Wissenschaftlicher Dienst des Deutscher Bundestags – Der Weg zur deutschen Einheit (2015)

TitelEinerseits … könnte man ja fast glauben, das Thema sollte allmählich durch sein … andererseits zeigt es sich … dass genau dies nicht der Fall ist.

Von daher kam mir diese Broschüre, erstellt vom Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages heute gerade recht … Die „Dossier“ versucht, die damaligen Ereignisse überblickartig zusammen zu fassen … quasi als Einstieg in das Thema … und mehr kann ein Heft mit 96 Seiten ja auch nicht sein.

Dennoch lohnt es sich immer wieder mal, diese dramatischen Ereignisse jener Monate im Jahr 1989 Revue passieren zu lassen …

Mir selbst kamen damals die Tränen in die Augen (und ich hätte es meinem Vater sehr vergönnt, dieses Moment noch zu erleben, denn er glaubte – im Gegensatz zu mir – dass die Weidervereinigung kommen werde).

Anosnten bleibt es für mich beschämend, wie

  • mit der wirtschaftliche Ausverkauf des Ostens mit konsequenter Brutalität vorangetrieben wurde (die Zeche für all diese Demütigungen zahlen wir heute noch)
  • gelegentlich Wessis sehr arrogant auf die Ossis blicken … Gründe dafür gibt es so gar keine …

Und leider habe ich so ein paar Menschen aus dem Osten kennengelernt, die hier ihr Glück im Westen versuchten und dabei bös unter die Räder gekommen sind (z.T. auch wegen einem gelegentlich schier unglaublichen Anspruchsdenken). Aber dann auch jede Menge Menschen, die mit viel Schwung und Energie auch im Westen erfolgreich Fuß gefasst haben …

Mit sehr gemischten Gefühlen habe ich diese Zeit Revue passieren lassen … Menschen mit all ihren Träumen, Idealen und Hoffnungen …

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Beispiel03

Am 4. Oktober 1989 veranstalten
Oppositionelle unter den Augen der Staatsmacht
in der Ost-Berliner Gethsemanekirche
eine Mahnwache für inhaftierte Demonstranten

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Bereits am 2. Mai 1989 hatte Ungarn begonnen, seine Grenzanlagen nach Österreich abzubauen. Am 19. August nutzen DDR-Bürger eine Friedensdemonstration an der ungarischösterreichischen
Grenze („Paneuropäisches Picknick“), um auf die österreichische Seite zu gelangen.

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Am 7. Juni 1989 versammeln sich etwa 250 bis 300 Angehörige kirchlicher und unabhängiger Basisgruppen in der Ost-Berliner Sophienkirche, um von dort in einem Schweigemarsch gegen den Wahlbetrug bei den Kommunalwahlen in der DDR
 Anfang Mai zu protestieren. Die rund 120 kurz nach Verlassen des Kirchengeländes verhafteten Demonstranten werden am nächsten Tag freigelassen

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Etwa 6.000 DDR-Flüchtlinge sind im Herbst 1989 im Garten der Prager Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Zeltunterkünften untergebracht.

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Der DDR-Regierungssprecher Günther Schabowski antwortet am 9. November 1989 kurz vor 19 Uhr auf die Frage, ab wann die neuen Regelungen für Reisen ins westliche Ausland in Kraft treten würden: „(…) sofort, unverzüglich (…)
über alle Grenzübergangsstellen“.

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Die Abgeordneten der ersten frei gewählten DDR-Volkskammer absolvieren in nur sechs Monaten ein enormes Arbeitspensum: In 38 Sitzungen beraten und verabschieden sie mehr als 150 Gesetze und knapp 100 Beschlüsse.

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Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU/CSU), Mitte, nimmt am 23. Mai 1990 an der gemeinsamen Beratung der Ausschüsse „Deutsche Einheit“ in Bonn teil.

Beispiel16

Der SPD-Vorsitzende und Oppositionsführer
Hans-Jochen Vogel (links) und der SPD-Ehrenvorsitzende
Willy Brandt während der Debatte zur Verabschiedung des Einigungsvertrages.

Beispiel17

Beispiel18

Beispiel19

Beispiel21

Beispiel22

Beispiel23

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Beispiel24