Alte Post- und Ansichtskarten (7): Dresden – München (1981)

Hier mal keine Post- oder Ansichtskarte, sondern ein Briefumschlag, und zwar einer mit ganz viel Briefmarken:

Dresden - München (1981)1

Leider ist der Brief selbst nicht mehr vorhanden … aber ich kann verraten, dass dieser Brief aus dem Fundus meiner Tante stammt. Sie lebt noch … aber der Gevatter Tod grinst um die Ecke.

Dresden - München (1981)2

Welch liebevolle Gestaltung der Rückseite des Briefumschlages. Da hatten sich die zwei wohl was zu sagen.

Alte Post- und Ansichtskarten (6): Pfalz (1950)

Diese Postkarte wurde wohl auf der Reichsburg Cochem geschrieben:

Pfalz1950_01

Die beiden Kartenschreiberinnen war wohl ein wenig bedudelt, als sie diese Karte schreiben, wie sie auch freimütig berichten:

Pfalz1950_02

Die Reichsburg Cochem ist eine Burganlage in der rheinland-pfälzischen Stadt Cochem an der Mosel. Sie ist ihr Wahrzeichen und steht auf einem weithin sichtbaren Bergkegel in 154 m ü. NHN (Eingang) oberhalb der Stadt. Als Gipfelburg gehört sie zum Typus der Höhenburgen.

Die Anlage, die im Mittelalter als Zollburg diente, wurde den Ergebnissen aktueller Burgenforschungen zufolge wohl um 1100 oder in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Nachdem sie im 17. Jahrhundert zerstört worden war, ließ sie der Berliner Kaufmann und spätere Geheime Kommerzienrat Louis Fréderic Jacques Ravené gemäß dem Geschmack der Burgenromantik in den Jahren von 1868 bis 1877 wiederaufbauen. Burg Cochem wurde während der Zeit des Historismus im Stil der Neugotik gestaltet. Nach dem Denkmalschutzgesetz von Rheinland-Pfalz ist sie ein geschütztes Kulturdenkmal und in der Landes-Denkmalliste eingetragen. Außerdem ist die Anlage ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention und mit dem blau-weißen Schutzzeichen gekennzeichnet. (Wikipedia)

Pfalz1950_03

Alte Post- und Ansichtskarten (5): San Marino (1960)

Im Vergleich zu einem Brief aus dem Jahr 1854 ist diese Postkarte geradezu taufrisch:

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Da hat hat jemand aus San Marino ne Urlaubspostkarte geschrieben …

SanMarino1960B

… und gleich noch ganz viele Sonderbriefmarken anlässlich der Olympischen Spiele 1960 in Rom draufgeklebt.

San Marino (amtlich Republik San Marino, italienisch Repubblica di San Marino, Beiname La Serenissima ‚die Allerdurchlauchteste‘) ist die vermutlich älteste bestehende Republik der Welt mit einer Geschichte, die der Überlieferung nach bis auf das Jahr 301 mit der Gründung durch den heiligen Marinus zurückgeht. Sie ist als Enklave vollständig von Italien umgeben und liegt zwischen den Regionen Emilia-Romagna (Provinz Rimini) und Marken (Provinz Pesaro und Urbino), nahe der adriatischen Küste bei Rimini. San Marino ist mit einer Fläche von etwa 60 Quadratkilometern der fünftkleinste Staat der Welt und gehört zu den sechs europäischen Zwergstaaten und nach Einwohnerzahl mit einer Bevölkerung von rund 30.000 Einwohnern zu den kleinsten Staaten der Erde. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt, Amtssprache ist Italienisch.

SanMarino1960C

Den Felskamm des zum UNESCO-Welterbe gehörenden Monte Titano krönen die drei Festungen Guaita, Cesta und Montale. Der Staat ist Mitglied der Vereinten Nationen (UNO), des Europarats und der Lateinischen Union, nicht jedoch der Europäischen Union, nutzt aber dennoch den Euro als Währung. San Marino gehört gemessen am nominalen BIP pro Kopf zu den reichsten Ländern der Welt, hat keine Staatsschulden und eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten der Welt. (Quelle: wikipedia)

Alte Post- und Ansichtskarten (4): Brief von Landshut nach Erding (1854)

Jetzt kann ich die Rubrik „Alte Post- und Ansichtskarten“ um „alte Briefe“ erweitern:

BriefVorderseite1

Der Bodenbelag im Keller muss saniert werden. Ergo: Der gesamte Keller ist freizuräumen (das ist ne Schweinearbeit … bei meinem Keller) … Und da ist mir dann u.a. dieser alte 3 seitige Brief auf dem Jahr 1854 in die Hände gefallen.

Und es ist ein Brief mit Siegel …

Um was es indem Brief geht …keine Ahnung, aber da wird eventuell der „geliebte Simon“ angeschrieben.

Und gegenwärtig grübel ich gerade, was ich nun mit dem alten Brief anfangen kann … aufbewahren will ich ihn nicht mehr, aber einfach so ins Altpapier … nein, das geht mir auch gegen den Strich.

Hat da jemand ne Idee ?

BriefSeite1A

BriefSeite2+3

BriefRückseite

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Briefstempel

Alte Post- und Ansichtskarten (3): Blindenheim Burgrain

Auch hier weiß ich nicht, wie ich zu dieser Postkarte kam: Es ist eine Art Werbepostkarte für das „Blindenheim Burgrain“ (Landkreis Erding/bei München)

Blindenhilfe01

Erste Nennungen des Orts schon im 9. Jahrhundert, als der Freisinger Bischof Atto es vom bajuwarischen Adelsgeschlecht der Fagana erwirbt. Es scheint schon eine Befestigung bestanden zu haben, die dem benachbarten Kloster Isen als Zuflucht bei den Ungarneinfällen diente. Kürzlich würde per Luftbild ein vorgelagerter Abschnittswall in einem Weizenfeld gefunden, der zu so einer Fluchtburg gut passen würde. Mehr dazu hier: schloss-burgrain.homepage.t-online.de/)

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Kartenausschnitt bei Apian, 1568

Im Jahr 1025 überlässt Bischof Egilbert die bestehende mittelalterliche Burg als Witwensitz der Kaiserin Kunigunde, Gemahlin Heinrichs II. Ab 1300 immer wieder Verpfändungen der Burg durch die Freisinger Bischöfe. Außerdem ständige Übergriffe der Fraunberger aus der benachbarten Herrschaft Haag, die Burgrain zeitweilig besetzen, aber wieder zurückgeben müssen.

Ab 1420 festungsartiger Ausbau unter den Freisinger Bischöfen Hermann und Nicodemus – Palas, Wirtschaftsgebäude und Kapelle stammen aus dieser Zeit. Ab 1600 Besetzung mit Pflegern, umfangreiche Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. 1719 noch einmal Aus- und Umbauten, unter anderem auch der Kapelle.1802 wird die Herrschaft endgültig aufgelöst, die Burg Sitz einer privaten Ökonomie mit Brauerei und Ausflugsbiergarten. 1906 – 1919 Blindenheim. Heute in Privatbesitz und innen nicht zugänglich.

Über die Zeit der Burg als Blindheim kann man dann folgendes lesen:

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Von 1906 bis 1917 steht Burgrain im Eigentum des „Vereins Versorgungs- und Beschäftigungsanstalt für erwachsene Blinde in München“. Der 1. Vorsitzende des Vereins Eduard Ritter von Graf widmet sich mit ganzer Kraft dem Ziel, Burgrain zu einem für damalige Zeiten großzügigen Heim für Behinderte zu machen. Leider werden auch in dieser Zeit Umbauten an der Burg vorgenommen, die wenig Rücksicht auf den ursprünglichen Charakter der Anlage nehmen. Eduard Ritter von Graf erliegt einer Verwundung aus der Schlacht um Verdun. Nach dem Tode des 1. Vorsitzenden werden die Verhältnisse auf Burgrain für den Verein so unüberschaubar, daß dieser froh ist, sich unter großen finanziellen Verlusten aus dem Abenteuer Burgrain zurückziehen zu können.

Max Rombach, der letzte Verwalter des Blindenheimes, besitzt Burgrain von 1917 – 1919. Er verfügt nicht über die finanziellen Mittel Burgrain ohne Fremdkapital zu kaufen und muß deshalb unter anderem das Braurecht an die gräflich Moy’sche Brauerei „auf ewig“ verkaufen. (Quelle: schloss-burgrain.homepage.t-online.de)

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Damit ist auch der Zeitraum, aus dem diese Postkarte stammt umrissen. Auf der Rückseite dann der Aufruf, ein Los zu erwerben … prachtvolle Geldgeschenke winkten dann.

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Und so schaut die Burg heute aus:
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Alte Post- und Ansichtskarten (2): Krankenschwestern, so meine Vermutung

Ich weiß, dass ich nichts weiß …

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Weder weiß ich, woher ich diese alte Postkarte habe, noch wer darauf nun wirklich abgebildet ist. Mir dünkt, das sind Krankenschwestern in der Ausbildung und in der Mitte ihre Dozentin/Lehrkraft, oder so.

Und das Foto sollte wohl auch als Postkarte verwendet werden können, wie die schmucklose Rückseite der Postkarte zeigt.

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Und ich überlege gerade, wem ich diese alte Postkarte schicken könnte, damit sie auch mal in den Umlauf kommt. ..

Alte Post- und Ansichtskarten (1): Dorle, 1921

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Dass ich nun diese neue Rubrik in meinem blog eröffne, habe ich sowie die mir zugeneigte Leserschaft des blogs, der Graugans zu verdanken.

In einem unserer Gespräche hat sich das Thema „alte Postkarten“ ergeben und da fiel mir ein, dass ich da ja so einiges herumliegen habe. Meistens weiß ich schon gar nicht mehr, woher ich die habe (nun ja … ähm …)

Aber ich fand die Worte der Graugans, warum ihr diese alten Artefakte so wichtig sind, so interessant und ihrerseits wieder so wertvoll, dass ich nun diese neue Rubrik ins Leben gerufen habe.

Den Anfang macht eine junge Dorle, die sich im Jahr 1921 ablichten ließ und dieses Foto dann auf einer speziellen Postkarte mit (Weihnachts)-Grüßen versah …

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Un natürlich stelle ich mir die Frage … was wurde wohl aus dieser jungen Frau …. die Antwort weiß nur der Wind …

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