Verschiedene Interpreten – Schlager – Hits mit Witz – Vol. 1 (2016)

FrontCover1Jetzt mache ich es mir mal ganz einfach … ich starte mit der Edition „Schlager – Hits mit Witz“:

Jawohl – es gab nicht nur Schlager bei den sich „Herz auf Schmerz“ und „Liebe auf Triebe“ reimte. In dieser 10 CD Box haben wir 200 der witzigsten Schlager zusammengetragen. „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ . „Mein kleiner grüner Kaktus“ – „An der Nordseeküste“ oder auch „Polonäse Blankenese“ – alle diese Titel sind dem gewogenen Hörer deutscher Schlagermusik bestens im Ohr. Alle in dieser Box versammelten Titel sind entweder zum Mitgrölen oder mindestens zum Schmunzeln geeignet. Diese humoristische Schlagerreise führt den Hörer durch zehn Jahrzehnte musikalischer Humorhöhepunkte. 

Von den Comedian Harmonists, Max Kuttner und Willi Rose bis hin zu Klaus & Klaus, Gottlieb Wendehals oder auch Torfrock ist hier fast alles vertreten was Rang und Namen hat oder hatte. (Hüllentext)

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Was macht der Maier am Himalaja? Die humorvolle Antwort auf diese und viele andere Fragen des Lebens findet man in dieser Box mit 200 ganz speziellen Schlagern. Denn hier geht es einmal nicht um Herz und Schmerz, sondern um Lieder mit doppeldeutigen, hintergründigen und witzigen Texten vom Jahr 1920 bis heute.

Schlager waren immer ein Spiegel der jeweiligen Zeit und so spannt sich der musikalische Bogen vom kabarettistischen Trizonesien-Song von 1949 über Peter Igelhoffs Nachtgespenst bis zur unbeschwerten Polonäse Blankenese. Künstler wie Peter Alexander, Evelyn Künnecke, Bill Ramsey, Trude Herr und viele andere sorgen auf einer Reise durch die Jahrzehnte für gute Laune.

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Außerdem bieten die zehn CDs etliche Raritäten zum Schmunzeln wie Curd Jürgens Hühner-Boogie oder einen Twist, in dem Frankreichs Rockstar Johnny Hallyday in schwer verständlichem Deutsch einen Elefanten besingt. (jpc.de)

Mir gefallen natürlich insbesondere (oder fast ausschließlich) all die alten ulkigen Singles aus den 60er Jahren. Wobei die Sammlung nicht so ganz stringent ist, denn was der Dorte Hit „Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben“ in dieser Sammlung zu suchen hat, erschließt sic nicht auf den ersten Blick (außer man hält alle Schlager der 60er Jahre für unfreiwillig komisch … )

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Sei´s drum … net nette Sammlung, die nehm ich vielleicht mal zum nächsten Seniorentanz-Cafe mit … vielleicht kann ich dann mit einer rüstigen Senioren ne kesse Sohle auf dem Tanzparkett hinlegen …

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Titel:
01. Klaus & Klaus: An der Nordseeküste (1985) (deReede/Ortel/v.Hill/Büchner) 3.39
02. Bill Ramsey: Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett (1962) (Gietz/Bradtke) 3.02
03. Gus Backus: Da sprach der alte Häuptling der Indianer (1960) (Scharfenberger/ Wehle) 2.50
04. Muskelkater: Mich kennt keine Sau (1990) (Bruhn) 3.20
05. Tennessee: Tote Hose im Wilden Westen (1997) (Walendowski/David-Ohlmeier/ Heinrichs/Meifert) 3.08
06. Billy Mo: Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut (1962) (Niessen/Rüger) 2.26
07. Paul Kuhn: Es gibt kein Bier auf Hawaii (1963) (Rolle/Röckelein) 2.54
08. Die Regento Stars: Leila (1959) (Dauber/v.Breda) 2.35
09. Torfrock: Volle Granate Renate (1979) (Büchner/Voß/Rieckmann) 4.02
10. Dorthe: Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben (1968) (Bruhn/Buschor/Förster) 2.39
11. Trude Herr: Ich will keine Schokolade (1960) (Morrow/Blecher) 2.26
12. Vico Torriani: Cafe Oriental (1960) (Alstone/Tabet) 2.18
13. Billy Sanders: Gartenzwerg-Marsch (1962) (Bruhn/Bradtke) 2.56
14. Die Jokies: Unser Stammlokal (1983) (Floppkopp/David-Ohlmeier/Heinrichs/ Waleridowski) 3.14
15. Ralf Bendix: Babysitter Boogie (1961) (Parker/Relin) 2.07
16. Hazy Osterwald Sextett: Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt (1966) (Feltz/Peeters) 3.30
17. Rex Gildo: Speedy Gonzales (1962) (Kaye/Hill/Lee/Charles/Gerard/Gordan) 2.37
18. Chris Howland: Die Mutter ist immer dabei (1960) (Jagert/Schwabach) 2.30
19. Bill Ramsey: Maskenball bei Scotland Yard (1962) (Gietz/Bradtke) 2.35
20. Gottlieb Wendehals: Polonäse Blankenese (Neuaufnahme) (1981) (Böhm-Thorn/Jud) 4.02

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Die Rückseite der 10 CD Box

Willi Fruth Ensemble – Cocktail For Dancing (1959)

FrontCover1Jetzt mal wieder ein Beitrag zur allseits beliebten Serie „deutsche Unterhaltungsmusik der 50er Jahren mit einem jazzigen Hintergrund“ (oder so ähnlich).

Willi Fruth (* 21. April 1925 in München) ist ein deutscher Jazzmusiker (Klarinette, Akkordeon, Komposition), Musikproduzent und -verleger, der vor allem für seine Produktionen bei MPS bekannt ist.

Fruth studierte von 1939 bis 1942 Klarinette an der Musikhochschule München, bevor er zum Wehrdienst im Zweiten Weltkrieg eingezogen wurde. Ab 1946 leitete er eigene Bands; er arbeitete dann zehn Jahre in der Schweiz. 1963 wurde er der Produktionschef des Plattenlabels SABA und 1968 des aus diesem entstehenden Jazzlabels MPS, für die er teilweise auch als Tonmeister tätig war. Er produzierte Aufnahmen, die international als wegweisend galten. Mit Hans Georg Brunner-Schwer gründete er den Musikverlag Edition Swington, der die aufgenommenen Kompositionen der Musiker veröffentlichte und ihm heute allein gehört.. Nach der Beendigung der Labelaktivitäten 1981 war er als Verleger und weiterhin als Komponist tätig. Er komponierte mehr als 200 Titel, unter anderem für Erwin Lehn (Swing Skizze) und für Nelson Riddle (Romantic Places). (Quelle: wikipedia)

Aha, wir lesen Saba und damit auch MPS Records und schon schnalzt der Kenner mit der Zunge.

Hier eine Aufnahme, die weit vor seinen Saba-Zeiten entstanden ist … Gepflegte Barmusik mit herrlichen jazzig angehauchten Klängen (vor allem bei Violine, Akkordeon und Klarinette)..

Und: es würde mich tierisch reizen, mehr über den Willi Fruth und all seine Aktivitäten in Erfahrung zu bringen … und da bin ich gerade auf einem gutem Weg … demnächst also mehr von ihm.

WilliFruth

Das einzige Foto von Willi Furth, das ich bisher von ihm auftreiben konnte

Besetzung:
Willi Fruth Ensemble

BackCover1Titel:

01. Cocktail For Dancing (Teil 1) 2.44
01.1. Anema E Core
01.2. Piccolissima Serenala
01.3. Himmelblaue Serenade

02. Cocktail For Dancing (Teil 2) 2.21
02.1. La Pansé
02.2. Lisboa Antigua
02.3. Chella Llá

03. Cocktail For Dancing (Teil 3) 2.40
03.1. Vola Colomba
03.2. Come Prima
03.3. Volare Cantare

04. Cocktail For Dancing (Teil 4) 2.50
04.1. Tea For Two
04.2. Cha Cha
04.3. Sweet And Gentle
04.4. Patricia

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Alfred Hause – Internationaler Tanztee (1959)

FrontCover1Wem´s nach einem gepflegtem Tänzchen ist, der kommt um den Alfred Hause und seine gekonnten Arrangements nicht vorbei.

Alfred Hause (* 8. August 1920 in Ibbenbüren; † 14. Januar 2005 in Hamburg) war ein deutscher Violinist, Dirigent und Kapellmeister. Der „deutsche Tango-König“ hatte großen Anteil an der Ausrichtung der Unterhaltungsmusik in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Er kreierte seinen legendären „Continental-Tango-Sound“.

Hause wurde 1945 Geiger in Willy Steiners Radio-Tanzorchester Hamburg. Steiner hatte dieses Ensemble damals in Hamburg für den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) aufgebaut. Hause wurde Konzertmeister und leitete die Streichergruppe des Orchesters. 1948 löste er Kurt Wege ab und übernahm die Leitung des Tanz- und Unterhaltungsorchesters des NWDR, das 1955 vom NDR übernommen wurde.

Bekannt wurde Hause durch zahlreiche Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen sowie durch Auftritte in den Fernsehsendungen von Peter Frankenfeld und Hans-Joachim Kulenkampff, sowie in zahlreichen Hörfunksendungen von Hans Rosenthal („Wer fragt, gewinnt“, „Allein gegen alle“, „Spaß muß sein“). 1961 gewann er mit seinem Orchester und dem AlfredHauseTitel „Bailando a dos“ den 1. Platz bei den ersten Deutschen Schlager-Festspielen in Baden-Baden. 1965 und 1967 absolvierte er mit seinem Orchester eine erfolgreiche Tournee durch Japan, die Polydor in Zusammenarbeit mit der Nippon Grammophon Co. durchführte. Seit Ende der 1950er Jahre arbeitete auch James Last – damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Hans Last – beim NDR als Arrangeur für Alfred Hause (und Franz Thon). Beim NDR blieb Hause bis zu seinem Ruhestand 1973. 1996 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

Seine Urne befindet sich im Kolumbarium der Kapelle 11 auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg an der Stirnseite rechts. (Quelle: wikipedia)

Hier eine Polydor-Single (die aufgrund der Länge als EP ausgewiesen wird) aus dem Jahr 1959 (der Knisterfaktor ist erfreulich gering).

Wie der Titel schon verrät, erklingen hier internationale Melodien, die dazu anregen sollen, das Tanzbein zu schwingen.

Nun, man kann sich auch ohne diese tanzbeinschwingenden Bewegungen an der federleichten Musik erfreuen (so wie ich es tue).

Tanztee

Besetzung:
Alfred Hause und sein Orchester

BackCover1Titel:

01. Internationaler Tanztee (Teil 1) (2.49)
01.1.Bambina (Modugno)
01.2. Oh, Marie (de Ceglie)
01.3. Casetta in Canada (Panzeri/Mascheroni)
01.4. Arreviderci Roma (Rascel)

02. Internationaler Tanztee (Teil 2) (2.52)
02.1. Drei Münzen im Brunnen (Styne)
02.2. O sole mio (di Capua)
02.3. Addio amore (Pelosi/Arden/Harper)

03. Internationaler Tanztee (Teil 3) (2.47)
03.1. Panama (Tyers)
03.2. La Cucaracha (Amberg)
03.3. Maria aus Bahia (Misraki)
03.4. Rumba Tambah (Herandez)

04. Internationaler Tanztee (Teil 4) (2.34)
04.1. Tipitin (Graver)
04.2. Die Carmen sagt Si-Si (Lecuona)
04.3. Wenn in blauer Nacht (Lecuona)
04.4. Amapola (Lacalle)

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Jimmy Makulis – Gitarren klingen leise durch die Nacht + Addio, mein blondes Mädel (1959)

FrontCover1.jpgSo … wieder zurück aus Kreta, mit vielen sehr intensiven Eindrücken (davon vielleicht ml später mehr).

Und dieser Grieche, der Jimmy Makulis … liegt ja eigentlich schon sehr lange auf meinem Schreibtisch … den entscheidenden Hinweis auf ihn, bekam ich durch einen griechischen Leser dieses blogs (der übrigens hervorragende Deutsch spricht und schreibt):

Jimmy Makulis (* 12. April 1935 als Demetrius Macoulis, griechisch: Τζίμης Μακούλης, in Athen; † 28. Oktober 2007 ebenda) war ein griechischer Schlagersänger, der in den 1950er und 1960er Jahren auch im deutschsprachigen Raum große Erfolge feierte.

Makulis wuchs in Südafrika auf und besuchte in Johannesburg und Kapstadt das Gymnasium und das College. Sein Vater und Großvater waren Diplomaten, der Vater hatte als griechischer Konsul in Zypern sowie als Mitarbeiter für Arbeitsangelegenheiten (Labour Attaché) in der britischen Botschaft in Athen gedient. Jimmy sang abends in Bars und Nachklubs und gewann 1949 in Athen einen Gesangswettbewerb, aufgrund dessen er bald zu einem erfolgreichen Sänger in seinem Heimatland wurde. Seinen ersten Schallplattenvertrag schloss er in Griechenland mit Philips ab.

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1955 kam Makulis nach Deutschland, wo er zunächst bei Polydor zwei Singles aufnahm. Sein erster großer Erfolg im deutschsprachigen Raum war 1956 das Lied Auf Cuba sind die Mädchen braun, der von dem Label Heliodor produziert worden war. Der größte Erfolg kam 1959 mit der ersten Ariola-Produktion Gitarren klingen leise durch die Nacht, einer Coverversion des Hits des DDR-Sängers Günter Geißler. Makulis‘ Version gehört heute zu den Evergreens des deutschen Schlagers. Wegen seines perfekten Aussehens und Auftretens nannten ihn die Medien den „Sinatra des Orients“. In jener Zeit lebte er in München. Auch im Duett, zuerst mit Lolita als Ditta Zusa (1957) und später mit Nina Zacha (1961/62) hatte er Erfolg.

Im Jahr 1959 spielte Makulis in dem Revue-Krimi Mädchen für die Mambo-Bar an der Seite von Kai Fischer und Gerlinde Locker, 1961 wirkte Makulis unter der Regie von Otto Ambros in dem Spielfilm Auf den Straßen einer Stadt mit, dem bis 1966 weitere Filmrollen folgten. Ebenfalls 1961 vertrat er Österreich beim Eurovision Song Contest. Sein Lied Sehnsucht belegte dort Platz 15 – damit war er punktgleich Letzter. 1962 nahm Makulis an den Deutschen Schlager-Festspielen 1962 teil. Sein Lied Ich habe im Leben nur dich kam jedoch nur auf den letzten Platz. Dennoch konnte sich der Titel zwölf Wochen in den deutschen Charts halten.

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1966 wechselte Makulis in die USA, wo er in Las Vegas einige beachtliche Erfolge erzielte. Sein Repertoire umfasste mittlerweile zehn Sprachen. 1985 kehrte Jimmy Makulis wieder in seine Heimat Griechenland zurück. Dort nahm er 1990 an der griechischen Vorausscheidung für den Song Contest teil, konnte sich aber nicht qualifizieren. Anfang der 1990er Jahre kehrte er wieder nach Deutschland zurück, wo er noch ein paar kleinere Erfolge erreichen konnte. 2005 kam über eine Musikagentur ein Kontakt zu einem deutschen Label zustande. Seine letzten Studioaufnahmen machte er zusammen mit dem Musikproduzenten Horst Lemke. Seine letzte veröffentlichte CD I Don`t Think I Ever Told You mit drei seiner größten deutschen Hits u. a. „Gitarren klingen leise durch die Nacht“ und zwei englischsprachigen Titeln ist im Jahr 2006 bei Marabu-Records erschienen.

Am 28. Oktober 2007 starb Makulis, der mit der Berlinerin Monika verheiratet war, im Alter von 72 Jahren in einem Krankenhaus in Athen, nachdem er sich einer Herzoperation hatte unterziehen müssen. (Quelle: wikipedia)

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Und hier einer sehr großen, frühen Erfolge …

2 Herz-Schmerz-Titel … wie sie wohl nicht nur damals bei den jungen Damen (damals hieß das wohl Backfische) hoch im Kurs standen.

Wer will darf da gerne mal ne Runde schwelgen …

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Der gereifte Jimmy Makulis in den 2000er Jahren

Besetzung:
Jimmy Makulis (vocals)
+
Tanzorchester Gerd Wilden

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Titel:
01. Gitarren klingen leise durch die Nacht (Reipsch/Moderer) 3.12
02. Addio, mein blondes Mädel (Wilden/Ritter) 2.53

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Symphonieorchester des Westdeutschen Rundfunks – (Berühmte Tänze aus der) Nußknacker Suite (Peter Tschaikowski) (1959)

FrontCover1Erst dachte ich mir, „na gut, nun mal wieder ne Single vom „Bertelsmann Schallplattenclub“ und dann entwickelte sich diese Präsentation „aufwendiger“ und zugleich befriedigender als gedacht. Aber der Reihe nach:

Hier also berühmte Tänze aus der der Nußknacker Suite von Peter Tschaikowski. Ursprünglich waren diese Kompositonen für ein Ballett mit 2 Akten konzipiert. Wohl aufgrund des großen Erfolges der Melodien entwickelte dann Tschaikowski auf Basis dieser Kompositionen die „Nußknacker Suite“. Und aus dieser Suite offerierte der Schallplattenclub eben 4 „berühmte Tänze“, eingespielt von dem Symphonieorchester des Westdeutschen Rundfunks unter der Leitung von Dean Dixon.

Und mindestens so spannend wie diese berauschende Musik ist die Person Dean Dixon:

Dean Dixon (* 10. Januar 1915 in New York City; † 4. November 1976 in Zug / Schweiz) war ein US-amerikanischer Dirigent. Er gilt als der erste Afroamerikaner, der große amerikanische Symphonieorchester dirigierte, und als einer der ersten Amerikaner, die bei europäischen Orchestern einen Dirigentenposten innehatten.

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Dean Dixon

Dean Dixon leitete die meisten großen Symphonieorchester in Europa, Israel, Japan und Lateinamerika. Er machte das europäische Publikum mit vielen amerikanischen Komponisten, wie beispielsweise William Grant Still, bekannt. Die American Society of Composers, Authors, and Publishers ehrte ihn für seine Bemühungen, die amerikanische Jugend für die Musik zu gewinnen, mit dem Award of Merit. Dean Dixon war in erster Ehe mit der amerikanischen Pianistin Vivian Rivkin verheiratet, mit der er auch einige Schallplattenaufnahmen konzertanter Werke machte. 

Dixon studierte das Dirigieren bei Albert Stoessel an der Juilliard School und machte seinen Hochschulabschluss an der Columbia University. 1931 gründete er im Alter von 16 Jahren ein eigenes Orchester und einen Chor. 1941 leitete er als Gastdirigent das NBC Symphony Orchestra, dann das New York Philharmonic Orchestra. In den folgenden Jahren war er auch Gastdirigent beim Philadelphia Orchestra und beim Boston Symphony Orchestra. Wegen seiner Hautfarbe hatte es Dixon jedoch als Dirigent schwer in den Vereinigten Staaten und ging 1949 nach Europa, wo er zunächst in Paris das Orchester von Radio France leitete. Von 1950 bis 1951 leitete er das Israel Philharmonic Orchestra, von 1953 bis 1960 die Göteborger Symphoniker, von 1964 bis 1967 das Sydney Symphony Orchestra und von 1961 bis 1974 das Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt. Im Jahr 1970 kehrte er im Triumph nach Amerika zurück. Er wurde eingeladen, vor 75.000 Zuhörern im Central Park zu dirigieren und durfte – zum Ehrenbürger von New York ernannt – den goldenen Schlüssel aus den Händen des Bürgermeisters John Lindsay entgegennehmen. (Quelle: wikipedia).

DeanDixon
Mit diesen Informationen versorgt, machte ich mich daran, die Single zu digitalisieren und dabei mit großen Ohren zu lauschen, ob der wirklich ansprechenden Interpretation. Nicht dass ich Ballett sonderlich mögen täte, aber die Musik ohne „Gehopse“ hat schon was …

Und dann kam eine glückliche Fügung hinzu: Ich erhielt von dieser Aufnahme die gesamte Nußknacker Suite, die damals auch von den Bertlesmännern als komplette LP veröffentlicht wurde (die liegt mir aber nicht vor; von daher mein Dank an René Gagnaux); Ein Amazon-Verkäufer datiert die Aufnahme auf das Jahr 1955; aber vermutlich ist das falsch: mehrere und seriöse Quellen geben das Jahr 1959 an …

Und daher habe ich diese „Single“ Veröffentlichung einfach erweiterte und stelle den kompletten Mitschnitt des Konzertes zur Verfügung (die auf der Single enthaltenen Stücke habe ich mit einem (*) versehen). Und bei der Nr. 2 darf man durchaus lächeln: habe ich sie doch bewusst erstmal in der Fassung von „Emerson, Lake & Palmer“ („Nutrocker“) kennengelernt.

Vorder-RückseiteLP

Vorder- und Rückseite der LP

Besetzung:
Symphonieorchester des Westdeutschen Rundfunks unter der Leitung von Dean Dixon

 

BackCover1Titel:
01. Ouverture miniature: Allegro giusto, 2/4 Takt, B-Dur 3.11

Danses caractéristiques:
02. Marche: Tempo di marcia viva, 4/4 Takt, G-Dur 2.47
03. Danse de la Fée Dragée (Tanz der Zuckerfee): Andante non troppo, 2/4 Takt, e-moll 1.56
04. Danse russe Trepak (Russischer Tanz): Tempo di Trepak, molto vivace, 2/4 Takt, G-Dur 1.12
05. Danse arabe (Arabischer Tanz): Allegretto, 3/8 Takt, g-moll 3.37 (*)
06. Danse chinoise (Chinesischer Tanz): Allegro moderato, 4/4 Takt, B-Dur 1.08 (*)
07. Danse des mirlitons (Tanz der Rohrflöten): Moderato assai, 2/4 Takt, D-Dur 2.25 (*)
08. Valse des fleurs (Blumenwalzer): Tempo di Valse, 3/4 Takt, D-Dur 6.48 (*)

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Verschiedene Interpreten – Feuerwerk der guten Laune (1959)

FrontCover1Nochmals kurz zur Erinnerung, was es mit dem Bertelsmann Schallplattenring so auf sich hatte:

Nachdem der Unternehmer Reinhard Mohn bereits 1950 seinen Bertelsmann Lesering (heute Der Club) gegründet hatte, der es den Mitgliedern ermöglichte, aktuelle Bücher preiswert zu beziehen, wollte er sein Angebot Mitte der 50er Jahre auch auf Schallplatten ausweiten. 1956 gründete man unter der Devise „Zum guten Buch gehört ein schöner Klang“ den Bertelsmann Schallplattenring. Das junge Unternehmen hatte jedoch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. So wollten die Plattenfirmen anfangs die erforderlichen Lizenzen zum Vertrieb der Platten über den Schallplattenring nicht vergeben. Darüber hinaus war es anderen Presswerken mitunter aus vertraglichen Gründen nicht möglich, Aufträge von Bertelsmann anzunehmen. Aus diesem Grund errichtete man 1957 das Presswerk Sonopress in Gütersloh.

Am 22. April 1958 kam es zur Gründung der Ariola Sonopress GmbH sowie eines österreichischen Tochterunternehmens, die mit einer Presskapazität von 225.000 Platten monatlich ausgestattet waren. Die erste Veröffentlichung unter dem neuen Namen war Die Regenbogenkinder von Josephine Baker.

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Kataloge der Schallplatten Illustrierten

Anfangs umfasste das Repertoire nur insgesamt 72 Titel von sechs Interpreten, was es dem Unternehmen schwer machte, in der Branche Fuß zu fassen. Langsam stellten sich jedoch erste Erfolge ein und in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart wurden Geschäftsstellen gegründet, 1961 wurde in Köln eine weitere Musikproduktion eröffnet. Zuvor hatte Ariola 1960 mit dem Kölner Volksschauspieler Willy Millowitsch seinen bisher umsatzstärksten Erfolg mit dem Stimmungslied Schnaps, das war sein letztes Wort, von dem 900.000 Exemplare umgesetzt wurden. (Quelle: wikipedia)

Cortina

Hier einer jener Promo-Singles, die damals als „unverkäufliche Werbeplatte“ unter die Leute gebracht werden.

Seite 1 präsentiert „Musikalische Kostproben aus dem Tanz- und Unterhaltungsprogramm“ und Seite 2 dann „Musikalische Kostproben aus dem klassischen Repertoire“. Man befand es aber nicht der Mühe wert, die Interpreten dieser beschwingten Melodien zu benennen … Dafür gibt es dann einen recht schmalzigen Werbetext auf der Rückseite der Hülle, der mit dem Appell endet:

„Seien Sie herzlich eingeladen ! In unserer großen Gemeinschaft erwarten Sie aufgeschlossene Menschen, die aus Freude zur Musik zu einem modernen Schallplattenclub and, mit all seinen enormen Möglichkeiten und Preisvorteilen.“

Nun … hier gibt es dieses Schmankerl so ganz umsonst.

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Titel:

Seite 1 (Musikalische Kostproben aus dem Tanz- und Unterhaltungsprogramm):
01.1. Das muss ein Stück vom Himmel sein (Heymann)
01.2 Im Weißen Rößl Am Wolfgangsee (Benatzky/Gilbert)
01.3. Ja, das Schreiben und das Lesen (Schnitzer/Strauss)
01.4. Wir sind die Sänger vom Finsternwalde (Pfeuffer/Kermbach)
01.5. Und die Musi spielt dazu (Raymond/Feltz/Wallner)
01.6. Li‘ Per Li‘ (Viezzoli/Siegel)
01.7. Down By The Riverside (Traditional) 6.27

Seite 2 (Musikalische Kostproben aus dem klassischen Repertoire):
02.1. Holzschuhtanz (Lortzing)
02.2. Ein Mädchen oder Weibchen (Mozart)
02.3. Walzer (Gounod)
02.4. Zigeunerchor (Verdi)
02.5.  Militärmarsch (Schubert) 7.10

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Werbung aus dem Jahr 1965

Chris Howland – Das hab ich in Paris gelernt + Blonder Stern (1959)

FrontCover1Immer wieder gut: Chris Howland, der singende Barde aus England:

John Christopher „Chris“ Howland (* 30. Juli 1928 in London; † 29. November 2013 in Rösrath) war ein britischer Schlagersänger, Radio- und Fernsehmoderator, Schauspieler und Buchautor.

Der Sohn eines Redakteurs der BBC wuchs in Südengland auf und lernte den Beruf des Imkers. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Chris Howland am 12. März 1948 Mitarbeiter des Radiosenders der Britischen Armee BFN (British Forces Network, heute BFBS). Noch im Jahr 1948 wurde er Chefsprecher und Chef der Musikabteilung beim BFN. Beim neuen Soldatensender mussten alle Sprecher vielseitig verwendbar sein, so dass Howland auch in einer Sprecherrolle der Serie Adventures of Robin Hood zu hören war. Hauptamtlich moderierte er insbesondere die Sendungen Family Favourites und Breakfast Club.

Howland sprach 1952 beim NWDR vor und wurde dort als Diskjockey eingestellt. Man hoffte, mit ihm an BFN und AFN verlorene jugendliche Hörer zurückzugewinnen. Am 1. September 1952 moderierte er die Sendung Rhythmus der Welt, in der er als „Schallplattenjockey“ („Disc-Jockey“ wollte man den deutschen Zuhörern nicht zumuten) zwanglos über Trends und Neuheiten der internationalen Musikszene berichtete.[ Sein britischer Akzent und seine knarrende Stimme machten ihn schnell bei den Radiohörern beliebt. Wenig später moderierte er die Radiosendung Spielereien mit Schallplatten. In einer dieser zahlreichen Sendungen gab er sich selbst den Spitznamen „Heinrich Pumpernickel“, später auch „Mr. Pumpernickel“. Anfang 1954 zog er mit dem BFN von Hamburg nach Köln, dem neuen Hauptsitz des BFN. Im selben Jahr begann er beim NWDR Köln, der sich ab Januar 1956 nach der Regionalteilung WDR nannte.

Am 6. September 1953 hatte der Fernsehfilm Schlager-Expreß Premiere, in dem Howland als Sänger auftrat. Dies war der Beginn einer Vielzahl von Kinofilmen, an denen Howland mitwirkte. In der Musikromanze Ball der Nationen (25. Dezember 1954) spielte er den Dr. Johnson, in Der Major und die Stiere (28. Oktober 1955) tauchte er in der Rolle des Sergeant Bobby auf, eine Rolle als junger Engländer übernahm er in dem Film Verlobung am Wolfgangsee (25. Oktober 1956). Die Heinz-Erhardt-Komödie Witwer mit fünf Töchtern (6. September 1957) präsentierte Howland in der Rolle des Mr. Printice und in Haus Vaterland (13. August 1959) erschien er als Freddy.

1959 ging Howland vorübergehend nach Großbritannien, um dort die Fernseh-Talkshow Peoples and Places zu leiten. 1961 kehrte er wieder nach Deutschland zurück, wo er zuerst beim WDR die Hörfunksendung Musik aus Studio B ab 22. Oktober 1961 moderierte, die dann ebenfalls vom Fernsehen übernommen wurde und bis 1970 61-mal gesendet wurde. Ab dem 18. Juli 1961 war er Moderator der Sendung Vorsicht Kamera, der deutschen Version der britischen Fernsehsendung Candid Camera.

Parallel dazu verlief Howlands Plattenkarriere. Nach einem eher erfolglosen Debüt um das Jahr 1953 hatte er mit Japanisches Abschiedslied, der deutschen Version des Liedes Japanese Farewell von Kay Cee Jones, seinen ersten kommerziellen Erfolg. Seine größten Erfolge feierte er im Mai 1958 mit Fraulein und im Mai 1959 mit Das hab’ ich in Paris gelernt. Beide Titel wurden von Hans Bertram in Köln produziert und erreichten jeweils Platz 3 in der deutschen Hitparade. (Quelle: wikipedia)

Und irgendwie bleib er all die Jahre im Geschäft, bevor er dann am 29. November 2013 in Rösrath verstorben ist.

Hier nun die erwähnte Single aus dem Jahr 1959 „Das hab ich in Paris gelernt“, wobei man anmerken darf, dass diese A-Seite ein schönes Beispiel für dieses britische Schlitzohr ist, während die B-Seite eher flach geraten ist. Viel Vergnügen !

ChrisHowland1959

Chris Howland, 1959

Besetzung:
Chris Howland (vocals)
+
Berlipps Studio Band
Die Hansen Boys (bei 02.)

BackCover1

Titel:
01. Das hab ich in Paris gelernt (Henning) 2.34
02. Blonder Stern (Little Star) (Venosa/Picone/Siegel) 2.45

LabelB1

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