Die Gassenhauer – In Honolulu + Augestoßen (1962)

FrontCover1Eine ziemlich rätselhafte Platte aus meinem Fundus alter deutscher Singles: „Die Gassenhauer“ ! ?

Tja, meine bisherigen Recherchen im Internet haben nicht wirklich viel erbracht. Klar ist, dass der Titel „In Honolulu“ damals auch von z.B. die Hansen-Boys, Die fröhlichen Knobelbecher, Die (drei) Musketiere und Die Bänkelsänger interpretiert wurden. Interessant dabei ist, dass diese Komposition scheinbar auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken kann:

„1917 schrieben die Brüder Burt und Frank Leighton, vermutlich von einer hawaiianischen Folklore-Melodie beeinflußt, den Titel „Faraway In Honolulu, They’ve Got The Tango Craze“. 43 Jahre später griff man in deutschen Landen diese Melodie auf, versah sie mit einem deutschen Text und nannte sie kurz „In Honolulu“. Von den Leighton-Brüdern war natürlich nichts mehr zu lesen. Am neutralsten war noch CARINA die Landserweise, ohne Angabe von neuen Autoren, unter den Titel schrieb. Alles in allen, es handelt sich um eine Cover-Version. “ (Gerd Miller vom rührigen Rock N Roll Schallplattenforum).

„In Honololulu“ da möchte man wohl deshalb sein, weil dort die Mädchen tanzen, „ohne Hemd und Höschen“ (aber mit einem Feigenblatt) … nun ja …

Nun bei dieser Version wird ein Larson als Komponist ausgegeben und der fungiert zusammen mit einem Westermeier auch als Komponist der B-Seite mit dem nettenTitel: „Ausgetoßen“ (eine sentimentale Ballade über ein „leichtes Mädchen“ aus Hamburg.

Interessant ist dann noch, wie das Billig-Label „Golden 12“  (ein Sub-Label von RCA Records; gegründet von Bernhard Mikulski) für sich Werbung machte und zwar auf der Rückseite:

Werbung

Bei dieser Single scheint es sich übrigens um die debüt-Single für dieses Label zu handeln (glaubt man den Golden 12 Disographie, die ich so gefunden habe). Irgendwie habe ich so meine Zweifel, ob das Label diesen Anspruch in den Jahren seines Bestehens wirklich durchgehalten hat.

Wie auch immer: eine nette, kleine Ergänzung aus der Welt des deutschen Schlagers mit all seinen Torheiten jener Jahre …
BackCover1

Besetzung:
Leider unbekannt

 

Titel:
01. In Honolulu (Larson) 2.17
02. Ausgetoßen (Larson/Westermeier) 2.19

LabelA1

 

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Verschiedene Interpreten – Herzen öffnen – Die schönsten Schlager der 50er Jahre (2005)

FrontCover1Jede Menge klassischer Schmalzfetzen und Schnulzenmusik aus den 50er Jahren. Veröffentlicht zugunsten des „Roten Kreuzes“ im Jahre 2005.

Ursprünglich dachte ich mir, ne nette kleine Ergänzung für alle Nostalgiker, die sich eben auch an jenen Illusuionsmelodien der 50er Jahre erfreuen können, denn bei Interpreten wie Bill Ramsey, Fred Bertelsmann, Caterina Valente, Vico Torriani etc. kann man ja nix falsch machen.

Und in der Tat, dieser Sampler bietet eine netten kleinen Rückblick, und auch mir noch nicht so vertraute Aufnahmen von Lou van Burg oder Lys Assia sind enthalten und von daher, wollte ich eigentlich schreiben „eine nette Sammlung von Schmankerl der musikalischen Art“.

Und dann stieß ich auf das Lied „Die süssesten Früchte fressen nur die grossen Tiere“ von Peter Alexander, das er mit einer gewissen „Leila Negra“ im Jahre 1952 aufnahm.

Und dann wollte ich wissen, wer eigentlich diese „Leila Negra“ war/ist … und ich wurde fündig und ich gestehe, mir blieb, angesichts ihrer Biographie erstmal der Mund offen:

NegraAlexander

Leila Negra & Peter Alexander, 1954

Marie Nejar (* 20. März 1930 in Mülheim an der Ruhr; Künstlername Leila Negra) ist eine ehemalige deutsch-französische Schlagersängerin und Schauspielerin, die während der Zeit des Nationalsozialismus als dunkelhäutige Statistin in Filmen der UFA spielte und mit dem Beginn der 1950er Jahre, ungeachtet ihres wahren Alters, zu einem Kinderstar avancierte. Ihre kurze mehrjährige Laufbahn im Rampenlicht beendete sie Ende 1957 und begann eine Ausbildung zur Krankenschwester.

Marie Nejar ist die Enkelin einer Dame aus einer großbürgerlichen Hamburger Familie, die – als sie sich mit einem Kreolen aus Martinique verheiratete – von ihrer Familie verstoßen wurde. Das Paar bekam keine sonderliche Unterstützung und zog von Zeit zu Zeit von einem Ort zum anderen, auf der Suche nach einer Anstellung. Die gemeinsame Tochter Cécilie wurde geboren, als sich die Kleinfamilie in Riga niederließ, wo der Großvater Marie Nejars in einer Kneipe erschossen wurde.

Die verwitwete Großmutter zog daraufhin nach Hamburg zurück, wo sie sich niederließ. Ihre erwachsene Tochter Cécilie – Maries Mutter – arbeitete seinerzeit als Musikerin und zog singend von Bar zu Bar. Maries Vater war Kapitänssteward auf einem Schiff aus Liverpool und stammte aus Ghana. Er kehrte sehr bald nach England zurück und sah seine Tochter später nur wenige Male. Ihre Mutter versuchte die Schwangerschaft geheim zu halten und gebar das Baby in einem Waisenhaus in Mülheim an der Ruhr. Marie Nejar ist – entgegen landläufiger Meinung – somit kein so genanntes „Besatzungskind“ – zumal sie 1930 geboren wurde. Drei Jahre später wurde sie auf Drängen der Großmutter, die zwischenzeitlich von der unehelichen Tochter Cécilies erfahren hatte, nach Hamburg geholt.

Marie Nejar wuchs im Stadtteil St. Pauli auf, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe war sie einer Verfolgung sowie Anfeindung offen ausgesetzt, jedoch lag das Augenmerk der Nazis bei den Juden und Regimekritikern, so dass sie vorerst verschont blieb. Aufgrund der Nürnberger Rassengesetze von 1935 konnte sie jedoch ihre Schulausbildung nicht beenden und wurde zur Zwangsarbeit in einer Fabrik verpflichtet. Mit Hilfe einer liberalen Klassenlehrerin, eines jüdischen Arztes und der Menschlichkeit von Polizisten der Davidswache konnte sie die ersten Jahre überleben.

Der damalige Propagandaminister Joseph Goebbels suchte schwarze Kinder, die in diversen UFA-Filmen sogenanntes „Buschvolk“ spielen sollten. So wurde Marie Nejar ebenfalls angeschrieben und bald nach Potsdam-Babelsberg eingeladen, wo sie schließlich 1942 in einer Szene im aufwändig produzierten Münchhausen-Film an der Seite von Hans Albers eine schwarze Dienerin mit einem Palmenwedel spielte. „Entschuldigen Sie. Damals war ich ein Kind. Ich fand das toll, und außerdem hatte ich zwei Wochen schulfrei. Mit Unterschrift und auf Anweisung von Herrn Goebbels.“

Ein paar Monate später verkörperte sie neben Heinz Rühmann eine weitere kleine Rolle als Tochter eines Stammeshäuptlings in dem Streifen Quax in Afrika.

Nach Kriegsende 1945 arbeitete sie zunächst in Hamburg in der Er & Sie-Bar. Nach dem Tod ihrer Großmutter (1949) war sie Zigarettenverkäuferin am Timmendorfer Strand, als sie zufällig aufgefordert wurde, ein Mikrofon zu testen, das zur Unterhaltung der Abendgäste diente. Bei dieser „Probe“ sang sie ein damals populäres Lied von Horst Winter, das die Musiker von ihrem Talent überzeugte. In Wien übernahm sie in einer Revue eine Nebenrolle, wobei sie auch singen musste. Daraufhin erhielt die inzwischen erwachsene Frau einen Vertrag mit einer Schallplattenfirma.

Marie Nejar wurde dennoch als 15-Jährige ausgegeben und startete zu Beginn der 1950er Jahre eine Karriere als singender Kinderstar, der zahlreiche deutsche Schlager veröffentlichte. Aufgrund ihrer Hautfarbe war das Interesse an ihr als Nachkriegskuriosität groß, genau wie bei Josephine Baker vor dem Krieg und dem in Tunis geborenen Afrokubaner Roberto Zerquera (Roberto Blanco) sowie dem Trinidad-Deutschen Peter Mico Joachim (Billy Mo) nach dem Krieg.

NeilaNegrad2010

Leila Negra, 2010 (bei einer Veranstaltung der Evangelische Akademie im Rheinland , Bonn)

Marie Nejar hatte ihren größten Schlager-Erfolg unter dem Künstlernamen Leila Negra 1952 zusammen mit Peter Alexander unter dem Titel Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere, produziert von ihrem – und Alexanders – Entdecker Gerhard Mendelson. Doch auch andere Lieder wie Mach nicht so traurige Augen oder das Toxi-Lied aus dem gleichnamigen Film (Premiere am 15. August 1952) errangen die Gunst des Publikums und landeten auf guten Mittelplätzen bei der Hitparade. Gemeinsam mit Peter Alexander und anderen Musikern tourte sie in den 1950er Jahren durch Deutschland mit einem großen Teddybären im Arm, was so etwas wie ihr Markenzeichen werden sollte. In einem Interview vom 20. April 1955 bezeichnete sie sich als „Hamburgerin durch und durch“, auch wenn sie die französische Staatsangehörigkeit habe.

Nach Mitwirkung in fünf Filmen und den Aufnahmen von etwa 30 Schlagern endete Leila Negras aktive Karriere Ende der 1950er Jahre. Sie begann 1957 eine Ausbildung zur Krankenschwester und war dann später in diesem Beruf in Hamburg tätig. Marie Nejar lebt heute als Rentnerin in Hamburg (Quelle: wikipedia)

Und so wurde für mich aus einem kleinen, billigem Sampler eine bewegende Zeitreise, die mich gelehrt hat, dass wir unserer Geschichte nicht entfliehen können und sollten …

Ein interessantes Interview mit Leila Negra mit der „taz“ habe ich beigelegt.

Und ich mag einfach mal hoffen, dass all die Groschen, die dem Deutschen Kreuz zugeflossen sind, auch wirklich  dort angekommen sind, wo sie hingehören …

Booklet1

Titel:
01. Bill Ramsey: Souvenirs, Souvenirs (Cohen/Bartels) 1.57
02. Fred Torr: Der lachende Vageabund (Lowe/Mösser) 2.47
03. Rene Carol: Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein (Harden/Hoff) 3.05
04. Caterina Valente: Ganz Paris träumt von der Liebe (Porter/Feltz) 2.52
05. Vico Torriani: Kalkutta liegt am Ganges (Gaze/Bradtke) 2.42
06. Rudi Schurike: Capri Fischer (Winkler/Siegel) 3.11
07. Bruce Low: Das alte Haus von Rocky Docky (Hamblin/Feltz) 3.04
08. Peter Alexander & Leila Negra: Die süssesten Früchte fressen nur die grossenTiere (Mascheroni/Rastelli/Panzeri/Feltz) 2.27
09. Chris Howland: Fraulein (Williams/Fleming) 2.24
10. Gerhard Wendland: Das machen nur die Beine der Dolores (Jary/Balz) 2.26
11. Lale Andersen: Blaue Nacht,o blaue Nacht am Hafen (Carson/Scharfenberger/Wilke) 3.45
12. Lou van Burg: Nicolo, Nicolo, Nicolino (Winkler/Feltz) 2.48
13. Lys Assia: Wenn die Glocken hell erklingen (Villard/Schwenn/Frytag) 2.49

CD1

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Vicky Leandros – Ich bin + Wann kommst du wieder (1970)

FrontCover1Und auch an der Vicky Leandros kommt dieser blog nicht vorbei:

Vicky Leandros (griechisch Βίκυ Λέανδρος; * 23. August 1952, in Paleokastritsa auf Korfu; gebürtig Βασιλική Παπαθανασίου Vassiliki Papathanasiou), bürgerlich seit 1986 Freifrau von Ruffin, ist eine Sängerin aus Griechenland mit deutscher und griechischer Staatsbürgerschaft, die über 55 Millionen Tonträger weltweit verkaufte.

Durch die Unterstützung ihres Vaters Leandros Papathanasiou, der bereits in Griechenland und Deutschland als Leo Leandros erfolgreich war, machte auch sie eine erfolgreiche Karriere in beiden Ländern. Vicky Leandros bekam eine Gesangs-, Ballett- und Gitarrenausbildung. 1958 kam die Sängerin nach Deutschland und wurde hier fortan ‚Vicky‘ genannt. In ihrer griechischen Heimat erhielt sie in Entsprechung den Namen Βίκυ. Die Familie verbrachte gemeinsame Jahre in Hamburg, bis sich Vater Leo 1961 von seiner Frau Kyriaka Protapapa scheiden ließ. Vicky wuchs beim Vater in Hamburg auf und besuchte das Gymnasium an der Wartenau.

Bereits ihre erste Single, Messer, Gabel, Schere, Licht (1965), wurde in Deutschland zu einem Erfolg. 1967 nahm sie für Luxemburg (Radio Luxemburg) am Eurovision Song Contest in Wien teil und erreichte mit dem Titel L’amour est bleu den vierten Platz. (Quelle: wikipedia)

Und dann ging´s ja – wie bekannt – Schlag auf Schlag.

Hier mal eine ihrer unzähligen Singles, der ich gerne das Prädikat „nett“ verleihe und das Lied „Ich bin“ könnte man fast als ein Lied mit hauchzarter feministischer Selbstständigkeit definieren … und wiedermal hege ich den Verdacht … aus der Stimme hätte man mehr machen können …

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Besetzung:
Vicky Leandros (vocals)
+
Orchester Arno Flor

BackCover1

Titel:
01. Ich bin (Panas/Munro) 2.39
02. Wann kommst du wieder (Panas/Munro) 2.40

LabelB1

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ArnoFlor

Orchesterleiter Arno Flor

Verschiedene Interpreten – Als die Bilder singen lernten (späte 60er Jahre)

FrontCover1.JPGAlso … darum geht´s:

„Constanze (das war damals ne ziemlich erfolgreiche Frauenzeitschrift) präsentiert auf dieser Langspielplatte 30 Filmstars der 30er Jahre mit ihren Erfolgsschlagern“.

Und so hören wir also Erfolgsschlager aus der Federn von Komponisten wie Peter Kreuder, Robert Stolz und Franz Grothe … na die damaligen Größen halt.

Und etliche Namen kennt man vermutlich noch heute: Ilse Werner, Marika Rökk, Marlene Dietrich, Hans Albers, Johannes Heesters u.v.m.

Und so einige Namen sind in Vergessenheit geraten: Rosita Serrano, Marta Eggerth, Wilhelm Strienz oder Paul Henckels (um nur mal ein paar zu nennen).

Und wir hören ne bunte Mischung aus Schmachtfetzen, aber auch leicht frivolen Liedern … (soweit das halt damals schon möglich war … aber in der Andeutung lag wohl die Würze … „Ob blond, ob braun …Ich liebe alle Frau’n“). Und natürlich kann einem da auch anders werden, denkt man z.B. nur an das Schicksal des Joseph Schmidt (dessen jüdische Abstammung zu seinem Verhängnis wurde).

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Und dann natürlich auch noch der Heinz Rühmann, und da fällt mir ne kleine Geschichte ein: meine erste und letzte (telefonische Begegnung) mit Heinz Rühmann:

Ich war damals in einer Drogenberatungsstelle in einem oberbayerischen Landkreis tätig und weiss der Teufel warum … es muss schon nach 18.00 Uhr gewesen sein, da läutete das Telefon und es meldete sich „Rühmann“ … Ich fragte höflich nach dem Grunde des Anrufs und während er mit seiner unnachahmlichen Stimme erklärte, er wolle eigentlich die (ebenfalls im gleichen Haus befindliche) Sozialstation sprechen, dämmerte s mir, welcher „Rühmann“ das war …

Vor lauter  Ehrfurcht bin ich dann gleich aufgestanden und habe ihm dann stehend erklärt, dass ich seinenAnruf weitergeben werde … mit klopfendem Herzen habe ich dann das Telefonat beendet …

Ach ja … dem Album lag ein vierseitiges Begleitheft mit ganz vielen Fotos bei …

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Titel:

01. Als die Bilder singen lernten (Teil 1:) (19.42)
01.01. Ilse Werner:
Wir machen Musik (aus dem gleichnamigen Film) (IgelhoffSteimel/Käutner/v.Pinelli) 1.38
01.02. Lilian Harvey und Willy Fritsch:
Ich tanze mit dir in den Himmel hinein (aus »Sieben Ohrfeigen«) (Schröder/Beckmann) 1.25
01.03. Heinz Rühmann, Willy Fritsch und Oskar Karlweiss:
Ein Freund, ein guter Freund (aus »Die Drei von der Tankstelle«) (Heymann/Gilbert) 1.08
01.04. Marika Rökk:
In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine (aus »Die Frau meiner Träume«) (Grothe) 1.16
01.05. Marlene Dietrich:
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt (aus »Der blaue Engel«) (Hollaender) 1.31
01.06. Paul Hörbiger:
Es wird ein Wein sein (Gruber) 1.29
01.07. Rosita Serrano:
Es leuchten die Sterne (aus dem gleichnamigen Film) (Leux) 1.17
01.08. Hans Albers:
Das ist die Liebe der Matrosen (aus »Bomben auf Monte Carlo«) (Heymann/Gilbert) 1.08
01.09. Marta Eggerth:
Mein Herz will ich dir schenken (aus »Die blonde Carmen«) (Grothe/Dehmel) 1.17
01.10. Johannes Heesters:
Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen (aus »Gasparone«) (Kreuder/Beckmann) 1.11
01.11. Al Jolson:
Sonny Boy (aus »The Singing Fool«) (Jolson/De Sylva/Brown/Henderson) 1.50
01.12. Lizzy Waldmüller:
Du hast Glück bei Frau’n, bel ami (aus »Bel ami«) (Mackeben/Beckmann) 1.04
01.13. Zarah Leander:
Der Wind hat mir ein Lied erzählt (aus »La Habanera«) (Brühne/Balz) 1.03
01.14. Joseph Schmidt:
Ein Lied geht um die Welt (aus dem gleichnamigen Film) (May/Neubach) 2.10

02. Als die Bilder singen lernten (Teil 2:) (19.37)
02.01. Wilhelm Strienz:
Heimat, deine Sterne (aus »Quax, der Bruchpilot«) (Bochmann/Knauf) 1.46
02.02. Marika Rökk:
Wenn ein junger Mann kommt (aus »Frauen sind doch bessere Diplomaten«) (Grothe/Dehmel) 0.44
02.03. Erich Ponto:
Nur nicht dran denken (aus »Das Herz der Königin«) (Mackeben) 1.11
02.04. Jan Kiepura:
Ob blond, ob braun (aus »Ich liebe alle Frau’n«) (Stolz/Marischka) 1.01
02.05. Pola Negri + Orchester Peter Kreuder:
Mazurka (aus »Mazurka«) (Kreuder/Rameau) 1.44
02.06. Leo Slezak:
Wenn ich vergnügt bin (aus »Der Frauendiplomat«) (May/Gilbert/Brüll) 1.34
02.07. Paul Henckels:
Lachen und Weinen (Schütz/Nebhut) 1.10
02.08. Kirsten Heiberg:
Warum hat der Napoleon (aus »Napoleon ist an allem Schuld«) (Grothe/Dehmel) 1.24
02.09. Heinz Rühmann, Josef Sieber, Hans Brausewetter:
Das kann doch einen Seeman nicht erschüttern (aus »Paradies der Junggesellen«) (Jary/Balz) 1.00
02.10. Hans Söhnker:
Unter den Pinien von Argentinien (aus »Truxa«) (Leux) 1.33
02.11. Brigitte Horney:
Warum liebt man so die Liebe (Böhmelt/Stemmle) 1.16
02.12. Richard Tauber:
Adieu, mein kleiner Gardeoffizier (aus »Das Lied ist aus«) (Stolz/Reisch) 2.07
02.13. Willi Forst:
Sag‘ beim Abschied leise Servus (aus »Burgtheater«) (Kreuder/Hilm) 1.12
02.14. Paul Hörbiger:
Das gibt’s nur einmal (aus »Der Kongreß tanzt«) (Heymann) 1.44

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Paola – Vogel der Nacht (1996)

FrontCover1Tja, und auch eine Paola hat in diesem blog ihren Platz, auch wenn ich ihre Auftritte mit Kurt Felix stets ein wenig peinlich fand:

Paola Felix (* 5. Oktober 1950 in St. Gallen, Schweiz als Paola Maria Augusta del Medico) – früher bekannt als Paola del Medico, später auch nur als Paola – ist eine Schweizer Schlagersängerin und Fernsehmoderatorin. Sie war von 1980 bis zu seinem Tod 2012 mit Kurt Felix verheiratet, mit dem sie von 1983 bis 1990 die Fernsehsendung Verstehen Sie Spaß? moderierte. Paola, die sich zwischen 1969 und 1982 in deutschsprachigen Hitparaden platzieren konnte, nahm 1969 und 1980 für die Schweiz am Eurovision Song Contest teil und erreichte dabei jeweils Plätze unter den ersten fünf. Mit Ehemann Kurt wurde sie von den Zuschauern der ARD 2006 zu „Deutschlands Traumpaar“ gewählt.

Paola Felix ist die Tochter des aus dem italienischen Adriaort Fano stammenden Schneidermeisters Vittorio del Medico und der Schweizerin Anna Sennhauser und besitzt die italienische sowie die schweizerische Staatsbürgerschaft.[3] Als 14-jährige gewann sie 1965 den zweiten Preis bei der „Goldenen Schallplatte der Stadt St. Gallen“, einem Amateurfestival. Während ihrer folgenden kaufmännischen Ausbildung bei einer Textilfirma nahm sie an verschiedenen Talentwettbewerben teil, die sie zumeist auch gewann. Zu ihrer musikalischen Ausbildung gehörten zwei Jahre Flöte, fünf Jahre Klavier, Gitarre brachte sie sich selber bei, nahm aber auch Gesangsausbildung und später Schauspielunterricht in Zürich. Sie spricht Deutsch, Italienisch, Spanisch, Französisch und Englisch.

PaolaSingle19681967 hatte sie ihren ersten Fernsehauftritt in der Sendung „Talente stellen sich vor“, und im Folgejahr erschien ihre erste Single Für alle Zeiten (1968), mit der sie beim Intervisionsschlagerfestival im tschechischen Karlsbad den vierten Platz belegte, jedoch in der schweizerischen Vorausscheidung für den Grand Prix Eurovision erfolglos blieb. 1969 nahm Paola del Medico erstmals am Eurovision Song Contest teil und belegte mit Bonjour, bonjour für die Schweiz in Madrid den fünften Platz. In der Schweizer Hitparade kam sie damit bis Platz 7. Fortan war sie Dauergast in der ZDF-Hitparade und anderen Fernsehsendungen. Mit Stille Wasser, die sind tief konnte sie noch im selben Jahr den zweiten Platz beim Deutschen Schlagerwettbewerb in Wiesbaden belegen. Auf dem fünften Festival Internacional da Canção Rio de Janeiro 1970 blieb sie mit Emporte-moi sur ton manège unplatziert.

1974 nahm sie Ballettunterricht bei Samy Molcho und konnte mit den Singles Capri-Fischer und Adio mein Napoli in Deutschland zwei kleinere Hits verbuchen. Ihr Auftritt in Peter Frankenfelds ZDF-Schlagerwunschsendung „Musik ist Trumpf“ mit dem Lied Weisse Rosen aus Athen brachte ihr 1975 eine Flut von Zuschauerwünschen nach einer Single dieser Aufnahme ein, sodass sich ihre Plattenfirma CBS kurzerhand entschloss, das Lied in einer neuen Version als Single zu veröffentlichen.

1977 versuchte sie es ein zweites Mal beim Eurovision Song Contest, scheiterte aber in der Schweizer Vorausscheidung mit dem Titel Le livre blanc, der nur den zweiten Platz belegte. Ebenso erging es ihr mit dem Titel Vogel der Nacht, mit dem sie sich um die deutsche Teilnahme 1979 bewarb, aber nur den dritten Platz erreichte. 1980 schliesslich gewann sie für die Schweiz den Vorentscheid und errang mit dem Titel Cinéma bei der internationalen Veranstaltung in Den Haag den vierten Platz.

Im selben Jahr heiratete sie den Schweizer Fernsehmoderator Kurt Felix, mit dem sie zunächst (1982) die ZDF-Musikshow Lieder gehen um die Welt, dann die SWF-Vorabendsendereihe Freitagsparty (6 Folgen 1983) und schliesslich von 1983 bis 1990 die Samstagabendshow Verstehen Sie Spaß? moderierte. Erste Moderationserfahrungen konnte sie bereits 1981 in der Sendung Gute Laune mit Musik – Melodien mit Paola sammeln.

Paola11982 versuchte sich Paola Felix auch noch einmal für Deutschland bei der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Mit dem Titel Peter Pan kam sie aber hinter Nicole wieder auf Platz 2. Dem Wettbewerb blieb sie treu, als sie 1986 die Moderation der Schweizer Vorausscheidung zum Song Contest übernahm.

Ihre grössten kommerziellen Erfolge hatte sie mit Der Teufel und der junge Mann, das 1981 fünf Wochen in den deutschen Top 10 war, und der deutschen Aufnahme von Blue Bayou 1978, ein Lied von Roy Orbison, das 1963 erstmals chartete und 1977 in einer Version von Linda Ronstadt zum Welterfolg wurde. Blue Bayou wurde gewissermassen zu Paolas Signature-Lied, dass sie in mehreren Versionen zu diversen Angelegenheiten vortrug. Nachhaltig Heiterkeit verursachte ihr Vortrag bei der Show zum 60. Geburtstag von Karl Dall, bei der sie von einer „Bananen-Insel“ abrutschte.

1990 produzierte Jack White mit Paola Felix unter dem Pseudonym „Raffaella“ für Verstehen Sie Spaß? eine Cover-Version des Baccara-Liedes Yes Sir, I Can Boogie.

An ihrem 40. Geburtstag zog sie sich einstweilen aus dem Showbusiness zurück und lebte mit ihrem Mann, der auch die italienische Staatsbürgerschaft annahm, an ihren Wohnsitzen in der Schweiz und in Italien. Paola Felix ist jedoch hin und wieder Gast bei verschiedenen Talkshows. 1998 produzierte der MDR die Show Guten Abend wünschen Paola und Kurt Felix, eine Samstagabendsendung mit Reprisen.

1998 sang Paola Felix mit Michael von der Heide in der TV-Show Benissimo ihren Hit Blue Bayou im Duett.

2002 war Paola auch als Modekatalog-Modell tätig. Bei ihrem Mann Kurt Felix wurde 2002 Krebs diagnostiziert; er widmete ihr mit rührenden Worten den Bambi-Preis, den er 2003 erhielt. Im Jahr 2012 verstarb er an der Krankheit, nachdem diese lange Zeit als überwunden galt. (Quelle: wikipedia)

PaolaKurtFelix

Und hier nun ein Sampler der sich mit ihrem Schaffen zwischen den Jahren 1977 – 1983 beschäftigt. Wir hören „traumhaft“ schöne Illussionsmusik, genau wie wir sie mit Paola in Verbindungen bringen … wenn, ja wenn da nicht plötzlich ein paar Überraschungen dabei wären: Als da wären deutsche Interpretation von Klassikern wie „Those Were The Days“, „Scarborough Fair“ und „El Condor Pasa“. Und selbst an Bob Dylan hat sie sich herangetraut und nun hören wir „Mr. Tambourine Man“ mit dem deutschen Text von Hans Bradtke. Die erste deutsche Version dieses Klassikers mit dem Bradtke Text stammt übrigens von den Magics im Jahr 1965. Und die Magics waren die Begleitband von Drafi Deutscher … na bitte und somit schließt sich relativ plausibel der Kreis von Paola zu den Anfängen der deutschen Beat-Szene … wer sagt´s denn …

Booklet1

Titel:
01. Blue Bayou (Orbinson/Melson/Mürmann) 3.55
02. Mein Geschenk für dich (Stephens/Black/Kunze) 3.35
03. Wenn du heimkommst (Heck/Frankfurter) 4.06
04. Der Teufel und der junge Mann (Heck/Kunze) 3.55
05. Vogel der Nacht (Puschmann/Frankfurter) 2.57
06. Liebe ist nicht nur ein Wort (Heck/Kunze) 3.53
07. Ich hab‘ ins Paradies gesehn (Hirsch/Miller/Kunze) 4.08
08. Eine Insel am Ende der Welt (Scarborough Fair) (Traditional/Heck/Köthe/Mürmann) 3.33
09. An jenem Tag mein Freund (Those Were The Days) (Raskin/Korn) 3.22
10. Ich möchte mit den wilden Adlern zieh’n (El Condor Pasa) (Robles(Mürmann) 3.41
11. Plaisir D’amour (Traditional/Heck/Köthe/del Medico) 3.30
12. Cinema (Reber/Muller/Zuckowski) 3.00
13. Mr.Tambourine Man (Dylan/Bradtke) 3.24
14. Mit Tränen in den Augen ist man blind (Iglesias/Belfiore/Balducci/Arcusa/Kunze) 4.26
15. Du gehst an mir vorbei (Bigazzi/Bella/Goldfield) 3.32
16. Idaho (Burow/Mürmann) 3.25

CD1

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Verschiedene Interpreten – Auf der Strasse der Erinnerung – Die schönsten Evergreens von gestern und heute (Teil 2) (1969)

FrontCover1Und hier nun Teil 2 dieser 10teilige Schallplatten-Serie die von Reader´s Digest im Jahr 1969 als oppulente Box veröffentlicht wurde.

Zum besseren Verständnis hier ein paar Zeilen aus der vollmundigen Werbung für dieses Produkt:

„Auf 10 großen Langspielplatten ein 6 Stundenprogramm mit all Ihren Lieblingsmelodien zum Tanzen und Träumen ! Sie werden diese Evergreens mitsingen, mitsummen, mitpfeifen: morgens, abends, an einem Werktag, am Sonntag, bei einer Party – und immer werden Sie dabei vor sich hinlächeln in Gedanken an schöne Zeiten – damals.“

Sehr überraschend ist, dass bei der Werbung in keiner Zeile erwähnt wird, dass die Innenhüllen der jweiligen LP´s vollgestopft mit Informationen sind: Jedes Lied wird ausführlich dargestellt und seine Historie geschildert – für mein Dafürhalten eine sehr ungewöhnliche Form der Präsentation, gerade im Bereich der leichten Muße. Eine derartige Akribie ist mehr als wohltuend.

Teil 2 dieser Edition trägt den Titel „Das gab´s nur einmal“ und ist eine bunte Mischung von mehr oder weniger bekannten Evergreens, oftmals als Instrumentalversion dageboten. Und wenn diese auch von meist eher unbekannteren Ensembles vorgetragen werden, so ist es dennoch eine Freude, sofern man ein Faible für diese klassischen Schmachtfetzen hat. Und da kann man nur die Empfehlung aussprechen: Selber entdecken, schmunzeln und geniessen.

Inlet01A

Titel:
01. Victor Arnold: Das gibt´s nur einmal (Heymann/Gilbert) 3.12
02. Sonja Michael & Klaus Wunderlich: Schön war die Zeit (Kreuder/Beckmann) 2.37
03. Orchester der Wiener Volksoper: Zwei Herzen im Dreivierteltakt (Stolz) 3.09
04. Vico Torriani: Ich weiß auf den Wieden ein kleines Hotel (Benatzky) 2.35
05. Rudy Risavy Septett: In der Nacht ist der Mensch nicht gern´ allein (Grothe) 2.10
06. Bobby Sykes: Tennessee Waltz (Stewart/King) 2.05
07. Ken Thorne und sein Orchester: Valencia (Padilla) 2.41
08. Ernst Schütz: Heute Nacht oder nie (Spolianski/Schiffer) 2.14
09. Ernst Schütz: Heut´ ist der schönste Tag in meinem Leben (May/Neubach) 2.12
10. Sandor und sein Zigeuner Ensemble: Liebe war es nie (Parrish/Rotter/Markush) 3.38
11. The Cattlemen: Der alte Cowboy (Hill) 3.03
12. Orchester der Wiener Volksoper: Ich schenk mein Herz (Millocker/Rowland/Leigh) 2.21
13.  Ernst Schütz:: Du bist die Welt für mich (Tauber/Marischka) 3.35
14. Rudy Risavy Septett: Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt (Kreuder) 2.17
15. Henri René und sein Orchester: Schwarze Augen (Traditional) 3.29
16. Golgowsky Chor & Will Glahé: Ich hab´ mein Herz in Heidelberg verloren (Raymond/Beda/Neubach) 2.09

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Die Colorados – Die allerbeste Baiao Band – Schon in der Schule (1955)

FrontCover1Eine etwas sehr rätselhafte Single aus dem Jahr 1955 …

Dieses Combo nannte sich „Die Colorados und die Colorado Band“ und man zelebrierte auf beiden Seiten der Single dem brasilianischen Tanzstil „Baião)

Baião (auch baiano oder abaianado) ist ein Tanz und sehr einflussreicher Rhythmus in der brasilianischen música nordestina, der Musik des Nordostens. Dieser Grundrhythmus liegt mit variierenden Instrumentierungen den meisten Stilen dieser Region zugrunde: Forró, Côco, Ciranda und Embolada. Der Baião ist aus dem Volkstanz Baiano hervorgegangen, der aus Bahia stammt und erstmals 1842 erwähnt wurde. Typische Instrumente des Baião sind das Pandeiro, Zabumba, Akkordeon (Sanfona), Triangel und Gitarre (Violão). (Quelle: wikipedia)

Nun und diese Single ist für ihr Alter nicht nur erstaunlich gut erhalten, sondern sie klingt auch erstaunlich gut, zumindest für jene Zeitgenossen, die mit südamerikanischen Rhythmen und Klängen was anfangen können.

Leider finden sich über diese Single so gar keine Informationen. Erst dachte ich, es könnte sich um ein Frühwerk von Ronny handeln (der ja Anfang der 60er Jahre zusammen mit Rolf Simson eine gleichnamige Band gegründet hat). Aber angesichts der so ganz anderen Musik (mit Verlaub: Ronny war ganz sicher keiner, der südamerikanische Lieder zum besten geben konnte), war das eine Täuschung.

Es bleibt also rätselhaft, wer sich hinter diesem Namen verbirgt. Aber eins ist sicher: irgendwie waren sie ihrer Zeit voraus; die Deutschen hatten damals ja erst Bella Italia zu entdecken … da musste Südamerika erstmal hinten anstehen.

ElectrolaHülle1

Mein Flohmarkt – Exemplar steckt „fälschlicherweise“ in einer Firmenhülle von Electrola

Besetzung:
Die Colorados und die Colorado Band

Single

Titel:
01. Die allerbeste Baiao Band (D´Arena/Bradtke) 2.50
02. Schon in der Schule (Oldörp/Niessen/Bradtke) 2.48

LabelA1

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