Mary Roos – Jugendsünden (2011) (CD 1)

FrontCover1Jetzt wird es opulent und intensiv … das frühe Werk von Mary Roos … und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus … was diese Mary Roos so alles angestellt hat, allein in ihren jungen Jahren:

Mary Roos (* 9. Januar 1949 in Bingen; bürgerlich Rosemarie Böhm, geb. Schwab) ist eine deutsche Schlagersängerin.

Nach ihren ersten musikalischen Auftritten im elterlichen Hotel trat sie 1958 als Neunjährige bei einem Sommernachtsfest des Carnevalvereins im benachbarten Weiler vor mehr als 800 Gästen auf. Dann wurde ein Plattenproduzent auf sie aufmerksam. Mit neun Jahren veröffentlichte sie ihre erste Schallplatte Ja, die Dicken sind so gemütlich; im Spielfilm Die Straße sang sie in einer kleinen Rolle die B-Seite Little Teenager Song. Danach entstanden weitere Singles bei der Polydor und Live-Auftritte mit etablierten Kollegen, jeweils unter ihrem bürgerlichen Vornamen Rosemarie. Um der Mode englisch klingender Künstlernamen zu folgen, tauschte sie später die beiden Namensteile und tritt seitdem unter dem Künstlernamen Mary Roos auf.

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Mary Roos, 1961

Ab 1961 folgten zahlreiche Aufnahmen für verschiedene Plattenfirmen. In dieser Zeit wurde sie künstlerisch von Produzent Horst-Heinz Henning begleitet, der als Material vorwiegend Coverversionen oder Volksweisen, aber auch seine eigenen Kompositionen verwendete. Viele dieser Aufnahmen lizenzierte Henning an diverse Plattenlabel, oftmals unter verschiedenen Künstler-Pseudonymen.

1968 erschien ihr erstes Album Die kleine Stadt will schlafen geh’n, eine gemeinsame Produktion mit dem Dresdner Mozart-Chor. Im Jahr darauf folgten Aufnahmen bekannter Kinderlieder und gesungener Märchen. Die nächste LP Golden Love wurde lediglich eine Zusammenstellung vorangegangener Single-Titel.

Eine erstmalige chronologische Zusammenstellung der Aufnahmen aus dieser Zeit veröffentlichte Bear Family Records unter dem Titel Jugendsünden im Jahr 2011 als 3-CD-Box.

Und hier Teil 1 dieser Edition, wobei man dazu sagen muss, dass diese Edition hier erweitert wird um einen Teil 4 mit weiteren interessanten und raren Sachen zu dem Thema: „Die Jugendsünden der Mary Roos“. Verdanken können wir das wiedermal dem Mr. Jancy, der sich wieder mal mit dieser Leihgabe mehr als spendabel gezeigt hat … vielen Dank !

Und man kommt deshalb kaum aus dem Staunen heraus, weil der output der jungen Mary Roos schier unglaublich ist, allein der erste Teil dieser Edition enthält 35 Titel ! Und insgesamt sind es 100 Titel aus dem Zeitraum 1958 – 1969 ! Unglaublich !

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Die Titel sind eine Revue durch jene Sehnsüchte, die damals in den 60er Jahren gepflegt wurden:

„Schöner fremder Mann“, „Ein Seemann versprach ihr die Treue“, „Heisser Sand“, „Eine Rose aus Santa Monica“, „Wenn ein Cowboy Abschied nimmt“, „Kellerparty-Twist“ oder „Er war ein Seemann“ und, und, und …

Und sie hatte Hits anderer Kollegen/innen hat sie interpretiert: „Zwei kleine Italiener“, „Quando, quando, quando“, „Barcarole in der Nacht“ und „Ob in Bombay, ob in Rio“ (die beiden letzteren gehören zu meinen Schlaerfavoriten der 60er Jahre). Und auch Duett-Aufnahmen entstanden in dieser Zeit.

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Bella Musica Single Hüllen

Das half aber alles nichts:

„Alles in allem ist Mary Roos zwar in den 60er-Jahren kontinuierlich auf Festivals und in den Medien präsent, das aber tendenziell als B-Sängerin. Sie ist durchaus bekannt, bislang jedoch eher mäßig erfolgreich. Obwohl Toningenieure, Autoren, Produzenten und Kritiker über alle Maßen von Marys Talent überzeugt sind, lässt der große Durchbruch auf sich warten.“ (Mary Roos website).

Das änderte sich dann aber und die gute Mary Roos ist bis heute aktiv ! Und wie gesagt: Das ist hier nur der Anfang, im Laufe der Woche geht´s dann weiter … eine wahrlich prachtvolle Edition mit so einigen Überraschungen, die da noch warten …

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Mary Roos mit ihrem Produzenten Horst Heinz Henning

Titel:
01. Ich bin mu-, mu-, musikalisch (Henning/v.Häussen)  2.04
02. Plim plam plum (Henning/Helmmer) 2.11
03. Einen Ring mit zwei blutroten Steinen (Kück) 2.50
04. Es waren zwei Königskinder (Traditional) 3.10
05. Die Liebe ist ein seltsames Spiel (Greenfield/Siegel/Keller) 1.54
06. Schöner fremder Mann (Gordon/Hosey) 2.31
07. Ein Seemann versprach ihr die Treue (Henning) 3.07
08. Wenn die Liebe einmal zu Dir kommt (Henning) 2.46
09. Wie schön, daß wir jung sind (Henning) 2.21
10. Einmal komm‘ ich wieder (Scharfenberger/Busch) 2.23
11. Mama will Dich sehen (mit Ricky Thomsen) (Eliot/Bette-Dahm) 2.11
12. Zwei kleine Italiener (Bruhn/Buschor) 2.44
13. Ich schau den weissen Wolken nach (Hadjidakis/Bradtke) 2.28
14. Eine Rose aus Santa Monica (Alisch/Richter) 2.42
15. Die Wege der Liebe (Schwenn/Wittstadt) 2.21
16. Heisser Sand (Feltz/Scharfenberger) 2.59
17. Ein Herz, das kann man nicht kaufen (Lach/Carstensen) 3.22
18. Lady Sunshine und Mister Moon (Gietz/Bradtke) 2.11
19. Paradiso (Zell/König) 2.23
20. Rosen sind rot (Bradtke/Evans/Byron) 2.38
21. Quando, quando, quando (mit Johnny Taylor) (Renis/Bradtke/Testa) 2.31
22. Er war ein Seemann (Henning/Falk) 3.18
23. Blaue Augen hatte er (Hening/Enger) 2.23
24. Barcarole in der Nacht (Feltz/Scharfenberger) 2.00
25. Ob in Bombay, ob in Rio (Striegler/Urban) 3.22
26. Wir gehören zusammen (mit Perry Neumann) (Henning) 3.02
27. Wenne wenne wenn (mit Perry Neumann) (Henning/Falk) 1.57
28. Ewiges Spiel (Überall ist ein Anfang) (Henning/Berking) 2.21
29. Weiße Wolken, blaues Meer (Henning/Berking) 2.19
30. Bavariola (der neue Modetanz) (mitn Chris und Gitty ) (Wegener/Karrenbauer) 2.42
31. Mi amore (mit Perry Neumann) (Henning/Bass/Gomez) 2.15
32. Kellerparty-Twist (Henning/Jarczyk) 2.13
33. Zwei auf einer Bank (mit Perry Neumann) (Feltz/Gietz) 2.27
34. Wenn ein Cowboy Abschied nimmt (mit Karl „Charly“ Gross) (Henning/Schmidt) 1.31
35. Siebentausend Rinder (Bruhn/Blecher) 2.05

Telegramm

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De Bläck Fööss – Bye Bye My Love + S.D.I. (mir hevven af) (1985)

FrontCover1Jetzt wird mal wieder Zeit, sich der Karnevals-Zeit zu erinnern (am 11.11.2019 geht´s ja wieder los) und da kommen mir die De Bläck Fööss gerade recht. Und die haben ja nun wirklich eine bewegte und vorallem sehr lange Geschichte. Daher hier erstmal nur ein kleiner Auszug aus ihrer Geschichte:

Ab den 1970er Jahren entwickelten sich die Bläck Fööss durch einfallsreiche und humorvolle Titel mit eingängigen Melodien zu musikalischen Superstars des Kölner Karnevals. Sie wurden mit über 100 Titeln zu den Hauptabnehmern der Lieder des Komponisten Hans Knipp über das kölsche Milieu, die rheinische Mentalität und Blicke hinter die Kulissen des kleinbürgerlichen Alltags. Zu Knipp entstand erstmals 1970 ein Kontakt, als die Gruppe noch unbekannt war. Er verfasste 1973 mit Mer losse d’r Dom en Kölle eine der Hymnen des kölschen Karnevals. Ursprünglich als Kritik an der Sanierungspolitik der Stadt Köln gedacht, wird das Stück auch häufig als Hommage an den Kölner Dom interpretiert. In Lange Samstag en d’r City aus dem Jahr 1977 sang die Gruppe über das Erlebnis eines verkaufsoffenen Samstags mit Kleinkindern. Bei seinen Titeln für die Bläck Fööss wie Ming eetste Fründin (1976), Buuredanz (1977), Mer bruche keiner (1998) oder Unsere Stammbaum (2000) ließ Knipp sich von der künstlerischen Vielfalt der Band leiten. Sein Bye Bye My Love im Stil der fünfziger Jahre mit Close-Harmony-Saxophonen übernahmen die Bläck Fööss 1985. (Quelle: wikipedia)

Bei dieser Single-Auskoppelung aus der LP „Schöne Bescherung“ kann vorallem die A-Seite überzeugen: Köstlich schmachtender Rock N Roll im Stil des Highschool Rock N roll der 50er Jahre mit heißem Saxophon ! Zumindest recht schwungvoll ist dann auch die B-Seite.

Die nette Hülle ist übrigens eine Anleihe an die Cover-Illustration der beworbenen LP, wie man hier unschwer erkennen kann:

Illustration
Besetzung:
Thomas „Tommy“ Richard Engel (vocals)
Günther Antonius „Bömmel“ Lückerath (guitar, background vocals)
Hartmut Reinhold Priess (bass)
Willy Schnitzler (keyboards)
Franz Peter Schütten (guitar, background vocals)
Ernst „Erry“ Josef Stoklosa (guitar, background vocals)
+
Werner Dies (saxophone bei 01.)
Garcia Morales (drums)

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Titel:
01. Bye Bye My Love (Engel/Hörnig/Schnitzler/Stoklosa) 3.51
02. S.D.I. (Mir hevven af) (Knipp/Lückerath/Schütten) 3.52

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Verschiedene Interpreten – Viktor Worms präsentiert Hits des Jahres – Ihre Siegertitel (1987)

FrontCover1.JPGAlte Sampler mit Schlagermusik der 60er Jahre gibt´s in diesem blog ja nicht zu knapp.

Höchste Zeit also, dass ich mal moderner werde. Und schon bin ich im Jahr 1987 gelandet … Und da präsentiere ein Viktor Worms die Hits des Jahres:

Viktor Worms (* 30. August 1959 in Düsseldorf) ist ein deutscher Journalist und Fernsehmoderator.

Nach seinem Abitur am Gymnasium Koblenzer Straße in Düsseldorf absolvierte Worms 1981 ein Volontariat bei Radio Luxemburg. Danach war er als Redakteur und Moderator für den Sender tätig. Bekanntheit erzielte er von 1985 bis 1989 als Moderator der ZDF-ViktorWorms1.jpgHitparade. Von Oktober 1990 bis September 1991 moderierte er auf Tele 5 die Sendung Stadt, Land, Fluss. Daneben arbeitete er seit 1988 für Antenne Bayern, erst als Moderator, von 1988 bis 1994 als Unterhaltungschef und Leiter hörergerichtetes Marketing, 1994 wurde er Programmdirektor bei Antenne Bayern. Gleichzeitig war er bis 1998 als freier Hörfunkberater (z. B. in Österreich / Moderationstrainer für die BLM, München) tätig.

Vom 1. Dezember 1998 bis zum 31. August 2001 war Worms ZDF-Unterhaltungschef. Dort war er unter anderem für die Produktion von Wetten, dass..? verantwortlich.[1] 2002 war er zehn Monate lang Geschäftsführer von Dolce Media, der TV-Produktionsfirma von Christoph und Thomas Gottschalk, seit 2003 ist er Geschäftsführer der MPS Mediconsulting GmbH, die 2004 in Worms Mediapartner GmbH umbenannt wurde. Von 2002 bis 2008 beriet er die Aktion Mensch. Bis 29. März 2008 produzierte er im Auftrag von Dolce Media mit seiner Firma Wetten, dass..?, vom 15. Juli 2008 bis Ende 2010 war er Redaktionsleiter und Produzent der ZDF-Show Willkommen bei Carmen Nebel.

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Viktor Worms als Medienberater im Jahr 2017

Worms war 2011 für Red Bull Media House als Berater tätig. Außerdem arbeitete er zusammen mit André Heller 2011 an der Show Magnifico. (Quelle: wikipedia)

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Und hier präsentiert er eben – wie bereits oben erwähnt die „Hits des Jahres“.

In den 80er Jahren habe ich die Schlagerszene so gut wie überhaupt nicht beachtet, umso überraschter war ich, dass ich doch so etliche Titel noch kannte, bzw. noch im Kopf hatte. Da sieht man mal wieder, wie sich Ohrwürmer festsetzen können.

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Es geht eigentlich ganz gut los, aber nur weil die Juliane Werding bei mir ein Stein im Brett hat (warum auch immer … aber ne gute Stimme hat sie auch). Und dann folgen einige Künstler, die damals einen großen Namen hatte:

Münchener Freiheit – Nicki –  Roland Kaiser – Ingrid Peters – Howard Carpendale und die Nicole. Insbesondere Nicki und Nicole lösen noch heute in mir allergische Reaktionen aus … gleiches gilt übrigens auch für die Flippers !

Karl Gott und Drafi Deutscher gab´s auch noch …

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Sänger wie Ibo oder G.G. Anderson sagen wir überhaupt nichts, aber bei dem Ibo Song hat Mich Hannes von Franz K. mitgewirkt. Da fällt einem nur noch der Begriff des Fremdschämens ein.

Und an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist dann der Wolfgang Fierek mit seinem „Resi, i hol di mit meim Traktor ab“. Sorry, da gibt´s dann wirklich mal das Prädikat dümmlich.

Völlig durchgeknallt (wir kannten ihn damals nicht anders … der Frank Zander mit einer Parodie eines Falco Songs.

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Und auch dieses Album diente einem guten Zweck: diesmal sollten die „SOS Kinderdörfer“ unterstützt werden … zumindest hier gibt´s ne Zustimmung meinerseits. Entsprechende salbungsvolle Worte kann man auch noch lesen … sogar Professor Dieter Stolte, damals Intendant des ZDF griff zur Feder … siehe unten.

Aber „Ba-Ba-Banküberfall“ ist natürlich weiterhin großartig … Wiener Schmäh der Extraklasse !

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Titel:
01. Juliane Werding: Stimmen im Wind (Steinhauer/Kunze) 3.30
02. Münchener Freiheit: Ohne dich (Zauner/Strobel/Kunze) 4.05
03. Nicki: Wegen dir (Steinhauer/Frey) 3.49
04. Roland Kaiser: Midnight Lady (Bohlen/Kaiser/Hammeerschmidt) 4.08
05. Ingrid Peters: Über die Brücke gehn  (Blum) 2.52
06. Howard Carpendale: Lisa ist da (Key Largo) (Higgins/Limbo/Thielon) 3.41
07. Nicole: Lass mich nicht allein (Siegel/Meinunger) 3.45
08. Karel Gott & Darinka: Fang das Licht (Zmozek/Kunze) 3.33
09. Erste Allgemeine Verunsicherung: Ba-Ba-Banküberfall (Spitzer) 3.35
10. Frank Zander: Jeannie (Die reine Wahrheit) (R.Bolland/F.Bolland/Falco/ Zander/Hammerschmidt) 5.15
11. G.G. Anderson: Mädchen Mädchen (Grabowski/Stein/Kastning) 2.57
12. Die Flippers: Die rote Sonne von Barbedos (Busse/Rupprich) 3.28
13. Wolfgang Fierek: Resi, i hol di mit meim Traktor ab (Haller/Meinunger) 3.20
14. Ibo: Ibiza Teil 2 (Gerke/Hannes) 3.16
15. Drafi Deutscher: Herz an Herz Gefühl (Sensuality) (Deutscher/Meinunger) 4.15
16. Peter Schilling: Ich vermisse dich (Schilling) 3.20

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Caterina Valente – Caterina Valente (1958)

FrontCover1Nicht nur bei uns in Deutschland war sie ein Star und ihre Internationalität hat mir immer wieder imponiert:

Caterina Germaine Maria Valente (* 14. Januar 1931 in Paris) ist eine italienische Sängerin, Tänzerin, Gitarristin, Schauspielerin und Entertainerin. Sie spricht fließend sechs Sprachen (Französisch, Italienisch, Schwedisch, Deutsch, Englisch sowie Spanisch) und entstammt einer italienischen Künstlerfamilie. Da sie in erster Ehe mit einem deutschen Künstler verheiratet war, besitzt Valente neben der italienischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Ihr musikalisches Repertoire, das bis in die Imitation von Instrumenten reicht, beinhaltet Jazz, Schlager, Pop, Musical, Chanson und Bossa Nova.

Ihr Vater Giuseppe Valente war ein bekannter Akkordeonvirtuose; die Mutter Maria Valente trat als Musikclown auf. Caterina Valente hat drei Geschwister, von denen Silvio Francesco (1927–2000) ebenfalls im Showbusiness tätig war. Sie war zweimal verheiratet. Aus ihrer ersten Ehe (1952 – 1971) mit dem Jongleur Gerd Scholz mit dem Künstlernamen Erik van Aro stammt der Sänger Eric van Aro (* 1958). 1972 heiratete Valente den englischen Komponisten, Arrangeur und Pianisten Roy Budd[3] – aus dieser Ehe stammt Alexander Budd (* 1974). Das Paar ließ sich 1979 scheiden.

Valente stand erstmals als Fünfjährige zusammen mit ihren Geschwistern in der Zirkusmanege. Ihren ersten Auftritt hatte sie 1936 im Friedrichsbau Stuttgart. Nach den Wirren des Krieges, Gefangenschaft in Breslau und der Deportation nach Russland kam die Familie Valente nach Paris zurück, wo Caterina zunächst als 16-jährige Sängerin in einem Nachtclub auftrat.

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Nach diversen Versuchen in Frankreich mit dem damals noch unbekannten Gilbert Bécaud und einer Tour durch Skandinavien machte sie 1948 erste Gesangsaufnahmen mit einem Quartett in Kopenhagen. Die ersten offiziellen Gesangsaufnahmen entstanden bei Radio Zürich 1952, nachdem sie der Unterhaltungschef von Radio Zürich, Walo Linder, im Zirkus Grock hatte singen hören. Diese Aufnahmen gingen an alle deutschen Rundfunkstationen, und daraus erfolgten diverse Studioproduktionen bei verschiedenen Rundfunksendern, unter anderem auch beim Südwestfunk Baden-Baden, wo sie der damalige Tanzorchester-Chef Kurt Edelhagen hörte und von da an auch förderte. Sie heiratete 1952 den Jongleur Erik van Aro und trennte sich vom Bühnenprogramm ihrer Mutter Maria Valente, der berühmtesten Clownin ihrer Zeit.

Im Jahr 1953 folgten erste Aufnahmen mit Kurt Edelhagen. Sie ging mit ihm auf Tournee in den Salon du Jazz in Paris. Ihr gemeinsamer Auftritt beim 2. Deutschen AutogrammkarteJazzfestival in Frankfurt am Main 1955 war ein großer Erfolg. Ihre erste Schallplatte war Istanbul auf dem Label Brunswick. Bald darauf wurde sie durch Aufnahmen mit dem Orchester Werner Müller wie Malagueña (1954), The Breeze and I (1955) des kubanischen Komponisten Ernesto Lecuona (14 Wochen in den US-amerikanischen Charts) und Dreh dich nicht um nach fremden Schatten einem breiten Publikum bekannt. Daneben arbeitete sie weiterhin im Jazzbereich. 1956 trat sie mit Chet Baker auf und nahm mit ihm die Singles I’ll Remember April und Ev’ry Time We Say Goodbye auf. Gleichzeitig erschienen ihre ersten Musikalben, darunter The Hi-Fi Nightingale (1956) und Plenty Valente! (1957).

In Deutschland verkaufte sich der Titel Ganz Paris träumt von der Liebe (1954) über 900.000 Mal, ein für diese Zeit außergewöhnlich hoher Umsatz in der deutschen Plattenindustrie. Weitere bekannte Songs waren Fiesta Cubana (1955), Komm ein bisschen mit nach Italien … (1956), Wo meine Sonne scheint (1957), Spiel noch einmal für mich, Habanero (1958) und Tschau, Tschau, Bambina (1959). 1959 wurde sie auch für den Grammy als beste Sängerin nominiert, und 1965 erhielt sie als erste Nicht-Amerikanerin den Fame Award der Fernsehkritiker als beste Sängerin im US-Fernsehen, überreicht von Sammy Davis Jr.

Caterina Valente verfolgte zu dieser Zeit neben ihrer Solokarriere noch etliche andere Projekte, die fast alle die deutsche Sehnsucht der 1950er Jahre nach fremden Welten im Namen trugen: Club Indonesia (Platz 1 1956 mit dem Lied Steig in das Traumboot der Liebe), Club Honolulu (Platz 1 1960 mit Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini), Club Italia, Club Argentina und einige weitere.

Im Winter 1978/79 hatte Caterina Valente mit dem Schlager Manuel noch einen Hit, mit dem sie zweimal in der ZDF-Hitparade auftrat. Ein weiterer Hit war 1984 Männer brauchen Liebe; er kam auf Platz 2.

1987 erschien das Album Ich bin … mit dem Single-Hit Ich bin noch da.

Die 1989 in Italien aufgenommene Jazz-CD A briglia sciolta (später unter den Titeln Fantastica und Platinum Deluxe wiederveröffentlicht) zählt bis heute weltweit als Valentes meistverkaufte CD. (Quelle: wikipedia)

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Die Valente hatte gerade in den50er Jahren auch diverse Aufritte in all jenen schlichten Filmen, die damals die Menschen beindruckten oder gar begeisterten. Diese 10″ LP enthält etliche ihrer Filmhits, die man ebenfalls als eher schlicht bezeichnen kann. Dennoch: was die Valente so auch gemacht hat, irgendwie hatte es stets einen gewissen Charme.

Und in einem ausführlichem Interview gibt die 80jährige Valente sehr intensiv Auskungs über ihre Karriere … (liegt bei)

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Besetzung:

Caterina Valente (vocals)
+
Kurt Edelhagen Orchester
Adalbert Luczkowski Orchester

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Titel:
01. Dich werd‘ ich nie vergessen (Feltz/Gietz) 2.13
02. Tipitipitipso (Feltz/Gietz) 2.33
03. Papa Piccolino (Ein gold’ner Stern) (Feltz/Gietz) 3.12
04. Das ist die Hafenmelodie (Feltz/Monnot) 2.36
05. Wo meine Sonne scheint (Island In The Sun) (Belafonte/Burgess/Feltz) 3.09
06. Frag‘ mich nie, was Heimweh ist (Cowboy-Jonny) (Feltz/Gietz) 3.08
07. Melodia d’amore (Feltz/Gietz) 2.58
08. Amadeo, ich will warten (Feltz/Schauberg) 2.27

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Renate Kern – Wenn du gehst + Bitte denk´ an mich (1974)

FrontCover1Immer wieder mal geht mir das tragische Schicksal der Renate Kern durch den Kopf, quasi als Musterbeispiel für das Thema „Glanz und Elend der Schlagerstars“ (okay .. Roy Black würde sich für dieses Thema auch eignen):

Renate Kern (* 23. Januar 1945 in Tann/Rhön; † 18. Februar 1991 in Hoyerswege/Ganderkesee, Niedersachsen), mit bürgerlichem Namen Renate Hildebrandt, geb. Poggensee, war eine deutsche Schlager- und Country-Sängerin. Sie trat auch unter den Künstlernamen Nancy Wood und Nathalie de Navarre in Erscheinung.

Renate Kern war die Tochter des Raketentechnikers Karl Poggensee. Die während eines Schüleraustauschs 1962 in den USA geknüpften Beziehungen zu Funk und Fernsehen bewogen Renate Kern, ihren ursprünglichen Berufswunsch – Lehrerin – aufzugeben. Von Werner Last alias Kai Warner, dem Bruder von James Last, entdeckt, machte die Sängerin mit der tiefen Stimme schnell Karriere, meist mit Texten, die Mut machten oder Ratschläge gaben. Von 1965 bis Mitte der 1970er Jahre stand sie bei der Plattenfirma Polydor unter Vertrag.

Ihre ersten Singles erschienen 1965 und platzierten sich auf Anhieb in den deutschen Charts: Kiss and Shake (Platz 35) und Du bist meine Liebe (Platz 39). Mit Lieber mal weinen im Glück feierte sie 1968 ihren größten Hit (Platz 10). Du mußt mit den Wimpern klimpern (1968, Platz 30), Laß doch den Sonnenschein (1969, Platz 18), Lieber heute geküsst (1969, Platz 30) und Alle Blumen brauchen Sonne (1970, Platz 27) zählen ebenfalls zu ihren großen Erfolgen. Mit Alle Blumen brauchen Sonne konnte sie 1970 den zweiten Platz beim Deutschen Schlager-Wettbewerb in Mainz erreichen.

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Renate Kern (1971)

Nach einigen weiteren Erfolgen in den Hitparaden, Fernsehauftritten und Tourneen stagnierte ihre Karriere Anfang der 1970er Jahre, und ihr Stern sank gegen Ende des Jahrzehnts unaufhörlich. Ihre letzte Hit-Notierung in den deutschen Single-Charts stammt aus dem Jahre 1974 (Wenn du gehst). Zu diesem Zeitpunkt hatte sie die Plattenfirma Polydor verlassen und einen Vertrag bei BASF unterzeichnet. Hier erschien eine ganze Reihe von Singles. 1974 heiratete sie den Toningenieur Klaus-Dieter Hildebrandt. Das Paar gründete einen eigenen Musikverlag und produzierte u.a. das Schlagerduo Mona & Michael. Des Weiteren richteten sie in ihrem gemeinsamen Haus ein Tonstudio ein, wo u.a. Roger Whittaker Platten aufnahm. In den Rundfunk-Hitlisten schaffte sie 1976 noch einmal einen kleinen Hit (Tonio, Platz 46). Im darauffolgenden Jahr wechselte sie zum Label Crystal/EMI, doch auch hier wollte sich kein Comeback einstellen. 1976 sang sie unter dem Namen Nathalie de Navarre auch in Französisch.

1981 wechselte Kern nicht nur das Genre – vom Schlager zum Country – sie legte sich auch einen neuen internationalen Künstlernamen zu: Nancy Wood. In den USA veröffentlichte sie bei der kleinen Plattenfirma Montagne das Lied Imagine That, das von den bekannten Country-Songwritern Byron Hill (schrieb Hits für Alabama (Band), George Strait, Gary Allan) und J. Remington Wilde (Conway Twitty, Randy Travis) geschrieben wurde. Der erhoffte große Durchbruch gelang ihr damit zwar nicht, jedoch ein Achtungserfolg, denn als einzige deutsche Sängerin nach Tina Rainford (Silver Bird, 1976) schaffte sie den Sprung in die amerikanischen Country-Charts (1981, Platz 79, vier Wochen platziert). Obwohl das Interesse der Amerikaner danach rapide nachließ, blieb Kern dem Country-Genre bis zu ihrem Lebensende treu: 1983 erschien in Deutschland eine Doppel-LP mit dem Titel Imagine That. Im Jahr darauf wählte das niederländische Country-Magazin Gazette sie zur besten europäischen Countrysängerin. Bei Radio Bremen moderierte sie außerdem die Sendung Nancy’s Country Drive-In und gab zahllose Konzerte.

Ab Ende der 1980er Jahre begann sie zunehmend an Depressionen zu leiden. Am 18. Februar 1991 fand man sie erhängt in ihrem Haus. Ihre letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Neuen Friedhof in Rostock.

1998 wurde ein Dokumentarfilm veröffentlicht, der Leben und Karriere von Kern nachzuzeichnen versucht: Und vor mir die Sterne…. Der Film lässt, umrahmt von Mitschnitten diverser Auftritte und Interviews mit der Künstlerin, Mitmusiker, Anhänger und Kollegen aus dem Showgeschäft (u. a. Dieter Thomas Heck und Rex Gildo) zu Wort kommen. Im Jahre 2000 erschienen bei dem Label Bear Family zwei CDs mit alten Aufnahmen von Kern. Ende 2008 widmete ihre alte Plattenfirma Polydor ihr eine CD in der Reihe Schlagerjuwelen: Ihre großen Erfolge. (Quelle: wikipedia)

Ihr Ehemann, Klaus Hildebrandt hat übrigens ihren Suizid mit ihrer Mitgliedschaft bei Scientology in Verbindung gebracht (siehe beiliegender Artikel im pdf Format)

Ach ja … die Lieder … einerseits belanglos (wobei man da der B-Seite nicht gerecht wird … ), andererseits brandgefährlich, wenn man z.b. singt:

„Wenn du gehst, lässt die Liebe mich allein/Und es wird nie mehr so wie früher sein/Wenn du gehst, bleibt dein Platz für immer leer/Glück gibt es für mich nie mehr“

Gibt es eigentlich den Straftatbestand, Menschen in Krisen jeden Lebensmut zu nehmen ?  Vielleicht erklärt sich ihr Suizid auch darin begründet, dass sie Opfer einer fatalen Grundeinstellung zum Leben und zu den Krisen, die nun mal jedes Leben mit sich bringt, hatte.

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Siehe da: Es gab auch die kecke Renate Kern (hätte sie nur diesen Teil ihrer Persönlichkeit konsequenter gelebt !)

Besetzung:
Renate Kern (vocals)
+
eine Schar unbekannter Studiomusiker

RenateKern+KlausHildebrandt

Renate Kern mit Ehemann Klaus Hildebrandt

Titel:
01. Wenn du gehst (Heider/Relin) 3.30
02. Bitte denk´ an mich (Souvenirs – toi de mei) (Koulak/Kern) 2.49

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RenateKern02

Viel trauriger geht ein Gesichtsausdruck nicht mehr (Renate Kern als Nancy Wood, 1984) … dazu passt dann der Text bei „Wenn du gehst“

Verschiedene Interpreten – Super Hits `71 – 2. Folge (1971)

FrontCover1.JPGUnd wieder mal so ne LP mit „Super Hits“, diesmal aus dem Jahr 1971 -aber nicht in den Originalversionen, sondern in der nachempfundenen Interpretationen von völlig unbekannten Sängerinnen und Sänger-.

Diese LP`s gab´s dann wohl für n Appel und Ei in den großen Kauf- und Warenhäuser der Bundesrepublik:

Und wer sich auf diese musikalische Reise einlassen will, fährt dann gleich mal über Rio nach Paris und dann auch noch Athen …

Die unbekannten Musikanten machen ihre Sache soweit ganz gut … dennoch stellt sichb ei solchen Alben ja immer wieder die Frage, welchen Wert es haben soll … sich Imitatoren anzuhören … aber klar … es war halt ne billige Angelegenheit.

Die Originalinterpreten haben ich dann in Klammern auch noch angeführt).

Und natürlich passt so eine LP in diesen Vinyl-Ramschladen sehr gut …

Für Schlagerexperten und für solche, die es werden wollen. Und natürlich finden sich hier etliche Lieder, deren Niveau – nun, ähm – etwas unterirdisch ist.

Ach ja, das Billig Label „Maritim“ gehörte damals zum Gruner + Jahr GmbH & Co. Konzern.

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Alternatives Frontover

Besetzung:
Unbekannte Interpreten und Studiomusiker

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Titel:
01. Zeig‘ mir den Platz an der Sonne (Udo Jürgens) (Jürgens/Hachfeld) 3.49
02. Nachts scheint die Sonne (Michael Holm) (Moroder/Holm) 3.13
03. Ja, der Eiffelturm (Serverine) (White/Jay) 2.38
04. Ich kenn‘ ein Girl am Zuckerhut (Erik Silvester) (Silvester/Holm) 3.02
05. Sing, wenn du glücklich bist (Peggy March) (Moroder/Holm/Stark) 3.17
06. Mohikana Shalali (Heino) (Brecht/Jung/Röckelein) 4.07
07. Schöne Maid (Tony Marshall) (White) 3.16
08. Monika (Ulli Martin) (Dimitrov/Andreev/Roblin/Arnie) 3.50
09. Was ich tat, tat ich nur für Maria (Oliver Bendt) (Murray/Callander/Schüble) 3.24
10. Akropolis adieu (Mireille Mathieu) (Bruhn/Buschor) 3.27
11. In der Bundesrepublik machen alle gern Musik (Rita Pavone)(Rödelberger/Buschor) 2.47
12. Meilenweit (Martin Mann) (Siegel/Holm) 2.36

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SexSells

Man kann es drehen und wenden wie man will: Sex sells !

Verschiedene Interpreten – Gala-Show der Stars (1970)

FrontCover1.JPGUnd wieder einmal eine dieser sog. Benefiz-LP´s der 70er Jahre …

Wir schreiben das Jahr 1970 und bei dieser LP geht es darum, die „Deutsche Sporthilfe“ zu unterstützen. Klar, es ging um die Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele 1972 in München … da wurde dieses Ereignis gepusht wie sonst noch was.

Und deshalb schreibt auch der schleimige und „ehrenwerte“ Herr Josef Neckermann ein paar Zeilen. Zur Erinnerung:

Am 15. September 1935 wurden die Nürnberger Rassengesetze erlassen. Jüdische Kaufleute wurden dadurch sowohl persönlich als auch unternehmerisch unter Druck gesetzt und deren Unternehmen auf legale Weise zu Spottpreisen „arisiert“. Neckermann profitierte mehrfach von diesen Zwangsverkäufen:

Josef Neckermann ließ sich von seiner Mutter seinen Erbanteil an der Kohlenhandlung in Höhe von 200.000 Reichsmark (RM) auszahlen. Am 25. Oktober 1935 übernahm er vom jüdischen Unternehmer Siegmund Ruschkewitz (1871–1940)[2] für 100.000 RM (wovon durch Neckermann nur 46.000 RM auf ein Sperrmark-Konto überwiesen wurden)[3] dessen 1898 gegründetes und wenig später in der Würzburger Schönbornstraße[4] befindliches Textilkaufhaus sowie das Niedrigpreisgeschäft Merkur mit insgesamt 130 Angestellten und 60 Außendienstmitarbeitern unter Übernahme der Schulden und Hypotheken. Die Warenhausbranche steckte in diesen Jahren in der Krise und der Kaufpreis lag deutlich unter dem Wert des Unternehmens.

Neckermann war 1933 der Reiterstaffel der SA beigetreten und wurde 1937 mit der Mitgliedsnummer 4.516.510 in die NSDAP aufgenommen. Im Jahr darauf entstand durch Arisierung des Unternehmens von Karl Amson Joel, (dem Großvater des US-amerikanischen Singer-Songwriters Billy Joel und des Dirigenten Alexander Joel) – er hatte sich in Nürnberg und in Berlin ein florierendes Textilherstellungs- und -versandunternehmen aufgebaut – die Wäsche- und Kleiderfabrik Josef Neckermann.

Neckermann drückte den Kaufpreis und richtete beim Bankhaus Hardy & Co. in Berlin ein Treuhandkonto auf – wie sich im späteren Wiedergutmachungsprozess herausstellte – seinen eigenen Namen ein. Neckermann begründete dies damit, dass er das Geld vor dem Zugriff der NSDAP schützen wollte. Der mittlerweile in die Schweiz geflüchtete Joel klagte auf Auszahlung des Geldes, die Klage wurde aber mit der Begründung abgewiesen, er sei „Devisenausländer“.

Neckermann besaß damit das viertgrößte deutsche Textil-Versandhaus (nach Quelle, Witt Weiden und Schöpflin). Mit den Unternehmen Joels übernahm Neckermann auch den Mietvertrag von dessen Villa in der Tannenbergallee im Berliner Westend, die er mit seiner Frau Annemarie Neckermann bezog. (Quelle: wikipedia)

Das nur so am Rande … aber unerwähnt lassen wollte ich diese Fakten nicht.

SinglePack1

Nun gut … wir hören hier ausschließlich „Stars“ aus dem Hause Decca/Telefunken:

Die meisten davon kann man in die Kategorie „abgehalfterte Schlagersternchen“ einordnen … das gilt natürlich nicht für die Knef die hier gleich zweimal vertreten ist. Und auch die Valente war alles andere als ein kurzfristiger Erfolg.

Aber dann treten u.a. auf: Die Peggy March (die fand ich damals Klasse), Manuela (deren Frühwerke Mitte der 60er Jahre hatten wirklich Pfiff) und die France Gall (nun ja … die fand ich als 15jähriger auch nicht schlecht *ggg*).

Der Ronny ist auch vertreten und eine Tanja Berg zelebriert die deutsche Version des Gassenhauers „Na Na Hey Hey Goodbye“ …

SinglePack2

11 der 12 Songs erschienen übrigens auch als Single, nur die „Schiwago Melodie“ in der Fassung von Martin Böttcher gab´s damals nur auf einer LP (zumindest mein jetziger Kenntnisstand) … da damals lauschenden Damen war das sicherlich gleichgültig, denn zum Schmelzen brachte sie diese Melodie auch so.

Gleiches gilt wohl für den ersten Peter Maffay Hit „Du“ … der hier ja neulich schon mal sehr kritisch bewertet wurde. Nicht ganz zu Unrecht … aber ich gestehe freimütig … damals hörte ich mir den Songs heimlich, ganz heimlich an (bevor ich dann wieder „Paranoid“ von Black Sabbath auflegte …) er wecke in mir als eben 15jährigen Knaben furchtbare Sehnsüchte nach der ewigen, allumfassenden Liebe … nun ja … das Leben hat mich natürlich eines anderen gelehrt … aber ich gestehe nicht minder freimütig: selbst heute noch lösen diese Zeilen (und die entsprechende Musik) in mir … sentimental-kitschige Emotionen rühren sich und der sentimentale Hund in mir, beginnt mit dem Schwanz zu wedeln (das soll jetzt allerdings kein obszöne Metapher sein …).

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Schwamm drüber.

Solche Benefiz LP´s haben ja auch immer wieder aus heutiger Sicht ein paar Raritäten zu bieten,so auch hier:

Da ist zum einen ein „Michelangelo“: Der heißt eigentlich Rainer Limpert:

Michelangelo, bürgerlich Rainer Limpert, (* 10. Mai 1946 in Binenwalde, Gühlen-Glienicke) ist ein deutscher Schlagersänger.

Rainer Limpert besuchte das Gymnasium bis zur Obersekunda und absolvierte dann die MichelangeloAusbildung zum Buchhändler. In Frankfurt am Main nahm er Gesangsunterricht und wirkte in der Pop-Band seines Bruders mit.

1969 veröffentlichte er seine erste Single Sie trägt blau, blau, blau und trat mit seinen Begleitmusikern als Michelangelo and his Group damit am 18. Oktober 1969 in Dieter Thomas Hecks ZDF-Hitparade auf. Die Singles Sie trägt blau, blau, blau und Wie ein Feuerwerk schafften es in die „Top 20“ der Zeitschrift Musikmarkt. 1971 konnte er seinen Titel Du bist meine Liebe zwei Wochen lang in den niederländischen „Top 40“ platzieren und erreichte dort Platz 22. Am 13. September 1971 trat er im ZDF-Magazin Die Drehscheibe als Sänger auf. Außerhalb der Niederlande erzielte er keine Charterfolge. Ein Tag mit Maria wurde ebenfalls von Michael Holm 1972 veröffentlicht.

Als 1971 Gunter „Yogi“ Lauke auf Anfrage von Albert-Carl Weiland (SR) Sänger für das Gesangsensemble Family Tree suchte, holte er Limpert mit ins Boot. Limpert sang bis zur Auflösung 1975 bei der Formation. (Quelle: wikipedia).

Er bracht es wohl auf insgesamt 8 Singles und hier macht er seine Sache gar nicht mal so schlecht.

Und dann haben wir noch eine gewisse Kirsti (Sparboe) … und stammte aus Norwegen:

Kirsti Sparboe (* 7. Dezember 1946 in Tromsø) ist eine norwegische Schlagersängerin und Schauspielerin.

Nach einer kaufmännischen Lehre arbeitete sie als Sekretärin. Sie trat in einer Tanzkapelle auf, nahm Gesangsunterricht und erhielt mit 17 Jahren ihren ersten Schallplattenvertrag. Bereits mit ihrer ersten Single Ballerina war sie 1964 in Norwegen und Schweden erfolgreich. 1965 nahm sie mit Karusell erstmals für Norwegen am Eurovision Song Contest teil, blieb aber ohne Erfolg wie auch bei ihren Teilnahmen 1967 und 1969.

KirstiEnde der 1960er Jahre kam sie unter dem Namen „Kirsti“ mit ihren von Telefunken produzierten Schlagern auch in die deutsche Hitparade. Ihren größten Erfolg hatte sie in der Bundesrepublik mit dem Titel Ein Student aus Uppsala, womit sie 1969 14 Wochen lang in den deutschen Charts vertreten war. 1970 beteiligte sie sich mit Pierre, der Clochard an der deutschen Vorentscheidung für den Grand Prix, konnte sich jedoch nicht qualifizieren. Mit den Singles Die treuen Husaren, Herzklopfen, Ich hab’ in Essen mein Herz vergessen, Pierre, der Clochard, Mr. Christopher Brown und Napoleon und Josephine konnte sie sich noch in einigen Rundfunk-Hitparaden platzieren. Sie wirkte auch in einigen Filmproduktionen mit. (Quelle: wikipedia)

Die konnte sich übrigens wesentlich länger halten … Bis in die 80er Jahre veröffentlichte LP`s und Singles.

Aber jetzt hinein ins Vergnügen, frei nach dem Motto:

Was so alles geschieht,
in der Carnaby Street,
und ein Carnaby Boy
spielt auf seiner guitar
für die Leute ein Lied
in der Carnaby Street.

Was so alles geschieht,
ja die Girls und die Boys
kommen raus aus dem Haus,
denn sie hören den Beat
in der Carnaby Street.

Allen geht der Beat in die Beine,
und die Melodie geht ins Ohr,
ja und alle denken das eine.
Das gibt es nur in der Carnaby Street.

Was so alles geschieht
in der Carnaby Street,
ja die Girls und die Boys
pfeifen alle das Lied
auf der Carnaby Street.

Was so alles geschieht
in der Carnaby Street,
ja die Girls und die Boys
zahlen gerne den Preis
und sie kaufen den Hit
auf der Carnaby Street.

la la la la …

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Titel:
01. Peggy March: In der Carnaby Street (Mayer/Bradtke) 3.05
02. Michelangelo: Wie ein Feuerwerk (Siegel/Sondock) 2.38
03. Caterina Valente: Tausend rosarote Pfeile (Little Arrows) (Hammond/ Hazelwood/Henning) 2.45
04. Peter Maffay: Du (Orloff/Kunze) 3.28
05. Hildegard Knef: Eins und eins, das macht zwei (Niessen) 2.53
06. Tanja Berg: Na Na Hey Hey Goodbye (de Carlo/Frashmur/Leka/Holm) 3.20
07. Hildegard Knef: Für mich soll’s rote Rosen regnen (Hammerschmid/Knef) 3.12
08. France Gall: A Banda (de Hollanda/Weyrich/Conta) 2.53
09. Manuela: Wenn du liebst (Heider/Relin) 3.59
10. Martin Böttcher: Schiwago-Melodie (Jarre) 2.12
11. Kirsti: Ein Student aus Uppsala (Mayer/Buschor) 2.17
12. Ronny: Nun leb wohl (Roloff/Hee) 2.55

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Die deutschen Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexico City:

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