Kantatenchor Möckmühl – Musik zur Weihnacht (1978)

FrontCover1Das ist schon irgendwie witzig: Ich als Ungläubier trage dazu bei, dass seltene Dokumente christlicher Weihnachtsmusik für die Nachwelt ein wenig konserviert wird.

So auch hier. Und mit Verblüffung stellt man fest, dass es den „Kantatenchor Möckmühl“ durchaus  noch gibt:

Volkmar Drauz, Musiklehrer am Gymnasium Möckmühl, gründete 1974 den Kantatenchor und 1977 den zur Finanzierung von Konzerten notwendigen Förderverein (heute: Kantatenchor Möckmühl e.V.). Er war bis 2001 ehrenamtlich der Dirigent des Chors und 1. Vorsitzender des Vereins.

Ihm ist es in den über 25 Jahren gelungen, einen über die Region hinaus anerkannten Chor aufzubauen, der in mehr als 80 Konzerten Kantaten, Motetten und die großen oratorischen Werke geistlicher Chormusik mit anerkannten Solisten aufgeführt hat.

Darüber hinaus organisierte und führte er Chorfreizeiten und Chorreisen. Ein Höhepunkt war 1989 eine Konzertreise nach Israel. Der Kantatenchor ist sein Lebenswerk.

Volkmar Drauz

Volkmar Drauz,

Der Kantatenchor Möckmühl hat sich die Pflege geistlicher Chormusik zum Ziel gesetzt und bringt Motetten, Kantaten und oratorische Werke zur Aufführung. (Selbstdarstellung)

Tja, und dann findet man auf der Homepage des Chores keinen Hinweis auf diese Einspielung … viel liebloser kann man mit der eigenen Geschichte auch nicht umgehen.

Und dabei bräuchte man sich für diese Aufnahme in keinster Weise zu schämen, denn sie enthält alles, was eine traditonel-christliche Weihnachtsmusik beinhalten sollte:

Prachtvolle Orgelklänge, Vokalsätze, dass es einem eiskalt den Rücken runterläufter und dann eine Liedauswahl, die anspruchsvoll ist und auch mal „Stille Nacht, heilige Nacht“ weglassen kann.

Aufgenommen wurde dieses beeindruckende Konzert in Evangelischen Stadtkirche Möckmühl und ich darf sie jedem Freund gepflegter Weihnachtsmusik nur ans Herz legen.

Was hier dieser Amateur-Chor samt Begleitmusiker auf die Beine gestellt hat, ist mehr als beachtenswert.

Ach ja, die Gemeinde Möckmühl (7817 Einwohner) liegt im Landkreis Heilbronn, als in Baden-Württemberg.

Kantatencho2

Besetzung:
Gabrielle Prottengeier (Sopran)
Siegfried Uhl (Orgel)
+
Kantantenchor Möckmühl und Instrumentalisten

Leitung: Volkmar Drauz

BackCover1

Titel:
01. Glocken der Evang. Stadtkirche Möckmühl + Vom Himmel hoch, da komm ich her (instrumental) 4.46
02. Vom Himmel hoch, da komm ich her 3.38
03. Kommet ihr Hirten 1.53
04. Zu Bethlehem geboren 1.42
05. Psallite 0.59
06. Exultate Deo 3.49
07. Der Heiland ist geboren 3.19
08. Vom Himmel hoch, o Englein kommt 2.19
09. Es ist ein Ros entsprungen 3.04
10. Maria durch den Dornwald ging 2.47
11. Still, still, weil´s Kindlein schlafen will 2.29
12. Joseph, lieber Joseph mein 4.00
13. O Jesulein süß 2.39
14. Lobt Gott, ihr Christen 7.13

LabelB1
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StadtkircheMockmühl

Evangelische Stadtkriche Mockmühl

Die aktuelle website:

Website

VA – Festliche Weihnachtsmusik 4 (Deutsche Stiftung Denkmalschutz) (2012)

FrontCover1.jpgEine wirklich gute Idee:

Da gibt es die Deutsche Stiftung Denkmalschutz:

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist inzwischen zur größten Bürgerinitiative in Sachen Denkmalschutz in Deutschland gewachsen. Die Stiftung hilft vor allem dort, wo öffentliche Mittel nicht ausreichend zur Verfügung stehen. So konnten viele fast verloren geglaubte Kulturschätze in ganz Deutschland bewahrt werden. Dass dies gelang, ist vor allem den über 200.000 Förderern zu verdanken.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

– ist eine private, gemeinnützige Stiftung
– hat das Vertrauen von über 200.000 Förderern
–  hat die denkmalgerechte Restaurierung von bereits mehr als 4.500 Denkmalen gefördert
– konnte schon mehr als 500 Millionen Euro für ihre Arbeit einsetzen
– wurde 1985 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten
– koordiniert bundesweit den Tag des offenen Denkmals
– begeistert Kinder und Jugendliche durch das Schulprogramm denkmal aktiv und die Jugendbauhütten für den Denkmalschutz
– bietet Fachleuten und Laien vielfältige Veranstaltungen in ihrer DenkmalAkademie
– ist bundesweit durch Ehrenamtliche in rund 80 Ortskuratorien vertreten

Jahresbericht2018Wer kurz nach der deutschen Wiedervereinigung Quedlinburg, Görlitz oder Erfurt besuchte, sah, dass hier rasch gehandelt werden musste. Viele Denkmale drohten für immer verloren zu gehen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte hier viel bewegen und leisten – doch ein Blick in die Zukunft zeigt, dass wir erneut vor einer gewaltigen Aufgabe stehen. In den Jahren der solidarischen Kraftanstrengung zugunsten der Menschen und Denkmale in den östlichen Bundesländern ist ein erheblicher Sanierungsbedarf in den westlichen Bundesländern aufgelaufen. Staat und Kommunen können diese Aufgabe kaum alleine bewältigen. Ohne die Bürgergesellschaft, ohne ein neues Mäzenatentum, ohne eine weitere Stärkung des Ehrenamts werden auch diese Denkmale nicht zu retten sein.(Selbstdarstellung)

Und diese Stiftung veröffentlicht auch immer wieder CD´s, nicht nur, aber auch zum Weihnachtsfest. Hier die CD aus dem Jahr 2012, die man kostenlos erwerben und natürlich mit einer Spende die Stiftung unterstützen kann.

Und wer das mit dem Geschenk nicht glaubt, lese gleich nochmals:

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz verschenkt auch vor Weihnachten 2012 wieder eine Musik-CD mit festlicher Weihnachtsmusik.

AlteSteine

Zur Einstimmung läuten wie in den letzten Jahren die Glocken der bayerischen Wieskirche in Steingaden.

Dank des Einsatzes der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnten bereits über 4.300 wertvolle Kirchen, Schlösser und Burgen, Parklandschaften, Bürgerhäuser und technische Denkmale vor dem Verfall gerettet und erhalten werden.

Die Spenden für die CD fließen in die Restaurierung gefährdeter Kirchen. (Quelle: werbegeschenkemuseum.de)

Klassische und damit festliche Weihnachtsmusik wird geboten … dargeboten von hochkarätigen Ensembles … und ja … ich genieße derart festliche Musik. Gelegentlich frage ich mich, warum gerade die Barockmusik so viel von dieser festlichen Weihnachtsmusik geschaffen hat. Ich vermute mal, dass all die damaligen Komponisten auch sehr stark ihren Lohn von kirchlichen Fürstentümern erhalten haben … dass Brot ich ess´, des Lied ich sing´.

Aber diese profanen Gedanken sollen natürlich keinen abhalten, schwelgend diese Musik zu geniessen. Und wer sich mit dieser Stiftung näher beschäftigen will, dem habe ich den Jahresbericht 2013 beigelegt.

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Besetzung:
Weitere Angaben entnehme man der CD Hülle

Booklet1

Titel:
01. Kirchenglocken Wieskirche 0.57

Johann Sebastian Bach:
02. Frankfurter Kantorei: Choral No. 10, BWV 147 / 2-54
03. Thomanerchor Leipzig: Jesus bleibet meine Freude 2.27

Johann Samuel Endler:
04. Budapest Strings: Sinfonia à 7 F-Dur – Allegro 4.26
05. Budapest Strings: Sinfonia à 7 F-Dur – Andante 3.26

Paul Gerhardt:
06. Dresdner Kreuzchor: Fröhlich soll mein Herze springen 1.40

Franz Xaver Brixi:
07. Monteverdi Orchester München & Concerto Vocale München:  Missa di Gloria D-Dur – Kyrie eleison 4.16

08. Solistenensemble Gerhard Schnitter: Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel (Traditzional) 3.25

Gaetano Maria Schiassi: Weihnachts-Symphonie Pastorale per il Santissimo Natale di nostre Signor Jesu:
09. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Adagio 1.34
10. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Allegro 2.48
11. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Adagio 1.12
12. Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Andante 3.35

13. Regensburger Domspatzen: Brich an du schönes Morgenlicht (Traditional) 1.52
14. Regensburger Domspatzen: O Heiland, reiss die Himmel auf 4.44

Johann Friedrich Fasch:
15. Budapest Strings: Concerto à 8 D-Dur, FWV LD1 – Allegro 3.07

Johann Sebastian Bach:
16. Bach Collegium Stuttgart: Kantate, BWV 62 / 4.44

17. Windsbacher Knabenchor: Jauchzet dem Herrn, alle Welt (Traditional) 4.21

CD1

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Stiftung

Dieter Kropp – Eine schöne Bescherung (2012)

FrontCover1Und nun zum Abschluß meiner diesjährigen Advents- und Weihnachtpräsentationen ein ganz besonderes Schmankerl:  „Süßer die Glocken nie klingen“ auf der Blueshhamonika intoniert !

Und das ist nicht der einzige Knaller auf diesem quietschfidelen Weihnachts-Album. Da gibt es dann noch „O Tannenbaum“ als Rock N Roll Schmachtfetzen … und dann noch „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ und natürlich ist auch „Stille Nacht, Heilige Nacht“ (als Blues-Instrumental) zu hören …

Hier weitere Gedanken zu dieser CD:

Sie alle haben es getan – von Elvis bis zu Billy Idol, und da darf Lippes Schmalztolle Nummer Eins natürlich nicht fehlen: Dieter Kropp hat eine Weihnachts-CD gemacht. „Eine schöne Bescherung …“ lautet der Titel.

Inlet02AIm Booklet erklärt Kropp direkt seine ganz persönliche Beziehung zu Weihnachtsplatten. Da gab es zunächst die, die in der Familie aufgelegt worden sind – und bald schon fand Klein-Dieter, früh infiziert vom Rock’n’Roll-Virus, heraus, „dass so ziemlich alle Künstler, die ich mochte und schätzte, schon mal Weihnachtsplatten gemacht hatten.“ Später auch Götz Alsmann & The Sentimental Pounders. Und damit gelangt man direkt zum Kropp von heute, dem adventlich gestimmten, der deutsch singt und es dazu ganz uramerikanisch swingen lässt.

Viele Gastmusiker waren bei den Aufnahmen dabei: Mickey Meinert spielte Gitarre, Zacky Tsoukas auf einem Stück die Drums, Anette Gebauer singt mal mit – präsent sind ansonsten häufig Bläser-Sektionen, die Tom Müller arrangierte, und flotte Doo-Wop-Chöre, die Peter-Andreas Stolle organisiert hat.

Zu hören gibt es Klassiker wie „Süßer die Glocken nie klingen“, „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „Oh Tannebaum“ sowie moderne Klassiker wie „Rockin’ Around The Christmas Tree“ in der deutschen Version als „Wir tanzen um den Tannenbaum“, was auch für „Weißer Winterwald“ („Jingle Bells“) gilt, und Stücke aus der Feder von Mickey Meinert („Schöne Bescherung“) sowie Götz Alsmann („Der Weihnachtsumtausch“). Einige Nummern spielt Kropp als Instrumentals auf der Blues-Harp.

BookletFrontCover1Gut, gleich zum Auftakt klingt er da mit Glockengeläut bei „Süßer die Glocken…“ und beim Rauswerfer „Stille Nacht…“ arg traditionell, aber das ist gewollt, und man darf sich nicht davon in die Irre führen lassen. Dazwischen aber swingt es wie beim Brian-Setzer-Orchestra mit saftigen Bläsersätzen, da jammert Meinerts Slide-Gitarre mit Kropps Harp um die Wette. Stilistisch gibt es Swing, Blues, Country, Tex-Mex-Mambo und Rockabilly auf die Ohren – alles gespielt von versierten Musikern, und da ist das Lauschen schon eine wahre Freude. Ein Weihnachtsprogramm, das Spaß macht. (Sven Koch)

Eine weitere, ganz ausführlich Besprechung von Christian Reder habe ich dieser Präsentation beigelegt.

Also: ein ganz spezielles, besonderes Weihnachts – Album, das ich – kurz vor dem Ende meiner weihnachtlichen Entdeckungsreise durch deutsche Klänge dieser Art keinem vorenthalten wollte.

Booklet06A

Besetzung:
Dieter Kropp (vocals, harmonica)
Micky Meinert (guitar)
Jochen Reich (drums, percussion)
Dirk Vollbrecht (bass)
+
Annete Gebauer (background vocals)
Stefan Gössinger (trumpet)
Martin Grünzweig (trombone)
Dennis Koeckstadt (piano)
Achim Meier (organ)
Tom Müller (saxophone)
Peter Andreas Stolle (background vocals)
Athanasios Tsoukas (drums)

Booklet01A

Titel:
01. Süßer die Glocken nie klingen (Traditional) 1.54
02. Ein kleiner weißer Schneemann (Jingle Bells) (Piermont/Twardy) 2.04
03. Weißer Winterwald (Winter Wonderland) (Bernard/Schwielow) 2.10
04. Schöne Bescherung (Meinert) 2.48
05. Frohe Weihnacht, Baby (Meinert/Vollbrecht/Reich/Kropp/Janosa) 3.30
06. Schneeflöckchen, Weißröckchen (Traditional) 2.47
07. Morgen, Kinder, wird’s was geben (Hering/’Bartsch) 3.27
08. Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum (Traditional/Zarnack/Anschütz) 2.19
09. Weiße Weihnacht (White Christmas) (Berlin/Balz) 4.02
10. Leider nur ein Traum (Janosa) 2.58
11. Der Weihnachtsumtausch (Alsmann/Striepens) 3.03
12. Sonderangebote (Janosa/Kropp) 4.01
13. Rockin‘ Around The Christmas Tree (Wir tanzen um den Tannenbaum) (Marks) 2.36
14. Stille Nacht, Heilige Nacht (Gruber) 3.40

CD1

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BackCover1

Verschiedene Interpreten – Auf, auf ihr Hirten (60er Jahre)

FrontCover1So, und nun geht der weihnachtliche Basar hier zu Ende … und als vorletzten Beitrag habe ich was ganz besonders feines …

Zum einen, eine gänzliche unbekannte Scheibe aus den (vermutlich) 60er Jahren) … wer kennt das Label „Favorit“ ? (es ist ein österreichisches Kleinstlabel gewesen) … und zum anderen ein ganz besonders schönes Beispiel, heimatlicher Klänge zum Christfest, die so ganz und gar auf die „ollen Kamellen“ verzichtet … mutig !

Hinter diesem Projekt stekt ein gewisser Sepp Rubenberger:

Josef „Sepp“ Rubenberger (* 15. März 1931 in Erding; † 14. März 2013 in Ingolstadt) war ein deutscher Musiker, Komponist und Lehrer.

Sepp Rubenberger wurde in Erding als Sohn eines Chordirektors und Leiters der städtischen Singschule geboren. Dort besuchte er auch die Volks- und Oberrealschule. Zusätzlich war er von 1949 bis 1955 im Sportvereinen der Städte Erding, Regensburg und Burghausen aktiv. 1954 gewann er hierbei den 1. Platz beim PSV München über 4 × 100 m bei der 1. bayerischen Hallenmeisterschaft. Daraufhin versuchte er sich ebenfalls als Ringkämpfer im Fliegengewicht. Parallel zu seiner sportlichen Aktivität besuchte Rubenberger für ein Jahr die Organistenschule bei Bad Reichenhall, da er noch zu jung für ein Studium in Regensburg war. Ein Jahr darauf wurde er zum Kirchenmusikstudium an der Musikhochschule Regensburg zugelassen, wo er auch sein Examen ablegte. Daraufhin war Rubenberger als Kirchenmusiker am Chiemsee tätig, wo er Annette Thoma kennenlernte, mit der er eine Freundschaft bis zu ihrem Tod 1974 pflegte.

Sepp Rubenberger01
Zur gleichen Zeit lernte er auch Wastl Fanderl und Tobi Reiser kennen. Im folgenden Jahr war Rubenberger in Burghausen als Kirchenmusiker und Leiter des dortigen Kammerorchesters tätig.

1958 zog Sepp Rubenberger nach Rebdorf bei Eichstätt um. Dort lehrte er als einer der Ersten in der neugegründeten Knabenrealschule der Herz-Jesu-Missionare die Fächer Sport, Werken und Musik. 1962 gründete er das Eichstätter Kammerorchester. Bereits zwei Jahre später initiierte er zusätzlich die Ellinger Schlosskonzerte. In den kommenden zwei Jahren entstanden unter seinem Mitwirken die Rebdorfer Bläser. Im Folgejahr fand das erste Adventsblasen und Adventssingen statt. Im Jahr 1968 gründete er die Eichstätter Geigenmusi und zehn Jahre darauf die ehemaligen Rebdorfer Bläser. Auch erhielt er mehrere Würdigungen von Seiten Herzog Albrechts von Bayern, zu dessen Geburtstag Rubenberger 1990 mit der Eichstätter Geigenmusi spielte. 1991 rief er die alte Tradition des Turmblasens vom Eichstätter Rathausturm wieder ins Leben, das jährlich im Sommer stattfindet. In den darauf folgenden zwei Jahren lud er erstmals zu einer Sänger- und Musikantenwallfahrt ein und gründete außerdem die Josefi‑Vereinigung.

Sepp Rubenberger02

Sepp Rubenberger mit der Eichstätter Geigenmusi, ca. 1969

Des Weiteren organisierte er die Tittinger Schlosshofserenaden und das Tittinger Schlosshofsingen, während er parallel Chorleiter sowie Dirigent vieler Musikvereinigungen war. Viele seiner Stücke wurden außerdem vom Bayerischen Rundfunk (BR) aufgenommen, sowie Lesungen über Brauchtum oder auch Weihnachtslesungen. 1995 ging Rubenberger schließlich als Musiklehrer in Ruhestand, unterrichtete jedoch seine Bläser in Rebdorf noch einige Jahre weiter. Im Jahr 1998 erhielt er das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von „Im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern“. 2000 gründete er den Verein Eichstätter Krippenfreunde und 2007 den Eichstätter Krippenweg. 2011 schließlich wurde ihm die Eichstätter Bürgermedaille verliehen. Er starb am 14. März 2013 im Ingolstädter Klinikum. (Quelle: wikipedia)

Die Musik, sie ist zart, fast zerbrechlich, sehr innig …

Ein – selbst für meine Ohren – überzeugendes Beispiele traditoneller Weihnachtsmusik aus Bayern (mehr oder weniger dezentes Knistern inbegriffen) … wer hätte das gedacht, dass ich schon wieder als Heimatpfleger auftrete (ich komm´ diesbezüglich aus dem schmunzeln ja gar nicht mehr raus).

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Titel:

Bläsergruppe:
01. Adventliche Weis (Rubenberger) 1.33

Singgruppe Bergmüller, Oberbrunnreuther Hausgesang, Eichstätter Geigenmusi, Mayerhofer Stubenmusi:
02. Adventskantae (Rubenberger/Thomas) 5.39

Zandter Viergesang:
03. Balaans Weisgesang (Pinzgau) 1.40

Schrobenhauser Sängerinnen:
04. Felsenharte Bethelehemiten (Traditional) 3.52

Eichstätter Geigenmusi:
05. Menuett in G (Rubenberger) 2.20

Schanzer Viergesang:
06. Wachet auf, ihr Menschenkinder (Traditional) 3.40

Mayerhofer Stubenmusi:
07. Josefs-Menuett (Mayerhofer) 1.59

Eichstätter Geigenmusi:
08. Hirtenweise (Rubenberger) 2.08

Schanzer Viergesang:
09. Auf, auf ihr Hirten,laufts mit Begierden (Pauli) 3.11

Bläsergruppe:
10. Auf, auf ihr Hirten in dem Feld (Traditional) 1.21

Zandter Viergesang:
11. Schlapprawolt (Traditional) 3.35

Eichstätter Geigenmusi, Schrobenhauser Sängerinnen:
12. Koa Wiagn und koa Wagerl (Rubenberger) 2.15

Mayerhofer Flötenmusi:
13. Kripperlweise (Mayerhofer) 1.10

Oberbrunnreuther Hausgesang:
14. Neujahrswunsch (Traditional) 1.04

Bläsergruppe:
15. Neujahrsruf (Rubenberger) 0.48

LabelB1

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Illustration01

 

Karel Gott – Alle Jahre wieder (1979)

FrontCover1Wenn ich vorhin bei der Lolita Scheibe schrieb: “ …. Lolita singt hier etliche sehr unbekannte Lieder …  d.h sie hat der Versuchung wiederstanden, die altbekannten Klassiker zu interpretieren … das finde ich schon bemerkenswert … “ dann kann man das bei diesem Karel Gott Weihnachtauftritt nun wahrlich nicht behaupteten.

Karl Gott zelebriert hier mit seiner in der Tat anmutigen Stimme all die Klassiker der deutschen Weihnachtslieder (sieht man mal von „White Christmas“ ab) … wie sie uns landauf, landab bekannt sind und uns ständig begegnen.

Tja, und auch diese Platte wird sich nun aus meinem Schallarchiv verabschieden …

Und dem Karel Gott Sammler sei gesagt, dass er dann 1982 ein eher heimisches, wirklich heimisches Weihnachtsalbum namens „Bílé Vánoce“ veröffentlicht hat … und das finde ich fast spannender. Infos darüber findet man dann hier.

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Alternatives Frontcover

Besetzung:
Karel Gott (vocals)
+
Philharmonisches Orchester unter der Leitung von Wolfgang Rödelberger
+
Kinderchor von Maria Schutz, München unter der Leitung von Kurt Rieth

BackCover1

Titel:
01. Alle Jahre wieder (Silcher/Hey) 1.52
02. Susani (Vom Himmel hoch, ihr Hirten kommt) (Traditional) 4.08
03. O du Fröhliche (Traditional) 2.52
04. Mach auf dein Herz zur Weihnachtszeit (Hertha/Siegel) 3.30
05. Freu dich, Erd‘ und Sternenzeit (Traditional) 2.26
06. O Tannenbaum (Traditional) 2.27
07. Stille Nacht, heilige Nacht (Gruber/Mohr) 3.37
08. Fröhliche Weihnacht (Hertha/Siegel) 3.32
09. Still, still, still, weil’s Kindlein schlafen will (Traditional) 3.18
10. Der kleine Trommler (Little Drummer Boy) (Simeone/Onorati/Davis/Schwarzmann/Jorge/Hausmann) 2.40
11. Weiße Weihnacht (White Christmas) (Berlin/Balz) 4.16
12. Leise rieselt der Schnee (Traditional) 2.03
13. Kommet, ihr Hirten (Traditional/Riedel) 2.15
14. Vom Himmel hoch (Luther) 2.38

LabelB1

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Lolita – Weihnachten in den Bergen (1969)

FrontCover1.JPGNun ja … auch von dieser Scheibe trenne ich mich nun und natürlich hat auch die Lolita ihren Platz hier:

Die österreichische Sängerin, Schauspielerin und TV-Moderatorin Edith Einzinger alias Lolita besang Ende der 1950er-Jahre das wieder aufkommende Fernweh der Deutschen mit Titeln wie „Der weiße Mond von Maratonga“ und „Seemann, deine Heimat ist das Meer“.

1969 nahm die zierliche Wienerin ein komplettes Weihnachtsalbum auf: Weihnachten in den Bergen zeigt Lolita in ihrem eigentlichen Element. Charmant, gefühlvoll und mit sanfter Stimme führt die 2010 verstorbene Sängerin dort durch ein anmutiges Programm klassischer deutscher Weihnachtslieder. (Werbetext)

Und diese Scheibe weckt doch bei vielen Mensch ganz innige Erinnerungen:
Zugegeben, es klingt schon etwas volkstümlich, dieses Weihnachtsalbum von Lolita aus dem Jahre 1969.
Allerdings kommt die wunderschöne Stimme der Künstlerin gerade bei Weihnachtsliedern, wie ich meine,
am besten zur Geltung.
Und hat jemals jemand „Still, weils Kindlein schlafen will“ stimmungsvoller gesungen als Lolita ?
Das Album bringt bekannte Weihnachtslieder und weniger bekannte alpenländische Stücke, teilweise im Dialekt,alles traumhaft interpretiert.
Also zurücklehnen und dieses schöne Album schon jetzt in der Vorweihnachtszeit geniessen (Oberbaar37)

Lolita

Wie der geneigte Leser erahnen kann, gehört diese LP nicht zu meinen Favoriten … aber dennoch, wenn sich daran jemand erfreuen kann und will … ich würde mich dann freuen.

Aber darauf will ich schon noch aufmerksam machen: Lolita singt hier etliche sehr unbekannte Lieder wie „Auf dem Berg, da gehet der Wind“, „Die Weihnachtsnachtigall“ oder „Verbrennt uns der Himmel“. D,h, sie hat der Versuchung wiederstanden, die altbekannten Klassiker zu interpretieren … das finde ich schon bemerkenswert.

WeihnachtenInDenBergen

Besetzung:
Lolita (vocals)
+
eine kleine Schar unbekannter Studiomusiker

BackCover1

Titel:
01. Stille Nacht (Gruber/Mohr) 2.47
02. Leise rieselt der Schnee (Traditional) 2.27
03. Auf dem Berg, da gehet der Wind (Traditional) 2.13
04. Die Weihnachtsnachtigall (Traditional) 1.56
05. Schneeflöckchen, Weißröckchen (Traditional) 1.54
06. Heidschi Bumbeidschi (Traditional) 2.54
07. O Tannenbaum (Traditional)  1.58
08. Es wird schon gleich dumpa (Traditional) 2.57
09. Verbrennt uns der Himmel (Traditional) 2.31
10. Husch, husch, husch (Traditional) 3.02
11. Still, weil’s Kindlein schlafen will (Traditional) 2.51
12. Heissa, Weihnacht! (Traditional) 2.17

LabelB1

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Dresdner Kreuzchor – Vom Himmel hoch (1969)

FrontCover1Und gleich´ noch ne Aufnahme des Dresdner Kreuzchores zur Weinachtszeit. Dies liegt aber nicht darin begründet, dass ich dieses Ensemble ganz besonders in Herz geschlossen hätte.

Nein, der Grund ist eher ein ganz profaner. Auch diese Single hat nun mein Schallarchiv zu verlassen … und deshalb noch schnell vor Weihnachten diese Präsentation.

Die Aufnahmen sind zwei Jahre nach diesem Weihnachtsalbum entstanden … Weihnachten hatte die Knaben wohl immer viel um die Ohren.

Gerade gestern habe ich im aktuellen „Stern“ dnn folgendes passendes Zitat gefunden:

Die Kirche

Tja … Opium für´s Volk … hatte da schon einer mal gesagt.

DresdnerKreuzvhor

Besetzung:
Dresdner Kreuzchor unter der Leitung von Rudolf Mauersberger

BackCover1

Titel:
01. Glockengeläut + Vom Himmel hoch (Trtaditional) 2.31
02. Wie schön singt uns der Engel Schar (Traditional) 2.18
03. Freu dich Erd´und Sternenzelt (Traditional) 1.38
04. Kommet ihr Hirten (Traditional) 1.44
05. Laßt alle Gott uns loben (Traditional) 2.38

LabelB1

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Dietlhofer Sänger u.a. – Altbairische Lieder und Weisen zu Advent und Weihnacht (1977)

FrontCover1Tja … wieder mal bayerisches Brauchtum zur Weihnachtszeit …diesmal aus der Weilheimer Gegend (liegt in Oberbayern … kurz vor Garmisch-Partenkirchen) …

Federführend bei diesem Projekt waren die „Dietlhofer Sänger“. Und anößlich ihres 50jährigen Jubiläums im Jahren blickten sie zuzrück:

Begonnen haben wir als „Weilheimer Turmsänger“ 1966 mit der Deutschen Bauernmesse von Annette Thoma in der Dreifaltigkeitskirche beim Heilig- Geist-Spital in Weilheim. Nach dem Wechsel der 1. Stimme (von Willi Baudrexl zu Fritz Weber) hatten wir den Namen „Weilheimer Sänger“ von 1973 bis 1974 ab 1975 bis zum Schluss (Sommer 2016) haben wir uns „Dietlhofer Sänger“ genannt, nach einem Weiler in der Nähe von Weilheim. Zusammen mit der „Weilheimer Stubenmusi“ haben wir in der Kirche St.Pölten das 1. Weilheimer Adventsingen 1973 organisiert und gestaltet. Als Einstimmung in den Advent bewährte sich der 1. Adventsonntag. Unterstützt haben uns bekannte hervorragende Musikgruppen, Gesangsgruppen, eingebettet in biblisch orientierte Texte von Sprechern, die es verstanden, die Zuhörer in den Advent zu führen. Willi Großer war bereits 29-mal Sprecher im Weilheimer Advent. Der Eintritt war frei, das Sammelgeld wurde jeweils für kirchliche oder soziale Zwecke gespendet. Bisher waren es 43 Weilheimer Adventsingen.

DietlhoferSänger2002

Dietlhofer Sänger, 2002

Da das geistliche Volkslied uns von Anfang an besonders ansprach, haben wir von Liedern zur Hl. Messe, Passions-, Auferstehungs-, Marien- und Heiligenliedern, auch Beerdigungslieder eine große Auswahl angesammelt, so dass wir meistens passende Literatur zur Verfügung hatten. Wir hatten von Anfang an Glück mit den Menschen, die uns angeleitet und teils begleitet haben, wie Wolfi Scheck, Wastl Fanderl, viele gute Musikanten und Sänger, sowie Ernst Schusser mit seinem Team vom Volksmusikarchiv in Bruckmühl. Im Volksmusikarchiv und der Volksmusikpflege des Bezirks Oberbayern haben wir viele Aufnahmen geistlicher Volkslieder gemacht, u.a. auch bei der großen Aktion „Heiligenlieder“ (1990) für den damaligen BR-Heimatspiegel. Bisher sind einige dieser Lieder auf 7 CDs des VMA in der Reihe „Das geistliche Volkslied das Jahr hindurch zu hören: CD „Gelobt seist du, mein Herr und Gott…“ (VMA 1997): „Erfreut euch, ihr Menschen auf Erden“ (Advent/Weihnachten). „Sänger- und Musikantenzeitung“, gegründet von Wastl Fanderl 1958 (Quelle: Volksmusikarchiv des Bezirk Oberbayerns, 2016)

Hüllentext

Die „Geschwister Röpfl“ waren damals allseits bekannt und beliebt und sie haben in al den Jahrzehnten weiterhin fleißig musiziert … wobei deren Gesangsbeiträge auf dieser LP echer zu den schwächeren Liedern ehören … zu pipsig ist mir das der Gesang (keine Ahnung, wie alt die damals waren)

Ansonsten viele musikalische Raritäten aus dem bayersichen Oberland und der Übervater der bayerischen Volksmusik, der Wastl Fanderl diente natürlich auch als Inspiration.

Und hier mein alter Sptuch: muss man nicht mögen (meine Begeisterun hält sich ja auch in Grenzen), aber dennoch haben wir es hier mit traditioneller Volksmusik zu tun.

Geschwitzer Röpfl

Geschwister Röpfl

Besetzung:

Dietlhofer Sänger:
Wiggerl Kranner Franz Schesser – Erwin Ulrich – Josef Vatter

Weilheimer Stubnmusi:
Besetzung nicht bekannt

Großschwaiger Dreigesang:
Marianne Böckl – Heidi Lenz – Marlene Lindmair

Pfaffenwinkler Volksmusik:
Besetzung unbekannt

Gitarrentrio:
Karl Kirchmayer – Wolfi Scheck – L. Schröder

Geschwister Röpfl:
Hardl Röpfl – Leni Rüpfl –  Marianne Rüpfl

BackCover1

 

Titel:
01. Dietlhofer Sänger: Davids Stadt, ein großer Namen (Hartmann/Abele) 2.32
02. Weilheimer Stubnmusi: Mozart Menuett (Zoder/Preiß) 1.20
03. Großschwaiger Dreigesang: O edle liebreiche (Hartmann/Abele) 1.56
04. Pfaffenwinkler Volksmusik: Weyarner Menuett (Schickhaus) 1.54
05. Dietlhofer Sänger: Herbergsuche (Traditional) 1.56
06. Gitarrentrio: G-Dur Menuett (Zoder/Preiß) O.55
07. Geschwister Röpfl: Stehet auf ihr Hirten (Böckl/Röpfl) 1.34
08. Dietlhofer Sänger: Wer hat denn jetzund gschrian auf mi (Fanderl) 1.59
09. Pfaffenwinkler Volksmusik: Hirtenmusik (Mayrhofer) 1.34
10. Dietlhofer Sänger: Los Hansi (Fanderl) 1.58
11. Weilheimer Stubnmusi: Guggenberger Boarisch (Scheck) 1.25
12. Geschwister Röpfl: Hoissa Nachbarn (Hartmann/Abele) 2.24
13. Weilheimer Stubnmusi: Harfenlandler (Traditional) 1.46
14. Geschwister Röpfl: O Jesus, gepriesen nun werd (Böckl/Röpfl) 1.32
15. Gitarrentrio: Kehraus (Zoder/Preiß) 1.39
16. Großschwaiger Dreigesang: Still o Himmel (Hartmann/Abele) 3.07
17. Dietlhofer Sänger: Heut is a freudenreicha Tag (Fanderl) 2.25

LabelB1

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DietlhoferSängerHörenAuf

 

Dresdner Kreuzchor – Weihnachten mit dem Dresdner Kreuzchor (1967)

FrontCover1Für mich ein weiterere Höhepunkt in diesem Reifen weihnachtlicher Musik:

Das ist aber auch kein Wunder: Der Dresdner Kreuzchor unter der Leitung von Rudolfs Mauersberger hatte auch all die Jahre einen hervorragenden Ruf und das gilt wohl bis heute.

Die Geschichte des Dresdner Kreuzchores umfasst weit über sieben Jahrhunderte, damit ist er einer der ältesten Knabenchöre Deutschlands und Europas.

Dem Dresdner Kreuzchor gehören heute ungefähr 150 Kruzianer – so werden die Chormitglieder genannt – im Alter von 9 bis 19 Jahren an, die als gemischt-stimmiger Knabenchor (Sopran/Alt/Tenor/Bass) musizieren. Die Größe der Besetzung richtet sich nach den jeweils aufzuführenden Werken. Zu Gastspielen reisen etwa 80 Kruzianer.

Die künstlerische Heimstatt des Dresdner Kreuzchores ist die Kreuzkirche. Die Gestaltung der Musica sacra für die Vespern und Gottesdienste entspricht seiner ursprünglichen Verpflichtung und bildet zugleich das Fundament seiner künstlerischen Arbeit.

Ein gleichermaßen vielfältiges wie umfassendes Repertoire zeichnet den Chor aus. Es reicht von den frühbarocken Werken des Dresdner Hofkapellmeisters Heinrich Schütz, den Bachschen Passionen, Motetten und Kantaten sowie der Chormusik des 19. Jahrhunderts bis zur Moderne; wie die Uraufführung des Werkes Pilgerfahrten von Chaya Czernowin. Mit zahlreichen Ur- und Erstaufführungen erfährt der Dresdner Kreuzchor immer wieder auch die Beachtung und Anerkennung der Fachkritik.

DresdnerKreuzchorDie gemeinsamen Konzerte mit der Dresdner Philharmonie, der Sächsischen Staatskapelle Dresden oder Spezialensembles für „Alte Musik“ sind fest verwurzelt im Konzertleben der Stadt Dresden.

Regelmäßig wird der Chor zu Fernseh- und Rundfunkaufnahmen verpflichtet. Seit über 80 Jahren produzieren die Kruzianer Tonaufnahmen für angesehene Schallplattenfirmen. Werke aus nahezu allen Epochen der Musikgeschichte wurden seitdem aufgenommen und liegen heute als CDs bei Berlin Classics, Capriccio, Teldec und der Deutschen Grammophon Gesellschaft vor.

Bis zum Abitur erhalten die Kruzianer ihre schulische Ausbildung am Evangelischen Kreuzgymnasium. Die Kruzianer des ersten Jahrgangs (vierte Klasse) sowie die älteren mit weiteren Heimfahrtswegen wohnen im Alumnat, dem Internat des Chores.

Erfolg und Berühmtheit resultieren nicht allein aus dem spezifischen Klang der Knabenstimmen (auch Kruzianerstimmen genannt), Grundlage dafür sind die tägliche Probenarbeit und ein intensiver Gesangs- und Instrumentalunterricht. Die Synthese zwischen liturgischer Tradition, kontinuierlicher Ausbildung und einer hohen künstlerischen Qualität verhilft dem Ensemble zu weltweiter Ausstrahlung.

Im Jahr 2014 wurde der Dresdner Kreuzchor gemeinsam mit dem Thomanerchor und den Dresdner Kapellknaben von dem Land Sachsen für das Immaterielles Kulturerbe nominiert. (Quelle: wikipedia)

Und Rudolf Mauersberger hat wahrlich ein bewegtes Leben gelebt:

Rudolf Mauersberger (* 29. Januar 1889 in Mauersberg; † 22. Februar 1971 in Dresden) war ein deutscher Chorleiter (Kreuzkantor) und Komponist.

RudolfMauersbergerRudolf Mauersberger war der erste Sohn eines Kantors und Lehrers in Mauersberg, seinem Heimatdorf im Erzgebirge. Von 1903 bis 1909 besuchte er das königliche Lehrerseminar in Annaberg und leitete als Präfekt das Seminarorchester. Von 1909 bis 1912 leistete er seinen Militärdienst ab und arbeitete als Hilfslehrer. Er studierte von 1912 bis 1914 und 1918/19 am Konservatorium in Leipzig. Seine Lehrer waren dort Robert Teichmüller (Klavier), Karl Straube (Orgel), Stephan Krehl (Theorie) und Hans Sitt (Orchesterdirigieren). 1914 gewann er den Nikisch-Preis für Komposition. In den Kriegsjahren 1915 bis 1918 war er Soldat und Militärmusikleiter in Bad Lausick bei Leipzig. Nach Kriegsende ging er 1919 für sechs Jahre als Kantor und Organist sowie Leiter des Aachener Bachvereins an die Annakirche in Aachen sowie an das Städtische Konzerthaus Aachen. 1925 wurde er erster Landeskirchenmusikwart der evangelischen Landeskirche Thüringens und Kantor an Bachs Taufkirche St. Georg in Eisenach, wo er den Bachchor Eisenach sowie einen Knabenchor, den Georgenchor, gründete. 1930 wurde Mauersberger aus etwa 80 Bewerbern nach Dresden zum Kreuzkantor und Leiter des berühmten Dresdner Kreuzchores berufen und trat sein Amt am 1. Juli 1930 an. 1931 erfolgte seine Ernennung zum Kirchenmusikdirektor. In seiner über 40 Jahre dauernden Amtszeit prägte er den Chor wie kein anderer vor ihm und führte ihn auf ein international anerkanntes Niveau.

Mit Wirkung vom 1. Mai 1933 wurde Mauersberger Mitglied der NSDAP (Partei-Nummer 2.451.659). Hitler verlieh ihm zum 20. April 1938 den Titel Professor. Trotz seiner Parteimitgliedschaft bemühte sich Mauersberger, die Einflüsse der NS-Ideologie vom Kreuzchor fernzuhalten. Die Sänger gehörten zwar geschlossen als „Gefolgschaft“ der Hitler-Jugend an; damit war zugleich aber deren Einfluss begrenzt. Mauersberger weigerte sich, NS-Gesänge mit dem Chor zur Aufführung zu bringen. Stattdessen wurde der christliche Charakter des Chores nicht nur bewahrt, sondern noch stärker akzentuiert.

Kruzianer aus dieser Zeit berichten, dass der Chor nur ein einziges Mal gezwungen war, HJ-Uniformen anzulegen, und zwar bei einer offiziellen Verabschiedung durch die Stadt im Dresdner Hauptbahnhof vor einer Konzertreise in die besetzten Niederlande 1944. Als Mauersberger von dieser Absicht erfuhr, erschien er zur Abfahrt nicht, sondern ließ sich zum nächsten Bahnhof, Dresden-Neustadt, chauffieren und gab beim Zusteigen die Anweisung, die braunen Hemden sofort gegen Zivilkleidung auszuwechseln.

Mauersberger setzte sich über Aufführungsverbote hinweg und bezog Werke jüdischer und verfemter Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy und Günter Raphael in die Programme des Kreuzchores ein, auch noch im Herbst 1938 auf der zweiten USA-Tournee des Kreuzchores.

Seine Gegnerschaft zu NS-Kulthandlungen motivierte ihn dazu, die Gottesdienste und Vespern in der Kreuzkirche zunehmend im Sinne der liturgischen Erneuerung mit Hauptchor und Altarchor in liturgischer Kurrendekleidung mit Kerzen umzugestalten, um damit einen kirchlichen Gegenakzent zu setzen.

Von diesen Bemühungen legen die Christvesper aus den 1930er-Jahren, die Christmette von 1936 und die Ostermette von 1940 beredtes Zeugnis ab. In ihrer musikalischen Gestalt fast unverändert, sind sie noch heute feste Bestandteile des Weihnachts- und Osterfestes in der Dresdner Kreuzkirche.

Die Dresdner Kreuzkirche und mit ihr das gesamte Chorarchiv wurden in der Bombennacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 zerstört. Auch elf Kruzianer kamen bei den verheerenden Luftangriffen auf Dresden ums Leben.

Zu Mauersbergers Verdiensten zählt die Neubelebung des Chores kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Die erste Kreuzchorvesper nach Kriegsende fand am 4. August 1945 in der ausgebrannten Kreuzkirche statt. Zur Uraufführung kam Mauersbergers Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“, ein A-cappella-Werk, entstanden am Karfreitag und -samstag 1945. Darin verarbeitete Mauersberger das ihn bestürzende Erlebnis des brennenden Dresden und der völlig zerstörten Stadt; den Text entnahm er den Klageliedern Jeremias.

Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe leitete Rudolf Mauersberger 1968 als 79-jähriger Kreuzkantor insgesamt drei Mal, zuletzt am 7. Dezember 1968. Neben seinem unermüdlichen Einsatz für den Wiederaufbau des Kreuzchors im zerstörten Dresden nach 1945 ist zu würdigen, dass er sich während seiner gesamten Amtszeit für eine liturgische Einbindung des Chores in die gottesdienstliche Praxis der Kreuzkirche einsetzte, eine umfassende Pflege der Werke von Johann Sebastian Bach und Heinrich Schütz betrieb (jährliche Heinrich-Schütz-Tage des Kreuzchores 1955–1970, Schallplattenaufnahmen für die Schütz-Edition, Stiftung der Schütz-Kapelle in der Kreuzkirche) und sich stets auch der zeitgenössischen Musik in Dresden widmete.

Mauersberger
1950 wurde ihm zusammen mit dem Kreuzchor der Nationalpreis der DDR 2. Klasse verliehen, 1964 erhielt er den Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis. 1954 wurde er zum pädagogischen Ehrendoktor an der Humboldt-Universität Berlin und 1959 zum theologischen Ehrendoktor an der Philipps-Universität Marburg ernannt. Er war Mitglied der CDU der DDR und zeitweise Mitglied im CDU-Hauptvorstand. 1969 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden in Gold. Bereits 1955 hatte er die Ausführung in Bronze zusammen mit dem Kreuzchor sowie 1964 in Silber erhalten.

Ehrenmitglied der Internationalen Schütz-Gesellschaft wurde er 1964, der Neuen Bachgesellschaft 1969 und der Dresdner Philharmonie 1970. Sein Grab ist in der Familiengruft in Mauersberg (Erzgebirge). Der Ort ehrt ihn durch das Mauersberger-Museum[5], das ihm und seinem Bruder Erhard Mauersberger, der von 1961 bis 1972 in Leipzig Thomaskantor war, gewidmet ist. Rudolf Mauersberger führte den Dresdner Kreuzchor zu Weltruhm.

1951 gründete Rudolf Mauersberger eine Stiftung für den Wiederaufbau der ehemaligen Wehrkirche in Mauersberg, die 1889 abgerissen worden war. Die heutige Kreuzkapelle wurde 1953 geweiht. Aus der alten Kirche erhalten und wieder eingefügt wurde die Glocke aus dem Jahr 1571. Der Architekt Fritz Steudtner gestaltete den Innenraum. Ein beachtliches Zeugnis aus den 50er-Jahren ist der Totentanz im Altarraum von Otto Rost. Die Gesichter und Gestalten lassen Frauen und Männer aus Mauersberg und Umgebung erkennen. Emporen- und Deckenbemalung sowie die Buntglasfenster in der Kreuzkapelle gestaltete Helmar Helas aus Dresden. Der neue Aufbau nahm den ehemaligen Wehrgang auf und verlegte ihn ins Innere der Kirche, um dadurch eine zweite Empore zu erhalten.

Im Dresdner Stadtteil Striesen ist nach Mauersberger eine Straße benannt. (Quelle: wikipedia)

Die hier präsentierte Aufnahme stammt aus dem Jahr 1967, sie wurde auf dem Eterna Label diverse Male wiecerveröffentlicht (mein Exemplar stammt aus dem Jahr 1975) … kein Wunder, denn hier hören wir quasi eine Referenz LP für weihnachtliche Chormusik …

Da wurden eigentlich länst vergessene Melodien ausgegraben … und das Augenmerk will ich z.B. auf „Macht hoch die Tür“ lenken … dieses lied habe ich noch nie mit dieser Dynamik und triumphalen Energie gehört … großartiig ist da noch ne Untertreibung.

Angesichts der exzellenten Güte dieser Aufnahme verwundert es einen auch nicht, dass diese Scheibe auch in der BRD bei Teldec veröffentlicht wurde.

Front+BackCoverTelefunken

DieTelefunken Ausgabe dieser LP

Ich weiss nicht woran´s liegt: die christlichen Texte und die christlichen Grundlagen dieser Musik tangieren mich – wenn überhaupt – nur noch temporär, aber die Musik als solche berührt mich umso mehr. Vielleicht sind das ja auch tiefverwurzelte Muster, die aus meiner Kindheit stammen, als ich noch ein sehr aktiver Ministrant war und jenen kirchlichen Gesängen etwas abgewinnen konnte.

Wie auch immer: ein mehr als lohnendes Album !

Booklet03

Rudolf Mauersberger dirigiert den Kreuzchor auf der Wartburg (1954)

Besetzung:
Dresdner Kreuzchor unter der Leitung von Rudolf Mauersberger
+
Instrumentalgruppe der Dresdner Philharmonie
+
Hans Otto (organ)

BackCover

 

Titel:
01. Quempas – Nunc Angelorum – Kommt Laßt Uns Christum Ehren – Quem Pastores Laudavere – Heut‘ Sind Die Lieben Engelein – Kommt Laßt Uns Christum Ehren (Aus der „Christvesper Der Kruzianer“) (Traditional) 4.05
02. Kommet, ihr Hirten (Traditional) 1.35
03. Fröhlich soll mein Herze springen (Traditional) 1.38
04. In dulci jubilo (Traditional/Praetorius) 1.41
05. O Jesulein zart (Traditional/Bach) 3.09
06. In natali domini (Traditional/Praetorius) 1.05
07. Psallite unigenito dei filio! (Traditional) 0.57
08. Es ist ein Ros‘ entsprungen (Traditional/Praetorius) 2.21
09. Stille Nacht, heilige Nacht (G ruber/Mohr) 3.00
10. Glockengeläut der Dresdner Kreuzkirche 1.49

Aus der „Christvesper Der Kruzianer“:
11. Glockengeläut + Macht hoch die Tür (Weissel) 5.36
12. Gebor’n ist uns Emanuel (Praetorius) 1.59
13. Gelobet seist du, Jesu Christ (Luther) 3.08
14. Joseph, lieber Joseph mein (Traditional) 1.53
15. Vom Himmel hoch, da komm‘ ich her (Luther) 2.44
16. Vom Himmel hoch, o Engel kommt (Kindelwiegen) (Traditional) 4.05′
17. Du lieber, heil’ger frommer Christ (Traditional) 1.00
18. Verkündigung – Ehre Sei Gott – Jauchzet, Ihr Himmel – Und Der Engel Sprach Zu Ihnen – Ehre Sei Gott – Jauchzet, Ihr Himmel (Traditional) 6.05

LabelB

 

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Nun soll es werden Frieden auf Erden …

Verschiedene Interpreten – Grofschoaftersch Häämte – Weihnachta ei der Grofschoaft Glootz (1984)

FrontCover1Und wieder mal bin ich als Heimatpfleger unterwegs … diesmal führt mich mein Wegh in die Grafschaft Glatz (Schlesien), der Heimat meines Vaters …

Die Heimatvertriebenen pflegte ja mit einer inneren Notwendigkeit ihre Erinnerungen an die verlorene Heimat … und so kam es, dass landauf, landab „alte Bräiche“ und Rituale zelebriert wurden.

Und da konnten natürlich die spezifischen Klänge zur Weihnachtszeit icht ausbleiben.

Hier haben wir ein ganz besonders inniges Beispiel dafür. Mit einer schier unglaublichen Akribie stellte man dieses Doppel-Album zusammen, vollgepackt von heute längst vergessenen Texten und Melodien (läßt man mal das „Transeamus“ beiseite).

Vielen Liedern werden mundartlich gesprochenen Texten voranestellt … die leider nicht genauer bezeichnet werden …

Auf jeden Fall bleibt so dieser Galtzer Dialekt erhalten … heute spricht ihn wohl kaum einer mehr.

Das Album steht übrigens sehr unter dem Einfluss von einem Joseph Wittig. Im Hüllentext wird eindrucksvoll geschildert, wie die Familie Wittig bei der Vertreibung 1946 alles versuchte, die Krippe der Familie zu retten … und wie sich das zerschlägt … und wie sich das durch wundersame Weise doch wieder fügt …

Flucht

Und dieser Joseph Wittig war kein unbekannter … damals:

Joseph Wittig (* 22. Januar 1879 in Neusorge bei Schlegel, Landkreis Neurode, Schlesien; † 22. August 1949 Göhrde/Niedersachsen) war ein deutscher Theologe, Schriftsteller und Heimatforscher der Grafschaft Glatz.

Joseph Wittig besuchte die Volksschule in Schlegel und wurde von Dezember 1892 bis März 1893 von dem damaligen Schlegler Kaplan Heinrich May für die Aufnahmeprüfung in die Untertertia des Breslauer St.-Matthias-Gymnasiums. Dieses besuchte er ab April 1893 bis zum Abitur 1899. Seine Eltern waren der Zimmermann Eduard Wittig und Johanna, geb. Strangfeld.

Joseph Wittig studierte an der Universität Breslau Katholische Theologie und promovierte 1903 zum Doktor der Theologie. Im gleichen Jahr wurde er in der Breslauer Kreuzkirche durch Bischof Georg Kardinal Kopp zum Priester geweiht und war anschließend Kaplan in Lauban.

S 1681904–1905 studierte er in Rom Christliche Archäologie mit einem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Hier traf er den gleichaltrigen Franz Joseph Dölger, mit dem zusammen er eine kurze Studienreise nach Nordafrika unternahm. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er zuerst Kaplan in Patschkau, dann in Breslau bei St. Maria auf dem Sande. 1909 wurde er durch die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Breslau für das Fach Kirchengeschichte habilitiert. Anschließend übernahm er als Privatdozent die Vertretung seines erkrankten Lehrers Max Sdralek. In dieser Zeit war er auch Vize- bzw. Präses des Gesellenvereins.

1911 wurde er zum außerordentlichen Professor für Alte Kirchengeschichte und Christliche Archäologie, 1915 zum ordentlichen Professor für Kirchengeschichte, Patrologie und Christliche Kunst an der Universität Breslau ernannt, wo er im Studienjahr 1917/1918 auch das Amt des Dekans ausübte.

Mit dem Aufsatz Die Erlösten, der 1922 in der Kulturzeitschrift Hochland erschien, begannen die Schwierigkeiten mit der Amtskirche. In dem Artikel stellte Wittig der Theologie, deren Aussagen zur Erlösung oft schwer verständlich waren, in erzählerischer Form die von Alltagserfahrungen getragenen Ängste und Erlösungswünsche der einfachen Christen gegenüber. Er griff z. B. die katholische Beichtordnung an und forderte „mehr Seligkeit, mehr Gottesfreude“. Noch im gleichen Jahr entband ihn der Breslauer Erzbischof und Kardinal Bertram von der Leitung der Marianischen Kongregation, und es wurde ihm nahegelegt, das Amt des Universitätspredigers aufzugeben.

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1925 wurden mehrere seiner wissenschaftlichen Schriften, in denen er sich für Reformen in der katholischen Kirche eingesetzt hatte, auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt. Die Auseinandersetzungen mit der Amtskirche hatten die Beurlaubung an der Universität und schließlich im Jahre 1926 die Exkommunikation zur Folge.

Joseph Wittig kehrte enttäuscht in sein Heimatdorf Neusorge zurück und lebte dort als Privatgelehrter und Schriftsteller. 1927 heiratete er Bianca Geisler, Tochter des Bürgermeisters von Habelschwerdt, und gründete eine Familie.

Neben der Bearbeitung theologischer Themen schrieb er viele volkstümliche Geschichten und wirkte für Zeitschriften und Rundfunkanstalten. Zusammen mit dem jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber und mit Viktor von Weizsäcker gab er die Zeitschrift Die Kreatur heraus. Er verfasste die umfangreichen Chroniken von Schlegel und Neurode. Die Stadt Neurode ernannte ihn zum Ehrenbürger.

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Das Wittig-Haus wurde von der „Stiftung zur Erneuerung der Region Nowa Ruda“ renoviert und zum Museum ausgebaut.

1946 wurde die Exkommunikation aufgehoben. Kurz danach erfolgte die Ausweisung aus seiner geliebten Heimat. Am 22. August 1949 starb Joseph Wittig in Göhrde. Seine letzte Ruhestätte fand er in Meschede/Westfalen. In seinem ehemaligen Haus in Neusorge, das 1945 als Folge des Zweiten Weltkriegs an Polen fiel, befindet sich heute ein Museum. (Quelle: wikipedia)

Figuren

Figuren aus der Wittig-Krippe

Der oben abgebildete Text zur Rettung der Krippe stammt übrigens von seiner Tochter, Bianca Wittig, geschrieben im Dezember 1984.

Und dann möchte ich noch einen namentlich vorstellen … den Georg Amft,von dem auf dem Album so etliche Kompositionen zu hören sind:

Georg Amft (* 25. Januar 1873 in Oberhannsdorf, Landkreis Glatz, Provinz Schlesien; † 9. März 1937 in Bad Altheide) war ein deutscher Komponist und Musiklehrer. Zu seinen Kompositionen gehören u. a. Messen, Kirchenlieder und Instrumentalmusik. Bedeutung erlangte er auch durch wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Volkslied- und Heimatforschung der Grafschaft Glatz.

AmftGeorg Amft war der Sohn eines Organisten und Chorleiters. Nach Abschluss der Volksschule besuchte er die Königliche Präparandenanstalt in Bad Landeck und anschließend von 1890 bis 1893 das Lehrerseminar in Habelschwerdt. Danach erhielt er eine Hilfslehrerstelle bei Trachenberg, 1896 wurde er Lehrer bei Potsdam. Nach dem Besuch der Hochschule für Schul- und Kirchenmusik in Berlin-Charlottenburg wurde er 1901 in der Nachfolge seines Lehrers Wilhelm Kothe Musiklehrer am Habelschwerdter Lehrerseminar, wo u. a. Georg Hartmann sein Schüler war. 1911, dem Erscheinungsjahr der von ihm gesammelten und herausgegebenen „Volkslieder aus der Grafschaft Glatz“, wurde ihm der Titel „Königlicher Musikdirektor“ verliehen. 1914 wurde er zum Kriegsdienst einberufen, zwei Jahre später wurde er Musiklehrer am Lehrerseminar in Bromberg. 1919 kehrte er an das Habelschwerdter Lehrerseminar zurück. Als dieses 1927 aufgelöst wurde, war er bis 1935 Studienrat an der dortigen Aufbauschule.

Nach seiner Pensionierung 1935 ließ er sich in Bad Altheide nieder, wo er am 9. März 1937 starb. Ein Nachruf von Alois Schirdewahn erschien in der Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Altertum Schlesiens. (Quelle: wikipedia)

Dem Doppel-Album beigefügt wart dann noch ein „Textbegleitheft“ … so hat man zumindest die Chance, ein wenig mehr zu verstehen ….

Textbegleitheft08A

Und auch wenn mir diese Musik und diese Texte (Gesamtspielzeit: 96 Minuten !), die ja einer tiefen Frömmigkeit entprungen ist, mittlerweile sehr fremd ist … so sehr kann ich die liebevolle Mühe bei der Entstehung dieses Albums anerkennen.

Besetzung

Titel:
01. Von seinem ew´gen festen Thron (Grulich) 4.18
02. Pastorale F-Dur op. 3 (Nr. 3) (Führer) 2.17
03. Kommt ihr Herta oall zosamma (Amft) 2.52
04. Der Heiland ist geboren (Traditional) 0.47
05. Das Licht der Welt (Gertler) 1.08
06. Das Licht der Welt (Gedicht) (Gertler) 0.40
07. O Frääde, ieber Frääde (Traditional/Amft) 3.40
08. Was soll das bedeuten (Dietrich) 2.24
09. Laufet ihr Hirten (Traditional) 2.35
10. Rorate Nr. 1 (Reimann) 3.05
11. Freut euch, ihr Hirten all (Traditional) 1.04
12. Was soll das bedeuten (Amft) 2.24
13. Klänes Kendla gruußer Goot (Amft) 3.39
14. O du liebes Jesukind (Traditional) 3.08
15. Schlaf wohl du Himmelsknabe du (Traditional) 3.33
16. Auf, auf ihr Hirten (Amft) 1.57
17. Transeamus (Schnabel) 4.58
18. Der Heiland ist geboren (Traditional) 2.13
19. Böhmisches Weihnachts-Präludium (Geboren ist Christus der Herr) (Führer) 2.04
20. Kääne Herbriche (Gertler) 5.44
21. Inmitten der Nacht (Traditional) 5.29
22. Stille Nacht, heilige Nacht (Fügrer) + Stelle Nacht (Gertler) 4.26
23. Schlaf wohl du Himmelsknabe du (Aiblinger) 1.48
24. Heiligste Nacht (Gruber) 1.55
25. O du Fröhliche (Traditional) 0.45
26. Pastoral-Messe in C (op. 110) (Gloria – Sanctus – Benedictus) (Reimann) 9.33
27. O du liebes Jesukind (Traditional) 7.22
28. Neuroder Dreikeenichslied (Amft) 3.24
29. Die Heiligen Drei Könige (Improvisation) (Langer) 1.28
30. Zum Hochamt am hl. Christfeste (op. 207) (Maestoso – Allegro ma non tanto) (Führer) 4.05
+
31. Portrait: Joseph Wittig – Beweger seiner Zeit (Radio Vatikan, 01. März 2009)

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MC

Die MC Ausgabe dieses Albums (natürlich längst vergriffen)

Und hier Impressionen von der Joseph Wittig Gedenkstätte: