)

Die Marketingstrategen bei Polydor hatten wohl erkannt, dass „ihr“ James Last in allen nur erdenklichen Genres abräumen können. Und für die volkstümliche Musik war dann der eigentliche Vorname Hans auch passender als James.

Und so war es dann auch. Denn auch hier überzeigt er mit cleveren Arrangement und gelungenen Sounds, bei denen man fast geneigt ist, mit den Füßen mitzuwippen …

Von daher: viel Vergnügen und im Laufe der Monate werden wir hier wohl immer wieder von diesem Hans-Dampf hören und lesen.

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Front + Back Cover einer sog. „Club-Edition“

 

Besetzung:
Chor und Orchester Hans Last

BackCover1

Titel:

Foxtrot  3.28
01.1  Wem Gott will rechte Gunst erweisen (Fröhlich)
01.2. Üb’ immer Treu und Redlichkeit (Mozart)
01.3. Ein Männlein steht im Walde (Traditional)

Slowfox 5.14
02.1. Sah ein Knab’ win Röslein steh’n (Werner)
02.2. In einem kühlen Grunde (Glück)
02.3. Wenn alle Brünnlein fließen (Silcher)

Foxtrot 3.26
03.1. Du, du liegst mir im Herzen (Traditional)
03.2.Der Mai ist gekommen (Traditional)
03.3. Das Wandern ist des Müllers Lust (Zöllner)

Langsamer  Walzer 3.10
04.1. Ännchen von Tharau (Silcher)
04.2. Es zogen drei Burschen (Traditional)

Foxtrot 3.26
05.1. Lang, lang ist’s her (Bayly)
05.2. Muß ’ denn (Traditional)
05.3. Mädele, ruck, ruck, ruck (Traditional)

Foxtrot 4.17
06.1. Horch, was kommt von draußen rein (Traditional)
06.2. Der Jäger aus Kurpfalz (Traditional)
06.3. Freut euch des Lebens (Nägeli)

Langsamer Walzer 4.48
07.1. Gold und Silber lieb’ ich sehr (Traditional)
07.2. Wenn ich ein Vöglein wär’ (Traditional)
07.3. Am Brunnen vor dem Tore (Schubert)

Foxtrot 4.08
08.1. Steh’ ich in finst’rer Mitternacht (Traditional)
08.2. Weißt du, wieviel Sternlein stehen (Traditional)
08.3. Nun ade, du mein lieb’ Heimatland (Traditional)

Slowfox 4.12
09.1. Guter Mond, du gehst so stille (Traditional)
09.2. Ich weiß nicht, was soll es bedeuten (Silcher)

Foxtrot 4.52
10.1. Das lieben bringt groß’ Freud (Traditional)
10.2. Im Krug zum grünen Kranze (Traditional)
10.3. Es klappert die Mühle am rauschenden Bach (Traditional)

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Fiedel Michel – No.4 (1975)

FrontCover1.jpgJetzt kommt wieder mal aus meiner Sicht ein Leckerbissen:

Fiedel Michel ist eine Folkband, die vor allem in den 1970er Jahren zu den stilprägenden deutschen Folkbands gehörte.

Fiedel Michel wurde 1973 von Martin Hannemann (Gitarre), Michael Thaut (Geige) und Thomas Kagermann (Fiddle) in Münster gegründet. Zuvor hatten Hannemann und Thaut als Duo Ramblin Pitchforkers Irish-Folk-Stücke im Stil der Dubliners gespielt.

Beim Folk Festival in Erlangen im Sommer 1973 hatte die Band ihren ersten gemeinsamen Auftritt als Fiedel Michel. Seit 1973 veröffentlichte Fiedel Michel zahlreiche Langspielplatten und trat oft vor Publikum auf. Die Band gehörte in dieser Zeit, in der deutschsprachige Folkmusik ihre Blütezeit hatte, zu den wichtigsten Deutschfolkbands in der BRD. Zwischenzeitlich gehörten Elke Herold und Monika Domin zur Band. 1978 gründete Kagermann parallel zu Fiedel Michel die Folkrock-Band Falckenstein.

1981 löste sich Fiedel Michel auf. Thaut machte als promovierter Musiktherapeut Karriere. Heute arbeitet er als Neuromusikwissenschaftler im Zentrum für biomedizinische Musikforschung der Colorado State University in den USA. Hannemann trat 1982 der 1979 gegründeten Folk-Rock-Band Celtic Brew bei, bei der er heute noch neben seinem Engagement bei Fiedel Michel aktiv ist.

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Seit 1999 tritt Fiedel Michel gelegentlich wieder auf. Neben Martin Hannemann und Thomas Kagermann spielte Michael Mick Franke in der Band. Die CD Retrospective mit alten Stücken wurde 1994 mit ausschließlich historischem Material wieder aufgelegt. Michael Franke starb 2001. Fortan traten Hannemann und Kagermann als Duo auf. Seit 2015 gehört die Hackbrett-Spielerin Monika Domin zur Band.

Fiedel Michel spielen überwiegend deutschsprachige Volkslieder und Volkstänze in modernem Arrangement. Die Instrumente sind ausschließlich akustisch. Zu ihrem Repertoire gehörten auch Vertonungen von Gedichten aus dem 20. Jahrhundert, beispielsweise von Bertolt Brecht und Erich Kästner. (Quelle; wikipedia)

Und so stellt sich die Band (die es immer noch gibt, was für ein Glück !) selbst vor:

Gegründet wurde Fiedel Michel von Martin Hannemann und Michael Thaut 1973 in Münster, kurze Zeit später stieß Thomas Kagermann dazu.

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Thomas Kagermann

In den folgenden Jahren entwickelte sich Fiedel Michel neben Zupfgeigenhansel und Liederjan zu einer der gefragtesten Bands im wieder populären Volkslied.

Die Besetzung variierte, aber das zu Grunde liegende Konzept hat sich bis heute nie verändert: virtuos gespielte Tänze, sehr modern arrangiert, wechseln sich ab mit Liedern „aus dem Volk“ und mit Texten von Brecht, Kästner, Schobert und Black und anderen Dichtern und Denkern aus dem 20. Jahrhundert.

1981 war dann zunächst mal Schluss, bis man sich 1999 zu dritt (Martin Hannemann, Thomas Kagermann und Michael Franke) wieder zusammenfand, eine CD aus alten und neuen Aufnahmen zusammenstellte und gelegentlich auftrat.

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Michael Thaut

Konzerte von Fiedel Michel heute sind natürlich nicht mehr von jugendlichem Ungestüm geprägt, sondern vereinen die musikalische Erfahrungen aller Musiker, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, ohne allerdings jemals die gemeinsamen Wurzeln zu vergessen.

Seit 2015 ist auch zu unser großen Freude Monika Domin wieder dabei, die mit ihrem Cimbalon (Hackbrett) einen Klangkörper erzeugt, der unverwechselbar den Sound von Fiedel Michel prägt.

Und hier Album „No. 4“ … die Platten No. 2 und No.3. waren Singles, von daher ist dies die zweite LP des Trios.

Als erstes kann man da nur staunen, welche Perlen deutscher Volksmusik die drei da wieder mal ausgegraben haben … da würde mich schon sehr interessieren, wie sie ihre Quellenforschung gestaltet haben. Krieg ich vielleicht ja noch raus.

Und da ja … exzellent arrangierte Lieder aus deutschen Landen. mehr als einmal fällt da so ne Querverbindung zum Irish Folk auf.

Zauberhafte Lieder, zauberhafte Melodien, da haben sie die drei nun wirklich verdient gemacht um die „Heimatpflege“ allerdings ganz anders als das braune Gesocks sich überhaupt nur vorstellen könnte.

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Besetzung:
Elke Herold (violin, dulcimer, recorder, vocals)
Thomas Kagermann (violin, guitar, banjo)
Michael Thaut (violin, mandola, mandolin, vocals)
+
Karl Bellmann (bass)
Martin Hannemann (guitar)
Moni Hawel (guitar)

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Titel:
01. Trotz alledem (Traditional) 4.10
02. Schneidermenuett (Traditional) 2.02
03. Halt die Kanne feste (Traditional) 3.14
04. Lauenburger Kontratanz (Traditional) 1.41
05. Altdeutscher Tanz/Reveille/Schabab (Traditional) 3.28
06. Es führt über den Main (Traditional/Herold/Kagermann/Thaut) 4.46
07. Im Herbst (Traditional) 2.54
08. Klein wild Vögelein (Traditional) 4.02
09. Farewell To Irvine (Herold/Kagermann/Thaut) 2.02
10. Kegelquadrille (Traditional) 3.30
11. Der arme Kunrad (Traditional) 1.32
12. Der Reiche und der Arme (Traditional) 3.41
13. Lauf, Müller auf (Traditional) 3.29

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Und auch die Elke Herold musizierte weiter. Hier mit der Gruppe „Modder Witsch“ (mit Rudi Franke-Herold (Gitarre) und Hannes Herold (Violocello), 2014