Axel Zwingenberger & Vince Weber – The Boogiemeisters (1996)

ZwingenbergerWeberFrontCover1.jpgHier darf ich mal die Floskel „Zwei Urgesteine des deutschen Boogie Woogie“ bemühen:

Vince Weber (* 1953 in Hamburg) ist ein deutscher Blues- und Boogie-Pianist.

Weber erhielt mit 10 Jahren den ersten Klavierunterricht. Seine Schwester machte ihn mit Platten von Lightnin’ Hopkins, Champion Jack Dupree, Taj Mahal und vielen anderen Blues- und Boogie-Größen bekannt. Mit 16 Jahren spielte er in diversen Hamburger Kneipen im Hafen. So entstand ein zufälliges Treffen mit Otto Waalkes und ein Auftritt Webers in dessen Vorprogramm. 1976 erhielt Vince Weber den deutschen Schallplattenpreis für sein Album The Boogie Man auf dem Label von Waalkes Rüssel-Räckords. Die LP wurde teilweise in der Fabrik aufgenommen, wo er ab 1976 14 Jahre lang an jedem letzten Freitag im Monat auftrat. 1978 und 1979 unternahm er zwei Reisen in die USA – „Back to the Roots“, wie er sagte – und traf dort viele gute Leute und benutzte viele Pianos. 1980 wurde Weber Redakteur und Moderator beim NDR mit der Sendung Blues am Dienstag. Zwischenzeitlich unternahm er weitere Reisen in die USA nach Chicago, L.A. und San Francisco.

VinceWeber1

Weber spielte auf Festivals und Clubgigs unter anderem mit Big Joe Williams, Abi Wallenstein, Henry Heggen, Axel Zwingenberger, Jay McShann, James Booker, Chuck Berry und Champion Jack Dupree.

Er organisiert seit dem 8. August 1988 gemeinsam mit Axel Zwingenberger das internationale Festival The Hamburg Boogie Woogie Connection.

Krankheitsbedingt hat Vince Weber in den letzten Jahren seine Bühnenaktivitäten eingeschränkt. (Quelle: wikipedia)

ZwingenbergerWeber3

Axel Zwingenberger (* 7. Mai 1955 in Hamburg) ist ein deutscher Boogie-Woogie- und Blues-Pianist und -Komponist.

Zwingenberger, Sohn eines Arztes, erhielt ab seinem 6. Lebensjahr Klavierunterricht, kam aber erst mit 17 Jahren mit dem Boogie-Woogie in Berührung. Bis dahin habe er (Zitat) „nicht gewusst, dass man so Klavier spielen kann“. Von diesem Zeitpunkt an stand diese Stilrichtung im Mittelpunkt seiner musikalischen Arbeit.
Axel und Torsten Zwingenberger, 2011.

Nach dem Abitur an der Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg (1974) erhielt Zwingenberger 1975 seinen ersten Plattenvertrag. Im Laufe der Jahre trat er zusammen mit einer Reihe bekannter US-amerikanischer Jazzmusiker (Big Joe Turner, Lionel Hampton, Champion Jack Dupree, Mama Yancey, Jay McShann und viele mehr) auf. Diese Zusammenarbeit führte meist auch zu Plattenaufnahmen. Die Serie der aufgenommenen Sessions umfasst rund 30 Schallplatten oder CDs. Er hat auch an Alben von Bill Wyman’s Rhythm Kings (Just For A Thrill) oder Ludwig Hirsch (In Meiner Sprache) mitgewirkt. Gerne und regelmäßig tritt er auch mit seinem Bruder, dem Jazz- und Blues-Schlagzeuger Torsten Zwingenberger, auf.

Axel Zwingenberger bereichert den Boogie Woogie mit eigenen Kompositionen und auch der Herausgabe von Musikalien.

Zwingenberger1

Axel Zwingenberger auf der Beerdigungsfeier von Blues-Legende Champion Jack Dupree in Hannover, 1992.

Im Frühjahr 2009 – vermittelt durch den Pianisten Ben Waters – erneuerte Zwingenberger seine musikalische Zusammenarbeit mit Charlie Watts. Seitdem spielen Zwingenberger, Waters, Watts und der Kontrabassist Dave Green zusammen in der Band „The ABC&D of Boogie Woogie“. Der Bandname leitet sich von den Vornamen Axel, Ben, Charlie und Dave ab. (Quelle: wikipedia)

ZwingenbergerWeber2

Axel Zwingenberger & Vince Weber, 2014

Und hier toben die beiden nun also über die 88 Tasten des Klaviers … und zwar so, dass es eine Freude ist !

Man mag einwenden, dass dieser Boogie Wooie doch ein wenig limitiert ist, und das stimmt ja auch … aber gelegentlich ne fetzige Boogie WoogieSesion ist schon was Feines … Nach hören kann man das z.B. hier.

Und, soviel Zeit muss  sein … überall die Jahren sind sie in Verbindung geblieben und so zelebrierten sie ihre Musik auch wieder 2019  auf dem jährlich stattfindendem „Boogie Woogie Connection“ Festival in Hamburg.

Konzertposter

Nach einem Schlaganfall konnte Vince Weber jedoch nur noch als Sänger auftreten …

Aber auf diesem Live-Album kann man ihn natürlich auch noch als Pianisten hören …

BookletBackCover1

Besetzung:
Vince Weber (piano, vocals)
Axel Zwingenberger (piano)

ZwingenbergerWeber4

Titel:
01. Boogie Woogie Country Girl (Pomus/Ashby) 4.23
02. Welcome To Boogie City (Weber/Zwingenberger) 4.03
03. The Boogiemeisters (Weber/Zwingenberger) 3.05
04. I’ve Got To Move (James) 3.56
05. The Dirty Dozens (Perryman) 4.37
06. Fantasy In Blues (Zwingenberger) 5.29
07. Boogie For Real (Zwingenberger) 3.34
08. Foot Pedal Boogie (Johnson/Ammons) 3.50
09. Sixth Avenue Express (Johnson/Ammons) 3.42
10. Midnight Hour Blues (Carr) 5.58
11. Roll ‚Em Pete (Turner/Johnson) 6.19
12. The Higher We Jump (Weber/Zwingenberger) 5.32
13. Low Down Dog (Carr)

BackCover1.jpg

*
**

Vince Weber – The Boogie Man (1975)

FrontCover1.jpgAls ich mich hier neulich ein wenig mit Vince Ebert beschäftigte, kam mir natürlich auch der Vince Weber in den Sinn.

Und damit war ich nicht allein. Ein Leser dieses Blogs schrieb mir nämlich:

„Der Weg von Vince Ebert zu Vince Weber ist nicht weit (Musikalisch schon) aber ich such schon ewig I’m the Boogie Man.“

Voila … hier ist das Album:

Weber erhielt mit 10 Jahren den ersten Klavierunterricht. Seine Schwester machte ihn mit Platten von Lightnin’ Hopkins, Champion Jack Dupree, Taj Mahal und vielen anderen Blues- und Boogie-Größen bekannt. Mit 16 Jahren spielte er in diversen Hamburger Kneipen im Hafen. So entstand ein zufälliges Treffen mit Otto Waalkes und ein Auftritt Webers in dessen Vorprogramm. 1976 erhielt Vince Weber den deutschen Schallplattenpreis für sein Album The Boogie Man auf dem Label von Waalkes Rüssel-Räckords. Die LP wurde teilweise in der Fabrik aufgenommen, wo er ab 1976 14 Jahre lang an jedem letzten Freitag im Monat auftrat. 1978 und 1979 unternahm er zwei Reisen in die USA – „Back to the Roots“, wie er sagte – und traf dort viele gute Leute und benutzte viele Pianos. 1980 wurde Weber Redakteur und Moderator beim NDR mit der Sendung Blues am Dienstag. Zwischenzeitlich unternahm er weitere Reisen in die USA nach Chicago, L.A. und San Francisco.

Weber spielte auf Festivals und Clubgigs unter anderem mit Big Joe Williams, Abi Wallenstein, Henry Heggen, Axel Zwingenberger, Jay McShann, James Booker, Chuck Berry und Champion Jack Dupree.

Er organisiert seit dem 8. August 1988 gemeinsam mit Axel Zwingenberger das internationale Festival The Hamburg Boogie Woogie Connection.

Krankheitsbedingt hat Vince Weber in den letzten Jahren seine Bühnenaktivitäten eingeschränkt. (Quelle: wkipedia)

Konzertplakat.jpg

Rares Konzertplakat aus dem Jahr 1979

Und so erinnert sich Vince Weber an seine frühen Jahre:

„Also, 1963 – mit 10 Jahren – der erste Klavierunterricht. Habe leider wenig begriffen, hatte aber zwei Ohren. Dank meiner toleranten und liebevollen Eltern konnte ich Tag und Nacht improvisieren. Drei Jahre später habe ich den Blues erfunden. Meine Schwester zeigte mir Akkorde auf dem Klavier und brachte mir Aufnahmen von Lightnin‘ Hopkins, Champion Jack Dupree, Taj Mahal und vielen anderen Blues- und Boogie-Größen mit.

Die Bluenotes trafen mich mit voller Wucht. Mit 16 strolchte ich durch die Kneipen am Hafen (Zwiebel, Tante Hermine, River-Kassematten, u.s.w.). Zu der Zeit traf ich Hans-Georg Möller, der mir nun gänzlich die Ohren für Piano-Blues und Boogie öffnete. Die Musik wurde mein Leben. Ich machte alle Clubs unsicher, in denen ein Klavier rumstand. In einem dieser Läden traf ich eines Tages Otto Waalkes, der mich als sein Vorprogramm mit in die große weite Welt nahm. Nicht ganz einfach, aber lehrreich!

1976 dann die ersten offiziellen Lorbeeren: Ich wurde staatlich anerkannter Boogiefreak, d.h. ich bekam den deutschen Schallplattenpreis für mein erstes Album „The Boogie Man“ – auf Otto’s Label Rüssel-Räckords. Teilweise wurde das Album in Hamburg’s legendärer „Fabrik“ aufgenommen, wo ich von nun an 14 Jahre lang (!) jeden letzten Freitag im Monat spielte.“

Notenblatt.jpg

Und hier erklingt es noch einmal, dieses fulminante Debütalbum, das damals mächtig viel Eindruck machte.

Ich erinnere mich noch, dass ich – als Südstaatler – immer ein wenig nach Hamburg blickte, denn Mitte der 70er Jahre steppte dort wirklich der Bär, auch wegen eines Vince Werbers (Stichworte: Hamburger Szene, Onkel Pö & Co.)

Okay … let´s boogie all night long …  !

Vince Weber01.jpg

Besetzung:
Vince Weber (piano, vocals)

BackCover.jpg

Titel:
01. I’m The Boogie Man (Weber) 3.34
02. Chicago Breakdown (Merriweather) 3.05
03. Dust My Broom (James) 3.37
04. Another Babe (Weber) 5.22
05. Talk To Me, Baby (Dixon) 2.58
06. Mr. Pinetop’s Job (Smith) 2.59
07. Days Began To Drive Me Down (Weber) 7.24
08. Boogie Woogie Runner (Weber) 6.06
09. Roll’em Pete (Williams) 4.05

LabelB1.jpg
*
**

MC.jpg