Margot Werner – So ein Mann + Insel meiner Träume (1976)

FrontCover1.jpgFür die Margot Werner kann ich mich immer wieder mal erwärmen, wenn nicht gar begeistern. Und 1972 war für sie ein besonderes Jahr, denn …

der Komponist Bert Grund komponierte 1972 drei Lieder für Margot Werner, mit denen sie eine zweite Karriere startete, bei der auch Abi Ofarim ein wesentlicher Förderer war. 1972 sang sie im Wiener Konzerthaussaal mit Peter Kreuder. Es folgten eine eigene Fernsehshow mit dem Titel Von Margot bis Montag (Regie: Peter Hajek, Gäste: Klaus Kinski, Heinz Bosl u. a.), Auftritte im Spielcasino von Travemünde und von November 1973 bis März 1974 ein Gastspiel bei der Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Seit 1975 trat Werner in zahlreichen Fernsehshows als Tänzerin, Sängerin und Entertainerin auf, etwa bei Hans-Joachim Kulenkampff in Feuerabend, bei Max Greger oder Roberto Blanco, in Dalli Dalli und Am laufenden Band.

1976 ging sie mit dem Programm Wasser, Feuer, Luft und Erde auf Deutschland-Tournee, weitere Tourneen folgten. 1977 hatte sie mit dem Song So ein Mann einen ihrer größten Erfolge. (Quelle: wikipedia)

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Heinz Domez and Margot Werner in dem Simmel Film  „Lieb Vaterland magst ruhig sein“ (1976)

Mehr von ihrer letztlich tragischen Geschichte kann man dann hier lesen.

Hier mal diese erfolgreiche Single (quasi als Vorgriff auf das dazu passende Album „Wasser, Feuer, Luft und Erde“, das ich demnächst hier präsentieren will und im ürigen von Abi Ofarim produziert und von dem unvergessenen Paul Vincent arrangiert  wurde).

Margot Werner in der großen Pose als femme fatale … schwelgend-romantisch dann bei „Insel meiner Träume“.

Und gelegentliche kann ich in solchen Chansons geradezu baden …

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Besetzung:
Margot Werner (vocals)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. So ein Mann (Frank-Jacoby/Hofer) 3.20
02. Insel meiner Träume (Ofarim/Pacher) 3.23

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Margot Werner – Und für jeden kommt der Tag (1974)

FrontCover1Ganz sicher wieder einmal so ein Künstlerinnen-Biographie die von himmelhochjauzend bis zu Tode betrübt verlaufen ist:

Margot Werner (* 8. Dezember 1937 in Salzburg; † 1. Juli 2012 in München) war eine österreichische Balletttänzerin und Chansonsängerin.

Als Tochter eines Kaufmanns und einer Pianistin wuchs Margot Werner in Salzburg auf und machte am Realgymnasium bei den Ursulinen die Mittlere Reife. Sie hatte eine enge Beziehung zu dem Tanzkollegen Heinz Bosl. In erster Ehe war sie mit dem Schauspieler Peter Pasetti verheiratet. Seit 1978 war sie mit dem Kaufmann Jochen Litt verheiratet, dessen Hotel in Tirol sie bis zu seinem Konkurs im Jahr 2005 finanziell unterstützte.

Margot Werner erhielt schon mit drei Jahren ersten Ballettunterricht. Sie absolvierte die klassische Tanzausbildung am Salzburger Landestheater und bei Friderica Derra de Moroda. Mit 17 Jahren wurde sie am Bayerischen Staatsballett in München engagiert, wo sie innerhalb von drei Jahren zur Vortänzerin avancierte. Seit 1959 war sie Solistin. Es gab gemeinsame Arbeiten mit Choreografen wie John Cranko und John Neumeier. Sie tanzte in Balletten wie Giselle, Der grüne Tisch von Kurt Jooss. Sie trat bis 1975 auch oft mit Heinz Bosl auf, nach dessen Tod sie sich zusammen mit Konstanze Vernon für die Heinz-Bosl-Stiftung engagierte.

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Der Komponist Bert Grund komponierte 1972 drei Lieder für Margot Werner, mit denen sie eine zweite Karriere startete, bei der auch Abi Ofarim ein wesentlicher Förderer war. 1972 sang sie im Wiener Konzerthaussaal mit Peter Kreuder. Es folgten eine eigene Fernsehshow mit dem Titel Von Margot bis Montag (Regie: Peter Hajek, Gäste: Klaus Kinski, Heinz Bosl u. a.), Auftritte im Spielcasino von Travemünde und von November 1973 bis März 1974 ein Gastspiel bei der Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Seit 1975 trat Werner in zahlreichen Fernsehshows als Tänzerin, Sängerin und Entertainerin auf, etwa bei Hans-Joachim Kulenkampff in Feuerabend, bei Max Greger oder Roberto Blanco, in Dalli Dalli und Am laufenden Band.

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1976 ging sie mit dem Programm Wasser, Feuer, Luft und Erde auf Deutschland-Tournee, weitere Tourneen folgten. 1977 hatte sie mit dem Song So ein Mann einen ihrer größten Erfolge. Zahlreiche Auftritte im In- und Ausland mit ihrem musikalischen Begleiter Max Greger Jr. schlossen sich an. Ab 1986 trat sie beinahe jährlich im Stuttgarter Renitenztheater auf. Ein Höhepunkt ihrer Karriere als Entertainerin war der Auftritt beim New Yorker Metropolitan Opera Ball. Mit Movie Classics feierte sie 1994 Erfolge in der Münchner Philharmonie und der Stuttgarter Liederhalle.

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Als Schauspielerin stand Margot Werner zunächst als Jenny in Brechts Dreigroschenoper auf der Bühne des Münchener Residenztheaters. Es folgten Fernsehproduktionen wie Insel der Krebse, Lieb Vaterland, magst ruhig sein (nach dem Roman von Johannes Mario Simmel, 1976), die Operette Im weißen Rößl am Wolfgangsee mit Helmuth Lohner (1979), die Fernsehserie Liebt diese Erde (1984) und die Tatort-Folge Das Archiv (1986).

Noch die strahlende Diva: Margot Werner

Am 1. Juli 2012 verstarb Margot Werner durch Suizid. Die Urne wurde in aller Stille und im engsten Familienkreis auf dem Kommunalfriedhof in Salzburg beigesetzt (Quelle: wikipedia)

Wobei sich da der Autor, die Autoren es sich ein wenig leicht gemacht haben bei ihrem wikipedia-Artikel über Margot Werner. Deshalb hier noch ein paar vertiefte Informationen:

„Sie hatte – vielleicht blind vor Liebe – immer mehr Geld in das von der Pleite bedrohte Vier-Sterne-Hotel ihres Mannes gepumpt, man munkelt von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro. Aber vergeblich: 2005 ging der „Berwanger Hof“ endgültig in Konkurs und Margot Werner verlor ihr gesamtes Vermögen, ihre Villa in Grünwald und ihre Wohnung in Salzburg. Über diesen Tiefpunkt sagte sie später: „Das wäre ein guter Augenblick gewesen, um unter der Linde in meinem geliebten Garten diese Welt zu verlassen. Aber ich hatte nicht die Courage dazu.“ Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude berichtet von einem Brief, in dem ihm die Künstlerin seinerzeit ihre verzweifelte finanzielle Lage schilderte. Seitdem wohnte das Ehepaar Werner-Litt in einer Sozialwohnung.

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Aus dem Tourbooklet

Liebe Freunde, ruhmreich und ruhmarm, Margot Werners Ende finde ich sehr tragisch. Doch was genau in ihrer Karriere ist schiefgegangen? Die Kritikerin Eva-Elisabeth Fischer schreibt in der Süddeutschen Zeitung ganz vorsichtig: „Bei ihrer zweiten Karriere hatte sie nicht die besten künstlerischen Berater. Sie blieb eine Marlene fürs Hausgemachte“.

Es war sehr ruhig um sie geworden – praktisch nur noch einmal jährlich stand sie im Rampenlicht, wenn nämlich die Fotografen und das Publikum bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth auf Margots neueste außergewöhnliche Modekreation samt dramatischem Kopfputz warteten. Keine Villa in Grünwald mehr, sondern eine Sozialwohnung im Münchner Osten. Keine eigene Personalityshow im Hauptabendprogramm, keine Auftritte und Schlagzeilen mehr, vermutlich in letzter Zeit nur noch (Nerven-)Schmerzen und Depressionen. „Sie stürzte“, heißt es sachlich richtig, anstatt „Sie stürzte sich“ oder gar „Sie sprang“ zu schreiben.“ (Quelle: hallohierbryan.de)

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So was nennt man wohl eine „tragisches Ende“ … sie sprang aus dem 3. Stock einer Münchner Klinik.

Hier aber nochmal der Blick zurück zu ihrem Debütalbum (als die Welt noch in Ordnung war). An ihrer Seite stand ne famosen Begleitmannschaft (von Ralph Nowy über Klaus Weiss bis hin zu Paul Vincent).

Auch wenn das Album nicht der ganz große Wurf geworfen ist, so zeigen sich doch immer mehr als lohnenswerte Ansätze und man mag sich des Eindrucks von Eva-Elisabeth Fischer anschließen … und feststellen, dass das Potential der Margot Werner ausbaufähig gewesen wäre …

Dieser Präsentation liegen dann noch das Tour-Booklet sowie ein Promo-Booklet der Künsterlin bei (mit zwei Signaturen)

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Besetzung:
Thor Baldursson (keyboards)
Viktor Behrends (trumpet)
Ralf Nowy (flute, saxophone)
Franz Löffler (violin)
Abi Ofarim (guitar)
Gary Unwin (bass)
Paul Vincent (guitar)
Monika Vincent-Gunia (background vocals)
Klaus Weiss (durms, percussion)

Booklet (mit Signatur)1

Das Booklet mit Signatur Margot Werner

 

Titel:
01. Und für jeden kommt der Tag (Ofarim/Pacher/Jacobi)
02. Das kann nur Liebe sein (Ofarim/Pacher/Jacobi) 3.44
03. So ein Herz  (Ofarim/Pacher/Jacobi) 3.20
04. Ich bin ´ne kleine Frau (Khan/Pacher) 2.52
05. Weiße Vögel (Ofarim/Pacher)n 3.34
06. Er war ein Grande (Ofarim/Pacher) 3.04
07. Liebe ist wie ein Buch (Ofarim/Pacher/Jacobi) 3.11
08. Kleiner Hampelmann (Ofarim/Pacher/Kabel) 2.48
09. In unserm Park (Pacher/Schöne) 3.30
10. Und wenn man Glück hat (Ofarim/Jacobi) 3.22
11. Von Herzen gern (Ofarim/Pacher) 3.35
12. Ich fall immer wieder rein (Ofarim/Pacher/Kabel) 3.04

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DanksagungMargotWerner